DE2615390A1 - Verfahren zur polymerisation von olefinen - Google Patents
Verfahren zur polymerisation von olefinenInfo
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Description
Verfahren zur Polymerisation von Olefinen
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Polymerisation
von a-Olefinen. Ebenfalls betrifft die Erfindung kata-Iytische
Systeme, welche feste Xomplexe enthalten und zur Polymerisation von a-01efinen verwendet werden können, ein Verfahren
zur Herstellung solcher festen Komplexe sowie die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymerisate.
Es ist bereits bekannt, zur Niederdruckpolymerisation von Olefinen
katalytisch^ Systeme zu verwenden, welche eine Übergangsmetallverbindung
und eine metallorganische Verbindung enthalten.
Weiterhin sind aus der belgischen Patentschrift 791 676 der Anmelderin
katalytische Systeme bekannt, deren einer Bestandteil
durch Reaktion von:
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(1) einer organischen, sauerstoffhaltigen Verbindung (M) eines
Metalles, z. B. eines Magnesiumphenates oder -alkoholates,
(2) einer organischen, sauerstoffhaltigen Verbindung (T) eines Übergangsmetalles und
(3) einem Aluminiumhalogenid (A)
untereinander erhalten wurden.
untereinander erhalten wurden.
Solche katalytischen Systeme sind durch die äußerst großen Vorteile, welche sie aufweisen, besonders geeignet. Ihre
Aktivität und ihre Produktivität liegen sehr hoch. Ihre Herstellung ist äußerst einfach und führt zu keinem verunreinigenden
Nebenprodukt. Schließlich und vor allem ist die Morphologie des erhaltenen Polymerisates sehr gut, so daß man kontinuierlich
in Suspension bei einem relativ sehr hohen Gehalt an Polymerisat polymerisieren kann,, wodurch eine relativ geringe
Menge an vor der Rückführung zu behandelndem Verdünnungsmittel gegeben ist. Es wäre daher äußerst vorteilhaft, solche katalytischen
Systeme zur Herstellung von allen Arten von Polymerisaten verwenden zu können. Dennoch sind solche Systeme zur Herstellung
von Polyolefinen, die eine breite Molekulargewichtsverteilung aufweisen, schwierig einsetzbar. (Tatsächlich ist es
hierzu unerläßlich, entweder katalytisch^ Systeme zu verwenden, deren Atomverhältnis "Übergangsmetall/Metall der Verbindung (1)
gering ist, oder die Polymerisation mit einer relativ großen Konzentration an Wasserstoff durchzuführen. Die erste Methode
bringt große Schwierigkeiten bei der Herstellung des katalytischen Systems und den Verlust der zuvor genantten Vorteile mit
sich. Die zweite Methode bringt eine wandlungsfähige Erhöhung des Schmelzindexes des Polymerisates und einen wesentlichen Abfall
der Produktivität des katalytischen Systems mit sich» Dennoch wird ein großer Teil der bei Niederdruck polymerieierten
Polyolefine nach Arbeitsweisen wie dem Strangpressen und dem Blasspritzen eingesetzt, wobei es hierfür unerläßlich ist, daß
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die Molekulargewichtsverteilung breit ist.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens zur Polymerisation von Polyolefinen, welches die oben angegebenen
Nachteile nicht aufweist.
überraschenderweise wurde nun gefunden, daß die Verwendung einer neuen Art von festen, katalytischen Komplexen zur Polymerisation
von a-Olefinen, welche zur Familie der in der oben genannten, belgischen Patentschrift gehört, die Herstellung
von Polyolefinen mit sehr breiter Molekulargewichtsverteilung ermöglicht, ohne daß die wesentlichen Vorteile der katalytischen
Komplexe dieser Familie verloren gehen.
Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Polymerisation von a-Olefinen, wobei man in Anwesenheit eines katalytischen
Systems arbeitet, das eine metallorganische Verbindung eines Metalls der Gruppen Ia, Ha, Hb, IHb und IVb des Periodensystems
und einen festen, katalytischen Komplex umfaßt, der durch Reaktion von:
(1) wenigstens einer Verbindung (M) des Magnesiums in Form von
organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenierten
Verbindungen dieses Metalls,
(2) wenigstens einer Verbindung (T) des Titans in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen
Verbindungen dieses Metalls,
(3) wenigstens einer Verbindung (Z) des Zirkoniums in Form von
organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verb indungen dieses Metalls,
(4) wenigstens einem Halogenid des Aluminiums (A) untereinander hergestellt worden ist, wobei sich das Verfahren
dadurch'auszeichnet, daß die Verbindungen (M), (T), (Z) und (A) in solchen Mengen eingesetzt werden, daß sie die folgende Beziehung
erfüllen:
\llg + Zr + Ti
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worin Mg, Zr, Ti und X die in Grammäquivalent eingesetzten
Mengen an Magnesium, Zirkonium, Titan und Halogen bedeuten.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten, festen, katalytischen Komplexe werden aus Reaktionsteilnehmern (t),
(2) und (3) hergestellt, wobei dies Verbindungen (M) des Magnesiums, (T) des Titans bzw. (Z) des Zirkoniums in form von organischen,
sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen
Verbindungen dieser Metalle sind.
Unter organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen dieser Metalle sind alle Verbindungen zu verstehen, bei denen ein
beliebiger, organischer Rest an das Metall über Sauerstoff gebunden ist, d. h. alle diese Verbindungen enthalten wenigstens
eine Bindungsfolge: Metall-Sauerstoff-organischer Rest
pro Metallatom. Die an das Metall über den Sauerstoff gebundenen, organischen Reste sind beliebige Reste. Vorzugsweise
handelt es sich um Reste, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome und insbesondere 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten. Die besten
Ergebnisse werden erhalten, wenn diese Reste 2 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Solche Reste können gesättigt oder ungesättigt,
verzweigtkettig, geradkettig oder cyclisch sein; ebenfalls können sie substituiert sein oder Heteroatome wie Silizium,
Schwefel, Stickstoff oder Phosphor in ihrer Kette enthalten» Vorzugsweise handelt es sich um lineare oder verzweigte Alkylreste,
Alkenylreste, Arylreste, Cycloalkylreste, Arylalkylreste,
Alkylarylreste, Acylreste und deren substituierte Derivate.
Unter halogenhaltigen Verbindungen bzw. Halogenverbindungen (M) des Magnesiums, (T) des Titans und (Z) des Zirkoniums sind
alle Verbindungen zu verstehen, welche wenigstens eine Bindung Metall-Halogen enthalten. Das an das Metall gebundene Halogen
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kann Fluor, Chlor, Brom oder Jod sein. Vorzugsweise ist das Halogen Chlor.
Unter allen geeigneten sauerstoffhaltigen, organischen und
halogenhaltigen Verbindungen verwendet man vorzugsweise solche, welche nur Bindungen Metall-Sauerstoff-organischer Rest und/oder
Bindungen Metall-Halogen enthalten, wobei jede andere Bindung fehlt. Die besten Ergebnisse werden mit Verbindungen erhalten,
welche nur Bindungen: Metall-Sauerstoff-Alkylrest und/oder
Bindungen Metall-Chlor aufweisen.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten, festen, katalytisehen Komplexe werden aus den von Reaktionsteilnehmern
(1), welche Verbindungen (M) des Magnesiums sind, hergestellt.
Die organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen (M) können außer den an das Magnesium über den Sauerstoff gebundenen,
organischen Resten noch andere Reste enthalten. Solche anderen Reste sind vorzugsweise Sauerstoff und die an das Metall über
Sauerstoff gebundenen, anorganischen Reste wie die Reste -OH, -(SO4)^2, -HO5, -(PO4) 1/5, -(C05)1/2 und -ClO4. Es kann sich
ebenfalls um organische Reste handeln, welche direkt an das Magnesium über Kohlenstoff gebunden sind.
Als Beispiele für Verbindungen (M), die zur Familie der organischen,
sauerstoffhaltigen Verbindungen gehören, können genannt werden:
- Magnesiumalkoxide, wie z. B. das Methylat, Äthylat, Isopropylat,
Decanolat und Cyclohexanolat;
- Kagnesiumalkylalkoxide, wie z. B. das Äthyläthylat;
- Magnesiumhydroxyalkoxide, wie z. B. das Hydroxymethylatj
- Magnesiumphenoxide, wie z. B. das Phenat., Maphthenat,
Anthracenat, Phenanthrenat und Kresolat;
- gegebenenfalls hydratisierte Magnesiumcarboxylate, wie z. B. das Acetat, Stearat, Benzoat, Phenylacetat, Adipat, Sebacat,
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Fhthalat, Acrylat und Oleat;
- organische, stickstoffhaltige und sauerstoffhaltige Verbindungen
des Magnesiums, das heißt, Verbindungen, welche Bindungsfolgen Magnesium-Sauerstoff-Stickstoff-organischer Rest
enthalten, wie z. B. die Oximate, insbesondere das Butyloximat, das Diinethylglyoximat und Cyelohexyloximat, die Hydroxamsäuresalze
und die Hydroxylaminsalze, insbesondere das N-Nitroso-I?-phenylhydroxylaminderivat,
- Kagnesiumchelate, d. h. sauerstoffhaltige, organische Verbindungen,
in denen das Magnesium wenigstens eine Folge von normalen Bindungen des Typs Magnesium-Sauerstoff-organischer
Rest und wenigstens eine Koordinationsbindung aufweist, so daß ein heterocyclischer Ring gebildet wird, in welchem das Magnesium
eingeschlossen ist, z. B. die Enolats und insbesondere
das Acetylacetonat, wie auch die Komplexe, welche aus phenolischen
Derivaten erhalten werden, die eine Elektronen abgebende Gruppe in ortho-Stellung, oder in einer zur Bildung eines Koordinationskomplexes
geeigneten Stellung, bezogen auf die" Hydroxylgruppe, aufweisen, insbesondere das 8-Hydroxychinolinderivat;
- Magnesiumsilanolate, d. h. Verbindungen, welche Bindungsfolgen
Magnesium-Sauerstoff-Silizium-Kohlenwasserstoffrest aufweisen,
wie z. B. das Triphenylsilanolat.
