DE2660200C3 - Verfahren zur Herstellung oleophober und hydrophober fluorierter Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung oleophober und hydrophober fluorierter VerbindungenInfo
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Description
&iacgr;&ogr; CnF2n+1 - CH, - CH, - SO, - N - CH2 - CH, - O - CO - C(R) = CH2,
in der CnF2n+1 eine geradkettige oder verzweigte perfluorierte Kette bedeutet, &pgr; 1 bis 20 ist, und R
Wasserstoff oder eine Methylgruppe ist, erhalten wurde, wobei bis zu 50% des Gesamtgewichts des
Copolymerisate an Alkylacrylaten bzw. Alkylmethacrylaten, deren Alkylgruppe bis zu 20 Kohlenstoffatome
enthält, ggf. im Gemisch mit Hydroxyäthylacrylat oder Hydroxyäthylmethacrylat, einpolymerisiert wurden,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation zur Herstellung des fluorierten Acryl- oder
Methacrylharzes und die Pfropfpolymerisation dieses Harzes mit den nicht fluorierten Alkylacrylaten oder
-methacrylaten in homogener Phase in seinem Keton, Ester, chlorierten Lösungsmittel oder einer Mischung
dieser Lösungsmittel durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Verfahren eingesetzte fluorierte
Acryl- oder Methacrylharz in demselben organischen Lösungsmittel hergestellt wird, in dem auch die
Polymerisation durchgeführt wird, und ohne vorherige Isolierung aus diesem Lösungsmittel eingesetzt wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung oleophober und hydrophober Verbindungen.
Diese Verbindungen werden nach einem Verfahren gemäß dem Patentanspruch 1 hergestellt.
Die anderen nicht fluorierten Monomere, die gegebenenfalls in einem geringeren Anteil neben den oben genannten Alkylacrylaten oder -methacrylaten vorliegen können, sind vorzugsweise folgende Verbindungen:
Die anderen nicht fluorierten Monomere, die gegebenenfalls in einem geringeren Anteil neben den oben genannten Alkylacrylaten oder -methacrylaten vorliegen können, sind vorzugsweise folgende Verbindungen:
Hydroxyäthyl- oder Hydroxypropylmethacrylat oder -acrylat, Glycidylmethacrylat oder -acrylat, Acrylsäure,
Methacrylsäure, Acrylamid oder N-Methylolacrylamid. Diese weiteren Monomeren sind dazu bestimmt, die
Haftung der Verbindungen auf den Substraten zu erleichtern und die Festigkeit der erhaltenen Ausrüstungen
oder Überzüge zu verbessern. Sie können bis zu 20 Gew.-% des Gesamtgewichts an eingesetzten nicht
fluorierten Monomeren ausmachen.
Die zur Herstellung der im Anspruch 1 genannten Monomere notwendigen fluorierten Alkohole wird in der
FR-PS 20 34 142 beschrieben.
Bevorzugt für die Verwendung als oleophobe und hydrophobe Verbindung ist als fluoriertes Harz ein
Copolymer, das ein oder mehrere Acrylate oder Methacrylate fluorierter Alkohole und ein oder mehrere nicht
fluorierte Monomere enthält, wobei das oder die nicht fluorierten Monomeren bis zu 50% des Gesamtgewichts
der zur Herstellung des Copolymerisats eingesetzten fluorierten und nicht fluorierten Monomeren ausmachen.
Die nicht fluorierten Monomeren werden aus den folgenden Monomeren gewählt:
Alkylacrylate oder -methacrylate, wobei die Alkylgruppe bis zu 20 Kohlenstoffatome enthält, Hydroxyäthylacrylat
oder -methacrylat.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Polymerisation des einen oder der mehreren nicht fluorierten
Alkylacrylate oder -methacrylate, die gegebenenfalls von einem geringen Anteil an anderen nicht fluorierten
Monomeren begleitet sind, in Gegenwart eines fluorierten Harzes radikalisch durchgeführt.
Eine besonders praktische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß man in
demselben Milieu unter denselben allgemeinen Bedingungen und in demselben Reaktionsgefäß zuerst das
fluorierte Harz, das die Grundlage bildet, und anschließend die fluorierte Verbindung herstellt. Wenn man so
arbeitet, erhält man am Ende der ersten Polymerisation im Reaktor das fluorierte Grundharz in Form einer
Lösung. Es genügt dann, in den Reaktor die Reaktanden (nicht fluorierte Monomere, Initiierungsmittel,
zusätzliches Lösungsmittel), zuzugeben und anschließend die Polymerisation der eingesetzten neuen Monomeren
durchzuführen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann man zusätzlich zu den bereits genannten Reaktanden Kettenüberträger
zur Modifizierung der Molmasse des Endproduktes einsetzen.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen werden zum Oleophobieren und Hydrophobieren von
Textilien, Leder, Papieren, metallischen Oberflächen und jedem anderen Substrat verwendet.
&ohgr; Für die Anwendung müssen sich diese Verbindungen entweder in Form organischer Lösungen oder in Form von wäßrigen Dispersionen befinden.
&ohgr; Für die Anwendung müssen sich diese Verbindungen entweder in Form organischer Lösungen oder in Form von wäßrigen Dispersionen befinden.
