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Hubschlitten mit Lastaufnahmeeinrichtung
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für industrielle Btapelfahrzeuge Die Erfindung betrifft einen Hubschlitten
mit Iastaufnahmeeinrichtung für industrielle Stapelfahrzeuge mit einem schwenkbar
an einem in einer Seitenführung quer beweglichen Schubschlitten aufgehängten Lastträger.
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Der Ausdruck 2'schwenkbar" bedeutet, daß der Lastträger an dem quer
beweglichen Hubschlitten um eine senkrechte Achse verschwenkbar ist, so daß er in
seiner Ausrichtung um 1800 verschwenkt werden kann.
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Die Erfindung betrifft auch ein Stapelfahrzeug mit einem Hubgerüst,
an dem ein solcher Hubschlitten angeordnet ist.
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Die Ausführung des eingangs erwähnten Hubschlittens für Stapelfahrzeuge,
die als Zwei- und Dreiseitenstapler bekannt sind, unterliegt dem Problem, daß bei
einer Verschwenkung des Lastträgers, beispielsweise einer Lasttraggabel, um 900
zur Pahrzeuglängsrichtunz weit d seitlich beweglichen Schubschlitten
eine
Last aus einem Regal aufgenommen oder in ein solches Regal abgesetzt werden kann.
Die Verschwenkung um 0 180 ermöglicht ein wahlweises Einstapeln von Lasten nach
beiden Fahrzeugseiten. Es ist auch möglich, Lasten frontal aufzunehmen und abzugeben.
Dazu wird Jedoch das Fahrzeug bewegt,-wenn der Lastträger zur Längsachse des Fahrzeugs
ausgerichtet ist.
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Die Seitenführung für den Schubschlitten muß bei den bekannten Ausführungen
genügend lang sein, um den Lastträger, gegebenenfalls eine Lastaufnahmegabel, genügend
weit in ein neben dem Fahrzeug stehendes Regal einzufahren, um eine Last aufzunehmen
oder eine Last abzusetzen. Daher muß die Seitenführung des Hubschlittens bzw. der
Hubschlitten selbst eine verhältnismäßig große Breite aufweisen. Hierbei ist zu
berücksichtigen, daß bei bekannten Ausführungen der quer bewegliche Schubschlitten
in der Seitenführung alle Drehmomente aufnehmen muß, die sich aus einer aufgenommenen
Last ergeben, so daß auch der Schubschlitten selbst erhebliche Breite haben muß.
Die für eine ausreichende Arbeit erforderliche Breite erfordert daher entsprechende
Gangbreiten in Regalanlagen.
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Hierdurch ist die Ausnutzung von bekannten Regalanlagen verhältnismäßig
gering, weil das Verhältnis zwischen Fahrgängen und Regalen relativ ungünstig ist.
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Eine bekannte Ausführung sieht im übrigen vor, daß der Schubschlitten,
der an sich mittels Rollen in Rollenbahnen oben und unten am Schlitten eingehängt
ist, durch einen Zahnstangenantrieb quer beweglich ist. Zu diesem Zweck sind neben
den Rollenbahnen oben und unten Zahnstangen angeordnet, in welche Ritzel am Schubschlitten
eingreifen, um die Seitenbewegung durchzuführen. Dieser Antrieb stellt einen erheblichen
Aufwand dar, weil infolge der Querbeweglichkeit ein offener Zahneingriff vorhanden
ist. Die Zahnstangen unterliegen der Verschmutzung. Der Eingriff oben und unten
muß im übrigen die Abweichungen überwinden, welche von dem von einer aufgebrachten
Last
erzeugten Drehmoment herrühren. Außerdem sind die Zahnstangen und Ritzel eine aufwendig
herzustellende Führungsgruppe, wobei bei der Montage hinzukommt, daß eine genaue
Ausrichtung der oberen und unteren Zahnstangen und oberen und unteren Ritzel erforderlich
ist. Die Zahnstangenführung oben und unten ist notwendig, um bei der bekannten Ausführung
die iastaufnahmeeinrichtung auch in senkrechter Richtung aus zum richten. Um den
Hubschlitten bzw. die Lastaufnahmeeinrichtung auch in einer Richtung parallel zur
Fahrzeuglängsachse auszurichten, wozu der Zahnstangen- und Ritzeleingriff beiträgt,
sind die Rollen und Seitenführungen oben und unten vorgesehen, die zu diesem Zweck
aber jeweils mindestens zwei benachbarte Rollen haben. Hierdurch kann der Schubechlitten
eine Mindestbreite nicht unterschreiten, was die Gesamtbreite der Anordnung erhöht,
Wenn unter diesem Gesichtspunkt zur Herabsetzung der Gesamtbreite kleinere Rollendurchmesser
verwendet werden, müssen gehärtete Laufflächen angewandt werden, um eine Ausrichtung
zu gewährleisten.
