DE2259601B2 - Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren - Google Patents
Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von VerladerohrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren,
deren eines Ende ortsfest angeordnet ist und die mit Hilfe eines drehbar gelagerten Auslegers und einer
einen Antrieb aufweisenden Einrichtung um ihr ortsfestes Ende in horizontaler und in vertikaler
Richtung schwenkbar sind.
Derartige Vorrichtungen sind bereits seit laiigem bekannt und gestatten es, das freie Ende eines;
Verladerohres in jede gewünschte Position zu bringen, wie dies beispielsweise beim Beladen von Schiffen
notwendig ist.
In diesem Zusammenhang wird auf die US-PS 16 33 627 verwiesen.
Die F i g. 7 dieser Schrift zeigt die Aufhängung eines dem Beladen von Schiffen mit Schüttgut dienenden
Verladerohres, das um eine waagrechte Achse in vertikaler Ebene unter der Einwirkung eines Seilzuges
schwenkbar ist Der Seilzug ist über Umlenkrollen am freien Ende eines horizontal verlaufenden Trägers
geführt. Dieser Träger ist mittels Rollen auf einer kreisringförmigen Schiene mit vertikalem Steg und
horizontal liegendem Flansch verfahrbar, so daß sich die gesamte Rohraufhängung um die vertikale Achse
drehen kann. Die Schiene selbst ist von einem gerüstartigen Ausleger getragen.
Nachteilig ist bei diesen Vorrichtungen die schwere Tragkonstruktion für das Verladerohr, das sich nicht mit
größter Präzision steuern läßt. Durch die große Länge des Verladerohres führen nämlich bereits kleine
Bewegungen der das Rohr tragenden Einrichtungen zu verhältnismäßig großen Bewegungen des freien Rohrendes,
was sich naturgemäß beim Betrieb als nachteilig auswirkt.
Antreibende Seilzüge der verwendeten Art sind hierfür nicht geeignet.
Es ist deshalb Aufgabe dieser Erfindung, eine Vorrichtung nach der eingangs gegebenen Klassifizierung
zu nennen, bei der anstelle des bekannten Drehantriebes durch einen das horizontale Drehlager
spillartig unischlingenden Seiltrieb ein Drehantrieb vorgesehen ist, der sich feinfühliger steuern läßt und
zudem den Ausleger unterstützt.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die zum Verschwenken des Auslegers dienende
Einrichtung längs einer das ortsfeste Ende des Verladerohres mit Abstand umgebenden kreisringförmigen
Schiene verfahrbar ist. Die Einrichtung für das Verschwenken ist dabei vorzugsweise mindestens eine
einen elektrischen Antrieb aufweisende Katze, die vorteilhafterweise als Unterflanschkatze ausgebildet ist
und die auf horizontal liegenden Flanschen der Schiene läuft.
Mit Hilfe dieser zum Verschwenken des Auslegers dienenden Einrichtung, z. B. der vorgeschlagenen
Unterflanschkatze, lassen sich Schwenkbewegungen innerhalb eines sehr kleinen Winkelbereiches durchführen,
ohne daß hierzu aufwendige Getriebe erforderlich sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung trägt die Unterflanschkatze einen beweglichen Ausleger, der
als Träger für eine Winde zum Heben und Senken des Verladerohres dient. Der Ausleger bewegt sich
zusammen mit der Unterflanschkatze und weist zwei Arme auf, wobei über den einen Arm das Seil zum
Heben und Senken des Rohres geführt ist, während der andere Arm zur Abstützung des Auslegers dient.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung und den Zeichnungen im Zusammenhang
mit den Ansprüchen hervor.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt
sind, näher beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht und
F i g. 2 eine Draufsicht des ersten Ausführungsbeispiels;
F i g. 3 eine Seitenansicht und
F i g. 4 eine Draufsicht auf das zweite Ausführungsbeispiel.
In den F i g. 1 und 2 ist eine Aufhängevorrichtung mit einem Drehantrieb für ein Verladerohr 1 dargestellt, mit
dessen Hilfe vor allem leichtfließende Schüttgüter in Schiffe verladen werden. Das Verladerohr 1 ist an
seinem einen Ende 2 ortsfest und zugleich schwenkbar gelagert, so daß mit seinem freien Ende 3 eine große
Fläche bestrichen werden kann.
Zum Verschwenken des Verladerohres 1 dient eine motorisch angetriebene Einrichtung 4, die längs einer
als Träger für die Einrichtung 4 und das Verladerohr 1 dienenden kreisringförmigen Schiene 5 verfahrbar ist.
Zu der Trageinrichtung 4 gehört mindestens eine einen elektrischen Antrieb 6 aufweisende Katze,
vorzugsweise eine Unterflanschkatze 7, die Räder 8 und 9 aufweist und auf den unteren, horizontal liegenden
Flanschen 10 der Schiene 5 läuft, die vorzugsweise ein doppel-T-förmiges Profil besitzt
Wie F i g. 2 zeigt, ist die kreisringförmige Schiene 5 offen und mit ihren freien Enden 11 und 12 an einer
Gebäudewand 13 befestigt. Ferner dienen zur Verankerung horizontal und schräg verlaufende Abspannungen
14 und 15. Die Unterflanschkatze 7 trägt einen beweglichen Ausleger 16, der als Träger für eine Winde
17 zum Heben und Senken des Verladerohres 1 dient und an seinem freien Ende 18 eine Umlenkrolle 19 für
ein Hubseil 20 aufweist. Der Ausleger 16 ist ein länglicher Träger und besteht aufgrund seiner Aufhängung
an der Unterflanschkatze 7 aus zwei Armen 21 und 22, wobei der eine Arm 21 eine echte Auslegerfunktion
besitzt, während der andere Arm 22 zur Abstützung dient.
Das Ende 23 des Armes 22 am Ausleger 16 ist ebenfalls ortsfest bei dem ortsfesten Ende 2 des
Verladerohres 1 gelagert, das zugleich im Mittelpunkt der kreisringförmigen Schiene 5 liegt. Das ortsfeste
Lager 24 des Auslegers 16 umfaßt ein Drucklager und weist einen Kugelkranz auf, der Lagereigenschaften wie
ein Königszapfen besitzt. Die Art der Belastung des Auslegers 16 bringt es mit sich, daß sein Ende 23
insbesondere bei einem langen Arm 21 um die Aufhängestelle unterhalb der Unterflanschkatze 7 nach
oben gedrückt wird.
Die Stromzuführung für die einzelnen Antriebe erfolgt über eine konzentrisch zur Schiene 5 angeordnete
Kreisschiene mit Hilfe mehrerer Kabelwagen.
Die Art der Aufhängung und Lagerung des Rohres 1 an seinem Ende 2 sowie die Zuführung des Schüttgutes
zu dem Verladerohr ist grundsätzlich bekannt und bedarf daher keiner näheren Erläuterung.
Das in den F i g. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von der zuerst beschriebenen
Vorrichtung vor allem dadurch, daß die kreisringförrnige Schiene 26 geschlossen ist und daß sich der Ausleger
ίο 27 mit seinem einen Ende 28 an der Schiene 26 abstützt
Der Ausleger 27 weist hierzu eine oder mehrere Rollen 29 auf, die beispielsweise auf der Unterseite der
horizontal liegenden Flansche der im Querschnitt doppel-T-förmigen Schiene 26 laufen. Die Schiene 26
kann auch ein anderes Profil besitzen, wenn dies aus bestimmten Gründen zweckmäßig ist.
Das Verladerohr 30 ist im Mittelpunkt der kreisringförmigen Schiene 26 ortsfest und zugleich schwenkbar
gelagert wie dies auch bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel der Fall ist Der Ausleger 27
erstreckt sich mit seinen in Trägerlängsrichtung verlaufenden Teilen zu beiden Seiten der Rohrlagerung
und dreht sich mit seinem Arm 31 um diese. Der zweite Arm 32 des Auslegers 27 trägt wiederum eine Winde 33
und eine Umlenkrolle 34 für das Hubseil 35.
Die als Träger für den Ausleger 27 und das Verladerohr 30 dienende kreisringförmige Schiene 26
ist nicht an einem Gebäude ummittelbar befestigt, sondern vorzugsweise an einem Gerüst 38, das starr
oder verfahrbar sein kann. An dem Gerüst befindet sich schließlich auch noch eine für die Stromversorgung
bestimmte Kreisschiene 36, längs der mehrere Kabelwagen verfahrbar sind.
Die Verladerohre 1 und 30 sind an sich bekannte Teleskoprohre, die mit Hilfe eines Kettenzuges 37 zwangsweise ein- bzw. ausziehbar sind.
Die Verladerohre 1 und 30 sind an sich bekannte Teleskoprohre, die mit Hilfe eines Kettenzuges 37 zwangsweise ein- bzw. ausziehbar sind.
