DE2740373A1 - Vorrichtung zum ueberwachen des schlagens des grossbaums eines segelschiffes - Google Patents
Vorrichtung zum ueberwachen des schlagens des grossbaums eines segelschiffesInfo
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Description
Vorrichtung zum überwachen des Schiagens des Großbaums
eines Segelschiffes
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen des vertikalen und horizontalen Schiagens des Großbaums eines
Segelschiffes. Diese Vorrichtung verhindert das ungewollte überkommen, das Niederholen und das Zurückhalten des Großbaums.
Bis heute kann der Großbaum beim ungewollten oder absichtlichen überkommen einen teilweisen Kreisbogen mit großer Geschwindigkeit
um den Mast herum beschreiben. Dieses Schlagen ist sehr gefährlich, und die Stöße des Großbaums am Ende der Bewegung
sind heftig. Im allgemeinen versucht man, das Schlagen des Großbaums mit der Bullentalje zu verhindern, aber das ist nicht
immer möglich, vor allem, wenn diese völlig losgelassen (gefiert) ist.
Beim Beidrehen neigt der Großbaum dazu, sich anzuheben. Im Extremfall kann sich der Großbaum völlig gegen den Mast
anheben, was man "chinesisches Beidrehen" nennt. Um zu verhindern, daß sich der Großbaum während des Beidrehens anhebt,
gibt es Vorrichtungen zum Zurückhalten oder Niederholen des Großbaums, die einen beinahe senkrechten Winkel zwischen Mast
und Großbaum aufrechterhalten.
Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung verhindert all diese Unannehmlichkeiten. Sie überwacht das Schlagen
des Großbaums mittels einer automatischen und abhängig von der Windstärke stufenlos arbeitenden Bremse. Des weiteren
macht diese Vorrichtung die Vorrichtungen zum Niederholen und Zurückhalten des Großbaums unnötig, weil sie insbesondere
den Druck des Großbaums nach oben ausnutzt, wohingegen diese letzteren beiden Vorrichtungen den Großbaum daran hindern,
sich anzuheben.
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Die erl ndungsgemäße Vorrichtung zum überwachen des Schiagens
des Großbaums eines Segelschiffes ist dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende vorgesehen ist, welches durch mindestens drei Haltepunkte läuft, welche ein Dreieck bilden, daß zwei Festpunkte
auf der Höhe jedes Seitendeck:; angeordnet sind, daß
ein Punkt unter dem Großbaum angeordnet ist, daß mindestens einer der Punkte eine Anordnung zum Bremsen de;; Endes aufweist,
wenn der Großbaum nach Backbord oder Steuerbord schlägt, daß beide Enden des Endes an einem d..r Haltepunkte befestigt
sind, nachdem sie durch die beiden in.lercn gelaufen sind, oder
an zwei Punkten, und daß das Ende vorteilhaft eine Anordnung
zum Einstellen seiner Spannung aufweist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorteilhaft dadurch
gekennzeichnet, daß das Ende an einem Haltepunkt auf einem der Seitendecks belegt ist, dann durch eine Trommel läuft,
welche als Bremsanordnung dient und unter dem Großbaum angebracht ist, und daß schließlich diese:; Ende am anderen Haltepunkt
auf dem gegenüberliegenden Seit.endeck belegt ist.
Vorteilhaft läuft in der Höhe eines Seitendecks das Ende eines Endes (Schot) über eine Umlenkrolle, die in der Höhe
des entsprechenden Haltepunktes befestigt ist, um sich über einer Winsch oder einer Talje abzustützen, welche die Einstellung
der Spannung des Endes, welches über die drei Punkte läuft, gestattet. Um die Arbeitsweise und die Leistungsfähigkeit der
Vorrichtung zu verbessern, können zusätzlich Anordnungen zum Führen des Endes eingesetzt werden.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigi; κ
Fig. 1 die Anordnung und die Wirkungsweise der Vorrichtung am Großbaum des Segelschiffes,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Bremsvorrichtung, die auf der festen Rolle angebracht ist, und der Anordnungen
zum Bremsen des Endes,
Fig. 3 eine Sicherheitsprüfvorrichtung, die auf dem Ende angebracht werden kann, und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Rolle und einer Anordnung zum Bremsen.
