DE2620995B2 - Vorrichtung mit Elektrolytgewinnung zum kontinuierlichen, selektiven Hochgeschwindigkeitsgalvanisieren - Google Patents
Vorrichtung mit Elektrolytgewinnung zum kontinuierlichen, selektiven HochgeschwindigkeitsgalvanisierenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit Elektrolytrückgewinnung
zum kontinuierlichen selektiven Hochgeschwindigkeitsgalvanisier^n von in einer
Reihe an einer in einem Gehäuse montierten Elektrolytsprühdüse vorbeigeführten Gegeständen. Die Erfindung
betrifft insbesondere eine Vorrichtung, die es ermöglicht., nur die gewünschten Teile von zu galvanisierenden
Gegenständen mit hoher Geschwindigkeit kontinuierlich zu galvanisieren und zwar von Gegenstanden,
die eine komplizierte, spezielle Form haben, wie z. B. Stecker, Klemmen, Steckverbinder, Kabelschuhe,
Verbinder, Anschlußklemmen, Leitunijskupplungen,
Kupplungssteckvorrichtungen od. dgl. (diese Gegenstände werden nachstehend abgekürzt
als »Verbinder« bezeichnet) für die verschiedensten elektronischen Apparaturen und Einrichtungisn
od. dgl., welche teilweise bzw. einzeln oder intermittierend bzw. zeitweise unterbrochen miteinander verbunden
sind. Bei den in Frage stehenden Gegenständen kann es sich aber auch um unregelmäßige,
kontinuierliche streifen- bzw. bandartige Gegenstände handeln.
Die Verbinder, die üblicherweise bei elektronischen Apparaturen und Einrichtungen verwendet
werden, sind aus Kupfer oder dessen Legierungsmaterial hergestellt, und für Anwendungsfälle, in denen
ein hoher Grad an Zuverlässigkeit bzw. Betriebssicherheit erforderlich ist, müssen die Verbinder galvanisiert
werden, da sie solche Eigenschaften, wie Korrosionsbeständigkeit, Beständigkeit gegen Abnutzung
und leichte Lätbarkeit, zusätzlich zu einer guten Leitfähigkeit, besitzen müssen. Obwohl derartige Verbinder hauptsächlich mit Gold galvanisiert werden, können die Verbinder auch mit irgendwelchen anderen
Metallen, einschließlich Gold, Rhodium, Silber und verschiedenen Legierungen, galvanisiert werden.
Bisher wurden die nachstehend erläuterten Galvanisierverfahren zum Galvanisieren von Gegenständen, die komplizierte Formen haben, wie beispiels-
r>
40 weise Verbinder etc., vorgeschlagen. Jedoch hat sich
keines dieser konventionellen Verfahren als zufriedenstellend erwiesen.
Bei einem Verfahren, bei dem eine Galvanisiertrommel zum Galvanisieren der gesamten Oberfläche
der Gegenstände benutzt wird, ist es unmöglich, ein Galvanisieren der Gegenstände mit großer Stromdichte
und hoher Geschwindigkeit durchzul uhren, und es ist außerdem unmöglich, nur die gewünschten
Teile der Gegenstände oder die Gegenstände kontinuierlich zu galvanisieren. Beispielsweise ermöglicht
es dieses Verfahren nicht, ein wirtschaftliches, kostengünstiges Galvanisieren durchzuführen, mit dem nur
die erforderliche Seite, z. B. die Kontaktteile bzw. -bereiche der Verbinder, dagegen diejenigen Teile,
die keine Galvanisierung erfordern, nicht galvanisiert werden.
