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DE2634767A1 - Verfahren und vorrichtung zur registergenauen montage von filmen fuer die druckformherstellung - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur registergenauen montage von filmen fuer die druckformherstellung

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Publication number
DE2634767A1
DE2634767A1 DE19762634767 DE2634767A DE2634767A1 DE 2634767 A1 DE2634767 A1 DE 2634767A1 DE 19762634767 DE19762634767 DE 19762634767 DE 2634767 A DE2634767 A DE 2634767A DE 2634767 A1 DE2634767 A1 DE 2634767A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
films
film
holes
fitting holes
fitting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762634767
Other languages
English (en)
Inventor
Rolf Albrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SPRINGSTEIN KARL AUGUST
Original Assignee
SPRINGSTEIN KARL AUGUST
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SPRINGSTEIN KARL AUGUST filed Critical SPRINGSTEIN KARL AUGUST
Priority to DE19762634767 priority Critical patent/DE2634767A1/de
Publication of DE2634767A1 publication Critical patent/DE2634767A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F9/00Registration or positioning of originals, masks, frames, photographic sheets or textured or patterned surfaces, e.g. automatically

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure And Positioning Against Photoresist Photosensitive Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur registergenauen Montage von Filmen
  • für die Druckformherstellung.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur registergenauen Montage von fotografischen Farbauszugsfilmen, von Filmen zur Einkopierung von z.B.Schriften, von Filmen zur Maskierung zum Zwecke der Druckformherstellung für alle Druckverfahren.
  • Zur Herstellung der Druckformen für alle Druckverfahren werden beim Mehrfarbendruck oder dann, wenn Schriften oder Motive einkopiert oder unterdrückt (auskopiert) werden sollen, oder wenn Teile eines Druckbildes begrenzt (maskiert) werden sollen, ein oder mehrere Stücke fotografischen Films registergenau (passergenau) auf eine oder mehrere Montagefolien montiert (mit einem geeigneten Klebstoff oder mit Klebefilm fixiert). Um solche Montagen zu bewerkstelligen, werden in der Praxis im wesentlichen drei Verfahren angewandt. Das erste Verfahren der Montage der verschiedenen Fotofilme auf eine oder mehrere Montagefolien beruht auf einem visuellen Vorgang. Bei der Herstellung der Farbauszüge - sowohl mit rein fotografischen als auch mit opto-elektronischen Vorrichtungen - und ebenso bei der Herstellung von Einkopierungen, Ausblendungen und Maskierungen werden außerhalb des Druckbildes Paßkreuze mitfotografiert, bzw. mitübertragen, die an geeigneten StPellepf der REPROlUK#IONSYORL&G# geklebt werden. Jeder Fotofilm wird dann mit Hilfe einer geeigneten lupe (Fadenzähler) auf einer dimensionsstabilen Montagefolie, unter der der Standbogen auf einem ieuchttisch liegt, visuell eingepaßt und danach durch geeigneten Klebstoff oder mit Hilfe von Klebefilm befestigt. Dieses Verfahren ist allgemein bekannt (z.B."Lehrbuch der Druckindustrie", Band 5, Tiefdruck, Kapitel 3. Polygraph Verlag GmbH, Frankfurt/Main, 1974. Herausgegeben vom Bundesverband Drucke V.
  • Wiesbaden).
  • Das zweite Verfahren zur passergenauen Montage mehrerer Fotofilme beruht auf der Verwendung einer sogenannten Anhaltskopie. Für einen Mehrfarbendruck wird irgendein Farbauszug (z.B. der Magenta-Auszug) auf der Montagefolie übers Standbogen auf dem Lichttisch montiert.
  • Von dieser Montage wird in einem Kontaktkopiergerät eine vollformatige Kontaktkopie gefertigt, die jedoch nur so wenig geschwärzt ist daß Konturen von Schriftzeichen oder Bildmotiven gerade noch erkennbar sind. Diese Anhaltskopie dient dann als Standbogen für die Montage der anderen Farbauszüge, Einkopferungen oder Masken. An Stelle einer solchen Anhaltskopie kann auch auf sogenannter Rotfolie eine Kopie gefertigt werden, die sich von einer Anhaltskopie nur durch eine deutlich sichtbare Rotfärbung unterscheidet. Das Eis passen der Filme erfolgt mit Hilfe der Anhalts- bzw.Rotkopie nicht nur durch das visuelle Zur-Deckung-bringen von Konturen von Paßkreuzen, sondern durch das visuelle Zur-Deckung-bringen des gesamten Druckbildes. Dieses Verfahren hat gegenüber dem VerfahretEit Paßkreuzen den Vorteil, daß es bei nicht passergenauer Deckung der Filme ein deutlich sichtbares Relief des ganzen Druckbildes oder deutlich sichtbare helle Konturen (sogenannte Blitzer) gibt, was mit bloßem Auge wesentlich leichter erkennbar ist als Passerfehler bei Paßkreuzen. Auch dieses Verfahren ist seit längerem allgemein bekannt (z.B."iexikon für das graphische Gewerbe" von Ernst Born, Poygraph Verlag Frankfurt/Mainw Al 9,5#)A Drittens ist das Paßstiftverfahren allgemein bekannt geworden und hat weite Verbreitung gefunden. Dieses Verfahren setzt das Vorhandensein von Lochstanzen und Paßstiften voraus, was heute allgemein als gegeben angesehen werden kann. Zu diesem Verfahren, das eine rasche Arbeitsweise ermöglicht, gehören dem Stanzbild entsprechende Filmhalteleisten, die in der Regel aus Federstahlblech bestehen.
