DE2605683A1 - Seilfoerderanlage - Google Patents
SeilfoerderanlageInfo
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- B61B7/00—Rope railway systems with suspended flexible tracks
- B61B7/04—Rope railway systems with suspended flexible tracks with suspended tracks serving as haulage cables
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- Electric Cable Installation (AREA)
Description
• PATENTANWÄLTE
D-4000 DÜSSELDORF 1 DIPL.-ING. ALEX STENGER
Malkastenstr«ße2 <3 DIPL.-ING. WOLFRAM WATZKE
DIPL.-ING. HEINZ J. RING
Unser Zeichen: γζ Qgg Datum: 12# Februar 1976
L.& P. Kupfer, CH - ^612 Steffisburg, Thunstraße 57
(Kanton Bern)
Seilförderanlage
Die Erfindung betrifft eine Seilförderanlage, insbesondere Sessellift-
oder Schleppliftanlage, mit um annähernd vertikale Achsen drehbaren Umlenk- und Ablenkrädern oder -rollen für wenigstens zwei
Seile, die gleichzeitig als Förder- und Tragseile dienen und eine geschlossene Umlaufbahn bilden, und mit mindestens einer Seilklemme,
die mit ihren Klemmbacken das Seilpaar erfasst, an welcher Seilklemme eine ein Fördermittel tragende Gehängestange angeordnet
ist.
Da insbesondere bei Sessellift und Schleppliftanlagen die an einem
Förderseil angreifende Seilklemme eine vom Seil nach der einen Seite abstehende Verlängerung aufweist, lässt sich das Seil nur
nach der davon abgekehrten Seite ablenken und wird daher bei der bisher bekantesten Ablenkungsart mit der der vorgenannten Verlängerung
abgekehrten Seite am horizonral angeordneten Ablenkrad abgestützt .
Bei einem endlos in sich geschlossenen Förderseil lässt sich diese
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Ablenkung je nach Ablenkrichtung im Bahnverlauf an einem seiner
beiden Stränge ohne weitere Vorkehrungen verwirklichen, wogegen für den anderen Seilstrang eine Ablenkung mit mehreren Ablenkrollen
oder einem komplizierten dem Verschleiss unterworfenen Spezialrad mit Abstützkörpern erforderlich ist, damit auch dieser
Seilstrang abgelenkt werden kann. Solche Ablenkvorrichtungen sind jedoch baulich aufwendig und mit möglichen Betriebsstörungen verbunden.
Eine solche Ablenkvorrichtung ist in der Schweizer Patentschrift Nr. 481 781 beschrieben.
Im allgemeinen ist eine Ablenkung eines mit Personen beladenen Fahrzeuges um eine normal grosse Umlenkacheibe für.diese sehr unangenehm,
da die Winkelgeschwindigkeit in Bezug auf den Ablenk— radius zu gross ist. Im weiteren bewirkt dies eine übermässige Beanspruchung
des Sessels oder Fahrzeuges durch die Zentrifugalkräfte und kann zu Ermüdungserscheinungen im Material kommen und somit
den Passagier direkt gefährden.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, die oben genannten Nachteile zu vermeiden und eine Seilförderanlage zu schaffen, bei welcher das
Fahrzeug während der Fahrt in der Ablenkkurve mit üblichen Ablenkrädern oder -rollen ohne zusätzliche Stützorgane geführt werden
kann.
Die Erfindung besteht darin, dass die Seile an, jedem dem inneren
Ablenkrad bzw. den inneren Ablenkrollen benachbarten Strang gekreuzt sind und die Gehängestange an der Seilklemme kardanisch aufgehängt
ist, so dass während der Seilbewegung das eine Seil in der oberen Laufrille des inneren Ablenkrades bzw. den oberen Laufrillen
der inneren Ablenkrollen und in den unteren Laufrillen aller übrigen Räder bzw. Rollen läuft und die Seilklemme vor und hinter
dem inneren Ablenkrad bzw. den inneren Ablenkrollen um die Seilachsen gedreht und mit ihren Klemmbacken in den Laufrillen des
inneren Ablenkrades bzw. der inneren Ablenkrollen geführt wird.