Der Großbaum 1 trägt einen Ring 2, an dem mittels eines Bügels 3 eine feste Rolle 4 angebracht werden kann. Gemäß
Fig. 2 ist die feste Rolle 4 mit einer Nut 6 ausgestattet, durch die das Ende 5 hindurchgeführt wird. Auf beiden Seiten
der Flansche 13, 14 der festen Rolle 4 sind aus den Armen und 8 bestehende Führungsvorrichtungen zum besseren Einbringen
des Endes in die Nut 6 der Rolle 4 angebracht. Die beiden Arme 7 und 8 sind mit der Rolle 4 verbunden. Der
Arm 7 ist um eine Achse 7a, der Arm 8 um eine entsprechende
(nicht abgebildete) Achse drehbar. Die beiden Enden 9 und des Endes 5 sind auf dem jeweiligen Seitendeck 11 und 12
befestigt.
Die Bremsvorrichtung in Höhe der festen Rolle 4 wirkt durch einen oder mehrere Turns des Endes 5 um diese Rolle 4.
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Die Wirkungsweise der Erfindung wird anhand der Schemazeichnung Fig. 1 erläutert. Wenn der Großbaum 1 sich nach
Steuerbord bewegt, beschreibt er ohne die erfindungsgemäße Vorrichtung mit großer Geschwindigkeit und Heftigkeit
einen Kreisbogen. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung dreht der Großbaum langsam und sanft nach Steuerbord.
Je stärker der Wind ist, desto mehr neigt der Großbaum dazu, sich in Richtung des Pfeiles F anzuheben. Da der
Großbaum mit der festen Rolle 4 verbunden ist, übt er Zug auf sie aus; dank seines Turns liegt das Ende 5 mit seiner
ganzen Kontaktfläche in der Nut der festen Rolle 4; der Turn bremst somit den Durchlauf des Endes 5, was wiederum
die Drehung des Großbaums 1 um den Mast herum abbremst. Sobald sich der Großbaum leicht absenkt, kann das Ende
um die Rolle gleiten und den Großbaum drehen, der sich langsam in seine Endstellung bewegt.
In Fig. 1 ist der Niederholer (das Ablaßseil) weggelassen, denn diese Vorrichtung ist nicht mehr nötig, da das horizontale
und vertikale Schlagen des Großbaums durch besagte Vorrichtung überwacht wird. Ebenso kann die Anordnung
zum Zurückhalten des Großbaums entfallen.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung im Detail. Das Ende 5, das an beiden Enden 9 und 10 (nur in Fig. 1
abgebildet) befestigt ist, beschreibt einen Turn in der Nut 6 der Rolle 4. Auf jedem Flansch (13 und 14) sind
Arme 7 und 8 angebracht, die in Richtung der abgebildeten Pfeile drehbar sind. Diese Führungsarme 7 und 8 tragen an
ihren Endpunkten Ringe 15 bzw. 16 zum Durchlaufen des Endes 5,
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Abhängig von der Stellung des Großbaums können sich die Arme 7 und 8 in die günstigste Position einstellen. Die
Führungsarme 7 und 8 verbessern die Wirksamkeit der Vorrichtung; gleichwohl arbeitet diese Vorrichtung auch ohne
Führungsarme. In diesem Fall kann es vorkommen, daß sich das Ende 5 in der Nut 6 der Rolle 4 überlappt; es genügt jedoch
dann, den Großbaum leicht zu senken, damit dieser um den Mast herum schwingt. Die Anordnungen (7 und 8) zum Führen
des Endes 5 verhindern also, daß dieses sich in der Nut 6 überlappt.
,man
Auf dem Ende 5 kann in Höhe der Endpunkte Prüfstränge zur überwachung der Spannung anzubringen, die durch den Großbaum
auf dieses Ende 5 ausgeübt wird.