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Es ist auch bekannt, den seitlich beweglichen Schubschlitten an einem
Schwenkhebelgestänge aufzuhängen, dessen eine Hebelanordnung nach Art eines Parallelogramms
ausgeführt ist. Der eine Parallelogrammteil ist dabei als längenveränderliche Zylinderkolbeneinrichtung
ausgebildet. Hierbei müssen alle Drehmomente in den verschiedenen Ebenen durch die
Schwenkachsen aufgenommen werden, und die Bauabmessungen, besonders in der Höhe,
sind erheblich, wenn eine genügend weite seitliche Ausladung erfolgt. Das ergibt
sich daraus, daß die in der Mitte des Hubschlittens angelenkten Schwenkhebel jeweils
zwischen ihren seitlichen Stellungen einen oberen Umkehrpunkt durchfahren müssen,
in welchem die Führung noch gewährleistet ist. Ungünstig ist dabei, daß die Abstützung
des Schubschlittens an seinem unteren Ende stattfindet, so daß erhebliche Biegekräfte
in Zapfenführungen auftreten.
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Bei den bekannten Ausführungen ist an dem Schubschlitten bzw.
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dem Element, an welchem der Lastträger verschwenkbar aufgehängt ist,
auch der Schwenkantrieb vorgesehen. Diese Ausführungsform wird für die Erfindung
einbezogen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen eingangs angebenen
Hubschlitten bzw. ein Stapelfahrzeug mit einem solchen Hubschlltten dahingehend
zu verbessern, daß bei schmaler Ausführung eine erhebliche Seitenbeweglichkeit des
Lastträgers gewährleistet ist, wobei zugleich die Seitenbeweglichkeit durch einfache
Mittel bewirkt wird, die die auftretenden Drehmomente in den verschiedenen Ebenen
leicht aufnehmen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine unterteilte Querführung
mit zwei seitlich bewegbaren Schlittenelementen, die seitlich teleakopisch zueinander
bewegbar sind, gelöst.
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Hierdurch ist es möglich, das eine Schlittenelement am Hubschlitten
seitlich bis in eine Grenzlage zu bewegen und dann das andere Schlittenelement am
ersteren seitlich heraus zum fahren. Durch die Unterteilung werden die Führungsmittel
zur Drehmomentenaufnahme vereinfacht, insbesondere kann das Element, an welchem
schwenkbar der Lastträger aufgehängt ist, extrem schmal ausgebildet sein.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der seitlich
bewegbare Schubschlitten für einen den Lastträger tragenden Hilfsschlitten eine
weitere Seitenführung auf, in welcher der Hilfsschlitten mit dem Last träger seitlich
bewegbar ist. Damit ergibt sich die Kombination zweier Seitenführungen, die gemeinsam
oder nacheinander einsetzbar sind.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht die weitere
Seitenführung aus Schwenkhebeln, und der Hilfsschlitten ist am Schubschlitten mittels
eines Scherengestänges aufgehängt, dessen Hebel an Schwenkzapfen geführt sind. Dieses
Scherengestänge für den Hilfsschlitten vermeidet eine zu grobe Bauhöhe dadurch,
daß nur eine beschränkte zusätzliche Seitenbewegung ausgefahren werden muß, während
der Schubschlitten selbst in an sich bekannter Weise mit oberen und
unteren
Rollenführungen am Hubschlitten geführt ist, wobei die Breite des Schubschlittens
auch eine ausreichende Drehmomentenaufnahme zuläßt. Hierbei ergibt sich aus der
Kombination des mit einer Rollenführung ausgestatteten Schubschlittens, dessen Rollen
Drehmomente in einer horizontalen Ebene aufnehmen,mit einem Hilfsschlitten, der
durch ein Scherengestänge quer beweglich ist, die Voraussetzung für eine extrem
schmale Ausführung des Hilfsschlittens, der somit den Lastträger optimal weit nach
außen fahren kann.