Selbstverständlich gehören zu dieser Reihe von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen auch die folgenden Verbindungen:
- Verbindungen, welche mehrere verschiedene organische Reste enthalten, wie z. B. das Magnesiummethoxyäthylat;
- komplexe Alkoxide und Phenoxide des Magnesiums und eines anderen Metalls, wie z. B. Mg[Al(OR)4I2 und Mg3CAl(OR)6J2;
- Mischungen von zwei oder mehreren organischen, sauerstoffhaltigen
Magnesiumverbindungen wie zuvor definiert.
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Als Beispiele für halogenhaltige Magnesiumverbindungen (M)
können genannt werden:
- handelsübliche Magnesiumdihalogenide, welche üblicherweise
als "wasserfrei" bezeichnet werden und tatsächlich hydratisierte Dihalogenide sind, welche ein Molekül Wasser oder
weniger pro Molekül an Dihalogenid enthalten; die handelsüblichen, wasserfreien Magnesiumdihalogenide sind
ein typisches Beispiel für solche Verbindungen;
- mit verschiedenen Elektronendonatoren komplexierte Magnesiumdihalogenide,
wie z. B. die Komplexe mit Ammoniak, MgCIp MgCl2.2NH,, und die Komplexe mit Alkoholen wie MgCl2^CH
MgCl2.6C2H5OH und MgCl2.6C3H7OH;
- hydratisierte Magnesiumdihalogenide, welche mehr als ein Molekül
Wasser pro Molekül an Dihalogenid enthalten, wie a. B. MgCl2.6H2O, MgCl2.4-H2O und MgCl3.2H2O;
- Verbindungen, welche außer der Bindung Magnesium-Halogen noch einen anorganischen Rest aufweisen, der an das Magnesium über
Sauerstoff gebunden ist, z. B. einen Hydroxylrest, wie z. B. in Mg(OH)Cl und Mg(OH)Br;
- Verbindungen, welche außer der Bindung Magnesium-Halogenid (und vorzugsweise der Bindung Magnesium-Chlor) eine Bindung
Magnesium-organischer Rest, vorzugsweise eine Bindung Magnesium-Kohlenwasserstoffrest
(wie zuvor definiert) aufweisen, wie z. B. in Mg(C2H5)Cl und Mg(C6H5)Cl;
- Hydrolyseprodukte von hydratisieren Magnesiumhalogeniden
(vorzugsweise Magnesiumchloriden), sofern diese Produkte noch Bindungen Magnesium-Halogenid aufweisen;
- gemischte Zusammensetzungen, welche halogenhaltige und sauerstoffhaltige
Verbindungen des Magnesiums enthalten. Typische Beispiele solcher Zusammensetzungen sind die basischen Magnesiumhalogenide
(vorzugsweise Magnesiumchloride), wie MgCl2-MgO,
H2O, MgCl2. JMgO.7H2O und MgBr3.3MgO
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- Mischungen von zwei oder mehreren halogenhaltigen Magnesiumverbindungen,
wie sie zuvor definiert wurden.
Schließlich können selbstverständlich auch zwei oder mehrere
Verbindungen, wie sie zuvor definiert wurden, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden.
In gleicher Weise ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Verwendung von Magnesiumverbindungen möglich, welche gleichzeitig
eine Bindung Magnesium-Halogen und einen organischen Rest, wie er zuvor definiert wurde und der an das Magnesium über
Sauerstoff gebunden ist, aufweisen. Verbindungen dieses Typs, welche die besten Ergebnisse zeigen, sind z. B. die Chloralkoxide
und die Chlorphenoxide, wie z. B. Mg(OCH5)Cl,
und Mg(OC6H5)Cl.
Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn die Verbindung (M) des Magnesiums ein Dichlorid, ein Dialkoxid oder ein Alkoxychlorid
ist.
Die Reaktionsteilnehmer (2), welche zur Herstellung der erfindungsgemäßen,
katalytischen Komplexe verwendet werden, sind Verbindungen (T) des Titans. Man verwendet vorzugsweise Verbindungen
des vierwertigen Titans, da sie häufiger Flüssigkeiten sind und in jedem Fall häufiger und besser löslich sind als
Verbindungen, in denen das Titan mit einer geringeren Wertigkeit als vier vorliegt.
Zu den organischen, sauerstoffhaitigen Verbindungen (T) des
Titans, die als Reaktionsteilnehmer (2) eingesetzt' werden können,
gehören ebenfalls Verbindungen, welche Bindungen Titan-Sauerstoff enthalten, sowie kondensierte Verbindungen, welche
Bindungsfolgen Titan-Sauerstoff-Titan aufweisen, vorausgesetzt,
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daß sie wenigstens auch eine Bindungsfolge Titan-Sauerstofforganischer Rest pro Molekül tragen.
Man kann solche sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen
(T) durch die allgemeine Formel ETiOx(OR)^2xI1n darstellen,
worin R ein organischer Rest entsprechend der zuvor angegebenen Definition ist und χ eine Zahl 0 <
χ < 1,5 ist und worin m eine ganze Zahl bedeutet. Man verwendet bevorzugt organische,
sauerstoffhaltige Verbindungen (T), worin χ 0 <
χ < 1 und m 1 < m < 6 sind.
Die Verwendung von sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen
(T), welche mehrere verschiedene, organische Reste enthalten, liegt ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Als Beispiele für sauerstoffhaltige, organische Verbindungen
(T) können genannt werden:
- Alkoxide wie Ti(OC2Hc)2,., Ti(OnC5H7)^, Ti(OnC4Hn)4, Ti(OiC4Ho)4
und Ti(O-tert.-C4Hg)4;
- Phenoxide, wie Ti(OC6Hn)4;
- Oxyalkoxide, wie TiO(OC2H5)2;
- kondensierte Alkoxide, v/ie Ti2O(OiCJRj) 6;
- Enolate, wie Titanacetylacetonat.
Als Beispiele für halogenhaltige Verbindungen (T) können genannt werden:
- Tetrahalogenide, wie TiCl4 und TiBr4;
- mit Hilfe von unterschiedlichen Elektronendonatoren komplexierte
Halogenide, wie TiCl4.6HH5, TiCl4^C5H5N und TiCl4X4HgO2;
- komplexe Halogenide von Titan und einem Alkalimetall, wie
und
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- Oxyhalogenide, wie TiOCl2;
- Halogenalkoxide, wie Ti(OC^)2Cl2, Ti(OC2Hc)5Cl, Ti(OiC3H7)
i(iC)
Selbstverständlich liegt auch die Verwendung von mehreren unterschiedlichen Verbindungen (T) des Titans im Rahmen der
vorliegenden Erfindung.
Die besten Ergebnisse werden mit Titantetraalkoxiden erhalten.
Die zur Herstellung der bei der Erfindung verwendeten, katalytischen
Komplexe eingesetzten Reaktionsteilnehmer (3) sind Verbindungen (Z) des Zirkoniums. Vorzugsweise verwendet man
Verbindungen des vierwertigen Zirkoniums, da sie häufiger Flüssigkeiten sind und in allen Fällen häufiger und besser
löslich als Verbindungen sind, in denen das Zirkonium eine Wertigkeit geringer als vier besitzt.
Als Beispiele für organische, sauerstoffhaltige Verbindungen
können genannt werden:
- Alkoxide, wie
- Phenate, wie g4
- Oxyalkoxide, wie Zr[OZr(OC2H5)^]4;
- Carboxylate, wie Zr(CH3COO)4 und Zr(C204)2;
- Enolate, wie Zirkoniumacetylacetonat.
Als Beispiele für halogenhaltige Verbindungen seien genannt: Halogenide, z. B. ZrF4 und ZrCl4, gegebenenfalls hydratisierte
Oxyhalogenide, z. B. ZrOF2 und ZrOCl2.8H2O, komplexe Oxyhalogenide,
wie ZrOCl2.ZrO2, mit Hilfe von verschiedenen Elektronendonatoren
komplexierte Halogenide, wie z. B. die Komplexe mit Ammoniak, wie ZrCl4.8NH-,, ZrCl4.4NH, und die Komplexe mit Pyridin
wie ZrCl4.4C5H5N, Alkoxyhalogenide, wie z. B. ()
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Die testen Ergebnisse werden mit den Tetraalkoxiden, den Tetrachloriden und den Alkoxychloriden von vierwertigem
Zirkonium erhalten.
Selbstverständlich liegt die Verwendung von mehreren, verschiedenen
Verbindungen (Z) des Zirkoniums ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Die gemäß der Erfindung verwendbaren, festen, katalytischen Komplexe werden schließlich auch mit Hilfe von Reaktionsteilnehmern
(4-) hergestellt, wobei dies Halogenide des Aluminiums (A) sind.
Vorzugsweise verwendet man Aluminiumhalogenide der allgemeinen Formel AIR1 X, , worin R' ein Kohlenwasserstoffrest ist, der
1 bis 20 Kohlenstoffatome und vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatome
enthält, X ein Halogen (d. h. Fluor, Chlor, Brom oder Jod) bedeutet und η eine beliebige Zahl von 0<n
< 3 ist. Vorzugsweise ist R1 ein linearer oder verzweigter Alkylrest, Cycloalkylrest,
Arylarylrest, Arylrest oder Alkylarylrest. Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn X Chlor bedeutet und η eine
Zahl von Λ <_ η < 2 und vorzugsweise η = Λ ist.
