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Gebäudewand und Verfahren zur Herstellung
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derselben Die Erfindung betrifft eine Gebäudewand sowie ein Verfahren
zur Herstellung derselben mit zwei flachenP-latten aus bewehrtem Beton, die durch
einen dazwischen angeordneten, Hohlräume aufweisenden, mittleren Kern voneinander
getrennt sind, wobei die Platten durch mit Abstand zueinander angeordnete Verbindungselemente
miteinander verbunden sind. Der Erfindungsgegenstand bezieht sich insbesondere auf
Gebäudewandkonstruktionen aus Beton, bei denen Kernfelder an der Baustelle zu einem
IsoIationskern zusammen gefügt werden können, auf den beiderseits Beton aufgetragen
wird.
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Vorwiegend im tropischen und subtropischen Klima bestehen in der:-ganzen
Welt die Außenwände oder tragenden Wände
aus Beton oder Betonblöcken.
Derartige Wände haben eine geringe Dämmfähigkeit gegen Feuchtigkeit,Wärme und Schall.
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Weiterhin ist es notwendig, auf die Außenfläche der Wand eine Putzschicht
aus Zement oder anderem Material- aufzutragen, die als Wärme- oder Feuchtigkeitsisolation
dienen kann oder nicht.
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Die Innenwände üblicher Konstruktionen bestehen gewöhnlich aus Holzrahmen,
die mit Leichtbauplatten versehen sind, auf die Gips oder ein Putz aufgetragen ist,oder
sie können aus Betonblöcken bestehen, auf denen Futterhölzer befestigt sind, die
zur Anbringung von Wandplatten oder dergleichen dienen. Wenn Wandplatten verwendet
werden, müssen die Stöße überdeckt werden und wenn Gipsplatten auf den Futterholzern
befestigt werden, muß die Wand mit wenigstens zwei Gipsschichten überzogen werden,
um das gewünschte Aussehen zu erzielen. Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ist eine
derartige Herstellung sowohl der Außen- als auch der Innenwände eines Gebäudes mit
erheblichem Arbeitsaufwand verbunden, der kostspielig ist und nicht selten von schlechter
Qualität.
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Beton hat anerkannterweise vielversprechende Eigenschaf£en als Wandmaterial
und wird weitestgehend in Form von Betonblöcken verwendet. Es müssen jedoch gelernte
Maurer eingestellt werden, um aus den Betonblöcken eine Wand aufzubauen,
wobei
diese Wände keine gute Feuchtigkeits- und Wärmeisolation haben, so daß Isoliermaterial
verwendet werden muß.
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Es sind Versuche gemacht worden Beton in Formen zu spritzen und eine
Wand herzustellen. Die Material- und Lohnkosten zur Herstellung der Formen, in die
der Beton gespritzt wird, ist jedoch ebenso hoch oder höher als die übliche Betonblockkonstruktion.
Weiterhin haben die gespritzten Wandkonstruktionen- der einteilig ausgebildeten,die
Felder verbindenden Betonträger, die in die Anordnung der Formen gespritzt sind,
derart geringe Isolationseigenschaften, daß Isoliermaterial verwendet werden muß,
wenn die Wand gute Isolationseigenschaften aufweisen soll. Es sind weiterhin Versuche
gemacht worden, um vorgefertigte Betonwandabschnitte in Massenproduktion zu erzeugen
und sie zur Baustelle zur Errichtung zu transportieren, wobei jedoch ihre Größe
und das Gewicht dies unpraktisch gemacht haben. Daher ist die übliche Betonblockkonstuktion
die vorherrschende Form geblieben, wobei Beton für den Wandaufbau verwendet worden
ist.
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Ein Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer verbesserten
Gebäudewandkonstruktion aus Beton, die mit minimalem Kostenaufwand und mit geringem
Zeitaufwand hergestellt werden kann.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer billigen
Wandkonstruktion, die ausgezeichnete Wärme-,
Feuchtigkeits- und
Schallisolationswerte hat.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer verbesserten
und billigen Betonwandkonstruktion, die verwendbar ist, um fertige Außen- und Innenwände
herzustellen.
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Noch ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer
Wandkonstruktion, bei der im wesentlichen ungelernte Arbeiter die Wand unter Verwendung
von ohne weiteres beschaffbarem und verhältnismäßig billigem Material herstellen
können.
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Noch ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Schall fung billiger
Feidereinheiten, die leicht an der Baustelle zusammengesetzt werden können, um einen
Isolationskern für einz gespritzte Betonwand zu bilden.
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Andere Ziele, Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung hervor.
