DE2601532A1 - Verfahren zur herstellung von o,o-dialkyl-s-benzyl-thiophosphaten - Google Patents
Verfahren zur herstellung von o,o-dialkyl-s-benzyl-thiophosphatenInfo
- Publication number
- DE2601532A1 DE2601532A1 DE19762601532 DE2601532A DE2601532A1 DE 2601532 A1 DE2601532 A1 DE 2601532A1 DE 19762601532 DE19762601532 DE 19762601532 DE 2601532 A DE2601532 A DE 2601532A DE 2601532 A1 DE2601532 A1 DE 2601532A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- reaction
- phosphite
- sulfur
- alkali
- diester
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/06—Phosphorus compounds without P—C bonds
- C07F9/16—Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
- C07F9/165—Esters of thiophosphoric acids
- C07F9/17—Esters of thiophosphoric acids with hydroxyalkyl compounds without further substituents on alkyl
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/06—Phosphorus compounds without P—C bonds
- C07F9/16—Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
- C07F9/165—Esters of thiophosphoric acids
- C07F9/1653—Esters of thiophosphoric acids with arylalkanols
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Organophosphorverbindungen, die als bakterizide und insektizide Mittel im Acker- und Pflanzenbau verwendbar
sindj insbesondere ein industriell vorteilhaftes Verfahren
zur Herstellung von 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten
in-hoher Reinheit und mit hoher Ausbeute.
Ein bisher bekanntes Verfahren zur Herstellung von 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten beruht auf folgenden
zwei Stufen: in der ersten Stufe wird ein Diester der phosphorigen Säure nach den nachstehenden Reaktionsgleichungen
mit Schwefel und einem Metallcarbonat oder Ammoniumcarbonat
zu einem Metall- oder Ammoniumsalz eines Monothiophosphorsäure-diesters
umgesetzt (vgl. JA-PS 18367/63):
024-(76-10I)-SFBk
$09832/0933
RO
RO
2 P-OH + 2S + K2CO —>
2 P-SK + CO2 +
RO
2 P-OH + 2S + RO^
ROnJI
RO
+ CO2 +
Das resultierende Metall- oder Ammoniumsalz des entsprechenden Monothiophosphorsäure-diesters wird anschließend
nach den folgenden Reaktionsgleichungen mit einem Benzylhalogenid zu den gewünschten 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten
umgesetzt (vgl. die JA-PS 2968/57 sowie die in Japan erschienene Monographie 'Chemistry of
Agricultural Agents', herausgegeben von der Chemical
Society of Japan, publiziert von Dainihon Tosho K.K. (Band einer Reihe über industrielle Chemie), Seite 61-62):
P-SK + ClCH,
RO H
P-S-CH2
+ KCl
RO'
P-SNH^ + ClCH2-
P-S-CH,
+ NH^Cl
Einer der größten Nachteile des herkömmlichen Verfahrens ist allerdings, daß die Bildung von Kohlendioxid
als Nebenprodukt bei der Herstellung der Metall- oder
ΙΟ 9 8 3 2 /-Q9 3 3
Ammoniumsalze der Monothiophosphorsäure-diester unvermeidlich
ist, wie aus den obigen Reaktionsgleichungen hervorgeht.
Wenn die Reaktion nach diesem herkömmlichen Verfahren durchgeführt wird, tritt bei fortschreitender
Reaktion eine heftige Entwicklung einer großen Menge Kohlendioxid auf, so daß das Reaktionssystem während
der Reaktion stößt, wodurch das verwendete Lösungsmittel und die Ausgangsmaterialien mit dem entwickelten
Kohlendioxid mitgerissen werden und aus dem Reaktionssystem entweichen; auf diese Weise tritt ein beträchtlicher
Verlust an Lösungsmittel und eingesetzten Ausgangsmaterialien auf.
Da es auf außerordentliche Schwierigkeiten stößt, die Entwicklung des Kohlendioxids durch Einstellung der
Reaktionstemperatur zu kontrollieren, ist dieses herkömmliche Verfahren unter dem Gesichtspunkt einer industriellen
Anwendbarkeit nicht zufriedenstellend.
Ein weiterer gravierender Nachteil des herkömmlj chen
Verfahrens beruht darauf, daß das als Endprodukt erhaltene O,0-Dialkyl4S-benzyl-thiophosphat mit Verunreinigungen
einschließlich des als Ausgangsmaterial verwendeten Schwefels verunreinigt ist. Es ist entsprechend auf diese Weise
unmöglich, die erwünschten 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate
in hoher Reinheit herzustellen, ohne daß weitere aufwendige Abtrennschritte für den verunreinigenden Schwefel
erforderlich sind.
Die meisten Nachteile rühren von der Verwendung eines Metall- oder Ammoniumcarbonats als eines der Ausgangsmaterialien
her. Zur Überwindung dieser Nachteile wurde daher die Verwendung eines Metallhydroxids vorgeschlagen.
Beim Einsatz von Metallhydroxiden tritt allerdings leicht Hydrolyse des als Haupt-Ausgangsmaterial eingesetzten Diesters
der phosphorigen Säure auf. Hinzukommt, daß eine Nebenreaktion zwischen dem Metallhydroxid und Schwefel
als dem anderen Ausgangsmaterial auftreten kann, aufgrund derer sich Thiosulfate bilden können.
Aus diesen Gründen ist es durch Verwendung von Metallhydroxiden nicht möglich, die genannten Nachteile zu vermeiden.
Bei der vorliegenden Reaktion ist es ferner von besonderer Bedeutung, daß die Hydrolyse des Diesters der
phosphorigen Säure und die Nebenreaktion zwischen dem Metallhydroxid und Schwefel in umso stärkerem Maße auftreten,
je höher die Alkalinität des eingesetzten Metallhydroxids
ist.
Anhand eingehender Untersuchungen zu dieser Reaktion wurde nun festgestellt, daß bei Durchführung der Reaktion
unter Verwendung eines Hydroxids eines Alkalimetalls wie Natrium oder Kalium folgende Reaktionen beim herkömmlichen
Verfahren stattfinden:
| + NaOH— | RO | HpO | |
| + S | R0X | ||
| ) \ |
N | ||
| I | O Il ^P-S-Na + |
I
i |
|
| H2O | |||
NaOH
HO
P-OH
RO'
HO
■609832/0931
Beim Vorliegen von Wasser im Reaktionssystem wird der Diester der phosphorigen Säure schnell hydrolysiert.