Beispiele für gemäß der Erfindung einsetzbare Aluminiumhalogenide sind: Al(C2H5)Cl2, Al2(C2H^)5Cl5 und Al(C2H^)2Cl.
Ebenfalls kann man mehrere verschiedene Aluminiumhalogenide einsetzen. Solche Aluminiumhalogenide können insbesondere dadurch
hergestellt werden, daß Trikohlenwasserstoffrest-Aluminiumverbindungen
mit Aluminiumhalogeniden vermischt werden, welche mehr Halogen als das Halogenid, welches man
zu erhalten wünscht, enthalten.
Man kann die erfindungsgemäßen, festen, katalytischen Komplexe aus den zuvor genannten Reaktionsteilnehmern (1), (2), (3) "und
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nach allen Methoden herstellen, welche eine chemische Reaktion zwischen ihnen hervorrufen.
Vorzugsweise führt man die Bildungsreaktion der Komplexe in flüssigem Medium durch. Hierzu kann man in Anwesenheit eines
Verdünnungsmittels arbeiten, insbesondere wenn die Reaktionsteilnehmer selbst keine Flüssigkeiten unter den Arbeitsbedingungen
sind, oder wenn keine ausreichende Anzahl von flüssigen Reaktionsteilnehmern vorliegt. Falls man ein Verdünnungsmittel
verwendet, wählt man dies im allgemeinen aus solchen Verdünnungsmitteln aus, die wenigstens einen der Reaktionsteilnehmer
auflösen können, und insbesondere verwendet man Alkane, Cycloalkane
oder aromatische Kohlenwasserstoffe, welche 4- bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, z. B. Isobutan, Hexan, Heptan,
Cyclohexan, Benzol, Toluol usw.. Ebenfalls kann man polare Lösungsmittel verwenden, z. B. Äther und Alkohole, welche 1
bis 12 Kohlenstoffatome enthalten, z. B. Äthanol und Diäthyläther,
Tetrahydrofuran, Pyridin, Methylenchlorid usw.. Falls man ein Verdünnungsmittel verwendet, das wenigstens einen der
Reaktionsteilnehmer auflöst, wird es bevorzugt, daß die Gesamtkonzentration des aufgelösten Reaktionsteilnehmers oder der
aufgelösten Reaktionsteilnehmer größer als 5 Gew-% und vorzugsweise
20 Gew.-%, bezogen auf das Verdünnungsmittel, ist. Auf jeden Fall, ob man nun ein Verdünnungsmittel verwendet oder
ob es ausreichend flüssige Reaktionsteilnehmer unter den Arbeitsbedingungen gibt, liegt das Reaktionsmedium vorzugsweise in
Form einer relativ viskosen Flüssigkeit vor, in welcher Feststoffe vorliegen können.
Die Reihenfolge der Ziigabe der Reaktionsteilnehmer ist beliebig.
Die Verbindungen (Z) des Zirkoniums und (T) des Titans können insbesondere zu jedem beliebigen Zeitpunkt bei der Herstellung
des festen, katalytischen Komplexes in das Reaktionsmedium eingeführt
werden.
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Aus Gründen der Einfachheit bevorzugt man jedoch die Herstellung
solcher fester, katalytischer Komplexe nach einer der im folgenden aufgeführten Methoden, wobei die Eeaktionsteilnehmer
in geeigneter V/eise ausgewählt werden:
(I) Man bringt den Reaktionsteilnehmer (1) und ein Gemisch der Reaktionsteilnehmer (2) und (3), wobei dieses Gemisch
in Form einer Flüssigkeit bei Abwesenheit von Verdünnungsmittel eingesetzt wird, zusammen. Das Gemisch und der
Reaktionsteilnehmer (1) werden fortschreitend miteinander vermischt oder der eine zu dem anderen hinzugegeben.
Der Reaktionsteilnehmer (4) wird anschließend fortschreiten« zu dem vorzugsweise homogenisierten Reaktionsmedium hinzugegeben,
und gegebenenfalls wird ein Verdünnungsmittel, wie es zuvor definiert wurde, zugesetzt. Diese Methode
wird im allgemeinen bevorzugt, da der Reaktionsteilnehmer (3) in dem Reaktionsteilnehmer (2) aufgelöst werden
kann, wobei letzterer oft in flüssigem Zustand unter relativ milden Temperatur- und Druckbedingungen vorliegt.
Die Methode ist besonders gilt anwendbar, wenn der
Reaktionsteilnehmer (3) eine organische, sauerstoffhaltige
Verbindung des Zirkoniums ist.
(II) Man bringt den Reaktionsteilnehmer (1) und den Reaktionsteilnehmer
(2) bei Abwesenheit von Verdünnungsmittel zusammen, dann gibt man anschließend den Reaktionsteilnehmer
(3) zu diesem vorzugsweise homogenisierten und gegebenenfalls mit einem der zuvor definierten Verdünnungsmittel
versetzten Gemisch hinzu. Der Reaktionsteilnehmer (4-) wird anschließend fortschreitend, wie bei der
ersten Methode, zugegeben. Diese Methode wird besonders dann angewandt, wenn der Reaktionsteilnehmer (3) nicht
leicht in dem Gemisch der Reaktionsteilnehmer (1) und (2)
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aufgelöst werden kann, und sie ist bevorzugt, wenn der Reaktionsteilnehmer (3) eine halogenhaltige Zirkoniumverbindung
ist.
Diese Methoden(I) und (II) werden bevorzugt, wenn der
Reaktionsteilnehmer (2) eine organische, sauerstoffhaltige Verbindung des Titans ist.
Wenn man eine halogenhaltige Verbindung (T) des Titans verwendet, wird bevorzugt die folgende Methode angewandt:
(III) Man vermischt den Reaktionsteilnehmer (1) und den Reaktionsteilnehmer (5)>
entweder fortschreitend oder durch Einführen des einen Reaktionsteilnehmers in den anderen. Der
Reaktionsteilnehmer (4) wird anschließend fortschreitend, wie bei der ersten Methode, hinzugegeben. Schließlich
gibt man den Reaktionsteilnehmer (2) hinzu.
Die Temperatur und der Druck, bei denen die Herstellung durchgeführt
wird, sind nicht kritisch. Aus Gründen der Einfachheit arbeitet man im allgemeinen zwischen 200 und -50 C, vorzugsweise
zwischen 150 0C und Umgebungstemperatur (25 °C), sowie
bei atmosphärischem Druck. Im allgemeinen wird das Reaktionsmedium in Bewegung gehalten bzw. gerührt, um seine Homogenisierung
während der Reaktionsdauer zu begünstigen.
Schließlich sind auch die Geschwindigkeit der Zugabe der Reaktionsteilnehmer und die Dauer ihres Kontaktes nicht kritisch. Die
Geschwindigkeit wird im allgemeinen so ausgewählt, daß keine plötzliche Erhitzung des Reaktionsmediums als Folge eines eventuellen
Durchgehens der Reaktion hervorgerufen wird. Die Dauer kann im allgemeinen zwischen 5 Minuten und 12 Stunden variieren.
Die Reaktion kann kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden.
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Wie auch immer die gewählte Methode ist, der Reaktionsteilnehmer (3) wird vorzugsweise in fester Form eingesetzt, d. h. in der
Form, in der er am häufigsten unter Normalbedingungen der Temperatur
und des Druckes vorliegt- Fian kann ihn ebenfalls in einem
Verdünnungsmittel, wie es zuvor definiert wurde, suspendiert oder gelöst einsetzen.
Die Mengen der einzusetzenden Reaktionsteilnehmer sind kritisch und werden im folgenden näher erläutert.
Wie bereits beschrieben, müssen die Verbindungen (M), (T), (Z) und (A) in solchen Mengen eingesetzt werden, daß die folgende
Beziehung erfüllt wird:
In der Beschreibung bedeuten Mg, Zr, Ti bzw. X die jeweiligen Gesamtmengen an Magnesium, Zirkonium, Titan und Halogenid, die
eingesetzt werden. Diese Mengen sind in Grammäquivalent ausgedrückt.
Unter Berücksichtigung der Art der Verbindungen (M), (T), (Z) und (A) ist festzustellen, daß das Halogen in allen
Fällen durch das Halogenid (A) eingeführt wird, jedoch kann es ebenfalls auch durch die Verbindungen (M), (T) und (Z) eingeführt
werden, falls diese halogenhaltig sind. Unter der Gesamtmenge an Halogen ist daher die Halogenmenge zu verstehen, welche
von allen eingesetzten Reaktionsteilnehmern, ohne Zuordnung hierzu, herrührt. Unter Grammäquivalent (g-äq) ist das in
Gramm ausgedrückte Gewicht von einem Grammatom des betreffenden
Elementes, dividiert durch seine Wertigkeit in der betreffenden Verbindung, zu verstehen.
Um die erfindungsgemäßen, katalytischen Komplexe zu erhalten,
ist es daher erforderlich, daß die Reaktionsteilnehmer so eingesetzt
werden, daß die Beziehung (a) erfüllt wird.
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Das durch die Beziehung (a) definierte Produkt muß wenigstens
gleich 3 sein. Vorzugsweise liegt dieses Produkt oberhalb von 3,5.
Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn das Produkt oberhalb von 4 liegt. Es gibt keine kritische, obere Grenze, welche
das Produkt nicht überschreiten dürfte. Jedoch liegt es in der Praxis unterhalb von 80 und häufiger unterhalb von 40.