  • Mit Hilfe in Löchern der Filmhalteleisten steckender Paßstifte können die mit einer Lochstanze gelochten Filme (Randlochung) fixiert werden. Klebt man eine solche Filmhalteleiste in die Rückwand einer Reprokamera oder auf den Projektionstisch eines Vergrößerungsgerätes, so können zu den Lochungen passende Farbauszugsfilme hergestellt werden. Mit dem gleichen Paßstiftverfahren lassen sich auch Filme zwecks.Einkopierung von z.B. Schriften in Farbauszugsfilme herstellen und befestigen. Gleiches gilt für das Freistellen von Rändern und für das Abdecken von Bildmotiven. Solche Paßstifte verfahren sind seit längerem Bestandteil des Lehrstoffes bei der Berufsausbildung und dementsprechend allgemein bekannt.
  • Das Verfahren der Randlochung kann auch zur Montage von mehreren Repro-Filmsätzen auf einem gemeinsamen Satz von Trägerfolien verwendet werden. Das geschieht dadurch, daß alle benötigten Trägerfolien über einem Standbogen auf einem Lichttisch gestapelt werden, worauf die mit Filmhalteleisten zusammengehaltenen Filmsätze ausgerichtet werden, daß jedes Filmpaket und die darunterliegenden Folien mit einem Hohlbohrer an mindestens zwei Stellen außerhalb des Druckbildes (oder notfalls im Innern einer Volltonfläche) durchbohrt werden. Anschließend werden die Bohrlöcher in den Trägerfolien mit Paßstiften bestückt, auf die die Filme, die durch den Bohrvorgang korrespondierende Löcher erhielten, leicht montiert werden können. Dieses Verfahren ist in der deutschen Patentschrift Nr. 1 302 963 beschrieben. Aus einer Reihe weiter unten zu beschrei bender Gründe ist es jedoch nicht allgemein verbreitet. Wenn Farbauszugsfilme oder Funktionsfilme von zwei oder mehr Druckbildern nicht nur übereinander passend, sondern auch örtlich getrennt zueinander passend montiert werden müssen, wird heute noch überwiegend ohne Paßstiftverfahren montiert, unter Anwendung der beiden visuellen Verfahren.
  • Die praktizierten visuellen Verfahren und die praktizierten Paßstiftverfahren weisen Mangel und Nachteile auf. Beim visuellen Einpassen auch mit den besten für solche Zwecke benutzbaren Lupen (Fadenzähler) ergeben sich, wie die Erfahrung immer wieder lehrt, Passerfehler dadurch, daß bei zügiger Montagearbeit keine keine dafür gegeben ist, daß sich das Auge des Montierers stets exakt in der optischen Achse der Lupe befindet, zumal die Lupe mindestens zwischen zwei Bildstellen (Paßkreuze) oft hin und her bewegt werden muß. Zwischen den beiden einzupassenden Fotofilmen liegen in der Regel o,4 mm Folie (o,3 mm Montagefolie+o,1 mm Trägerfolie des oben aufliegenden Fotofilms), so daß bei der Einpassung der Filme schon bei einer nur etwa 70 von der Lupenachse abweichender Einblickrichtung ein Passerfehler von o,l mm sich zwangsläufig ergibt.
  • Solche Passerfehler treten erfahrungsgemäß umso leichter auf, weil einerseits infolge der prinzipiell begrenzten Schärfentiefe der auf die obere Fotoemulsion gestellten Lupe die o,4 mm tiefer liegende Fotoemulsion nicht gleichzeitig scharf gesehen werden kann und weil andererseits der oben liegenden Fotoemulsion die Lupe nicht beliebig fest angepreßt werden kann, um beim Hin- und Herbewegen der Lupe die Fotoemulsion nicht zu beschädigen. Der Parallaxefehler beim Einpassen mit einer Lupe wird naturgemäß geringer, je stärker die Lupe vergrößert. Gerade aber das ist die Ursache dafür, daß das Auge des Montierers mehr oder weniger schnell ermüdet, so daß ihm erfahrungsgemäß nach einer gewissen Zeit Passerfehler unterlaufen.
  • Hinzu kommt ein weiterer Umstand: Auch das als besonders maßhaltig angebotene Filmmaterial verändert durch Temperatur- und Fruchtig keitseinflüsse dennoch mehr oder weniger seine Dimensionen. Wenn die einzupassenden Filme von in der Regel Raumtemperatur durch die stets wärmeren Finger des Montierers hin und her bewegt oder infolge des Einpaßvorganges längere Zeit berührt werden, ergeben sich lokale Erwärmungen und es wird auch mehr oder weniger Hautfeuchtigkeit übertragen. Schließlich geschieht das visuelle Einpassen in den letzten Feinheiten durch mehr oder weniger starken Schub bzw.
  • Stoß mit den schräg auf die Filmebene einwirkenden Fingerspitzen.
  • Durch derartige Schubwirkungen wird häufig die Montagefolie, und mit dieser die bereits auf ihr befestigten Filme, aus dem Register geschoben, weil die Montagefolie nicht beliebig fest mit der Unterlage verbunden werden kann. Durch all das bedingt, erfordert die visuelle Montage an Hand von Paßkreuzen sehr viel Geschick, Mühe und Sorgfalt, so daß gut passende Montagen recht zeitaufwendig und damit kostspielig sind.
  • Das visuelle Einpaßverfahren mit Hilfe von Anhalts bzw.Rotkopien ist insofern vorteilhafter, als schon mit bloßem Auge ohne Zuhilfenahme einer Bupe das Einpassen der Filme vorgenommen werden kann.
  • Vor dem Befestigen (Montage) genügen in der Regel zwei Kontrollblicke durch die Lupe auf die Paßkreuze Wird während der Montage eine ganze Anhalts- oder Rotkopie verschoben, so bleibt das auf die Passergenauigkeit der bereits montierten Filme ohne Einfluß, da ja die Anhalts-oder Rotkopie selbst zur Montagefolie geworden ist.