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-y-
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist anschliessend
anhand beiliegender Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Seilförderanlage mit Ablenkvorrichtung bestehend aus Ablenkrädern,
Fig. 2 eine perspektivische Teilansicht einer Seilförderanlage mit einer Ablenkvorrichtung bestehend aus Rolleneinheiten,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Seilklemme, die mit ihren Klemmbacken
die Förderseile erfasst, ^
Fig. 4 einen Schnitt durch die Klemme nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 eine Vorderansicht einer Seilführung mit Klemmendurchgang über Seiltragrollen in Ausführung als tragende Einheit
mit kardanisch aufgehängter Gehängestange,
Fig. 6 eine Vorderansicht einer Seilführung mit Klemmendurchgang
unter Seiltragrollen in Ausführung als niedei&altende
Einheit mit kardanisch aufgehängter Gehänge spange und
Fig. 7 eine Vorderansicht einer Seilführung mit Klemmendurc%-gang
am Umlenkrad oder bzw. Ablenkrolle.
Die Seilförderanlage umfasst zwei Umlenkräder 4, 5, dessen eines
ein Antriebsrad ist. Zwischen den beiden Umlenkrädern 4 und 5 sind in den Ablenkkurven Ablenkräder 6 und 8 (Fig. 1) die durch Ablenkrollen
7 und 9 (Fig. 2) ersetzt werden können, angeordnet. Die Umlenk- sowie die Ablenkräder oder -rollen drehen sich um vertikale
Achsen und sind mit Rillen versehen, in welchen zwei Seile 1, 2, die gleichzeitig als Förder-und Tragseile dienen und eine geschlossene
Umlaufbahn bilden, geführt sind. Um eine gute Führung der Seile 1, 2 zu gewährleisten, liegen die Seile horizontal oder
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schief nebeneinander angeordnet auf Führungsrollen 3 der Streckenstützen,
welche die Seilauflagekräfte nach unten oder nach oben oder in schiefer Ebene abstützen. An den Umlenkrädern 4,5 sowie an den
Ablenkrädern 6, 8 oder Ablenkrollen 7, 9 sind die Seile 1, 2 vertikal
übereinander angeordnet und die Seilauflagekräfte werden dort entsprechend der Richtungslage der Umlenk- oder Ablenkvorrichtungen abgestützt
.
Mehrere Seilklemmen 10 erfassen in gleichen Abständen voneinander das Seilpaar 1, 2. Bei der horizontalen Seilführung über die Stützenrollen
3 ragt ein von der Seilklemme 10 abstehende Anschluss nach unten, wobei bei den Umlenkrädern 4, 5 sowie den Ablenkrädern 6,8
oder Ablenkrollen 7, 9 dieser nach aussen steht. An diesem Anschluss
ist ein Kardangelenk 11 befestigt, auf dem eine ein Fahrzeug 16 tragende Gehängestänge 15 aufgehängt ist. Dieses Kardangelenk
11 erlaubt es, die Gehängestange 15 allseitig auszuschwenken. Die Seil klemme 10 selbst umfasst zwei äussere Klemmbacken 12 und zwei
innere schiebbare Backen 13, die über ein vorgespanntes Tellerfeder— paket 14 auf das Förderseil 1 und 2 gepresst werden. Durch die Klemmbacken
12 werden die beiden Förderseile 1, 2 erfasst.
Die Ablenkrollen 7 und 9, die üblicherweise die Ablenkräder 6, 8
ersetzen, sind aus dem Grund vorteilhaft, weil ihre Anzahl je
nach dem Ablenkwinkel angepasst werden kann. Die Ablenkräder 6,8 oder die Ablenkrollen 7, 9 sowie die Umlenkräder 4, 5 sind mit
je zwei Lauf rillen ausgerüstet, in welchen die beiden Seile 1, 2 geführt sind. Die Anzahl der Seile kann aber grosser sein als zwei;
dementsprechend wird die Anzahl der laufrillen der Anzahl der Seile angepasst.