Wenn das durch die Beziehung (a) definierte Produkt einen Wert unterhalb von 3 besitzt, verlieren die katalytischen Komplexe
keine ihrer Eigenschaften mit der einzigen Ausnahme, daß sie nicht mehr die Herstellung von Polymerisaten mit breiter Molekulargewicht
sverteilung ermöglichen.
Die zuvor genannte Beziehung (a) ist die einzige, die bei der Auswahl der Mengen an Verbindungen (M), (T), (Z) und (A) kritisch
ist. Aus praktischen Gründen wird jedoch diese Wahl vorzugsweise auch so getroffen, daß die folgende Beziehung erfüllt
ist:
Mg + Ti + Zr
(b)
Vorzugsweise liegt das durch die Beziehung (b) definierte Verhältnis zwischen 1,5 und 10. Die besten Ergebnisse werden
erhalten, wenn dieses Verhältnis zwischen 2 und 8 liegt. Tatsächlich muß man, wenn das durch die Beziehung (b) definierte
Verhältnis zu gering ist, sehr große Mengen an Verbindung (Z) einsetzen, um die Beziehung (a) zu erfüllen. Wenn es zu hoch
liegt, muß man bei der Polymerisation hohe Mengen an Molekulargewicht sr egl er (z. B. Wasserstoff) einsetzen, damit das mittlere
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Molekulargewicht des Polymerisates annehmbar ist.
In gleicher Weise bevorzugt man die Auswahl der Mengen an Verbindungen (Z) und (T) in der Weise, daß die folgende Beziehung
erfüllt ist:
| > 0,1 (c)
Das durch die Beziehung (c) definierte Verhältnis liegt im allgemeinen
zwischen 0,5 und 5· Tatsächlich ist für zu niedrige Werte dieses Verhältnisses die Menge an einzusetzender Verbindung
(A) zu hoch. Bei zu hohen Werten des Verhältnisses ist das mittlere Molekulargewicht des Polymerisates zu hoch.
Schließlich wird die Gesamtmenge an zu verwendenden Verbindungen
(T) und (Z) auch mit Bezug auf die Menge an verwendeter Verbindung (M) unter Berücksichtigung der Tatsache ausgewählt,
daß eine zu hohe Gesamtmenge dieser Verbindungen für die Produktivität des katalytischen Systems schädlich ist, und daß eine
zu geringe Menge Schwierigkeiten bei der Herstellung mit sich bringt. Diese Menge wird vorzugsweise so ausgewählt, daß folgende
Beziehung erfüllt ist:
0,1 < ^i-IgSf
< 10 (d) Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn:
n c , Ti + Zr . 0,5
< < -?
Die gemäß der Erfindung hergestellten, katalytischen Komplexe sind Feststoffe. Sie sind in den Alkanen und Cycloelkanen, die
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als Verdünnungsmittel brauchbar sind, unlöslich. Sie können bei der Polymerisation in der Form, wie sie erhalten wurden»
ohne von dem Reaktionsmedium abgetrennt worden zu sein, eingesetzt werden. Man kann sie jedoch auch von diesem Reaktionsmedium nach einer beliebigen Arbeitsweise abtrennen, insbesondere,
wenn sie in Anwesenheit eines polaren Lösungsmittels
hergestellt wurden. Wenn das Reaktionsmedium flüssig ist, kann z. B. eine Filtration, ein Dekantieren oder ein Zentrifugieren,
durchgeführt werden.
!fach der Abtrennung können die katalytischen Komplexe gewaschen
werden, um überschüssige Reaktionsteilnehmer, mit denen sie noch imprägniert sein könnten, zu entfernen. Für einen solchen Waschvorgang
kann man ein beliebiges inertes Verdünnungsmittel verwenden, z. B. solche Verdünnungsmittel, die als Bestandteile
des Reaktionsmediums verwendbar sind, z. B. Alkane und Cycloalkane.
ITach dem Waschen können die katalytischen Komplexe
getrocknet werden, z. B. durch Spülen mit einem trockenen Stickstoffstrom
oder unter Vakuum.
Der Mechanismus der Reaktion der Bildung der erfindungsgemäßen, katalytischen Komplexe ist nicht bekannt. Die Elementaranalyse
der katalytischen Komplexe nach dem Abtrennen und dem Waschen zeigt, daß es sich jedoch um chemisch gebundene Komplexe, Produkte
von chemischen Reaktionen handelt, und nicht um das Ergebnis von Mischvorgängen oder um Adsorptionserscheinungen. Tatsächlich
ist es unmöglich, den einen oder den anderen der Bestandteile solcher Komplexe unter Anwendung von lediglich physikalischen
Trennmethoden abzuspalten.
Die erfindungsgemäßen, katalytischen Systeme enthalten weiterhin noch eine metallorganische Verbindung, die als Aktivator
dient. Man verwendet metallorganische Verbindungen von Metallen der Gruppen Ia, Ha, lib, IHb und IVb des Periodensystems,
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ζ. B. metallorganisch^ Verbindungen des Lithiums, Magnesiums,
Zinks, Aluminiums und Zinns. Die "besten Ergebnisse werden mit
aluminiumorganischen Verbindungen erhalten.
Man kann vollständig alkylierte Verbindungen verwenden, deren Alkylketten 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten und geradkettig
oder verzweigtkettig sind, z. B. n-Butyllithium, Diäthylmagnesium.,
Diäthylzink, Irimethylaluminium, Triäthy!aluminium, Triisobutylaluminium,
Tri-n-butylaluminium, Tri-n-decylaluminium, Tetraäthylzinn
und Tetrabutylzinn. Bevorzugt verwendet man jedoch
Trialky !aluminiumverbindungen, deren Alkylketten 1 bis 10 Kohlenstoffatome
enthalten und geradkettig oder verzweigtkettig sind.
Ebenfalls kann man Alkylmetallhydride verwenden, deren Alkylreste
ebenfalls 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, z. B.
Diisobuty!aluminiumhydrid und Trimethylzinnhydrid. Ebenfalls
sind die Alkylhalogenicle von Metallen geeignet, in denen die Alkylreste ebenfalls 1 bis 20 Kohlenstoffetome enthalten, z. B.
Äthylaluminiumsequichlorid, Diäthylaluminiumchlorid und Diisobutylaluminiumchlorid.
Schließlich, kann man noch die aluminiumorganischen Verbindungen
verwenden, die durch Seagierenlassen von Trialkylaluminiumverbindungen
oder Dialkylaluniniumhydriden, deren Reste 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen
enthaltenden Diolefinen erhalten wurden, und insbesondere die
als Isopreny!aluminiumverbindungen bezeichneten Verbindungen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Polymerisation von Olefinen mit endständiger Unsättigung, deren Molekül 2 bis 20
und vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, geeignet,
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ζ. B. von Äthylen, Propylen, Buten-(1), 4~Hethylpenten-(i)
und Hexen-(1). Ebenfalls ist das Verfahren zur Copolymerisation solcher Olefine untereinander wie auch mit Diolefinen, welche
vorzugsweise 4- bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, geeignet.
Solche Diolefine können nicht konjugierte, aliphatisch^ Diolefine wie Hexadien-(1,4·), monocyclisch^ Diolefine wie 4-Vinylcyclohexen,
1,3-Divinylcyclohexan, Cyclopentadien oder Cyclooctadien-(i,5),
alicyclische Diolefine mit einer endocyclischen
Brücke wie Dicyclopentadien oder ITorbornadien sowie konjugierte
aliphatische Diolefine wie Butadien und Isopren sein.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders gut zur Herstellung von Homopolymerisaten des Äthylens und von Copolymerisaten,
welche wenigstens 90 Mol-% und vorzugsweise 95 Mol-% Äthylen
enthalten, geeignet.
Die Polymerisation kann nach einer beliebigen, bekannten Verfahrensweise
durchgeführt werden, nämlich: in Lösung oder in Suspension in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel oder -verdünnungsmittel
oder auch in gasförmiger Phase. Pur Verfahrensweisen in Lösung oder in Suspension verwendet man Lösungsmittel oder
Verdünnungsmittel, die den bei der Herstellung der katalytischen Komplexe verwendeten analog sind: vorzugsweise sind dies Alkane
oder Cycloalkane wie Isobutan, Pentan, Hexan, Heptan, Cyclohexan, Methylcyclohexan oder deren Gemische. Die Polymerisation
kann man ebenfalls in dem Monomeren oder einem der Monomeren, die in flüssigem Zustand gehalten werden, durchführen.
Der Polymerisationsdruck liegt im allgemeinen zwischen atmosphä-
2 ■ 2
rischem Druck und 100 kg/cm und vorzugsweise 50 kg/cm . Die
Temperatur wird im allgemeinen zwischen 20 und 200 0C und vorzugsweise
zwischen 60 und 120 0C gewählt. Der Effekt der gemäß der Erfindung verwendbaren, katalytischen Komplexe auf die
Verbreiterung der Molekulargewichtsverteilung des Polymerisates
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ist besonders zwischen ungefähr 70 und 80 C ausgeprägt. Die
Polymerisation kann kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden.
Die metallorganische Verbindung und der katalytisch^ Komplex
können getrennt zu dem Polymerisationsmedium zugesetzt werden. Ebenfalls kann man sie bei einer zwischen -40 0C und 80 0C
liegenden Temperatur während einer bis au zwei Stunden reichenden Zeitspanne vor ihrem Einführen in den Folymerisationsreaktor
in Kontakt bringen. Ebenfalls kann man sie in mehreren Stufen in Kontakt bringen oder auch einen Teil der metallorganischen
Verbindung zuvor in das Reaktionsgefäß einführen oder auch mehrere unterschiedliche, metallorganische Verbindungen
hinzugeben.