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Gemäß der Erfindung werden die obigen Ziele dadurch erreicht, daß
eine Wandkonstruktion vorgesehen wird, die zwei parallele, durch einen Abstand getrennte
Wandplatten aus bewehrten zementhaltigem Material hergestellt werden, die durch
einen hohlen Kern voneinander getrennt und durch kräftige Verbindungselemente
zu
einem einheitlichen Bauteil verbunden sind, wobei der Kern wesentliche Hohlräume
aufweist, die eine Warme-, Feuchtigkeits- und Schalldämmung bilden.
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Jede der Betonplatten ist mit einem rechteckigen flachen Bewehrungsmaterial
versehen, das auf beiden Seiten des hohlen Kernes einen Abstand dazu aufweist, und
in das zeinenthaltige Material eingebettet ist. Das zementhaltige Material wird
durch und um die an beiden Seiten des Kernes angebrachten Bewehrungsmatten gespritzt,
wobei letztere miteinander verbunden sind, um eine einheitliche Wandkonstruktion
zu bilden-, so daß die Struktureigenschaften des einheitlichen Teiles größer sind
als die Summe der Eigenschaften der einzelnen Wandplatten. Auf diese- Weise weist
eine Wand mit einem hohlen Kern von 100 mm Dicke der zwischen zwei 50 mm dicken
Betonplatten angeordnet ist, Struttureigenschaften auf, die etwa denen einer 200
mm dicken bewehrten Betonwand entsprechen. Diese Konstruktion kann zur Bildung beliebiger,
im wesentlichen ebener Dämmungen verwendet werden, wie zum Beispiel Fußböden, Außen-
und Innenwände oder dergleichen.
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Bei der Wandkonstruktion gemäß der Erfindung ist es nicht notwendig
nach der Herstellung der Wand Feuchtigkeits- oder Wärmedämmungen oder Futterstreifen
anzubringen. Es entfällt auch die Notwendigkeit, die Wand mit einem- üblichen
Putzgips
oder Stuck oder dergleichen zu überziehen.
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Mehrere Ausführungsbeispiele d Erfindungsgegenstandes sollen nachfolgend
in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben werden. Es zeigen: Fig. eine schematische
auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Grundform eines Wandabschnitts
gemäß der Erfindung und die Art der Konstruktion;-Fig. 2 einen Querschnitt der in
Fig. 1 gezeigten Wand; Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht einer bevorzugten
Ausführungsform der Wandkonstruktion; Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie 4-4 der
Fig. 3; Fig. 5 eine Vorderansicht der einen Seite einer Wand, teilweise geschnitten,
und zwar eine bevorzugte Variante der Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4;
Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5; Fig. 7 einen Querschnitt nach
Linie 7-7 der Fig. 5; Fig. 8 eine Draufsicht einer wahlweisen und verbesserten
Ausführung
des Kernelementes nach Fig. 4; Fig. 9 eine teilweise geschnittene Vorderansicht
einer weiteren Wandausführung, bei der eine Wand mit einem Kern gebildet ist, der
in keiner Richtung mit der Wand endet; Fig. 10 einen Schnitt nach Linie 10-10 der
Fig. 9; Fig. 11 einen Querschnitt nach Linie 11-11 der Fig. 9; Fig. 12 eine ähnliche
Ansicht wie Fig. 9, jedoch einer weiteren Wandausführung, bei der der Kern mit der
Wand nur in vertikaler Richtung endet; Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 der
Fig. 12; und Fig. 14 einen Schnitt nach Linie 14-4 der Fig. 12.
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Es wird nunmehr auf die Zeichnungen Bezug genommen. Die Figuren 1
und 2 zeigen im allgemeinen die typische Wandkonstruktion gemäß der Erfindung, wobei
ein Abschnitt einer Wand 10 dargestellt ist, die einen Kern 12, eine erste und eine
zweite rechteckige Bewehrungsmatte 14 und~16 und zementhaltiges Material 18 aufweist,
das die Matten 14 und 16 umgibt und durchdringt. Der Kern 12 ist als einzelnes Teil
gezeigt
und besteht aus Wellpappe mit wesentlichen Hohlräumen darin. Der Kern 12 weist ein
gewelltes inneres Teil 13 auf, das zwischen zwei äußeren Stirnwänden 15 und 17 angeordnet
ist. Die Bewehrungsmatten 14 und sind durch geeignete nachfolgend noch zu beschreibende
Mittel mit Abstand zum Kern gehalten. Das zeinenthaltige Material 18 wird dann beispielsweise
mittels einer Spritzvorrichtung 20-20 aufgetragenund zwar durch und um die Bewehrungsmatten
t4 und 16 herum. Der Kern 12 dient als Schranke, um zu verhindern, daß das aufgespritzte
zementhaltige Material von einer zur anderen Seite gelangt. Das zementhaltige Material
kann auch durch andere Verfahren zum Beispiel durch Bewurf mit einer Keule aufgetragen
werden. Die Bewehrungsmatten 14 und 16 dienen zur Festigkeitserhöhung der Betonwandplatten
22 und 24. Der Kern 12 dient nicht nur als Schranke, während des Spritzvorganyes,
sondern auch als Wärme-, Schall- und Feuchtigkeitsisolierunq bei der fertigen Wand.
