DE2621361B2 - Streckenausbau für den Berg- und Tunnelbau - Google Patents
Streckenausbau für den Berg- und TunnelbauInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Streckenausbau für den
3erg- und Tunnelbau aus nachgiebig miteinander zu Ausbaurahmen verbundenen Profilstahlsegmenten von
gleichem, U-förmigem Querschnitt, der von einem Boden, schwach konvergierenden Stegen und Flanschen
gebildet wird, wobei benachbarte Segmente des Rahmens in ihrem Überlappungsbereich, in dem das
Ende des äußeren Segmentes aufgeweitet und das Ende des Innensegmentes zusammengedrückt ist, ungleichsinnig
derart ineinandergeschoben sind, datl die Innenflächen der Flansche des äußeren Segmentes in
zwischen dem Boden und den Stegen des Innensegmentes vorgesehene Abstufungen eingreifen und die
Flansche des Innensegmentes sich zwischen den Innenflächen der Abstufungen des äußeren Segmentes
auf dessen Boden abstützen und wobei vor und hinter der Stirnseite des Innensegmentes mindestens ein das
Aufweiten des Außensegmentes begrenzendes Klem-
~> melement angeordnet ist
Ein solcher Ausbau ist Gegenstand eines älteren Rechtes (Patentanmeldung P 25 50 5775). Der für den
Ausbauwiderstand eines solchen Ausbaus maßgebliche Einschubwiderstand der Überlappungen beruht bei
in diesem Ausbau maßgeblich auf dem Reibungswiderstand,
den das zusammengedrückte Ende des Innensegmentes in dem an die Überlappung anschließenden Teil
des Außensegmentes findet und auf der Reibung zwischen dem Innensegment und dem überschiebenden
ι > Ende des Außensegmentes.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, den Ausbau nach dem älteren Vorschlag so
weiterzubilden, daß der Einschubwiderstand nicht mehr, wie bei dem Gegenstand des älteren Vorschlages, in der
.'<> Hauptsache durch die zwischen den Enden der
Profilsegmente herrschenden Reibungskräfte, sondern hauptsächlich durch die beim Einschieben der Teile zu
leistende Verformungsarbeit aufgebracht wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch
>» gelöst, daß das vor der Stirnseite des Innensegmentes
angeordnete Klemmelement als Verformungsclement des äußeren ProSlquerschnittes ausgebildet ist und mit
einem Keilsystem zusammenwirkt, das sich zusammensetzt
aus zwei jeweils zwischen die Stege des Innen- und
so des Außensegmentes ohne Spiel eingreifenden Außenkeilen und einem zwischen die Flansche des Innensegmentes
eingreifenden Innenkeil.
Durch die Ausbildung des Klemmelementes als
Verformungselement wird der Querschnitt des Außen-
s", Segmentes vor der Stirnseite des Innensegmentes weiter verkleinert Dieser Querschnitt wird beim Einschieben
der Überlappung mit Hilfe des Keilsystemes wieder aufgeweitet. Die hierbei geleistete Verformungsarbeit
bestimmt den Ausbauwiederstand maßgeblich. Die
■i'i Anordnung der Keile verhindert jedoch außerdem eine
Verformung des Innenprofiles, so daß der Ausbauwiderstand über beliebige Einschubwege nahezu konstant
bleibt.
Ein vorbekannter Ausbau aus Profilsegmenten von
>'< gleichem, U-förmigen Querschnitt und ungleichsinniger
Anordnung in den Überlappungen benutzt zur Erzeugung des Einschubwiderstandes die Verformungsarbeit,
die an einem Zugband geleistet werden muß, das zwischen die P/ofile eingelegt wird (DE-AS 10 22 989).
'<> Mit einem derartigen Zugband wird die Verformungsarbeit
jedoch auf einen Materialbereich beschränkt, der
wesentlich kleiner als der eines Ausbausegmentes ist, an dem erfindungsgemäß die zur Erzeugung des Ausbauwiderstandes
führende Verformungsarbeit geleistet
·■>'> wird.
Es war ferner ein Streckenausbau aus nachgiebig miteinander zu Ausbaurahmen verbundenen Profilstahl*
segmenten von ungleichem, U-förmigen Querschnitt bekannt, der von einem Boden und schwach konvergie-
Hi renden Stegen und Flanschen gebildet wird (DE-PS
6 82 147). Der Ausbauwiderstand wird hierbei durch Schrauben mit einem entsprechend der Neigung der
Flansche gestalteten keilförmigen Kopf erzeugt, der in den Hohlraum des Innenprofils eingreift, wobei die
'■ Schraube auf einem auf dem äußeren Profil abgestützten Klemmbügel gefestigt ist Abgesehen davon, daß
eine solche Anordnung zur Erzeugung des Einschubwiderstandes für die Verbindung von Profilstahlseg-
menten mit gleichem Querschnitt, die ungleichsinnig
ineinander gelegt sind, nicht anwendbar ist, hängt die
Verformungsarbeit von der Formsteifigkeit der Profile
ab, die zur Erzeugung genügender Einschubwiderstände nicht ausreichend ist
Schließlich ist es an einem aus Rohrprofilen bestehenden Streckenausbau bekannt gewesen (DE-PS
9 39 565), den Einschubwiderstand der in den Überlappungen mit einer Rohrschelle zusammengehaltenen
Profile durch Senk- bzw. Druckschrauben zu erzielen. Da sich mit solchen Schrauben nur verhältnismäßig
geringe Materialmengen verdrängen lassen, reicht auch
bei einem solchen Ausbau der mit einer noch praktsich
möglichen Anzahl von Schrauben erzielbare Einschubwiderstand nicht aus.
Vorzugsweise wird an dem erfindungsgemäßen Ausbau ein vorgewählter Einschubwiderstand fest
eingestellt Das ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch möglich, daß die Neigung der Keile
nach einem gewünschten Einschubwiderstand gewählt wird. Je nach den örtlichen Verhältnissen wählt man den
betreffenden Einschubwiderstand. Um Verwechslungen auszuschließen, kann man gemäß einem weiteren
Merkmal der Erfindung das Keilsystem jeweils entsprechend dem zu erreichenden Einschubwiderstand farblich oder durch Markierungen kennzeichnen.
Vorzugsweise begrenzt man ferner bei dem erfindungsgemäßen Ausbau die Verformung des Außenprofils hinter dem als Verformungselement ausgebildeten
Klemmelement Dazu sieht die Erfindung vor, hinter der Stirnseite des Innensegmentes ein Klemmelement als
Führungslasche auszubilden und anzubringen, das mit einem Kragen versehen wird, der die Stirnfläche des
Außenprofilsegmentes umfaßt, so daß eine Mitnahme gewährleistet ist
Um im übrigen die Mitnahme der Verformungslasche zu gewährleisten, kann diese mit an sich bekannten
Anschlagelementen versehen werden, die ein Mitnehmen über das Innenprofilsegment hinaus verhindern.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den
Figuren der Zeichnung wiedergegeben sind; es zeigt
F i g. 1 einen dreiteiligen Ausbaurahmen gemäß der Erfindung in Ansicht,
Fig.2 in der Fig. 1 entsprechender Darstellung einen vierteiligen Ausbaurahmen,
F i g. 3 in abgebrochener Darstellung eine Draufsicht auf die Überlappung,
Fig.4 einen Querschnitt durch die ineinander
gelegten Profilsegroente im Bereich der Überlappung bei einer von der Darstellung der F i g. 3 abweichenden
AusfPhrungsform.
F i g. 5 das Keilsystem gemäß dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 in entsprechender Draufsicht,
Fig.6 in der Fig.4 entsprechender Darstellung
einen Querschnitt durch eine Ausführungsform mit einem Keilsystem nach F i g. 5 und
Fig.7 in der Fig.6 entsprechender Darstellung
einen Querschnitt zur Darstellung der Führungslasche.
Der Streckenausbaurahmen nach F i g. 1 besteht aus zwei StempeNnnenprofilsegmenten 2 und einem
Kappen-Außenprofilsegment 1. Die oberen Enden der beiden Innenprofilsegmente 2 sind zusammengedrückt,
so daß die aufgeweiteten Enden des Außenprofilsegmenten 1 ungleichsinnig eingelegt werden können. Die
Überlappung is; mit 7 bezeichnet.
F i g. 2 zeigt einen vierteiligen Ausbaurahmen, der aus zwei Innen- und zwei Außenprofilsegmenten 1, 2
zusammengesetzt ist In der Firste stoöen zwei aufgeweitete Außenprofilsegmente 1 gegeneinander.
Der Ausbaubogen wird durch das Verbindungselement 13 zusammengehalten, das aus einem zusammenge·
drückten innenproFilstück besteht und auf diese Weise
in die aufgeweiteten Enden der Außenprofilsegmente eingelegt werden kann.
Gemäß Fig.3 werden auf das bereits wieder
zusammengedrückte Außenprofilsegment 1, in das das
in Innenprofilsegment 2 eingeführt ist, die Verformungslasche 10 und die Führungslasche 11 aufgesetzt die
Laschen 10,11 sind durch Schrauben 19a, b zusammengehalten. Die Verformungslasche 10 hat Anschlagelemente 28, die ein Mitnehmen über das Innenprofilseg-
ment hinaus verhindern, so daß sie ihren Sitz im Verhältnis zum sich einschiebendenlnnenprofilsegmentende nicht verändert Der fixierte Sitz der Verformungslasche ist deshalb wichtig, weil sie den Querschnitt
festlegt, durch den das zusammengedrückte Innenprofil
segment 2 beim Einschieben hindurchgezwängt werden
muß.
Die Führungslasche Ii sitzt auf dem Ende 17 des
Außenprofilsegmentes 1 und trägt einen Kragen 18, um sicherzustellen, daß die Führungslasche 11 jeweils über
dem Ende 17 verbleibt und nicht durch das einschiebende 'nnenprofiisegment 2 verschoben wird
Das Ende \6 des Innenprofilsegmentes 2 ist
zusammengedrückt Zur Verdeutlichung ist der Bereich, auf dem das Segment 2 zusammengedrückt ist, nur kurz
jo gezeichnet Auf das Ende 16 ibt das Keilsystem 8
aufgesetzt, das beim Einschieben den vorgesehenen Einschubwiderstand erzeugt Die Flanken des Keilsystems 8 weisen eine Neigung von mindestens 6° auf, so
daß eine Selbsthemmung erreicht wird und sicherge-
r> stellt ist, daß das Keilsystem 8 beim ruckartigen
Einschieben nicht abgeschleudert wird.
Nach dem Ineinanderlegen von Außen- und Innenprofilsegment werden die Flansche 5 des Außenprofilsegmentes 1 durch eine Vorrichtung wieder zusammen-
Ki gedrückt so daß die Flansche 4 des Außenprofilsegmentes 1 in die Abstufungen 3 des Innenprofilsegmentes 2
eingreifen. Dieses Zusammendrücken kann auch durch eine oder mehrere z. B. aus Federstahl bestehende
Klemmen 12 (Fig.4) erwirkt werden, wobei die
4-1 Klemme zweckmäßig auch nach Fertigstellung des
gesamten Ausbaubogens nicht abgenommen wird. Ein Abrutschen der Klemme 12 wird zweckmäßig dadurch
verhindert, daß die auf das Außenprofilsegment 1 aufzusetzenden Flächen der Klemme 12 eine den
w Flanschen 5 gleiche Neigung aufweisen bzw. daß die
Klemmenenden 23 zum Klemmenboden 24 hin umgebogen sind.
Fig.5 zeigt ein Keilsystem 8, das z.B. aus zwei
Außenkeilen 20 und einem Verbindungsteil 21 besteht.
ir> Dieses Verbindungsteil 21 ist aus Fertigungsgründen
massiv, kann tber auch hohl bzw. nacn unten hin offen
sein.
Die Lage des Keilsystems 8 zeigt F i g. 6, wobei in das
Keilsystem der Einziehkeil 9 integriert ist. Das
bu Keilsystem wird nach Aufstellen des Ausbaubogens in
die Hohlräume zwischen die Flanschen 5a, b des Außen- und Innenprofilsegmentes 1,2 und die Flauschen 4a des
Innenprofilsegmentes 2 mechanisch gedruckt bzw. geschlagen, bis es die für den Zieleinschubwiderstani!
hi notwendige 1>.fe bzw. Lage erreicht hat Durch das
Eintreiben des Keils 8, 9 werden die Reibungsflächen 26a—e geschaffen. Die abgeflachte Spitze des Keils 9
bzw. Keilteils 9 stößt gegen den Boden 6 des
AuOenprofilsegmentes 1. Beim Eintreiben des Keilsystems
8 wird dieses mit den vorgesehenen Einkerbungen 27 auf den Flansch 5b des Innenprofilsegmentes 2
gezwängt, wodurch die Lage des Keilsystems 8 zusätzlich gesichert ist.
Fine Führungslasche 11 zeigt F i g. 7. Derartige
Laschen können aus zwei Teilen und zwei Schrauben 19a oder aus einem Teil und einer Schraube 19 bestehen.
Beide Laschenformen sind angedeutet bzw. gezeichnet, wobei in beiden Fällen eine Lasche wiedergegeben ist.
die der Form des U-Profils des Ausbaus angepaßt ist.
Um sicherzustellen, daß die Führungslasche 11 immer am Ende des Außenprofilsegmentes 1 verbleibt, trägt
die Führungslasche 11 einen Kragen 18. Durch den Kragen 18 nimmt das einschiebende Außenprofilsegment
I die Führungslasche 11 mit, wodurch ein ungewolltes öffnen des Außenprofilsegmentes 1 verhindert
wird. Das gleiche gilt für die Verformungslasche 10, die über ein Anschlagelement 28 verfügt, durch das
sichergestellt ist, daß die Verfonnungslasche jeweils ihren Sitz Ober dem Ende des zusammengedrückten
Innenprofilsegmentes behält.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Streckenausbau für den Berg- und Tunnelbau aus nachgiebig miteinander zu Ausbaurahmen
verbundenen Profilstahlsegmeriten von gleichem,
U-förmigem Querschnitt, der von einem Boden, schwach konvergierenden Stegen und Flanschen
gebildet wird, wobei benachbarte Segmente des Rahmens in ihrem Überlappungsbereich, in dem das
Ende des äußeren Segmentes aufgeweitet und das Ende des Innensegmentes zusammengedrückt ist,
ungleichsinnig derart ineinandergeschoben sind, daß die Innenflächen der Flansche des äußeren Segmentes
in zwischen dem Boden und den Stegen des Innensegmentes vorgesehene Abstufungen eingreifen
und die Flansche des Innensegmentes sich zwischen den Innenflächen der Abstufungen des
äußeren Segmentes auf dessen Boden abstützen und wobei vor und hinter der Stirnseite des Innensegmentesrdndestens
ein das Aufweiten des Außensegmentes begrenzendes Klemmelement angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das vor der Stirnseite des Innensegmentes (2) angeordnete
Klemmelement als Verformungselement (IC) des äußeren Profilquerschnittes ausgebildet ist und mit
einem Keilsystem (8) zusammenwirkt, das sich zusammensetzt aus zwei jeweils zwischen die Stege
(5b) des Innen- und des Außensegmentes ohne Spiel eingreifenden Außenkeilen (20) und einem zwischen
die Flansche (4a,) des Innensegmentes (2) eingreifenden Innenkeil (9).
2. Ausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der «Ceile (9, 20) nach einem
gewünschten Einscht,bv:iderstand gewählt ist
3. Ausbau nach Anspru h 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keilsystem (8) jeweils entsprechend dem zu erreichenden Einschubwiderstand
farblich oder durch Markierungen gekennzeichnet ist.
4. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hinter der Stirnseite des
Innensegmentes (2) angebrachte Klemmelement als Führungslasche (11) ausgebildet und mit einem
Kragen (18) versehen ist, der die Stirnfläche des Außenprofilsegmentes (1) umfaßt
5. Ausbau nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformungslasche (tlO) an
sich bekannte Anschlagelememte (28) aufweist, die ein Mitnehmen über das Innenprofilsegment hinaus
verhindern.
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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