Fig. 3 zeigt schematisch das Ende 5 und eine Prüfanordnung der Spannung. An dieser Stelle weist das Ende einen Strang T
auf, der als Prüfstrang der Spannung dient und z.B. eine Kraft von 1.500 kg erträgt, die parallel zu diesem Prüfstrang T
aufgebracht wird. Ein Sicherheitsstrang S, der eine Spannung von 2 Tonnen aushält, kann im Fall eines Bruches
(Reißens) des PrüfStrangs T den Stoß auffangen. Wenn der
Prüfstrang T bricht (reißt), muß Segel gerefft werden, da das Schiff übertakelt ist. Diese Vorrichtung verhindert im
Falle eines Bruchs (Reißens) des Prüfstrangs T, daß der Großbaum plötzlich einen Bogen beschreibt und dabei alles
wegfegt.
Fig. 4 zeigt eine Rolle mit ihrer Bremsvorrichtung. Bei dieser Ausführung ist die Rolle 18 drehbar.
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Das Ende macht einen Turn in der Nut 19. Die Rolle ist
mit einer zwei Flansche 20 und 21 aufweisenden Bremsvorrichtung versehen. Der Flansch 21 trägt zwei Füße 22 und 23, die durch einen Schuh 24 betätigt werden können. Dieser Schuh und die Füße 22 und 2 3 befinden sich im Inneren der Rolle und können so die Wand 25 berühren, an welche sich die Füße und 23 anlegen werden.
mit einer zwei Flansche 20 und 21 aufweisenden Bremsvorrichtung versehen. Der Flansch 21 trägt zwei Füße 22 und 23, die durch einen Schuh 24 betätigt werden können. Dieser Schuh und die Füße 22 und 2 3 befinden sich im Inneren der Rolle und können so die Wand 25 berühren, an welche sich die Füße und 23 anlegen werden.
Die Füße 22 und 23 werden durch den Schuh 24 betätigt, der sich unter Einwirkung des Großbaums 1, mit dem er durch den
Bügel 26 verbunden ist, nach oben verschieben kann. Da in die Flansche 20 und 21 zwei Fenster 27 und 28 eingelassen
sind, können sich der Bügel 26 und der Schuh 24 auf- oder abbewegen. Bei dieser Ausführungsart erhält man eine verstärkte
Abbremsung des Endes, einerseits durch den Turn, der in der Nut liegt, und andererseits dadurch, daß die Rolle
dann durch die Füße 22 und 2 3 gebremst wird. Die Arbeitsweise ist jinfach; wenn der Großbaum sich anhebt, zieht er
am Bügel 26 und hebt den Schuh 24 an, welcher die Füße 22 und 23 so gegen die innere Wandung 25 der Rolle 18 drückt, daß
diese Rolle 18 sich nicht mehr drehen kann.
Eine andere, nicht dargestellte Au-sführungsart kann in der
Verwendung einer Bremse des Typs "Ferodo" bestehen. Dabei
werden die Bremsbeläge in der Nut der Rolle, wenn der Großbaum angehoben ist, zusammengedrückt und legen sich am Ende
an, dessen Gleiten sie abbremsen; die Drehung des Großbaums um den Mast erfolgt also verzögert.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann also bei allen
Großsegeln verwendet werden.
Großsegeln verwendet werden.
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Selbstverständlich kann die mit dem Großbaum verbundene Rolle durch jedes andere Teil ersetzt werden, welches
das Gleiten und Abbremsen mittels eines oder mehrerer Turns erlaubt, wobei dieses Teil also eine beliebige
Form wie die eines Ringes, Schäkels oder dgl. haben kann.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 ist sicher deutlich, auch wenn dies nicht dargestellt ist, daß das Ende 5 an einem seiner
Enden 9 und 10 durch eine Umlenkrolle (nicht abgebildet) laufen kann, um sich über einer Winsch oder einer Talje
abzustützen, die es dem Benutzer gestattet, die Spannung des Endes 5 zu regeln, damit das Beidrehen sanft, stufenlos und
völlig automatisch vor sich geht.