Aufgrund dieser Umstände- wurde angenommen, daß Alkalimetallsalze
von Monothiophosphorsäure-diestern aus Phosphorsäurediestern, Schwefel und Alkalimetallhydroxiden nicht
hergestellt werden können und daß entsprechend die angestrebten O,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate nicht in günstiger
Ausbeute gewinnbar sind.
Es wurde ferner ein Verfahren zur Umsetzung von Diestern der phosphorigen Säure mit Schwefel und einer me-thanolischen
Ammoniaklösung angegeben. Dieses Verfahren hat allerdings den Nachteil, daß durch Umesterung unerwünschte uase
Dialkylester als Nebenprodukte erhalten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein industriell
vorteilhaftes und ohne Nebenreaktionen verlaufendes Verfahren zur Herstellung von 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten
anzugeben, die als bakterizide und insektizide Mittel im Acker- und Gartenbau eingesetzt werden können; das Verfahren
soll dabei nicht zur Entwicklung von Kohlendioxid
führen, .die Erzielung hoher Ausbeuten erlauben und zugleich
hochreine Produkte liefern.
Die Erfindung gibt ein Verfahren zur Herstellung von 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten der allgemeinen Formel
•609832/0933
an, in der bedeuten:
R. und Rp jeweils Alkylgruppen mit 1-5 C-Atomen,
Y ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1-4 C-Atomen, eine Alkoxylgruppe mit
1-4 C-Atomen oder eine Nitrogruppe und
η 0 oder eine ganze Zahl von 1-4,
wobei die Substituenten Y gleich oder verschieden sein können, wenn η eine ganze Zahl von 2-4 bedeutet;
das Verfahren ist gekennzeichnet durch Umsetzung
(a) eines Diesters der phosphorigen Säure der allgemeinen Formel
P-OH
mit R, und R_ wie oben
in einem organischen Lösungsmittel, das in Wasser nur geringfügig löslich oder unlöslich ist,
mit
(b) Schwefel und
(c) zumindest einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid und anschließende Umsetzung eines
wäßrigen Extrakts des resultierenden Reaktionsprodukts mit einem Benzylhalogenid der allgemeinen
Formel
809832/0931
mit Y und η wie oben, in der X ein Halogenatom bedeutet.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich beispielsweise
durch folgendes Reaktionsschema erläutern:
| R1O. R?0- |
i\n° | V P-OH - | ^S+ MaOH | R | Lösungs-Schicht | H2O | (oder wäßrige MaOH-Lösung) | Extraktion mit Wasser: | |
| fA) | (a) | (b) | R | (c) | organische Lösungsmittel- Schicht (C) |
||||
| [lm] | P-S-Ma + | I0 B P-S-Ma + HpO |
|||||||
| wäßrige | (B) | Nichtreagiertes Material | |||||||
| R | etc. + LM | ||||||||
| R | |||||||||
P-S-CH2-<
•η
2/0933
oder:
1x P-OH + 2S + Mb(OH)2
(a)
[LM] Rl°\ H ϊ P
P-S-Mb-S-P
R2O
OR,
+ 2H2O
wäßrige Lösungs-Schicht (B)
O1 0 OR1
H II/ . P-S-Mb-S-P +
R2O'
Extraktion mit Wasser:
organische Lösungsmittel-Schicht (C)
Nichtreagiertes Material +
R1O.
1U\H
P-S-CH0-
+ MbX,
In den vorstehenden Reaktionsgleichungen besitzen R., Rp, X, Y und η die bereits angeführte Bedeutung, Ma steht
für ein Alkalimetall, Mb für ein Erdalkalimetall und DVI für ein organische; Lösungsmittel, das in Wasser nur geringfügig
löslich oder unlöslich ist.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird (a) ein Diester der phosphorigen Säure zunächst in einem in Wasser nur geringfügig
löslichen oder unlöslichen organischen Lösungsmittel mit (b) Schwefel und (c) einem Alkali- oder Erdalkalimetall-hydroxi'i
oder -oxid umgesetzt.
Zu den Beispielen für den im erfindungsgemäßen Verfahren
als eines der Ausgangsmaterialien verwendeten Diester der phosphorigen Säure (a) gehören Dimethylphosphit,
Diäthylphosphit, Di~n-propylphosphit, Di-isopropylphosphit,
Di-n-butylphosphit, Di-tert-butylphosphit, Di-n-amylphosphit,
Di-isoamylphosphit, O-Methyl-ü-äthylphosphit, O-Methylpropylphosphit,
0-Methyl~0-inopropylphosph.it, 0-Methyl-0-butylphosphit
und etwa 0-Äthyl-O-butylphosphit.
Beispiele für verwendbare Alkalihydroxide sind etwa Natrium- und Kaliumhydroxid. Eine wäßrige Lösung dieser
Hydroxide kann ebenfalls im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden.
Zu den Beispielen für Hydroxide eines zweiwertigen Erdalkalimetalls gehören etwa Magnesiumhydroxid Mg(OH)2,
Calciumhydroxid Ca(OH)0 und Bariumhydroxid Ba(OH)2. Beispiele
für entsprechende Erdalkalioxide sind etwa Magnesiumoxid MgO, Calciumoxid CaO und Bariumoxid BaO.
Im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare organische
60983 2-/0931
Lösungsmittel, die in Wasser nur geringfügig löslich oder unlöslich sind, sind etwa beispielsweise alifatische
Kohlenwasserstoffe, Äther, cyclische Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe sowie heterocyclische
Verbindungen. Beispiele für derartige organische Lösungsmittel sind etwa η-Hexan, Isohexan, n-Heptan,
n-Octan, Isooctan, n-Decan, Petroläther mit n-Hexan als Hauptbestandteil, Äthyläther, Propyläther, Butyläther,
n-Amyläther, Decalin, Tetralin, Benzol, Toluol, Xylol, Ethylbenzol, Diäthylbenzol, Isopropylbenzol,
Amylbenzol, Diamylbenzol und p-Cymol.
Bevorzugt sind solche Lösungsmittel, die eine hohe Löslichkeit für die Diester der phosphorigen Säure und
Schwefel besitzen.
