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Bewässerungsvorrichtung für Topfpl lanzen
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Bewässerungsvorrichtung für Topfpflanzen,
mit eine@ unterhalb des Topfbodens angeordneten Matte aus kapillaraktivem Material
und einer Einrichtung zur Wasserversorgung der rlatte.
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Bei bisher verwendeten Bewässerungsvorrichtungen der genannten Art
wird eine Anzahl von Topfpflanzen auf eine großflächtige Matte gestellt, die entweder
durch eingezogene perforierte Wasserschläuche, einen ergometrischen Springbrunnen
oder dergleich mit der Flüssigkeit durchtränkt wir.
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Diese bekannten Beäwsserungsvorrichtungen haben nicht nur den Nachteil,
daß die Flüssigkeit nur zum kleineren Teil vo@ den daraufgestelJten Pflanzen aufgesaugt
wird und zum grösseren Teil durch Verdunstung verloren geht, sondern daß sich ferner
in unerwünschter Weise Algen bilden. Bekanntlich führt das Zusammentreffen von Licht
und Feuchtigkeit zur
Algenbildung, und da der größere Flächenanteil
der Bewäasserungsmatten stets dem Licht ausgesetzt ist, muß man die Matten Iiäuiig
cIiieueri bzw. reinigen. Vor allem liegt aber auch ein Problem darin, die flüssigkeitsübertragenden
Matten mit der jeweils gerade richtigen Flüssigkeitsmenge zu tränken.
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Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, die Algenbildung und die
ungenutzte Verdunstung der Bewässerungsflüssigkeit einzudämmen sowie gleichzeitig
die stets richtige Feuchte der Matte sicherzustellen. Als Lösung dieser Aufgabe
sieht er vor, daß die Platte im wesentlichen auf die Standfläciie eines Pflanzentopfes
begrenzt und mit einem Docht verbunden ist, welcher in einen unterhalb der Matte
angeordneten Flüssigkeitsvorrat eintaucht.
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Auf diese Weise gibt es entweder überhaupt keine oder nu@ eine sehr
geringe dem Licht ausgesetzte und die ungenutzte Verdunstung ermöglichende Muttenfläche.
Dadurch wird die Algenbildung wirksam verhindert. Ferner hat diese Lösung den Vorteil
einer äußerst einfach gesteuerten und gleichwohl stets richtig dimensionierten Flüssigkeitszufuhr
zur Matte; Wasserschläuche, Steuerorgane u. dgl. sind nicht erforderlich.
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Vorteilhafterweise läßt sich die Matte mit dem Docht aus einem Stück
herstellen. Beispielsweise kann man einen Filzzuschnitt verwenden, bei dem zwei
die Standfläche bildenden Mattenhälften durch einen den Docht bildenden Steg verbunden
sind.
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Ist eine besondere Führung des Dochtes erwünscht, dann kann man ihn
in einen durchbrochenen Käfig einschließen, welcher in den Flüssigkeitsvorrat hineinragt.
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Ferner kann es vorteilhaft sein, die Matte auf einem Teller
aufliegen
zu lassen, welcher diese in engem Kontakt zum TopEboden hält. Es haL sich gezeigt,
daß Schlitze im Topfboden (auch bei Kunststoffböden) ausreichen, Flüssigkeit durch
Verdunstung und Kondensation auf die Blumnerde illit Topf zu übertragen. In einzelnen
Rillen kann es günstig sein, wenn man zwischen Topfboden und Matte eine dem Topfbodengrundriß
angepaßte Filzmatte legt.
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Bei Verwendung eines Käfiys kann das obere Käfigende mit dem Teller
verbunden sein. Zur Verwendung eignet sich beispielsweise eine Öffnung im Teuer,
deren Kanti von am Käfig angebrachten Nasen od.dgl. eingefaßt wird.
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Ferner kann der Teller größenmäßig dem Topfboden angepaßt und mit
einem nach oben abgekröpften seitlichen Rand versehen sein.
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Für Gärtnereianlagen mit einer Vielzahl von Pflanzentöpfen kann die
Erfindung in der Weise ausgestaltet werden, daß die Dochte der jeweils auf deti
Boden eines Topfes beschränkten Matten in abgedeckte Flüssigkeitskanäle eintauchen,
die über mehrere Töpfe durchlaufen. Diese Kanäle können von Recht eckrohren gebildet
sein, welche gleichzeitig die Topfe tragen und Bohrungen für die Dochte aufweisen.