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Obwohl der Kern als eine große Welipappenpiatte gezeigt ist, können
andere Formen mit Vorteil verwendet werden.
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Der Kern 12 kann aus irgendeinem geeigneten leichten billigen Material
und vorzugsweise durch Falten von Bahnen üblicher Wellpappe in verschiedene Formen
hergestellt werden, wie dies nachfolgend noch beschrieben wird. Das Material der
Kernabschnitte kann auch, falls erwünscht, mit
einer Schutzschicht
überzogen werden. Es ist keine Konstruktion dargestellt, bei der die Wandplatten
22 und 24 strukturell verbunden sind, sie können jedoch zur Bildung einer vollständigen
Wandkonstruktion miteinander verbunden sein, wie dies nachfolgend noch beschrieben
wird.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Wandkonstruktion sind in den Figuren
3 bis s dargestellt. Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Form des Kernelementes und
auch eine Möglichkeit,das Bewehrungsmaterial auf Abstand vom Kernelement zu halten.
Der Kern besteht aus einen gefalteten Flächen 12c, die jeweils durch Falten einer
Wellpappenbahn in doppelte Dreiecksfcrm, wie in den Figuren 3 und 4 gezeigt, hergestellt
sind Die Wellpappenbahn wird abwärts entlang einer Falzlinie 110 gefaltet, um eine
Stirnwand 112 zu bilden, die einen Uberiappungsabschnitt 114 aufweist, der ein benachbartes
Kernelement 12c auf einer Seite übergreift.
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Die Wellpappe wird dann diagonal aufwärts entlang einer Falzlinie
116 gefaltet, um die Dicke des Kerna-bschnitts zu bilden, dann nach außen entlang
einer Falzlinie 118 und dann entlang einer Falzlinie 120 um die gegenüberliegende
Stirnwand 122 des Kernabschnitts zu bilden, wobei diese Stirnwand einen tlberlappungsabschnitt
124 aufweist, der den benachbarten Kern auf der anderen Seite Ubergreift.
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Zur Bildung des Kernes werden die Kernabschnitte nebeneinander sich
berührerdangeordnet, wobei die Uberlappungsabschnitte
114 ein
benachbartes Kernelement übergreifen, umzu einem einheitlichen Kern verbunden zu
werden.
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In den Figuren 3 und 4 sind die rechteckigen Bewehrungsmatten 14c
und 16 an den gegenüberliegenden Seiten der Kernelemente 12c angeordnet und können
durch einteilig mit den Matten ausgebildete Abstandshalter 126 auf Abstand gehalten
sein. Die Abstandshalter können beispielsweise Vorsprünge oder Ausbiegungen sein,
die an vorbestimmten Stellen der Matten vorgesehen sind. Die Matten sind mit den
Kernelementen an den Vorsprüngen 126 durch Heftklammern 127 befestigt. Die Betonwandplatten
22c und 24c sind mit einander durch mit Abstand zueinander angeordnete Verbindungsstücke
128 verbunden, die eine Bügelform haben können und aus verzinktem Stahl in Form
einer Heftklammer mit angespitzten Enden 130 hergestelLt sind, obwohl viele andere
Formen von Verbindungselementen verwendet werden können.
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Die Verbindungsstücke 128 durchgreifen die eine Bewehrungsmatte 14-c,
das Kernelement 12c und die gegenüberliegende Bewehrungsmatte 16c über die ihre
Enden umgebogen=sind, um die ~gegenüberliegenden Betonwände 22c und 24c strukturell
zu einer Einheit zu verbinden, die ihre eigenen Struktureigenschaften besitzt, die
von den kombinierten Strukturei-genschaften der einzelnen Betonwandplatten abweicht
und größer ist. Das Verbindungsstück 128 dient zur Lastverteilung auf beide bewehrten
Betonwandplatten, die so verbunden
sind. Der Beton wird dann,
wie zuvor beschrieben, auf die Bewehrungsmatten aufgetragen, um die Wand lOc zu
bilden.
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Weitere Verbesserungen und Abänderungen der Ausführungsform nach den
Figuren 3 und 4 sind in den Figuren 5 bis-8 gezeigt. Die Wandelemente sind an einem
Fußboden 32 befestigt, der aus einer Betonplatte bestehen kann, wobei entlang der
äußeren Kante ein Absatz 32a vorgesehen ist.