Da die Verbindungen in einem Lösungsmittel hergestellt wurden, kann man sie entweder zuerst durch
Ausfällen oder Trocknen und erneutes Aufnehmen in einem passenden Lösungsmittel isolieren oder einfacher
die rohen Polymerisationslösungen verwenden, die man einfach bis auf die Konzentration verdünnt, die man zur
Anwendung mit geeigneten Lösungsmitteln wählt. Die Lösungsmittel werden im Maße ihres Lösungsvermögens
gegenüber den erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen, ihrer Flüchtigkeit und bezüglich der Substrate,
auf die die Verbindungen aufgetragen werden müssen, gewählt. Das oder die verwendeten Lösungsmittel
werden häufig unter den Estern. Ketonen, chlorierten Lösungsmitteln und chlorfluorierten Lösungsmitteln
gewählt. Lösungsmittel wie aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe können zu dem verwendeten
Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch zugesetzt werden. Die Konzentration an Wirksubstanz in den
Anwendungslösungen wird bestimmt von den Anwendungsbedingungen, von der Lösungsmenge, die von dem
betreffenden Substrat zurückgehalten wird und von der Menge an Aktivsubstanz, die man auf dem Substrat
aufbringen will; sie liegt häufig in der Größenordnung von 1 bis 2 Gew.-%.
Die Behandlung der Substrate mit den erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen geschieht durch Tauchen,
Spritzen oder mit irgendeinem anderen Mittel, gleich, ob sie in Form von organischen Lösungen oder von
wäßrigen Dispersionen vorliegen. Nach dem Auftragen werden die behandelten Substrate bei einer Temperatur
unter 100° C getrocknet. Diese Trocknung kann einfach bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Eine
anschließende Wärmebehandlung bei erhöhter Temperatur kann nützlich sein, um die Festigkeit der erhaltenen
Ausrüstung oder des Überzugs zu verbessern oder auch um bestimmte Eigenschaften zu modifizieren; sie ist
jedoch keineswegs zwingend. In den Fällen, in denen eine Wärmebehandlung folgt, wird die Temperatur im
wesentlichen in Abhängigkeit von der Art des behandelten Substrats gewählt. Wenn das Substrat z. B. ein
Gewebe ist, nimmt man Temperaturen zwischen 100 und 200° C. Wenn man eine Metalloberfläche behandelt,
kann man Temperaturen bis zu 250° C ohne Nachteil anwenden. Die Dauer der Wärmebehandlung hängt von
der Temperatur und von der Art des behandelten Substrats ab. Sie kann in bestimmten Fällen mehrere Stunden
erreichen. Für Textilien und Gewebe beträgt sie meistens einige Minuten.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen geben Textilien, Leder, Papier und ganz allgemein jedem
porösem Substrat oleophobe und hydrophobe Eigenschaften. Sie machen sie auch schmutzabweisend, was mit
der oleophoben Eigenschaft verbunden ist.
Diese Verbindungen geben auf metallischen oder nicht-metallischen glatten Oberflächen nicht nur die oben
genannten Eigenschaften, sondern machen die Oberflächen auch nicht-klebend.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen können gegebenenfalls im Gemisch mit anderen üblichen
Verbindungen verwendet werden, die den Substraten, auf denen sie aufgebracht werden, andere als die im
Rahmen der Erfindung erzielten Eigenschaften verleihen.
Wenn die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen auf Geweben aufgebracht werden, wird die Oleophobie
und die Hydrophobie nach dem AATCC-Verfahren bzw. nach dem Wassersprengtest bewertet.
Das AATCC-Verfahren zur Bewertung der oleophoben Eigenschaften (American Association of textile
»I Chemists and Colorists, Test Method 118-1966) verwendet die folgenden acht Flüssigkeiten mit abnehmenden
ff Oberflächenspannungen:
}i Nr. 1 Paraffinöl
"f Nr. 2 Gemisch von Paraffinöl und n-Hexadecan (65-35)
■? Nr. 3 n-Hexadecan
|r;' Nr. 4 n-Tetradecan
i: Nr. 5 n-Dodecan
p Nr. 6 n-Octan
5; Nr. 7 n-Heptan
ji Man bringt auf dem behandelten Gewebe Tropfen dieser verschiedenen Flüssigkeiten auf, stellt die Flüssig-
£ keit mit der niedrigsten Oberflächenspannung fest, d. h. die die höchste Nummer aufweist, mit welcher keine
j| Benetzung stattfindet.
g Der Grad des oleophoben Verhaltens des Gewebes wird mit dieser Nummer bezeichnet. So trägt ein Gewebe,
&Pgr; das durch die Flüssigkeiten Nr. 1 bis Nr. 6 nicht mehr, wohl aber durch die Flüssigkeiten 7 und 8 benetzt wird,
den Oleophobiegrad Nr. 6. Die Oleophobie-Werte ^ 6 werden als ausgezeichnet angesehen.
Das Maß für die hydrophoben Eigenschaften wird gemäß Norm ASTM-D 583-63 bestimmt. Das behandelte
^ Gewebe wird in einer mechanischen Vorrichtung eingespannt gehalten und mit Wasser unter einem Winkel von
[ 45° unter bestimmten Bedingungen bespritzt. Das ständig in der Halterung eingespannte Gewebe wird
&igr; anschließend gerüttelt und die Hydrophobie anschließend nach folgenden Kriterien bewertet:
t
I' Note 100: weder Benetzung noch Festhaften von Wassertröpfchen auf der Oberfläche
&igr; Note 90: Benetzung der Wassertröpfchen an wenigen zufälligen Stellen
Note 80: Benetzen der Oberfläche an den Sprühpunkten
y Note 70: teilweise Benetzung der oberen Oberfläche
Note 50: vollständige Benetzung der oberen Oberfläche Note 0: vollständige Benetzung beider Gewebeseiten.