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Claims (11)
- Ansprücheι 1.)Vorrichtung zum überwachen des Schiagens des Großbaumes eines Segelschiffes, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (5) vorgesehen ist, welches durch mindestens drei Haltepunkte (9, 3, 10) läuft, welche ein Dreieck bilden, daß zwei Festpunkte (9, 10) auf der Höhe jedes Seitendecks (Backbord 11 und Steuerbord 12) angeordnet sind, daß ein Punkt (3) unter dem Großbaum (1) angeordnet ist, daß mindestens einer der Punkte eine Anordnung (4) zum Bremsen des Endes (5) aufweist, wenn der Großbaum (1) nach Backbord oder Steuerbord schlägt, daß beide Enden des Endes (5) an einem der Haltepunkte befestigt sind, nachdem sie durch die beiden anderen gelaufen sind, oder an zwei Punkten, und daß das Ende (5) vorteilhaft eine Anordnung zum Einstellen seiner Spannung aufweist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende (5) an einem Haltepunkt (9 oder 10) auf einem der Seitendecks belegt ist, dann durch eine Trommel läuft, welche als Bremsanordnung (4) dient und unter dem Großbaum (1) angebracht ist, und daß schließlich dieses Ende (5) am anderen Haltepunkt (IO oder 9) auf dem gegenüberliegenden Seitendeck belegt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung, die zum Regeln der Spannung des Endes (5) dient, darin besteht, daß das Ende (5) an einem seiner Enden durch eine Umlenkrolle geführt ist, welche als Holepunkt in Höhe des entsprechenden Haltepunktes (Baum) angebracht ist, um sich an einer Winsch oder einer Talje abzustützen, welche die Einstellung der Spannung des Endes (5), welches über die drei Punkte (9, 3, 10) läuft, erlaubt.809812/0707 ORIGINAL INSPECTED
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet/ daß sie ein Ende (5) aufweist, welches an seinen beiden Enden (9,10) in der Höhe jedes Seitendecks (Backbord und Steuerbord) belegt ist, daß sie eine Rolle (4) aufweist, welche am Großbaum (1) befestigt ist, und daß sie eine Anordnung zum Bremsen des Gleitens des Endes (5) auf der Rolle (4) aufweist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (4) eine feste Rolle ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung zum Bremsen des Endes (5) aus mehreren Turns des Endes (5) besteht, welche in der Nut (6) der festen Rolle (4) liegen.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Anordnungen zum Führen des Endes (5) auf der Rolle (4) derart ausgebildet sind, daß ein Überlaufen des Endes (5) in der Nut (6) der Rolle (4) vermieden wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung zum Führen des Endes (5) auf der Rolle (4) aus zwei Armen (7) und (8) besteht, welche auf der Rolle (4) drehbar (Achse 7 a) befestigt sind.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (18) drehbar ist und eine Anordnung aufweist, um ihre Drehung zu bremsen.809812/070727A0373
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (18) zwischen zwei Flanschen (20, 21) angeordnet ist, von denen die eine Füße (22 und 23) trägt, welche von einem Schuh (24) betätigt werden, daß der Schuh (24) mit einem Bügel (26) verbunden ist, daß der Bügel (26) am Großbaum (1) befestigt ist, daß zwei Fenster (27 und 28) in den Flanschen (20 und 21) ausgearbeitet sind, so daß der Bügel (26) senkrecht geführt werden kann und auch den Schuh (2 4) mitnimmt, welcher die Füße (22 und 23) gegen die Innenwand (25) der Rolle (18) drückt und so deren Drehung abbremst.
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (18) in Höhe ihrer Nut (19) eine Bremsanordnung aufweist, welche dann, wenn der Großbaum (1) sich anhebt, wirksam wird und sich an das Ende (5) legt, um sein Gleiten abzubremsen.8098 12/0707
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