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U-förmige Metallstäbe 160 sind mit Abständen zueinander in den Betonftißboden
32 entlang der gewünschten Wandlinie eingebettet, wobei die Schenkel 160a und 160b
eines jeden Stabes 160 sich vertikal erstrecken und einen Abstand aufweisen, der
etwas größer ist als die Dicke der Kernelemente 12c. Anstelle eines U-förmigen Stabes
können offensichtlich Paare von Einzelstäben verwendet werden. U-Profile 162 werden
entlang der Wandlinie zwischen die hochstehenden Schenkel 160a und 160b der U-förmigen-Stäbe
160 auf den Fußboden 32 gelegt. Mit Innengewinde versehene Buchsen 164 sind mit
Abständen zueinander entlang der Wandlinie zwischen den hochstehenden Schenkelnl6Oa
und 1.60b der Stäbe 160 eingebettet, die sich vertikal hocherstreckende Verstärkungsstäbe
166 aufnehmen, die ein mit Gewinde versehenes unteres Ende haben, das in die Buchsen
164 eingeschraubt wird. Die Stäbe 166 können -vorteilhafterweise aus Rohr bestehen.
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Die einzelnen Kernabschnitte 12c werden aneinanderliegend angeordnet,
wobei die Uberlappungsabschnitte 114 entlang der Wandlinie zwischen den hochstehenden
Stäben 160 überlappt sind und die unteren Enden der Kernabschnitte in den U-Profilen
162 ruhen und die- Kernabschnitte sich senkrecht hoch. erstrecken. Obwohl die hochstehenden
Stäbe 160 die- Reihe der miteinander verbundenen Kernabschnitte 12c bis zu einem
gewissen Maß seitlich abstützen,ist eine zusätzliche Abstützung in vorteilhafter
Weise vorgesehen, indem ein Verstärkungstab 166 in die Buchsen 164 einges-chraubt
wird, wobei sich die Stäbe aufwärts im Inneren der Kernabschnitte 12c erstrecken.
Die Stützstäbe 166 können entfernt werden, nachdem die Bewehrungsmatten 14c und
16c auf jeder Seite der Kernabschnitte 12c befestigt sind, wie dies nachfolgend
noch beschrieben werden soll.
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Wahlweise kann die Reihe der Kernabschnitte durch Bretter (nicht dargestellt)
abgestützt sein, die sich an der Außenseite diagonal abwärts vom oberen Ende der
Reihe von Kernabschnitten erstrecken.
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Die rechteckigen Bewehrungsmatten 14c und 16c der Figuren 5 und 6
sind gitterförmig aus dickem Draht oder dünnen Stangen 168 hergestellt, die parallele
und horizontale Abstände von etwa~15 cm zueinander aufweisen. Jede Bewehrungsmatte
14c und 16c über-deckt die entsprechenden Stirnwände der Kernabschnitte, die die
Reihe der miteinander
verbundenen Kernabschnitte 12c bilden. Das
untere Ende einer jeden Bewehrungsmatte ist an den hochstehenden Stäben 160, falls
erwünscht, mit Bindern 170 befestigt, wobei die untere Kante sich unter den Fußboden
32 in den Kantenbereich des Absatzes 32a erstreckt. Verbindungselemente 128 aus
Metall, wie zum Beispiel Bügel oder große Heftklammern, durchgreifen von außen eine
Bewehrungsmatte und einen Kernabschnitt 12c und stehen an der gegenüberliegenden
Bewehrungsmatte vor. Eine-obere Kappe 172 erstreckt sich entlang der oberen Kante
des Kernes aus miteinander verbundenen Kernabschnitten 12c,mit der die Decke oder
das Dach, falls erwünscht, verbunden sein kann (nicht dargestellt), wobei ein Teil
der Kappe sich an der Außenseite der Bewehrungsmatten abwärts erstrecken kann. Beton
wird dann auf beiden Seiten der Kernabschnitte aufgespritzt, um die Bewehrungsinatten
zu durchdringen, die aus einem Gitter dicker Drähte 168 bestehen, um die beiden
Betonwandplatten 22c und 24c zu bilden, die durch die Matten 168 verstärkt und durch
die luftgefüllten Kernabschnitte 12c voneinander getrennt,strukturell jedoch durch
die Metallverbindungselemente 128 verbunden sind, die sich quer zur Wand zwischen
den Wandplatten erstrecken. Der Beton wird vorzugsweise in Schichten aufgespritzt,
wobei die äußere Schicht mit üblichen Oberflächenbearbeitungsmaschinen fertiggestellt
werden kann.
