DE2614666A1 - Systemische fungizidmischung und deren anwendung - Google Patents
Systemische fungizidmischung und deren anwendungInfo
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Description
DR. BERG DIIJL.-1NG. STAPF
DIPL.-ING. SCHWABE DR. DR. SANDMAIR
PATENTANWÄLTE
8 MÜNCHEN 86, POSTFACH 86 02 45
26H666
Anwaltsakte: 26882
APR. 1376
PRODUITS CHIMIQUES UGINE KUHLMANN Paris / Frankreich
Systemische Fungizidmischung und deren Anwendung
Die Erfindung betrifft systemische bzw. systemisch wirkende Fungizidmischungen, die man direkt durch Synthese aus Nebenprodukten
bzw. Abfallprodukten erhält, die bei der Herstellung von Toluylendxisocyanaten' anfallen.
Es sind bereits systemische Fungizide der Familie der Benzimidazolylcarbamate
bekannt. Insbesondere ist in den US-Patentschriften 2 933 502, 2 933 504 und 3 010 968, die am 12. Februar
1958, am 10. August 1959 bzw. am 25. November 1959 angemeldet sind, eine Reihe von Produkten beschrieben, die dieser Familie
angehören. In jüngerer Zeit haben eine Reihe von Patentschriften
609843/1168
238.0.
8 München 80, Mauerkircherstraße 45 Banken Bayerische Vereinsbank München 453100
Telegramme: BERGSTAPFPATENT München Hypo-Bank München 3892623
TELEX: 0524560 BERG d Postscheck München 65343-808
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die Möglichkeiten der Anwendung dieser Produkte verdeuCllcht
oder Produkte beschrieben, die der gleichen chemischen Familie angehören, was beispielsweise auf die FR-Patentschriften 1 544
und 1 523 597 zutrifft, die am 14. November 1967 und am 5. Mai 1967 angemeldet wurden.
Der Nachteil dieser Produkte besteht darin, daß man sie ausgehend von reinen chemischen Materialien und insbesondere reinem
o-Phenylendiamin herstellen muß, das relativ kostspielig und häufig schwierig herzustellen ist.
Es ist ferner bekannt, daß man die Toluylendiisocyanate dadurch
herstellen kann, daß man Toluol dinitriert, das Dinitroderivat unter Bildung einer rohen Mischung aus Toluylendiaminen reduziert,
die im allgemeinen von den darin enthaltenen o-Toluylendiaminen
befreit wird, was beispielsweise durch Fraktionierung (Abtrennen der Kopffraktionen) erreicht wird, bevor man das Material
den weiteren Verfahrensschritten unterzieht.
Die an o-Toluylendiaminen reiche Fraktion stellt ein schlecht zu verwertendes Nebenprodukt (S) dar.
Dieses Nebenprodukt, das in der Tat in erheblichen Mengen zur Verfügung steht, besteht aus mehr oder weniger unreinen Mischungen
von restlichen Toluylendiaminen, die am häufigsten als Vorlauf bei der Destillation von m-Toluylendiaminen abgetrennt
werden. Die Zusammensetzung des Materials kann stark schwanken, n 809843/1188
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wobei es ganz allgemein mehr als 90 % einer Mischung aus 273-Dxaminotoluol
und 3,4-Diaminotoluol enthält, während als weitere
Bestandteile überwiegend 2,4-Diaminotoluol und 2,6-Diaminotoluol
vorhanden sind. Die Verhältnisse zwischen dem 2,3-Isomeren und dem 3f4-Isomeren sind je nach dem angewandten Herstellungsverfahren
und den angewandten Destillatxonsbedxngungen verschieden. Im allgemeinen liegt das Konzentrationsverhältnxs zwischen dem
3,4-Isomeren und dem 2,3-Isomeren zwischen 1 und 5, wobei es
häufig zwischen 1 und 3 liegt.
Gegenstand der Erfindung ist nunmehr eine systemxsche bzw. systemisch
wirkende Fungxzidmxschung (M), die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie im wesentlichen aus Verbindungen (I) der Formeln
CH Ρ
(a) und (b) ι 3 |2
'"Χ V
- 8 - CO R (a)
2.1
und
- Ij3- cq r *b)
2 1
und Verbindungen (II) der Formeln (c) und (d)
- N - CO R (c) 2 1
und
R D
N I3
X C- - N - CO_R - {d)
238.0.
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besteht, worin
R. eine niedrigmolekulare Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen
,
Rp und R.,, die gleichartig oder verschieden sein können, Wasserstoffatome
oder eine der Gruppen der folgenden Formeln -CO-R4, -CO2-R4, -CO-N R4R5/ -CH2-N RgR7 bedeuten, in denen
R4 und R5 Wasserstoffatome, Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinyl-Gruppen
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl-, Phenyl- oder Naphthyl-Gruppen mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen, die
gegebenenfalls mit Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen substituiert sind, wobei die Gruppen R- und R- gegebenenfalls
mit Halogenatomen , wie Chloratomen oder Bromatomen, substituiert sein und Heteroatome, wie Stickstoffatome, Sauerstoffatome
und Schwefelatome enthalten können, und wobei die Gruppen R4 und R5 ebenfalls sauerstoffhaltige, stickstoffhaltige
und schwefelhaltige Heterocyclen enthalten können, und R6 und R7, die gleichartig oder verschieden sein können, Wasserstoffatome
oder niedrigmolekulare Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellen,
wobei die Fungizidmischung (M) durch Dinitrierung von Toluol, Reduktion des Dinitroderivats unter Bildung einer Mischung aus
Toluylendiaminen, Abtrennen des Verfahrensnebenprodukts (S),
eO9843/1 16Q
"5" 26H666
das vorzugsweise mindestens 90 Gew.-% einer Mischung aus o-Toluylendiaminen enthält, aus der Toluylendiaminmischung
und Umwandlung des Nebenprodukts (S) zu der Fungizidmischung (M) unter Anwendung irgendeines geeigneten Verfahrens und ausgehend
von den o-Toluylendiaminen des Nebenprodukts (S) hergestellt
wird.
Man kann auch von einem Nebenprodukt (S) ausgehen, das weniger als 90 Gew.-% 0-Toluylendiamine enthält, wobei in diesem Fall
der wirtschaftliche Vorteil des Verfahrens geringer ist.
Gemäß der Art der Gruppen R2 und R-, kann die Anzahl der in der
Mischung vorhandenen Hauptprodukte sich in Abhängigkeit von den Gleichgewichten, die zwischen gewissen Produkten dieser Art
vorherrschen von vier auf zwei vermindern. So enthält die Mischung nur zwei Isomere, wenn die Gruppen R2 und R Wasserstoffatome
darstellen.
Das Konzentrationsverhältnis zwischen den Verbindungen (II) und (I) liegt zwischen 1 und 5, häufiger zwischen 1 und 3, und liegt
in der Nähe desjenigen der als Ausgangsmaterial eingesetzten o-Toluylendiamine.
