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DE2658942A1 - Chiral substituierte 2-imidazolin- 5-one - Google Patents

Chiral substituierte 2-imidazolin- 5-one

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Publication number
DE2658942A1
DE2658942A1 DE19762658942 DE2658942A DE2658942A1 DE 2658942 A1 DE2658942 A1 DE 2658942A1 DE 19762658942 DE19762658942 DE 19762658942 DE 2658942 A DE2658942 A DE 2658942A DE 2658942 A1 DE2658942 A1 DE 2658942A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
alkyl
methyl
carbon atoms
imidazolin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762658942
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Heinrich Dipl Ch Hausberg
Horst Dipl Chem Dr Koenig
Hans-Joachim Dipl Chem Dr May
Ulrich Schoellkopf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19762658942 priority Critical patent/DE2658942A1/de
Priority to US05/861,731 priority patent/US4280008A/en
Priority to CA293,445A priority patent/CA1100974A/en
Priority to NL7714199A priority patent/NL7714199A/xx
Priority to CH1580377A priority patent/CH643545A5/de
Priority to JP15306477A priority patent/JPS5379866A/ja
Priority to GB53394/77A priority patent/GB1593560A/en
Priority to BE183750A priority patent/BE862194A/xx
Priority to HU77DA3609A priority patent/HU177073B/hu
Priority to FR7739048A priority patent/FR2375218A1/fr
Publication of DE2658942A1 publication Critical patent/DE2658942A1/de
Priority to CA362,831A priority patent/CA1110271A/en
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/70One oxygen atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Chiral substituierte 2-Imidazolin-5-one
  • Die Erfindung betrifft chiral substituierte 2-Imidazolin-5-one, die als Zwischenprodukte für die Herstellung optisch aktiver Verbindungen, insbesondere von optisch aktiven *-substituierten Aminosäuren, verwendet werden können, Für die Herstellung eines optisch aktiven Stoffes geht man in der Regel von der racemischen Verbindung aus, die man erhält, wenn das asymmetrische Molekül aus symmetrischen Bausteinen synthetisiert wird. Die Trennung eines Racemats in die optisch aktiven Komponenten wird im allgemeinen auf zwei Wegen erreicht: durch spontane Spaltung Kristallisation oder durch Benutzung eines optisch aktiven Hilfsstoffes0 Beispielsweise im Falle der Synthese von optisch aktiven Aminosäuren, wie von -Methyl-DOPA, werden beide Methoden beschrieben.
  • Dabei kann die Trennung durch Kristallisation auf der Stufe der Aminosäure oder einer Vorstufe erfolgen; auch die Trennung mittels eines Hilfsstoffes, wie einem optisch aktiven Amin oder einer Säure, wird normalerweise auf der Stufe eines Vorproduktes durchgeführt (DT-AS 15 93 989).
  • Der eindeutige Nachteil dieser Verfahren liegt darin, daß maximal die Hälfte des eingesetzten Racemats in der Form des gewünschten Enantiomeren erhalten werden kann, während die zweite Hälfte, die das unerwünschte Enantiomere ausmacht, entweder verlorengeht oder erst auf umständliche Weise racemisiert werden muß, um wieder in den Trennungsgang eingesetzt werden zu können. Das gilt auch für biochemische Methoden zur Racematspaltung, bei welcher in vielen Fällen ein Enantiomeres, nämlich das nicht gewünschte1 durch Abbau zerstört wird0 Optisch aktive Stoffe lassen sich auch dadurch herestellen, daß man die Synthese aus einer symmetrischen Verbindung in Gegenwart eines optisch aktiven Hilfsstoffes ausführte Bei dieser sogenannten asymmetrischen Synthese muß der optisch aktive Hilfsstoff mit der symmetrisch gebauten Verbindung eine Bindung eingehen, die sowohl kovalent als auch von komplexer Art sein kann.
  • Dadurch wird bei der Synthese die Bildung von zwei Diastereomeren bedingt, die wegen ihres verschiedenen Energieinhalts in ungleichen Mengen entstehen können0 Ein Maß für den Erfolg der asymmetrischen Synthese ist die asymmetrische Induktion, welche den prozentualen Überschuß des bevorzugt gebildeten Diastereomeren A gegenüber dem Diastereomeren B angibt, X $ 100 (%).
  • Nach Abtrennung des optisch aktiven Hilfsstoffes erhält man das Gemisch der beiden Enantiomeren, in dem nun ein Enantiomeres überwiegt und bei günstigen Verhältnissen sogar nahezu ausschließlich vorliegt, Der bei der Racemattrennung als Nachteil auftretende Verlust des nicht gewünschten Enantiomeren wird auf diese Weise verringert oder sogar vermieden.
  • Ein Beispiel hierfür ist die Synthese optisch aktiver Aminosäuren, die in «-Position noch ein Wasserstoff tragen, durch Hydrierung von *-Amidoacrylsäure-derivaten in Gegenwart optisch aktiver Katalysatoren, welche mit hoher asymmetrischer Induktion erfolgt. (J. D. Morrisen et al., Asymmetric Organic Reactions, New Jersey, 1971.) Diese Methode versagt jedoch bei in *-Stellung voll substituierten Aminosäuren, wie den pharmakologisch wichtigen i-Methyl-DOPA und *-Methyl-Tyrosin. Der Versuch, Verbindungen dieser Art durch asymmetrische Alkylierung von i-Isocyancarbonsäure-menthylestern zu erhalten, liefert nach anschließender Verseifung die Aminosäure mit einer unbefriedigenden asymmetrischen Induktion von maximal 15 %0 (M. Susuki et al., Chem.
  • and Ind., 1972, 687.) Es wurde nun gefunden, daß 2-Imidazolin-5-one der Formel I in der R1 einen optisch aktiven Rest, der sich von einem primären optisch aktiven Amin oder einer optisch aktiven Aminosäure ableitet, R2 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, Benzyl oder Phenyl, R3 und R4 jeweils verschieden sind und R3 einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen durch einen Alkoxy-, einen Alkylthio- oder einen Dialkylaminorest mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzyloxyrest, einen Benzylthiorest, einen Acyloxyrest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl, einen Cyanrest, einen Carbalkoxyrest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzoyl- oder Phenylrest substituierten Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, wobei im Benzoyl-oder Phenylrest der Phenylring ein- bis dreifach durch ein Halogenatom, wie Fluor, Chlor, Brom, Jod, eine Nitrogruppe, einen Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthiorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzyloxy, einen Acyloxy- oder einen Acylaminorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl, oder einfach durch einen gegebenenfalls durch Alkoxy oder Acyloxy mit 1 bis 4 C-Atomen substituierten Phenoxyrest oder einen Trifluormethyl- oder einen Methylendioxyrest substituiert sein kann, einen Allylrest oder einen Phenylring und R4 einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen einen durch einen Alkoxy-, einen Alkylthio- oder einen Dialkylaminorest mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Piperidino- oder Pyrrolidinorest, einen Benzyloxyrest, einen Benzylthiorest, einen Cyanrest, einen Carbalkoxyrest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzoyl- oder Phenylrest substituierten Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen, wobei im Benzoyl- oder Phenylrest der Phenylring ein bis dreifach durch ein Halogenatom, wie Fluor, Chlor, Brom, Jods eine Nitrogruppe, einen Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthiorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzyloxy, einen Acyloxy- oder einen Acylaminorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl, oder einfach durch einen gegebenenfalls durch Alkoxy oder Acyloxy, mit 1 bis 4 C-Atomen substituierten Phenoxyrest oder einen Trifluormethyl- oder einen Methylendioxyrest substituiert sein kann, einen Pyridylmethyl, Furylmethyl, Thionylmethyl oder einen Allylrest bedeuten, als Zwischenprodukte für die Synthese asymmetrischer Verbindungen hervorragend geeignet sind0 Bei dem Rest R1 handelt es sich um einen optisch aktiven Rest, dem ein optisch aktives primäres Amin oder das Derivat einer optisch aktiven w-Aminosäure, zweckmäßigerweise ein Ester mit 1 bis 4 C-Atomen in dem den Ester zugrundeliegenden Alkohol oder ein am Amidstickstoff unsubstituiertes oder mono- oder dialkyliertes Amid mit 1 bis 3 C-Atomen im Alkyl zugrundeliegt.
  • Als primäre optische Amine seien beispielsweise L- und D-α-Phenyläthylamin, L-α-Phenyl-propylamin, (-)-Nopinylamin, (+ )- und (- )-Aminomethylpinan, S-Bornylamin, L(+)-threo-2-Amino-l-phenyl-1,3-propandiol, (+)-Dehydroabietylamin, (+)- und (-)-l-Naphthyl--l-äthylamin, *-Norbornyläthylamin, Menthylamin, Norephedrin, ß-Methoxy-α-phenyläthylamin, α-Methoxy-ß-phenyläthylamin, (+)-und (-)-l-Aminoindan, (+)- und (-)-Amphetamin, (+)- und (-)-2-Amino-l-butanOl und als optisch aktive Aminosäurederivate beispielsweise L- und D-Alaninester, wie L-Alanin-tert-butylester, L- und D-Valinester, wie L-Valinisopropylester, L- und D-Leucines-ter, L-Phenylalaninester, wie L-Phenylalaninäthylester, L-und D-w-Methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alaninäthylester, L- und D-Serinester, L- und D-Cysteinester, L- und D-Glutaminsäure-diester, L-Glutamifl-ester, L- und D-Asparaginsäure-diester und L-Asparaginester genannt.
  • Für R² seien als Alkylreste mit 1 bis 4 C-Atomen beispielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek-Butyl genannt.
  • Für R3 seien beispielsweise genannt: als Alkylreste mit 1 bis 4 C-Atomen, Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek-Butyl; als substituierte Alkylreste Methoxymethyl, -Methoxyäthyl, Äthoxymethyl, n-Butoxymethyl, Methylthiomethyl, R-Methylthioäthyl, Äthylthiomethyl, #-Dimethylaminobutyl, Benzyloxymethyl, w-Benzyloxyäthyl, Benzylthiomethyl, ß-Benzylthioäthyl, Acetoxymethyl, α-Acetoxyäthyl, Butyroxymethyl, Cyanmethyl, Carbomethoxymethyl, Carbäthoxymethyl, Carbäthoxyäthyl, Carbo-tert-butoxymethyl, Benzoylmethyl, p-Brombenzoylmethyl, Benzyl, ß-Phenyläthyl, α-Phenyläthyl; als Reste mit substituiertem Phenyl, wobei es sich insbesondere um Benzylreste handelt, seien genannt 2-, 3-, 4-Methyl-, 4-Äthyl-, 4-tert-Butyl-, 4-Methoxy-, 4-Äthoxy-, 4-Acetoxy-, 4-Butyroxy-, 3,4-Dimethoxy-, 3,4-Diacetoxy-, 3-Methoxy-4-acetoxy-, 3,4-Dibenzyloxy, 3,4-Methylendioxy-, 3,5-DiJod-4-acetoxy-, 3,5-DiJod-4-(p-methoxyphenoxy)-, 3,5-Dijod-4-(p-acetoxyphenoxy)-, 3-Methoxy-, 4-Nitro-, 4-Acetamino-, 4-Methylmercapto-, 3-Chlor-4-methoxy-, 2-Fluor-, 4-Fluor-, 4-Brom-, 2-Chlor-, 3-Ohlor-, 4-Chlor-, 3-Acetoxy-, 3-Methoxy-4-chlor-, 2,4-Dimethoxy-, 2,4-Diacetoxy-, 2-Methyl-4-methoxy-, 3-Methyl-4-methoxy-, 4-Trifluormethyl-, 3-Methoxy-4-methyl-, 3-Acetoxy-4-methyl-, 3-Acetoxy-4-methoxy-, 3,4,5-Trimethoxyphenyl-, p-Brombenzoylmethyl-.