Wenn die erfindungsgem^.ß hergestellten Verbindungen auf Papier oder anderen weichen porösen Substraten
■'.- aufgebracht werden, können die oben beschriebenen Verfahren, obwohl sie für Textilien zutreffen, entweder
U auch direkt oder nach Änderungen in Einzelheit angewandt werden.
Im Fall schließlich, wo die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen auf metallischen Oberflächen oder
anderen glatten oder harten Oberflächen aufgebracht werden, wird der Grad der Oleophobie bewertet, indem
man einen Paraffinöl-Tropfen auf der Oberfläche aufträgt. Wenn der Öltropfen sich nicht ausbreitet und wenn
bei der Neigung der Oberfläche der Tropfen ohne Spur abläuft, liegt gute Oleophobie vor. Wenn sich der
Tropfen vollständig ausbreitet und nach Neigung der Oberfläche eine breite benetzte Fläche zurückläßt, ist die
Oleophobie gleich Null. Im Fall, daß der Öltropfen sich zwar nicht wesentlich ausbreitet, jedoch leichte
Fettspuren zurückläßt, wenn er über die geneigte Oberfläche rollt, ist die Oleophobie mittelmäßig. Die
Hvdrorjhobie wird auf dieselbe Art bewertet, wobei man das Öl einfach durch Wasser ersetzt.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen geben bei gleichem Fluorgehalt bessere Leistungen als
einfache statistische Copolymere, die auf Grundlage von üblichen handelsüblichen oleophoben Verbindungen
hergestellt zu sein scheinen.
Oleophobe und hydrophobe Verbindungen, die sich von den erfindungsgemäß hergestellten unterscheiden
Oleophobe und hydrophobe Verbindungen, die sich von den erfindungsgemäß hergestellten unterscheiden
und die schon bessere Anwendungseigenschaften als die einfachen statistischen Copolymere zeigen, wurden
bereits von der Anmelderin untersucht. Diese Verbindungen, die Gegenstand der FR-PS 21 55 133 sind, sind
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus der Polymerisation eines oder mehrerer fluorierter Monomerer, die
gegebenenfalls von einem kleinen Anteil eines oder mehrerer nicht fluorierter Monomerer begteitet sind, in
Anwesenheit eines nicht fluorierten Acrylharzes. das 20 bis 80 Gew.-% des Gemisches aus Monomeren und
&iacgr;&ogr; Harz ausmacht, stammen. Die bevorzugten fluorierten Monomeren sind dieselben wie in der vorliegenden
Erfindung und die erhaltenen Gemische können dieselben Bestandteile enthalten, die jedoch auf andere Weise
eingesetzt wurden. Diese bekannten Verbindungen, die weiterentwickelt wurden, geben textlien und anderen
Substraten gute oleophobe und hydrophobe Eigenschaften. Jedoch führen die erfindungsgemäß hergestellten
Verbindungen bei gleicher Konzentration an fluoriertem Monomer und daher gleichem Fluorgehalt zu noch
besseren Ergebnissen. In den folgenden Beispielen sind folgende Abkürzungen verwendet:
AF6 für das fluorierte Acrylat
CH3
C6F13 - CH2 - CH2 -SO2-N- CH2 - CH2 - O - CO - CH = CH2
AF8 für das fluorierte Acrylat
CH3
C8F17 - CH2 - CH2 - SO2N - CH2 - CH2 - O - CO - CH = CH2
Eine Verbindung gemäß der Erfindung wird erhalten, indem man zuerst ein fluoriertes Acrylharz herstellt
und in seiner Gegenwart nicht fluorierte Monomere polymerisiert.
a. Herstellung des fluorierten Acrylharzes als Grundlage
Reaktanden
Reaktanden
AF6 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 2 Gew.-Teile
Tnchlor-l,l,l-äthan 40 Gew.-Teile
Lauroylperoxid 0,1 Gew.-Teil
Lauroylperoxid 0,1 Gew.-Teil
Arbeitsweise
Die oben aufgezählten Reaktanden werden in ein Reaktionsgefäß gegeben und nach Verdrängen der Luft
durch Hindurchperlen von Stickstoff wird das Reaktionsgemisch unter Rühren 3 h lang bei 74° C erhitzt. Unter
diesen Bedingungen ist die Polymerisation von AF6 und Stearylmethacrylat praktisch vollständig. Das erhaltene
Polymer liegt in Form einer etwa 20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor. Diese Lösung wird im Reaktor
gelassen.
b. Herstellung des Endproduktes
In ein geschlossenes Reaktionsgefäß, das noch die vorstehend genannte Lösung enthält, gibt man durch eine
Einfüllvorrichtung die folgenden Reaktanden:
Stearylmethacrylat 9 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Trichlor-l,l,l-äthan 40 Gew.-Teile
Lauroylperoxid 0,1 Gew.-Teil
Lauroylperoxid 0,1 Gew.-Teil
Die so erhaltene Reaktionsmasse, die das vorher hergestellte fluorierte Copolymerisat und die Monomeren
und anderen eingesetzter. Reaktanden enthält, wird 3 h unter P.ührer. auf 74° C erwärmt 1 Inter diesen
Bedingungen ist die Polymerisation der zugesetzten Monomeren praktisch vollständig und die Verbindung wird
in Form einer etwa 20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan gehalten.
Wenn man allein die in den beiden Herstellungsstufen eingesetzten Monomeren betrachtet, wurde das
Endprodukt erhalten durch Polymerisation von 50 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacrylat und
Hydroxyäthylmethacrylat in Gegenwart von 50 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes, das seinerseits aus einem
80-20-Gemisch fluorierter. Acrylat und Stearylmethacrylat hergestellt wurde. Das in der ersten Stufe eingesetzte
fluorierte Acrylat stellt etwa 40 Gew.-% des schließlich erhaltenen Endproduktes dar.
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei man jedoch die Mengen an eingesetzten Monomeren vermindert, um
das als Basis verwendete fluorierte Acrylharz herzustellen, und die Mengen an nicht fluorierten Monomeren, die
anschließend in Anwesenheit dieses Grundharzes polymerisiert werden, erhöht. Es wurden die folgenden
Mengen verwendet:
Für die Herstellung des als Grundharz verwendeten fluorierten Acrylharzes
AF6 6 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 1,5 Gew.-Teile
Für die Herstellung des Endproduktes
Stearyimethacryiat 11,25 Gew.-Teile is
Hydroxyäthylmethacrylat 1,25 Gew.-Teile
Die beiden Verfahrensstufen werden in Trichlor-l,l,l-äthan als Lösungsmittel in Anwesenheit von Lauroylperoxid
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt.
Das Endprodukt liegt wie in Beispiel 1 in Form einer etwa 20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor.
Es wurde erhalten durch Polymerisation von 62,5 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacrylat und
Hydroxyäthylmethacrylat in Anwesenheit von 37,5 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes, das seinerseits aus
einem 80-20-Gemisch von fluoriertem Acrylat und Stearylmethacrylat hergestellt wurde. Das in der ersten Stufe
eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 30 Gew.-% der erfindungsgemäß hergestellten Verbindung dar.
Man arbeitet wie in den Beispielen 1 und 2, wobei man jedoch die Mengen der in den beiden Verfahrensstufen
eingesetzten Monomeren abändert.
Herstellung des fluorierten Acrylharzes
AF6 4 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Herstellung des Endproduktes
Stearylmethacrylat 13,5 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1,5 Gew.-Teile
Die Bedingungen für die Polymerisation sind dieselben wie in Beispiel 1. Die als Produkt erhaltene
Verbindung liegt in Form einer etwa 20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor.
Diese Verbindung wurde durch Polymerisation von 75 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearyimethacryiat
und Hydroxyäthylmethacrylat in Anwesenheit von 25 Gew.-% eines fluoriertem Acrylharzes erhalten, das
selber aus einem 80-20-Gemisch von fluoriertem Acrylat und Stearylmethacrylat erhalten wurde. Das in der
ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 20% der erfindungsgemäß hergestellten Verbindung dar.
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei man jedoch im Laufe der beiden Verfahrensstufen die folgenden
Monomeren einsetzt:
Herstellung des fluorierten Acrylharzes
AF6 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Herstellung des Endprocuktes
Stearylmethacrylat 10 Gew.-Teile
Die Verfahrensbedingungen sind dieselben wie in Beispiel 1. Das Endprodukt liegt in Form einer etwa
20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor.
Diese Verbindung wurde durch Polymerisation von 50 Gew.-% Stearylmethacrylat in Gegenwart eines
fluorierten Acrylharzes erhalten, das seinerseits durch Polymerisation eines Gemisches aus fluoriertem Acrylat,
Stearylmethacrylat und Hydroxyäthylmethacrylat mit den Anteilen 80-10-10 erhalten wurde. Das in der ersten
Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 40% des Endproduktes dar.
Beispiel 5 &iacgr;|;
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei man jedoch im Laufe der beiden Herstellungsstufen die folgenden
Monomeren einsetzt:
Herstellung des fluorierten Acrylharzes AF6 8 Gew.-Teile
&iacgr;&ogr; Herstellung des Endproduktes
Stearylmethacrylat 10,8 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1,2 Gew.-Teile W
is Die Verfahrensbedingungen sind dieselben wie in Beispiel 1. Das Endprodukt liegt in Form einer etwa
20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor.
Diese Verbindung wurde durch Polymerisation von 60 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacry- ||
lat und Hydroxyäthylmethacrylat in Gegenwart von 40 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes erhalten, das *
durch Polymerisation von fluoriertem Acrylat als einzigen Monomeren gebildet worden war.
Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 40% des Endproduktes dar.
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei man jedoch im Verlauf der beiden Herstellungsstufen die folgenden
Monomeren einsetzt:
Herstellung des als Ausgangsharz verwendeten fluorierten Acrylharzes
AF6 4 Gew.-Teile
Herstellung des Endproduktes
Stearylmethacrylat 14,4 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1,6 Gew.-Teile
Die Verfahrensbedingungen sind dieselben wie in Beispiel 1. Das Endprodukt liegt in Form einer etwa
20%igen Lösung in Trichlor-l,l,l-äthan vor. Diese Verbindung wurde durch Polymerisation von 80 Gew.-%
eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacrylat und Hydroxyäthylmethacrylat in Gegenwart von 20 Gew.-%
w eines fluorierten Acrylharzes erhalten, das durch Polymerisation von fluoriertem Acrylat als einzigem Monomeren
hergestellt worden war. Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt daher etwa 20% des
Endproduktes dar.
