DE2615963A1 - Einkomponenten-mischungen zur herstellung von dichtungs-, versiegelungs- oder formmassen auf der basis von fluessigen polymeren oder mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren verbindungen mit endstaendigen mercaptogruppen - Google Patents
Einkomponenten-mischungen zur herstellung von dichtungs-, versiegelungs- oder formmassen auf der basis von fluessigen polymeren oder mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren verbindungen mit endstaendigen mercaptogruppenInfo
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Description
Pat-617-R
Patentanmeldung
Einkomponenten-Mischungen zur Herstellung von Dichtungs-Versiegelungs-
oder Formmassen auf der Basis von flüssigen Polymeren oder Mischungen von monomeren, oligomeren und
polymeren Verbindungen mit endständigen Mercaptogruppen
Oligomere und Polymere mit Mercaptoendgruppen, die sich mit
Oxidationsmitteln wie PbO0, MnO , Chromat, Cumolhydroperoxid
u.a. zu gummiartigen elastischen Materialien oxidieren lassen, werden häufig zur Herstellung von Dichtungs- und Versiegelungsoder Formmassen verwendet.
Derartige Materialien kommen zumeist als Zweikomponentensysteme
zur Anwendung; d.h. die Verbindung mit endständigen Mercaptogruppen einerseits und das Oxidationsmittel andererseits
werden getrennt verpackt und gelagert und kurz vor der Verarbeitung miteinander vermischt. Aus Gründen der vereinfachten
und sichereren Applikation wünschen immer mehr Verarbeiter einkomponentige Massen einzusetzen, d.h. lagerstabile
Mischungen, die das Polymer und das Oxidationsmittel gleichzeitig enthalten und die bei der Verarbeitung bei
Kontakt mit der Luftfeuchtigkeit bei Raumtemperatur polymerisieren.
Zur Zeit sind drei Gruppen technisch verwertbarer Einkomponentensysteme
bekannt, die Härtung mit Calciumperoxid,
-2-
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mit Zinkoxid bzw. -peroxid und mit Natriurachromat.
Beim Calciumperoxidsystem, das in US-PS 3-3^9.047 beschrieben
wird, bildet sich bei Kontakt mit der Luftfeuchtigkeit rasch eine Haut. Die weitere Aushärtung erfolgt jedoch
sehr langsam, so daß entsprechende Mischungen für Einsatzzweckß, bei.denen eine baldige Beanspruchung der Dichtung
gefordert wird, nicht' verwendbar 'sind. Das gleiche
gilt für Härtungssysteme mit Zinkoxid bzw. Zinkperoxid, wie sie in US-PS 3-275.579, US-PS 3-^02.155 und US-PS
3.^99· 86^t beschrieben sind - eine Aktivierung des Oxidationsmittels
erfolgt durch Amin, das aus einem aminbeladenen Molekularsieb durch Wasser verdrängt wird. Da
viele Moleküle Wasser benötigt werden, um ein Molekül Amin aus Molekularsieb zu verdrängen, sind diese Mischungen
auf viel Feuchtigkeitszufuhr von außen angewiesen.
Dieser Nachteil wird von den Verfahren gemäß DT-OS I.8OO.982
und DT-OS 2.O62.259 beseitigt, indem dort durch chemische
Reaktion der Aktivator für die ZnO -Härtung gebildet wird, wodurch eine Kettenreaktion möglich ist. Allerdings erfolgt
diese Aktivierung durch Carbonsäure (Essigsäure) und es besteht gerade bei den beschriebenen Polymeren die Möglichkeit,
daß durch die Säure während der Alterung und in der Hitze das Polymer abgebaut wird. Außerdem lassen
sich die als Füllstoffe wichtigen und billigen Kreiden nicht verwenden, da CO gebildet wird.
Auch in der DT-OS 2.107-· 971 ist ein Einkomponentensystem
mit Zinkperoxid als Härter beschrieben, das nach Kontakt mit Feuchtigkeit in einer Kettenreaktion selbständig
weiterhärten kann. Das Verfahren hat allerdings den Nachteil, daß die Massen verhältnismäßig lange klebrig sind
und daß sich mit dem Verfahren keine dauerstandfesten Mischungen herstellen lassen.
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Ein recht einfach herzustellendes, relativ schnell hautbildendes und durchhärtendes Einkomponentensystem erhält
man mit der Natrium-Chromat-Härtung (DT-OS 2.363.856).