  • Für R4 seien beispielsweise genannt: als Alkylreste mit 1 bis 6 C-Atomen Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl; als substituierte Alkylreste mit 1 bis 6 C-Atomen Methoxymethyl, Äthoxymethyl, ß-Methoxyäthyl, #-Methoxybutyl, ß-MethylthioSthyl, ß-DimethylaminoSthyl, ß-Dipropylaminoäthyl, 7u-Diäthylaminopropyl, p-Piperidinoäthyl, #-Pyrrolidinoproypl, Benzyloxymethyl, ß-Benzylthioäthyl, Cyanmethyl, Carbomethoxymethyl, Carbäthoxymethyl, Benzoylmethyl, p-Brombenzoylmethyl, Benzyl, ß-Phenyläthyl und Benzyl; als Reste mit substituiertem Phenyl, wobei es sich insbesondere um Benzylreste handelt, seien genannt 2-, 3-, 4-Methyl-, 4-Äthyl-, 4-tert-Butyl, 4-Methoxy-, 4-Äthoxy-, 4-Ac etoxy-, 4-Butyroxy-, 3,4-Dimethoxy-, 3,4-Diacetoxy-, 3-Methoxy-4-acetoxy-, 3,4-Dibenzyloxy, 3,4-Methylendioxy-, 3,5-DiJod-4-acetoxy-, 3,5-Diåod-4-(p-methoxyphenoxy)-, 3,5-Dijod-4-(p-acetoxyphenoxy)-, 3-Methoxy-, 4-Nitro-, 4-Acetamino-, 4-Methylmercapto-, 3-Chlor-4-methoxy-, 2-Fluor-, 4-Fluor-, 4-Brom-, 2-Chlor-, 3-Chlor-, 4-Ohlor-, 3-Acetoxy-, 3-Methoxy-4-chlor-, 2,4-Dimethoxy-, 2,4-Diacetoxy-, 2-Methyl-4-methoxy-, 3-Methyl-4-methoxy-, 4-Trifluormethyl-, 3-Methoxy-4-methyl-, 3-Acetoxy-4-methyl-, 3-Acetoxy-4-methoxy-, 3,4,5-Trimethoxyphenyl.
  • Von den für R1 bis R4 genannten Bedeutungen sind die folgenden hervorzuheben: Für R1 L-«-Phenyläthyl, (+)-3-Pinyl-methyl, (-)-Nopinyl, L-*-Carbo-tert-butoxyäthyl D Für R² Wasserstoff und Methyl.
  • Für R³ Alkylreste mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, und als substituiertes Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen Methoxymethyl, ß-Methylthioäthyl, Benzyloxymethyl, Carbäthoxymethyl, Caräthoxyäthyl, Benzyl, 3,4-Dimethoxybenzyl, p-Methoxybenzyl, 3,4-Methylendioxybenzyl, Phenyl.
  • Für R4 Alkylreste mit 1 bis 4 C-Atomen, inbesondere Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, und als substituiertes Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen Methoxymethyl, ß-Methylthioäthyl, Benzyloxymethyl, Cyanmethyl, Carbomethoxymethyl, Carbäthoxymethyl, p-Brombenzoylmethyl, Benzyl, und substituiertes Benzyl, wie für R3 angegeben, insbesondere 3,4-Dimethoxybenzyl, p-Methoxybenzyl, p-Nitrobenzyl, o- und p-Chlorbenzyl, p-Brombenzyl, p-Brombenzoylmethyl, 3,4-Methylendioxybenzyl, Allyl, 3, 4-Dibenzyloxybenzyl.
  • Davon sind besonders bevorzugt für R1 L-ffi-Phenyläthyl, für R2 Wasserstoff, für R3 Methyl, Benzyl, ggf. ein- oder zweifach durch Alkoxy oder Acyloxy mit 1 bis 4 C-Atomen oder Benzyloxy oder einfach durch Methylendioxy substituiert, wie 4-Methoxy, 3,4-Dimethoxy, 3,4-Methylendioxy, für R4 Methyl, Benzyl, ggfO ein- oder zweifach durch Alkoxy oder Acyloxy mit 1 bis 4 C-Atomen oder Benzyloxy oder einfach durch Methylendioxy substituiert, wie 4-Methoxy, 3,4-Dimethoxy, 3,4-Methylendioxy.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I können hergestellt werden, indem man ein 2-Imidazolin-5-on der Formel II in der R1 bis R3 die oben genannten Bedeutungen haben» in einem Lösungsmittel oder einem~Lösungsmittelgemisch in Gegenwart einer Base, die eine Verbindung der Formel II in ihr Anion überführt, mit einem Alkylierungsmittel der Formel R4-X, in dem R4 die oben genannten Bedeutungen hat und für X ein bei Alkylierungen leicht abspaltbarer Rest steht, umsetzt.
  • Die Umsetzung kann durch das folgende Formelschema veranschaulicht werden.
  • Welches der beiden Diastereomeren» IA oder IB, durch die asymmetrische Induktion dabei bevorzugt gebildet wird» hängt von dem Rest R1 ab. Das erfindungsgen'äße Verfahren schafft die Möglichkeit, ausgehend von einem 2-Imidazolin-5-on der Formel II mit einem Rest R R1, der die S- oder R-Konfiguration aufweist, das gewünschte Diastereomere IA oder IB zu erhalten, d.h. die sterische Stellung des einzuführenden Restes R4 zu bestimmen.
  • Als Lösungsmittel für die Herstellung des Anions der Verbindung-der Formel II und für die anschließende Alkylierung kommen solche in Betracht, die gegenüber der verwendeten Base und dem verwendeten Alkylierungsmittel inert sind. Zweckmäßige Lösungsmittel sind cyclische Äther, wie Dioxan, Tetrahydrofuran, Dialkyläther, wie Diäthyläther, halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Dichlormethan, Chloroform, Kohlenstofftetrachlorid, Oarbonsäureester, wie Essigsäureäthylester, Benzol sowie Alkyl-und Halogenbenzole, wie Toluol» Xylol, Chlorbenzol, sowie Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid oder Hexamethylpho sphorsäuretriamid oder Mischungen der genannten Lösungsmittel.
  • Davon sind als besonderes bevorzugt hervorzuheben cyclische Äther, wie Tetrahydrofuran, und Ghlorkohlenwasserstoffe, wie Dichlormethan.
  • Als Basen, durch die eine Ausgangsverbindung der Formel II in das Anion übergeführt wird, verwendet man zweckmäßigerweise Alkali- oder Erdalkali-Verbindungen, insbesondere des Lithiums, Natriums, Kaliums, Magnesiums und Calciums, in denen das Metall gebunden ist an einen aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest oder an ein Acetylid, an das N-Atom eines primären oder sekundären Amins oder des Ammoniaks, oder in denen das Metall als Hydrid, Alkoholat oder Hydroxid vorliegt. Geeignete Basen sind auch Grignard-Verbindungen und quartäre Ammoniumhydroxyde.
  • Im einzelnen seien beispielsweise genannt Butyllithium, Phenyllithium, Phenylnatrium, Natriummethanolat, Natriumäthanolat, Kalium-tert-butanolat, Kaliumamid, Lithiumdiisopropylamid, Natriumacetylid, Phenylmagnesiumbromid, Methylmagnesiunchlorids Natriumhydrid, Calciumhydrid, Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Calciumhydroxyd, Triäthylbenzyl-ammoniumhydroxyd, Tetrabutylammoniumhydroxyd, Dimethyl-dibenzyl-ammoniumhydroxid.
  • Davon sind als bevorzugt zu verwendende Basen Alkaliverbindungen des Lithiums, Natriums und Kaliums zu nennen, beispielsweise Metallalkyle, wie Butyllithium, Alkoholate, wie Natriummethanolat, Natriumäthanolat, Kalium-tertO-butanolat, Metallamide, wie Lithiumdiisopropylamid» Alkalihydroxide, wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid, und quartäre Ammoniumverbindungen, wie Triäthylbenzylammoniumhydroxid, Tetrabutylammoniumhydroxid oder Dimethyl-dibenzyl-ammoniumhydroxid.
  • Unter Alkylierungsmitteln sind Verbindungen zu verstehen, mit denen man den Rest R4in metallierte oder anionisierte Verbindungen der Formel II einführen kann. In den Alkylierungsmitteln 4 R4-X, in denen R4 die obengenannten Bedeutungen hat, ist der Rest X in der Regel ein Halogenatom, insbesondere Chlor, Brom oder Jod, oder der Rest eines entsprechenden organischen Schwefelsäurederivates, insbesondere eines Tosylates, Benzolsulfates oder Methansulfonates.
  • Beispiele für zweckmäßige und besonders bevorzugte Alkylierungsmittel sind Methylchlorid, -bromid, -jodid, -tosylat, Benzylchlorid, -bromid, -tosylat, 4-Methoxybenzyl-chlorid, -bromid, 3,4-Dimethoxybenzyl-chlorid, -bromid, -tosylat, 3,4-Methylendioxybenzylchlorid, -bromid, -tosylat» Allylchlorid, -bromid, -jodid, -tosylat, Chlor-, Bromacetonitril, Chlor-, Bromessigsäuremethyl, -äthylesterO In der Regel wird die Alkylierung so durchgeführt, daß man in dem verwendeten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch die Base und das Alkylierungsmittel zweckmäßigerweise in stöchiometrischer oder überschüssiger Menge verwendet0 Man kann zunächst das Anion erzeugen und dann das Alkylierungsmittel zugeben. Es kann aber auch vorteilhaft sein, das Gemisch aus der Ausgangsverbindung und dem Alkylierungsmittel zur Base zu geben oder die Base dem vorgelegten Gemisch aus Ausgangsverbindung und Alkylierungsmittel zuzusetzen0 Die Temperaturen für die Metallierungs- und Alkylierungsreaktionen liegen zweckmäßigerweise bei -80 bis +800C, bevorzugt bei -40 bis +500C, Gegebenenfalls ist es vorteilhaft, unter Ausschluß des Sauerstoffs der Luft» beispielsweise unter Stickstoff, zu arbeiten.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Alkylierung werden zweiphasige Lösungsmittelgemische, insbesondere Mischungen von Wasser mit einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie Dichlormethan, oder einem Benzolkohlenwasserstoff, wie Benzol, Toluol, oder Essigester verwendet und dabei die an sich bekannte Methodik der Phasentransfer-Katalyse, wie beispielsweise von M. Makosza in Pure Applied Chemistry, 1975, Nr. 43, S. 439 beschrieben angewandt. Die bevorzugten Basen sind hierbei Basengemische aus einem Alkalihydroxid, insbesondere Natriumhydroxid, und einer quartären Ammoniumbase oder einer Phosphoniumbase, die in katalytischer Menge in Form ihres Halogenids verwendet wird, beispielsweise Triäthylbenzylammoniumchlorid, Tetrabutylammoniumbromid, Dimethyl-dib enzylammoniumchlorid, Tributyl-hexadecylphosphoniumbromidO überraschenderweise führt die Alkylierung eines Anions eines 2-Imidazolin-5-ons der Formel II, das in 1-Stellung einen optisch aktiven Rest trägt, mit hoher und in manchen Fällen mit nahezu 100 %-iger asymmetrischer Induktion zu den in 4-Stellung disubstituierten 2-Imidazolin-5-onen der Formel Io Zudem war es nicht vorhersehbar, daß die Alkylierung praktisch vollständig am C-Atom 4 erfolgt und keine Alkylierung am Sauerstoffatom zu beobachten ist, wie es erwartet werden könnte; zumal die 2-Imidazolin-5-one der Formel II je nach Art der Substituenten ganz oder teilweise in der Enolform vorliegen können0 Die besondere Bedeutung der erfindungsgemäßen Verbindungen liegt darin, daß durch Hydrolyse Aminosäuren erhalten werden können.