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Gemäß der bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung ist am Schubschlitten
ein Schwenkhebel schwenkbar gelagert, dessen anderes, insbesondere unteres Ende
mit einer höhenbeweglichen Rollenführung mit dem Hilfsschlitten in Eingriff steht,
der verschwenkbar mit einem Ende eines anderen Schwenkhebels verbunden ist, derin
seinem mittleren Bereich mit dem einen Schwenkhebel durch Schwenklagerung verbunden
ist und mit seinem anderen, insbesondere unteren Ende mit einer senkrechten Rollenführung
in dem Schubschlitten geführt ist. Diese Ausbildung des Scherengestänges hat den
Vorteil, daß es Drehmomente in jeder Ebene, insbesondere auch in einer horizontalen
Ebene, gut aufnehmen kann. Zu letzterem wird bevorzugt, daß an dem Schubschlitten
eine konzentrisch zur Schwenklagerung des einen Schwenkhebels verlaufende Rollenführung
für an seitlichen Auslegern des ersten Hebels gelagerte Rollen angeordnet ist. Die
seitlichen Ausleger führen zu einer erheblichen Seitenstabilität. Bevorzugt wird
dabei, daß die Rollen auf Achsen gelagert sind, die in der Ebene des einen Schwenkhebels
verlaufen, und daß die Rollenführung eine in einer Ebene parallel zu der vom einen
Schwenkhebel bestimmten Ebene verlaufende Wand besitzt, an deren von dem Hilfsschlitten
abgekehrter Seite die Rollen laufen. Hierdurch wird zugleich die Drehmomentenaufnahme
nach vorn unten verbessert.
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Wie bereits oben erwähnt, weist vorteilhaft der Hubschlitten als Seitenführung
eine Rollenführung für den Schubschlitten
auf, in welcher am oberen
und unteren Rand des Hubschlittens mit senkrechter Achse an einem Teil gelagerte
Rollen in eine Rollenbahn an dem anderen Teil eingreifen, wobei eine entsprechende
Rollenführung oben und unten für den Hilfsschlitten am Schubschlitten vorgesehen
ist. Hierbei kann aber aufgrund des erfindungsgemäßen Scherengestänges der Hilfsschlitten
besonders schmal ausgeführt sein, und seine Rollenführung, deren Rollen in obere
und untere Rollenbahnen am Schubschlitten eingreifen, nimmt im wesentlichen das
Drehmoment in einer Ebene senkrecht zu den Rollenbahnen auf, während die seitliche
Führung gegen Verkantung in anderen Ebenen im wesentlichen von dem Scherengestänge
aufgenommen wird.