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei jedoch das Stearylmethacrylat durch Laurylmethacrylat ersetzt wird.
Daher wurden im Verlaufe der beiden Stufen die folgenden Monomeren eingesetzt: ||
Herstellung des fluorierten Acrylharzes
AF6 8 Gew.-Teile
Laurylmethacrylat 2 Gew.-Teile
Herstellung des Endproduktes
Laurylmethacrylat 9 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
^, Das Endprodukt wurde daher durch Polymerisation von 50 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Laurylmethacrylat
und Hydroxyäthylmethacrylat in Anwesenheit von 50 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes erhalten,
das durch Polymerisation eines 80-20-Gemisches von fluoriertem Acrylat und Laurylmethacrylat hergestellt |
worden war. Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 40% des Endprodukts dar. '·=
65 Beispiel 8
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei jedoch das Stearylmethacrylat durch Hepthylmethacrylat ersetzt wurde.
Daher sind die in den beiden Verfahrensstufen eingesetzten Monomeren die folgenden:
Herstellung des fluorierten Acrylharzes
AF6 8 Gew.-Teile
Heptylmethacrylat 2 Gew.-Teile
5 Herstellung des Endproduktes
Heptylmethacrylat 9 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Das Endprodukt wurde daher durch Polymerisation von 50 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Laurylmethacrylat
und Hydroxyäthylmethacrylat in Anwesenheit von 50 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes erhalten,
das durch Polymerisation eines 80-20-Gemisches von fluoriertem Acrylat und Laurylmethacrylat hergestellt
worden war. Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt etwa 40% des Endprodukts dar.
Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei jedoch das Hydroxyäthylmethacrylat durch Glycidylmethacrylat ersetzt
wird.
Die im Verlauf der beiden Verfahrensstufen eingesetzten Monomeren sind daher folgende:
Die im Verlauf der beiden Verfahrensstufen eingesetzten Monomeren sind daher folgende:
Herstellung des fluorierten Acrylharzes
I AF6 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 2 Gew.-Teile
Herstellung des Endproduktes
I Stearylmethacrylat 9 Gew.-Teile
I Glycidylmethacrylat 1 Gew.-Teil
1 Das Endprodukt wurde daher durch Polymerisation von 50 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmeth-
jl acrylat und Glycidylmethacrylat in Gegenwart von 50 Gew.% eines fluorierten Acrylharzes erhalten, das durch
i Polymerisation eines 80-20-Gemisches von fluoriertem Acrylat und Stearylmethacrylat hergestellt worden war.
I Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat stellt daher etwa 40% des Endprodukts dar.
&iacgr; Beispiel 10
I Man arbeitet wie in Beispiel 1, wobei jedoch das fluorierte Acrylat AF6, das eine perfluorierte Cg-Gruppe ^
I trägt, durch das fluorierte Acrylat AF8, das eine perfluorierteCg-Gruppe trägt, ersetzt wurde.
S Dementsprechend wurden in den beiden Verfahrensstufen die folgenden Monomeren eingesetzt:
Herstellung des als Ausgangssubstanz verwendeten fluorierten Acrylharzes
AF8 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 2 Gew.-Teile
Herstellung des Endprodukts
Stearylmethacrylat 9 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Das Endprodukt wurde daher durch Polymerisation von 50 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacrylat
und Hydroxyäthylmethacrylat in Gegenwart von 50 Gew.-% eines fluorierten Acrylharzes erhalten, das
durch Polymerisation eines 80-20-Gemisches von fluoriertem Acrylat und Stearyhnethacrylat hergestellt worden
war. Das in der ersten Stufe eingesetzte fluorierte Acrylat bildet daher etwa 40% des Endprodukts.
Man arbeitet wie in Beispiel 3, wobei jedoch das fluorierte Acrylat AF6 durch das fluorierte Acrylat AF8
ersetzt wurde.
Daher wurden im Verlauf der beiden Verfahrensstufen die folgenden Monomeren eingesetzt:
Daher wurden im Verlauf der beiden Verfahrensstufen die folgenden Monomeren eingesetzt:
I Herstellung des als Grundsubstanz verwendeten fluorierten Acrylharzes
AF8 4 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Herstellung des Endprodukts
Stearylmethacrylat 13,5 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1,5 Gew.-Teile
Das Endprodukt wurde daher durch Polymerisation von 75 Gew.-% eines 90-10-Gemisches von Stearylmethacrylat
und Hydroxyäthylmethacrylat in Gegenwart von 25 Gew.-% eines fluorierten Aurylharzes erhalten, das
durch Polymerisation eines 80-20-Gemisches von fluoriertem Acrylat und Stearylmethacrylat hergestellt worden
war. Das in der ersten Stufe eingesetzten fluorierte Acrylat stellt daher etwa 20% des Endprodukts dar.
Vergleichsbeispiel 12
Man stellt ein statistisches Copolymer her, indem man die folgenden Monomeren einsetzt:
Man stellt ein statistisches Copolymer her, indem man die folgenden Monomeren einsetzt:
is AF6 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 11 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Diese Monomeren werden in Trichlor-l,l,l-äthan in Gegenwart von Lauroylperoxid wie in Beispiel 1
polymerisiert. Im Gegensatz zum Beispiel 1 wurden jedoch alle Monomeren, die beim erfindungsgemäßen
Verfahren gemäß Beispiel 1 in zwei Stufen eingesetzt wurden, zusammen eingesetzt und sämtliche Monomeren
in einem einzigen Verfahrensschritt polymerisiert, nachdem sie alle zusammen zu Beginn des Verfahrens als
Gemisch eingesetzt wurden.