Die Erfindung ist nicht auf die zwei Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr können Änderungen vorgenommen
werden, ohne daß dadurch von dem allgemei-
fo nen Erfindungsgedanken abgewichen wird. Ein besonderer
Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in folgendem zu erblicken:
Wird das Beladerohr bei herkömmlichen Konstruktionen gegen ein Hindernis geschwenkt, so treten
infolge der Kraftübertragung mittels Zahnräder große Kräfte im Beladerohr auf, und ein Abknicken ist nicht
ausgeschlossen. Dies wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vermieden, da die Verstellkräfte durch
Reibung auf der Kreisschiene übertragen werden. Sollte das Rohr beim Ausschwenken gegen ein Hindernis
laufen, so besteht nicht die Gefahr der Beschädigung, da die Räder der Unterflanschkatze auf der Schiene
rutschen. Dies ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren, deren eines Ende
ortsfest angeordnet ist und die mit Hilfe eines drehbar gelagerten Auslegers und einer einen
Antrieb aufweisenden Einrichtung um ihr ortsfestes Ende in horizontaler und vertikaler Richtung
schwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die zum Verschwenken des Auslegers (16, 27) dienende Einrichtung (4) längs einer das ortsfeste
Ende des Verladerohres (1, 30) mit Abstand umgebenden, kreisringförmigen Schiene (5., 26)
verfahrbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung mindestens eine einen
elektrischen Antrieb (6) aufweisende Katze, vorzugsweise eine Unterflanschkatze (7), umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisringförmige Schiene
(5) einen vertikal stehenden Steg und horizontal liegende, als Laufflächen dienende Flansche (10)
umfaE .
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ihre freien Enden (11, 12) an
einer Gebäudewand (13) befestigt sind und daß die Schiene (5) mit Hilfe horizontaler und schräger
Abspannungen (14,15) am Gebäude verankerbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung für die
einzelnen Antriebe über eine konzentrisch zur Schiene (5) angeordnete Kreisschiene (25) erfolgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterflanschkatze (7) einen
beweglichen Ausleger (16) trägt, der als Träger für eine Winde (17) zum Heben und Senken des
Verladerohres (1) dient und an seinem freien Ende (18) mindestens eine Umlenkrolle (19) für ein
Hubseil (20) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis θ, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (23) des Auslegers (16)
ortsfest bei dem ortsfesten Ende (2) des Verladerohres (1) gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das ortsfeste Lager (24) des
Auslegers (16) ein Drucklager umfaßt und einen Kugelkranz aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisringförmige Schiene
(26) geschlossen ist und daß sich der Ausleger (27) mit seinem einen Ende (28) an der Schiene (26)
abstützt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gerüst (38) als
Träger für die geschlossene kreisringförmige Schiene (26) sowie die zur Stromversorgung bestimmte
Kreisschiene (36) dient.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verladerohr (30) ein an sich bekanntes Teleskoprohr ist und mit Hilfe eines
Kettenzuges (37) zwangsweise ein- und ausziehbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2259601A DE2259601B2 (de) | 1972-12-06 | 1972-12-06 | Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren |
| NL7316021A NL7316021A (de) | 1972-12-06 | 1973-11-22 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2259601A DE2259601B2 (de) | 1972-12-06 | 1972-12-06 | Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2259601A1 DE2259601A1 (de) | 1974-06-12 |
| DE2259601B2 true DE2259601B2 (de) | 1978-05-18 |
| DE2259601C3 DE2259601C3 (de) | 1979-01-18 |
Family
ID=5863625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2259601A Granted DE2259601B2 (de) | 1972-12-06 | 1972-12-06 | Vorrichtung zum verschwenkbaren Aufhängen, insbesondere von Verladerohren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2259601B2 (de) |
| NL (1) | NL7316021A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3006882A1 (de) * | 1980-02-23 | 1981-09-10 | M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 8500 Nürnberg | Massengutuebergabe- oder massengutniederleitvorrichtung |
| EP0173182A1 (de) * | 1984-08-28 | 1986-03-05 | Albert Böcker GmbH & Co. KG | Hub- und Schwenkvorrichtung für den Austragsabschnitt einer rohrförmigen Schuttrutsche |
-
1972
- 1972-12-06 DE DE2259601A patent/DE2259601B2/de active Granted
-
1973
- 1973-11-22 NL NL7316021A patent/NL7316021A/xx not_active Application Discontinuation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3006882A1 (de) * | 1980-02-23 | 1981-09-10 | M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 8500 Nürnberg | Massengutuebergabe- oder massengutniederleitvorrichtung |
| EP0173182A1 (de) * | 1984-08-28 | 1986-03-05 | Albert Böcker GmbH & Co. KG | Hub- und Schwenkvorrichtung für den Austragsabschnitt einer rohrförmigen Schuttrutsche |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL7316021A (de) | 1974-06-10 |
| DE2259601C3 (de) | 1979-01-18 |
| DE2259601A1 (de) | 1974-06-12 |
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