Nachteilig sind hier die toxischen Eigenschaften des Chromats, besonders, da während der Aushärtungsperiode
der Masse Spuren von Natriumchromat durch Regen aus der Oberfläche der Masse ausgewaschen werden können.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, nicht toxische, lagerstabile, thixotrope Mischungen herzustellen,
die das Polymer und das Oxidationsmittel gleichzeitig enthalten und die bei Kontakt mit Feuchtigkeit
schnell eine klebfreie Haut bilden und relativ, schnell zu einer gummielastischen Masse aushärten.
Die Erfindung betrifft daher Einkomponenten-Mischungen
zur Herstellung von Dichtungs- und Versiegelungs- oder Formmassen, die im trockenen Zustand lagerstabil sind
und die unter Einwirkung von Feuchtigkeit in Gegenwart von Oxidationsmitteln härten, auf der Basis von flüssigen
Polymeren oder Mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren Verbindungen mit endständigen Mercaptogruppen,
dadurch gekennzeichnet, daß sie wasserfreies Kaliumpermanganat als latenten Härter und die mercaptoends
tändig en Verbindungen in wasserfreiem Zustand enthalten.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man lagerstabile Mischungen aus mercaptoendständigen Polymeren
und Kaliumpermanganat herstellen kann, wenn man sowohl
-k-
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dem Polymer als auch dem Permanganat vor dem Vermischen sämtliches Wasser entzieht. Bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit
bilden diese Mischungen eine klebfreie Haut innerhalb 60 - 120 min und die Durchhärtung erfolgt innerhalb
weniger Tage.
Die Härtung von mercaptoendständigen Polymeren mit Kaliumpermanganat ist bereits seit vielen Jahren bekannt,
wurde aber bisher nur in Zweikomponentensystemen angewandt .
Normalerweise enthalten flüssige Polysulfidpolymere
0,1 - 0,2 % und Kaliumpermanganat etwa 0,3 % Wasser. Bereits diese geringe Feuchtigkeitsmenge ist ausreichend
für die sofortige Oxidation der Mercaptoendgruppen beim Vermischen der beiden Komponenten. Erst nach vollständiger
Trocknung der beiden Stoffe läßt sich eine lagerstabile Mischung herstellen. Kontakt mit der Luftfeuchtigkeit
bedingt eine Wasseraufnahme an der Oberfläche der
Mischung, gefolgt von der oxidativen Vernetzung der SH-Endgruppen,so daß sich sehr schnell eine klebfreie
Haut bildet. Dabei wird das siebunwertige Mangan
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des Permanganats zum vierwertigen reduziert und die ursprünglich
violette Farbe der Mischung verschwindet. Ein Teil des vierwertigen Mangans wird weiter reduziert
zum zweiwertigen. Dadurch werden zumindest teilweise pro
Permanganation zweieinhalb Moleküle Wasser gebildet, das wiederum weiteres Permanganat aktivieren kann. Dadurch
entsteht eine Kettenreaktion, so daß die Mischung, wenn sie einmal mit Feuchtigkeit in Kontakt gekommen ist, selbständig
weiterhärtet.
Von besonderem Vorteil sind dabei sowohl die schnelle Klebfreizeit
von etwa einer Stunde als auch die selbständige V/eiterhärtung der Mischungen. Außerdem erreichen Einkomponentenmassen
gemäß der vorliegenden Erfindung die von mangangehärteten Zweikomponentenmassen bekannten guten Eigenschaften
bezüglich UV-Beständigkeit und hohem Rucksteilvermögen bei
verhältnismäßig niedrigen Zugspannungswerten. Als Kaliumpermanganat kann entweder die reine Verbindung
oder ein handelsübliches Produkt mit geringerem Reinheitsgrad verwendet werden. Es muß jedoch fein pulverisiert sein
und vor Gebrauch getrocknet werden, sei es, daß es über 100 C erwärmt oder mit geringen Mengen eines Trockenmittels, wie z.B.
Molekularsiebpulver vermischt wird. Die Menge des zur Härtung
benötigten Kaliumpermanganats richtet sich nach dem SH — Äquivalent
des zu oxidierenden Polymers. Es muß in jedem Fall gewährleistet sein, daß sämtliche Thiolgruppen oxidiert werden
können. Zweckmäßigerweise verwendet man daher die stöchiometrisch notwendige Menge plus einen etwa 10%igen Überschuß, so
daß im allgemeinen 2 - 15 % KMnO4, bezogen auf das flüssige,
mercaptoendständige Polymer ausreichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf alle Polymere oder Mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren Verbindungen
mit endständigen Mercaptogruppen anwendbar, wie z.B. auf PoIysulfidpolymere,
polymere Thioäther und dgl.. Als Beispiel für eine monomere Verbindung mit nur einer SH-Gruppe sei
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2-Mercaptoäthanol erwähnt, das man als sog. Kettenstopper
oft den Polymeren zusetzt, um eine größere Flexibilität des gehärteten Endprodukts zu erzielen.