Die erfindungsgemäße Mischung besitzt den Vorteil, daß sie ein systemisches fungizides Mittel darstellt, das in ebenso bemerkenswerter
Weise wirksam ist wie die reinen Produkte der oben beschriebenen Benzimidazolylcarbamate, ohne daß es zur Herstellung
des Materials erforderlich ist, irgendein reines chemisches Produkt zu isolieren. Gleichzeitig ermöglicht die Mischung
238.0. 6 0 9843/ 1168
den weiteren Vorteil, daß sie aus einem Nebenprodukt hergestellt werden kann, das seit mehreren Jahrzehnten als schwierig
zu verwerten gilt.
Die Erfindung stellt somit eine Bereicherung der Technik dar, da sie eine in besonders wirtschaftlicher Weise herstellbare
Mischung bereitstellt, die für die Landwirtschaft von großem praktischem Wert ist.
Beispielsweise enthält eine bevorzugte erfindungsgemäße Mischung (M) als Hauptbestandteil die Verbindung der folgenden Formel III
(Ill) -NH- CO2 CH3
sowie einen erheblichen Prozentsatz der Verbindung der folgenden Formel IV
nCH0 (IV) sy 2 3
i\
und besitzt, wie die Untersuchungen der Anmelderin gezeigt haben, eine ebenso gute fungizide Wirkung, wie das entsprechende
am Benzolkern nicht-methylierte Derivat, wobei die erfindungsgemäße
Mischung keine Phytotoxizität für die behandelten Nutzpflanzen aufweist.
Wie bereits erwähnt wurde, sind verschiedene Verfahren dazu geeignet,
das Nebenprodukt (S) ausgehend von den darin enthaltenen 238.0.
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o-Toluylendiaminen, in die Fungizidmischung (M) umzuwandeln,
so daß erfindungsgemäß verschiedene geeignete Verfahren angewandt werden können. Zur Erläuterung und ohne eine abschließende Aufzählung
zu geben, seien im folgenden mehrere dieser Verfahren erläutert:
Die erfindungsgemäßen Mischungen können durch eine Reihe von
Reaktionen erhalten werden, die bereits beschrieben wurden. Die erste Stufe führt zu einer Mischung von Benzimidazolylcarbamaten,
die am aromatischen Kern eine Methylgruppe tragen. Sie kann insbesondere unter Anwendung der in der US-PS 3 010
beschriebenen Verfahrensweise durchgeführt werden, indem man gemäß der im folgenden angegebenen Reaktion (1) die rohe oder
destillierte Mischung der Toluylendiamine mit dem Reaktionsprodukt aus Methylthioharnstoff und einem Chlorameisensäurealkylester
umsetzt:
y\ 5CH
(1) CH-J-Q * + R üco- NH - C = N - CO R
Q + R üco- NH - C = N - CO R
V" 2 2 1
C - NH-CO2R1 + CH -.SH + NH - CO R
in der R1 die oben angegebenen Bedeutungen besitzt.
Diese erste Stufe kann auch unter Anwendung der im folgenden angegebenen Reaktionen (2 und 3) durchgeführt werden, bei denen
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man die Mischung der Toluylendiamine mit einem Reaktionsprodukt
aus Cyanamid und einem Chlorameisensäurealkylester umsetzt:
H
I
I
NH .
C-NH-CO0R1 + NH CO R
ι, c. Λ C. C. Λ
wobei diese Reaktionen insbesondere in der FR-PS 1 544 474 und der HU-PS T 2820, die am 1. Juli 1970 angemeldet wurde, beschrieben
sind.
Die im Verlaufe dieser ersten Stufe erhaltenen Mischungen entfalten
ihrerseits interessante systemische Fungizidwirkungen. Sie können weiterhin in andere interessante Mischungen umgewandelt
werden, beispielsweise durch Reaktion mit einem oder mehreren Molen Chlorameisensäureester (gemäß den im folgenden ange
gebenen Reaktionen 4 und 5):
co β
(4) CH-JOl C-NH-CO R + ClCO R-) CH-IQ] C-NH-CO2H1 + HCl
CO R !24
CO R
• j 2 A
00.ΠΛ
\ j 2 4
+ HCl
worin R- und R- die oben angegebenen Bedeutungen besitzen. Diese
238.0.
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Reaktionen sind beispielsweise in der US-PS 2 933 504 beschrieben.
Weitere erfxndungsgemäße Mischungen erhält man durch Umsetzen
der in der ersten Stufe gebildeten Mischungen mit Isocyanaten gemäß der Reaktion (6):
(β, „ If f°-«H-R4
-KU
CHd-Oi C -NH-CO2R1 + R4WCO-^ CH-TU| C-NH.C0 R
CHd-Oi C -NH-CO2R1 + R4WCO-^ CH-TU| C-NH.C0 R
wobei die Gruppen R.. und R. die oben angegebenen Bedeutungen
besitzen und die Reaktion gemäß der in der FR-PS 1 523 597 beschriebenen Verfahrensweise durchgeführt werden kann.
Weitere erfxndungsgemäße Mischungen kann man dadurch herstellen,
daß man die in der ersten Stufe erhaltenen Produkte gemäß der im folgenden angegebenen Reaktion (7) mit Carbamoylchloriden umsetzt:
/R4 H CO-N
I · ■ I Rc
• R
/ 4
C-NH-CO R + ClCON ' ^ CH -J- Q C-NH-CO R + K
^1 ν • 3 {^ ~ — —2 1
worin R1, R. und R1. die oben angegebenen Bedeutungen besitzen.
Diese Reaktion kann gemäß der in der FR-PS 1 523 597 beschriebenen Verfahrensweise durchgeführt werden.
Weitere erfxndungsgemäße Mischungen kann man dadurch herstellen,
238.0.
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daß man die in der ersten Stufe erhaltenen Produkte gemäß der im folgenden angegebenen Reaktion (8) mit Formaldehyd und einem
sekundären Amin umsetzt:
CH -N
N · Λ
C-NH-CO R + CH O + HM -4CH
// 2 1 2 \ '
C-NH-CO R + H 0 2 1 2
worin R., Rg und R_ die oben angegebenen Bedeutungen besitzen.
Die erfindungsgemäßen Mischungen sind Fungizide, die systemisch,
gegen Sporen wirken und die Eier der Milben sterilisieren.
Sie ermöglichen die Bekämpfung gewisser Pilzparasiten in Nutzpflanzen,
wobei man eine Dosis anwenden kann, die in keiner Weise die behandelte Pflanze schädigt, und zwar weder das Blattwerk
noch die Pflanzenstengel, die Wurzeln oder die Samen.
Die erfxndungsgemaßen Mischungen besitzen die Eigenheit, daß
sie in die behandelten Pflanzen eindringen, entweder auf natür · lichem Weg, d. h. über die Wurzeln, oder über an der Luft liegende
Organe oder die Samen. Sie werden anschließend mit dem aufsteigenden Zeilsaft und auf apoplastxschem Wege gefördert und in
dieser Weise gleichmäßig in der gesamten Pflanze verteilt, selbst in jenen Organen, die erst nach der Behandlung gebildet werden.