  • Damit wird ein neuer vorteilhafter und wirtschaftlicher Weg aufgezeigt, durch asymmetrische Synthese eines 2-Imidazolin-5-ons der Formel I und dessen anschließende Hydrolyse optisch aktive &-substituierte Aminosäuren herzustellen, insbesondere wenn bei der Herstellung eine asymmetrische Induktion von wenigstens 20 % stattgefunden hat0 Neben den in den Ausführungsbeispielen angegebenen Verbindungen seien beispielsweise als erfindungsgemäße Verbindungen der Formel I genannt: 1-L-*Phenylpropyl-2-isobutyl-4-äthyl- (m-methoxybenzyl )-2- imidazolin- 5-on 1--Norbornyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on 1-(L-α-Phenyl-α-hydroxy-isopropyl)-4-methyl-4-(3',4',dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on 1-(α-Phenyl-ß-methoxyäthyl)-2,4-dibenzyl-4-isopropyl-2-imidazolin-5-on 1-(α-Hydroxy-sek.- butyl)-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on 1-(L-α-Carbo-tert.-butoxy-ß-phenyläthyl)-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on 1-(L-α-3',4'-dimethoxybenzyl-ß-carbäthoxyiusopropyl)-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on l-(L-aL-Phenyläthyl)-4-benzyl-4-methoxym 1-(L-α-Phenyläthyl)-4-benzyl-4-ß-methylthioäthyl-2-imiazolin-5-on 1-(L-α-Phenyläthyl)-4-methyl-4-(3',4'-diacetoxybenzyl)-2-imiazolin-5-on 1-(L-α-Phenylpropyl)-4-methyl-4-p-acetoxybenzyl-2-imiazolin-5-on 1-(α-Phenyl-ß-methoxyäthyl)-4-benzyl-4-ß-dimethylaminoäthyl-2-imidazolin-5-on 1-(L--Phenylpropyl)-4-methyl-4-(31-methoxy-4 1-acetoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on Die 2-Imidazolin-5-one der Formel II mit einem optisch aktiven Substituenten am Stickstoffatom 1 sind an sich nicht beschrieben.
  • Sie können Jedoch leicht nach in der Literatur beschriebenen üblichen Verfahren hergestellt werden» wie aus dem Folgenden hervorgeht: 1. Durch Oyclisierung eines DL-α-Aminosäureamids der Formel IV in der R1 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Orthocarbonsäureester der allgemeinen Formel R2C(OR")3, worin R2 die oben angegebenen Bedeutungen hat und R" für Methyl und Äthyl steht, bei 100 bis 13000 unter Alkoholabspaltung zu einem 2-Imidazolin-5-on der allgemeinen Formel II. Dieses Verfahren ist in der Literatur beispielsweise von J. Brunken und G. Bach, Chem.Ber., 89, 1363 ff (1956) oder von S. Ginsburg» J.org.Chem. 27, 4062 ff (1962) beschrieben.
  • Das verwendete DL-α-Aminosäureamid der Formel IV kann erhalten werden durch Umsetzung eines DL-α-Aminosäureesters der allgemeinen Formel V in der R3 die oben angegebene Bedeutung hat und R' für Methyl oder Äthyl steht» mit einem optisch aktiven Amin der Formel R1-NH2, in dem R1 die oben angegebenen Bedeutungen hat, nach einem herkömmlichen Verfahren, wie von J. Brunken und G. Bach in Chem.
  • Ber. 89, 1363 ff, 1956, beschrieben wird.
  • 2. Es ist bekannt, beispielsweise aus den Ber. dt. chem. Ges. 47, 2545 (1914), daß man Imidosäureester der allgemeinen Formel in der R2 die oben angegebenen Bedeutungen hat und R' für Methyl oder Äthyl steht, mit einem α-Aminosäureester zu einem Kondensationsprodukt der allgemeinen Formel VI, in der R2 und R3 die oben genannten Bedeutungen haben und für R' Methyl oder Äthyl steht, umsetzen kann, das sich wiederum mit einem Amin der allgemeinen Formel R1-NH2 zu einem 2-Imidazolin-5-on der Formel II cyclisieren läßt, wie es beispielsweise in J. chem. Soc., 1959, 1648 beschrieben wird.
  • 3. In 2-Stellung unsubstituierte 2-Imidazolin-5-one der Formel II, d.h. R2=H, können erhalten werden durch Umsetzung eines -substituierten Isocyanessigsäureesters der Formel VII, in der R3 die oben angegebene Bedeutung hat und R' für Methyl oder Äthyl steht, mit einem optisch aktiven Amin R¹-NH2, in dem R¹ die oben angegebene Bedeutung hat, zu einem Isocyansäueamid der allgemeinen Formel VIII in der R1 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben, das bei Überführung in das Anion durch Einwirkung einer Base zu einem 2-Imidazolin-5-on der Formel II, in dem R2 Wasserstoff ist, spontan cyclisiert.
  • Dazu setzt man eine Verbindung der Formel VIII unter den auf Seite 8 angegebenen Bedingungen zur Herstellung des Anions einer Verbindung der Formel II- mit einer Base um und gibt anschließend die äquimolekulare Menge einer Säure zu.
  • Die Verbindungen der Formel VIII können auch erhalten werden durch Umsetzung einer N-Formylaminosäure mit einem optisch aktiven Amin der Formel R1-NH2, in der R1 die oben angegebenen Bedeutungen hat, in Gegenwart von Triphenylphosphin und Tetrachlorkohlenstoff.
  • 4. 2-Imidazolin-5-one der Formel II, insbesondere solche mit R3 = Benzyl oder substituiertes Benzyl, und Phenyl- oder Benzylresten in 2-Stellung, lassen sich aus den entsprechenden Oxazolinonen der Formel IX, in der für R2 Phenyl oder Benzyl und für Ar Phenyl oder substituiertes Phenyl steht» durch Umsetzung mit einem optisch aktiven Amin R1-NH2, in dem R1 die oben angegebene Bedeutung hat, nach bekannten Verfahren herstellen.
  • Diese Verfahrensweise kann beispielsweise den Literaturstellen Indian J. Chem. 9, 789 ff (1975) oder Aust. J. Chem. 26, 827 ff und 1701 ff (1973) entnommen werden. Nach der Hydrierung des Zwischenproduktes X nach herkömmlichen Methoden, beispielsweise in Gegenwart katalytischer Mengen von Platin oder Palladium, wie beispielsweise in J. Org. Chem. 27, 4527 ff (1962) beschrieben wird, erhält man die entsprechenden 2-Imidazolin-5-one II.
  • Eine zweckmäßige Variante des Herstellungsverfahrens der erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I liegt darin» daß man als Ausgangsverbindung unmittelbar ein oc-substituiertes Isocyanessigsäureamid der Formel VIII unter den auf Seite 8 beschriebenen Bedingungen zu dem Anion eines 2-Imidazolin-5-ons der Formel II, in dem R2 Wasserstoff bedeutet, cyclisiert und das erhaltene Anion anschließend in der oben angegebenen Weise mit einem Alkylierungsmittel umsetzt.
  • Dabei zeigt sich, daß die gefundene asymmetrische Induktion unabhängig davon ist, ob man von einem vorher hergestellten und isolierten 2-Imidazolin-5-on der Formel II ausgeht oder von einem entsprechenden *-substituierterl Isocyanessigsäureamid der Formel VIII.
  • Man kann schließlich auch ein anionisiertes 2-Imidazolin-5-on der Formel II dadurch erhalten, daß man ein unsubstituiertes Isocyanessigsäureamid der Formel XI in der R1 die oben angegebene Bedeutung hat, durch Umsetzung mit 2 Äquivalenten Base, insbesondere einer metallorganischen Verbindung oder eines Dialkylamids, in das Dianion überführt und das Dianion stufenweise mit einem Äquivalent Alkylierungsmittel der Formel-R3-X, wobei R3 und X die obengenannten Bedeutungen haben» monoalkylierts wobei unter spontaner Cyclisierung ein Anion der Formel II erhalten wird.
  • Anschließend wird in der oben angegebenen Weise mit einem Alkylierungsmittel entsprechend der Formel R4-X alkyliert zu einer Verbindung- der Formel I.
  • Der Vorteil dieser Verfahrensweise liegt darin, daß beide Substituenten R3 und R4 über eine leicht verlaufende Alkylierungsreaktion eingeführt werden, womit ein sehr variationsfähiges Verfahren geschaffen wird.
  • Die besondere Bedeutung der erfindungsgemäßen Verbindungen liegt in ihrer Hydrolyse zu optisch aktiven Aminosäuren. Die Hydrolyse kann in an sich üblicher Weise durch Einwirkung von Säuren oder Basen nach aus der Literatur an sich bekannten Verfahren erfolgen.
  • Als Lösungsmittel werden zweckmäßigerweise Wasser, niedere ein-oder zweiwertige Alkohole, wie Äthanol, Methanols n-Butanol, oder 2-Äthoxyäthanol, Äthylenglykol oder auch aprotische Lösungsmittel» wie Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid oder ihre Mischungen, insbesondere Wasser/Alkohol, verwendet0 Gegebenenfalls ist es von Vorteil, schärfere Hydrolysebedingungen zu wählen. Daher wird zweckmäßigerweise die Hydrolyse in einem siedenden Lösungsmittel oder durch Erhitzen im Autoklaven in einem Temperaturbereich von 50 bis 1500C durchgeführt.
  • Für die Hydrolyse werden als bevorzugte Lösungsmittel Wasser, niedere Alkohole, Tetrahydrofuran, Dioxan oder ihre Mischungen bei Temperaturen von 50 bis 1000C und gegebenenfalls unter Druck verwendet.
  • In manchen Fällen kann es sich als zweckmäßig erweisen, durch Einwirkung einer wasserfreien Säure, beispielsweise einer Halogenwasserstoffsäure, wie Chlorwasserstoff oder Bromwasserstoff, oder von Schwefelsäure in einem Alkohol primär den Aminosäureester herzustellen, der dann, falls erforderlich, in an sich bekannter Weise verseift werden kann. Gegebenenfalls kann bei der Hydrolyse das Aminosäureamid erhalten werden» das dann anschließend zur gewünschten Säure verseift wird0 Im übrigen läßt sich der Verlauf der Verseifung und das Ende der Hydrolyse ohne Schwierigkeiten dünnschichtchromatographisch verfolgen.
  • Bei der Hydrolyse wird das bei der Synthese verwendete optisch aktive Amin zurückgewonnen und kann damit wieder verwendet werden. Hierin liegt ein weiterer hervorzuhebender Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens für asymmetrische Synthesen.
  • Wenn die Herstellung der erfindungsgemäßen Zwischenprodukte unter quantitativer oder nahezu quantitativer asymmetrischer Induktion verläuft, erhält man eine Aminosäure, die nach der Hydrolyse praktisch optisch rein ist0 In anderen Fällen ist gegebenenfalls eine Reinigung erforderlich0 Diese Reinigung bzw. Trennung kann gegebenenfalls bereits bei dem Diastereomerengemisch der erfindungsgemäßen Zwischenprodukte der Formel I erfolgen. Die Trennung gelingt im allgemeinen durch Umkristallisation, wobei Alkohol und Äther zweckmäßige Lösungsmittel sind, oder die Trennung erfolgt beim Enantiomerengemisch der durch Hydrolyse erhaltenen Aminosäuren in an sich bekannter Weise, z.B. durch selektive Kristallisation0 Beispiele für optisch aktive Aminosäuren, die aus den erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I hergestellt werden können, sind L-α-Methyl-ß-(3,4-dihydroxyphenyl)-alanin, L-b6-Methyl-phenylalanin L-α-Methyl-ß-(p-hydroxyphenyl)-alanin.