Die Aushärtungsgeschwindigkeit kann sowohl durch Zugabe von Aminen, wie z.B. Dimethylanilin, Trioctylamin, Hexamethylentetramin
oder Triäthylamin, als auch durch Zusätze von geringen
Mengen in der Kautschukindustrie üblicher Vulkanisationsbeschleuniger, wie z.B. Tetramethylthiurämd'isulfid oder Zn-N-dimethyldithiocarbamat
erhöht werden.
Zu der Mischung aus mercaptoendständigem Polymer, Kaliumpermanganat
und gegebenenfalls Beschleuniger können noch wahlweise Weichmacher, wie Phthalate oder chlorierte Kohlenwasserstoffe
sowie Pigmente, Füllstoffe, Thixotropier- und Trockenmittel, wie z.B. Titandioxid, Calciumcarbonat, Ton, Ruß, Calciumoxid,
Molekularsiebpulver u. a. mit hinzugegeben werden.
Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert:
Das in den Beispielen 1 bis 3 verwendete Polymer ist ein PoIysulfid
der durchschnittlichen Struktur
HS(C2H4-O-CH2-OC2H4-SS)23-C2H4-O-CH2-O-C2H4 SH
mit etwa 0,5% Quervernetzung.
Es hat ein mittleres Molekulargewicht von 4000 und eine Viskosität
bei 27 C von 358 - 45& .
Alle Mengenangaben beziehen sich auf Gewichtsteile oder Gewichtsprozente
.
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In einer Kugelmühle wurde eine Härtermischung aus
50 Kaliumperraanganat, techn.
40 Chlorparaffin
-10 Molekularsiebpulver
angepastet.
angepastet.
100 g dieser Härterpaste wurden mit 1000 g Polysulfidpolymer unter Vakuum vermischt. Die Mischung wurde geteilt.
Ein Teil wurde in einer Aluminiumtube verschlossen gelagert. Mit dem zweiten Teil wurde eine 15 χ 15 χ 50 mm Fuge zwischen
Betonprismen gemäß DIN 18 540, Blatt 2 gefüllt und offen bei Normklima ( 23°C und 50% r.F. ) gelagert.
Die offen gelagerte Mischung hatte nach einer Stunde eine dünne Haut und war nach 6 Tagen durchgehärtet.
Die verschlossen gelagerte Mischung war nach 10 Tagen noch flüssig.
100 g der in Beispiel 1 beschriebenen Härterpaste wurden mit 1000 g Polysulfidpolymer und 10 g Dimethylanilin unter Vakuum
vermischt.
Die Mischung wurde geteilt. Ein Teil wurde in einer Aluminiumtube verschlossen gelagert.
Mit dem zweiten Teil wurde eine 15 χ 15 χ 50 mm Fuge zwischen
Betonprismen gefüllt und offen bei Normklima (.230C und 50%
r.F. ) gelagert.
Die offen gelagerte Mischung hatte nach 45 Min. eine dünne Haut und war nach 5 Tagen durchgehärtet.
Die verschlossen gelagerte Mischung war nach 10 Tagen noch flüssig.
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Beispiel 3
a. Eine Grundmischung aus
Polysulfid-Polymer Benzylbutylphthalat Calcinierter Ton
Titandioxid
Molekularsiebpulver Dimethylanilin
1000
400
200
400 " 10
wurde mit 100 g einer Paste aus
Kaliumpermanganat Chlorparaffin Molekularsiebpulver
50 40 10
unter Vakuum vermischt.
Die Mischung wurde geteilt.
Die Mischung wurde geteilt.
Ein Teil wurde in einer Tube verschlossen bei 23°C gelagert, mit dem zweiten Teil wurden Probekörper hergestellt, indem
die Mischung in 15 χ 15 χ 50 mm Fugen zwischen je zwei Betonprismen ( 15 χ 25 χ 80 mm ) gebracht wurde. Diese Probekörper
wurden offen bei Normklima ( 23°C und 50% r.F. ) gelagert. Die so offen gelagerte Mischung hatte nach 90 min eine dünne
Haut und war nach 5 Tagen durchgehärtet. Die verschlossen gelagerte Mischung war nach 10 Tagen noch verspritzbar.
b. Die unter Beispiel 3 a beschriebene Grundmischung wurde mit 50 g einer Paste aus
Chlorparaffin Molekularsiebpulver
40
10
10
vermischt und die Mischung offen bei Raumtemperatur gelagert.