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Zur Erhöhung der Bewässerungsleitung kann es votteilhaft sein, wenn
ein in an sich bekannter Weise durch eine Zentralbohrung im Topfboden ins Topfinnere
ragender Docht in einem am Topfboden befestigten Käfig aufgenommen ist und sich
in mindestens einem außen an der Topfunterseite anliegenden Lappen fortsetzt, der
in Kapillarkontakt mit der Matte steht, so daß eine 'Flüssigkeitskupplung' gebildet
ist.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert
Darin zeigen:
Fig. 1 einen einzelnen Bewässerungständer für einen Pflanzentopf mit aufgelegter
Dochtmatte, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Dochtmatte von Fiq. 1 im normalen Lieferzustand,
Fig. 3 eine in einem Teller fiir ei einen einzelnen Pflanzentopf eingelegte Dochtmatte,
deren als Docht wirkerlder Stegabschnitt in einen Bewässerungskanal eintaucht, Fig.
4 einen auf einem Bewässerungskanal stehenden Pflanzentopf mit Teller und Dochtmatte,
deren Stegabschnitt in einen Käfig eingeführt ist, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen
Teil einer Bewässerungsanlage für zahlreiche Pflanzentöpfe, Fig. 6 einen im Maßstab
vergrößerten Schnitt durch die Anlage von Pig. 5 im Verlauf einer Ebene VI-VI, und
Fig. 7 eine ähnliche Darstellung wie in Fig 6, jedoch mit einem in den Pflanzentopf
von unten eingeführten Spitzkäfig mit Docht.
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Der in Figur 1 perspektivisch dargestellte und beispielsweise aus
transparentem Kunststoff geformte Bewässerungsständer 1@ ist fir einen einzelnen
Pflanzentopf gedacht und kann zu desscri Dauerbewässerung in eine teilweise mit
Flüssigkeit gefüllte offene Schale oder Wanne gesetzt werden. Der Bewässerungsständer
besitzt drei Fuße 19 an einer Aufiageplatte 17 mit sechseckigem Grundriß. Als Flüssigkeitskupplung
zwischen dem in Figur 1 nicht dargestellten, in seinem Boden mit Schlitzen versehenen
Pflanzentopf und der Flüssigkeit dient eine in Figur 1 im betriebs fertigen Zustand
und in Figur 2 im ursprünglichen Lieferzustand dargestellte Dochtmatte 10 aus einem
kapillaraktiven Material wie beispielsweise Filz. Zwei Mattenhälften 11 der Dochtmatte
10 sind durch einen als Docht dienenden Stegabschnitt 12 integral miteinander verbunden.
Im Betriebszustand (s. Figur 3) ist der Stegabschnitt 12 durch eine öffilung in
einer Auflage hindurchgeführt
und taucht in die uinter der Auflagefläche
stehende Flüssigkeit ein. Bei dem Bewässerungständer 1@ von Figur 1 ist diese Öffnunf
ein Zeltralloch 18 in der Auflageplat@@ 17.
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Zur Lagesicherung des Pflanzentopfes und zur Abschirmung der Dochmatte
gegen Seitenlicht (von oben ist die o@@e@in durch den Pflanzentopf gegen Licht abgeschirmt)
kann gemäß Figur 3 ein aus Kunststoff geformter Teller 30 als Topfunterlage benutzt
werden. Bei der ohne Pflanzentopf gezeichneten Darstellung von Figur 3 dient der
Teller 30 auf einer Auflagefläche 26 eines teilweise mit Flüssigkeit 23 gefüllten,
als llohlkanal mit rechteckigem @ Querschnitt ausgebildeten Bewässerungskanal 25
auf. I)t^x Teller 30 besitzt außer einem flachen konischen l?and 31, dessen Umfang
dem Bodendurchmesser des nicht dai gestellten Pflanzentopfes angepaßt ist, ein Zentralloch
32 zur Durchführung des als Doclit dienenden Stegabschnittes 12 der in den Teller
eingelegten Dochtmatte 1@.
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Um sicher zu gehen, daß der Docht bzw. Stegabschnitt 12 der Dochtmatte
10 stets vertikal nach unten in die Flüssigkeit 23 eintaucht und nicht durch äußere
Umstände seitlich abgebogen wird, ist er bei den Ausführungsbeispiel von Figur 4
in den Innenraum eines durchbrochenen Käfigs 40 eingeführt. Der mit Schlitzen 42
in seinen zylindrischen Umfangsmantel versehene Käfig 40 besitzt.