  • bs -Methyl-ß-( 3, Lt-dihydroxyphenyl ) alanin genannt α-Methyl-DOPA, hat sich beim Menschen als starkes antihypertensives Mittel erwiesen, α-Methyl-ß-p-hydroxyphenyl-alnin, genannt α-Methyltyrosin, ist ein vielversprechender TranquilizerO Die Aktivität dieser Verbindungen liegt, wie bei den meisten Aminosäuren, die ein asymmetrisches Kohlenstoffatom besitzen, in der Form, Die D-Form ist als antihypertensives Mittel oder als Tranquilizer inaktiv, jedoch ebenso toxisch wie die Form, Beispiele In den Beispielen, in denen die asymmetrische Induktion angegeben wird, wird diese errechnet aus dem Verhältnis der Diastereomeren IA und IB, welches NMR-spektroskopisch leicht zu bestimmen ist, da die Diastereomeren als physikalisch differierende Spezies unterschiedliche chemische Verschiebungen für bestimmte Protonen aufweisen. Die Richtigkeit der Zuordnung läßt sich dadurch beweisen, daß man das Diastereomerengemisch des Imidazolinons I durch Hydrolyse in das Enantiomerengemisch der Aminosäure überführt, dessen optischen Drehwert bestimmt und ihn mit dem des reinen, bevorzugt gebildeten Enantiomeren vergleicht0 A. Herstellung von Ausgangsverbindungen 1. α-Isocyanpropionsäure-L-α-phenylamid a) aus α-Isocyanpropionsäuremethylester: 11,3 g (0,1 Mol) α-Isocyanpropionsäuremethylester werden mit 12,1 g (0,1 Mol) L<-Phenyläthylamin und 0,1 g p-Toluolsulfonsäure 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, Man erhitzt noch 30 Minuten auf 100°C und reinigt das erhaltene Amid durch Umkristallisation aus Methanol. Man erhält 16,4 g (81 %) oc-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyläthylamid, Schmp. 89°C.
  • IR-Spektrum (KBr): 3 300 (N-H), 2140 (N=C), 1665 cm 1 (C=O) C12Hl4N20(202) Ber. C 71>3 H 7,0 Gef. C: 71,1 H 6,9 b) aus N-Formyl-o-alanin 1,17 g (10 mMol) N-Formyl-alpha;-alanin, 1,33 g (11 mMol) L-α-Phenyläthyölamin und 3,15 g (12 mMol) Triphenylphosphin werden in 20 ml Acetonitril gelöst. Dazu gibt man unter Rühren 2,0 g (20 mMol) Triäthylamin und 1,54 g (10 mMol) Tetrachlorkohlenstoff. Man rührt 5 Stunden bei Raumtemperatur, fügt die Lösung von 3,15 g (12 mMol) Triphenylphosphin in 5 ml Acetonitril zu und tropft dazu eine Mischung aus 1,54 g (10 mMol) Tetrachlorkohlenstoff und 1,0 g (10 nßlol) Triäthylamin. Nach 12 Stunden wird das ausgefallene Triäthylamin-hydrochlorid abgesaugt und das Lösungsmittel abdestilliert. Der Rückstand wird über Kieselgel säulenchromatographisch gereinigt (Äther). Nach der Umkristallisation aus Methanol erhält man 1,2 g (60 %) α-Isocyanpropionsäure-α-phenyläthylamid, Schmp. 890C, 2. α-Alanin-L-α-phenyläthylamid Zu 108,0 g (0,9 Mol) L-α-Phenyläthylamin werden bei Raumtemperatur 42,0 g (0,3 Mol) DL-Alaninmethylesterhydrochlorid eingetragen und unter Rühren 3 Std. auf 95 bis 1000C erhitzt0 Nach dem Abkühlen werden 250 ml abs. Äthanol zugegeben, anschließend 27,0 g (0,33 Mol) Natriumacetat eingetragen und 45 Min, bei Raumtemperatur gerührt.
  • Dann wird das Äthanol abgezogen, der Rückstand in Methylenchlorid aufgenommen und mit einer Lösung von 13,2 g (0,33 Mol) Natriumhydroxid in 90 ml Wasser alkaliefert, Nach mehrmaligem Ausschütteln mit Methylenchlorid werden die vereinigten organischen Phasen über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel abdestilliert und das überschüssige L-α-Phenäthylamin bei 15 Torr abdestilliert0 Die bei 78 bis 850c übergehende Fraktion (90,2 g) ist reines L-t-Phenyläthylamin, das für-weitere Umsetzungen wiederverwendet werden kann.
  • Der halbkristalline Destillationsrückstand (28,2 g 49,0 % d. Th.) ist NMR-spektroskopisch rein.
  • 1H-NMR (CDCl3): # = 2,33 (breit, CONH), 2,85 (Ph-H), (9, J = 7,0 Hz, CH), 6,62 (9, J = 7,0 Hz, CH), 8,37 (NH2), 8,56 (d, J = 7,0 Hz, CH3), 8,75 (d, J = 7,0 Hz, CH3).
  • 3. o-Isocyanpropionsäure-(+)-3-pinylmethylamid Die Mischung von 5,7 g (50 mMol) oe-Isocyanpropionsäuremethylester und 8,3 g (50 mMol) (+)-3-Aminomethylpinan wird, anfänglich unter leichter Kühlung, 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Abdestillieren des gebildeten Methanols im Hochvakuum bei 800C bleiben 11,6 g kristallines α-Isopropionsäure-(+)-3-pinylmethylamid, Schmp. 58 bis 59°C.
  • IR-Spektrum (KBr): 3230 (N-H), 2130 (N=C), 1670 cm 1 (C=O).
  • 4. DL-Alanin-(+)-3-pinylmethylamid 1,40 g (0,1 Mol) S-Alaninmethylester-hydrochlorid werden in 50,2 g (0,3 Mol) (+)-3-Amlnomethyl-pinan eingetragen und 3 Stunden lang auf 95 bis 1000C erhitzt.
  • Nach dem Abkühlen werden 100 ml absoluter Äthanol zugegeben, 9,0 g (0,11 Mol) Natriumacetat eingetragen und 45 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wird das Äthanol abdestilliert, der Rückstand in Methylenchlorid aufgenommen und mit einer Lösung von 4,4 g (0,11 Mol) Natriumhydroxid in 30 ml Wasser alkalisch gestellt. Es wird mehrmals mit Methylenchlorid extrahiert, das Methylenchlorid über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel abdestilliert. Aus dem Rückstand wird das überschüssige (+)-3-Aminomethylpinan bei 15 Torr und 110°C abdestilliert. Man gewinnt 28,6 g zurück. Das zurückbleibende Rohprodukt, Ausbeute 70 %, kann ohne weitere Reinigung für die folgenden Ringschlußreaktionen eingesetzt werden.
  • 1HNMR (CDCl3) z= 2,41 (breit, CONH) 5. α-Isocyanpropionsäue-(-)-nopinylamid Die Mischung von 5,7 g (50 mMol) oL-Isocyanpropionsäure methylester'und 7,0 g (50 mMol) (-)-Nopinylamin wird, anfänglich unter leichter Kühlung, 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Entfernen de-s gebildeten Methanols im Hochvakuum bei 800C bleiben 9,8 g kristallines uL-Isocyanpropionsäure-(-)-nopinylamid.
  • Schmp. 114 bis 1150C (aus Isopropanol).
  • IR-Spektrum (KBr): 3310 (N-H), 2130 (N-C), 1655 cm 1 (C=0) C13H20N20 (220) Ber. C 70,8 H 9,1 N 1297 Gef. 7098 9,2 12,7 6. α-Isocyan-ß-phenyl-propionsäure-L-α-phenyläthylamid 18,9 g (0,1 Mol) α-Isocyan-ß-phenyl-propionsäuremethylester werden mit 12,1 g (0,1 Mol) L-α-Phenyläthylamin 12 Stunden auf 600C erhitzt. Nach dem Entfernen des gebildeten Methanols im Hochvakuum bei 60°C bleiben 26,5 g Amid. Schmp. 135 bis 1360C (nach Umkristallisation aus Isopropanol).
  • IR-Spektrum (KBr): 3290 (N-H), 2150 (C#N), 1665 cm (C=0) C18Hl8N20 (278) Ber. C 77,7 H 6,5 N 10,1 Gef. 77,5 6,6 10,3 7. Isocyanessigsäur-L-α-phenyläthylamid 9,9 g (0,1 Mol) Isocyanessigsäuremehylester werden bei +10°C langsam zu 12,1 g (0,1 Mol) L-α-Phenyläthylamin getropft. Nach dem Ende der schwach exothermen Reaktion wird noch 2 Stunden auf 30 bis 35°C erwärmt und anschließend das gebildete Methanol im Hochvakuum bei 60°C entfernt. Die Ukristallisation aus Essigester liefert 15,0 g Isocyanessigsäure-L-α-phenyläthylamid, Schmp. 122 bis 1230C.
  • C11H12N20 (188) Ber. C 70,2 H 6,4 N 14,9 Gef. 70,0 6,2 15,2 8. N-(α-Isocyan-propionyl)-L-alanin-tert.-butylester 1,13 g (10 mMol) α-Isocyanpropionsäuremethylester werden mit 1,45 g (10 mMol) L-Alanin-tert-butylester und einer Spatelspitze p-Toluolsulfonsäure bei 50 0C über Nacht gerührt. Anschließend wird über 100 g Aluminiumoxid der Aktivitätsstufe II mit Äther chromatographiert. Man erhält 1,4 g (60 %).
  • 1H-NMR (60 MHz, CDCl3): t = 8,5 (s, tert.-butyl), 5,53 (mc, beide CH), 2,7 (mc, NH)¢ IR (Film): y = 1 680 (Amid C=0), 1 735 (Ester-C=0), 2 140 (N=C), 3 305 cm (N-H).
  • C1lHl8N203 (226,3) Ber. C 58,39 H 8,02 Gef. 58,5 8,0 B. Herstellung von Verbindungen der Formel II 1. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-2-imiazolin-5-on Die Lösung von 3,1 g (15 mMol) i-Isocyanpropionsäure-L- α-phenyläthyl-amid in 20 ml Tetrahydrofuran wird bei -60°C tropfenweise mit 9,4 ml einer 1,6 normalen Lösung von n-Butyl-lithium (15 mMol) in Hexan versetzt. Man läßt auf -20°C erwärmen und neutralisiert bei dieser Temperatur durch Zugabe von 0,9 g (15 mMol) Eisessig in 5 ml Tetrahydrofuran. Das Lösungsmittel wird am Rotationsverdampfer abdestilliert und der Rückstand zwischen Dichlormethan und Wasser verteilt. Die organische Phase wird eingeengt. Nach der Destillation des Rückstandes erhält man 2,05 g (65 %) 1-L-s-Phenyl-äthyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on, Sdp. 1050C/103 Torr.
  • IR-Spektrum (Film): 1610 (C=N), 1715 cm 1 (C=0) C12H14N20 (202) Ber. C 71,3 H 7,0 Gef. 71,1 6,9 2. 1-L-α-phenyläthyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on 26,2 g (0,135 Mol) α-Alanin-L-α-Phenyläthylamid werden mit- 63,6 g (0,6 Mol) Orthoameisensäuretrimethylester versetzt, und 2 Stundn lang auf 85°C und anschließend 1 Std. auf 120°C erhitzt und das dabei entstandene Methanol ab destilliert6 Das Reaktionsprodukt wird am Rotationsverdampfer von überschüssigem Orthoameisensäuretrimethylester befreit und der Rückstand im Vakuum destilliert. Man erhält 10,5 g (38,5 % d. Th.) 1-L-alpha;-phenyläthyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on vom Sdp. 0,1: 129 bis 133°C, Schmp. 43 bis 44°C.