Die erfindungsgemäße Umsetzung (a) eines Diesters
der phosphorigen Säure in einem in Wasser unlöslichen Lösungsmittel mit (b) Schwefel und (c) einem Alkali- oder
Erdalkalimetallhydroxid oder -oxid kann auf beliebige Weise durchgeführt werden.
Wenn ein Alkalihydroxid oder -oxid verwendet wird, wird die Reaktion vorzugsweise durch Zusatz (a) eines
Diesters der phosphorigen Säure und (b) von Schwefel zu einem organischen Lösungsmittel und anschließende langsame
Zugabe von (c) einem Alkalihydroxid oder -oxid zur Lösung oder tropfenweise Zugabe einer wäßrigen Lösung
des Alkalimetallhydroxids unter Rühren zur Lösung durchgeführt.
Wenn ein Erdalkalimetallhydroxid oder -oxid eingesetzt wird, wird die Reaktion vorzugsweise so durchgeführt,
daß (b) Schwefel und (c) ein Erdalkalimetallhydro-
€098 3 2/0913
xid oder -oxid zu einem in Wasser unlöslichen organischen Lösungsmittel zugegeben werden und diesem Gemisch unter
Rühren tropfenweise (a) ein Diester der phosphorigen Säure zugesetzt wird, oder auch in der Weise, daß (a) ein
Diester der phosphorigen Säure, (b) Schwefel und (c) ein Erdalkalimetallhydroxid oder -oxid gleichzeitig einem
wasserunlöslichen organischen Lösungsmittel zugesetzt werden und das Gemisch gerührt wird.
Die Reaktion wird üblicherweise unter Atmosphärendruck durchgeführt. Obgleich die Reaktion exotherm ist,
wird die Reaktion innerhalb eines Temperaturbereichs von O - 100 0C, vorzugsweise von 10 - 90 0C ausgeführt. Wenn
die Reaktionstemperatur 100 0C übersteigt, wird der entsprechende
Ester hydrolysiert.
Die nach dem Zusatz eines Alkali- oder Erdalkalihydroxids
oder -oxids zur Reaktion erforderliche Reaktionszeit beträgt üblicherweise 0,5 - 2 h. Bei Verwendung eines Alkalihydroxids
in Form seiner wäßrigen Lösung beträgt die Konzentration mindestens 5 fo und vorzugsweise 5 - 50 $.
Der Diester der phosphorigen Säure (a), Schwefel (b) sowie das Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid (c)
werden erfindungsgemäß vorzugsweise in stöchiometrischen
Mengen eingesetzt. Wenn einer der Reaktanten in überschüssiger Menge eingesetzt wird, ergibt sich lein wesentlicher
Unterschied. Alkalihydroxide oder Erdalkalihydroxide oder -oxide können in einer Überschußmenge von 0,1 - 0,9 %
verwendet werden. Schwefel kann in einer Überschußmenge von 1 - 10 <fo eingesetzt werden. Bei Anwendung eines Schwefelüberschusses
kann eine überschüssige Menge an Schwefel
609832/0933
nach Vervollständigung der Umsetzung durch Abtrennung des wasserunlöslichen organischen Lösungsmittels unter
vermindertem Druck wiedergewonnen werden; der zurückgewonnene Schwefel kann selbstverständlich wieder in
die Reaktion eingesetzt werden.
Nach der Umsetzung von (a) einem Diester der phosphorigen Säure mit Cb) Schwefel und (c) einem
Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid wird der Reaktionsflüssigkeit Wasser zugesetzt und das Gemisch
kräftig gerührt oder geschüttelt, wodurch das resultierende Alkali- oder Erdalkalisalz des Monothiophosphorsäurediesters
leicht in der wäßrigen Phase aufgenommen wird. Bei dieser Extraktionsbehandlung wird Wasser vorzugsweise
in einer solchen Menge eingesetzt, daß die Konzentration des resultierenden Alkali- oder Erdalkalisalzes
höchstens etwa 40 % beträgt. Die Extraktion wird üblicherweise bei einer Temperatur von 10 - 80 0C vorgenommen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die anschließende Reaktion nach Beendigung der obigen Extraktionsbehandlung
mit Wasser vorgenommen. Das im ersten Reaktionsschritt erhaltene Produkt ist entsprechend nicht mit Schwefel verunreinigt,
was zu einer bemerkenswerten Erhöhung der Reinheit und Qualität des Endprodukts führt.
Wenn die anschließende Reaktion ohne Vornahme der Extraktionsbehandlung mit Wasser durchgeführt wird, verbleibt
überschüssiger Schwefel im Produkt und führt zu folgenden störenden Problemen:
£0983 2/091
- i4 -
(1) Das Endprodukt ist gefärbt;
(2) auch nach wiederholter Filtration scheidet sich Schwefel aus;
(3) die Reinheit des Endprodukts wird um 0,5 - 1,0 %
verringert und
(k) nach der Endstufe der Reaktion ist eine Lösungsmittelrückgewinnung
erforderlich.
Die durch Extraktion abgetrennte wäßrige Lösungs-3chicht (B) wird zur Isolierung des Alkali- oder Erdalkalisalzes
des Monothiophosphorsäurediester r; unter vermindertem
Druck destilliert; der Diester wira anschließend mit einem Benzylhalogenid (d) zur Reaktion gebracht. Alternativ
dazu wird ein Benzylhalogenid (d) der wäßrigen Lösungs-Schicht (B) direkt zugesetzt und das Gemisch unter
Rühren erhitzt, wobei die Reaktion zufriedenstellend unter Bildung des erwünschten 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphats
in guter Ausbeute abläuft.
Wenn die Reaktion durch Zugabe eines Benzylhalogenids (d) zu der wäßrigen Lösungs-Schicht (B) durchgeführt wird,
wird die Reaktion vorzugsweise bei einer Temperatur von 20 - 100 0C vorgenommen, vorzugsweise bei 50 - 90 0C.
Die zur Vervollständigung dieser Reaktion erforderliche Zeit beträgt 1 - J h. Beide Reaktanten werden vorzugsweise
in einem Molverhältnis von 1 : 1 eingesetzt.