Die Produkte werden als endotherapeutxsche Produkte bezeichnet, da sie der Pflanze eine Resistenz gegen die Gesamtheit einer Grup-
238.0.
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pe von Parasitenpilzen verleiht, die einer wohldefinierten Gruppe angehören.
Somit ermöglichen die erfindungsgemäßen Mischungen die Bekämpfung
von Pilzen der folgenden Spezies:
Fusarium Monilia
Botrytis Sclerotinia
Rhizoctonia Coccomyces
Alternaria Aspergillus
Penicillium Helminthosporium
Erysiphe Rhizopus
Cercospora Colletotrichum
Ustilago Verticillium
Phomopsis Sphaerotheca
Venturia Podosphaera üncinula
Die erfindungsgemäßen Mischungen besitzen die Besonderheit,
daß sie die Bekämpfung von Ustilago maydis ermöglichen, indem der Pilz daran gehindert wird, die VerStreuungsorgane darstellenden
Sporidien zu entwickeln, so daß die Mischungen als gegen Sporen wirkend anzusprechen sind.
Schließlich entfalten die.erfindungsgemäßen Mischungen, deren
Hauptwirkung darin besteht, die Parasitenpilze zu zerstören, auch eine stark nützliche Wirkung auf Milbeneier, die sie sterilisieren.
Diese Besonderheit ist von besonderem Vorteil, da
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man mit einer einzigen Behandlung zwei stark verschiedene Parasitentypen bekämpfen kann.
Die erfindungsgemäßen Mischungen können in irgendeiner beliebigen
Formulierungsweise vorliegen, die für Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Es handelt sich dabei um Lösungen, Suspensionen,
Emulsionen, Stäubepulver, benetzbare Pulver, Pasten, Granulate oder Aerosole.
Hierzu können flüssige Lösungsmittel verwendet werden, beispielsweise
aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Xylol, Benzol, Toluol oder Alkylnaphthalin; chlorierte aromatische oder aliphatische
Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol, 1,1,2-Trichloräthan oder
Methylenchlorid; aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan
oder Paraffine oder Erdölfraktionen; Alkohole, wie Butanol
und Glykol und deren Äther und Ester; Ketone; und polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid.
Man kann Verdünnungsmittel, wie Wasser oder verflüssigte Gase, die bei normaler Temperatur und bei normalem Druck in gasförmigem
Zustand vorliegen und in Aerosolsprühdosen als Treibmittel verwendet werden, verwenden. Hierzu können gewisse halogenierte
Kohlenwasserstoffe eingesetzt werden, wie "Freon".
Den festen Formulierungen kann man Füllstoffe zusetzen, wie Kreiden, Siliziumdioxid, Kaolin, Ton, Talkum oder Diatomeenerde.
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Schließlich verwendet man oberflächenaktive Mittel und zwar entweder um eine homogenere Dispersion des Wirkstoffs in dem
Verdünnungsmittel zu erreichen, oder um das Benetzungsvermögen der Formulierung gegenüber den Pflanzen, ihre Haftfähigkeit
und ihre Lebensdauer zu erhöhen.
Die erfindungsgemäßen Mischungen können auch durch Vermischen
mit anderen Wirkstoffen, wie fungiziden, herbiziden, insektiziden,
acariziden, bakteriziden oder nematoziden Mitteln formuliert werden.
Die Formulierungen enthalten zwischen 0,5 und 90 % der beschriebenen
Wirkstoffe.
Die Anwendung der Substanzen erfolgt nach an sich bekannten Verfahrensweisen
durch Aufstäuben, Aufsprühen, Umhüllen, Injektion, durch Verdampfen oder durch Aerosolbehandlung.
Die benutzungsfertigen Präparate können je nach der Auftragungsart
folgenden Gehalt aufweisen:
10 bis 100 g/100 1 für Sprühlösungen;
10 bis 50 % für die Behandlung der Samen; 90 bis 95 kg/100 1 beim Auftragen unter Verwendung sehr geringer Volumina.
10 bis 50 % für die Behandlung der Samen; 90 bis 95 kg/100 1 beim Auftragen unter Verwendung sehr geringer Volumina.
Zur Behandlung des Bodens bringt man pro m3 Boden 10 bis 200 g
des Wirkstoffs ein.
B Ü Ü 8 4 Ί / 1 1 R 8
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Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Herstellung der Produkte:
Beispiel 1
Beispiel 1
Man löst 20,6 Gew.-Teile Ν,Ν1-Bis(carboxymethyI)-S-methylisothioharnstoff
in 1000 Volumenteilen einer Äthanol/Wasser-Mischung
(50/50). Dann gibt man 7 Volumenteile Essigsäure und schließlich 13 Gew.-Teile einer Mischung von Toluylendiaminen
zu, die etwa 70 % des 1,3,4-Isomeren, 25 % des 1,2,3-Isomeren
und insgesamt 5 % der 1,2,4- und 1,2,6-Isomeren enthält. Die
Reaktionsmischung wird während 5 Stunden zum Sieden am Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen filtriert man, wäscht in der
Kälte mit Alkohol und trocknet das Produkt. Man erhält 16 Gew.-Teile
einer Mischung mit einem Schmelzpunkt von etwa 2500C, die
gemäß dem NMR-Spektrum etwa 70 bis 75 Gew.-% 2-Carboxymethylamino-5-methyl-benzimidazol
(II) und etwa 25 bis 30 Gew.-% 2-Carboxynethylamino-4-methyl-benzimidazol
(I) enthält.
C - WH - CO CH
{II}
C - WH - CO CH
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" 15 " 26H666
Man beschickt ein Reaktionsgefäß mit einem Fassungsvermögen von 6000 Volumenteilen, in dem unter Stickstoff gearbeitet werden
kann, mit 3670 Volumenteilen einer wäßrigen Lösung, die 550 Gew.-Teile Cyanamid enthält. Zu dieser Lösung gibt man
30 Gew.-Teile 45 %iger Natriumhydroxidlösung, um den pH-Wert auf 7,5 zu bringen. Unter Aufrechterhalten eines pH-Werts zwischen
7 und 8, was durch progressive Zugabe von 1175 Gew.-Teilen
40 %iger Natrxumhydroxidlösung erreicht wird, gibt man bei einer Temperatur zwischen 40 und 55 0C nach und nach im Verlaufe
von 1 Stunde und 10 Minuten 1400 Gew.-Teile Chlorameisensäuremethylester
zu. Nach Beendigung der Reaktion überführt man die Reaktionsmischung in ein Reaktionsgefäß mit einem Fassungsvermögen
von 10 000 Volumenteilen. Man stellt den pH-Wert durch progressive Zugabe von 240 Gew.-Teilen konzentrierter
Chlorwasserstoffsäure auf einen Wert zwischen 3,9 und 4,1 ein. Dann gibt man 1470 Gew.-Teile einer Mischung aus Toluylendiaminen
zu, die etwa 55 Gew.-% des 1,3,4-Isomeren, 40 Gew.-% des 1,2,3-Isomeren
und insgesamt 5 Gew.-% der 1,2,4- und 1,2,6-Isomeren
enthält. Man erhitzt die Reaktionsmischung zum Sieden am Rückfluß und hält einen pH-Wert zwischen 2,5 und 3 durch progressive
Zugabe von 1700 Gew.-Teilen konzentrierter Chlorwasserstoffsäure aufrecht. Nach einer Reaktionszeit von 1 Stunde kühlt man
ab und filtriert den erhaltenen Niederschlag ab. Nach dem Waschen mit Wasser und dem Trocknen erhält man 2050 Gew.-Teile einer Mischung,
die unter beginnender Zersetzung bei 240 bis 245°C
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schmilzt. Die NMR-Analyse zeigt, daß diese Mischung aus etwa
55 bis 60 Gew.-% 2-Carboxymethylamino-5-methyl-benzimidazol
(II) und etwa 40 bis 45 Gew.-% 2-Carboxymethylamino-4-methyl-
benzimidazol (I) besteht.