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Fig. 8 zeigt eine weitere bevorzugte Form, in die die Pappebahn gefaltet
werden kann. Die Bahn wird entlang einer falzlinie 172a rechtwinklig gefaltet, so
daß ein Endabschnitt die Stirnwand 174 mit einem Uberlappungsabschnitt 176 bildet.
Die Bahn wird dann entlang der Falzlinie 176a gefaltet, um sich diagonal zur Stirnfläche
174 zurückzuerstrecken, wobei die Falzlinien 172 und 176a durch die Dicke des Kernabschnitts
voneinander getrennt sind, um eine Seitenwand 178 zu bilden. Die Bahn wird wieder
entlang aufeianderfolgender Falzlinien 180 bis 183 gefaltet, um diagonal gerichtete
innere Abschnitte 184 zu bilden, worauf dann die Bahn entlang den Falzlinien 186
und 188 gefaltet wird, um die andere Seitenwand 190 und-die zu die andere Stirnwand
192 mit dem Überlappungsabschnitt 194 zu bilden. Die Abschnitte der gefalteten Kernsegmente
können in vorteilhafter Weise durch Heftklammern, Klebestreifen, Kleben oder dergleichen
zusammengehalten werden.
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Offensichtlich kann der hohle Kernabschnitt 12c durch Falten einer
flachen Bahn in viele Formen der allgemeinen, in den Figuren 4 und 8 dargestellten
Weise gefaltet werden, wobei die Hauptsache darin zu sehen ist, daß die Kernabschnitte
hohl mit Lufträumen ausgebildet sind. Die Bahn, aus der die Kernabschnitte hergestellt
sind, kann aus irgendeinem Material bestehen, das billig und ausreichend steif ist,
seine Form zu behalten und das gefaltet werden kann. Ungelochtes Bahnmaterial wurde
als zweckmäßig
befunden, wie zum Beispiel Pappe mit einem gewellten
Inneren, wobei jedoch auch andere billige Bahnmaterialien verwendet werden könnten.
Das Bahnmaterial kann auch, falls erwünscht, gelocht sein, solange die Lochungen
es dem Beton nicht gestatten einzudringen und das Kern innere auszufüllen. Es ist
möglich, vorgefertigte Wandplatten der gewünschten Form herzustellen, aber im allgemeinen
wird es bevorzugt, die Kernabschnitte auf der Baustelle aus flachen Materialbahnen
herzustellen, da dies die billigste und bequemste Weise der Herstellung ist.
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Die in den Figuren 3 bis 8 gezeigten Ausführungsformen sind besonders
vorteilhaft, da die Kernelemente 12c einen durchgehenden luftefüllten Kern bilden,
der sich über das ganze Ausmaß der Wand erstreckt (das heißt er endet mit der Wand)
und die beiden Wandplatten 22c und 24c mit keinerlei Betonverbindungen zwischen
ihnen trennt, wobei jedoch die beiden Wandplatten durch Metallverbindungen 128 in
Abständen strukturell miteinander verbunden sind.
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Dieser durchgehende mit Luft gefüllte Kern stellt eine sehr wirksame
Isolierung gegen Feuchtigkeit, Wärme und Schall dar. Gebäude mit Wänden dieser bevorzugten
Konstruktion zeigen eine bemerkenswerte Verbesserung der Wärme- und Schallisolierungseigenschaften
gegenüber den üblichen Betonblockkonstruktionen und sind in feuchtem Klima auf der
Innenseite wesentlich trockener. Infolge des
bei der Konstruktion
verwendeten billigen Materials des bei der Konstruktion geringeren Arbeitsaufwandes
und der Notwendigkeit, weniger geschulte Arbeiter zu benötigen, sind Gebäude mit
den bevorzugten Ausführungsformen ausgeführt, bei denen die Bauzeit für die Wände
etwa 2 1/2 mal geringer war und etwa die Hälfte der Kosten üblicher Beton- oder
Betonascheblöcke betrug.
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In den Figuren 9 bis 11 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt,
bei der die Kernelemente nicht mit der Wand weder in der Länge noch in der Höhe
derselben enden, sondern es sind Betonverbindungen zwischen den oberen und unteren
Abschnitten der Betonwände und in Abständen ihrer Länge vorgesehen. Diese Ausführungsform
hat schlechtere Isolationseigenschaften als die zuvor beschriebenen Ausführungsformen.