  • Nachteilig bei diesem Verfahren ist die Notwenidigkeit, zumindest eine Anhalt#bzw.Rotkopie zusätzlich zu allen übrigen fotografischen Arbeiten anfertigen zu müssen, was nicht nur zeit- sondern auch materialaufwendig ist. Kommt es nun aber vor, daß auf irgend eine Weise eine Druckform oder ein von der Montage kopierter Film beschädigt wird, dann muß in der Mehrzahl der Fälle die ganze Prozedur der Filmmontage wiederholt werden, weil die Filme ja von der Anhalts- bzw.Rotkopie wieder entfernt werden mußten, da diese als einzige Montagefolie für eine visuell auch ohne Lupe gut kontrollierbare Einpassung sämtlicher Filme fungierte. Wollte man diesen Nachteil umgehen, müßte man zusätzlich so viele Anhalts- bzw.Rotkopien anfertigen, wie Filme für einen Farbsatz benötigt werden, also mindestens drei, wenn nicht noch Einkopierungen oder Maskierungen erforderlich sind. Das aber bedingt weiteren erheblich vermehrten Material- und Zeitaufwand. Nachteilig ist in jedem Falle die notwendige längere Kopierzeit, da ja immer entweder durch die Anhaltskopie oder durch die Rotkopie hindurchbelichtet werden muß.
  • Wird ein Paßstiftverfahren angewandt, kommt es erfahrungsgemäß nicht so häufig zu Passerfehlern. Aber auch die sorgfältigste Lochung der Filme mit einer präzisen Lochstanze liefert keineswegs zwangsläufig einen so exakten Passer sämtlicher Farbauszugafilme eines Farbsatzes, wie es die mitübertragenen Paßkreuze ermöglichen.
  • Paßkreuze werden auf der Vorlage befestigt, werden und bleiben somit Bestandteile derselben, was auch fotografisch oder opto-elektronisch mit der Vorlage geschieht Jede Lochung dagegen wird in einem von jedem solchen Vorgang unabhängigen Arbeitsgang in jeden Film gestanzt. Bedienungsfehler der Stanze können zu Passerfehlern führen, wenn Filme lagenweise als Paket statt einzeln gestanzt werden, weil die in der oder den oberen Filmschichten ausgestanzten Scheibchen (Konfetti) die Löcher in den darunter liegenden Filmen ausweiten (vergröBern). Ungenauigkeiten entstehen ferner durch Rückstände in und an den Stanzelementen in Form von Materialstaub, ferner durch mechanisches Spiel bei Kamera-Rückwänden, durch die Verwendung von beschädigten Paßstiften (durch gewaltsames schiefes Eindrücken von Paßstiften in Filmhalteleisten) und beschädigten (aufgeweiteten) Löchern in Paßstiftleisten und auch dadurch, daß Filme im Moment des Ansaugens in Kameras oder Vergrößeruugsgeräten nicht schon vollständig bis zur Paßstiftleiste herabgedrückt wurden. Trotz dieser Fehlerquellen wäre es vorteilhaft, wenn die so erzielte, allerdings nicht loo ziege Passergenauigkeit zwangsläufig beibehalten wird, wenn mehrere aus Farbauszügen oder Funktionsfilmen zusammenzusetzende Druckbilder auf Montagefolien montiert werden. Das soll durch das in der deutschen Patentschrift Nr.
  • 1 302 963 beschriebene Verfahren und die dafür vorgeschlagene Vorrichtung ermöglicht werden. Jedem mit der Problematik der notwendigen Paßgenauigkeit bei der Montage von Filmen vertrauten Fachmann leuchtet sofort ein, daß die vorgeschlagene Vorrichtung (dortige Fig.7) nur dann befriedigende Resultate liefern kann, wenn sie nicht nur außerordentlich robust und stabil, sondern zugleich extrem präzise in all ihren Bestandteilen angefertigt wird. Wenn das geschieht, muß zwangsläufig eine solche Vorrichtung in die Kategorie von z.B. Bohrwerken der Präzisionsmechanik eingereiht werden, was wiederum eindeutig die Preiskategorie einer derartigen Vorrichtung bestimmt. Infolgedessen können sich kleinere und mittlere Druckereibetriebe diese dann notwendige Vorrichtung überhaupt nicht leisten, weil sie das finanziell nicht verkraften können. Insofern sind dann kleine und mittlere Unternehmungen zwangsläufig vom an sich möglichen technischen Fortschritt ausgeschlossen. Jeder Kompromiß, eine solche Vorrichtung preisgünstiger herzustellen, kann sich nur in geringerer mechanischer Stabilität und in geringerer Genauigkeit sowohl bei der Arbeitsweise selbst, als auch in geringerer Genauigkeit bei zu wiederholenden Arbeitsgängen niederschlagen. Da das aber in Hinblick auf die unabdingbar passergenaue Filmmontage nicht zulässig ist, muß die Vorrichtung gemäß der deutschen Patentschrift Nr. 1 302 963 notwendig ein Previleg allein finanzkräftiger Unternehmen bleiben. Auch dann, wenn es diese Argumente nicht geben sollte, gibt es Nachteile. Ausgangabedingung für das Arbeiten mit dieser Vorrichtung sind die erforderlichen Randlochungen der zu montierenden Filme, die, wie oben dargelegt, keine ioo ziege Passergenauigkeit gewährleisten. Zu diesen, wenn auch seltenen und dann oft geringen Ungenauigkeiten kommt hinzu, daß es keine Gewähr dafür gibt, daß der verwendete Hohlbohrer exakt zentrisch rotiert. Infolgedessen kommen zu den Anfangsungenauigkeiten stets weitere Ungenauigkeiten hinzu. Besonders nachteilig ist dabei, daß die dadurch verursachten Passerfehler erst durch spätere visuelle Kontrollen erkannt werden können, wenn nicht gar erst während des Druckens mit der in gutem Glauben mangelhaft hergestellten Druckform. Durch dieses 'Xblindes' Montageverfahren ergeben sich in der Praxis erfahrungsgemäß recht häufig sehr hohe Folgekosten. Hinzu kommt noch ein weiterer sehr wesentlicher Nachteil, der darin begründet liegt, daß es kein Kriterium gibt, einen stumpf gewordenen Bohrer in dieser Vorrichtung so rechtzeitig zu erkennen, daß er nicht mehr länger Ursache für ungleichmäßige und/oder größere Paßlöcher sein kann. Erst durch erkannte Passerfehler bei der Vereinzelung der durchbohrten Filmpakete und/oder durch mangelhaften Sitz von Paßstiften in den Paßlöchern kann der Montierer auf einen abgenutzten Bohrer schließen.
  • Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, ein Verfahren vorzuschlagen, bei dessen Anwendung es möglich ist, randgelochte Filme, z.B. Farbaussugsfilme, Lichterdecker, Einkopierungsfilme, Maskenfilme usw., in kürzester Zeit so auf Montagefolien zu fixieren, daß die Registerlöcher der zu fixierenden Filme eines Farbsatzes ohne visuelle Kontrolle zwangsläufig passergenau lokalisiert sind, ohne dafür die Montagefolie mit Löchern versehen zu müssen. Außerdem soll es während der Montagezeit jederzeit möglich sein, die Paßgenauigkeit der Filme visuell mit der Lupe kontrollieren zu können, sei es Film über Film oder Film über Anhalts- bzw. Rotkopie.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß den rägerfolien, auf denen die Filme montiert werden sollen, eine weitere Folie von etwa gleichen Abmessungen als Übertragungsfolie hinzugefügt wird, - daß außerdem jedem Filmsatz ein Klarfilm (Folie) als Einhängefilm von etwa halbem Format der zu montierenden Filmgröße mit gleicher Kantenlochung hinzugefügt wird, - daß ferner die ersten Farbauszugsfilme der gleichen Druckfarbe (z.B. alle Magenta-Farbauszüge)wie allgemein üblich auf einem Lichttisch über einem Standbogen mit der Fotoemulsion nach oben auf der ersten Trägerfolie ausgerichtet und auf dieser so befestigt (geklebt) werden, daß sie sämtlich zuverlässig fixiert sind, wobei die gelochten Kanten jedoch nicht mitbefestigt werden, um sie später anheben zu können, - daß erforderlichenfalls von diesen zuerst montierten Farbauszugsfilmen eine Anhalts- bzw. Rotkopie auf die Übertragungsfolie kopiert wird (wie allgemein üblich, durch Kantenlochung der Folien reproduzierbar paßgenau), - daß auf jeden der zuerst montierten und fest verklebten Filme je ein Einhängefilm paßgenau angeheftet wird, indem jeweils die gelochte aber nicht angeklebte Filmkante angehoben und dort eine Paßstiftleiste oder ein Paßstiftfolienstreifen mit den Paßstiften von unten eingehängt wird, auf die der mit Paßlöchern versehene Einhängefilm gesteckt wird, welcher mit zwei möglichst kleinen Tropfen flüssigem Filmkleber oder mit zwei möglichst kleinen Stücken Klebefilm gerade so sicher angeheftet wird,daß der Einhängefilm weder durch das Entfernen der Paßstifte noch durch die anschließend notwendigen Handgriffe aus seiner paßgenauen Lage gezogen wird, - daß die nach oben gekehrte Seite der Einhängefilme über und/oder direkt neben den Haftpunkten mit wesentlich mehr flüssigem Filmkleber bestrichen oder besprüht oder mit wesentlich größeren Klebefilmstücken (Klebeschicht nach oben) bestückt werden als es für das Anheften der Einhängefilme erforderlich war, - daß mit einer z.B. Gummiwalze die Übertragnngsfolie oder eine entsprechend vorbereitete Anhalts- bzw. Rotkopie blasenfrei über die auf der ersten Montagefolie angehefteten Einhängefilme gelegt und auf diesen durch Andrücken bzw. Anreiben befestigt wird, - daß nun die Übertragungsfolie wieder abgehoben wird, wobei sich zwangsläufig nur die vorher angebrachten wesentlich schwächeren Klebe stellen (Anheftung) trennen und folglich sämtliche Einhängefilme von der Übertragungsfolie mitgenommen werden, - daß alle zweiten Farbauszugsfilme (z.B. Cyan-Farbauszüge) mit Hilfe der Einhängefilme nun mit der Fotoemulsion nach unten auf die Übertragungsfolie geheftet werden, wobei die Passerkontrolle an Hand der untergelegten ersten Montagefolie mit den ersten dort befestigten z.B. Magenta-Farbauszügen oder an Hand einer Anhalts- bzw Rotkopie visuell mit einer B~pe vorgenommen werden kann, - daß alle z.B. Cyan-Farbauszüge auf die zweite Montagefolie übertragen werden, wie die Einhängefilme auf die Übertragungsfolie gebracht wurden, - daß schließlich in analoger Weise die übrigen Farbauszugsfilme und alle Funktionsfilme auf die dritte, vierte und ggf.weitere Montagefolien übertragen werden, Zur Durchführung des Verfahrens wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß vorbestimmte Elemente der zu montiernden Filme, insbesondere dicht außerhalb jeden Druckbildes in etwa der Mitte jeder Schmalseite befindliche Paßkreuze, auf einem Projektionsschirm eines Mikroskops sichtbar gemacht werden, - daß der die Paßkreuze enthaltende Film auf einer senkrecht zur Mikroskopachse beweglichen platte (bzw. Tisch) durch Präzisionsschrauben (bzw. Spindeln) so bewegt werden kann, daß jeweils eins der im Film enthaltenen Paßkreuze mit einem auf dem Projektionsschirm des Mikroskops angebrachten Fadenkreuzsystem (rechtwinkliges Fadenkreuz + konzentrische Kreise) zur Deckung gebracht wird, wodurch das Paßkreuzzentrum mit einer Genauigkeit von mindestens 1/lot mm mit der starren optischen Achse des Mikroskops in Übereinstimmung gebracht werden kann, - das as im Zentrum des Paßkreuzes herzustellende Paßloch an der Stelle des Paßkreuzes durch einen absenkbaren Niederhalt auf die Arbeitsplatte der Bohrvorrichtung gepreßt wird, - daß die Arbeitsplatte der Bohrvorrichtung mit dem Mikroskop und dem auf diesem montierten Projektionsschirm starr verbunden ist, - daß die Oberseite der Arbeitsplatte mit der Oberseite der den Film tragenden Platte (bzw.Tisch) in einer Ebene liegt, wobei jedoch Arbeitsplatte und Filmtrageplatte (bzw.Tisch) mechanisch getrennt und voneinander unabhängige Bestand teile der Vorrichtung sind, - daß auf dem Projektionsschirm des Mikroskops mit Hilfe des dort befindlichen Fadenkreuzsystems sowohl die exakte zentrische Position des z.B. Hohlbohrers als auch der Zustand (z.B. natürliche Abnutzung oder zufällige Beschädigung) der Schneidekante des Bohrers mit Hilfe einer bekannten optischen Vorrichtung zuverlässig beobachtet und erkannt werden kann, - daß der z.B. Hohlbohrer mit einer bekannten Bohreinrichtung von unten exakt in der optischen Achse des Mikroskops das Zentrum des Paßkreuzes im auf der Arbeitsplatte fixierten Film als Paßloch ausbohrt, - daß unmittelbar im Anschluß an den Bohrvorgang das Paßloch auf Exaktheit seiner Position und seiner Form kontrolliert werden kann.