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Zweckmäßig sind getrennte Antriebsmittel für den Schubscillitten und
den Hilfsschlitten angeordnet, wobei diese getrennten Antriebsmittel zur gleichzeitigen
Bewegung des Schubschlittens und des Hilfsschlittens zusammenschließbar sind. Sine
solche Ausführung läßt auch eine getrennte Bewegung beider Schlittenelemente zu.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausfirungsbeispielen erläutert,
die in der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1: eine Seitenansicht
eines Stapelfahrzeugs, Fig. 2: eine Vorderansicht von Figo 1 mit teilweise fortgelassenen
Abdeckelementen, Fig. 3: eine Draufsicht auf Fig. 2, Fig. 4: eine perspektivische
Ansicht der Hubschlittenanordnung mit Schubschlitten, Fig. 5: eine Vorderansicht
auf ein einen Hilfsschlitten führendes Scherengestähge,
Fig. 6
: eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht bei seitlich ausgefahrenem Lastträger, Fig.
7 : eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht in schematischer Ausführung
zur Erläuterung der wechselseitigen Führung zwischen Hubschlitten und Schubschlitten
und letzterem und Hilfsschlitten, wobei die räumliche Anordnung etwas anders als
in Fig. 1 ist, Fig. 8 + 9 : in Draufsicht jeweils eine schematische Darstellung
der Antriebsmittel, die untereinander vorgesehen sind, Fig. lo : eine Seitenteilansicht
von Fig. 7 zur Erläuterung der Anordnung der Antriebsmittel nach den Fig. 8 und
9.
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In allen Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
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Das Stapelfahrzeug 1 in Fig. 1 hat ein Hubgerüst ?, an welchem mit
bekannten Mitteln ein Hubschlitten 3 höhenbeweglich ist.
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Wie auch aus den Fig. 2 bis 4 erkennbar ist, ist an dem höhenbeweglichen
Hubschlitten 3 oben und unten eine Seitenführung 4, 5 angeordnet, in welcher ein
Schubschlitten 6 über die Breite des Hubschlittens seitenbeweglich geführt ist.
Die Antriebsmittel werden noch später erläutert. Sie können in üblicher Weise ausgeführt
sein. Die Seitenführungen 4, 5 bestehen nach Fig. 1 und 4 beispielsweise aus nach
oben und unten offenen U-Profil-förmigen Führungen, in die Rollenreihen 7, 8 eingreifen,
die an einem überlappenden Teil 9, lo am Schubschlitten angeordnet sind. Die Rollenreihen
haben beispielsweise vier oder mehr Rollen entsprechend der Breite des Schubschlittens.
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Aus Fig. 7 ist erkennbar, daß der höhenbewegliche
Hubschlitten
3 auch seinerseits auf nach oben und unten herausragenden Achsen angeordnete Rollen
11, 12 bzw. Rollenreihen haben kann, die in eine obere und untere Rollenbahn 13,
14 an dem Schubschlitten 6 eingreifen. Der Schubschlitten ist auch bei dieser Ausführungsform
sicher geführt.
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An dem Schubschlitten 6 ist ein sogenannter Hilfsschlitten 15 über
die Breite des Hubschlittens geführt. Zu diesem Zweck hat der Schubschlitten 6 nach
den Fig. 1, 4 und 7 neben seiner Seitenführung zum Hubschlitten 3 eine weitere Seitenführung
16, die aus einer oberen und unteren Rollenbahn 17, 18 besteht.
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In diese Rollenbahnen greift oben und unten wenigstens eine Rolle
19, 20 ein, die um eine senkrechte Achse drehbar am Hilfsschlitten 15 gelagert ist.
Nach Fig. 1 sind die Rollen 19, 20 und ihre Rollenbahnen 17, 18 in Fahrzeuglängsrichtung
zueinander versetzt. Das ist zur Drehmomentenaufnahme in einer senkrechten Ebene
in Fahrzeuglängsrichtung vorteilhaft. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer
fluchtenden Anordnung der Rollen 19, 20 nach Fig. 7.