  • C12H14NO2 (202,3) Ber. N 13,85 Gef. 13,9 Die Verbindung ist nach IR und NMR-Spektrum identisch mit dem nach Beispiel Bo lo erhaltenen Produkt0 3. 2,4-Dimethyl-1-L-α-phenyläthyl-2-imiazzolin-5-on 56,4 g (0,293 Mol) α-Alanin-L-α-phenyläthylamid werdn mit 120 g (1 Mol) Orthoessigsäuretrimethylester versetzt 4 Stdo auf 85°C und anschließend 1 Std. auf 120°C erhitzt und das abgespaltene Methanol abdestilliegt Nach dem Abkühlen wird der überschüssige Orthoessigsäuretrimethylester am Rotationsverdampfer ab destilliert und der Rückstand im Vakuum destilliert. Man erhält 37,25 g, das sind 58,7 % d.Th., vom KP0,4: 139 bis 141°C.
  • IR (Film): 1720 cm-1 (c = 0), 1630 cm-1 (c =N) 1H-NMR (COCl3): # = 2,90 (Ph-H), 4,78 (q, J = z, 0 Hz, CH), 6,13 (q, J = 7,5 Hz, CH), 8,19 (d, J = 2,0 Hz, CH3), 8,33 (d, J = 7,0 Hz, CH3), 8,67 (dd, J = 2,0 bzw. 7,5 Hz, CH3) 6 4. 2-Methyl-4-benzyl-1-Ls -phenylEthyl-2-imidazolin-5-on a) DL-Phenylalanin-L-α-phenyläthylamid 64,7 g (0,3 Mol) DL-Phenylalaninmethylester-hydrochlorid und 108,0 g (0,9 Mol) α-Phenyläthylamin werden, wie in Beispiel A. 2. beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet. Man erhält 42,7 g (53,4 % d.Th.) DL-Phenylalanin-L-α-phenyläthylamid, das direkt weiter umgesetzt wird, b) 2-Methyl-4-benzyl-1-L-Q-phenyläthyl-2-imidazolin-5-on 21,3 g (80 mMol) DL-Phenylalanin-L-α-phenyläthylamid und 30,0 g (0,25 Mol) Orthoessigsäuretrimethylester werden wie in Beispiel B. 3. umgesetzt und aufgearbeitet. Man erhält 7,9 g (33,8 % d.Th.) des gewünschten Produktes vom Sdp.0,2: 160 bis 1700C.
  • IR (Film): 1725 cm 1 (C=O), 1635 cm 1 (C=N).
  • 1H-NMR: t = 2,63 und 2,70 (Ph-H), 4,72 (q, J = 7,0 Hz, CH), 5,62 (dt, J = 2,0 Hz und 5,0 Hz, CH), 6,70 (t, J = 5,0 Hz, CH2), 8,28 (dd, J = 5,0 und 2,0 Hz, CH3), 8,40 (d, I = 7,0 Hz, CH3).
  • 5. 4-Methyl-1-[(+)-3'-pinylmethyl]-2-imidazolin-5-on 16,6 g (70 mMol) be-Alanin-(+)-3-pinylmethylamid und 21,2 g (0,2 Mol) Orthoameisensäuretrimethylester werden, wie in Beispiel B. 2. beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet. Nach der Destillation im Vakuum erhält man 9,0 g (50,8 % d.Th.) des gewünschten Produktes, Sdp. 0,1: 144 bis 1480C.
  • 6. 1-L-α-Phenyläthyl-4-isobutyl-imidazolin-5-on 15,5 g (0,1 Mol) 2-Isocyan-4-methyl-valeriansäuremethylester (Sdp. 56 bis 580C/0,3 Torr) werden mit 12,1 g (0,1 Mol) L-α-Phenyläthylamin innerhalb 1 Stunde auf 800C erhitzt und 5 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Danach werden Methanol und nicht umgesetzte Ausgangsverbindungen durch Erhitzen im Vakuum (0,1 Torr) auf 1000C abdestillierte Es bleiben 12,4 g 1-L-*-Phenyläthyl-4-isobutyl-2-imidazolin-5-on, nach NMR- und JR-Spektren als Keto-Enol-Gemisch C. Herstellung von Verbindungen der Formel I 1. 1-L-e-Phenyläthylo4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on Die Lösung von 20,2 g (0,1 Mol) i-Isocyanpropionsäure-L-*-phenyläthylamid in 125 ml Tetrahydrofuran wird bei -600C tropfenweise mit 62,5 ml einer 1,6 n Lösung von n-Butyllithium (0,1 Mol) in Hexan versetzt0 Zu der schwach gelb gefärbten Lösung tropft man bei der gleichen Temperatur 17,1 g (0,1 Mol) Benzylbromid, in 50 ml Tetrahydrofuran gelöst, und läßt unter Rühren auf Raumtemperatur erwärmen, Man destilliert das Lösungsmittel ab, nimmt den Rückstand in 150 ml Dichlormethan auf und wäscht zweimal mit je 100 ml Wasser0 Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels bleiben 27,5 g kristallines 1-L-0-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on.
  • Die Analyse des NMR-Spektru-ms (220 MHz, CDCl3) zeigt, daß das Produkt zu mindestens 95 % diastereomerenrein ist. Schmp. (nach Umkristallisation aus Dichlormethan-Äther) 1100C.
  • IR-Spektrum (KBr)o 1610 (C=N), 1715 cm 1 (C=0) C1gH20N20 (292) Ber. C 78,1 H 6,9 Gef. 78,1 6,9 2. 1-L-K-phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 1. analogen Versuch wird anstelle von n-Butyllithium Kalium-tert-butanolat eingesetzt. Das erhaltene rohe 1-L-alpha;-Phenyl-äthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on besteht laut Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) aus einem Gemisch der Diastereomeren im Verhältnis 95 : 5, was einer asymmetrischen Induktion von 90 S entspricht.
  • 3. 1-L-O-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 1. analogen Versuch wird anstelle von Butyllithium Natriummethanolat eingesetzt.
  • Das Benzylbromid wird bei +500 C zugeropft. Das erhaltene rohe 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on besteht laut Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, GDCl3) aus einem Gemisch der Diastereomeren im Verhältnis 76 : 24, entsprechend einer asymmetrischen Induktion von 52 %0 4. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imiazolin-5-on Die Lösung von 2,05 g (10 mMol) 1-L- <-Phenyläthyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on und 1,3 g (10 mMol) Benzylchlorid in 10 ml Dichlormethan wird bei 10 bis 200 C innerhalb 30 Minuten zur kräftig gerührten Mischung aus 20 g 50 %-iger Natronlauge und 10 ml Dichlormethan, der 100 mg Triäthylbenzylammoniumchlorid als Phasentransfer-Katalysator zugesetzt wird, getropft, Man rührt noch 2 Stunden bei Raumtemperatur, trennt die beiden Phasen, wäscht die Dichlormethanlösung mit Wasser und trocknet mit Natriumsulfat0 Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels bleiben 2,8 g l-L-d-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-onO Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 84 : 16 (asymmetrische Induktion 68 X).
  • 5. 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on Die Lösung von 4,4 g (20 mMol) l-L-oC-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-2-imidazolin-5-on in 30 ml Tetrahydrofuran wird analog Beispiel C. 1. mit Butyllithium metalliert und anschließend mit Benzylbromid umgesetzt Nach der analogen Aufarbeitung bleiben 5,9 g rohes 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-benzyl-2-imiadzolin-5-on. Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHza CDCl3) ergibt ein Verhältnis der Diastereomeren von 73 : 27 (asymmetrische Induktion 46 %).
  • Durch Säulenchromatographie (Kieselgel, Dichlormethan, Essigester) wird das im überschuß gebildete Diastereomere abgetrennt und aus Petroläther umkristallisiert, Schmp. 108 bis 109°C.
  • IR-Spektrum (KBr): 1710 (C=O)g 1635 cm 1 (C=N) -C20H22N20 (306) Ber. C 78,5, H 7,2 N 9,2 Gef. 78,5 7,2 9,4 6. 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In zu Beispiel C. So analogen Versuchen werden anstelle von n-Butyllithium Kalium-tert-butanolat oder Natriummethanolat eingesetzt0 Es werden die folgenden Ergebnisse erhalten: Reaktions- Diastereomeren- AsymmetrO Base tempO verhältnis Induktion KOC4Hg -400C 70 : 30 40 % NaOCH3 -400C 65 : 35 30 % 7. 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-benzyl-2-imiazolin-5-on In die Lösung von 5,8 g (20 mMol) 1-L-α-Phenyläthyl-2-methyl-4-benzyl-2-imiazolin-5-on in 40 ml Tetrahydrofuran werden bei -300C 2,6 g (22 mMol) Kalium-tert-butanolat (95 %-ig) eingetragen0 Man rührt 10 Minuten bei OOC, kühlt auf -650C ab und tropft die Lösung von 1,9 g (20 mMol) Methylbromid in 8 ml Tetrahydrofuran zu. Man arbeitet wie in Beispiel C. 1. beschrieben auf und erhält 5,4 g rohes 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on.
  • Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 42 : 58, wobei das hier bevorzugt gebildete Diastereomere dem in den Beispielen C. 5. und C. 6. im Unterschuß entstandenen Diastereomeren entspricht. Die Umkehr der Reaktionsfolge (in C. 5. und Co 6o war der 4-Methyl-Substituent vorgegeben und Benzyl wurde eingeführt, im vorliegenden Beispiel wird der 4-Benzyl-Substituent vorgegeben und Methyl wird eingeführt) hat auch eine Umkehr des Diastereomerenverhältnisses zur Folge.
  • 8. 1-(+ )-3 -Pinylmethyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In die Lösung von 2,5 g (10 mMol) W-Isocyanpropionsäure-(+)-3-pinylmethylamid in 20 ml Tetrahydrofuran werden bei -300C 1,3 g (11 mMol) Kalium-tert-butanolat (95 %-ig) eingetragen0 Man rührt 10 Minuten bei 0°C, kühlt auf -650C ab und tropft 1,75 g (10 mMol) Benzylbromid zu. Man arbeitet, wie in Beispiel C. 1. beschrieben, auf und erhält 3,3 g rohes 1-(+)-3'-Pinylmethyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on, Schmp. 96 bis 980C.
  • Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 57 : 43.
  • IR-Spektrum (KBr): 1710 (C:0), 1610 cm 1 (C=N) C22H30N20 (338) Ber. C 78,1 H 8,9 N 8,3 Gef. 78,1 8,9 8,5 9. 1-(-)-Nopinyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In die Lösung von 11,0 g (50 mMol) d-Isocyanpropionsäure-(-)-nopinylamid in 100 ml Tetrahydrofuran werden bei -30°C 6,5 g (55 mMol) Kalium-tert-butanolat (95 %-ig) eingetragen. Man rührt 10 Minuten bei 0°C, kühlt auf -65°C ab und tropft 8,8 g (50 mMol) Benzylbromid zu.
  • Man arbeitet wie in Beispiel C. lo beschrieben auf und erhält 15,5 g rohes kristallines 1-(-)-Nopinyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-onO Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 75 : 25.
  • Das im überschuß gebildete Diastereomere wird durch Umkristallisation aus Isopropanol abgetrennt, Schmp.
  • 150°C.