Das erhaltene statistische Copolymer derselben Gesamtzusammensetzung wie die Verbindung gemäß Beispiel
1 entspricht nicht der Erfindung, da es durch einfache Copolymerisation sämtlicher eingesetzter Monomeren
erhalten wurde.
Vergleichsbeispiel 13
Wie in Beispiel 12 stellt man ein einfaches statistisches Copolymer her, indem man gleichzeitig die folgenden
Monomeren einsetzt:
AF6 6 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 12,75 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 2,25 Gew.-Teile
Das erhaltene statistische Copolymer besitzt dieselbe Gesamtzusammensetzung wie die Verbindung des
Beispiels 2, stellt jeoch keine erfindungsgemäß hergestellte Verbindung dar.
Vergleichsbeispiel 14
Wie in Beispiel 12 stellt man noch einmal ein einfaches statistisches Copolymer her, indem man die folgenden
Monomeren einsetzt:
AF6 * 4 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 14,5 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1,5 Gew.-Teile
Das erhaltene statistische Copolymer hat dieselbe Gesamtzusammensetzung wie die erfindungsgemäß hergestellte
Verbindung des Beispiels 3, stellt jedeoch keine Verbindung gemäß der Erfindung dar.
Beispiel 15
(Beispiel einer Anwendung auf Baumwoll-Popeline)
(Beispiel einer Anwendung auf Baumwoll-Popeline)
Die in den vorangehenden Beispielen hergestellten Polymeren, die die Nummern der entsprechenden
Beispiele tragen, werden bezüglich ihrer Anwendung auf Baumwoll-Popeline von 140 g/irr untersucht.
In den vorangehenden Beispielen wurden die Polymeren in Form etwa 20%iger Lösung in Trichlor-1,1,1-äthan
erhalten. Diese Lösungen werden bis auf eine Konzentration von 1% in demselben Lösungsmittel
verdünnt. Die Mengen an aufgebrachter Trockensubstanz betragen etwa 1,1 bis 1,2 Gew.-%, bezogen auf das
Gewebe. Die Gewebeproben werden anschließend 5 min lang bei 150° C thermisch behandelt und man läßt sie
dann mindestens 24 h bei Raumtemperatur wieder konditionieren. Ihre oleophoben und hydrophoben Eigenschaften
werden anschließend nach den in der Beschreibung erwähnten Verfahren geprüft. Die erhaltenen
Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt, in der auch die zur Herstellung der jeweiligen
Polymeren eingesetzten Mengen an fluoriertem Acrylat (AF6 oder AF8), ausgedrückt in Gew.-%, genannt
werden.
Polymeres
| Fluoriertes | Oleophobie | Hydrophobie |
| Acrylat | ||
| Gew.-% | ||
| etwa 40 | 8 | 90 |
| etwa 30 | 8 | 90 |
| etwa 20 | 7 | 80 |
| etwa 40 | 6 | 100 |
| etwa 40 | 6 | 100 |
| etwa 20 | 6 | 100 |
| etwa 40 | 6 | 90 |
| etwa 40 | 7 | 80 |
| etwa 40 | 6 | 80 |
| etwa 40 | 7 | 100 |
| etwa 40 | 7 | 100 |
| etwa 40 | 5 | 70 |
| etwa 30 | 0 | 70 |
| etwa 20 | 0 | 50-70 |
6 etwa 20 6 100 10
9
10
10
11 etwa 40 7 100 '5
12
13
14
13
14
Die Ergebnisse zeigen, daß die mit den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren Nr. 1 bis Il 20
behandelten Gewebe gute oleophobe und hydrophobe Eigenschaften aufweisen. Dagegen ergeben die Polymeren
12, 13 und 14, die einfache statistische Copolymere darstellen und nicht unter die Erfindung fallen,
jedoch dieselben Bestandteile wie die PfroplFpolymeren 1,2 und 3 enthalten, wesentlich schlechtere und
manchmal sogar gar keine Oleophobie bzw. Hydrophobie. Dieser Qualitätsunterschied wird besonders deutlich
bei den Polymeren, die 30 und 20% fluoriertes Acrylat enthalten. 25
Beispiel 16
(Beispiel der Anwendung auf Polyester/Baumwoll-Popeline)
(Beispiel der Anwendung auf Polyester/Baumwoll-Popeline)
Die verschiedenen in den Beispielen 1 bis 14 beschriebenen Polymeren werden auf einem Polyester/
Baumwoll-Popeline der Zusammensetzung 65-35 von 120g/m2 angewandt. 35
Die Bedingungen für die Anwendung und für das Aushärten der behandelten Gewebe sind dieselben wie im
vorangehenden Beispiel 15. Die Mengen der aufgetragenen Trockensubstanz liegen im Bereich von 1 Gew.-%,
bezogen auf das Gewebe.