Die Erfindung betrifft also zusammengefaßt 0,0-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate,
die durch Umsetzung eines Diesters der phosphorigen Säure wie Dimethylphosphit oder
Diäthylphosphit in einem organischen Lösungsmittel wie
6 0 9 8 3 2/093
• löslich
Toluol oder Xylol, das in Wasser nur geringfügig/oder unlöslich
ist, mit Schwefel und einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid wie NaOH oder CaOH2, Extraktion des
Reaktionsprodukts mit Wasser und anschließende Umsetzung des Extrakts mit einem Benzylhalogenid erhalten werden.
Die entsprechenden 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate,
die als bakterizide und insektizide Mittel im Acker- und Gartenbau verwendbar sind, werden nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren in hoher Reinheit mit hohen Ausbeuten erhalten, was einen bedeutenden technischen Portschritt darstellt.
Die Erfindung wird im folgenden näher erläutert.
Zunächst werden die Hydrolyse des eingesetzten Diesters der phosphorigen Säure sowie jegliche Nebenreaktion mit
Schwefel zufriedenstellend verhindert; die erwünschten 0,0-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate können in guten Ausbeuten
durch Umsetzung des Diesters mit Schwefel und einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid in einem in
Wasser nur geringfügig oder unlöslichen organischen Lösungsmittel trotz Verwendung stark alkalischer Reaktanten,
d.h. Alkali- oder Erdalkalihydroxiden oder -oxiden, hergestellt werden.
Zum anderen erlaubt die erfindungsgemäße Verfahrensweise keine Entwicklung von störendem Kohlendioxid während
der Reaktion, da das erfindungsgemäße Verfahren keine Verwendung von Metallcarbonaten oder Ammoniumcarbonat als
alkalische Reagenzien erfordert.
Nichtreagierte Stoffe wie Schwefel und/oder Nebenprodukte,
die zu einer Verringerung der Reinheit führen,
609832/0933
können ferner entfernt und das erwünschte 0, 0-Dialkyl-S-benzyl
thiophosphonat in hoher Reinheit durch eine zwischengeschaltete Extraktionsbehandlung mit V/asser nach der
Reaktion des Diesters der pho,sphorigen Säure mit Schwefel und einem Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxid oder
-oxid hergestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt schließlich nicht zur Bildung unerwünschter unsymmeir-ische-r Dialkyl
thiophosphate als Nebenprodukte durch Umesterung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen näher erläutert.
O IsO-C3H7O.
iso-C,HLO
(1) In einen mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler ausgerüsteten Vierhalskolben wurden 300 ml Toluol
eingebracht, dem anschließend 166,0 g (1,0 mol) Di-lsopropylphospb.it
und 33*6 g (1,05 mol) Schwefelpulver zugesetzt
wurden. Zu dem Gemisch wurden tropfenweise 83*3 g
(1,0 mol) einer 48 $igen wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid während 30 min unter Rühren und Kühlen des Gemischs
zugesetzt.
Bei der tropfenweisen Zugabe der wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid erfolgte eine exotherme Reaktion
und die Reaktionstemperatur stieg rasch an. Die wäßrige
609832/0933
Natriurahydroxidlösung wurde entsprechend derart tropfenweise zugegeben, daß die Reaktionstemperatur innerhalb
eines Bereichs von 18 - 58 0C durch Kühlung des Kolbens
mit Eis kontrolliert werden konnte.
Die Reaktionsflüssigkeit lag bei Reaktionsbeginn in Form eines gelben Schlamms vor. Mit der Auflösung des
Schwefels in der Flüssigkeit im Verlauf der Reaktion lag die ReaktionsflUssigkeit nach Vervollständigung
der Umsetzung als leicht gelbe, transparente, homogene Lösung vor. Nach der Zugabe der wäßrigen Natriumhydroxidlösung
wurde die Reaktion 1 h unter Kontrolle der Temperatur innerhalb eines Bereichs von 55 - 6O 0C fortgesetzt.
Nach Vervollständigung der Reaktion wurde die Reaktionsflüssigkeit in einen Scheidetrichter gegeben. Nach Zugabe
von 200 ml Wasser zu der Flüssigkeit wurde das Gemisch gut geschüttelt, worauf die wäßrige Phase von der organischen
Phase getrennt wurde. Nach Zusatz von 100 ml Wasser zur organischen Phase wurde das Gemisch nochmals geschüttelt
und die wäßrige Phase abgetrennt. Durch diese Extraktionsbehandlung mit V/asser wurde das Produkt in
die wäßrige Phase aufgenommen.
(2) Die extrahierte wäßrige Phase wurde in einen mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler ausgerüsteten
Vierhalskolben eingebracht. Nach Zusatz von 122,8 g (0,97 mol) BenzylChlorid zu der wäßrigen Phase wurde
das Gemisch 1 h bei 80 0C umgesetzt.
Nach Vervollständigung der Reaktion wurde die organische Phase der Reaktionsflüssigkeit dreimal mit
0 9 8 3 27 0 9 31
jeweils 100 ml Äther extrahiert. Der ätherische Extrakt
wurde anschließend mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach der Abtrennung
des Äthers durch 'Destillation unter vermindertem Druck wurde die verbleibende Flüssigkeit im Vakuum einer
Quecksilberdiffusionspumpe destilliert, wobei 265,4 g
(Ausbeute 95,0 %) 0,O-Di-isopropyl-S-benzyl-thiophosphat
als farblose, transparente Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 120 - 125 °C/0,05 Torr erhalten wurden.
iso-CUH7O. °
-> ι ^ P-S-Na
iso-(
Die Reaktion wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 (1) durchgeführt; der nach Vervollständigung der Reaktion
erhaltene wäßrige Extrakt wurde aufkonzentriert, abgekühlt und stehengelassen, wonach 213,4 g (Ausbeute 97,0 %)
Natriumdiisopropyl-monothiophosphat in Form weißer Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 220 - 226 0C isoliert
wurden.
Es wurde wie in Beispiel 1 (l) verfahren, wobei jedoch kein Toluol verwendet wurde und D1isopropylphosphit
und Schwefel zu 100 ml Wasser zugegeben und die Reaktion
109832/0933
durch tropfenweisen Zusatz einer wäßrigen Natriumhydroxid-Lösung zu dem Gemisch unter Rühren durchgeführt wurde.