  • IR-Spektrum (KBr): 1705 (C=0), 1600 cm 1 (C=N) C20H26N20 (310) Ber. C 77,4 H 8,4 N 9,0 Gef0 77,1 8,2 8,9 10. 1-L->-Phenylåthyl-4-methyl 4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on Zur Lösung von 2,05 g (10 mMol) α-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyläthylamid in 2,0 ml Tetrahydrofuran werden bei -650C tropfenweise 6,2 ml (10 mMol) Butyllithiumlösung (1,64 n in Hexan) gegeben0 Man versetzt anschließend mit 1,9 g (10 mMol) 3,4-Dimethoxybenzylchlorid und rührt 3 Stunden bei +40°C.
  • Das Lösungsmittel wird abdestilliert. Man verteilt den Rückstand zwischen Dichlormethan und Wasser und dampft die Dichlormethanlösung zur Trockne ein. Es bleiben 3,6 g rohes, beim Anreiben kristallisierendes -L-w-Phenyläthyl-4-methyl-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on.
  • Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 80 : 20, was einer asymmetrischen Induktion von 60 % entspricht, Durch Suspension in Äther wird das im Überschuß gebildete Diastereomere abgetrennt und aus Isopropanol umkristallisiert, Schmp. 99 bis 1000C.
  • IR-Spektrum: 1603 (C=N), 1705 cm 1 (c = 0) C21H24N203 (352) Ber. C 71,6 % K 6,8 Z N 8,0 % Gef0 71,5 6,8 8,0 11. 1-L-PPhenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 10. analogen Versuch wird anstelle von α-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyläthylamid 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on eingesetzt. Das anfallende Diastereomerengemisch zeigt die gleiche Zusammensetzung (Verhältnis 80 o 20 = 60 % asymmetrische Induktion).
  • 12. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 10. analogen Versuch wird statt 3,4-Dimethoxybenzylchlorid 3,4-Dimethoxybenzylbromid eingesetzt. Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Diastereomerenverhältnis im erhaltenen Imidazolinon von 90 : 10 (asymmetrische Induktion 80 %).
  • 13. 1-L-oe-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on Zur Lösung von 2,05 g (10 mMol) °C-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyläthylamid in 20 ml Tetrahydrofuran werden bei -250C 1,3 g (11 mMol) Kalium-tert-butanolat zugesetzt.
  • Man rührt die Mischung 10 Minuten bei OOC, gibt 1,9 g (10 mMol) 3,4-Dimethoxybenzylchlorid zu und rührt noch eine Stunde bei 20°C.
  • Man arbeitet wie in Beispiel C. 10o beschrieben auf und erhält 3,6 g 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3#,4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolln-5-ono Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDC-13) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 78 o 22 (asymmetrische Induktion 56 %).
  • 14. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on Die Lösung von 2,05 g (10 mMol) α-Isocyanpropionsäure-L-Q-phenyläthylamid und 1,9 g (10 mMol) 3,4-Dimethoxybenzylchlorid in 10 ml Dichlormethan wird bei 250C innerhalb 30 Minuten zur kräftig gerührten Mischung aus 20 g 50 %-iger Natronlauge und 10 ml Dichlormethan, der 100 mg Triathylbenzylammoniumchlorid als Phasentransfer-Katalysator zugesetzt wurde, getropft, Nach dem Abklingen der exothermen Reaktion wird die Mischung noch 3 Stunden auf 400C erhitzt0 Die Phasen werden getrennt, Die Dichlormethanphase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und zur Trockne eingeengt. Es bleiben 3,6 g 1-Lw Phenyläthyl 4-methyl-4-(32,4'-dimethoxybenzyl)" 2-imidazolin-5-on, aus dessen NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) sich-ein Verhältnis der Diasteremoneren von 83 : 17 ergibt (asymmetrische Induktion 66 %).
  • Analoge Ansätze mit nachstehenden Katalysatoren liefern die folgenden Ergebnisse: Tetrabutylammoniumbromid in Dichlormethan Diastereomeren-Verhältnis 80 : 20 Dimethyldibenzylammoniumchlorid in Dichlormethan Diastereomeren-Verhältnis 80 : 20 Triäthylbenzylammoniumchlorid in Toluol Diastereomeren-Verhältnis 70 : 30 15. 1-L-t-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 10. analogen Versuch wird anstelle von α-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyl-äthylamid 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-2-imidazolin-5-on eingesetzt. Das erhaltene Rohprodukt von 3,7 g 1-L-0-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on enthält laut NMR-Analyse (220 MHz, CDCl3) die Diastere-omeren im Verhältnis 71 : 29.
  • Nach einer Reinigung durch Filtration über Kieselgelsäule (Dichlormethan, Essigester) wird durch Suspension in Äther das im Unterschuß gebildete Diastereomere kristallin erhalten, Schmp. 123 bis 1240C.
  • IR-Spektrum (KBr): 1720 (C=0), 1635 cm 1 (C=N) C22H26N203 (366) Ber. C 72,1 H 7,1 N 7,7 Gef. 71,9 7,2 7,8 16. 1-L--Phenyläthyl-2 4-dimethyl-4- (3' 4 -dimethoxybenzyl )-2-imidazolin-5-on Zur Lösung von 2,2 g (10 mMol) 1-L-t-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-2-imidazolin-5-on in 20 ml Tetrahydrofuran werden bei -250C 1,3 g (11 mMol) Kalium-tert-butanolat gegeben0 Man rührt die Mischung 10 Minuten bei 0°C, gibt 1,9 g (10 mMol) 3,4-Dimethoxybenzylchlorid zu und rührt 12 Stunden bei Raumtemperatur.
  • Man arbeitet wie in Beispiel C. 10. beschrieben auf und erhält 3,7 g 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on (C. 15.). Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 60 : 40 (asymmetrische Induktion 20 %).
  • 17. 1-(-)-Nopinyl-4-methyl-4-(3',4#-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 9. analogen Versuch werden anstelle von Benzylbromid 9,5 g (50 mMol) 3,4-Dimethoxybenzylchlorid eingesetzt0 Das erhaltene ölige Produkt von 19,2 g 1-(-)-Nopinyl-4-mehyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl)-2-imidazolin-5-on enthält laut NMR-Analyse (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 69 : 31 (asymmetrische Induktion 38 %). Die Reinigung erfolgt durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan; Essigester).
  • IR-Spektrum (Film): 1720 (C=O), 1600 cml (C=N) C22H30N203 (370) Ber. N 7,6 Gef. N 7,5 18. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-p-methoxy-benzyl-2-imidazolin-5-on Zur Lösung von 2,0 g (10 mMol) Isocyanpropionsäure-L-phenyläthylamid in 20 ml Tetrahydrofuran werden bei -250C 1,3 g (11 mMol) Kalium-tert-butanolat gegeben.
  • Man rührt die Mischung 10 Minuten bei OOC, kühlt auf -650C und gibt bei dieser Temperatur 1,6 g (10 mMol) p-Methoxybenzylchlorid zu, Nach dem Aufwärmen auf Raumtemperatur wird, wie in Beispiel C. 10. beschrieben, aufgearbeitet. Man isoliert 3,3 g rohes 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-p-methoxybenzyl-2-imiadzolin-5-on. Es enthält laut NMR-Analyse (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 86 : 14 (asymmetrische Induktion 72 %).
  • Zur Abtrennung des im Überschuß gebildeten Diastereomeren wird das Rohprodukt mit Cyclohexan extrahiert und der Extrakt nach dem Ab destillieren des Lösungsmittels aus Äther umkristallisiert, Schmp. 72 bis 730C.
  • IR-Spektrum (KBr): 1710 (C=0), 1610 cm 1 (C=N) C20H22N202 (322) Ber. N 8,7 Gef. 8,7 19. 1-L-W-Phenyläthyl-2j4-dimethyl-4-p-methoxybenzyl-2-imidazolin-5-on Zur Lösung von 2,2 g (10 mMol) 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-2-imidazolin-5-on in 20 ml Tetrahydrofuran werden bei -250C 1,3 g (11 mfilol) Kalium-tert-butanolat gegeben. Man rührt die Mischung 10 Minuten bei OOC, kühlt auf -650C und gibt bei dieser Temperatur 1,6 g (10 mMol) p-Methoxybenzylchlorid zu. Nach dem Aufwärmen auf Raumtemperatur wird, wie in C. 10. beschrieben, aufgearbeitet. Man isoliert 3,3 g rohes 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-p-methoxybenzyl-2-imidazolin-5-on. Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt ein Verhältnis der Diastereomeren von 64 : 36 (asymmetrische Induktion 28 %). Die Reinigung erfolgt durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester).
  • IR-Spektrum (Film): 1725 (C=0), 1635 cm 1 (C=N) C21H24N2°2 (336) Ber. C 75,0 H 7,2 N 8,3 Gef. 74,5 7,2 8,2 20. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-p-nitobenzyl-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 18. analogen Versuch werden anstelle p-Methoxybenzylchlorid 1,7 g (10 mMol) p-Nitrobenzylchlorid eingesetzt. Man isoliert 3,3 g kristallines 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-p-nitrobenzyl-2-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 70 : 30 enthält (asymmetrische Induktion 40 %). Die Reinigung erfolgt durch Umkristallisation aus Essigester, Schmp. 138 bis 13900.
  • IR-Spektrum (KBr) 1710 (C=O), 1600 cm 1 (C = N) C19H19N303 (337) BerO C 67,6 H 5,7 N 12,5 Gef. 67R5 5,6 12,4 21. 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-p-nitrobenzyl-2-imidazolin-5-on In einem zu C. 19. analogen Versuch werden anstelle von p-Methoxybenzylchlorid 1,7 g (10 mMol) p-Nitrobenzyln chlorid eingesetzt0 Man isoliert 3,3 g öliges 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-p-nitrobenzyl-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDC13) die Diastereomeren im Verhältnis 62 : 38 enthält0 (Asymmetrische Induktion 24 %.) Die Reinigung erfolgt durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester).
  • IR-Spektrum (Film: 1725 (C = 0), 1630 cm-1 (C = N) C20H21N303 (351) BerO C 68,3 H 6,0 N 11,9 Gef. 68,1 6,1 11,8 22. 1-L-α-Phenyl-äthyl-2,4-dimethyl-4-o-chlorbenzyl-imidazolinzolin-5-on In einem zu C. 19. analogen Versuch werden anstelle von p-Methoxybenzylchlorid 1,6 g (10 mMol) o-Chlorbenzylchlorid eingesetzt. Man isoliert 3,5 g öliges 1-L-α-Phenyläther-2,4-dimethyl-4-o-chlorbenzyl-imidazolin-5-ont das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 70 : 30 enthält (asymmetrische Induktion 40 %).
  • Die Diastereomeren werden säulenchromatographisch über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester) getrennt. Das im Überschuß gebildete Diastereomere wird wie folgt charakterisiert: Schmp. 92 bis 930C (Petroläther) IR-Spektrum (Film): 1720 (C=0), 1630 cm 1 (C=N) C20H21C1N20 (340,5) Ber. C 70,4 H 6,2 N 8,2 Gef. 70,7 6,3 8,2 23. 1-L->-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-p-chlorbenzyl-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 19 analogen Versuch werden anstelle von p-Methoxybenzylchlorid 1,6 g (10 mMol) p-Chlorbenzylchlorid eingesetzt. Man isoliert 3,5 g öliges 1-L-e-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-p-chlorbenzyl-2-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 72 : 28 enthält (asymmetrische Induktion 44 %). Die Reinigung erfolgt durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester).
  • IR-Spektrum (Film): 1725 (C=0), 1635 cmi (C=N) C20H21ClN20 (340,5) Ber. C 70,4 H 6,2 N 8,2 Gef. 70,2 6,4 8,1 24. 1-L-*-Phenyläthyl-4-methyl-4-cyanomethyl-2-imidazolin-5-on In einem zu Beispiel C. 18 analogen Versuch werden anstelle von p-Methoxybenzylchlorid 0,8 g (10 mMol) Chloracetonitril eingesetzt. Man isoliert 2,5 g öliges 1-L--Phenyläthyl-4-methyl-4-cyanomethyl-2-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 67 : 33 enthält (asymmetrische Induktion 34 %). Die Reinigung erfolgt durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester).