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Diese weitere insgesamt mit 16 bezeichnete Seitenführung stellt lediglich
ein Führungsmittel für den Hilfsschlitten 15 dar. Er ist weiterhin an einem im ganzen
mit 21 bezeichneten Scherengestänge zwischen dem Schubschlitten 6 und dem Hilfsschlitten
15 geführt, das nicht nur die Relativbewegung dieser beiden Schlitten bewirkt, sondern
auch in der dargestellten Ausgestaltung Drehmomente aufnimmt. Insofern ergibt sich
für die Führung des Hilfsschlittens 15 eine Kombination aus der weiteren Seitenführung
16 mit Rollenbahnen 17, 18 und jeweils wenigstens einer Rolle 19,-20 und dem Scherengestänge
21.
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Zunächst wird weiterhin bemerkt, daß an dem Hilfsschlitten 15 der
eigentliche Lastträger 22 angeordnet ist. Dieser besitzt die Lasttraggabel 23, die
in einer an sich bekannten Weise ausgestaltet ist. Dieser Lastträger 22 ist in seiner
Mitte um eine senkrechte Achse 24 verschwenkbar in dem Hilfsschlitten
15
gelagert. Mit der Achse 24 steht ein Antriebsmotor 25 in Verbindung. Dieses kann
ein Ölmotor oder ein Elektro-Getriebe-Motor sein, der bezüglich der Fig. 3 in der
Lage ist, 0 die Lasttraggabel entsprechend dem Pfeil 26 um 180 zu verdrehen. Solche
Antriebsmittel und Drehantriebe sind bekannt, so daß darauf nicht näher bezug genommen
wird. Aus Pig. 1 ist ersichtlich, daß die Drehachse 24 im Hilfsschlitten 15 oben
und unten gelagert ist.
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Das Scherengestänge besitzt einen Hebel 27, welcher um einen Drehzapfen
28 am Schubschlitten gelagert ist, der oben und in der Mitte des Schubschlittens
6 angeordnet ist. Der eine Hebel 27 trägt an seinem unteren Ende eine um einen Drehzapfen
29 verdrehbare Rolle 30, die in einer vertikalen Rollenführung 31 in dem Hilfsschlitten
15 höhenbeweglich ist. Die Rollenführung hat eine der Rolle 30 entsprechende Breite.
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Ein anderer Hebel 32 des Scherengestänges 21 ist mit seinem oberen
Ende um einen Drehzapfen 33 verschwenkbar, der fest im Hilfsschlitten 15 angeordnet
ist. Das untere Ende des anderen Schwenkhebels 32 trägt an einem ausladenden Drehzapfen
34 eine Rolle 35, die in einer vertikalen Rollenführung 36 am Schubschlitten 6 eingreift.
Der eine und der andere Schwenkhebel 27 und 32 sind in ihrer Mitte verschwenkbar
miteinander verbunden. Die Schwenklagerung wird durch einen Schwenkzapfen 37 gebildet,
der in dem einen Hebel 27 befestigt ist,und auf dem der andere Schwenkhebel 32 verschwenkbar
gelagert ist.
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Durch diese Scherengestängeausbildung läßt sich der Hilfsschlitten
15 seitlich im Schubschlitten 6 über dessen Breite bewegen, wobei die bereits erwähnte
Kombination der Seitenführung 16 mit dem Scherengestänge 21 wesentlich ist, weil
dadurch Drehmomente in den verschiedenen Ebenen optimal aufgenommen werden können.
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Dabei ergibt sich eine besonders günstige Wirkung bei denkbar
schmaler
Ausführung des Hilfsschlittens 15 mit nur einer Rolle 19, 20 oben und unten dadurch,
daß der eine Hebel 27 seitliche Ausleger 38, 39 hat, an deren Enden um in der Ebene
der Erstreckung des Hebels 27 radial zum Drehzapfen 28 gerichtete Rollen Achsen
40, 41 angeordnet sind, auf welchen verdrehbare Rollen 42, 43 gelagert sind. Diese
greifen in eine Rollenbahn 44, wie auch aus Fig. 7 erkennbar ist, wobei diese Rollenbahnen
eine parallel zur Erstreckung der Hebel 27, 32 gerichtete Wand 45 aufweisen, an
deren von dem Hilfsschlitten 15 abgekehrter Seite die Rollen 42, 43 laufen.