Die Gesamtmenge der eingesetzten, metallorganischen Verbindung kann in einem weiten Bereich variieren. Sie liegt im allgemeinen
zwischen 0,02 und 50 mMol pro dnr an Lösungsmittel, Verdünnungsmittel
oder Volumen des Reaktionsgefäßes, und vorzugsweise liegt sie zwischen 0,5 und 2,5 mMol pro dm-'. Wenn diese Menge
an metallorganischer Verbindung im unteren Teil dieses Bereiches liegt, wurde gefunden, daß man ohne Zugabe von Comonomeren
Polyäthylene erhält, deren spezifisches Gewicht im Bereich von mittleren, spezifischen Gewichten liegt, d. h. zwischen 0,940
und 0,950 kg/dm^ liegt. Darüber hinaus können zu hohe Hengen
an metallorganischer Verbindung in dem Polymerisationsmedium in bestimmten Fällen zu einem Verkrusten des Polymerisationsreaktors führen.
Die Menge an eingesetztem, katalytischem Komplex wird in Abhängigkeit
von dem Gehalt an Titan und an Zirkonium des kata-Iytischen
Komplexes festgelegt. Im allgemeinen wird sie derart ausgewählt, daß die Konzentration zwischen 0,001 und 2,5
und vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,25 mat.-g Titan und
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Zirkonium pro dnr an Lösungsmittel, Verdünnungsmittel oder
des Reaktorvolumens liegt, wobei mat.-g = Milliatomgramm "bedeutet.
Das Verhältnis der Mengen an metallorganischer Verbindung und
an katalytischem Komplex ist ebenfalls nicht kritisch. Im allgemeinen wird es derart ausgewählt, daß das Verhältnis von
metallorganischer Verbindung/Titan + Zirkonium, ausgedrückt in Hol/at.-g oberhalb von 1 und vorzugsweise oberhalb von 10 liegt.
Das mittlere Molekulargewicht und ds.mit der Schmelzindex der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Polymerisate
kann durch Zugabe von einem oder mehreren Molekulargewichtsreglern zu dem Polymerisationsmedium, z. B. Wasserstoff, Zinkoder
Cadmiumdiäthyl, Alkoholen oder Carbonsäureanhydrid geregelt werden.
Das spezifische Gewicht der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Homopolymerisate kann ebenfalls durch Zugabe eines
Alkoxides eines Metalls der Gruppe IVa und Va des Periodensystems zu dem Polymerisationsmedium geregelt werden. Auf diese Weise
kann man Polyäthylene mit einem spezifischen Gewicht zwischen demjenigen von klassischem Polyäthylen hoher Dichte und demjenigen
von nach einem Hochdruckverfahren hergestellten Polyäthylenen herstellen.
Als für eine solche Regelung geeignete Alkoxide sind diejenigen
des Titans und des Vanadiums, deren Reste jeweils 1 bis 20
Kohlenstoffatome enthalten, besonders wirksam. Als Beispiele
können genannt werden: Ti(OCH5)^, Ti(OC2E,-)^ Ti[OCH2CH(CH5) 2]4,
H17)4 und
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung von Polyolefinen mit sehr hohen Produktivitäten. So übersteigt bei
der Homopolymerisation von Äthylen die Produktivität, ausgedrückt in Gramm Polyäthylen pro Gramm an eingesetztem, katalytischem
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Komplex,regelmäßig 3000 und in bestimmten Fällen 10000. Die
Aktivität, "bezogen auf die Menge en in dem katalytischen Komplex
vorliegenden Übergangsmetall ist ebenfalls sehr hoch. Bei der
Homopolymerisation von Äthylen, ebenfalls wieder ausgedrückt
in Gramm Polyäthylen pro eingesetztem at.-g Titan und Zirkonium, übersteigt sie regelmäßig um 200 000. In den günstigsten Fällen
liegt sie oberhalb von 500 000.
Daher ist der Gehalt an katalytischen Rückständen in den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Polymerisaten
extrem niedrig. Insbesondere ist jedoch der Restgehalt an Übergangsmetallen (Zirkonium und Titan) äußerst gering. Es sind
jedoch die Derivate von Übergangsmetallen, die in den katalytischen Rückständen besonders störend sind und zwar wegen der
gefärbten Komplexe, welche sie mit den üblicherweise in Polyolefinen angewandten, phenolartigen Antioxidantien bilden, und
wegen der toxischen Eigenschaften dieser Metalle.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Gehalt der Polymerisate
an störenden Rückständen derart gering, daß man auf eine Reinigungsbehandlung (z. B. einer Behandlung mit Alkohol)
verzichten kann, welche obligatorisch wäre, wenn der Gehalt an katalytischen Rückständen höher wäre, wobei dies ein kostspieliger
Arbeitsvorgang hinsichtlich der Ausgangsmaterialien und des Energieverbrauches ist und außerdem beträchtliche
Investitionen erfordert.
Außer ihrer extrem breiten Molekulargewichtsverteilung zeichnen sich die erfindungsgemäß hergestellten Polyolefine durch eine
Beständigkeit gegen Haarrißbildung unter äußerst hohem Zug aus. So weisen gemäß der Erfindung hergestellte Polymerisate des
Äthylens eine Beständigkeit gegen Haarrißbildung unter Zug, gemessen entsprechend der Norm ASTM D-1693 (Beil-Test) von oberhalb
1000 Stunden auf. Die unter den gleichen Bedingungen mit
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Hilfe der in der belgischen Patentschrift 791 676 "beschriebenen,
katalytischen Systeme mit hoher Aktivität hergestellten Polymerisate
des Äthylens besitzen demgegenüber nur eine Beständigkeit gegen Haarrißbildung unter Zug, gemessen nach derselben
Norm, die oberhalb von ungefähr 50 Stunden liegt.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Polyolefine
können nach allen bekannten Formgebungstechniken weiterverarbeitet
werden, z. B. durch Strangpressen, Spritzgießen, Blasspritzen oder Kalandrieren. Ihre breite Molekulargewichtsverteilung,
kombiniert mit einem relativ hohen, mittleren Molekulargewicht macht sie besonders für ein Verformen durch
Strangpressen und durch Blasspritzen geeignet. Beispielsweise können sie zur Herstellung von Rohren und Behältern dienen.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert:
Das Beispiel 1V ist ein Vergleichsbeispiel.
Es wurden die folgenden Reaktionsteilnehmer verwendet:
(1) Magnesiumäthylat, Mg(OC2^5)2>
Produkt von Dynamit Nobel,
(2) Titantetrabutylat, Ti(OnC^Hg)^, Produkt von Dynamit Nobel,
(3) Zirkoniumtetrabutylat, ZrCOnC^Hg)^, Produkt von Dynamit
Nobel; dieser Reaktionsteilnehmer enthielt ungefähr 14- Gew.-%
freien Butylalkohol und lag unter diesen Bedingungen in Form einer viskosen Flüssigkeit vor;
(4·) Äthylaluminiumdichlorid, Al(CpH,-)Clp} Produkt von Schering.
Es wurden 15»2 g des Reaktionsteilnehmers ($) und 13»5 g
Reaktionsteilnehmers (2) zu 9 g des Reaktionsteilnehmers (1) hinzugegeben, und das erhaltene Gemisch wurde anschließend
auf 145 0C während I50 Minuten ohne Entfernung des den
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Reaktionsteilnehmer (3) begleitenden, freien Alkohols erhitzt. Dieses Gemisch wurde anschließend in ungefähr 250 ml Hexan
aufgelöst. In diesem Gemisch betrug das Verhältnis (c) [Zr/Ti] ungefähr 0,9 g-äq/g-äq, und das Verhältnis (d) C(Zr + Ti)/Mg]
betrug ungefähr 1,9 g-äq/g-äq mit - 10 % Fehler als Folge der in den Reaktionsteilnehmern enthaltenen Verunreinigungen. Zu
Anteilen der auf diese V/eise erhaltenen Lösung (s) wurden unterschiedliche Mengen des Reaktionsteilnehmers (4) hinzugegeben.
Dieser Reaktionsteilnehmer wurde unter Rühren bzw. Inbewegunghalten in Form einer 50 Gew.-%igen Lösung in Hexan
zugegeben, so daß die Temperatur des Mediums auf ungefähr 60 0C
gehalten wurde. Die erhaltene Suspension (a) wurde anschließend während.etwa einer Stunde bei 65 0C ruhen gelassen. Der auf
diese Weise in dem Reaktionsmedium gebildete, katalytisch^ Komplex ist fest. Er wurde abgetrennt, mit warmem (- 60 C)
Hexan gewaschen und unter Vakuum für ungefähr 3 Stunden (- 60 C) getrocknet.
Es wurden unterschiedliche Mengen von katalytischem Komplex und von Triisobutylaluminium in einen 1,5-1-Autoklaven, der
0,5 1 Hexan enthielt, eingeführt. Die Temperatur des Autoklaven wurde anschließend auf ungefähr 85 0C gebracht. Es wurde
Äthylen unter einem Partialdruck von 10 kg/cm und Wasserstoff unter unterschiedlichen Partialdrucken eingeführt.
Die Polymerisation wurde für eine Stunde unter Rühren bzw. Inbewegunghalten durchgeführt, wobei der Gesamtdruck durch
kontinuierliche Zugabe von Äthylen konstant gehalten wurde. Hach einer Stunde wurde der Autoklav abgeblasen und das hergestellte
Polyäthylen (PÄ) gewonnen.
In der folgenden Tabelle I sind die besonderen Bedingungen für jeden Versuch wie auch die erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt.