Die Reaktionsflüssigkeit wurde anschließend zur Entfernung niehtreagierten Schwefels filtriert. Der resultierenden
Reaktionslösung wurde eine gegebene Menge Benzylchlorid zugesetzt und das Gemisch zur Reaktion
gebracht, worauf 82,3 % (Ausbeute 29,6 %) des erwünschten
0,0-Diisopropyl-S-benzyl-thiophosphats erhalten
wurden.
Die Reaktion wurde in ähnlicher Weise wie in Beispiel
1 (!) durchgeführt mit dem Unterschied, daß anstelle der 48 $igen wäßrigen Natriumhydroxid-Lösung
40,0 g (1,0 mol) festes Natriumhydroxid eingesetzt wurden.
Das Reaktionsprodukt wurde anschließend in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 (2) mit Benzylchlorid umgesetzt,
wonach 259,8 g (Ausbeute 93,0 %) 0.0-Diisopropyl-S-benzyl-thiophosphat
erhalten wurden.
In ähnlicher Weise wie' in Beispiel 1 (l) und (2)
wurden verschiedene (a) Diester von phosphoriger Säure
löslichen in einem in Wasser nur geringfügig/oder unlöslichen
organischen Lösungsmittel mit (b) Schwefel und verschiedenen
Alkalihydro;xiden (c) bei eingestellter bzw. konstant gehaltener Reaktionstemperatur T, zur Reaktion
gebracht und die resultierende Reaktionsflüssigkeit mit
609832/0933
Wasser extrahiert, worauf schließlich der wäßrige Extrakt mit verschiedenen Benzylhologeniden (d) bei einer Reaktionstemperatur T2 zu verschiedenen 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten
umgesetzt wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
Die Reaktion wurde nach dem Verfahren von Beispiel 4 (l) durchgeführt mit dem Unterschied, daß anstelle von
400 ml Toluol 100 ml Wasser verwendet wurden. Das Ergebnis dieser Reaktion ist als Vergleichsbeispiel 2
ebenfalls in der Tabelle 1 aufgeführt.
609832/0931
tItBELLE 1
Beispiel
(a)
Diester der phospho
rigen Säure (eingesetzte Menge, g)
rigen Säure (eingesetzte Menge, g)
P-OH
138,1
C2H5O-
>-0H 138,1
C2H5O,
C2H5O"
C2H5O"
P-OH 138,1
sP-0H 138,1
P-OH 138,1
IsO-C-H7Q
>-0H 166,0
Eingesetzte
Menge
Schweife:
Menge
Schweife:
33,6
33,6
Eingesetzte Menge MOH (0) (g)
KOH 40* wHßr.LBs
135,0
KOH fest 54,0
NaOH 48 € 83.3
33,6
33,6
33,6
NaOH #
83,3
83,3
NaOH
% wäifriös., 83.3
KOH
1wäßr.Läs.,
135,9
Temp,
T1 (6C)
T1 (6C)
(Zeit *,h)
10-20 (3 h)
16-20 (3 h)
10-20 (3 h)
10-20
(3 h)
Eingesetzt Menge des organische: Lösungsmit tels (ml)
10-20 (3 h)
20-50 (0,5 h)
Toluol
400
Wasser 100
Toluol 400
Toluol 400
Benzol 400
Benzol 400
Xylol
400
Xylol 300
Eingesetzte Menge Benzylhalogenid W (g)
pem
(0C
Cl-CHn
126,5
"CT
Cl-CH,
Cl
C1-CH2<0)
Cl
264,4
Cl Cl
156,5
.50
50
50
OCH-
"3>_J<02
Cl-CH2 188,5
Cl-CH2 161,0
Br-CH 205
'3
50
50
50
50
Produkt
(Sdp.: °cAorr)
(Sdp.: °cAorr)
-S-CHh
C2H5O^
C2H5O^
farblose, transparente Flüssigkeit (l40-l45/l-2)
-Cl.
C0H1-O'
; P-S-CH2-
Cl
C2H5On 0
Cl
P-S-CH2-^])/" C1
C2H5O q) <c1
leicht gelbe, transparente Flüssigkeit (167-170/η.γ
•OCH·»
gelBe, transparente
Flüssigkeit
(ng0= 1.6645)
Flüssigkeit
(ng0= 1.6645)
CH
C H5O
gelbe, transparente
Flüssigkeit (164-170/0,025
Flüssigkeit (164-170/0,025
"P-S-CH^
<:i
farblose, transparente Flüssigkeit (120-125/0,01) ISO-C3H7O^ Y,
37
gelbe, transparente Flüssigkeit (45/0,05)
Ausbeute an Produkt (g)
220,9 (84,9"«!)
74,5 (28,5 %)
207,3 (81,5 -■)
7-12,0 (78,2 t)
241,5 (33,? *)
255,9 (79,1 ^)
237,2 (80,1 -q
305,4 (95,0 Ü)
Ca) N)
Belspiel
Nr.
Nr.
(a)
Diester der phosphorigen Säure (eingesetzte Menge, g)
Eingesetzte Menge Schwefel (b) (g)
Eingesetzte Menge MOH (0) (g)
Temp.
T1 (0C)
T1 (0C)
(Zeit *,h)
Eingesetzte Menge des organischen Lösungsmittels (ml)
Eingesetzte Menge Benzylhalogenid (d) (g)
Produkt
dp: °C
dp: °C
Corr)
Ausbeute an Produkt (g)
P-OH 194,2
33.6
NaOH fest 40,0
20-50
(0,5 h)
(0,5 h)
Xylol
171,0
171,0
Br-CH2-1 171,0
gelbe; transparente
Flüssigkeit (14P-145/
0,01)
Flüssigkeit (14P-145/
0,01)
291,4 f9?,l
,P-OH 222,2
33,6
NaOH
48 % wüßt«.
Lösung
83,3
20-50
(0,5 h)
(0,5 h)
Toluol
300
300
Cl-CHg 126,5*
n"C5Hll°
leicht gelbe, transparente Flüssigkeit
'140/0,01)
'140/0,01)
310,6
(90,?
CD
OO
OX
OO
OX
Zur tropfenweisen Zugabe von MOH erforderliche Zeit
ro ro
ΓΌ CD
σ cn
Aus der Tabelle 1 geht klar hervor, daß die 0,0-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren in hohen Ausbeuten und hoher Reinheit erhältlich sind.