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In der speziellen dargestellten Ausführung besteht der eine Schwenkhebel
27 aus zwei im wesentlichen T-förmigen Stücken 46, 47, die im Bereich ihrer Querstücke
48, 49 miteinander verbunden sind. In der Mitte ist als Verbindungszapfen der Schwenkzapfen
37 vorgesehen, so daß der andere Schwenkhebel 32 zwischen den beiden T-förmigen
Stücken 46, 47 verdrehbar ist.
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Zwischen den Enden der Querstücke 48, 49 sind Anschlagklötze 50, 51
angeordnet, die eine weiteste Auslenkung der Hebelanordnung begrenzen, wie es insbesondere
aus Fig, 6 erkennbar ist, in der der andere Hebel 32 sich oben an den Anschlagklotz
50 und unten an den Anschlagklotz 51 anlegt. Die beiden Anschlagklötze sind entsprechend
im wesentlichen dreieckförmig profiliert. In dieser Grenzlage befindet sich der
Hilfsschlitten 15 an der linken Seite des Schubschlittens 6, und die Rolle 42 ist
gerade noch in der Rollenbahn 44. Durch den Abstand zwischen den Rollen 42, 43 und
die vorgesehenen Lagermittel und Rollenführungen ergibt sich eine erhebliche Seitenstabilität,
und, weil die Rollen 19, 20 des Hilfsschlittens 15 nur das beispielsweise bezüglich
Fig. 1 im Uhrzeigersinn nach vorn gerichtete Drehmoment aufzunehmen haben, die Möglichkeit
einer extrem schmalen Ausführung dieses Hilfsschlittens. Das ist aus den Pig. 2
und 3 erkennbar. Praktisch ist die Breite des Hilfsschlittens auf die Breite der
Rollen 18, 19, der Rollenführung 31 und der Lagerung des Schwenkzapfens 33 beschränkt.
Der Schwenkzapfen 33 kann gemäß Fig. 7
so ausgeführt sein, daß
am oberen Ende des anderen Schwenkhebels 32 eine Rolle 52 angeordnet ist, die in
ein Rollenlager 53 eingreift, das in einer entsprechend dem Schwenkzapfen 33 im
Hilfsschlitten 15 verspannbaren Buchse 54 ausgebildet ist.
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Zur Erläuterung der Antriebsmittel wird auf die Fig. 8 bis 10 Bezug
genommen. In diesen ist jeweils der Hubschlitten 3 bzw.
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ein Teil desselben, der Schubschlitten 6 und der Hilfsschlitten 15
gezeigt, wie auch in Fig. 7 dargestellt ist.
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Die Antriebsmittel bestehen beispielsweise aus zwei Seilzügen oder
Kettenzügen 64, 65, die untereinander angeordnet sind. Der in Fig. 9 dargestellte,
untere Kettenzug 65 ist über eine Antriebsscheibe oder -rad 62 geführt, die entweder
mit einem Motor 66 oder einer Kupplungseinrichtung 67 (Fig. lo) versehen ist. Die
Antriebsscheibe 62 und ihre Antriebsmittel sind am Hubschlitten 3 gelagert. Der
Kettenzug 65 ist über zwei Umlenkräder 68, 69 zu den endweise auf dem Hubschlitten
angeordneten Rollen oder Rädern 55, 56 geführt. Zwischen diesen Rollen oder Rädern
56 ist an dem Kettenzug 65 ein Kupplungselement 58 angeordnet, das ihn mit dem Schubschlitten
verbindet. Durch diesen Antrieb läßt sich der Schubschlitten 6 aus der in Fig. 9
links gezeigten Stellung in die rechts mit gestrichelten Linien gezeigte Stellung
bewegen.