  • IR-Spektrum (Film): 2250 (C=N), 1730 (C = 0), 1620 cm 1 (C=N) C14Hl5N30 (241) Ber. N 17,4 Gef. 17,3 25. 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-cyanomethyl-2-imidazolin-5-on In einem zu C. 19 analogen Versuch werden anstelle von p-Methoxybenzylchlorid 0,8 g (10 mMol) Chloracetonitril eingesetzt. Man isoliert 2,4 g öliges 1-L-Z-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-cyanomethyl-2-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 62 : 38 enthält (asymmetrische Induktion 24 %).
  • Die Reinigung erfolgt durch Filtrat ion über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester).
  • IR-Spektrum (Film): 1730 (C=0), 1630 cml (C=N) C15H17N30 (255) Ber. C 70,5 H 6,7 N 16,5 Gef. 70,5 6,9 16,1 26. 1-L-k-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-allyl-2-imidazolin-5-on Die Lösung von 4,4 g (20 mMol) 1-L-ç-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-2-imidazolin-5-on in 30 ml Tetrahydrofuran werden bei -60°C tropfenweise mit 12,5 ml einer 1,6 n Lösung von n-Butyllithium (20 mMol) in Hexan versetzt. Dann tropft man bei der gleichen Temperatur 2,4 g (20 mMol) Allylbromid zu. Nach dem Aufwärmen auf Raumtemperatur wird wie in Beispiel C. 10. beschrieben, aufgearbeitet. Nach der Destillation (Sdp. 135 bis 1400C bei 0,3 Torr) erhält man 4,2 g 1-L-α-Phenyläthyl-2,4-dimethyl-4-allyl-2-imidazolin-5-on, das laut NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl3) die Diastereomeren im Verhältnis 78 : 22 enthält (asymmetrische Induktion 56 %).
  • IR-Spektrum (Film): 1720 (C=0), 1630 cm 1 (C:N) C16H20N20 (256) Ber. C 75,0 H 7,8 N 10,9 Gef. 74,7 7,9 11,0 27. bis 40.
  • Alkylierung von α-Isocyan-ß-phenyl-propionsäure-L-α-ph äthylamid Allgemeine Vorschrift: Zur Lösung von 2,8 g (10 mMol) Q-Is ocy an-ß-phenyl-propions äure -L- phenyläthylamid in 45 ml trockenem Lösungsmittel gibt man 10 mMol der angegebenen Base (Butyllthium bei -70°C; Kalum-tertnolat oder Natriumhydrid bei -25°C). Man rührt 10 Minuten bei Raumtemperatur, kühlt auf -70 0C ab und setzt das Alkylierungsmittel zu. Nach dem Aufwärmen auf Raumtemperatur wird das Lösungsmittel abdestilliert, der Rückstand in 45 ml Dichlormethan aufgenommen und zweimal mit je 25 ml Wasser gewaschen. Das nach dem Einengen der Dichlormethanlösung verbleibende Rohprodukt wird durch Filtrat ion über Aluminiumoxid (Akt." Stufe II, Äther-Petroläther) gereinigt und durch IR-und NMR-Spektren und Elementaranalyse charakterisiert.
  • Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengefaßt.
  • Tabelle 1 R1 = L-α-Phenyläthyl, R2 = H, R3 = Benzyl Alkylierungsmittel Base/Lösungsmittel Ausbeute Asymmetrische R4X % Induktion % 27 CH3 1 C4HgLi - THF 90 20 28 CH3I K0-t-C4Hg - THF 90 20 29 CH3 1 NaH - DMSO/Äther 90 11 30 C2H5I C4H9Li - THF 65 23 31 C 2H5 1 KO-t-C4H9 - THF 85 25 32 n-C4H9I C4H9Li - THF 72 55 33 n-c4H9I KO-t-C4H9- THF 70 50 34 i-C3H7Li K0-t-C4Hg - THF 62 65 35 CH2=CH-CH2I C4H9Li - THF 90 36 36 CH2=CH-CH2Br C4HgLi - THF 90 43 37 CH2=CH-CH2Cl C4H9Li-- THF 85 39 38 CH2=CH-CH2OTos C4H9Li - THF 90 23 39 p-Br-C6H4-CH2Br C4HgLi - THF 90 >,95 40 BrCH2CO2C2H5 C4H9Li - THF 75 31 41. bis 49.
  • Bisalkylierung von Isocyanessigsäure-L-α-phenyläthylamid Allgemeine Vorschrift: Zur Lösung von 1,9 g (10 mMol) Isocyanessigsäure-L-a-phenyl-äthylamid in 25 ml trockenem Tetrahydrofuran tropft man bei -700C 20 mMol n-Butyllithiumlosung (13 ml einer 1,55 n Lösung in Hexan).
  • Nach 10 Minuten werden bei der gleichen Temperatur 10 mMol des ersten Alkylierungsmittels, in 10 ml Tetrahydrofuran gelöst, zugegeben.
  • Man läßt die Mischung aufwärmen und gibt bei +10°C das zweite Alkylierungsmittel, in 10 ml Tetrahydrofuran gelöst, zu. Nach 2 Stunden Rühren wird, wie bei C. 27, angegeben, aufgearbeitet. Die erhaltenen Produkte werden durch IR- und NMR-Spektren und Elementaranalyse charakterisiert.
  • Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 zusammengestellt.
  • Tabelle 2 R¹ = L-α-Phenyläthyl, R² = H 1. Alkylierungs- 2. Alkylierungs- Ausbeute Asymmetrische mittel mittel Induktion R3X R4X 41 CH3I C6H5CH2Br 90 95 42 C6H5CH2Br CH3I 90 20 43 CH2=CH-CH2Br C6H5CH2Br 75 90 44 C6H5CH2Br CH2=CH-CH2Br 69 45 45 p-Br-C6H4-CIi2Br C6H5CH2Br 72 95 46 C2H5I C6H5 CH23r 85 95 47 n-C4H9I C6H5CH2Br 58 95 48 i-C3H7I C6H5CH2Br 78 95 49 3,4-(CH3O)2- CH3j 60 20 C6H3CH2C1 50. l-L-Z-carbo-tert.-butoxy-äthyl-4-benzyl-4-mbthyl-2 imidazolin-5-on Gemäß Beispiel C. 1. werden 1,13 g N-(α-Isocyan-propionyl)-L-alanin-tert.-butylester und 0,85 g Benzylbromid umgesetzt. Man erhält 1,4 g (89 %) 1-L-i-Carbo-tert.-butoxy -äthyl-4-benzyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on, das durch Chromatographie (mit Äther über Aluminiumoxid der Aktivitätsstufe II) gereinigt wird. Es bleiben 0,7 g (45 %) reine Verbindung vom Schmp. 970C (CH2C12, Äther, Petroläther 1:10:10). Das Diastereomerenverhältnis beträgt 6:1, entsprechend einer asymmetrischen Induktion von 72 %.
  • 1H-NMR (100 Mhz, CSCl3): t = 9,12 (d, CH3, j = 8 Hz), 8,62 (s, tert-butyl), 8,56 (s, 4-CH3), 5,64 (q, C-H, J = 8 Hz), 2,86 (s, Phenyl), für das LL-Diastereomere: 6,96 (s, CH2), 2,42 (s, 2-CH), für das DL-Diastereomers: 6,99 (s, CH2), 2,38 (s, 2-CH).
  • IR (KBr): s = 1 615 (N=C), 1 735 cm 1 (C=0).
  • 51. 1-L-α-Carbo-tert.-butoxy-äthyl-4-allyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on Gemäß Beispiel 50. werden 1,13 g N-(i-Isocyan-propionyl)-L-alanin-tert-butylester und 0,6 g Allylbromid umgesetzt. Man erhält 1,1 g (85 %) 1-L-α-Carbo-tert.-butoxy-äthyl-4-allyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on.
  • Die Destillation ergibt 1,0 g (75 %) reine Verbindung mit dem Sdp. 95 bis 10000/0,01 Torr. Das Diastereomerenverhältnis beträgt 2 : 1, entsprechend einer asymmetrischen Induktion von 33 %.
  • 1H-NMR (100 MHz, CDCl3): t = 8,56 (s, tert-butyl), 7,53 (d, CH2, J = 7 Hz), 2,18 (s, 2-CH).
  • IR (Film): # = 1 615 (N=C), 1 725 cm 1 (C=0).
  • (Trennung durch Zugabe des paramagnetischen Reagenzes Eu(tfc)3.) 52. 1-L-<-Phenyläthyl-4-isobutyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on In die Lösung von 2,5 g (10 mMol) 1-L-<-Phenylathyl-4-isobutyl-2-imidazolin-5-on in 20 ml THF werden bei -300C 1,3 g (11 mMol) Kalium-tert.-butanolat (95 %-ig) eingetragen. Man rührt 10 Minuten bei OOC, kühlt auf -650C ab und tropft die Lösung von 1,75 g (10 mMol) Benzylbromid zu. Man arbeitet wie in B. 1. beschrieben auf und filtriert zur Reinigung über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester). Man erhält 1,1 g 1-L-Q-Phenyläthyl-4-isobutyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on, Schmp. 1160C.
  • Die Analyse des NMR-Spektrums (220 MHz, CDCl3) zeigt, daß das Produkt zu mindestens 95 % diastereomerenrein ist.
  • Schmp. (nach Umkristallisation aus Isopropanol) 1280C.
  • IR-Spektrum (KBr): 1 700 (C=0), 1 600 cm 1 (C=N) C22H26N2O (334) Ber. C 79,0 H 7,8 N 8,4 Gef. 79,1 7,6 8,4 53. 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-methylendioxybenzyl)-2-imidazolin-5-on 4,05 g (20 mMol) α-Isocyanpropionsäure-L-α-phenyläthylamid, 3,4 g (20 mMol) 3,4-Methylendioxybenzylchlorid und 200 mg Triäthylbenzylammoniumchlorid werden in 40 ml Dichlormethan gelöst. Nach Zusatz von 3,2 ml Wasser wird die Mischung zum Sieden erhitzt. Man tropft unter kräftigem Rühren in 15 Minuten 3,2 g 50 %-ige Natronlauge (40 mMol) zu, rührt noch 30 Minuten, kühlt ab und trennt die Phasen. Die Dichlormethanphase wird mit Wasser gewaschen und zur Trockne eingeengt. Es bleiben 3,8 g öliges 1-L-*-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-methylendioxybenzyl)-2-imidazolin-5-on, aus dessen NMR-Spektrum (220 MHz, CDCl) sich ein Verhältnis der Diastereomeren von 70 : 30 ergibt (asymmetrische Induktion 40 %)0 Das Produkt wird durch Filtration über Kieselgel (Dichlormethan, Essigester) rein erhalten.
  • IR-Spektrum (Film): 1 710 (C=O), 1 600 cm 1 (C=N) C20H20N203 (336) Ber. C 71,5 % H 5,9 % N 8,3 % Gef. 71,4 5,9 8,4 D. Hydrolyse zu optisch aktiven Aminosäuren 1. L-Methylphenylalanin Die Lösung von 4,2 g nach Beispiel C. 1. erhaltenen rohem 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-benzyl-2-imidazolin-5-on in 20 ml Methanol und 5 ml Wasser wird mit Chlorwasserstoffgas gesättigt und 24 Stunden unter Rückfluß gekocht. Man destilliert das Lösungsmittel ab, nimmt mit 20 ml halbkonzentrierter Salzsäure auf und kocht weitere 24 Stunden unter Rückfluß. Anschließend läßt man erkalten, extrahiert zweimal mit je 20 ml Dichlormethan und engt zur Trockne ein. Der Rückstand wird in wenig absolutem Äthanol gelöst und mit Propylenoxid versetzt0 Dabei fallen 1,8 g L-α-Methylphenylalanin aus, die abgesaugt und getrocknet werden (67 %).