Herstellung von 0,O-Dläthyl-S-benzyl-thtopbosphat
CpHRO. μ
In einen mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler ausgerüsteten Vierhalskolben wurden 500 ml Benzol eingebracht.
Nach Zugabe von 138,0 g (0,99 mol) Diäthylphosphit,
32,7 g (1,02 mol) Schwefelpulver und 38,5 g (0,52 mol)
Calciumhydroxid zum vorgelegten Benzol wurde das Gemisch 1 h unter Rühren bei 80 - 85 0C zur Reaktion gebracht.
Die Reaktionsflüssigkeit lag zu Reaktionsbeginn in Form eines gelben Schlamms vor. Da sich der Schwefel mit
fortschreitender Reaktion in der Flüssigkeit löste, lag die Reaktionsflüssigkeit bei Reaktionsende als leicht
gelbe, transparente Lösung vor.
Nach Vervollständigung der Umsetzung wurde die Reaktionsflüssigkeit
in einen Scheidetrichter übergeführt, wo der Reaktionsflüssigkeit 200 ml Wasser zugemischt wurden; die
wäßrige Phase wurde anschließend abgetrennt. Der organischen Phase wurden ferner 100 ml Wasser zugesetzt und die
wäßrige Phase abgetrennt. Durch diese Extraktionsbehandlung mit Wasser wurde das Produkt in die wäßrige Phase
aufgenommen.
609832/0933
Der wäßrige Extrakt wurde anschließend in einen mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler ausgerüsteten Vierhalskolben
eingebracht.. Nach Zusatz von 126,5 g (0,99 tnol)
Benzylchlorid zu dem wäßrigen Extrakt wurde das Gemisch 1 h bei 80 0C zur Reaktion gebracht.
Nach Vervollständigung der Umsetzung wurde die organische
Phase der Reaktionsflüssigkeit dreimal mit jeweils 100 ml Äther extrahiert. Der ätherische Extrakt wurde anschließend
mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach der Abtrennung des Äthers
durch Destillation unter vermindertem Druck wurde die verbliebene Flüssigkeit im Vakuum einer Quecksilberdiffusionspumpe
destilliert, worauf 228,8 g (Ausbeute 87,8 fo) 0,0-Diäthyl-S-benzyl-thiophosphat als farblose,
transparente Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 127 - 131 °C/0,3 - 0,4 Torr erhalten wurden.
Isolierung von Bis(diisopropyl-monothiophosphato)-calciutn
iso-0,H7On η 0-iso 0,E7
^ ' ^P-S-Ca-S-P^ ->
'
iso 0,E7O' 0-iso C^E7
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 (1) wurden 83 g (0,49 mol) Diisopropylphosphit in 200 ml Toluol
mit 16 g (0,26 mol) Schwefelpulver und 19 g (0,26 mol) Calciumhydroxid 2 h bei 80 - 90 0C umgesetzt. Auf diese
Weise wurden 98,7 g (Ausbeute 91,2 $>) Bis(ddisöpropyl-monothiophosphato)calcium
in Form weißer Kristal-
609832/0933
le mit einem Schmelzpunkt von 98 - HO °C isoliert.
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 5 wurden 138,0 g
(0,99 mol) Diäthylphosphit in 300 ml Toluol mit 32,7 g
(1,02 mol) Schwefelpulver und 28,8 g (0,51 mol) Calciumoxid 1 h bei 85 - 90 0C zur Reaktion gebracht.
Nach Vervollständigung der Umsetzung wurde die Reaktionsflüssigkeit
in einen Scheidetrichter übergeführt, wo ihr 200 ml Wasser zugemischt wurden;die wäßrige Phase wurde
abgetrennt. Der organischen Phase wurden anschließend 100 ml Wasser zugemischt, worauf die wäßrige Phase abgetrennt
wurde. Durch diese Extraktionsbehandlung mit Wasser wurde das Produkt in die wäßrige Phase aufgenommen.
Der wäßrige Extrakt wurde anschließend in einen mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler versehenen
Vierhalskolben vorgelegt. Nach Zusatz von 169,3 S (0,99 mol) Benzylbromid zum wäßrigen Extrakt wurde das Gemisch 1 h
bei 80 0C umgesetzt. Nach Vervollständigung der Reaktion
wurde das Reaktionsgemisch in ähnlicher Weise wie in Beispiel
5 nachbehandelt, worauf 231,5 g (89,0 %) 0,O-Diäthyl-S-benzyl-thiophosphat
erhalten wurden.
Die Reaktion wurde nach dem Verfahren von Beispiel 7 durchgeführt mit dem Unterschied, daß anstelle von Calciumoxid
Calciumcarbonat eingesetzt wurde.
609832/0933
500 ml Toluol wurden entsprechend in einen mit Rührer,
Thermometer und RUckflußkUhler ausgerüsteten ■Vierhalskolben
vorgelegt. Nach Zusatz von 138,0 g (0,99 mol)
Diäthylphosphit, 32,0 g (0,99 mol) Schwefelpulver und
50.0 g (0,49 mol) Calciumcarbonat zum Toluol wurde das
Gemisch allmählich unter Rühren von Raumtemperatur auf 100 0C erhitzt. Mit fortschreitender Reaktion trat
heftige Kohlendioxidentwicklung auf, wobei Schwefel gelöst wurde. Nach 3 h hörte die Kohlendioxidentwicklung
auf, und die ReaktionsflUssigkeit lag als gelbe, transparente
Lösung vor. Die Temperatur der ReaktionsflUssigkeit wurde anschließend auf 110 - 115 °C gesteigert und
die ReaktionsflUssigkeit zur Vervollständigung der Umsetzung 1 h gerührt.
Nach Vervollständigung der Umsetzung wurde die Extraktionsbehandlung in ähnlicher Weise wie in Beispiel
5 durchgeführt und der wäßrige Extrakt mit 126,5 g (0,99 mol) Benzylchlorid 4 h bei 80 0C zur
Reaktion gebracht. Das Reaktionsgemisch wurde anschließend der Nachbehandlung unterzogen, worauf 117,3 g (Ausbeute
45.1 %) 0,0-Diäthyl-S-benzyl-thiophosphat erhalten wurden.