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Produkt (a)
C(Zr/Ti) χ (X/Mg + Zr + !Ti)] 1,8 3 4,6 5,2
Elementaranalyse des eingesetzten, katalytischen Komplexes
Mg (mg/g)
Ti "
Zr "
Al "
Cl "
Menge an eingesetztem, katalytischem Komplex (}
| 68 | 59 | 41 | 24 | 23 |
| 57 | 72 | 107 | 137 | 132 |
| 112 | 127 | 138 | 123 | 130 |
| 27 | 29 | 22 | 25 | 22 |
| 512 | 618 | 588 | 596 | 562 |
| 10 | 11 | 18 | 10 | 14 |
Menge an eingesetztem Triisobu-
tylaluminium (mg) 200 200 100 100 200
Wasserstoffpartialdruck (kg/cm ) 2^6 15 15 15
Kenge an erhaltenem Pl (g) 58 64 89 45 66
Produktivität (g PÄ/g Komplex) 2320 5820 4940 4500 4710
Schmelzindex (MI), gemessen nach Form ASTM D-1238-57 T
(Belastung: 2,16 kg) (g/10 min) 0,33 0,17 0,26 0,26 0,35
Schmelzindex (HLMI), gemessen nach Norm ASTTi D-1238-57 T
(Belastung: 21,6kg) (g/10 min) 12,3 8,52 37 34- 35,1
Verhältnis HLMI/MI 37 50 142 131 100
+) Für diesen Versuch wurde das Äthylen unter
einem Partialdruck von 5 kg/cm eingeführt.
einem Partialdruck von 5 kg/cm eingeführt.
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Die in der Tabelle I zusammengestellten Ergebnisse zeigen, daß das Verhältnis zwischen dem Schmelzindex "bei hoher Belastung
(HLMI) und dem Schmelzindex bei normaler Belastung (MI), welches für die Ausdehnung der Molekular-gewichtsverteilung charakteristisch
ist - wobei höhere Verhältnisse für breitere Molekulargewicht svert eilungen repräsentativ sind - die höchsten Werte
für Werte des Produktes (a) oberhalb von 3 aufweist. Das Vergleichsbeispiel 1V zeigt, daß Werte des Produktes (a),
welche nicht ausreichend hoch sind, nicht die Herstellung von Polymerisaten ermöglichen, die sich durch eine sehr breite
Molekulargewichtsverteilung auszeichnen·
Dieses Beispiel ist ebenfalls ein Vergleichsbeispiel und es wurde unter Wiederholung der Arbeitsweise des Polymerisationsversuches gemäß Beispiel 15 öer belgischen Patentschrift
791 676 durchgeführt, wobei der Versuch in Anwesenheit eines
festen, katalytischen Komplexes durchgeführt wurde, der durch
Einsatz der zuvor genannten Reaktionsteilnehmer (1) bis (4) in der Art, daß die folgenden Produkte und Verhältnisse erhalten
wurden, hergestellt wurde:
(a) = (Zr/Ti) χ (X/Mg + Zr + Ti) = 2,8
(b) = X/Mg + Zr + Ti =2,1
(c) = Zr/Ti = 1,33
(d) = Ti + Zr/Mg =1,4
Das erhaltene Polymerisat zeichnet sich durch einen Mi-Wert von 0,44 g/10 min und einen EIMI-Wert von 17,2 g/10 min aus.
Das für die Molekulargewichtsverteiltmg charakteristische
Verhältnis HLMI/MI beträgt daher nur 39- Hieraus ist ersichtlich,
daß es nicht ausreicht, wenn die Beziehungen (b), (c) und (d), welche die Herstellung des katalytisehen Komplexes gemäß der
Erfindung beherrschen, erfüllt sind, wenn nicht auch die
Beziehung (a) ebenfalls erfüllt ist.
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Es wurde eine Reihe von katalytischen Komplexen aus den gleichen Reaktionsteilnehmern "wie in den Beispielen 1V bis 5 hergestellt,
wobei zu ungefähr 0,1 KoI des Eeaktionsteilnehmers (1),
n)2^i ei·11 Gemisch der Reaktionsteilnehmer (2),
HQ)4] und (J), [Zr(OnC4Ho)4], in unterschiedlichen
Verhältnissen und Mengen zugesetzt wurde.
Anschließend wurde die Herstellung unter gleichartigen Bedingungen
wie in den Beispielen 1V bis 5 fortgeführt, und zu den
erhaltenen Lösungen wurden solche Mengen an Reaktionsteilnehmer (4-), Al(CpHt-)Cl2, zugesetzt, daß das Verhältnis (b)
(X/Zr + Ti + Mg] β 3,3 (Beispiele 7 bis 9) oder = 2,7 (Beispiel 10)
betrug.
Die Herstellung der katalytischen Komplexe wurde,wie in den
Beispielen 1V bis 5 beschrieben, durchgeführt.
Die Folymerisationsversuche wurden mit den auf diese Weise erhaltenen,
katalytischen Komplexen unter den allgemeinen, in diesen Beispielen angegebenen Bedingungen durchgeführt.
In der folgenden Tabelle II sind die besonderen Bedingungen der Herstellung der katalytischen Komplexe, die besonderen
Bedingungen der Polymerisation und die erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt. Die genannten Verhältnisse sind bis auf einen
Pehler von - 10 % genau, und zwar wegen der in den Reaktionsteilnehmern enthaltenen Verunreinigungen.
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Beispiele 7 8 9 10
verviendete Menge an Reaktionsteil-
nehmer (1) 11,6 9 9 11,6
Zusammensetzung des Gemisches der
Reaktionsteilnehmer (2) und (3), zugegeben zum Reaktionsteilnehmer (1):
Reaktionsteilnehmer (2) und (3), zugegeben zum Reaktionsteilnehmer (1):
- Menge an Reaktionsteilnehmer (3) (+)(g) 26,2 22,8
- Menge an Reaktionsteilnehmer (2) (g)
Verhältnis (c) [Zr/Ti]
Verhältnis (d) [Zr + Ti/Mg]
Verhältnis (d) [Zr + Ti/Mg]
verwendete Menge an Eeaktionsteilnehmer (4) (ml)
Produkt (a) [Zr/Ti χ X/Mg + Zr + Ti]
Elementaranalyse des festen, katalytisehen
Komplexes
Mg (mg/g)
Ti "
Zr »
Al "
Cl "
Menge an eingesetztem, katalytischem
Komplex (mg) 20 15 26 15
Menge an eingesetztem Triisobutyl-
aluminium (mg) 100 200 200 200
Wasserstoffpartialdruck (kg/cm ) 15 15 15 15
Menge an erhaltenem Pl (g) 138 60 93 66
Produktivität (g Pl/g Komplex) 6900 4000 3580 4400
Schmelzindex MI (g/10 min) 0,19 0,11 0,24 0,43
Schmelzindex HLMI (g/10 min) 14,37 10,01 21,9 33,38
Verhältnis HLMI/MI 76 91 91 78
+) ohne Berücksichtigung der vorhandenen Menge an freiem Butylalkohol
| 26,2 11,6 |
22,8 6,7 |
20,9 5,4- |
29,7 7 |
| 2 | 3 | 3,5 | 4 |
| CVl | 2 | 1,8 | 2 |
| 320 | 250 | 250 | 250 |
| 6,6 | 9,9 | 11,6 | 10,8 |
| 60 45 167 26 553 |
63 35 195 35 596 |
63 31 188 30 613 |
66 29 194- 26 568 |
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Aus den Angaben in der Tabelle II ergibt sich erneut eine wesentliche Verbreiterung der Holekulsrgewichtsverteilung,
welche das Polymerisat durch Verwendung dieser katalytischen Systeme erfährt.
Es wurde ein fester, katalytischer Komplex aus den gleichen Reaktionsteilnehmern wie in den Beispielen 7 bis 10 hergestellt,
wobei sie in solchen Mengen eingesetzt wurden, daß die Verhältnisse (b), (c), (d) und das Produkt (a) die gleichen wie in
Beispiel 10 waren. Die befolgte Arbeitsweise war die gleiche wie in den Beispielen 7 bis 10 mit der Ausnahme, daß der in
dem Reaktionsmedium vorliegende, freie Butylalkohol durch Erwärmen vor der Zugabe des Reaktionsteilnehmers (4) entfernt
wurde. Die Elementaranalyse zeigte, daß der erhaltene, feste, katalytische Komplex pro kg enthielt: 69 g Kg, 176 g Zr, 25 g
Ti, 23 g Al und 565 g Cl. Ein unter den gleichen allgemeinen
Bedingungen wie in den Beispielen 1V bis 5 niit 16 mg Komplex
und 100 mg Triisobutylaluminium unter einem Wasserstoffpar-tial-
druck von 15 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab
93 g eines Polyäthylens mit MI = 0,19 und HEMI =16,9 g/10 min.
Das Verhältnis HLMI/MI betrug daher 89. Die katalytische Produktivität
betrug 5840 g PÄ/g Komplex.