  • Schmp. 2900C (Z.) (Lit. Schmp. 3160C) [α]D20 = 4,70 (C = 1,025 in 1 n HC1) Lit. [α]D20 = -4,5° ( C = 1 in 1 n HCl) Hydrochlorid: Schmp. 2490C (Z.) [α]D20 = -8,55° (C = 1,03 in H2O) Lit. [α]D20 = -8,6° (C = 1 in H2O) Der Vergleich der gemessenen Werte mit den Literaturangaben zeigt, daß das erhaltene w-Methylphenylalanin optisch rein anfällt und bestätigt damit auch das Ergebnis der NMR-Analyse, daß auf der Zwischenstufe das Imidazolinon zu mindestens 95 % diastereomerenrein ist.
  • Die Literaturangaben entstammen der Publikation von K. Weinges et al, Chem. Ber. 104, 3594 (1971).
  • 2. L-(-)-N-Acetyl-ot-methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin 7,0 g des nach Beispiel C. 10. erhaltenen Diastereomerengemisches von 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimeth-oxybenzyl)-2-imidazolin-5-on werden durch Erhitzen mit wäßrig-äthanolischem Kaliumhydroxyd (6 g in 40 ml Äthanol und 20 ml Wasser) zur Aminosäure hydrolysiert. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels wird der Rückstand in Wasser aufgenommen. Man extrahiert die wäßrige Phase mit Dichlormethan und engt sie im Vakuum ein. Der trockene Rückstand wird in Dimethylformamid nach Zusatz von 6 g Acetanhydrid eine Stunde auf 90° erhitzt. Man saugt vom ungelösten Salz ab, engt das Filtrat im Vakuum ein und nimmt den Rückstand in 50 ml Wasser auf. Mit Salzsäure wird bis zum pH 1 angesäuert. Der beim Anreiben kristallisierende Niederschlag von N-Acetyl-α-methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin wird abgesaugt, mit wenig kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. Schmp. 189 bis 1910C; = = 28,80 (C = 2; CH3OH) Die beschriebene Überführung des Imidazolinons in die N-Acetylaminosäure ist zweckmäßig, weil das Produkt einen relativ hohen Drehwert zeigt, wodurch die asymmetrische Induktion genau bestimmt werden kann.
  • In der Literatur werden folgende Werte fUr das reine Enantiomere angegeben: Tristram et al., J. org. Chem. 29, 2053 (1964) Schmp. 192-194°C, [α]D25 = -55° (C = 1, CH3OH) Slater et al, J. org. Chem. 29, 1424 (1964) Schmp. 186-187°C, [α]D = -21° (Aceton) Die durch Verseifung und anschließende Acetylierung aus optisch reinem L-(+)-N-Formyl-α-methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin (vgl. die DT-OS 24 06 898) erhaltene und aus Aceton umkristallisierte N-Acetyl-Verbindung zeigt die folgenden Werte: Schmp. 186 bis 1870C, E 27 = -52° (C = 2, CH3OH) Danach errechnet sich die Größe der asymmetrischen Induktion zu 55 % in guter Übereinstimmung mit dem durch NMR-Analyse des Diastereomerengemisches auf der Imidazolinon-Stufe erhaltenen Ergebnis von 60 %.
  • 3. L-α-Methyl-DOPA Die Lösung von 14,1 g (40 mMol) des nach Beispiel C. 14.
  • erhaltenen Diastereomerengemisches von 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-dimethoxybenzyl) 2-imidazolin-5-on in wäßrig-äthanolischem Kaliumhydroxyd (18 g in 80 ml Äthanol und 40 ml Wasser) wird 20 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Äthanols und nach Wasserzusatz wird die wäßrige Phase mit Dichlormethan extrahierte Die Dichlormethanlösung enthält das bei der Verseifung gebildete L-α-Phenyläthylamin und einen Rest α-Methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin-L-oc-phenyläthylamid, das Primärprodukt der hydrolytischen Ringöffnung des eingesetzten Imidazolinons. Die wäßrige Phase wird durch Zugabe von Salzsäure auf einen pH-Wert von 6 bis 6,5 eingestellt. Der Niederschlag wird abgesaugt und im Hochvakuum bei 800C getrocknet. Man erhält 7,7 g -Methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin als Enantiomerengemisch, Schmp. 244 bis 2460C.
  • 7,2 g (30 mMol) dieses Enantiomerengemisches werden mit 60 ml 48 %-iger Bromwasserstoffsäure 12 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die Bromwasserstoffsäure wird anschließend unter vemindertem Druck bei 70°C abdestilliert. Den Rückstand digeriert man in 10 ml Wasser, destilliert das Wasser ab, nimmt in 20 ml Wasser auf, setzt wenig Natriumpyrosulfit und Aktivkohle zu und filtriert die Lösung. Das Filtrat wird durch Zugabe von etwa 3 ml konz. Ammoniaklösung auf pH 6,3 eingestellt.
  • Der Niederschlag wird abgesaugt, mit wenig Wasser und Aceton nachgewaschen und bei 600C (3 Torr) getrocknet.
  • Man erhält 4,2 g L-α-Methyl-DOPA, Schmp. 289 bis 291°C (Wassergehalt nach Karl Fischer 11 %), [α]D20 = -4,7° (C = 2 in 0,1 n HCl).
  • Auf gleiche Weise werden, ausgehend von diastereomerenreinem Imidazolinon gemäß Beispiel C. 10. 8,1 g optisch reines L-α-Methyl-ß-(3,4-dimethoxyphenyl)-alanin erehalten. Schmp. 259°C (aus Wasser).
  • 7,2 g dieser Aminosäure liefern 6,1 g L-α-Methyl-DOPA mit den angegebenen Eigenschaften.
  • 4. α-L-Methyl-DOPA Nach Beispiel C. 53. erhaltenes 1-L-α-Phenyläthyl-4-methyl-4-(3',4'-methylendioxybenzyl)-2-imidazolin-5-on wird wie in D, 3. beschrieben zu α-Methyl-ß-(3,4-methylendioxyphenyl)-alanin verseift. Der optische Drehwert des Hydrochlorids, E«]D25 = +3,00 (C = 1, CH OH) im Vergleich zu dem der optisch reinen Verbindung, [α]D20 = +8,1° (C = 1, CH3OH) (Suzuki et al., Chem. and Ind., 1972, 687) läßt eine asymmetrische Induktion von 37 % errechnen, in guter Übereinstimmung mit dem in Beispiel C. 53. erhaltenen Wert.
  • Die Verseifung zu α-Methyl-DOPA erfolgt nach bekannten Verfahren, z.B. mit 20 %-iger Salzsäure in Gegenwart von Phenol, wie in der DT-AS 23 02 937 (Beispiel 1.5) beschrieben wird.
  • 5. L-α-Methyl-ß-p-methoxyphenyl-alanin Die Mischung von 6,45 g (20 mMol) 1-L-α-Phenyläthyl-4-p-methoxyphenyl-4-methyl-2-imidazolin-5-on und 5,4 g (80 mMol) Kaliumhydroxyd (85 %-ig) in 20 ml Äthylenglykol wird 5 Stunden auf 1500C erhitzt. Äthylenglykol und gebildetes L-ot-Phenyläthylamin werden im Vakuum am Rotationsverdampfer abdestilliert. Den Rückstand verteilt man zwischen Wasser und Dichlormethan. Die wäßrige Phase wird mit verdünnter Salzsäure neutralisiert und im Vakuum eingedampft. Durch Extraktion des Rückstandes mit Äthanol erhält man 4,2 g rohes -Methyl-ß-p-methoxyphenyl-alanin, Schmp. 243 bis 244°C, [α]D25 0 -3,1° (C = 1, 1 n HCl).
  • Die Umkristallisation aus Wasser liefert die optisch reine Aminosäure, Schmp. 265 bis 266°C. [α]D25 = -4,4° (C = 1, 1 n HCl) C11H15NO3 (209) Ber, C 63,2 H 7,2 Gef. 63,0 7,3 NMR-Spektrum (60 MHz, D20): #= 1,47 (s); 2,8 und 3,2 (AB, J = 15 Hz); 3,7 (s); 6,95 ppm (AA'BB', JAB = 8,6 Hz).
  • Die optischen Drehwerte bestätigen die in Beispiel C. 18.
  • NMR-spektroskopisch bestimmte asymmetrische Induktion.
  • Die Verseifung zu L-L-Methyl-tyrosin gelingt mit Bromwasserstoffsäure unter den in D. 3. angegebenen Bedingungen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. 2-Imidazolin-5-one der Formel 1 in der R¹ einen optisch aktiven Rests der sich von einem primären optisch aktiven Amin oder einer optisch aktiven Aminosäure ableitet D R2 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-AtomenD Benzyl oder Phenyl R3 und R4 jeweils verschieden sind und R3 einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen durch einen Alkoxy-, einen Alkylthio- oder einen Dialkylaminorest mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl einen Benzyloxyrest einen Benzylthiorest, einen Acyloxyrest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl, einen Cyanrest, einen Carbalkoxyrest mit 1 bis 4 C~Atomen im Alkyl einen Benzoyl-oder Phenylrest substituierten Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, wobei im Benzoyl- oder Phenylrest der Phenylring ein- bis dreifach durch ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, einen Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthiorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzyloxys einen Acyloxy oder einen Acylaminorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl; oder einfach durch einen gegebenenfalls durch Alkoxy oder Acyloxy mit 1 bis 4 C-Atomen substituierten Phenoxyrest oder einen Trifluormethyl- oder einen Methylendioxyrest substituiert sein kanns einen Allylrest oder einen Phenylring und R4 einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen einen durch einen Alkoxy-, einen Alkylthio- oder einen Dialkylaminorest mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Piperidino- oder Pyrrolidinorest, einen Benzyloxyrest, einen Benzylthiorest, einen Cyanorest, einen Carbalkoxyrest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzoyl- oder Phenylrest substituierten Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen, wobei im Benzoyl- oder Phenylrest der Phenylring ein- bis dreifach durch ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, einen Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylthiorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, einen Benzyloxy, einen Acyloxy- oder einen Acylaminorest mit 1 bis 4 C-Atomen im Acyl, oder einfach durch einen gegebenenfalls durch Alkoxy oder Acyloxy, mit 1 bis 4 C-Atomen substituierten Phenoxyrest oder einen Trifluormethyl- oder einen Methylendioxyrest substituiert sein kann, einen Pyridylmethyl, Furylmethyl, Thionylmethyl oder einen Allylrest bedeuten.
  2. 2. Verbindungen der Formel I nach Anspruch 1, in denen R1 L PhenylEthyl, R2 Wasserstoff, R3 und R4 verschieden sind und Methyl oder Benzyl, wobei der Phenylring gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Alkoxy oder Acyloxy mit jeweils 1 bis 4 C-Atomen oder Benzyloxy oder einfach durch einen Methylendioxyrest substituiert ist, bedeuten.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung der in Anspruch 1 angegebenen Verbindungen der Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 2-Imidazolin-5-on der Formel II in der R1 bis R3 die obengenannten Bedeutungen haben, in Form des durch Umsetzung mit einer Base in einem Lösungsmittel oder einem Lösungsmittelgemisch erhaltenen Anions mit einem Alkylierungsmittel der Formel R4-X, in dem R4 die obengenannten Bedeutungen hat und für X ein bei Alkylierungen leicht abspaltbarer Rest steht; umsetzt.
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