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Die Wand 10 besteht aus mehreren benachbarten Kernelementen 12a, die
mit Abstand zueinander nebeneinander angeordnet sind. Die rechteckigen Bewehrungsmatten
14 und 16 erstrecken sich über die Stirnflächen der Kernelemente. Que-versteifungen
im Raum 30 zwischen den Kernelementen können durch zusätzliche Bewehrungsmatten
31 vorgesehen sein, die sich durch den Raum 30 erstrecken und an ihren Enden mit
den Matten 14 und 16 durch Drahtbindungen 96 verbunden sind.
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Wahlweise kann der Verstärkungsabschnitt 31 einteilig mit den Matten
14 und 16 ausgebildet sein, indem eine einzelne Matte U-förmig gebogen wird, wobei
sich der Steg durch den
Raum 30 und die beiden Schenkel parallel
zu den Kernabschnitten äquivalent zu den Matten 14 und 16 erstrecken.
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Die Kernabschnitte 12a enden ip. keiner Richtung zusammen mit den
bewehrten Betonwandplatten 22 und 24.
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Die Figuren 9 und 10 zeigen ein typisches Verfahren zur Befestigung
der Wandkomponenten in Stellung auf dem Fußboden 32 und an der Decke 34, wobei jede
oder beide gegossene Betonplatten oder ähnliche Flächen aufweisen können. Führungen
oder Halterungen können für die oberen und unteren Längsflächen der Bewehrungsmatten
14 und 16 vorgesehen sein. Diese Führungen oder Halterungen können ein sich in Längsrichtung
erstreckendes, U-förmiges Führungselement 36 aufweisen, dessen Breite im wesentlichen
dem Abstand zwischen den Bewehrungsmatten 14 und 16 entspricht. Die U-Profile 36
können eine mittlere Stellung in einem zweiten sich längs erstreckenden U-Profil
38 einnehmen, dessen Breite der Gesamtdicke der fertigen Wand einschließlich der
Wandplatten 22 und 24 entspricht.
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Das U-Profil 38 und der Führungskanal 36 können eine Länge haben,
die gleich der Länge der Wand ist. Jedes U-Profil 38 und jedes Führungs-U-Profil
36 ist an der Stützfläche 32 oder 34 durch geeignete Mittel, beispielsweise Ankerschrauben
39 in geeigneten Abständen befestigt.
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Ein Kern, der aus einer Vielzahl von Kernabschnitten 12a
besteht,
und Bewehrungsmatten 14 und 16 können an der Baustelle oder sonstwo vorgefertigt
werden Wenn ein Kernabschnitt 12a nicht mit den Betonwandplatten, wie in den Figuren
9 bis 11 gezeigt, endet, kann eine erste Bewehrungsmatte 14 über einen Kernabschnitt
oder mehrere Kernabschnitte gelegt werden, worauf dann die Kernmatte mit dem Kern
durch Heftklammern oder dergleichen verbunden sein kann. Dann wird diese Teilbaugruppe
umgedreht und die zweite Bewehrungsmatte 16 in gleicher Weise über den Kernabschnitten
angebracht und befestigt. Die fertige Einheit 12a, 14, 16 der Kernabschnitte und
der Bewehrungsmatten wird dann in Stellung gehoben, und zwar mit den Enden der Bewehrungsmatten
14 und 16 innerhalb der Führungs-U-Profile 36, wobei die Einheit durch geeignete
Befestigungsmittel, wie zum Beispiel einem Reibungssitz dazwischen, in Stellung
gehalten wird. Wahlweise können Sattelstifte (nicht dargestellt) sich durch zuvor
gebohrte Löcher im U-Profil 36 und durch die äußersten Endabschnitte der Bewehrungsmatten
14 und 16 erstrecken, verwendet werden, um die Kernabschnitte in Stellung zu halten
und zu verankern.
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In dem Falle, wenn die Wand errichtet wird, bevor die Decke hergestellt
wird, kann die obere Fläche des U-Profils 38 als horizontale Abschlußfläche für
die Deckenverschalung bilden. Nach der Befestigung der zusammengebauten Kerneinheiten
12a,
14, 16 mit dem Fußboden und/oder der Decke wird die Betonschicht 18, wie zuvor beschrieben,
im Spritzverfahren aufgetragen. Der Beton wird gegen die Außenfachen der Kernabschnitte
bis zu einer Dicke aufgespritzt, die gleich dem Abstand zwischen dem Rernabschnitt
12a und der Außenkante des U-Profils 38 ist, um eine einheitlicne Wand zu bilden,
die als tragende Wand dienen kann. Um zu verhindern, daß der gespritzte Beton den
Raum 30 zwischen den Kernabschnitten bis über die andere Wandfläche hinaus durchsetzt,
kann ein Arbeiter ein Brett gegen die gegenüberliegende Seite der Wand drücken,
auf die das Material gespritzt wird. Um zu verhindern, daß Beton in das hohle Innere
des Kernes fällt, wo immer der Kern sich nicht bis zur oberen Kante der Wand erstreckt,
kann der Kernabschnitt 12a mit einer oberen Abdeckung versehen sein, wie dies in
Fig. 10 gezeigt ist.