Die erhaltenen Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
40
Polymeres Fluoriertes Oleophobie Hydrophobie
Acrylat
Gew.-%
Gew.-%
1 etwa 40 8 90 45
2 etwa 30 8 90
3 etwa 20 7 90
4 etwa 40 6 90-100
5 etwa 40 6 100
6 etwa 20 5 100 50
7 etwa 40 6 90
8 etwa 40 7 90
9 etwa 40 6 90-100
10 etwa 40 6 100
11 etwa 40 7 100 55
12 etwa 40 5 90
13 etwa 30 4 80
14 etwa 20 0 70
Die erfindungsgcmäß hergestellter. Pfropfpolymeren (Nr 1-11) führen bei ihrer Anwendung auf Polyester/ 60
Baumwoll-Popeline alle zu erhöhten Oleophobie- und Hydrophobie-Werten, die in der Nähe der für Baumwoll-Popeline
gemäß dem vorangehenden Beispiel erhaltenen Werte liegen.
Die drei letzten Polymeren (Nr. 12-14), die nicht der Erfindung entsprechen und einfache statistische
Copolymere darstellen, enthalten im Vergleich zu den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren die
gleiche Menge an fluoriertem Acrylat und insbesondere im Vergleich zu den Pfropfpolymeren 1, 2 und 3 genau 65
dieselben Bestandteile, die jedoch anders eingesetzt wurden; diese Polymeren zeigen wesentlich niedrigere
Oleophobiewerte. Der Unterschied ist besonders deutlich bei den Polymeren mit 30 und 20% fluoriertem
Acrylat.
| Pfropf- | Fluoriertes | C |
| polymeres | Acrylat | |
| Gew.-% | ||
| 1 | 40 | 8 |
| 2 | 30 | 6 |
| 3 | 20 | 5 |
| 7 | 40 | 8 |
| 8 | 40 | 8 |
| 9 | 40 | 8 |
Beispiel 17
(Beispiel der Anwendung bei Papier)
(Beispiel der Anwendung bei Papier)
Mit den Pfropfpolymeren 1, 2, 7, 8 und 9 werden Anwendungsversuche bei nicht geleimten, leicht beschwertem
Papier von 73 g/m2 g :macht.
Diese Pfropfpolymeren werden in Form l%iger Lösungen in Trichlor-l,l,l-äthan verwendet. Die Papierproben
werden in diese Lösungen getaucht, abtropfen gelassen und getrocknet. Die Menge der niedergeschlagenen
Trockensubstanz liegt im Bereich von 1,1 Gew.-%, bezogen auf Papier. Die Anwendungsergebnisse werden in
der folgenden Tabelle zusammengestellt: |
&iacgr;&ogr; I
Oleophobie Hydrophobie S
1 40 8 90
90
80
80
80
9 40 8 80
9 40 8 80
Es muß betont werden, daß das für diese Versuche verwendete nicht geleimte Papier von sich aus ein großes
Absorptionsvermögen gegenüber Öl und Wasser aufweist. Die oleophobe und hydrophobe Wirksamkeit der
erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren wird daher besonders deutlich.
Beispiel 18
(Beispiel für die Anwendung bei Lederartikeln)
(Beispiel für die Anwendung bei Lederartikeln)
Die Pfropfpolymeren 1, 2 und 3 in Form l%iger Lösungen in Trichlor-l,l,l-äthan werden auf glatte und
samtartige Leder gesprüht, wie sie für die Herstellung von Schuhwerk, Kleidung und Lederwaren verwendet
werden. Die so behandelten Leder werden weder von Wasser noch von Paraffinöl benetzt.
Beispiel 19
(Beispiel für die Anwendung bei metallischen Oberflächen)
(Beispiel für die Anwendung bei metallischen Oberflächen)
Die Pfropfpolymeren 1, 2 und 3 werden in Form ihrer l%igen Lösungen in Trichlor-l,l,J-äthan mit einem
Pinsel auf mattierte und vollkommen entfettete Aluminiumproben aufgetragen. Vor Anwendung der fluorierten
Pfropf polymeren wurden die Proben von Wasser und Öl benetzt. Nach der Behandlung werden sie weder mit
Wasser noch mit Öl benetzt. Die Wasser- und Paraffinöltropfen, die auf die behandelten Metallproben
aufgebracht werden, weiten sich nicht aus und rollen beim Neigen der Proben ab, ohne Spuren zu hinterlassen.
Vergleichsbeispiel 20
(Vergleich der Pfropfpolymeren gemäß FR-PS 21 55 133
mit den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren)
mit den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren)
so Pfropfpolymeres a gemäß FR-PS 21 55 133
Man stellt zuerst ein nicht fluoriertes Acrylharz durch Polymerisation der folgenden Bestandteile her:
Stearylmethacrylat 9 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat 1 Gew.-Teil
In Gegenwart dieses Copolymeren polymerisiert man anschließend ein Gemisch von
AF6 8 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 2 Gew.-Teile
Diese beiden Polymerisationsverfahren werden in Lösung in Trichlor-l,i,l-äthan als Lösungsmittel in
Gegenwart von Lauroylperoxid unter denselben allgemeinen Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt.
Das so erhaltene Pfropfpolymere a wurde also aus denselben Bestandteilen wie das Pfropfpolymere des
Beispiels 1 (Pfropfpolymeres 1) erhalten. Absichtlich wurden auch dieselben allgemeinen Verfahrensbedingungen
gewählt. Dei einzige und wichtige Unterschied liegt darin, daß die zur Herstellung des Grundharzes
eingesetzten Monomeren und die Monomeren, die anschließend in Gegenwart dieses als Grundlage dienenden
Harzes polymerisiert wurden, miteinander vertauscht wurden.