C - NH - CO CH
2
2
(II)
-NH- CO CH
2
2
(D
Die Ausbeute beträgt etwa 90 %, bezogen auf die der Reaktion zugeführten o-Toluylendiamine.
Man beschickt ein Reaktionsgefäß mit 120 Volumenteilen trockenem
Chloroform, 5,2 Gew.-Teilen der in Beispiel 2 erhaltenen Mischung und 2,9 Gew.-Teilen n-Butylisocyanat.
Nach dem Rühren während 20 Stunden bei 200C dampft man die erhaltene
Lösung nach dem Filtrieren zur Trockne ein.. Den Rückstand wäscht man mit Hexan und trocknet im Vakuum. Man erhält
7 Gew.-Teile eines festen Produkts, dessen NMR-Analyse zeigt, daß es eine Mischung aus etwa 60 Gew.-% 2-Carboxymethylamino-3-N-butylcarbamoyi-5-methyl-benzimidazol
(II) und etwa 40 Gew.-% 2-Carboxymethylamino-3-N-butylcarbamoyl-4-methyl-benzimidazol
(I) darstellt.
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CH CO - NH - C H 3 { 4 9
C - NH - CO CH 2 3
CO - NH - C H i 4 9
C - NH - CO CH
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cn
Verwendung der Produkte:
Einwirkung des Wirkstoffs auf das Wachstum des Myzels.
Als Nährmedium verwendet man das Nährmedium nach Czapeck, das die folgende Zusammensetzung besitzt:
Natriumnitrat 2 g
Bikaliumphosphat 1 g
Kaliumchlorid 0,5 g
Magnesiumsulfat (Heptahydrat) 0,5 g
Eisensulfat (Heptahydrat) 0,01 g
Saccharose 30 g
Agar-Agar 15g
Wasser ad 1000 ml
Die verdünnten Lösungen des Wirkstoffs werden in dieses bei 45°C geschmolzene Medium eingearbeitet, indem man einen Volumenteil
der verdünnten Lösungen pro 10 Volumenteile des Nährmediums verwendet.
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Man verfährt in der Weise, daß die Endkonzentrationen des Wirkstoffs in dem Nährmedium die folgenden sind:
C 0=0 ppm (Vergleich
C 1=0,1 ppm
C 2 = 0,4 ppm
C 3=1,6 ppm
C 4 = 6,4 ppm
Das Medium wird anschließend in Petrischalen mit einem Durchmesser
von 90 mm gegossen, wonach man es sich abkühlen und verfestigen läßt. Jede Petrischale wird mit Myzelfragmenten angeimpft,
die aus Pilzkulturen mit einem Alter von 8 Tagen genommen werden. Bei den Pilzen handelt es sich um:
Fusarium roseum
Rhizoctonia solani
Phomopsis viticola.
Man inkubiert die Petrischalen während 2 Tagen in einer Klimakammer,
die bei 220C und einer relativen Feuchtigkeit von 70%
gehalten wird.
Nach Ablauf von 2 Tagen hat sich das Myzel entwickelt und bildet um die Impfstelle kreisförmige Myzelbereiche. Man mißt den
Durchmesser dieser Myzelbereiche und gibt die Ergebnisse als Prozentsatz des Durchmessers der Myzelbereiche an, die sich in
238.0.
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den nichtbehandelten Petrischalen gebildet haben.
Dabei bedeuten O % eine totale Aktivität und
100 % den Kontrollzustand, d. h. eine Aktivität von Null. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I zusammengestellt
.
Wirkung auf das Myzelwachstum
Pilze
Fusarium roseum
Phomopsis vitticola
Rhizoctonia Solani
\j$onzentra-
Produkt
0,1 0,4 1,6 6,4 0,1 0,4 1,6 6,4 ppm ppm ppm ppm - ppm ppm ppm ppm
0,1 0,4 1,6 6,4 ppm ppm ppm ppm
| Nr. 3 | 1 | 00 | 75 | 1 | 90 | 00 | 1 | 7 | 70 | 1 | 3 | 3 | 3 | 1 | 00 | 1 | 00 | 1 | 00 | 44 |
| Nr. 2 | 67 | 67 | 80 | 0 | 66 | 27 | 3 | 3 | 1 | 00 | 1 | 00 | 95 | 35 | ||||||
| Kontrolle | 00 | 1 | 00 | |||||||||||||||||
Man verwendet das gleiche Nährmedium wie im Beispiel 1 (Czapeck-Medium)
und arbeitet den Wirkstoff in gleicher Weise ein.
Die Endkonzentrationen in dem Nährmedium sind die folgenden:
238.0.
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CO=O ppm (Kontrolle)
C 1 = 7,5 ppm
C 1 = 7,5 ppm
C 2 = 15,0 ppm
C 3 = 30,0 ppm
C 3 = 30,0 ppm
C 4 = 60,0 ppm
Das in dieser Weise behandelte Medium wird in die Vertiefungen von Objektträgern eingebracht, wonach man es abkühlen und sich verfestigen läßt. Man beimpft das linsenförmige Nährmedium durch Auftragen von jeweils 50 μΐ einer wäßrigen Suspension von Sporen der folgenden Spezies:
Das in dieser Weise behandelte Medium wird in die Vertiefungen von Objektträgern eingebracht, wonach man es abkühlen und sich verfestigen läßt. Man beimpft das linsenförmige Nährmedium durch Auftragen von jeweils 50 μΐ einer wäßrigen Suspension von Sporen der folgenden Spezies:
Botrytis cinerea
Penicillium expansum
Man bringt die Objektträger in Petrischalen mit einem Durchmesser von 15 cm ein, die auf dem Boden mit einem feuchten Filterpapier
versehen sind. Man inkubiert während 24 Stunden bei einer Temperatur von 220C.
Anschließend zählt man unter dem Mikroskop die Anzahl der nichtgekeimten
Sporen aus, wobei diese Zahl als Prozentsatz der Gesamtzahl der gezählten Sporen gewertet wird.