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Die Figuren 12 bis 14 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei
dem die Kernabschnitte nur in vertikaler Richtung mit der Wand enden, wobei Betonverbindungen
zwischen den Betonwandplatten in horizontalen Abständen entlang der Wand vorgesehen
sind, so daß die Isolationseigenschaften etwas besser sind als bei der Ausführungsform
nach den Figuren 8 bis 11. Bei diesem Ausführungsbeispiel stellen die Kernabschnitte
12b eine Abänderung der in den Figuren 4 und 8 gezeigten dar. Eine Wellpappebahn
62 ist entlang
Falzlinien 64, 66, 76, 78, 80, 82, 84 und 86 gefaltet,
um die eine Seitenwand 74,die anderen Stirnwände 83 und 83a u:d die diagonalen Verstärkungswände
88 und 90 eines Kernabschnitts 12b zu bilden.
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Gruppen von Kernabschnitten 12b können nebeneinander sich berührend
mit einem Zwischenraum 30b zwischen Gruppen von Kernabschnitten angeordnet sein,
wobei der Zweck nachfolgend beschrieben werden soll. Wahlweise können die Kernabschnitte
12b einzeln nebeneinander mit Abstand zueinander angeordnet sein, wobei in diesem
Falle die Kernausbildung mit der Wand enden würde, wie es in der bevorzugten Ausführungsform
nach den Figuren 3 bis 8 der Fall ist.
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Rechteckige Bewehrungsmatten 14b können bei 92 und 94 in einer Z-Form
gebogen sein, wobei der Steg 96a im Raum 30b zwischen den Kernabschnitten oder den
Gruppen von Kernabschnitten angeordnet ist, während sich die Flansche 98 in entgegengesetzten
Richtungen und in im wesentlichen parallelen Abstand mit den Außenflächen der benachbarten
Kernabschnitte oder Gruppen von Kernaberstrecken schnitten/, oder es kann ein Abschnitt
einer Bewehrungsmatte verwendet werden, um die beiden Bewehrungsmatten im Raum zwischen
den Kernabschnitten, wie in Fig. 11 zu gezeigt, verbinden. Die Flansche 98 der benachbarten
Bewehrungsmatten
14b liegen sich überlappend aneinander an und können durch Drahtbindungen 96 in
Stellung gehalten sein.
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Das Betonmaterial 18 wird bis zu der gewünschten Dicke durch und um
die Bewehrungsmatten 14b sowohl in den Räumen 30b und auf den Außenflächen 68 und
83, 83a der Kernabschnitte aufgetragen. Die resultierende Wand weist zwei durch
Bewehrungsmatten verstärkt Betonwandplatten 22b und 24b in im wesentlichen parallelen
Abstand zueinander auf, wobei die Kernabschnitte 12b zwischen ihnen angeordnet sind
und die Wandplatten durch einen Betonsteg einteilig verbunden sind, der sich durch
die Räume 30b zwischen den Kernabschnitten erstreckt.
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In Fig. 12 enden die Kernabschnitte 12b nur in vertikaler Richtung
zusammen mit den Betonwandplatten 22b und 24b, so daß die Betonstege zwischen den
Wandplatten sich nur in vertikaler Richtung der Wand erstrecken.
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Fig. 13 zeigt eine wahlweise Ausführungsform zur Anordnung und Halterung
der Kernabschnitte 12b in aufrechter Stellung zwischen dem Fußboden 32 und der Decke
34. Im Fußboden und in der Decke sind Stellunosstifte 100 eingebettet, die sich
aufwärts bzw. abwärts erstrecken, und die in die Hohlräume 102 des Kernes eingreifen,
um die Kernabschnitte in Stellung
zu halten. Die Stellungsstifte
100 sind anstelle der U-Profile 36 vorgesehen. Wahlweise kann das U-Profil 38 ebenfalls
in Fortfall kommen. WO immer das U-Profil 38 verwendet wird, komnuen übliche Techniken
zur Anwendung, um die Wand fertigzustellen, wobei die äußeren Enden 40 des U-Profils
38 als Führung dienen. Wenn jedoch das U-Profil 38 nicht verwendet wird, kommt ein
wahlwei.ses Putzverfahren zur Fertigstellung derartiger Wände zur Anwendung, wie
beispielsweise mit einer üblichen Putzvorrichtung.
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Obwohl die Darstellungen in den Figuren Außenwände zeigen, können
auch die Innenasände eines Gebäudes denselben Aufbau haben. Alle Gebäudewände, oh
sie tragend sind oder nicht, können vorzucDweise im wesentlichen die zuvor beschriebene
Konstruktion aufweisen. Die beschriebenen Wandkonstruktionen sind sowohl für mehrgeschössige
als auch für einqeschössige Gebäude verwendbar, da jede Wand haulich unabhängig
vorder Wand einer oberen oder unteren Etage ist und als lasttragende Wand dienen
kann.
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Die Wandkonstruktion ist nicht notwendigerweise auf die Errichtung
an der Baustelle beschränkt, obwohl dies im allgemeinen bevorzugt wird. Ein Kern,
wie er in Fig. 1 gezeigt ist, kann sich als-geeigneter für eine Vorfertigung außerhalb
der Baustelle erweisen, wobei die Wand in
einem kontinuierlichen
Verfahren hergestellt werden könnte und die Wandabschnitte auf die vorbestimmten
Größen zugeschnitten werden könnten.
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Der Kern 12 kann aus irgendeinem Material bestehen, das die erforderliche
Steifigkeit entweder aufgrund seiner Materialbeschaffenheit oder aufgrund der Form,
in die es geformt ist, aufweist. Wenn Feuchtigkeits-, Schall- und Wärmedämmung erwünscht
sind, sollte das Material der Kernabschnitte geeignet sein, um diese Qualitaten
zu fordern.
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Der Kernabschnitt, insbesondere der der bevorzugten Ausführungsformen
nach den Figuren 3 bis 8 dient den folgenden Zwecken: a) Der Kern wirkt als Abstützung
für die Bewehrun>smatten 14 und 16; b) er stützt, falls erwünscht Fenster- und
Türrahmenöffnungen; c) er wirkt als Schranke zur Verhinderung, daß Beton zur gegenüberliegenden
Seite gelangt, wenn dieser aufgetragen wird; d) er wirkt als Dampf- und Wärme sperre
bei der fertigen
Wandkonstruktion.
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Die Bewehrungsmatten 14 und 16 können aus irgendeinem gceigneten Material
zur Verstärkung des Betons bestehen, und müssen öffnungen oder Durchgänge haben,
durch die der gespritzte Beton in den Raum zwischen die Innenfläche der Matte und
die entsprechende Oberfläche des Kernes dringen kann, um die Matten in die Betonwandplatten
als Verstärkungen einzuschließen.
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Da die Bewehrungsmatten 14 und 16 zur Verstärkung der fertigen Betonwandplatten
dienen, erfüllen die Bewehrungsmatten die gleiche Funktion wie Stahlarmierungsstangen
bei üblichen armierten Betonkonstruktionen, wobei die Matten aus folgenden Materialien
bestehen können: a) Streckmetall; b) gelochte Bleche; c) geschweißtes Drahgeflecht;
d) gitterförmig verschweißte Stangen aus Stahl oder Draht, die auch anders miteinander
verbunden sein kannen; e) getrennte Streifen aus Blech; und f) wobei beliebige der
vorstehenden Materialien mit Vorsprüngen versehen sind, die die Matten auf Abstand
von dem Kern halten.
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Aus Vorstehendem geht hervor, daß die Wand aus zwei bewehrten Betonplatten
22 und 24 besteht, die strukturell miteinander verbunden-sind. Bei den bevorzugten
Ausführungsformen (Figuren 3 bis 6) dienen die Metallverbindungsstöcke 128 als strukturelle
Verbindung zwischen den Wandplatten, während bei den anderen Ausführungsformen die
Z-förmig ausgebildeten Bewehrungsmatten als strukturelle Verbindung verwendet werden,
und zwar im Steg des Betons zwischen den Kernabschnitten.
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Die Wand kann, wie zuvor beschrieben,entweder vollständig oder teilweise
vorgefertigt sein und kann Fenster- und Türrahmen aufweisen, die vor dem Einbau
an der Baustelle daran befestigt sind, oder es können Vorkehrungen getroffen sein,
um die Öffnungen für die Fenster- und Türrahmen beim Errichten der Wandeinheiten
einzuschneiden. Es ist ersichtlich, daß durch Verwendung der beschriebenen Wandkonstruktion
und insbesondere der Kernausbildung der bevorzugten Ausführungsformen der Bau eines
Hauses oder eines Gebäudes billiger und in kürzerer Zeit durchgeführt werden kann
als bei üblichen Verfahren, wobei der Aufbau eine ausgezeichnete Struktur, und was
am wichtigsten ist, eine überlegene Feuchtigkeits-, Wärme- und Schallisolation aufweist.