Es wurde ein fester, katalytischer Komplex aus den gleichen Reaktionsteilnehmern und nach der gleichen Arbeitsweise wie in
den Beispielen 1V bis 5 hergestellt, wobei Jedoch die Reaktionsteilnehmer (1) bis (4) derart eingesetzt wurden, daß die folgenden
Produkte und Verhältnisse erhalten wurden:
(a) = (Zr/Ti) χ (X/Mg + Zr + Ti) = 31,3
(b) = X/Mg + Zr + Ti = 2,5
(c) = Zr/Ti = 12,5
(d) = Ti + Zr/Mg = 3
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Die Elementaranalyse zeigt, daß der erhaltene, feste, katalytische
Komplex pro kg enthält: 66 g Mg, 229 g Zr, 13 g Ti,
4,1 g Al und 574 g Cl. Ein unter den allgemeinen Bedingungen
wie in den Beispielen 1V bis 5 mit 24 mg des Komplexes, 200 mg
Triisobutylaluminium und unter einem Wasserstoffpartialdruck
ο
von 15 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 86 g eines Polyäthylens mit einem MI-Wert von 0,26 und einem HLMI-Vert von 17,7 g/10 min. Das Verhältnis HLMI/MI betrug daher 68. Die katalytische Produktivität betrug 3580 g Pl/g Komplex.
von 15 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 86 g eines Polyäthylens mit einem MI-Wert von 0,26 und einem HLMI-Vert von 17,7 g/10 min. Das Verhältnis HLMI/MI betrug daher 68. Die katalytische Produktivität betrug 3580 g Pl/g Komplex.
Es wurde ein fester, katalytischer Komplex aus den gleichen
Reaktionsteilnehmern und nach der gleichen Arbeitsweise wie in den Beispielen 1V bis 5 hergestellt, wobei jedoch die Reaktions-'teilnehmer
(1) bis (4) derart eingesetzt wurden, daß die folgenden Produkte und Verhältnisse erreicht wurden:
(a) » (Zr/Ti) χ (X/Mg + Zr + Ti) = 5
(b) « X/Mg + Zr + Ti =10
(c) « Zr/Ti = 0,5
(d) = Ti + Zr/Mg = 2
Der erhaltene, feste, katalytische Komplex enthält pro kg: 6»3 g Mg, 99 g Zr, 174 g Ti, 26 g Al und 573 g Cl. Ein unter
den gleichen allgemeinen Bedingungen wie in den Beispielen 1V bis 5 mit 14 mg Komplex, 200 mg Triisobutylaluminium und unter
einem Wasserstoffpartialdruck von 5 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 43 g Polyäthylen mit einem Mi-Wert
von 0,50 und einem HLMI-Wert von 25,1 g/10 min. Das Verhältnis
BXMI/MI betrug daher 50. Die katalytische Produktivität betrug
375Ο g Pl/g Komplex.
Es wurde ein katalytischer Komplex in der gleichen Weise wie in Beispiel 9 hergestellt, wobei jedoch die erhaltene Suspension
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nach der Zugabe des Reaktionsteilnehmers (4) nicht abgetrennt
wurde. 8 ml dieser Suspension wurden in einem Polymerisationsautoklaven für einen Polymerisationsversuch eingefüllt, der
unter den allgemeinen Bedingungen der Beispiele 1V bis 5 mit
400 mg Triisobutylaluminium und unter einem Wasserstoffpartialdruck
von 15 kg/cm durchgeführt wurde. Es wurden 90 g Polyäthylen mit MI «= 0,38 und HLMI = 31 g/10 min gewonnen. Das
Verhältnis HLMI/MI betrug daher 82.
Es wurde ein katalytischer Komplex aus den gleichen Reaktionsteilnehmern wie in den Beispielen 7 "bis 10 hergestellt, wozu
die Reaktionsteilnehmer (1), (2) und (3) so eingesetzt wurden, daß die Verhältnisse (c) und (d) die gleichen wie in Beispiel
10 waren. Nach Entfernung des freien Butylalkohols, wie in
Beispiel 11 beschrieben, wurde das aus diesen Reaktionsteilnehmern erhaltene Gemisch in Hexan aufgelöst und in vier aufeinander
folgenden Chargen zu einer 50 Gew.-%igen Lösung des
Reaktionsteilnehmers (4) in Hexan zugegeben. Die Temperatur des Mediums wurde auf ungefähr 65 °C gehalten. Das Endverhältnis
(b) betrug 3>6, und das Produkt (a) betrug ungefähr 14,4. Die
Behandlung der erhaltenen Suspension und des katalytisehen
Komplexes, der hiervon anschließend abgetrennt wurde, wurden die in den Beispielen 1V bis 5 beschrieben, durchgeführt.
Die Elementaranalyse des festen, katalytischen Komplexes zeigte, daß er pro kg enthielt: 51 S Mg, 195 S Zr, 26 g Ti, 32 g Al
und 544 g Cl.
Ein mit 18 mg dieses Komplexes unter den allgemeinen Bedingungen der Beispiele 1V bis 5 jedoch unter einem Wasserstoffpartialdruck
von 15 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 98 g eines Polyäthylens mit MI = 0,06 und KLMI =
4,59 g/10 min. Das Verhältnis HLMI/MI betrug daher 77. Die
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katalytisch^ Produktivität lag "bei 54-50 g Polyäthylen/g Komplex,
Es wurde ein katalytischer Komplex unter Verwendung der gleichen Reaktionsteilnehmer (2), (3) und (4) wie in den
Beispielen 1V "bis 5 jedoch, unter Verwendung von analysenreines
MgCl2, Produkt von British Drug House mit 24 g HgO/kg als
Reaktionsteilnehmer (1) hergestellt. Die Reaktionsteilnehmer
wurden unter allgemeinen Bedingungen eingesetzt, die den in den Beispielen 1V bis 5 angegebenen vergleichbar sind, jedoch.
derart, daß die folgenden Produkte und Verhältnisse erhalten wurden:
(a) = Zr/Ti χ X/Zr + Ti + Mg = 6
(b) = X/Zr + Ti + Mg = 3
(c) = Zr/Ti = 2
(d) = Zr + Ti/Mg = 2
Die Herstellung wurde wie in den Beispielen 1V bis 5 angegeben durchgeführt. Der erhaltene, katalytisch^ Komplex enthielt
pro kg: 60 g Mg, 178 g Zr, 48 g Ti, 2Jg Al und 600 g Cl.
Ein unter den gleichen allgemeinen Bedingungen wie in den Beispielen 1V bis 5 mit 21 mg des Komplexes, 200 mg Triisobutylaluminium
und unter einem Wasserstoffpartialdruck von 10 kg/cm durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 104 g
Polyäthylen mit MI = 0,17 und HLMI =13,9 g/10 min. Das Verhältnis HLMI/MI betrug daner 82. Die katalytische Produktivität
lag bei 4950 g PÄ/g Komplex.
Es wurde ein katalytischer Komplex aus den gleichen Reaktionsteilnehmern wie in den Beispielen 1V bis 5 wit der Ausnahme
609843/1
hergestellt, daß der Reaktionsteilnehmer (2) TiCl^, Produkt
der Titangesellschaft, war. Die Herstellung wurde wie in den Beispielen 1V "bis 5 angegeben mit der Ausnahme durchgeführt,
daß der Reaktionsteilnehmer (2) zu der Suspension (a) nach Zugabe des Reaktionsteilnehmers (4-), zugegeben wurde. Nachdem
dieses Gemisch während einer Stunde auf 65 C gehalten worden war, wurde der feste, katalytische Komplex;wie in den Beispielen
1V bis 5 angegeben, gewaschen und getrocknet. Die Kengen, in denen die Reaktionsteilnehmer eingesetzt wurden, waren derart,
daß folgende Verhältnisse und Produkte erreicht wurden:
(a) = (Zr/Ti) χ (X/Zr + Ti + Mg) =4,2
(b) = X/Zr + Ti + Kg =2,1
(c) = Zr/Ti = 2
(d) = Zr + Ti/Mg = 3
Der erhaltene, katalytische Komplex enthielt pro kg: 53 g Ng,
172 g Zr, 51 g Ti5 17 g Al und 527 g Cl.
Ein unter den gleichen allgemeinen Bedingungen wie in den Beispielen 17 bis 5 mit 20 mg Komplex, 200 mg Triisobutyl-
aluminium und unter einem Vasserstoffpartialdruck von 15 kg/cm
durchgeführter Polymerisationsversuch ergab 78 6 Polyäthylen
mit KI = 0,18 und HEMI = 17,34- g/10 min. Das Verhältnis HLMI/MI
betrug daher 96. Die katalytische Produktivität lag bei 3900 g PÄ/g Komplex.
Es wurden die gleichen Reaktionsteilnehmer (1), (2) und (4-)
wie in den Beispielen 1V bis 5 verwendet, wobei jedoch Zirkoniumtetrachlorid,
ZrCl2^, Produkt von Dynamit ITobel, als Reaktionsteilnehmer (3) eingesetzt wurde.
609843/1090
Es wurden 114 g Reaktionsteilnehmer (1) zu 136 g Reaktionsteilnehmer
(2) hinzugegeben. Das Gemisch wurde für vier Stunden auf 140 C unter Sühren erhitzt, wobei eine praktisch
vollständige Auflösung des Reaktionsteilnehmers (1) festgestellt wurde. In diesem Gemisch betrug das Atomverhältnis
Ti/Mg 0,8 g-äq/g-äq. mit - 10 % Fehler als Folge von in den
Reaktionsteilnehmern enthaltenen Verunreinigungen.
Das auf diese Veise hergestellte Gemisch wurde auf ein Volumen
von 1 1 durch Zugabe von Hexan gebracht und während einer Stunde unter Rückfluß gekocht. Zu 100 ml der so erhaltenen Lösung
wurden anschließend unterschiedliche Mengen von ZrCl^ in Form
von in Hexan suspendiertem Pulver hinzugegeben, und die erhaltene Suspension wurde während einer Stunde unter Rückfluß
gekocht. Schließlich wurden langsam unterschiedliche Mengen des Reaktionsteilnehmers (4) unter Rühren und derart zugegeben,
daß die Temperatur des Mediums auf ungefähr 50 - 55 0C blieb.