Die Seile 1, 2 sind an jedem dem inneren Ablenkrad 8 bzw.den inneren
Ablenkrollen 9 benachbarten Strang, d.h. im Trasseverlauf am Seilstrang, wo der abstehende Anschluss der Seilklemme 10 an dem Ablenkrad
8 oder den Ablenkrollen 9 nicht stützbar ist, gekreuzt. Diese Kreuzung der Förderseile führt dazu, dass während der Seilbewegung
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das eine Seil 1 in der oberen Laufrille des inneren Ablenkrades bzw. den oberen Lauf rillen der inneren Ablenkrollen 9 und in den
unteren Laufrillen aller übrigen Räder 4» 5, 6 bzw. -rollen 7
läuft. Dies erzeugt eine Verschwenkung der Seilklemme 10 um 90 im Gegenuhrzeigersinne und 90° im Uhrzeigersinne aus der annähernd
horizontalen Norinallage. Somit kommen die Klemmbacken 12 der Seilklemme
10 in die Laufrillen des inneren Ablenkrades 8 bzw. der
inneren Ablenkrollen 9. und der Anschluss der Seilklemme 10 ist -von der
Laufrille nach aussen gerichtet, so dass das Fahrzeug 16 ohne weiteres die Ablenkkurve am inneren Ablenkrad 8 bzw. den inneren
Ablenkrollen 9 passieren kann.
Die Seile 1, 2 haben üblicherweise den gleichen Durchmesser; sie
können aber auch verschiedene Durchmesser aufweisen. Die Seile 1,
sind üblicherweise durch die Klemmbacken 12 und die schiebbaren Backen IJ festgehalten, so dass sie mit der Klemme ausgeschwenkt
werden. Es ist aber auch durchaus möglich, dass das eine Seil oder beide in den Klemmbacken 12 frei drehbar sind. In diesem "Falle wird
nur die Seilklemme 10 ausgeschwenkt.
Die oben beschriebene Seilförderanlage löst durch die Kreuzung der
Seile das Problem der unbehinderten Fahrt eines Fahrzeuges über die Ablenkkurve mit einfachen Mitteln ohne Verwendung kostspieliger
Vorrichtungen oder zusätzlicher Stützorgane.
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Claims (7)
1. Seilförderanlage, insbesondere Sessellift- oder Schleppliftanlage,
mit um annähernd vertikale Achsen drehbaren Umlenk-(4» 5) und Ablenkrädern (6, 8) oder -rollen (7, 9) für wenigstens zwei Seile
(lf 2), die gleichzeitig als Förder- und Tragseile dienen und eine
geschlossene Umlaufbahn bilden, und mit mindestens einer Seilklemme (10), die mit ihren Klemmbacken (12) das Seilpaar erfasst, an welcher
Seilklemme eine ein Fördermittel (16) tragende Gehängestange (15) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (1, 2) an
jedem dem inneren Ablenkrad (8) bzw. den inneren Ablenkrollen (9) benachbarten Strang gekreuzt sind und die Gehängestange (15) an
der Seilklemme (10) kardanisch aufgehängt ist, so dass während der Seilbewegung das eine Seil (1) in der oberen Laufrille des inneren
Ablenkrades (8) bzw. den oberen Laufrillen der inneren Ablenkrollen
(9) und in den unteren Lauf rillen aller übrigen Räder (4, 5» 6) bzw. Rollen (7) läuft und die Seilklemme (10) vor und hinter dem inneren
Ablenkrad (8) bzw. den inneren Ablenkrollen (9) um die Seilachsen
gedreht und mit ihren Klemmbacken (12) in den Lauf rillen des inneren Ablenkrades (8) bzw." der Inneren Ablenkrollen (9) geführt #rird.
2. Seilförderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (1, 2) verschiedene Durchmesser aufweisen.
3. Seilförderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kardanische Aufhängung der Gehängestange (15) an der Seilklemme
(10) durch ein Kardangelenk (11) erfolgt, welches es erlaubt, die Gehängestange (15) allseitig auszuschwenken.
4. Seilförderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Seilklemme (10) um 90° im Gegenuhrzeigersinne und um 90° im Uhrzeigersinne aus der Normallage auschwenkbar ist.
ORIGINAL INSPECTED
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5. Seilförderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilklemme (10) ausser Klemmbacken (12) zwei innere verschiebbare
Backen (15) umfasst, die federbelastet sind.
6. Seilförderanlage nach Anspruch 5f dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Seil (1, 2) durch eine Klemmbacke (12) und eine schiebbare
Backe (15) erfasst ist.
Backe (15) erfasst ist.
7. Seilförderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
in den Klemmbacken (12) der Klemme (10) ein oder alle Seile (1, 2)
frei drehbar sind.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH74476A CH597025A5 (de) | 1976-01-21 | 1976-01-21 |
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