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Uber der Antriebsscheibe oder dem Antriebsrad 62 ist eine Antriebsscheibe
oder ein Antriebsrad 63 für den Kettenzug 64 angeordnet. Dieses Rad 63 ist mit einem
Antriebsmotor 7O verbunden. Der Kettenzug 64 wird über die Umlenkräder 71, 72 zu
ebenfalls auf dem Hubschlitten und koaxial zu den Rollen oder Rädern 55, 56 angeordneten
Rollen oder Rädern 73, 74 geführt.
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Der Abschnitt zwischen den Rollen oder Rädern 73, 74 ist über zueinander
versetzt angeordnete Rollenpaare 59, 6O, 75, 76, die auf dem Schubschlitten 6 angeordnet
sind, geführt und der zwischen den äuReren Rollen oder Rädern 6O, 75 der Rollenpaare
befindliche Abschnitt 61 dieses Seilzuges ist mit einem Kupplungsmittel
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mit dem Hilfsschlitten 15 verbunden. Durch Antrieb des Antriebsrades 63 wird damit
der Hilfsschlitten 15 in bezug zum Schubschlitten 6 aus seiner in Fig. 8 linken
Stellung in die in Fig. 8 rechts gestrichelt gezeichnete Stellung bewegt, wobei
gleichzeitig durch den Antrieb mit dem Kettenzug 65 der Hilfsschlitten 6 gemäß Fig.
9 bewegt werden kann.
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Durch die Trennung der Antriebe ist es möglich, jede beliebige Stellung
anzusteuern. Die Antriebsmotore können Ölmotore sein, dann sind entsprechende Ventilkonstruktionen
zur Steuerung vorgesehen oder aber Elektrogtriebemptore mit entsprechenden Schaltelementen.
Beide Antriebsmotore sind über einen Antriebskreis gemeinsam oder getrennt einschaltbar.
Es wird einbezogen, nur einen Antriebsmotor, beispielsweise gem. Fig.
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10 den Antriebsmotor 70, vorzusehen und dann das Antriebsrad 62 durch
die Kupplungseinrichtung 67 mit dem Antriebsrad 63 zu verbinden.
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Zweckmäßig ist die Kupplungseinrichtung 67 SO ausgeführt, daß beide
oder wahlweise eines der Antriebsräder 63, 66 an einem Motor anschaltbar sind.
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Bevorzugt wird, daß Schubschlitten 6 und Hilfsschlitten 15 gemeinsame
Antriebsmittel haben, und zwar in einer Weise, daß beide gleichzeitig ihre Jeweiligen
Endstellungen erreichen.
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Dabei kann der Schubschlitten 6 in seiner Endstellung über den Seitenrand
des Hubschlittens 3 um ein entsprechend den Rollenführungen bemessenes Stück herausgefahren
werden. Um dieses bei einer gedrängten Ausführung zu verwirklichen, sind die Rollen
59, 6O, 75, 76 auf dem Schubschlitten 6 in Richtung der Längsmittellinie zueinander
versetzt gelagert, so daß beispielsweise die Rolle 75, wie bei 75' gezeigt ist,
an dem Rad 73 vorbeigehen kann.
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Die beschriebene Ausführung hat den Vorteil, daß bei geringer Höhe
und schmaler Ausführung des Hubsohlittens 3 eine erhebliche seitliche Ausladung
erreicht wird, bei welcher die Drehmomente in jeder Richtung günstig aufgenommen
werden. Auch wenn nach Fig. 6 der Hilfsschlitten 15 in seiner Endlage an einem Rand
des Schubschlittens 6 steht, wird bemerkt, daß dieser, weil er ein Zwischenglied
ist, breiter ausgeführt werden kann, so daß er auch seitlich über den Hubschlitten
3 bzw. die Rollenbahnen 4, 5 herausfahrbar ist. Durch die schmale Ausführung des
Hilfsschlittens ergibt sich daher eine sehr große seitliche Ausladung.