0 % bedeutet dabei, daß sämtliche Sporen gekeimt haben, was also für die Kontrollprobe gilt;
während 100 % bedeutet, daß keine Spore gekeimt hat, so daß Produkt
eine totale Wirkung ausgeübt hat.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II zusammengestellt.
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Botrytis cinerea
Penicillium expansum
"■ ^ Konzentration Produkt \
7,5 15 30 60 ppm ppm ppni
7,5 15 30 60 ppm ppiu ppm ppm
Beispiel 2 Beispiel 3 Kontrolle
5 10 100 100 90 95 100 100 0
65 80 98 100 80 100 100 100 0
zonenmethode
Man bereitet ein Agar-Agar-haltiges Nährmedium (Czapeck), das man schmilzt und in das man Pilzsporen einarbeitet. Dieses angeimpfte
Medium wird in Petrischalen mit einem Durchmesser von 10 cm gegossen, in denen es sich verfestigt.
Dann bereitet man Produktsuspensionen, die man in Mengen von 10 μΐ
auf Filterpapierscheibchen mit einem Durchmesser von 0,4 cm aufträgt. Diese Scheibchen werden auf die Oberfläche des Agar-Agar-Mediums
aufgelegt. Der Wirkstoff diffundiert in das Medium,in dem er die Keimung der Sporen inhibiert, so daß sich um die Scheibchen
herum Bereiche ergeben, die als "Inhibierungszonen" bezeichnet werden.
238.0.
6 0 9 8 4 3/1168
26U666
In den folgenden Tabellen III und IV sind die Durchmesser dieser Inhxbierungszonen angegeben, die mit Penicillium expansum und
Botrytis einerea erhalten wurden.
| Durchmesser | 3 1 |
Dosis | 3 2 |
0 | Tabelle III | in cm | Tabelle IV | 0,16 μg | 0,4 μg | 1 μg | |
| N) N) | 3,1 3,5 |
3,9 4,0 |
4,8 4,4 |
||||||||
| Dosis | der Inhxbierungszonen | Penicillium expansum | Botrytis | ||||||||
| ,064 μg | 1 ppm | cinerea | |||||||||
| Produkt | ,1 ,0 |
0,5 0,6 |
I 0 ppm | 100 ppm | |||||||
| Beispiel Beispiel |
1,0 1,5 |
1,7 2,1 |
1000 ρ; | ||||||||
| 2,1 2,5 |
|||||||||||
| Produkt | |||||||||||
| Beispiel Beispiel |
|||||||||||
Man bereitet wäßrige Wxrkstoffsuspensxonen mit folgenden Konzentrationen
;
CO=Og/100 1 (Kontrolle)
C 1 = 0,156 g/100 1
C 2 = 0,625 g/100 1
C 3 = 2,5 g/100 1
6 0 9 8 4 3/1168
26H666
C 4 = 10,0 g/100 1.
Diese Suspensionen werden auf Gerstenpflanzen (Rika) aufgesprüht, die in 250 ml Topfen gezogen werden und ein Alter von 12 Tagen besitzen.
Das Besprühen erfolgt derart, daß die pro Oberflächeneinheit der Töpfe aufgebrachte Flüssigkeitsmenge in einer Dosis von 1000 l/ha
äquivalent ist.
24 Stunden nach der Behandlung stäubt man Sporen von Erysiphe graminis
auf das Blattwerk der Gerste und hält die Pflanzen während 7 Tagen in einem Treibhaus bei 220C.
Man zählt die Anzahl der Faulschimmelflecken auf dem ersten Blatt
aus, wobei diese Anzahl den Grad des Befalls wiedergibt, der als Prozentsatz des Grad des Befalls der Kontrollpflanzen angegeben
wird. Hierbei bedeutet 0 % das Auftreten keinerlei Krankheit und 100 %, daß die Pflanzen ebenso stark befallen sind wie die Kontrollpflanzen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V zusammengestellt.
Bekämpfung des Gersten-Faulschinmels - Prozentsatz des Befalls im Vergleich
zu den Kontrollpflanzen ________^_
Konzentration
Produkte
Erysiphe Graminis
1,56 ppm 6,25 ppm 25 ppm 100 ppm
1,56 ppm 6,25 ppm 25 ppm 100 ppm
Beispiel 3 Beispiel 1
100 100
80
100
100
10 70
0 0
238.0.
609843/1 168
" 24 " 26U666
Man bereitet eine Nährlösung für eine Wasserkultur (Lösung nach Hoagland & Harnon Nr. 1 mit einem pH-Wert von 6). Mit dieser
Lösung bereitet man Wirkstoffsuspensionen folgender Konzentration :
C = 100 ppm.
Diese Suspensionen bringt man in Reagensgläser ein, in die man eine Wurzeln aufweisende Gerstenpflanze (Rika) mit einem Alter von 8 Tagen einführt. Die Wurzeln tauchen dabei in die Flüssigkeit ein. Man beläßt diese Pflanzen während 2 Tagen in einer Klimakammer bei einer Temperatur von 220C und einer relativen Feuchtigkeit von 70 %.
Diese Suspensionen bringt man in Reagensgläser ein, in die man eine Wurzeln aufweisende Gerstenpflanze (Rika) mit einem Alter von 8 Tagen einführt. Die Wurzeln tauchen dabei in die Flüssigkeit ein. Man beläßt diese Pflanzen während 2 Tagen in einer Klimakammer bei einer Temperatur von 220C und einer relativen Feuchtigkeit von 70 %.
Anschließend bereitet man ein Agar-Agar-Medium nach Czapeck (siehe Beispiel 1), in das man bei 50 0C Sporen von Penicillium
expansum einarbeitet. Man gießt das angeimpfte Nährmedium in Petrischalen mit einem Durchmesser von 9 cm.
Dann entnimmt man den Gerstenpflanzen (Rika) Pflanzenfragmente mit einer Länge von 0,5 cm, wobei man:
aus dem Bereich 1 die Spitze der Scheide, aus dem Bereich 2 die Mitte des ersten Blattes und ·■
aus dem Bereich 3 die Mitte des zweiten Blattes nimmt.
Diese Fragmente werden in die Petrischalen und auf die Oberfläche des Agar-Agar-Mediums aufgebracht, das die Sporen von
609843/1 168
26U666
Penicilliura expansum enthält.
Wenn es sich bei dem Produkt um ein systemisch wirkendes Material handelt, findet man es in dem ausgeschwitzten Zellsaft der
in dieser Weise angeordneten Zellfragmente. Dieser Saft benetzt die Oberfläche des Nährmediums, so daß der Wirkstoff eindringen
und die Keimung der Sporen von Penicillium expansum inhibieren kann, wobei sich ein Pflanzenfragment umgebender Bereich ergibt,
der als "Inhibierungszone" bezeichnet wird.
Die Anwesenheit dieser Inhibierungszonen ermöglicht die Feststellung,
ob es sich bei dem Produkt um ein systemisch wirkendes Produkt handelt, d. h. ein Produkt, das in den Zellsaftkreislauf
der Pflanze eindringt.
Der Durchmesser dieser Zonen zeigt, daß eine Beziehung zwischen diesem Wert und der Wirkstoffkonzentration der anfänglich eingesetzten
Nährlösung besteht, in die man die Wurzeln der Gerstenpflanze eintauchen hat lassen. Diese Bestimmung erfolgt drei
Tage nach dem Aufbringen der Pflanzenfragmente auf das Agar-Agar -Medium .
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in der folgenden Tabelle VI zusammengestellt, wobei die Zahlenwerte für die erhaltenen
Durchmesser der Inhibierungszonen in cm stehen.
609843/ 1 1 68
26H866
Untersuchung der systemischen Wirkung Durchmesser der Inhibierungszonen
| Produkt | 3 2 |
Bereich 1 | Bereich der Entnahme fragmente |
der Pflanzen- |
| 4 3,2 |
Bereich 2 | Bereich 3 | ||
| Beispiel Beispiel |
2,0 3,3 |
3,6 2,7 |
||
Man bereitet wäßrige Produktsuspensionen mit folgenden Konzentrationen
:
CO=O ppm (Kontrolle)
C 1 = 6,4 ppm
C 2 = 16 ppm
C 3 = 40 ppm
C 4 = 100 ppm
Man züchtet Gerste (Rika) in 250 ml Topfen. Wenn die Pflanzen
ein Alter von 8 Tagen erreicht haben, arbeitet man in den in den Topfen enthaltenen Boden 5 ml einer wäßrigen Wirkstoffsuspension
ein.
24 Stunden nach der Behandlung bewirkt man einen Befall der
609843/ 1168
_ 27 _ 26H666
Gerstenpflanzen durch Bestäuben mit Sporen von Erysiphe graminis,
dem Faulschimmel, und zählt 6 Tage nach diesem Befall die Anzahl der Faulschimmelflecken aus, die auf dem ersten
Blatt der Pflanzen vorhanden sind.
Diese Zahl ermöglicht eine Bewertung des Befalls, der als Prozentsatz
gegenüber den Kontrollpflanzen angegeben ist, wobei 0 % für das Nichtauftreten einer Krankheit und 100 % für den
Fall steht, daß die Pflanze ebenso stark befallen ist wie die Kontrollpflanze.
Diese Untersuchung zeigt, daß der Wirkstoff nach der Absorption oder nach dem er durch die Wurzeln der in dem behandelten
Boden gezogenen Pflanzen aufgenommen ist, in den Zellsaftkreislauf eindringt und der Pflanze eine Resistenz gegen Erysiphe
graminis verleiht. Der Wirkstoff wirkt daher auf endotherar peutischem Wege.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle VII angegeben
.
Bekämpfung des Gersten-Faulschimmels durch Besprengen des Bodens!
Befallgrad, ausgedrückt als %rSatz des Befalls der Kontrollpflanzen
Pilz Erysiphe graminis
Konzentration
_ 6,4 ppm 16 ppm 40 ppm 100 ppm
Produkt
Beispiel 3 100 100 90 48
Beispiel 1 100 90 70 50
238.0. 60984 3/1168
-28- 26H666
Im Gegensatz zu dem, was zu Beginn der Beispiele angegeben wurde, wird bei dieser Untersuchung der Wirkstoff zu einem Bestäubungspulver
formuliert, wobei man als Füllstoff Talkum verwendet. Die angewandten Wirkstoffkonzentrationen sind die folgenden:
C 0 = 0 % (Kontrolle)
C 1 = 0,78 %
C 2 = 3,12 %
C 3 = 12,5 %
C 4 = 50 %
Man behandelt Gruppen von Gerstensamen (Rika), indem man pro Zentner der Samenkörner 200 g des bereiteten Pulvers verwendet
und während 1 1/2 Stunden rührt.
Man säht die behandelten Samen in 250 ml Töpfe und bringt diese in ein Treibhaus. 8 Tage später bewirkt man einen Befall der gewaschenen
Pflanzen durch Bestäuben mit Sporen von Erysiphe graminis, das den Faulschimmel auslöst. .
Nach einer Inkubationszeit von 6 Tagen zählt man die Anzahl der Faulschimmelflecken, die auf dem ersten Blatt einer' jeden Pflanze
vorhanden sind. Man ermittelt in dieser Weise das Ausmaß des Befalls, der als %-Satz des Befalls der Kontrollpflanzen angegeben
ist. Hierbei steht 0 % dafür, dafür, daß die Pflanze keinen einzigen Faulschimmelflecken aufweist, während 100 % bedeutet,
daß die Pflanze ebenso stark befallen ist wie die Kontrollpflanzen.
238.0. 609843/ 1 168
_ 29 _ 26H666
Diese Untersuchung zeigt, daß der die Samen umgebende Wirkstoff in die Pflanze eindringt, von dem Zellsaft mitgenommen wird und
der Pflanze eine Resistenz gegen Erysiphe graminis verleiht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle VIII
zusammengestellt:
Ausmaß des Befalls durch Erysiphe graminis,
| %-Satz des Befalls | der Kontrollpflanzen | graminis | 50 % |
| 12,5 % | 0 0 |
||
| Pilz | Erysiphe | 20 25 |
|
| Produkt | 0,78 % 3,12 % | ||
| Beispiel 3 Beispiel 2 |
100 40 100 38 |
||
Man bereitet wäßrige Wirkstoffsuspensionen, die man in Mengen von
1000 1 pro ha in der Weise aufträgt, daß sich die folgenden Auftragsdosierungen
ergeben:
DO=O g/ha (Kontrolle)
D 1 = 150 g/ha
D 2 = 300 g/ha
Bei den behandelten Pflanzen handelt es sich um einkeimige Zukkerrüben
Ceres, mit einem Alter von 2 Monaten, die im freien
609843/1168
- 30 - 26H666
Feld gezogen sind.
24 Stunden nach der Behandlung bewirkt man einen Befall der Rüben durch Aufsprühen einer Suspension von Sporen von Cercospora
beticola, die 30 000 Sporen/ml enthält.
beticola, die 30 000 Sporen/ml enthält.
25 Tage nach diesem Befall zählt man die Anzahl der Flecken aus, die auf 5 Blättern vorhanden sind, dLe statistisch aus jeder Parzelle
ausgewählt werden. Die in der folgenden Tabelle IX angegebenen Ergebnisse verdeutlxchen die Anzahl der Flecken pro Blatt.
Die Zahl 0 deutet darauf hin, daß das Produkt vollständig aktiv
ist und gegen das Einnisten der Krankheit wirkt.
ist und gegen das Einnisten der Krankheit wirkt.
Wirkung auf die Zuckerrüben-Cercosporiose
Anzahl der Flecken pro Blatt
Produkt 150 g/ha 300 g/ha
Beispiel 3 0 0
Beispiel 2 0 0
Kontrolle 258,5
Man verdünnt den Wirkstoff mit Wasser und gibt zu 1 ml dieser
Verdünnung 1 ml einer Suspension von Sporen von Üstilago maydis, wobei man so vorgeht, daß man die folgenden Wirkstoffkonzentra-
Verdünnung 1 ml einer Suspension von Sporen von Üstilago maydis, wobei man so vorgeht, daß man die folgenden Wirkstoffkonzentra-
238'·0· 609843/1168
- 31 - 26H666
tionen erreicht:
CO=O ppm (Kontrolle)
C 1 = 0,8 ppm
C 2 = 3,1 ppm
C 3 = 12,5 ppm
C 4 = 50,0 ppm
Man trägt einen Tropfen dieser behandelten Suspensionen in die Vertiefungen von Objektträgern auf, die in Petrischalen
mit einem Durchmesser von 15 cm angeordnet sind, deren Boden mit einem feuchten Filterpapier belegt ist. Dann lagert man die
Petrischalen während 24 Stunden bei 22°C. Anschließend zählt man unter dem Mikroskop die Anzahl der durch die gekeimten Sporen gebildeten
Sporidien aus. Das Ergebnis wird als Prozentsatz der Anzahl von Sporidien angegeben, die von den unbehandelten Kontrollsporen
gebildet wurden. Dabei bedeuten 0 %, daß die Anzahl der gebildeten Sporidien identisch ist mit derjenigen der Kontrollen
und 100 %, daß die behandelten Sporen keinerlei Sporidien ausgebildet haben. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der
folgenden Tabelle X zusammengestellt.
| Wirkung | auf | die | Sporenbildung | von Ustilago maydis | 50 | ppm |
| Pilz | Ustilago maydis | |||||
| Produkt | itrat: ^-•^ |
Lon | 0,8 ppm | 3,1 ppm 12,5 ppm | ||
Beispiel 3 100 100 100 100
Beispiel 1 100 100 100 100
238.0. 609843/1168
-32- 26U666
Man behandelt Traubenbeeren (Graisse-Pfropfrebe) durch Eintauchen
in wäßrige Wirkstoffdispersionen. Diese Beeren werden anschließend
mit einem Tropfen einer Konidien-Suspension behandelt, die auf die Verletzungsstelle aufgetragen wird, die sich durch das
Abreißen des Stengels gebildet hat.
7 Tage nach dem Befall bewertet man jede Beere unter Anwendung des
folgenden Bewertungsmaßstabs:
0 = gesunde Beere
1 = schwaches Braunwerden in der Umgebung des
Inokulums
2 = Braunwerden bei 1/4 der Beere
3 = Braunwerden über die Hälfte der Beere
4 = Braunwerden von 3/4 der Beere
5 = Braunwerden der gesamten Beere
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle XI zusammengefaßt:
Tabelle XI Wirkung gegen Botrytis auf Traubenbeeren
Wirkstoff Konzentration/g/100 Ij Gesamtbewertung Mittelbewertung
pro Beere
Beispiel 3 30 120 2,4
Beispiel 1 30 90 1,8
Kontrolle - 240 4,80
609843/1 168
-33- 26U666
Man verdünnt den Wirkstoff mit Wasser, so daß man folgende Wirkstoff
konζentrationen erreicht:
CO=O ppm (Kontrolle)
C 1 = 31,2 ppm
C 2 = 125,0 ppm
C 3 = 500,0 ppm
Man bewirkt einen Befall von Bohnenpflanzen mit einem Alter von
15 Tagen, die zwei entfaltete Keimblätter aufweisen, mit weiblichen Milben der Spezies Tetranychus urticae. Man verwendet pro
Blatt 15 weibliche Tiere. 24 Stunden später entfernt man die
weiblichen Tiere wieder, so daß auf den Blättern nur die Gelege zurückbleiben.
Dann behandelt man die Bohnen durch Besprühen der Oberseite und der Unterseite der Blätter mit den oben angegebenen Wirkstoffverdünnungen.
Man besprüht in der Weise, daß man den Beginn des Herabrieselns der Flüssigkeit auf dem Blatt erreicht.
15 Tage nach der Behandlung zählt man die Anzahl der auf den
Bohnen vorhandenen lebenden Milben aus. Der Unterschied zwischen der Anzahl der auf den Kontrolltieren gefundenen Individuen und
derjenigen, die auf den behandelten Pflanzen vorliegen, ergibt einen Hinweis auf die durch die Wirkung des Wirkstoffs erreichte
Populationsverminderung. Diese Verminderung ist als %-Satz der Gesampopulation der Kontrollpflanzen angegeben, wobei 0 %
dafür steht, daß der Wirkstoff keinerlei Wirkung entfaltet, während 100 % für eine vollständige Aktivität steht. Die er-238.0.
609843/1 1 68
-34- 26H666
haltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle XII angegeben.
| Tabelle XII | bezogen | auf die Kon- | |
| Prozentsatz der | mobilen Population, | ||
| trollpopulation | urticae | (Milben) | |
| ~~~~^-^^ Konzentration | Tetranychus | 125 ppm | 500 ppm |
| Produkt """"""■«w | 31,2 ppm | 25 26 |
80 70 |
| Beispiel 3 Beispiel 2 |
10 5 |
||
Wirkung gegen Venturia inaequalis, den Verursacher des Apfelschorfs
Man verdünnt den Wirkstoff in Wasser, so daß man eine Suspension mit einer Konzentration von 30 g/100 1 erhält. Mit dieser Suspension
besprüht man Apfelbäume (weißer Kantapfel·), wobei man einmal· pro 15 Tage besprüht. 45 Tage nach der ersten Behandlung
bewertet man das Ausmaß des Befass durch AusZat^en der mit
Schorf versehenen Bl·ätter. Die erhaltenen Ergebnisse sind als
%-Satz der Verminderung des Ausmaßes des Befass in bezug auf
die Kontro^pOanZen angegeben. Dabei bedeuten 0 %, daß der Befa^
identisch ist mit demjenigen der Kontro^p^anZen, während
100 % dafür steht, daß das Produkt sehr wirksam ist und der Befa^
Nu^ beträgt. Die erhaitenen Ergebnisse sind in der fol·-
genden Tabe^e XIII angegeben.
609843/1 168
- 35 - 26U666
•Satz der Bekämpfung des Befalls im Vergleich zu Kontroll-
pflanzen
Produkt Konzentration in g/100 1 %-Satz der Be-
fallsverminderung
Beispiel 3 30 90
Beispiel 2 30 95
Wirkung gegen Botrytis cinerea auf Traubenbeeren Nach der in Beispiel 13 beschriebenen Verfahrensweise behandelt
man die Beeren mit wäßrigen Dispersionen, die unterschiedliche Konzentrationen des gemäß Beispiel 2 erhaltenen Produkts enthalten.
Die Ergebnisse sind in gleicher Weise angegeben wie die von Beispiel 13. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden
Tabelle XIV zusammengestellt.
Konzentration in ppm
Kontrolle 125 250 500
Gesamtbefall 93 76 61 250
Befall pro Beere 1,86 1,52 1,22 5 %-Satz im Vergleich zu
den Kontrollpflanzen 63,8 69,6 75,6
'60984 3/1168
-36- 26U666
Beispiel 17
Bei dieser Untersuchung wird das Produkt von Beispiel 2 verwendet,
das mit Hilfe einer 5 %igen Lösung eines oberflächenaktiven Mittels (Tween 20) suspendiert wird. Die eingestellten Verdünnungen
des Wirkstoffs als ppm sind die folgenden:
D- = 15,6 ppm
D2 = 62,5 ppm
D3 = 250,0 ppm
D4 = 1000,0 ppm
Die Suspensionen werden auf Bohnenblätter der Sorte "Plein Ie
panier" mit einem Alter von 10 Tagen in der Weise aufgesprüht,
daß sich eine Dosis von 1000 l/ha ergibt. 24 Stunden später bewirkt man einen Befall der Pflanzen durch Aufsprühen von Sporen
von "Uromyces phaseoli".
12 Tage nach der Behandlung bewertet man das Ausmaß des Befalls durch Bewertung der Symptome, die man mit denjenigen der unbehandelten
Kontrollpflanzen vergleicht. Man wendet einen Maßstab von 0 bis 100 an, wobei die Bewertungsziffer 0 für die unbefallene
Pflanze steht, während die Bewertungsziffer 100 dafür steht,
daß die Pflanze ebenso stark befallen ist wie die Kontrollpflanzen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle XV angegeben
.
609843/1168
-37- 26U666
| ""^-^Konzentration | Ausmaß | des Befalls | (%) Kontrolle = | ppm | 100 % | ppm |
| Produkt """"--. ,„^ | 15,6 | ppm 62,5 | ppm 250 | ,2 | 1000 | |
| Beispiel 2 | 93 | 53 | 5, | 0 | ||
Wirkung auf wachsendes Getreide - Rostbekämpfung Man formuliert das Produkt des Beispiels 2 zu einem benetzbaren
Pulver, das 50 Gew.-% Wirkstoff, 4,5 Gew.-% oberflächenaktives
Mittel, 1,5 Gew.-% Siliciumdioxid und 44,0 Gew.-% Kaolin enthält.
Dieses Pulver suspendiert man in Wasser, so daß man eine Wirkstoffkonzentration
von 30 g/100 1 erreicht. Man behandelt eine Getreidepflanzung ("Talent") im Stadium 10-5 (in dem das letzte
Blatt entfaltet ist) mit Hilfe der oben beschriebene wäßrigen Suspension, die in einer Menge von 1000 l/ha aufgebracht wird.
Jede behandelte Parzelle mit einer Fläche von 60 m2 wird viermal behandelt. Es werden vier unbehandelte Parzellen als Kontrollparzellen
verwendet. Bei der Behandlung 20 Tage später bewertet man unter Anwendung eines Maßstabs von 0 bis 100 den Grad des
Befalls des Getreides durch den gelben Rost (Puccinia striiformis) an vier Proben von 100 Stengeln, die pro Parzelle genommen werden.
Dabei steht die Bewertungsziffer 0 für keinen Befall und die
609843/1 1 68
-38- 26H666
Bewertungsziffer 100 für einen vollständigen Befall der Blätter
durch die Krankheit. Gegen Ende des Züchtungsvorgangs bewertet man die Ausbeute in den behandelten und den unbehandelten Parzellen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle XVI zusammengestellt.
Bekämpfung des Getreiderosts Bewertung des Befalls
bei der Behandlung 20 Tage nach der Be- Ausbeute in
handlung Zentner/ha
Beispiel 2 9,4 7,9 50,5
Kontrolle 10,5 19,8 45,7
238.0.
6 0 9843/1168
Claims (8)
- 26U666Patentansprüche(λJ. Systemische Fungizidmischung (M) , dadurch g e k e η η zeichnet , daß sie im wesentlichen aus Verbindungen (I) der Formeln (a) und (b)\ IN - CO R 2 1Ca)undI3N -CH.und(b)Verbindungen (II) der Formeln (c) und (d)CHΠ 13N -(c)undI2I3- N - CO R 2 1(d)besteht, worinR1 eine niedrigmolekulare Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und 238.0.9 84 3/116826U666R2 und R3, die gleichartig oder verschieden sein können, Wasser stoff atome oder Gruppen der folgenden Formeln- CO - R4
-CO2 - R4- CO - N R4R5- CH2 - N R6R7
bedeuten, in denenR. und R5 Wasserstoffatome, Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkyl- oder Arylgruppen bedeuten, wobei die Gruppen R4 und R5 gegebenenfalls mit Halogenatomen substituiert sein und Hetereoatome, wie Stickstoffatome, Sauerstoffatome oder Schwefelatome enthalten können, und wobei die Gruppen R4 und R5 ferner sauerstoff haltige, stickstoffhaltige oder schwefelhaltige Heterocyclen enthalten können undR, und R_, die gleichartig oder verschieden sein können, Wasser stoff atome oder niedrigmolekulare Alkylgruppen mit 1 bis Kohlenstoffatomen bedeuten, wobei die Fungizidmischung (M) durch Dinitrierung von Toluol, Reduktion des Dinitroderivats unter Bildung einer Mischung aus Toluylendiaminen, Abtrennen des Verfahrensnebenprodukts (S), das vorzugsweise mindestens 90 Gew.-% einer Mischung aus o-Toluylendiaminen enthält, aus der Toluylendiaminmischung, und Umwandlung des Nebenprodukts (S) zu der Fungizidmischung (M) unter Anwendung irgendeines geeigneten Verfahrens und ausgehend von den o-Toluylendiaminen des Nebenprodukts (S) hergestellt wird. - 2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 5, vor-238.0.6098A3/ 116826U666zugsweise 1 Kohlenstoffatom steht und die Gruppen R~ und R-. Wasserstoffatome bedeuten.
- 3. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppe R. eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einem Kohlenstoffatom, die Gruppe Rp eine Gruppe -CO-NHR , in der R. für eine Alkylgruppe mit 1 bis 10, vorzugsweise 4 Kohlenstoffatomen steht, und die Gruppe R~ ein Wasserstoffatom bedeuten.
- 4. Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß das Konzentrationsverhältnis der Verbindungen der Formel (II) zu den Verbindungen der Formel (I) zwischen 1 und 5, und insbesondere zwischen 1 und liegt.
- 5. Fungizide Mittel, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine Mischung gemäß den Ansprüchen 1 bis 4 enthalten.
- 6. Acarizide Mittel, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine Mischung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 enthalten.
- 7. Verwendung der Mischungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 4 zur Bekämpfung von Pilzen.
- 8. Verwendung der Mischungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 4 zur Bekämpfung von Milben.609843/ 1168
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|---|---|---|---|
| FR7511303A FR2306633A1 (fr) | 1975-04-11 | 1975-04-11 | Nouveaux melanges fongicides |
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|---|---|
| DE2614666A1 true DE2614666A1 (de) | 1976-10-21 |
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|---|---|---|---|
| DE19762614666 Withdrawn DE2614666A1 (de) | 1975-04-11 | 1976-04-05 | Systemische fungizidmischung und deren anwendung |
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