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an seinem oberen Ende mehrere nach aul3en abstehende lialtenasen 44,
welche sich an einer angepaßten Öffnung der Pflanzentopfablage oberseitig und unterseitig
abstützen.
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Als Pflanzentopfauflage dient in Figur 4 wieder der Teller 30, der
hier jedocl. in der Umgebung seines Zentralloches 32 einen aufgewölbten Mittelabschnitt
34 besitzt, um den unteren Haltenasen 44 Platz zu bieten. Bei der Befestigung im
Zentralloch 32 wird der Käfig 40 mit einem in Betriebslage untenliegenden Einführkonus
41 in das Zentralloch eingeführt und durchgeschoben, bis die Haltenasen 44 ei rkrastet
'.
Die Mattenhälften 11 der Dochtmatte 10 liegeerl auf der Oberseite des Tellers 30
auf und dienen als Unterlage für den mit Durciibrüchen 4 verseiienen Boden eines
mit: Blumenerde 1 gefüllten Pflanzentopfes 2.
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Als Unterlage dient in Figur 4 wieder der bereits erwähnte Bewässerungskanal
25 mit Auflagefläche 26. Als Durchlaß für Docht und Käfig 40 dient ein Loch 27 in
der Auflayefläche 26.
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Die bereits in Figur 3 und 4 benutzten Bewässerungskanäle 25 eignen
sich insbesondere für Gärtnereien, wo eine ganze Anzahl von Pflanzentöpfen 2 in
langen Reihen nebeneinander zur Bewässerung aufgestellt sind. Figur 5 zeigt eine
Draufsicht auf einen Teil eines einzelnen Bewässerungskanals 25 einer solchen Anlage,
dessen offene Enden huber je ein passendes Anschlußstück 50 mit einem Schlauch 52
verbunden sind. Durch diesen Schlauch 52 wird Bewässerungsflüssigkeit in notwendigem
Umfang ergänzt. Wie der durch den Bewässerunj.
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kanal von Figur 5 gelegte vergrößerte Schnitt in Figur 6 zeigt, stehen
die Pflanzentöpfe direkt auf den beiden Mattenhälften 11 der ihnen jeweils zugeordneten
Dochtmatte 10, und der Stegabschnitt 12 taucht in die Flüssigkeit 23 ein.
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Die aus den Mattenhälften 11 ausdunstende Flüssigkeit tritt durch
die Durchbrüche 4 im Boden des Pflanzentopfes 2 in die Blumenerde ein.
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Bei einer der Figur 6 ähnlichen Schnittdarstellung in Figur 7 ist
dargestellt, welche Möglichkeit besteht, um die Flüesigkeitszufuhr in die Blumenerde
1 des Blumentopfes 2 zu verstärken. Während in Figur 6 eine Verdunstungsbrücke zwischen
Dochtmatte 10 und Blumenerde 1 besteht, kann die Flüssigkeit bei dem Ausführungsbeispiel
von Figur 7 direkt auf kapillarem Wege vom Bewässerungskanal 25 in die Blumenerde
1 gelangen. Zu diesem Zwecke ist der Blumentopf 2 mit einem Zentralloch 5 versehen,
und in dieses ist ein mit einem Docht 62 gefüllter Spitzkäfig 60 von unten her in
die Blumenerde 1 eingeschoben. Ähnlich wie der bereits beschriebene Käfig 40 besitzt
auch der Spitzkäfig 60 seitliche Schlitze 42, an denen der Docht 62 freiliegt und
direkten
Kontakt mit der @lumenerde 1 hat. Ferner besitzt auch der Spitzkäfig 60 Haltenasen
44, welche si @ m Zentralloch 5 des Pflanzentopfes 2 abstützen. Lappen @4 des Dochtes
62 ragen unten aus dem offennen Ende des Spitzkäfig@ 60 heraus und füllen die bei
Kunststoff-Pflanz@@@ @@@@ übliche zentrale Bodenaufwölbung. Die Lappen 64 d@ @@@@t@s
62 stehen in direktem Kontakt mit den beiden Mattenhaltisch 11 der auf den Brewässerungskanal
25 aufgelegten Dochtmitt@ 10. Sowohl die Dochtmatte 10 als auch der Docht 62 mit
Lappen 64 ist gegen Licht abgeschirmt, Algenbildung wird damit weitgehend verhindert.
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L e e r s e i t e