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Nach einer Lagerung von 10 Tagen war an der Mischung weder
eine Hautbildung noch Anzeichen einer Härtung zu beobachten; deh., daß ohne Oxidationsmittel keine Vernetzung des Polymers
erfolgt.
ce Die unter Beispiel 3 a beschriebenen Probekörper wurden
14 Tage lang bei Normk:
anschließend getestet:
anschließend getestet:
14 Tage lang bei Normklima ( 23°C und 50% r.F. ) gelagert und
ο Zugspannungskraft bei 100% Dehnung: 10 N/cm
Rückstellung nach 5 Stunden
Dehnung um 100 % : 93 %
Das in diesem Beispiel verwendete Produkt ist ein oligomeres
Polysulfid der durchschnittlichen Struktur
HS. (C2H4.0.CH2.0.C2H4.SS)8 . C3H4.0.CH3.0.C2H4.SH
mit etwa 2 % Quervernetzung. Es hat ein durchschnittliches Molekulargewicht von 1000 und eine Viskosität bei 27°C von
0,7 — 1,2 Pas.300 g dieses Oligomers wurden unter Vakuum mit einer
Paste aus
Kaliumpermanganat 50
Chlorparaffin 40
Molekularsiebpulver 10 Aerosil 2OO = (amorphe Kie- 5
seisäure)
unter Vakuum vermischt. Die Mischung wurde geteilt.
unter Vakuum vermischt. Die Mischung wurde geteilt.
Ein Teil wurde bei Normklima ( 23°C und 50 % r.F. ) offen gelagert,
der zweite Teil in einer Tube verschlossen gelagert. Die offen gelagerte Mischung bildete innerhalb einer Stunde
eine dünne Haut und war nach 6 Tagen 15 mm durchgehärtet. Die verschlossen gelagerte Probe war nach dieser Zeit noch flüssig.
109841/0508 - 10 -
Beispiel 5
Das in diesem Beispiel verwendete Polymer ist ein Polymer captan der durchschnittlichen Struktur
0(C3H60)20-25CH2-f-CH2SH
OH
wobei R einen aliphatischen Rest bedeutet. Das Polymer hat ein durchschnittliches Molekulargewicht von 6000 und eine
Viskosität bei 25°C von 6§ Pas.
1000 g dieses Polymers wurden mit einer Paste aus
Kaliumpermanganat 50 Chlorparaffin 40
Llolekularsiebpulver 10
unter Vakuum vermischt.
Die Mischung wurde geteilt. Ein Teil wurde bei Normklima ( 23°C und 50 % F. ) offen gelagert, der zweite Teil in einer
Tube verschlossen gelagert.
Auf der offen gelagerten Mischung bildete sich innerhalb von
45 Min. eine dünne Haut und nach 4 Tagen war die Masse in einer Tiefe von 15 mm durchgehärtet.
Die verschlossen gelagerte Probe war nach dieser Zeit noch flüssig. ^S
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Claims (3)
1. Einkomponent en-Mi s chung en zur Herstellung von Dichtungsund Versiegelungs- oder Formmassen, die im trockenen Zustand
lagerstabil sind und die unter Einwirkung von Feuchtigkeit in Gegenwart von Oxidationsmitteln härten, auf der Basis
von flüssigen Polymeren oder Mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren Verbindungen-mit endständigen
Mercaptogruppen, dadurch gekennzeichnet, daß sie wasserfreies Kaliumpermanganat als latenten
Härter und die mercaptoendständigen Verbindungen in wasserfreiem Zustand enthalten.
2. Einkomponenten-Mischungen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie wahlweise Weichmacher, Pigmente, Füllstoffe, Thixotropier- und Trockenmittel enthalten.
3. Verfahren zur Herstellung von einkomponentigen Mischungen
gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch geken nz -e lehnet, daß man sowohl den mercaptoendständigen
Verbindungen als auch dem Kaliumpermanganat vor dem Vermischen sämtliches Wasser durch Erhitzen oder Zugabe eines
Trockenmittels entzieht, gegebenenfalls in Gegenwart der Füllstoffe und ähnlichen Zusatzstoffen.
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Priority Applications (4)
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| DE19762615963 DE2615963C3 (de) | 1976-04-12 | 1976-04-12 | Einkomponenten-Mischungen zur Herstellung von Dichtungs-, Versiegelungs- oder Formmassen auf der Basis von flüssigen Polymeren oder Mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren Verbindungen mit endständigen Mercaptogruppen |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |