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DE2609331A1 - Motorventil - Google Patents

Motorventil

Info

Publication number
DE2609331A1
DE2609331A1 DE19762609331 DE2609331A DE2609331A1 DE 2609331 A1 DE2609331 A1 DE 2609331A1 DE 19762609331 DE19762609331 DE 19762609331 DE 2609331 A DE2609331 A DE 2609331A DE 2609331 A1 DE2609331 A1 DE 2609331A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gear
valve
motor
valve according
planetary gear
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19762609331
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Karl Dungs GmbH and Co KG
Original Assignee
Karl Dungs GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Dungs GmbH and Co KG filed Critical Karl Dungs GmbH and Co KG
Priority to DE19762609331 priority Critical patent/DE2609331A1/de
Publication of DE2609331A1 publication Critical patent/DE2609331A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K31/00Actuating devices; Operating means; Releasing devices
    • F16K31/02Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic
    • F16K31/04Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a motor
    • F16K31/047Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic using a motor characterised by mechanical means between the motor and the valve, e.g. lost motion means reducing backlash, clutches, brakes or return means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

  • Motorventil
  • Die Erfindung betrifft ein Motorventil mit einem Antriebsmotor, der über ein Getriebe großer aber setzung das bewegliche Glied des Ventiles antreibt, das in einem Gehäuse mit einem Ventilsitz angeordnet ist und dessen Betätigungsstange nach außen geführt ist0 Motorventile werden im allgemeinen dann verwendet, wenn es nicht darauf ankommt, daß das Ventil sehr rasch öffnet oder schließt. Andererseits ist die Verwendung von Motorventilen dann von Vorteil, wenn große Querschnitte und große Wege des beweglichen Ventilgliedes beherrscht werden müssen.
  • Motorventile werden auch dann verwendet, wenn das Ventil als Regelorgan, beispielsweise als Druckregler oder Durchflußregler verwendet werden soll.
  • Auch in allen den Fällen, in denen das Ventil eine oder mehrere Zwischenstellungen anfahren soll, werden zweckmäßigerweise Motorventile verwendet; die Verwendung von Magnetventilen würde entweder das Verwenden einer Mehrfachventilanordnung oder mehrerer Einzelventile erfordern, Je nach Zahl der einzustellenden Stufen. Die Verwendung eines Motorventiles ist in all den genannten Fällen zweckmäßiger, wenn die unvermeidlich größere Betätigungszeit bei einem Motorventil in Kauf genommen werden kann, was Jedoch häufig der Fall ist, beispielsweise in Gasfeuerungsanlagen. Da in derartigen Anlagen ohnedies zumeist in Stufen angefahren wird, stellt die nicht vernachlässigbar geringe öffnungszeit des Ventiles kein Hindernis sondern eher noch einen Vorteil dar, da während der Öffnung, die auch in Stufen durchgeführt werden kann, der Brenner gezündet und das Zünden überwacht werden kann.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Motorventil zu schaffen, das die beliebige Einstellbarkeit und Regelbarkeit eines Motorventiles mit dem Schnellschlußverhalten eines Magnetventiles oder eines hydraulisch oder pneumatisch gesteuerten Ventiles verbindet, ohne daß hierzu ein Motor besonders großer Leistung erforderlich ist0 Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Motorventil der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß das bewegliche Ventilglied durch eine Schließfeder belastet ist, daß das Getriebe bei Kraftfluß von dem beweglichen Ventilglied zum Antriebsmotor selbsthemmend ist, und daß das Getriebe ein Umlaufrädergetriebe umfaßt, das mit einer lösbaren Bremse oder Sperre zum Unterbrechen des Kraftflusses zwischen Motor und beweglichem Ventilglied ausgerüstet ist.
  • Ein erfindungagemäßes Motorventil vereinigt also die Vorteile eines Motorventiles mit dem Schnellschlußverhalten eines Magnetventiles. Es kann jede beliebige Stellung in einstellbarer, in weiten Grenzen beliebig wählbarer Zeit angefahren werden, und es kann jederzeit durch Lösen der Sperre oder Bremse mittels der Schließfeder ein Schnellschluß durchgeführt werden. Dabei ist der bauliche Mehraufwand gegenüber einem üblichen Motorventil sehr gering, da er sich auf eine Schließfeder sowie einige Zahnrädchen des Umlaufrädergetriebes und die Bremse oder Sperre und deren Betätigung beschränkt. Es verateht sich, daß das Motorventil gleichartig auch so aufgebaut werden kann, daß es motorbetätigt achließt und schnell öffnet, Ein derartiges Ventil ist beispielsweise als Leckgasventil verwendbar.
  • Die Sperre oder Bremse kann unterschiedlich ausgebildet sein, beispielsweise als Bandbremse, bei deren Einlegen sich ein Band um eines der Räder festzieh. Bei einer bevorzugten AusführungBform der Erfindung dagegen ist als Sperre ein elektromagnetisch ein- oder ausrückbarer Zahnhebel vorgesehen, der mit der Zahnung des Umlaufräderträgers in und außer Eingriff bringbar ist. Ein derartiger Zahnhebel einschließlich Lagerung und Antrieb läßt sich sehr preiswert verwirklichen und arbeitet zuverlässig. Ist er außer Eingriff mit dem Umlaufräderträger, ist der Kraftfluß vom Sonnenrad zum Außenkranz bzw. dem dem Außenkranz entsprechenden Rad unterbrochen. Der gelöste Umlaufräderträger kann dann frei umlaufen und es wird kein Drehmoment mehr zwischen Sonnenrad und Außenkranz bzw.
  • dem dem Außenkranz entsprechenden Zahnrad übertragen. Anstelle des Außenkranzes kann in bekannter Weise ein neben dem Sonnenrad angeordnetes Zahnrad vorgesehen sein, wobei dann an dem Planetenträger jeweils ein Zahnradpaar als Planetenrad eingesetzt ist, die miteinander kämmen und von denen das eine mit dem Sonnenrad und das andere mit dem dem Außenkranz entsprechenden Zentralrad kämmt0 Bevorzugt ist der Anker des Elektromagneten für die Betätigung des Zahnhebels oder aber der Zahnhebel selbst mit einer Rückstellfeder versehen, die eine den Zahnhebel außer Eingriff bringende Kraft erzeugt.
  • Diese Kraft wird bei laufendem Motor und gleichzeitig erregtem Elektromagnet von diesem überwunden und dadurch der Zahnhebel in Eingriff gebracht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Zahnwinkel von Umlaufräderträger und Zahnhebel, die die Zahnflanken miteinander einschließen, so gewählt, daß bei fehlender, auf den Zahnhebel wirkender Einrückkraft der Zahnhebel durch ein auf den Umlaufräderträger ausgeübtes Drehmoment ausrückbar ist0 Bei dieser Ausführungsform kann also entweder die Rückstellfeder, die den Zahnhebel außer Eingriff bringt, fehlen. Oder es ist, falls eine derartige Feder vorgesehen ist, sichergestellt, daß ein Schnellschluß auch noch bei einem Federbruch möglich ist.
  • In bevorzugter weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Umlaufrädergetriebe im Randbereich des Getriebes angeordnet und gegen ein Nortongetriebe auswechselbar0 Die Anordnung des Umlaufrädergetriebes im Randbereich hat den Vorteil, daß der Elektromagnet für die Betätigung der Bremse oder Sperre gut zugänglich außen angeordnet werden kann.
  • Diese Anordnung hat aber ferner den Vorteil, daß das gesamte Umlaufrädergetriebe, das als Baueinheit ausgebildet ist, gegen ein Nortongetriebe, also ein Schaltgetriebe für veränderbare tbersetzungsverhaltnisse (wie es auch an Werkzeugmaschinen, insbesondere Drehbänken, Anwendung findet) eingesetzt werden kann.
  • Dadurch läßt sich das erfindungsgemäße Motorventil universell auf die unterschiedlichsten Anwendungsfälle anpassen. Beispielsweise ist es ohne weiteres möglich, die von dem Motorantrieb erzeugte Stellgeschwindigkeit des Ventiles durch das Nortongetriebe in mehreren Stufen im Verhältnis 1:5 bis 1:10 zu verändern. Dadurch können beispielsweise üffnungszeiten zwischen mehreren Sekunden und zwanzig Sekunden mit im übrigen unverändertem Ventilaufbau verwirklicht werden.
  • Von Vorteil ist diese einfache Umstellbarkeit der Ventilbetätigungszeiten dann, wenn ein derartiges Ventil als Regler verwendet werden soll. Dabei ist bevorzugt das Ventil mit zwei Antriebsmotoren versehen, die das Getriebe in entgegengesetzten Drehrichtungen antreiben und die unter Spannung dauernd zum Stillstand abbremsbar sind. Derartige Motoren, die als Spaltpolmotoren im IIandel erhältlich sind, sind in ihrer Drehrichtung nicht umkehrbar, Es werden daher zwei Antriebsmotoren in Tandemanordnung verwendet, die abwechselnd antreibbar sind, um Je nach Steuersignal das Ventil weiter zu öffnen oder weiter zu schließen. Damit kann ein derartiges Ventil auch als Regler eingesetzt werden, das beispielsweise durch einen Druckwächter unstetig oder durch einen Druckgeber mit Potentiometer stetig stellbar ist.
  • Dabei kann Jedoch die Einstellung nicht nur in Abhängigkeit vom Druck, sondern auch in Abhängigkeit der Temperatur oder der Abgaszusammensetzung beispielsweise einer Feuerungsanlage erfolgen.
  • Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung sind von dem Getriebe ferner noch Steuernocken angetrieben, die Schalter betätigen. Diese Schalter können dazu verwendet sein, um Rückmeldungen, beispielsweise das Erreichen einer ersten oder zweiten üffnungs position oder das Erreichen der ganz geöffneten oder ganz geschlossenen Position rückzumelden.
  • Dadurch ist es möglich, Steuerungsvorgänge in Abhängigkeit der von dem beweglichen Ventilglied erreichten Position auszulösen. Dies kann insbesondere bei der Verwendung eines derartigen Ventiles in Feuerungsanlagen oder auch in Regelanlagen von Vorteil sein. Dabei sind die Scheiben mit Steuernocken nicht, wie üblich, mit der letzten, den Ventilstößel betätigenden Welle verbunden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,sind vielmehr die nockentragenden Scheiben von unterschiedlichen Getriebezwischenwellen angetrieben, die so ausgesucht sind, daß die Nockenscheibe bei dem Öffnungsgrad des Ventiles, bei dem ein Schalten erfolgen soll, etwa eine Umdrehung zurückgelegt hat. Soll zum Beispiel nach 10 % Öffnungshub ein Signal abgegeben werden, so ist die zugeordnete Nockenscheibe von einer Getriebewelle angetrieben, of die bis zur vollen Öffnung etwa 5 - 10 Umdrehungen durchführt. Dies hat den Vorteil, daß die Schaltgenauigkeit der die Signale erzeugenden, von den Nocken gesteuerten Schalter sehr viel höher ist als dann, wenn sämtliche Schalter von einer einzigen Scheibe betätigt werden, die für den vollen Öffnungshub des Ventiles nur etwa eine Umdrehung ausführt.
  • Weitere Einzelheiten und husgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit den Ansprüchen. Es zeigen in vereinfachter, schematisierter Darstellung: Fig. 1 einen Schnitt durch ein Ventil mit darauf aufgebautem Getriebe gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Räderanordnung im Getriebe bei abgenommener Deckplatine, Fig. 3 eine hbwicklung, deren Schnittebenen Jeweils durch die Achsen zweier miteinander in Eingriff befindlicher Zahnräder bestimmt sind, und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 2 in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 2.
  • In einem Gehäuse 1, das mit einem Zulauf 2 und einem Ablauf 3 versehen ist, ist ein bewegliches Ventilglied 4 mit einem Ventilstößel 5 und einem Ventilteller 6 senkrecht zur Fläche eines kreisringschneidenförmigen Ventilsitzes 7 verschiebbar gelagert. Der Ventilsitz 7 ist im Zuge einer Zwischenwand 8 angebracht, die den Zulauf 2 vom Ablauf 3 trennt. Der Ventilteller 6 ist mit einem Dichtring 9 aus einem elastischen Material versehen, der bei geschlossenem Ventil unter der Wirkung einer Schließfeder 10 dicht an dem Ventilsitz 7 anliegt. Der Ventilstößel 5 ist abgedichtet durch einen auf dem Ventilgehäuse 1 befestigten Deckel 11 nach außen geführt, auf dem ein Getriebe 12 angebracht ist, in das ein Antriebsmotor 13 eingebaut ist. Der Motor 13 treibt eine Abtriebswelle 14 des Getriebes 12 an, an der eine Kurbel 15 drehstarr befestigt ist, an deren freien Ende ein Pleuel 16 angelenkt ist. Das andere Ende des Pleuels 16 ist an dem Ventilstößel 5 angelenkt; es überträgt die Schwenkbewegung des Endes der Kurbel 15 auf den eine Translationsbewegung durchführenden Ventilstößel 5.
  • Von einem auf einer Welle 17 des Antriebsmotors 13 angebrachten Ritzel 18 wird ein großes Zahnrad 19 in Drehung versetzt, das drehstarr mit einem kleinen Zahnrad 20 verbunden ist, das seinerseits mit einem Antriebsrad 21 kämmt, auf dessen Welle ein Sonnenrad 22 drbhstarr befestigt ist. Das Sonnenrad 22 kämmt mit einem Planetenrad 23, das auf einem Bolzen drehbar gelagert ist, der an einem Planetenträger 24 angebracht ist, der ebenfalls als Zahnrad ausgebildet ist. An dem Planetenträger 24 ist für Jedes der Planetenräder 23 je ein mit dem zugeordneten Planetenrad 23 kämmendes Planetenrad 25 vorgesehen, das außer mit dem zugeordneten Planetenrad 23 auch noch mit einem Abtriebsrad 26 kämmt, das auf der Welle lose drehbar gelagert ist, auf der das Antriebsrad 21 und das Sonnenrad 22 drehstarr befestigt sind.
  • Das Abtriebsrad 26, das zusammen mit den Planetenrädern 25 auch durch einen Außenkranz mit Innenverzahnung ersetzt sein könnte, der unmittelbar mit den Planetenrädern 23 kämmt, treibt ein Doppelzahnrad 27 an, das seinerseits weitere, hintereinandergeschaltete Doppelzahnräder 28, 29 und 30 antreibt. Dabei besteht jedes Doppelzahnrad aus einem großen und einem kleinen Zahnrad, die drehstarr miteinander verbunden sind, wobei das große Zahnrad angetrieben ist und das kleine Zahnrad das große Zahnrad der nächstfolgenden Stufe antreibt. Das kleine Zahnrad des letzten Doppelzahnrades 30 treibt über ein Abtriebsrad 31 die Abtriebswelle 14 an, auf der das Abtriebsrad 31 drehstarr befestigt ist0 Der Planetenträger 24 ist lose drehbar gelagert. Um eine Drehmomentübertragung von dem Sonnenrad 22 über die Planetenräder 23 und 25 auf das hbtriebsrad 26 zu ermöglichen, muß der Planetenträger 24 arretiert werden. Zu diesem Zweck ist an einer Platine 32 des Getriebes 12, die zusammen mit einer weiteren Platine 33 die Lagerungen für alle Zahnräder trägt, ein kleiner Elektromagnet 34 befestigt, der wie der Elektromagnet eines üblichen Klappankerrelais aufgebaut ist und der einen schneidengelagerten Klappanker 35 bei Erregung anzieht, der an seinem freien Ende einen radial zur Achse des Abtriebsrades 26 bewegbaren Stößel 36 trägt.
  • Dor Stößel 36 liegt bei erregtem Elektromagnet 34 an einem Sperrhebel 37 an, der um einen Zapfen 38 schwenkbar ist, der an der Platine 33 befestigt ist. Der Sperrhebel 37 ist an der dem Stößel 36 gegenüberliegenden seite mit einer Zahnung 39 verstehen, die bei erregtem Elektromagnet 34 in die Verzahnung des Planetenträgers 24 eingreift und diesen gegen Verdrehen arretiert. Um eine Entriegelung des Planetenträgers 24 bei entregtem Elektromagnet 34 zu erzielen schließen die Flanken der Zähne des Planetenträgers einen Winkel von etwa 600 und die Blanken der Zähne der Zahnung 39 einen Winkel von etwa 500 ein. Dadurch wird erreicht, daß bei fehlendem Anpreßdruck des, Stößels 36 das von der Schließfeder 10 erzeugte und über die Zahnräder 31, 30, 29 28 und 27 rückübertragene Drehmoment den Sperrhebel 37 aus der Sperrung ausschwenkt. Bei ausgeschwenktem Sperrhebel 37 ist der Kraftschluß zwischen dem Antriebsritzel 18 dea Motors und der Abtriebstelle 14 unterbrochen, da der Planetenträger 24 frei durchdrehen kann. Zur Uslterstütaung der Ausschwenkwirkung kann zusätzlich eine Schenkelfeder 40 vorgesehen sein, die einerseits an dem Sperrhebel 37 angreift und die andererseits in eine Bohrung in der Platine 33 eingreift.
  • Das kleine Zahnrad 20 ist als Stufenrad mit unterschiedlichen Zahnezahlen ausgebildet. Zum Zwecke der Erzielung unterschiedlicher, schaltbarer Übersetzungsverhältnisse kann statt des Umlaufrädergetriebes 22, 23, 24, 25, 26 (oder auch zusätzlich hierzu) ein Nortongetriebe eingebaut sein. Zu diesem Zweck ist ein Doppelzahnrad 41 vorgesehen, das an einem Zapfen 42 drehbar gelagert ist, der seinerseits an einem Schwenkarm 43 befestigt ist, der um die Achse des Doppelzahnrades 27 schwenkbar ist.
  • Das kleine Rad des Doppelzahnrades 41 kämmt mit dem großen Rad des Doppelzahnrades 27. Das große Rad des Doppelzahnrades 41 kämmt, Je nach Drehlage relativ zur Achse des Doppelzahnrades 27, mit einer der Stufen des kleinen Zahnrades 20. Zu diesem Zweck ist das Doppelzahnrad 41 auf dem Zapfen 42 axial verschiebbar und es ist die axiale Länge des kleinen Rades des Doppelzahnrades 41 so groß wie die Summe der axialen Längen der einzelnen Stufen des kleinen Zahnrades 20o Für den Betrieb als Regler können die beiden Antriebs motoren 132 und 13" gemäß der Fig. 3, von denen Jeder jeweils eine andere Drehrichtung aufweist, die aber auf dieselbe Welle 17 arbeiten, wahlweise eingeschaltet werden. Ist die gewünschte Stellung des Ventiltellers 6 erreicht, werden entweder beide Motoren abgeschaltet oder beide Motoren erregt.
  • Durch die Selbsthemmung des gesamten Getriebes wird (bei eingerastetem Sperrhebel 37) die dabei erreichte Stellung des Ventilstößels 6 beibehalten0 Soll ein Schnellschluß erfolgen, weil beispielsweise die Flamme eines nachgeschalteten Brenners erloschen ist, wird der Elektromagnet 34 entregt, worauf die Schließfeder 10 den Ventilteller 6 relativ auf den Ventilsitz 7 führt. Durch die Drehträgheit der Zahnräder 27 bis 31 wird ein ausreichend schnelles und doch sanftes Schließen erzielt Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern Abweichungen davon möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassene Insbesondere können einzelne der Erfindungsmerkmale für sich oder zu mehreren kombiniert Anwendung finden.
  • Beispielsweise kann statt eines Tandemmotors auch ein Einzelmotor verwendet sein, wobei die Erregung des Elektromagneten 34 und die Speisung dieses Antriebsmotores gemeinsam erfolgen können.
  • Der Motor ist so ausgelegt, daß er auch bei festgebremster Abtriebswelle 17 ständig unter Spannung stehen kann. Soll nun ein Schnellschluß erfolgen, so werden Motor und Elektromagnet entregt und die Schließfeder 10 schließt das Ventil. Ebenso kann das Ventil statt mit einer Schließfeder mit einer Öffnungsfeder versehen sein, wenn das Ventil als Leckgasventil eingesetzt wird, das bei Stromausfall geöffnet sein muß. Die Schließfeder 10 bzw.
  • die an ihrer Stelle eingesetzte Öffnungsfeder bildet eine netzunabhängige und dadurch zuverlässig einsetzbare Kraftreserve, die die gewünschte Lage des Ventiles in Ausnahmefällen, bei fletzausfall oder bei Blammenausfall, herbeiführt.
  • Es versteht sich, daß anstelle des Kurbeltriebes und der Pleuelstange 16 auch an dem Ventilstößel 5 eine Zahnstange angebracht sein kann, in die ein Ritzel eingreift, das auf der Abtriebswelle 14 aufgekeilt ist. Auch kann zwischen Umlaufrädergetriebe und Antriebsmotor statt eines mehrstufigen Stirnradgetriebes ein Schneckenbetriebe eingeschaltet sein, das ohnedies selbsthemmend ist.
  • Ebenso kann das Umlaufrädergetriebe statt zwischen den Zahnrädern 19 20 und 27 auch zwischen den Zahnrädern 27 und 28 oder 28 und 29 oder 29 und 30 vorgesehen sein, wobei lediglich mit zunehmender Nähe zur Abtriebswelle 14 das Umlaufrädergetriebe für höhere Belastung ausgelegt sein muß.

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Motorventil mit einem Antriebsmotor, der über ein Getriebe großer Übersetzung das bewegliche Glied des Ventiles antreibt, das in einem Gehäuse mit einem Ventilsitz angeordnet ist und dessen Betätigungsstange nach außen geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Ventilglied (4) durch eine Schließfeder (10) belastet ist, daß das Getriebe (12) bei Kraftfluß von dem beweglichen Ventilglied (4) zum Antriebsmotor (13) selbsthemmend ist, und daß das Getriebe (12) ein Umlaufrädergetriebe (22 bis 26) umfaßt, das mit einer lösbaren Bremse oder Sperre (37) zum Unterbrechen des Kraftflusses zwischen Antriebsmotor und beweglichem Ventilglied ausgerüstet ist.
  2. 2. Motorventil nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß als Sperre ein elektromagnetisch ein- oder ausrückbarer Zahnhebel (37) vorgesehen ist, der mit der Zahnung des Umlaufräderträgers (24) in und außer Eingriff bringbar ist.
  3. 3. Motorventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flankenwinkel der Zähne von Umlaufräderträger (24j und Sperrhebel (37) so gewälilt sind, daß bei fehlender, auf den Sperrhebel (37) wirkender Einrückkraft der Sperrhebel durch ein auf den Umlaufräderträger (24) ausgeübtes Drehmoment ausrückbar ist.
  4. 4. Motor-ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlaufrädergetriebe (22 bis 26) im Randbereich des Getriebes (12) angeordnet und gegen ein Nortongetriebe (41, 42, 43) auswechselbar ist.
  5. 5. Motorventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zur Verwendung als Regler, dadurch gekennzeichnet, daß es mit zwei Antriebsmotoren (13', 13") versehen ist, die das Getriebe (12) in entgegengesetzten Drehrichtungen antreibt und die unter Spanriwig dauernd zum Stillstand abbremsbar sind.
  6. 6. Alotorventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Getriebe Steuernocken angetrieben sind, die Schalter betätigen.
  7. 7. Motorventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Steuernocken mit einer Welle des Getriebes in Antriebsverbindung steht, die so gewählt ist, daß der Steuernocken zum Zeitpunkt der Betätigung des ihm zugeordneten Schalters zumindest einen Großteil einer Umdrehung seit Beginn der Öffnungsbewegung des Ventiles zurückgelegt hat.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3606722A1 (de) * 1986-03-01 1987-09-10 Sempell Rhein Armaturen Antrieb, insbesondere zur betaetigung von armaturen mit schnellschalteinrichtung
FR2869863A1 (fr) * 2004-05-06 2005-11-11 Koyo Steering Europ K S E Soc Soupape motorisee pour variation de l'assistance dans une direction assistee hydraulique de vehicule automobile

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FR2869863A1 (fr) * 2004-05-06 2005-11-11 Koyo Steering Europ K S E Soc Soupape motorisee pour variation de l'assistance dans une direction assistee hydraulique de vehicule automobile

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