Der Reaktionsteilnehmer (4) wurde in Form einer 50 Gew.-%igen
Lösung in Hexan hinzugegeben. Der Kontakt mit dem Reaktionsteilnehmer (4) wurde für ungefähr 15 Minuten nach seiner Zugabe
aufrecht erhalten.
Der auf diese Veise in dem Reaktionsmedium gebildete, katalytische
Komplex war fest. Er wurde abgetrennt, mit warmem (ί 60 0C)
Hexan gewaschen und unter Vakuum {- 60 0C) bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
Es wurden Folymerisationsversuche unter den allgemeinen Bedingungen
der Beispiele 1V bis 5 durchgeführt.
Die Merkmale der Herstellung der katalytischen Komplexe, die
besonderen Bedingungen der Polymerisationsversuche und die hierbei erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III
zusammengefaßt.
609843/1090
Beispiele 18 19 20 21 22
Verhältnis (c) [Zr/Ti] 1,5 2 3 4- 6
Verhältnis (d) [Zr + Ti/Mg] 2 2,4 3,2 4 5,6
Verhältnis (b) [X/Mg + Zr + Ti] 5,4 3,4 2 1,84 1,6
Produkt (a)
[Zr/Ti χ X/Zr + Ti + Mg] 8,1 6,8 6 7,4- 9,6
Elementaranalyse des festen, kataIytisehen Komplexes
Mg (mg/g)
Ti "
Zr "
Al "
Cl "
Menge an eingesetztem katalytischem Komplex (mg) Wasserstoffpartialdruck (kg/cm )
Menge an erhaltenem PÄ (g) Produktivität (g PÄ/g Komplex) Mi-Wert (g/10 min)
HLMI-Wert (g/10 min)
HLMI/MI
| 60 101 169 20 603 |
38 62 200 19 613 |
45 38 234 22 591 |
43 33 239 14 587 |
33 22 260 14 565 |
| 34 | 42 | 37 | 24 | 70 |
| 8 | 15 | 8 | 12 | 15 |
| 134 | 140 | 110 | 85 | 111 |
| 3940 | 3330 | 2970 | 3540 | 1590 |
| 0,17 | 0,3 | 0,22 | 0,13 | 0,26 |
| 12,97 | 29,48 | 15,5 | 9,36 | 13,84- |
| 76 | 98 | 70 | 72 | 53 |
609843/1090
TSeϊ ppi el
P7)
Es wurde ein Versuch zur Copolymerisation von Äthylen und von Buten mit einem festen, katalytisehen Komplex, der
entsprechend der Arbeitsweise von Beispiel 9 hergestellt worden war, durchgeführt. Die allgemeinen Bedingungen der Polymerisation
waren die gleichen wie in den Beispielen 1V bis 5· Die besonderen Bedingungen und die erzielten Ergebnisse sind
im folgenden aufgeführt:
- in den Autoklaven eingeführte Menge an katalytischem Komplex: 20 mg
- Wasserstoffpartialdruck: 15 kg/cm
- eingeführte Menge an Comonomerem: 0,1 Mol n-Buten-(i),
getrocknet über Aluminiumoxid
- Menge und Art des Aktivators: 200 mg Triisobutylaluminium
- Menge an gewonnenem Copolymerisat: 81 g
- katalytisch^ Produktivität: 4050 g Gopolymerisat/g katalytischem
Komplex
- Ml-Vert des Copolymerisates: 0,5 g/10 min
- HLMI-Wert des Copolymerisates: 40,6 g/10 min
- Verhältnis HLMI/MI: 81
- spezifisches Gewicht des Copolymerisates: 0,952 kg/dnr
609843/ 1 090
Claims (28)
- - Jö -Patentansprüche;1... Verfahren zur Polymerisation von a-01efinen, wobei man in Anwesenheit eines katalytischen Systems arbeitet, das eine metallorganische Verbindung eines Metalls der Gruppen Ia, Ha, Hb, HIb und IVb des Periodensystems und einen festen, katalytischen Komplex enthält, der durch Reaktion von:(1) wenigstens einer Verbindung (M) des Magnesiums in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(2) wenigstens einer Verbindung (T) des Titans in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(3) wenigstens einer Verbindung (Z) des Zirkoniums in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(4·) wenigstens eines Halogenids des Aluminiums (A) untereinander hergestellt worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen (Fl), (T), (Z) und (A) in solchen Mengen eingesetzt werden, daß sie die folgende Beziehung erfüllen:X--^ > 3+ Zrworin Mg, Zr, Ti und X die eingesetzten, in Grammäquivalent ausgedrückten Mengen von Magnesium, Zirkonium, Titan und Halogen darstellen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die folgende Beziehung:*- Zr + Ti
erfüllt ist.609843/1090 - 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die folgende Beziehung:VK] X (hg + Zr + '!ti/erfüllt ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die folgende Beziehung:Mg + Zr + Ti '
erfüllt ist. - 5· Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die folgende Beziehung:§ * 0,1erfüllt ist.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die folgenden Beziehungen:Ca) 3,5 - |f χ * 8010(o) 0,5erfüllt sind.609843/1090
- 7. Verfahren nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, daß die folgenden Beziehungen:(a) 4 < (|f) χ(c) 0,5 < |j < 5 underfüllt sind.
- 8. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (M) eine Verbindung verwendet wird, welche nur
Bindungsfolgen Magnesium-Sauerstoff-organischer Rest enthält. - • 9· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (M) ein Magnesiumalkoxid oder -phenoxid verwendet wird.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (M) ein Magnesiumchlorid verwendet wird.
- 11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (T) eine Verbindung verwendet wird, welche nur
Bindungsfolgen Titan-Sau er stoff -organischer Ees.t enthält. - 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (T) ein Alkoxid des vierwertigen Titans verwendet wird.609843/1090
- 13· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (T) Titantetrachlorid verwendet wird.
- 14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (Z) eine Verbindung verwendet wird, welche nur
Bindungsfolgen Zirkonium-Sauerstoff-organischer Rest enthält. - 15· Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (Z) ein Alkoxid von vierwertigem Zirkonium
verwendet wird. - 16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindung (Z) Zirkoniumtetrachlorid verwendet wird.
- 17· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogenid des Aluminiums (A) der folgenden allgemeinen Formel entspricht:Α1Η'ηΧ3-ηworin R1 ein 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthaltender Eohlenwasserstoffrest, X ein Halogen und η eine Zahl von 0<n <-J> sind.
- 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daßX Chlor, R1 ein 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltender Kohlenwasserstoffrest und η = 1 sind.
- 19· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beziehung0,1< < 10erfüllt ist.609843/1090
- 20. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die metallorganische Verbindung eines Metalls der Gruppen Ia, Ha, IXb, IlXb und IVb des Periodensystems eine aluminiumorganische Verbindung ist.
- 21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die metallorganische Verbindung in einer Menge von 0,5 bis 2,5 mMol pro dnr des Reaktionsmediums eingesetzt wird.
- 22. Verfahren zur Herstellung von festen, katalytischen Komplexen, wobei man untereinander die folgenden Reaktionsteilnehmer reagieren läßt:(1) wenigstens eine Verbindung (M) des Magnesiums in Form von organischen, sauerstoff haltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(2) wenigstens einer Verbindung (T) des Titans in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(3) wenigstens einer Verbindung (Z) des Zirkoniums in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls,(4-) wenigstens ein Halogenid des Aluminiums (A), dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen (M)1 (T), (Z) und (A) in solchen Mengen eingesetzt werden, daß die folgende Beziehung erfüllt ist:Tl/ x ^Mg + Zr + Tiworin Mg, Zr, Ti und X die eingesetzten, in Grammäquivalent ausgedrückten Mengen an Magnesium, Zirkonium, Titan und Halogen sind.609843/ 1 090_ 43 -
- 23· Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Reaktionsteilnehmer (1) bis (3) organische, säuerst off haltige Verbindungen verwendet werden, und daß die Reaktionsteilnehmer (1) bis (4-) in der angegebenen Reihenfolge zur Reaktion eingesetzt werden.
- 24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Reaktionsteilnehmer (1) und (2) organische, sauerstoffhaltige Verbindungen verwendet werden und als Reaktionsteilnehmer (3) eine halogenhaltige Verbindung verwendet wird, und daß die Reaktionsteilnehmer (1) bis (4-) in der angegebenen Reihenfolge zur Reaktion eingesetzt werden.
- 25· Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Reaktionsteilnehmer (1) und (3) organische, sauerstoffhalt ige Verbindungen verwendet werden, und daß als Reaktionsteilnehmer (2) eine halogenhaltige Verbindung verwendet wird, und daß der Reaktionsteilnehmer (2) zu einem Gemisch der drei anderen Reaktionsteilnehmer zugesetzt wird.
- 26. Feste, katalytische Komplexe zur Polymerisation von oc-Olefinen, hergestellt durch Reaktion von:(1) \ienigstens einer Verbindung (M) des Magnesiums in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder hslogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls mit(2) wenigstens einer Verbindung (T) des Titans in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls mit(3) wenigstens einer Verbindung (Z) des Zirkoniums in Form von organischen, sauerstoffhaltigen Verbindungen oder halogenhaltigen Verbindungen dieses Metalls mit609843/1090wenigstens einem Halogenid des Aluminiums (A),
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen (M), (T),
(Z) und (A) in solchen Mengen eingesetzt worden sind,
daß sie die folgende Beziehung erfüllen:A ^ (
"¥£) x [ Hg + Zr + Tiworin Mg, Zr, Ti und X die eingesetzten, in Gramme!quivalent ausgedrückten Mengen an Magnesium, Zirkonium, Titan und
Halogen sind. - 27· Polymerisate von oc-Olefinen, hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch 1.
- 28. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Polymerisation von Äthylen.60 9843/1090
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