  • Die wesentlichen Vorteile des vorgeschlagenen Verfahrens und der vorgeschlagenen Vorrichtung gegenüber den bekannten Verfahren und Vorrichtungen besteht darin, - daß sich mit ihnen schneller, zuverlässiger, genauer und wesentlich kostengünstiger Filmmontagen herstellen lassen, - daß die Folgekosten der sonst erfahrungsmäßigen häufigen Passerfehler auf nahezu Null absinken, - daß die vorgeschlagene Vorrichtung auch von kleinsten und kapitalarmen Unternehmen ohne erheblichen Kapita-leinsatz tatsächlich erworben und betrieben werden kann, wodurch kein Unternehmen länger vom technischen Fortschritt ausgesperrt ist, - daß auf sensibilisierte Montagefolien (Anhalts- bzw.Rotkopien) völlig verzichtet werden kann, in der Regel etwa 2,7 Mal teurer als klare Montagefolien gleicher Abmessungen sind, wodurch sich in jedem Falle kostengünstigere Filmmontagen ergeben, - daß infolge des ständigen bequemen Beobachtens des Vorganges der Paßlöcherherstellung weniger Zeit für nachfolgende Kontrollen erforderlich ist, was sich sowohl zeitsparend als auch kostensparend (Arbeitszeitkosten) auswirkt, - daß die Augen des Montierers geschont werden, - daß schließlich durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der allgemeinen Qualitätskontrolle und Qualitätssteuerung erheblicher Nebennutzen ersielt werden kann.
  • Die Erfindung soll nun an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigt; Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Standbogen, Fig. 2 eine Aufsicht auf eine Montagefolie, Fig. 3 eine Aufsicht auf vier vereinzelte Farbauszüge einer Druckfarbe, Fig. 4 eine Aufsicht auf eine Montagefolie, auf die vier Farbauszugsfilme einer Druckfabe montiert sind, Fig. 5 eine Aufsicht auf einen Farbauszugsfilm, über den ein Einhängefilm gelegt ist, Fig. 6 eine weitere Aufsicht auf einen Farbauszugsfilm, über den ein mit Filmkleber bestrichener Einhängefilm gelegt ist, Fig. 7 eine Aufsicht auf die Übertragungsfolie mit auf ihr befestigten Einhängefilmen, Fig. 8 eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, Fig. 9 eine Seitenansicht eines Bohrers mit Diamantschneide.
  • Zur Herstellung der Filmmontagen wird auf einem Lichttisch einem Standbogen 1 zunächst ein mit dem Layout der verschiedenen zu drukkenden Motive bzw. Farbauszüge aufgebracht, wobei die Anordnung der Motive der Anordnung derselben auf der herzustellenden Druckform entspricht. In Fig. 1 ist lediglich die Anordnung von vier Motiven A, B, C, D dargestellt, wobei selbstverständlich ist, daß die Anzahl der Motive beliebig sein kann. Der Standbogen 1 ist mit Paßlöchern 2 versehen, deren Anordnung und Größe den Paßlöchern der Druckform (Druckplatte) entspricht. Für einen üblichen Vierfarbendruck werden vier getrennte Montagefolien 3 aus transparentem Film mit Paßlöchern 2 versehen, die in ihrer Anordnung und Größe den Paßlöchern 2 des Montagebogens 1 entsprechen, weshalb sie mit der gleichen Bezugsziffer 2 versehen wurden, wie in Fig. 2 gezeigt wird. In die Paßlöcher 2 des Standbogens 1 werden von unten Paßstifte oder eine Paßstiftleiste gesteckt. Dann wird die erste der vier Montagefolien 3 so auf den Standbogen gelegt, daß die in den Paßlöchern 2 des Standbogens 1 steckenden Paßstifte die Paßlöcher 2 der Montagefolie aufnehmen. Alle zu montierenden Filme (Farbauszugsfilme, Einkopierungen, Masken usw.) sind bereits bei ihrer fotografischen oder opto-elektronischen Herstellung mit Paßlöchern 4 versehen worden, die untereinander sämtlich gleich sind. In Fig.3 sind z.B. die Magenta-Farbauszüge A 1, B 1, C 1, D 1 der Motive A,B,C,D dargestellt mit den Paßlöchern 4. Die Paßlöcher 4 entsprechen dem Paßstiftsystem, das bei der Herstellung der Farbauszüge A 1, B 1, C 1, D 1 zur Anwendung kam, Die Paßlöcher 4 brauchen nicht notwendig mit den Paßlöchern 2 hinsichtlich ihres Durchmessers und ihres gegenseitigen Abstandes gleich zu sein, Die Farbauszugsfilme A 1, B 1, C 1, D 1 werden mit der Fotoemulsion nach oben an Hand des Layouts auf dem Standbogen 1 auf der Montagefolie 3 dauerhaft befestigt, jedoch so, daß der Kopfteil der Farbauszüge A 1, B 1, C 1, D 1 mit den Paßlöchern 4 nicht mitbefestigt wird, so daß die Farbauszüge dort angehoben werden können, Die Farbauszüge A 1 bis D 1 sind nur dort durch z.B. Filmkleber mit der Montagefolie 3 fest verbunden, wie es die in Fig.4 schraffiert gezeichneten Flächen zeigen. Die Größe der Klebeflächen (schraffierte Flächen) ist nicht kritisch, wenn nur eine feste Verbindung der Farbauszüge mit der Montagefolie gewährleistet wird. In die Paßlöcher 4 der teilweise festgeklebten Farbauszüge werden nach Anheben der losen Filmteile von unten Paßstifte oder eine Paßstiftleiste gesteckt. Auf jedes Paßstiftpaar, entsprechend der Anzahl der Farbauszüge, werden Einhängefilme 5 gelegt, wie in Fig.5 gezeigt. Die Einhängefilme 5 sind mit Paßlöchern 4 des gleichen Systems versehen wie bei den Farbauszugsfilmen, weshalb sie mit der gleichen Bezugsziffer 4 versehen wurden. Die Größe der Einhängefilme ist nicht kritisch, sie soll etwa halb so groß wie die der Farbauszüge sein und in jedem Fall gewährleisten, daß die Einhängefilme 5 später dauerhaft auf der Übertragungsfolie 6 befestigt werden können. In Fig.5 ist ein Einhängefilm 5 gezeigt, der über den Farbauszug A 1 gelegt worden ist. Das gleiche Bild ergibt sich beim Auflegen der weiteren Einhängefilme 5 auf die übrigen Farbauszüge B 1, C 1, D 1.
  • Alle Einhängefilme 5 werden punktuell z.B. an den mit x in Fig.5 bezeichneten Stellen z.B. durch einen möglichst kleinen Tropfen Filmkleber auf den Farbauszügen angeheftet. Danach werden die in den Paßlöchern 4 befindlichen Paßstifte entfernt und es werden die den Paßlöchern abgewandten etwa Hälften auf den Oberseiten der Einhängefilme 5 derart mit z.B. Filmkleber bestrichen, daß eine dauerhafte Verbindung mit einer weiteren Folie, der Übertragungsfolie 6, gewährleistet ist. Die in etwa mit Filmkleber zu bestreichende Fläche der Einhängefilme 5 ist in Fig.6 schraffiert dargestellt. Auf die mit Filmkleber bestrichenen Einhängefilme 5 wird dann eine Übertragungsfolie 6 gelegt, derart, daß die Übertragungsfolie 6, die in Gestalt und Lochung einer Montagefolie 3 gleicht, wie sie in Fig.2 dargestellt ist, zuerst mit den Paßlöchern 2 aufgenommen und dann mit einer z.B. Gummiwalze blasenfrei auf die Einhängefilme 5 angedrückt wird, Auf diese Weise sind die Einhängefilme 5 nunmehr dauerhaft mit der Übertragungsfolie 6 verbunden. Wird dann die Übertragungsfolie 6 von den Paßstiften 2 abgehoben, lösen sich die vorher erwähnten punktuellen Klebstellen (Haftstellen), und es bleiben die Einhängefilme 5 allein mit der tibertragungsfolie 6 fest verbunden, wie in Fig.7 dargestellt, wobei sich die Einhängefilme 5 beim Abheben der Übertragungfolie 6 unterhalb derselben befinden.
  • Die Übertragungsfolie 6 wird nun umgedreht, so daß die Einhängefilme 5 nach oben zu liegen kommen, und sie wird auf die ebenfalls umgedrehte erste fertige Montagefolie 3 (Fig.4) paßgerecht aufgelegt. Die nicht angeklebten Teile der Einhängefilme 5 werden angehoben, und es werden von unten in die Paßlöcher 4 Paßstifte oder Paßstiftschienen gesteckt. Auf diese Paßstifte werden dann die nächsten Farbauszugsfilme einer anderen Druckfarbe (z.B. alle Cyan-Farbauszüge) mit der Fotoemulsion nach unten gelegt. Bei diesem Arbeitsschritt kann der Passer aller Filme leicht visuell kontrolliert werden. Die Farbauszugsfilme werden z.B. mit einem möglichst kleinen Tropfen Filmkleber punktuel»Suf der Übertragungsfolie 6 angeheftet. Darauf werden die Paßstifte aus den Paßlöchern 4 entfernt Dann werden die auf der Übertragungsfolie 6 angehefteten Farbauszüge auf ihrer nun oben liegenden Seite (Rückseite des Fotofilms) mit z.B. Filmkleber so eingestrichen, daß damit eine dauerhafte Verklebung mit einer zweiten Montpfolie möglich ist, die jetzt paßlochgerecht aufgelegt wird, wobei ausgehend von den Paßstiften bzw. Paßlöchern 2 mit einer z.B. Gummiwalze die Montagefolie blasenfrei auf die Farbauszüge angedrückt wird. Die nunmehr oben liegende Montagefolie läßt sich leicht abheben, da die fest mit der Montagefolie verbundenen Farbauszüge nur punktuell an die Übertragungsfolie angeheftet waren.
  • Auf der nun von Farbauszügen frei gewordenen Übertragungsfolie werden dann ebenso wie die zweiten Farbauszugsfilme nacheinander die dritten Farbauszugsfilme (z.B.- alle Gelb-Farbauszüge) angeheftet und danach auf die dritte Montagefolie übertragen. Völlig analog erfolgt dann auch die Montage der letzten Farbauszüge auf der vierten Montagefolie.
  • Selbstverständlich kann das Verfahren nach der Erfindung auch dann angewandt werden, wenn ein einzelnes Motiv (Schriftblock oder Bild oder beides zugleich) oder eine beliebige Gruppierung des gleichen Motivs oder mehrerer verschiedener Motive mehrfach auf eine Druckfläche gedruckt werden sollen. Ferner versteht es sich von selbst, daß für Wiederholungsdrucke die Übertragungsfolie aufgehoben werden kann, um zukünftige Montagen standgerecht vornehmen zu können.
  • Fig.8 zeigt ein Beispiel für eine geeignete Ausführungsform einer Vorrichtung zur Herstellung exakter Paßlöcher zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung. Auf einem rechtwinkligen kastenförmigen Unterbau 7 ist ein stabiler Winkelrahmen 8 befestigt. Der Unterbau 7 kann auch mit Beinen versehen werden, so daß die Vorrichtung auch als Standgerät ohne das Vorhandensein eines Tisches zum Aufstellen ortsunabhängig verwendet werden kann. Im Innern des Rahmens 8 ist die Platte 9 angeordnet, die mit Hilfe feingängiger Schrauben 8a in bekannter Weise horizontal in allen Richtungen bewegt werden kann, wobei die Oberseite der Platte 9 stets in der gleichen Ebene bleibt. Auf die glatte und ebene Oberseite kann der jeweils mit Paß löchern zu versehende Film oder jede beliebige Folie aufgelegt werden, was in Fig.8 mit Bezugsziffer 10 beispielhaft gezeigt ist. Der Film kann von Hand so aufgelegt werden, daß eins der im Film vorkommenden Paßkreuze ungefähr in die optische Achse 11 eines herkömmlichen Mikroskops 12 und seines Objektivs 13 zu liegen kommt. Zur Beobachtung dieses Vorgangs kann die auf einem Bügel 14, der selbst starr und mit dem Unterbau 7 fest verbunden ist, montiert te herkömmliche Mikroskop-Projektionseinrichtung 15 mit dem auf deren Mattscheibe angebrachten Fadenkreuz-System 16 benutzt werden, wobei eine im Unterbau 7 angeordnete herkömmliche Beleuchtungseinrichtung mit dem Schalter 17 eingeschaltet werden kann. Der Schalter 17 kann ebenso wie die anderen Schalter 18 und 19 als Tastschalter mit eingebauter Signallampe ausgebildet sein. Der Film 10 kann durch Vakuum angesaugt und somit auf der Platte 9 fixiert werden, wofür Ansauglöcher in der Platte 9 in der Umgebung der optischen Achse 11 angeordnet werden können Das Vakuum zum Ansaugen des Films 10 wird mit bekannten Mitteln erzeugt, die im Unterbau 7 angeordnet sind und mit dem Ansaugkanal unterhalb der Löcher in Platte 9 in Verbindung stehen. Die Vakuumpumpe kann mit dem Schalter 18 ein- und ausgeschaltet werden. Weiter kann der Film mit Hilfe auf die Platte 9 geklebter Paßstifte oder Paßstiftschienen fixiert werden, welche die vor der fotografischen oder opto-elektronischen Bearbeitung der Filme eingebrachten, aber keine 100 %ige Passergenauigkeit gewährleistenden Paßlöcher aufnehmen. Wenn somit der Film 10 auf der Platte 9 fixiert ist, kann mit Hilfe der Schrao ben 8a unter Betrachtung des Fadenkreuz-Systems 16 die Feinausrichtung des Films 10 vorgenommen werden, so daß das Zentrum des Paßkreuzes exakt in der optischen Achse 11 zu liegen kommt. Zur Abschirmung von Fremdlicht kann auf die Projektionsfläche 15 ein dementsprechend geformter Tubus aufgesetzt bzw. vorgeklappt werden. In der der Umgebung der optischen Achsell ist die Platte 9 ausgespart.
  • In dieser Aussparung befindet sich eine mit dem Unterbau 7 fest verbundene Arbeitsplatte, deren Oberseite etwas kleiner als die Aussparung bemessen ist und in der Ebene der Oberseite der Platte 9 liegt. Die Arbeitsplatte enthält eine Bohrung, durch die der Film t vom Innern des Unterbaus 7 her mit bekannten Mitteln beleuchtet werden kann und durch die der Bohrer zum Durchbohren des Films 10 an der Stelle der optischen Achse 11 von unten gegen den Film 10 mit bekannten Mitteln bewegt werden kann, die im Unterbau 7 angeordnet sind. Es versteht sich von selbst, daß die Achse des Bohrers mit der optischen Achse 11 übereinstimmen muß. Mit der zur Arbeitsplatte in der Aussparung der Platte 9 parallelen Fläche eines Niederhalters 20 kann der Film 10 von oben auf die Arbeitsplatte gedrückt werden. Zwischen die Filmoberseite und die Andruckseite des Niederhalters 20 kann ein Stück Folie gelegt werden, um dem von unten wirkenden Bohrer einen Gegenhalt zu geben. Das Absenken des Niederhalters 20 kann von Hand mit herkömmlichen Mitteln und mit Hilfe des Handgriffes 21 vorgenommen werden. Als Bohreinrichtung.