10
Pfropfpolymeres b gemäß FR-PS 21 55 133
Man stellt zuerst ein nicht fluoriertes Acrylharz durch Polymerisation der folgenden Bestandteile her:
Man stellt zuerst ein nicht fluoriertes Acrylharz durch Polymerisation der folgenden Bestandteile her:
Stearylmethacrylat Hydroxyäthylmethacrylat
11,25 Gew.-Teile
1,25 Gew.-Teile
1,25 Gew.-Teile
In Gegenwart dieses Copolymerisate polymerisiert man anschließend ein Gemisch aus:
AF6
Stearylmethacrylat
Stearylmethacrylat
6 Gew.-Teile
1,5 Gew.-Teile
1,5 Gew.-Teile
Man arbeitet unter denselben allgemeinen Bedingungen wie vorher.
Das so erhaltene Pfropfpolymere b wurde aus denselben Bestandteilen wie das Pfropfpolymere des Beispiels 2
(Propfpolymeres 2) hergestellt; jedoch wurden die zur Herstellung des als Grundharz dienenden Polymerisats is
eingesetzten Monomeren und die anschließend in Anwesenheit dieses Harzes polymerisierten Monomeren
miteinander vertauscht.
Pfropfpolymeres c gemäß FR-PS 21 55 133
Man stellt zuerst unter denselben allgemeinen Bedingungen ein nicht fluoriertes Acrylharz durch Polymerisation
der folgenden Bestandteile her:
Stearylmethacrylat Hydroxyäthylmethacrylat
13,5 Gew.-Teile
1,5 Gew.-Teile
1,5 Gew.-Teile
Dann polymerisiert man in Anwesenheit dieses Copolymeren ein Gemisch von:
AF6 4 Gew.-Teile
Stearylmethacrylat 1 Gew.-Teil
Das so erhaltene Pfropfpolymere c wurde aus denselben Bestandteilen wie das Pfropfpolymere des Beispiels 3
(Pfropfpolymeres 3) hergestellt: jedoch wurden die zur Herstellung des Grundharzes eingesetzten Monomeren
und die anschließend in Gegenwart dieses Harzes polymerisierten Monomeren miteinander vertauscht.
Vergleich der Pfropfpolymeren a, b und c gemäß FR-PS 21 55 133
mit den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren 1, 2 und 3
mit den erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren 1, 2 und 3
Diese Pfropfpolymeren wurden unter den in Beispiel 15 genannten Bedingungen auf Baumwoll-Popeline
angewandt. Die erhaltenen Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle zusammengestellt, in der auch die
Mengen des zur Herstellung der jeweiligen Pfropfpolymeren verwendeten fluorierten Acrylate (AF6), ausgedrückt
in Gew.-%, genannt werden.
| Pfropf | Fluoriertes | Oleophobie | Hydrophobie |
| polymeres | Acrylat | ||
| Gew.-% | |||
| a | 40 | 7-6 | 80-90 |
| 1 | 40 | 8 | 90 |
| b | 30 | 6 | 70-80 |
| 2 | 30 | 8 | 90 |
| C | 20 | 4 | 70-80 |
| 3 | 20 | 7 | 80 |
Die Pfropfpolymeren 1, 2 und 3 weisen bei gleicher Menge an eingesetztem fluoriertem Acrylat gegenüber
den Pfropfpolymeren a, b und c überlegene Anwendungseigenschaften auf. Insbesondere führt das Pfropfpolymere
3 mit geringem Gehalt an fluoriertem Acrylat noch zu erhöhter Oleophobie, während das Pfropfpolymere
c nur sehr mäßige oleopbohe Eigenschaften vermittelt. Die erfindungsgemäß hergestellten Pfropfpolymeren
sind daher denen aus der FR-PS 21 55 133 überlegen. Diese Überlegenheit ist besonders bei den Pfropfpolymeren
mit geringem Gehalt an fluoriertem Acrylat deutlich, die für die Praxis wegen der hohen Kosten
fluorierter Monomerer am interessantesten sind.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung deophober und hydrophober fluorierter Verbindungen, durch Polymerisation
eines oder mehrerer nicht fluorierter Alkylacrylate oder -methacrylate, deren Alkylgruppe 7 bis 18
Kohlenstoffatome trägt, und die gegebenenfalls von einem geringen Anteil anderer nichtfluorierter Monomerer
begleitet sind, in Gegenwart eines fluorierten Acryl- oder Methacrylhomopolymerisats oder -copolymerisats,
welches 20 bis 80 Gew.-% der Gesamtverbindung ausmacht und aus einem Monomsren der
allgemeinen Formel
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|---|---|---|---|
| FR7523898A FR2319668A1 (fr) | 1975-07-31 | 1975-07-31 | Compositions fluorees a caractere oleofuge et hydrofuge |
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|---|---|
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Family
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|---|---|---|---|
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| DE19762633870 Expired DE2633870C3 (de) | 1975-07-31 | 1976-07-28 | Verwendung von organischen Lösungen oder wäßrigen Dispersionen oleophober und hydrophober Pfropfpollymerer zum Oleophieren ud Hydrophobieren von Substraten |
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|---|---|---|---|
| DE19762633870 Expired DE2633870C3 (de) | 1975-07-31 | 1976-07-28 | Verwendung von organischen Lösungen oder wäßrigen Dispersionen oleophober und hydrophober Pfropfpollymerer zum Oleophieren ud Hydrophobieren von Substraten |
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- 1976-07-15 IT IT6877776A patent/IT1063148B/it active
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