Bei einem anderen konventionellen Verfahren, bei dem ein Galvanisierungsgestell bzw. -aufhänger in
Verbindung mit einem Galvanisierungslösungsniveaussteuer-
bzw. -regelsystem benutzt wird, werden die zu galvanisierenden Gegenstände nicht vollständig
galvanisiert, sondern es werden nur diejenigen Teile bzw. Bereiche galvanisiert, die in ein galvanisches Bad
eingetaucht sind, so daß es auf diese V/eise möglich ist, das gewünschte selektive Galvanisieren der Gegenstände
wie auch ein kontinuierliches Galvanisieren der Gegenstände bis zu einem gewissen Grad zu erreichen.
Jedoch ist dieses Verfahren ebenfalls nachteilig, und zwar insbesondere insofern, als das Eintauchen
der Gegenstände in ein galvanisches Bad beträchtliche, mühsame Arbeit erfordert und es unmöglich ist,
das Galvanisieren mit der gewünschten hohen Geschwindigkeit durchzuführen.
Bei einem weiteren galvanischen Verfahren wird antikorrosives, elastisches Material dazu benutzt, diejenigen
Teile bzw. Bereiche der Gegenstände, die nicht galvanisiert werden müssen, .während des Galvanisiervorgangs
vollständig abzudecken bzw. mit einer Maske zu versehen. Obwohl es mit diesem Verfahren
möglich ist, die gewünschte hohe Geschwindigkeit mittels eines Lösungssprühsystems od. dgl. zu
erreichen, und obwohl mit diesem Verfahren nur die gewünschten Teile bzw. Bereiche der Gegenstände
selektiv galvanisiert werden können, ist es noch schwierig, kontinuierlich eine Galvanisierung auf die
Gegenstände aufzubringen. Darüber hinaus ist dieses Verfahren nicht zufi iedenstellend, da es andere wichtige
Nachteile hat, die insbesondere darin bestehen, daß es notwendig ist, alle Teile der Gegenstände zu
maskieren, ausgenommen die für das Galvanisieren ausgewählten Teile, und besonders das Maskieren von
kontinuierlichen Gegenständen, die eine komplizierte Form haben, erfordert beträchtliche Arbeit, und ihre
Verarbeitbarkeit ist sehr schlecht, was eine Erhöhung
der Gesamtkosten zur Folge hat. Andere Maskierungseinrichtungen, bei denen Bänder, Anstreichmittel
etc. angewendet werden, haben gleichartige bzw. ähnliche Nachteile.
Aus der US-PS 3 340162 ist bereits das kontinuierliche
Strahlgalvanisieren von aufgereihten Einzelteilen in einem Galvanisiergehäuse mit Elektrolytrückgewinnung
bekannt. In der DE-OS 2225 391 wird ein
Verfahren beschrieben, bei dem beim kontinuierlichen Galvanisieren der Elektrolyt auf den mit einer
Maske versehenen Gegenstand gesprüht wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der beschriebenen Art zur Verfügung zu stellen, durch die
es ermöglicht wird, in einfacher Weise und kontinuierlich die gewünschten Teile von Gegenständen mit
einer speziellen Form, beispielsweise von Verbindern, zu galvanisieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der genannten Art daduch gelöst, daß gegenüber
der Elektrolytsprühdüse eine maskierende Führungseinrichtung mit einem dem Gegenstand angepaßten
Führungstunnelquerschnitt angeordnet ist und der Tunnel eine mit der Düsenachse fluchtende
öffnurrg aufweist, welche der zu überziehenden Fläche
des Gegenstandes entspricht.
Eine bevorzugte AusFührungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung an der von der maskierenden
Öffnung abliegenden Tunnelseite einen Hohlraum aufweist, in dem die Anode angeordnet
ist.
Die teilweise zu galvanisierenden Gegenstände werden kontinuierlich in das Gehäuse eingeführt und
die Galvanisierung der Gegenstände erfolgt kontinuierlich mit hoher Geschwindigkeit und großer Stromdichte,
indem eine galvanische Lösung von einer Düse, die die Anode darstellt, aufgesprüht wird, während
die zu galvanisierenden Gegenstände durch das Gehäuse hindurchgeführt werden.
Die maskierende Führungseinrichtung, die in dem Gehäuse vorgesehen ist, weist einen Führungstunnel
auf, der eine Form hat, die der Querschnittsform der zu galvanisierenden Gegenstände entspricht und der
einen geeigneten Spalt zwischen der äußeren Oberfläche
der Gegenstände und der Innenwand des Tunnels während des Vorschiebens der Gegenstände läßt. Ein
Elektrolyt wird von einer Sprühdüse, die die Anode ist, gegen eine Öffnung dergewünschten Abmessung
gesprüht, wobei sich diese Öffnung so öffnet, daß sie mit dem Führungstunnel in Verbindung steht, während
die Gegenstände durch den Führungstunnel vorgeschoben werden, so daß auf diese Weise nur die
gewünschten Teile der Gegenstände galvanisiert werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger in den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung im Prinzip dargestellter,
besonders bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutest. Es zeigt
Fig. 1 eine allgemeine perspektivische Ansicht einer
Vorrichtung zum kontinuierlichen Galvanisieren mit hoher Geschwindigkeit, wobei mit strichpunktierten
Linien die Art und Weise angedeutet ist, in der die Gegenstände vorgeschoben werden,
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie U-II der
Fig. 1, die in Einzelheiten die maskierende Führungseinrichtung in dem Gehäuse veranschaulicht,
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform der Einrichtung nach Fig. 2, bei der die maskierende
Führungseinrichtung so abgewandelt ist, daß zwangsweise ein Galvanisieren von beiden Seiten der zu galvanisierenden
Gegenstände sichergestellt wird,
Fig. 4 eine teilweise vergrößerte Ansicht der Fig. 2, die die Art und Weise veranschaulicht, in der
die Gegenstände galvanisiert werden,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht von Verbindern in kontinuierlicher Form, die als Beispiel von
Gegenständen, die galvanisiert werden sollen, dargestellt sind. ,
Für die nachstehende Erläuterung der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung sind
für identische und entsprechende Teile in verschiede-
nen Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet worden.
Es sei zunächst eine Ausführungform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert. Diese mit hoher
Geschwindigkeit kontinuierlich galvanisierende Vorrichtung enthält eine maskierende Führungseinrichtung
1, eine Anode, eine Elektrolytsprühdüse 2 und eine Elektrolytrückgewinnungseinrichtung 3.
Die maskierende Führungseinrichtung 1 umfaßt einen Führungstunnel 4 und eine Elektrolytsprühöffnung
5. Der Führungstunnel ist in einer solchen Form ausgebildet, welche der Querschnittsform der zu galvanisierenden
Gegenstände, wie z. B. der Verbinder in kontinuierlicher Form, wie sie in Fig. 5 gezeigt sind,
entspricht; und wenn die Verbinder 6 durch den Führungstunnel 4 vorgeschoben werden, bleibt ein kleiner
Spalt zwischen der äußeren Oberfläche der Verbinder und der Innenwand des Führungstunnels 4. Der Führungstunnel
4 ist so ausgebildet, daP t;r sich durch die
maskierende Führungseinrichtung 1 in tieren Längsrichtung
hindurcherstreckt, und die kontinuierlichen Verbinder 6 werden durch den Führungstunnel in der
Richtung des Pfeils A vorgeschoben bzw. hindurchbewegt. Die Elektrolytsprühöffnung 5 ist so ausgebildet,
daß sie mit dem Führungswanne! in einer Richtung in Verbindung steht, welche den letzteren schneidet,
und deren Öffnung ist so gewählt, daß sie der Fläche des gewünschten Teils des Gegenstandes, der galvanisiert
werden soll, entspricht. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist es nur erforderlich, eine Seite des ausgewählten
Teils der Verbinder 6 zu galvanisieren, welche die Breite / hat und bogenförmig ausgebildet ist. Infolgedessen
besitzt die Elektrolytsprühöffnung 5 in den Fig. 1, 2 und 4 eine vertikale Abmessung, die der
Breite / der ausgewählten Teile entspricht, und ein Teil des Führungstunnels 4 ist bogenförmig ausgebildet,
so daß er der Bogenform der ausgewählten Teile entspricht. Natürlich müssen die Verbinder 6, die auf
diese Weise galvanisiert worden sind, abgeschnitten werd?n, wenn sie in Gebrauch genommen werden.
Die maskierende Führungseinrichtung 1 ist aus einem Material hergestellt, das solche Eigenschaften
wie Korrosionsbeständigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung, elektrische Isolationsfähigkeit und
einen niedrigen Reibungskoeffizienten hat. Ein solches Material ist z. B. Polytetrafluoräthylen. Obwohl
die gesamte maskierende Führungseinrichtung 1 durch einstückiges Gießen bzw. Spritzen hergestellt
werden kann, kann sie vorteilhafterweise aus zwei Teilen ausgebildet sein, wie in der Zeichnung dargestellt
ist, so daß auf diese Weise die Bearbeitung bzw. die Funktion des Führungstunnels 4 und der daran
befindlichen Elek'rolytsprühöffnung 5 erleichtert wird. In diesem letzteren Fall kann mittels eines
Druckzylinders 7 das eine Teil Ib der mehrteiligen Führungseinrichtung 1 gegen deren anderes Teil la
gedrückt werden,«J daß die einander berührenden Bereiche der beiden Teile fest gegeneinander gedrückt
werden. Darüber hinaus können, wenn zu galvanisierende
Gegenstände in den Führungstunnel eingeführt werden, die miteinander in Berührung stehenden
Bereiche der beiden Teile getrennt werden, so daß sich ein schm&fsr Spelt zwischen denselben ergibt
und die Einführung der Gegenstände so erleichtert wird. Anstelle des Druckzylinders 7 kann eine Feder
verwendet werden. Gewünschtenfalls können anstelle der geteilten Teile la und Ib die geteilten
Teile Ba und 8b verwendet werden, die in Fig. 3 gezeigt
sind. Auf dem Bereich des einen Teils 86 der mehrteiligen Führungseinrichtung 8, welcher der
Seite des Führungstunnels 10 entspricht, die der Seite gegenüberliegt, auf bzw. an der die Elektrolytsprühöffnung
9 ausgebildet ist, ist ein hohler Teil bzw. Bereich 11 vorgesehen, der mit dem Elektrolyt gefüllt
sein kann und in dem eine Anode 12 vorgesehen ist. Mit 13 ist ein Elektrolytrückgewinnungskanal bezeichnet.
Mit der maskierenden Führungseinrichtung 8, die in Fig. 3 gezeigt ist, ist es möglich, beide
Seiten des zu galvanisierenden Gegenstandes, wie später näher erläutert wird, zu galvanisieren. Der
Führungstunnel 10 der Fig. 3 hat eine Form, die sich von derjenigen des vorher erläuterten Führungstunnels
4 unterscheidet. Das bedeutet, daß Führungstunnel, die unterschiedliche Formen haben, wahlweise
angewendet werden können, damit sie jeweils Her
Querschnittsform der zu galvanisierenden Gegenstände angepaßt sind. Infolgedessen ist das eine Teil
la oder 8a der »geteilten« Führungseinrichtung 1 bzw. 8 mittels Schrauben oder anderer geeigneter
Vorrichtungen an der Befestigungsfläche des Gehäuses 15 abnehmbar befestigt und das andere Teil \b
oder 8b der »geteilten« Führungseinrichtung 1 bzw. 8 ist lösbar an einer Platte 14 angebracht, die mit dem
Druckzylinder 7 verbunden ist.
Die Elektrolytsprühdüse 2, die die Anode ist, ist in dem Gehäuse 15 in einer Position angeordnet, in
der sie sich gegenüber der Elektrolytsprühöffnung 5 oder 9 der maskierenden Führungseinrichtung 1 oder
8 befindet. In der Zeichnung ist das vordere Endteil der Düse 2 ein Metallteil, das die Anode bildet.
Die Elektrolytrückgewinnungseinrichtung 3 umfaßt eine Leitung 17, die so angeordnet bzw. eingesetzt
ist, daß sie mit der öffnung (nicht dargestellt) im Boden des Gehäuses 15 in Verbindung steht. Weiter umfaßt
die Elektrolytrückgewinnungseinrichtung 3 einen Auffangbehälter vom Durchgangstyp, der vorzugsweise
trogartig ist und der an das Gehäuse 15 angebaut bzw. mit diesem vereinigt ist, sowie eine Leitung 19,
die so angeordnet bzw. eingefügt ist, daß sie mit der Bodenöffnung (nicht dargestellt) des Behälters 18 in
Verbindung steht, und weitere Bauteile, einschließlich eines Elektrolyttanks, einer Pumpe etc., die nicht dargestellt
sind. Der Elektrolyt, der durch die Leitungen 17 und 19 zurückgewonnen worden ist, wird erneut
umgewälzt und durch eine Leitung 20 zurück bzw. erneut in die Elektrolytsprühdüse 2 eingespeist.
Nachstehend wird nunmehr die Betriebsweise der Vorrichtung, die in der oben beschriebenen Art und
Weise aufgebaut ist, erläutert.
Nachdem der Spalt oder die öffnung des Führungstunnels 4 durch die Betätigung des Druckzylinders 7
leicht verbreitert worden ist, wird ein Paar von Rollen 24, von denen je eine an der Eingangs- und der Ausgangsseite
des Gehäuses vorgesehen ist und das auch als Kathode dient, rotiert, so daß die Verbinder 6 oder
andere zu galvanisierende Gegenstände in den Führungstunnel 4 eingeführt werden. Mit dem Vorschieben
der Verbinder 6 durch den Fühmngstunnel 4 wird begonnen, nachdem die beiden Teile la und Ib der
mehrteiligen maskierenden Führungseinrichtung 1 mittels des Druckzylinders 7 fest gegeneinander gedrückt
worden sind. Infolgedessen werden die Verbinder 6 durch den Führungstunnel 4 in der Richtung
des Pfeils A bewegt, und während die Verbinder 6 vorgeschoben werden, wird der Elektrolyt, der eine
für das gewünschte Hochgeschwindigkeitsgalvanisieren
geeignete Zusammensetzung hat, von der Anode und der Elektrolytsprühdüse 2 gegen die Elektrolytsprühöffnung
5 gesprüht. Als Ergebnis dieses Vorgangs werden diejenigen Teile der Verbinder 6, die
auf der Sprühdüsenseite angeordnet sind (die vorderen Teile), aufeinanderfolgend an der Elektrolytsprühöffnung
5 dem Elektrolyt ausgesetzt und galvanisiert und ein großer Teil des überschüssigen
Elektrolyts wird durch die Leitung 17 aus dem Gehäuse 15 zurückgewonnen, während der überschüssige
Elektrolyt, der in den Führungstunnel 4 eingeführt worden ist, durch den kleinen Zwischenraum
zwischen der inneren Oberfläche des Führungstunnels 4 und der äußeren Oberfläche der zu galvanisierenden
Gegenstände und durch die unteren Enden des Führungstunnels 4 in den trogartigen Auffangbehälter
18 fließt. Dieser Elektrolyt wird durch die Leitung 19 zurückgewonnen. Auf diese Weise werden,
während die zu galvanisierenden Gegenstände durch den Führungstunnel 4 der maskierenden Führungseinrichtung
1 vorgeschoben werden, nur die gewünschten Teile der Gegenstände kontinuierlich mit
hoher Geschwindigkeit galvanisiert.
Die in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigte Vorrichtung ist hauptsächlich so ausgebildet, eine Seite (die Vordersei'e)
der zu galvanisierenden Gegenstände zu galvanisieren, obwohl die Rückseite der Gegenstände
auch galvanisiert wird, und infolgedessen kann in denjenigen Fällen, in denen es erwünscht ist, positiv bzw.
zwangsweise beide Seiten der Gegenstände zu galvanisieren, vorteilhafterweise die in Fig. 3 gezeigte
Vorrichtung angewendet werden. Während das Galvanisierverfahren, mit dem diese Vorrichtung arbeitet,
das gleiche Galvanisierverfahren ist, wie es vorstehend beschrieben wurde, und zwar bis zum Sprühen
des Elektrolyts von der Anode und der Elektrolytsprühdüse 2, wird gemäß Fig. 3 der Elektrolyt durch
einen Spalt 25 zwischen den Gegenständen (siehe Fig. 5) in den hohlen Teil 11 auf der Rückseite der
Gegenstände eingeführt, und der Elektrolyt füllt diesen hohlen Teil 11. Die Rückseiten der Gegenstände
werden in ähnlicher bzw. gleichartiger Weise wie die Vorderseiten der Gegenstände durch die Wirkung der
Anode 12 in dem hohlen Teil 11 aufeinanderfolgend galvanisiert. Der überschüssige Elektrolyt wird durch
den Rückgewinnungskanal 13 in den trogartigen Auffangbehälter 18 geleitet, und dann wird dieser Elektrolyt
durch die Leitung 19 zurückgewonnen. Natürlich wird ein großer Teil des überschüssigen
Elektrolyts duch das Gehäuse 15 und die Leitung 17 zurückgewonnen.
Wie es Fig. 4 veranschaulicht, wird das vordere Endteil 16 der Düse als Anode benutzt, und die zu
galvanisierenden Gegenstände, z. B. Verbinder 6, sind mit einer Gleichstromquelle 21 verbunden, und
zwar über die Kathoden- und Führungsrollen 24, die über einen Leitungsdraht 22 mit der Gleichstromquelle
21 verbunden sind, so daß die zu galvanisierenden Gegenstände die Kathode bilden.
Durch Anwendung einer Vorrichtung, die gemäß den Fig. 1, 2 und 4 aufgebaut war, wurde eine GoIdgaivanisierung
auf die gewünschten Teile der Breite / von kontinuierlichen Verbindern der in Fig. 5 gezeigten
Form mit einer Stromdichte von 15 A/dm2 aufgebracht, und die erhaltene Schichtdicke der Verbinder
wurde mittels einer zerstörungsfrei messenden Dikkenmeßeinrichtung
gemessen, wobei man die folgen-
den, tatsächlichen Meßwerte erhielt, die ausgezeich- Die Galvanisierzeit betrug 11 Sek. und die Vornet waren: Schubgeschwindigkeit der Verbinder war 0,05 m/sec.
Mittlere Schichtdicke, μπι Die Länge der Elektrolytsprühöffnung war 0,55 m.
Claims (2)
1. Vorrichtung mit Elektrolytrückgewinnunj»
zum kontinuierlichen selektiven Hochgeschwin- > digkeitsgalvanisieren von in einer Reihe an einer
in einem Gehäuse montierten Elektrolytspnihdüse
vorbeigeführten Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber der Elektrolytsprühdüse
(2,16) eine maskierende Führungs- !"
einrichtung (1,8) mit enem dem Gegenstand nngepaßten
Führungstunnelquerschnitt angeordnet ist und derTunnel (4,10) eine mit der Düsenachse
fluchtende Öffnung (5, 9) aufweist, welche der zu überziehenden Fläche des Gegenstandes (6) ent- ι >
spricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung an der
von der markierenden Öffnung (9) abliegenden Tunnelseite einen Hohlraum (11) aufweist, in dsm *>
die Anode (12) angeordnet ist.
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