  • kann eine herkömmliche elektrisch angetriebene Einrichtung verwendet werden, deren Stromversorgung mittels des Schalters 19 ein- und ausgeschaltet werden kann. Die vertikale Bewegung des Bohrers kann mit Hilfe bekannter Elemente mittels des Handgriffs 22 gesteuert werden. Als Bohrer kann ein bekannter Hohlbohrer verwendet werden, der mit herkömmlichen Mitteln eingespannt, ausgewechselt und gegebenenfalls justiert werden kann. Mit Hilfe eines Äbsaugkanals 23 können ausgebo#te und mit einer herkömmlichen Auswerfernadel nach oben gestoßene Film- und Folienteile abgesaugt werden, wozu eine herkömmliche und vorzugsweise elektrisch betriebene Saugeinrichtung im Innern des Unterbaus 7 eingebaut werden kann, und deren Funktion mit dem Einschalten der Bohrerrotation durch den Schalter 19 gekoppelt werden kann.
  • In einer anderen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann Ab- und Aufwärtsbewegung des Niederhalters 20 motorisch erfolgen, wobei vorzugsweise ein herkömmlicher elektrischer Antrieb verwendet werden kann. Die Endpunkte der vertikalen Bewegung können durch entsprechend justierbare Kontakte fixiert werden. In ähnlicher Weise kann auch die vertikale Bewegung des Bohrers mit herkömmlichen Mitteln vorzugsweise elektrisch gesteuert werden, wobei elektrische Kontakte die vertikale Bewegung des Bohrers nach oben und unten begrenzen können.
  • In einer weiteren anderen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann an Stelle eines bekannten Hohlbohrers ein langsam rotierender Zylinder 24 verwendet werden, der an seinem gegen den Film gerichteten Ende mit einem schneidenförmig angeschliffenen Diamanten bestückt ist. Ein solcher Bohrer, von dem in Fig.9 eine Seitenansicht gezeigt ist, kann aus einem Film (von in der Regel o,1 mm Stärke) eine kreisförmige Scher be herausschneiden, was beim angestrebten geringen Durchmesser der Paßlöcher (z B. 2 mm) ohne Führungsspitze bzw.-Zapfen erfolgen kano Der wesentliche Vorteil eines solchen Bohrers gegenüber einem Hohlbohrer ist in seiner ganz erheblich längeren Standzeit zu sehen.
  • In einer weiteren anderen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann an Stelle eines bekannten Hohlbohrers ein bekanntes Lochstanzmittel angewendet werden, welches in der optischen Achse 11 entweder von unten oder von oben wirkt.
  • Schließlich kann in einer weiteren anderen Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung an Stelle eines materiellen Bohrers ein Laserstrahl verwendet werden.
  • Dabei kann der Laserstrahl entweder kontinuierlich oder intermittierend gesteuert werden. Des weiteren kann an Stelle eines Laserstrahls, der das Paßloch als Ganzes erzeugt, auch ein fein gebündelter Laserstrahl verwendet werden, der in der Filmebene in kreisförmige Bewegung versetzt, wie ein Kreisschneider wirken kann.
  • Diese Ausführungsform hat gegenüber allen anderen der Vorrichtung den Vorteil, daß das die Paßlöcher herstellende Mittel keinerlei Abnutzung unterliegt.
  • /Patentanspruch Leerseite

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von registergenauen Montagen von Farbauszugsfilmen für den Mehrfarbendruck und zur registergenauen Montage von ein- und mehrfarbigen Einkopierungsfilmen und Maskierungsfilmen auf Montagefolien, dadurch gekennzeichnet, daß alle zu einem Druckbild gehörenden Einzelfilme unabhängig von irgendwelchen für Reproduktions- oder sonstigen Zwecken vorhandenen Lochungen an mindestens zwei Stellen mit Paßlöchern (4) versehen werden, daß diese mit Paßlöchern (4) zu versehenden Stellen Informationsinhalte der zu montierenden Filme enthalten, insbesondere Paßkreuze, daß den Montagefolien (3), auf denen die Filme montiert werden, eine Übertragungsfolie (7) hinzugefügt wird, daß die passergenaue Montage der einzelnen Filme mittels Einhängefilme (5) erfolgt und daß die Montagefolien (3) zwecks Einpassung sämtlicher zu montierenden Filme nicht mit korrespondierenden Paßlöchern (4) versehen werden müssen.
  2. 2. Vorrichtung zur Herstellung von Paßlöchern zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer auf einem Unterbau (7) justierbaren Platte (9) und einer optischen Einrichtung (12,13, 15,16) sowie einer Beleuchtungs- und Bohreinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Paßlöcher an vorbestimmten Stellen der Einzelfilme (10), insbesondere Paßkreuzen,erfolgt und da#ur#1i,daß mittels einer optischen Einrichtung, deren optische Achse (11) mit der Bohrerachse identisch ist, die Bohrerachse mit jeweils einer vorbestimmten Filmstelle, insbesondere mit einem Paßkreuz, durch visuelle Kontrolle zur Deckung gebracht wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrer ein Zylinder (24) ist, der an einer seiner Stirnseiten mit einem Schneiddiamanten (25) bestückt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Paßlöcher mit einer in der optischen Achse der Vorrichtung wirkenden Stanzeinrichtung erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Paßlöcher mit einem Laserstrahl erfolgt, dessen Durchmesser in der Filmebene dem Durchmesser der herzustellenden Paßlöcher entspricht und der in seiner Intensität entweder kontinuierlich wirkend oder intermittierend gesteuert werden kann.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Paßlöcher mit einem fein gebündelten Laserstrahl erfolgt, der in der Filmebene eine kreisförmige Bewegung ausführt, deren Druchmesser dem Durchmesser der herzustellenden Paßlöcher entspricht.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2842728A1 (de) * 1978-09-30 1980-04-10 Erhard Brucker Neues registersystem fuer den offsetdruck
DE3228153A1 (de) * 1982-07-28 1984-02-09 Gerhard 8960 Kempten Werner Optisches instrument, insbesondere fuer die filmmontage bei druckverfahren
DE3827155A1 (de) * 1988-08-10 1990-02-15 Reiner Roosen Verfahren und vorrichtung zum bohren von loechern in eine druckplatte

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