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 5 wurden verschiedene
Diester von phosphoriger Säure (a) in einem inerten Lösungsmittel L LMj mit Schwefel (b) und
einem zweiwertigen Erdalkalihydroxid M(OH)2 oder -oxid MO (c) bei geregelter bzw. konstant^gehaltener
Reaktionstemperatur T1 umgesetzt« die resultierende
ReaktionsflUssigkeit wurde anschließend mit Wasser
609832/0933
extrahiert und der wäßrige Extrakt schließlich mit (d) einem Benzylhalogenid bei der
konstant^gehaltenen Temperatur T2 zu den entsprechenden
0,0-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten umgesetzt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle aufgeführt.
609832/0933
TABELE 2
Beispiel
Mr.
Mr.
Diester (a) der phosphorigen Säur·
(Eingesetzte Menge
ε)
CH,OS ■>
P-OH
3 110,0
Eingesetzte Meng· Schwefel (b) (g)
32,0
Eingesetzte Menge M(OH)9 (C) (g)
Menge
MO (e) (g)
eingesetzte
Menge Lösungsmittel
(LM, ml)
CaO
28,0
28,0
Toluol
500
500
Temp. Tl
(0O
80-85
Eingesetzte Menge Benzylhalogenid (d) (g)
Cl-CH2H
159,0
159,0
-Cl
Temp. (0C)
Produkt Sdp.: C/Torr
Ausbeute ; an Pro- ; dukt (g)
80
CH-.O'
0 .11 P-S-CH-
S-Cl
■ι" ' '
p (130-132/0,03)
234,1
(87,8 %)
C2H1-O
2 5 S CHO-ljB/O
P-OH
32,0
Ca(OH)2 37,0 NO,
Toluol
300
300
8Ο-85
80
244, ο
P-OH
25 138,0
C2H5O-
138.0
P-OH
32,0
Ca(OH)2 37,0
Toluol
300
300
8Ο-85
80
P-S-CHo C2H5O'
η20 ■* 1.6650
32.0
Ca(OH)2 37.0
p-Xylol
300
300
80-85
Cl-CH2HO/
159.0 Cl
159.0 Cl
80
O SP-S-CH,
C2H5O'
5
(112-118/0.01)
235,4 (81,1 *)
259,2
(88,0 r$
C2H15O
2 5 ^P-OH C2HO-138,0
32,0
CaO
28,0
28,0
Benzol
300
300
80-85
90
j93.0 ei
(150-155/0,1)
288,6 (87,7 <)
iso-C,H_Ox
J< P-OH IsO-C3H7O'
83,1
16,0
Ca(OH) 19,0
Toluol
200
200
8Ο-85
Cl-CH2
64,0
64,0
80
lso-C
,H7OxIi
57 P-S-C IsO-C3H7O-
(118-120/0,005) ,
127,7 (88,7 K-)
iso-C
3H7Ox
ISO-C5H7O'
-C5H7
P-OH
16,0
BaO
40,0
40,0
n-Hexan
200
200
65-70
Cl-CH2YQ)
64,4 >—'
64,4 >—'
80
ISO-C3H7OxM
ISO-C3H7O-
(116-119/0,001)
123,9 (86,0 <«)
P-OH
97.0
16,0
Ba(OH)2 43.8
Benzol
200
200
8Ο-85
80
-S-CH-
(120-130/0,1-0,15)
134,3 (84,9 *)
Wie aus der Tabelle hervorgeht, lassen sich zahlreiche 0,O-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphate nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren in hoher Ausbeute erhalten. Die Produkte sind zudem von hoher Reinheit.
9832/0933
Claims (9)
- Patentansprüche'· Iy Verfahren zur Herstellung von O,O-Dialkyl-S-benzylthiophosphaten der allgemeinen Formel1 NP-S-CH2/(3/ n R2O^in der bedeuten:R und R2 jeweils Alkylgruppen mit 1-5 C-Atomen,Y ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 _ 4 c-Atomen, eine Alkoxylgruppe mit 1-4 C-Atomen oder eine Nitrogruppe undη 0 oder eine ganze Zahl von 1-4,wobei die Substituenteh Y gleich oder verschieden sein können, wenn η eine ganze Zahl von 2-4 bedeutet,gekennzeichnet durch UmsetzungCa) eines Diesters der phosphorigen Säure der allgemeinen FormelR1ONP-OHmit R. und Rp wie oben609832/0933- 51 -in einem organischen Lösungsmittel, das in Wasser nur geringfügig löslich oder unlöslich ist, mit(b) Schwefel und(c) zumindest einem Alkali- oder Erdalkaiihydroxid oder -oxid und anschließende Umsetzung eines wäßrigen Extrakts des resultierenden Reaktionsprodukts mit einem Benzylhalogenid der allgemeinen FormelX-CH2-mit Y und η wie oben, in der X ein Halogenatom bedeutet.609832/0933
- 2. Verfahren nach Anspruch I0 dadurch gekennzeichnet, daß als in Wasser nur geringfügig lösliches oder unlösliches organisches Lösungsmittel zumindest eine unter folgenden Lösungsmitteln ausgewählte Verbindung verwendet wird: η-Hexan, Isohexan, n-Heptan, n-Qctan, Isooctan, n-Decan, Petroläther mit n-Hexan als Hauptbestandteil, Kthyläther, Propyiäther, Butyläther, n-Amyläther, Decalin, Tetralin, Benzol5 Toluol,, Xylol, Äthylbenzol, Diäthylbenzol, Isopropylbenzol, Amylbenzol, Diamylbenzol und p-Cymol.
- j5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid zumindest eine unter NaOH, KOH, Mg(OH)2, Ca(OH)2, Ba(OH)2, MgO, CaO und BaO.ausgewählte Verbindung eingesetzt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, daß als Diester der phosphorigen Säure zumindest ein unter folgenden Verbindungen ausgewählter Diester verwendet wirdg Dirnethylphosphit, Diäthylphosphit, Di-n-propylphosphit, Diisopropylphosphit, Di-n-butylphosphit, Di-tert-butylphosphit, Di-n-amylphosphit, Diisoamylphosph.it, O-Methyl-0-äthylphosphit, O-Methyl-0-propylphosphit, O-Methyl-0-isopropylphosphit, O-Methyl-0-butylphosphit und O-Äthyl-0-butylphosphit.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkalimetallhydroxid eine wäßrige Alkalihydroxidlösung einer Konzentration von 5 - 50 <fo verwendet wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß (a) ein Diester der phosphorigen Säure, (b) Schwefel,(c) zumindest ein Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder609832/0933-oxid und (d) ein Benzylhalogenid in etwa stöchiometrischem Molverhältnis zur Reaktion gebracht werden.
- 7. Verfahren nach"Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß (a) ein Diester der phosphorigen Säure mit (b) Schwefel und (c) zumindest einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -oxid bei 0 - 100 0C zur Reaktion gebracht wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel (b) in einer Überschußmenge von 1 - 10 % verwendet wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktionsbehandlung mit Wasser bei 10 - 80 0C durchgeführt wird.609832/0933
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP50007503A JPS5186450A (en) | 1975-01-17 | 1975-01-17 | O*oo jiarukiru ss benjiruchiohosufueetonoseizohoho |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2601532A1 true DE2601532A1 (de) | 1976-08-05 |
| DE2601532B2 DE2601532B2 (de) | 1977-10-13 |
| DE2601532C3 DE2601532C3 (de) | 1978-06-01 |
Family
ID=11667572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2601532A Expired DE2601532C3 (de) | 1975-01-17 | 1976-01-16 | Verfahren zur Herstellung von 0,0-Dialkyl-S-benzyl-thiophosphaten |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4064200A (de) |
| JP (1) | JPS5186450A (de) |
| BR (1) | BR7600240A (de) |
| DE (1) | DE2601532C3 (de) |
| GB (1) | GB1512752A (de) |
| IN (1) | IN142075B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991004979A1 (en) * | 1989-09-28 | 1991-04-18 | The Lubrizol Corporation | A method of preparing monothiophosphoric acid by sulfurizing a phosphite in the presence of an amide |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS54160345A (en) * | 1978-06-07 | 1979-12-19 | Kumiai Chem Ind Co Ltd | O,o-dialkyl-s-(fluorobenzyl)thiophosphate and fungicide comprising it |
| CN104356162B (zh) * | 2014-10-30 | 2016-08-31 | 浙江嘉化集团股份有限公司 | 制备异稻瘟净的方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH327715A (de) * | 1954-03-04 | 1958-02-15 | Ciba Geigy | Verfahren zur Herstellung von Schwefel und Phosphor enthaltenden Verbindungen |
| US3636144A (en) * | 1967-04-06 | 1972-01-18 | Sumitomo Chemical Co | Dithiophosphoric acid salts and process for making same |
| US3832425A (en) * | 1972-12-21 | 1974-08-27 | Chevron Res | N-acyl-o-hydrocarbylphosphoroamidothioate salts and process for making same |
-
1975
- 1975-01-17 JP JP50007503A patent/JPS5186450A/ja active Granted
-
1976
- 1976-01-13 US US05/648,756 patent/US4064200A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-01-16 BR BR7600240A patent/BR7600240A/pt unknown
- 1976-01-16 GB GB1829/76A patent/GB1512752A/en not_active Expired
- 1976-01-16 DE DE2601532A patent/DE2601532C3/de not_active Expired
- 1976-02-25 IN IN329/CAL/76A patent/IN142075B/en unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991004979A1 (en) * | 1989-09-28 | 1991-04-18 | The Lubrizol Corporation | A method of preparing monothiophosphoric acid by sulfurizing a phosphite in the presence of an amide |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4064200A (en) | 1977-12-20 |
| IN142075B (de) | 1977-05-28 |
| JPS5186450A (en) | 1976-07-29 |
| JPS5324939B2 (de) | 1978-07-24 |
| BR7600240A (pt) | 1976-08-31 |
| DE2601532C3 (de) | 1978-06-01 |
| GB1512752A (en) | 1978-06-01 |
| DE2601532B2 (de) | 1977-10-13 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2363388A1 (de) | Verfahren zur herstellung von dialkylthiophosphaten | |
| DE2212604C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Halogenäthylphosphonsauren | |
| DE963876C (de) | Verfahren zur Herstellung von Mono-ª‡ú¼ ª‰-alkylenimido-phosphorverbindungen | |
| DE3402018A1 (de) | Verfahren zur herstellung alkanphosphoniger saeuren | |
| DE2601532A1 (de) | Verfahren zur herstellung von o,o-dialkyl-s-benzyl-thiophosphaten | |
| CH642666A5 (de) | Verfahren zur herstellung von phosphor-kohlenstoff-stickstoff-bindungen enthaltenden verbindungen. | |
| DE1244780B (de) | Verfahren zur Herstellung von tertiaeren Phosphinoxyden | |
| EP0026737B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2,3,5,6-Tetrachlorpyridin | |
| EP0694555A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäureestern | |
| DE2643474C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden | |
| DE4325816A1 (de) | Sekundäre und tertiäre Phosphane und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP0022546A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1-Oxophospholan-chlorhydrinen sowie einige spezielle dieser Verbindungen | |
| EP0061106B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Oligophosphonsäuren bzw. Oligophosphinsäuren, ihren Salzen und/oder Estern sowie neue Phosphonsäurederivate | |
| DD139716A5 (de) | Verfahren zur herstellung von dialkyl-phosphorchloridothionaten | |
| EP0159656B1 (de) | Verfahren zur Herstellung der Alkali- und Erdalkali-Salze von Diarylphosphinsäuren | |
| EP0144743B1 (de) | Verfahren zur Herstellung organischer Chlorphosphane | |
| DE2137383C2 (de) | Verfahren zur Herstellung substituierter Vinylester der Phosphorsäure | |
| DE1543883C (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,3,2 Benzodioxaphosphoran 2 thionen | |
| EP0115011A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aryldichlorphosphanen | |
| DE2944778A1 (de) | Verfahren zur herstellung von phosphorsaeureestern und thiophosphorsaeureestern | |
| DE1793778C3 (de) | Neues sekundäres Phosphinoxyd | |
| DE2354601C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlorthiophosphorsäuredialkylestern | |
| AT238222B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Monoaminoalkylphosphiten | |
| DE1445659C (de) | Pyndylphosphorverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DD261600A5 (de) | Verfahren zur herstellung neuer s-butyl-di-n-alkylphosphane,-phospanoxide und phosphansulfide |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |