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Dach-Wohnraumfenster
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Die Erfindung betrifft ein Dach-Wohnraumfenster mit einem FensterflZA,
der an einander gegenüberliegenden Seiten mit einem unteren Gelenk an einem Ende
von Tragarmen angelenkt ist, die mit ihrem anderen Ende mit einem oberen Gelenk
am Fensterfutter angelenkt sind, das an den einander gegenüberliegenden Seiten jeweils
eine längs der zugehörigen Fensterfutterseite verlaufende Führung für Führungsteile
aufweist, die am Fensterflügel angeordnet sind.
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Bei einem bekannten Dach-Wohnraumfenster dieser Art ist die Führung,
auf der der Führungsteil beim öffnen des Fensterflügels nach unten gleitet, gerad-linig
ausgebildet. Beim Öffnen des Fensterflügels bewegt sich aus diesem Grunde das untere
Gelenk stetig nach außen. Dadurch wird aber das gesamte Gewicht des Fensterflügels
und der Tragarme wirksam, d.h. dieses Gewicht muß durch eine entsprechend Gegenkraft
der das Fenster öffnenden Person oder durch entsprechend eingestellte Federn aufgefangen
werden. Wenn diese Gegenkraft von der Bedienungsperson aufgenommen werden muß, set
eine verhältnismäAi; große Kraft zum Öffnen des Fensterflügels erforderlich* Die
Federn haben den Nachteil, daß sie mit der Zeit erlahmen können und daher nicht
mehr voll funktionsfähig sind. Infolge der geraden Ausbildung der Führung muß beim
Schließen des insbesondere wenn dieser verhältnismäßig groß ist.
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Fensterflügels das gesamte Gewicht des Fensterflügels und der Tragarme
aufgefangen werden. Insbesondere wenn das Dach-Wohnraumfenster in einem Dach mit
flacher Neigung eingebaut ist, muß die Bedienungsperson eine große Kraft aufwenden,
um den in seine Schließstellung durch sein Eigengewicht belasteten Fensterflügel
so aufzufangen, daß dieser einwandfrei geschlossen werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dach-Wohnraumfenster
der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß der Fensterflügel ohne konstruktiven
Aufwand mit geringem Kraftaufwand geöffnet und geschlossen werden kann.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß wenigstens
im Bereich des oberen Endes der Führung ein in Richtung auf das obere Ende der Führung
ansteigendes, im Bewegungsweg des Führungsteiles des Fensterflügels liegendes Steigungsglied
vorgesehen ist.
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Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung ist zum öffnen des Fensterflügels
nur eine verhältnismäßig geringe Kraft notwendig. Die Führungsteile des Fensterflügels
gelangen beim Öffnen des Fensterflügels auf das Steigungsglied, auf dem sie beim
öffnen in bezug auf den oberen Rand des Fensterfutters nach unten gleiten. Dadurch
wird erreicht, daß sich das untere Gelenk praktisch nicht weiter nach außen bewegt,
wenn sich die Führungsteile auf den Steigungsgliedern nach unten bewegen. Da sich
der Drehpunkt des unteren Gelenkes somit praktisch nicht nach außen bewegt, wird
der Fensterflügelv solange
sich die Führungsteile auf den Steigungsgliedern
befinden, praktisch nur um die Achse der unteren Gelenke geschwenkt, so daß die
Öffnungskraft verhältnismäßig klein ist. Beim Schließen des Fensterflügels bewegen
sich die Führungsteile auf den Steigungsgliedern in bezug auf das Fensterfutter
nach oben.
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Die Steigungsglieder wirken beim Schließen als Bremse, so daß der
Fensterflügel, wenn er beispielsweise zufällt, nicht voll auf das Fensterfutter
aufschlägt, sondern durch die Steigungsglieder abgebremst wird. Infolge der Abbremsung
des Fensterflügels beim Schließen muß die Bedienungsperson nur noch eine geringe
Gegenkraft aufbringen, um den in Schließstellung schwenkenden Fensterflügel zu halten.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung wird ein Dach-Wohnraumfenster geschaffen,
das sich mit geringer Kraft öffnen läßt und das unter Aufbringung einer nur verhältnismäßig
geringen Gegenkraft einwandfrei geschlossen werden kann.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
den Ansprüchen und den Zeichnungen.
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Die Erfindung wird anhand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 in schematischer Darstellung
und in Seitenansicht eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfensters
in Schließstellung, Fig. 2 das Dach-Wohnraumfenster gemäß Fig. 1 in teilweise geöffneter
Lage,
Fig. 3 das Dach-Wohnraumfenster gemäß Fig. 1 in Putz und Einhängestellung,
Fig. 4 in schematischer Darstellung und in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfensters, dessen Fensterflügel sich in maximaler
Offenstellung befindet, Fig. 5 in schematischer Darstellung und in Seitenansicht
eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfensters in Schließstellung,
Fig. 6 das Dach-Wohnraumf.enster gemäß Fig. 5 in teilweise geöffneter Lage, Fig.
7 das Dach-Wohnraumfenster gemäß Fig. 5 in einer Lage, bei der sich der Führungsteil
des Fensterflügels am übergang vom Steigungsglied zum unteren Führungsabschnitt
befindet5 Fig. 8 das Dach-Wohnraumfenster gemäß Fig. 5 dessen Fenstersowie in maximaler-Öffnungssstellung
flügel sich in Putzuna Innangestellung/DeIncret;---o Fig. 9 in vergrößerter Darstellung
einen Teil des Dach-Wohnraumfensters gemäß Fig. 1 in Schließstellung, Fig. 10 in
vergrößert er Darstellung einen Teil des erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfensters
gemäß Fig. 1, bei dem der Führungsteil des Fensterflügels am Übergang vom oberen
Führungsabschnitt zum Steigungsglied angeordnet ist, Fig. 11 in vergrößerter Darstellung
einen Teil des Dach-Wohnraumfensters gemäß Fig. 1, bei dem der Führungsteil des
Fensterflügels am Übergang vom Steigungsglied zum unteren Führungsabschnitt angeordnet
ist, Fig; 12 in vergrößerter Darstellung einen Teil des Dach-Wohnraumfensters gemäß
Fig. 1, dessen Fensterflügel sich in seiner Endstellung befindet,
Fig.
13 in schematischer Darstellung und in Seitenansicht eine vierte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfensters in Schließstellung, Fig. 14 das Dach-Wohnraumfenster
gemäß Fig. 13, bei dem der Führungsteil des Fensterflügels am Übergang vom oberen
Führungsabschnitt zum Steigungsglied angeordnet ist, Fig. 15 das Dach-Wohnraumfenster
gemäß Fig. 13, bei dem der Führungsteil des Fensterflügels am Übergang vom Steigungsglied
zum unteren Führungsabschnitt angeordnet ist, Fig. 16 das Dach-Wohnraumfenster gemäß
Fig. 13, dessen Fensterflügel in seiner maximalen Öffnungsstellung angeordnet ist,
Fig. 17 in vergrößerter Darstellung einen Teil des Dach-Wohnraumfensters gemäß Fig.
13 in Schließstellung, Fig. 18 einen Teil des Dach-Wohnraumfensters gemäß Fig. 13,
dessen Fensterflügel sich in seiner maximalen Offnungsstellung befindet.
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Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Dach-Wohnraumfenster ist als
Doppelschwingfenster ausgebildet, bei dem der Fensterflügel 1 etwa in halber Länge
an seinen einander gegenüberliegenden Seiten jeweils mit einem unteren Gelenk 2
am unteren Ende von zwei Tragarmen 3 angelenkt ist, die mit ihren oberen Enden mit
einem oberen Gelenk 4 innerhalb der Fenster öffnung am Fenster-5 futterjangelenkt
sind. Das Fensterfutter 5 ist an seinen beiden einander gegenüberliegenden Seiten
jeweils mit einer Führung 6 versehen, die längs des Fensterfutters nach unten verläuft
und auf der der Fensterflügel 1 mit Führungsteilen 7 geführt ist.
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In Fig. 1 ist das Dach-Wohnraumfenster in Schließstellung dargestellt.
Der Führungsteil 7. liegt dabei auf einem oberen
Abschnitt 8 der
Führung 6 aufi In Fig. 2 ist der Fensterflügel 1 teilweise geöffnet, wobei der Führungsteil
7 am Übergang vom oberen Abschnitt 8 der Führung 6 zu einem Steigungsglied 9 angeordnet
ist, Fig. 3 zeigt den Fensterflügel 1 in seiner Putzan einem und Einhängestellung,
in der der Führungsteil 71 am unteren Ende eines unteren Abschnittes 10 der Führung
6 vorgesehenen Anschlag 11 anliegt.
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Das in Fig. 4 dargestellte Dach-Wohnraumfenster ist ebenfalls ein
Doppelschwingfenster, bei dem der Fensterflügel la in bezug auf das untere Gelenk
2a um eine weitere Achse 12 schwenkbar ist. Wie ein Vergleich der beiden Fig. 3
und 4 zeigt, wird durch das zusätzliche Gelenk 12', das im Bereich des unteren Gelenkes
2a angeordnet ist, erreicht, daß der Fensterflügel la in seiner maximalen Öffnungsstellung,
die in Fig. 4 dargestellt ist, näher beim Fensterfutter 5a liegt als bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 3.
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Bei der in den-Fig. 5 bis 8 dargestellten Ausführungsform ist das
Dach-Wohnraumfenster ebenfalls als Doppelschwingfenster ausgebildet. Das obere Gelenk
4b,mit dem der obere Tragarm 3b am Fensterfutter 5b angelenkt ist, befindet sich
nicht innerhalb der Fensteröffnung wie bei den Ausführungsformen gemäß den Fig.
1 bis 4, sondern ist an der Außenseite des Fensterfutters angeordnet. Fig. 5 zeigt
das DachA'hnraumfenster in Schließstellung. Bei der Stellung des Fensterflügels
1b gemäß Fig. 6 befindet sich der Führungsteil 7b am Übergang vom oberen Abschnitt
8b der Führung 6b zum Steigungsglied 9b. Bei der in Fig. 7 dargestellten Lage des
Fensterflügels 1b liegt der Führungsteil 7b am Übergang vom Steigungsglied 9b zum
unteren Abschnitt lOb der Führung 6b. In der Stellung gemäß Fig. 8 hat * das in
Schließstellung des Fensterflügels 1 zwischen dem oberen und dem unteren Gelenk
4 und 2 liegt.
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der Fensterflügel 1b seine maximale Öffnungsstellung erreicht, in
der der Führungsteil 7b am Anschlag 11b am unteren Ende des unteren Führungsabschnittes
lOb anliegt.
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Wie die Fig. 9 bis 12 zeigen, weist das obere Gelenk 4 des Dach-Wohnraumfensters
gemäß den Fig. 1 bis 3 einen Beschlagteil 13 auf, der innerhalb der Fensteröffnung
an der Innenseite des Fensterfutters 5 befestigt ist. Der Tragarm 3 ist mit einem
Bolzen 14 an einer vorstehenden Zunge 15 des Beschlagteiles 13 angelenkt. Das untere
Gelenk 2 weist einen Beschlagteil 16 auf, der die in Fig. 9 deutlich erkennbare
Form hat Der Beschlagteil 16 ist starr mit dem Tragarm 3 verbunden und ist an seinem
freien Ende mit einem Bolzen 17 an einem Beschlagteil 18 des Fensterflügels 1 angelenkt.
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An der Innenseite des Fensterfutters 5 ist auf den beiden einander
gegenüberliegenden Seiten jeweils die Führung 6 vorgesehen, die durch eine Schiene
gebildet sein kann. Der Fensterflügel 1 ist mit seinem Führungsteil 7, der ein Zapfen,
eine Rolle oder dgl. sein kann, auf der Führung 6 gelagert.
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Der obere Führungsabschnitt 8 verläuft geradlinig und parallel zum
oberen Rand 19 des Fensterfutters 5. Er geht in das Steigungsglied 9 über, das vorteilhaft
einstückig mit der Führung 6 ausgebildet ist, so daß die Führung zusammen mit dem
Steigungsglied aus einem Bauteil gefertigt werden kann. Das Steigungsglied kann,
wie dies in den Fig. 9 bis 13 dargestellt ist, gekrümmt, beispielsweise kreisbogenförmig
gekrümmt, sein oder auch geradlinig verlaufen. Das Steigungsglied 9 schließt an
den
\Führungsabschnitt 10 an, der vorzugsweise parallel zuit oberen Führungsabschnitt
8 verläuft und wesentlich länger als dieser ist (Fig. 10).
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Im Bewegungsweg des Führungsteiles 7 ist im Bereich des oberen Führungsabschnittes
8 ein gegen die Kraft einer Druckfeder 20 verschiebbarer Anschlag 21 vorgesehen,
der auf einem am oberen Querholmen 23 des Fensterfutters 5 verschiebbar gelagerten
Bolzen 22 gelagert ist. Die Druckfeder 20 umgibt den Bolzen 22 im Bereich zwischen
dem Anschlag 21 und dem Querholmen 23.
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Am unteren Ende des unteren Führungsabschnittes 10 ist der weitere
Anschlag 11 für den Führungsteil 7 angeordnet (Fig.
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10).
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In der Schließstellung des Fensters gemäß Fig. 9 liegt der Führungsteil
7 des Fensterflügels 1 auf dem oberen Führungsabschnitt 8 am Anschlag 21 an. Der
Anschlag 21 steht in dieser Stellung des Fensterflügels unter der Kraft der gespannten
Druckfeder 20. Beim öffnen des Fensterflügels 1 wird der Führungsteil 7 längs des
oberen Führungsabschnittes 8 nach unten bewegt, wobei der Tragarm 3 um die Achse
14 des oberen Gelenkes 4 und der Fensterflügel gleichzeitig um die Achse 17 des
unteren Gelenkes 2 schwenkt. Der Fensterflügel 1 schwenkt also, solange der Führungsteil
7 auf dem oberen, geraden Führungsabschnitt 8 gleitet, um die ortsfeste Achse 14
und um die während des Öffnens sich nach außen auf einem Kreis um die Achse 14 bewegende
Achse 17. Der Öffnungsvorgang wird dadurch unterstützt und erleichtert, daß der
Anschlag 21 unter der Kraft der entspannenden Druckfeder 20 den Führungsteil 7
längs
des oberen Führungsabschnittes 8 nach unten drückt. Auf diese Weise wird die zum
Schwenken des Fensterflügels 1 notwendige Kraft verringert.
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Der Bolzen 22 ist so lang, daß der Anschlag 21 unter der Kraft der
Feder bis in den Bereich des Überganges des oberen Führungsabschnittes 8 zum Steigungsglied
9 verschoben wird. Diese Stellung ist in Fig. 10 dargestellt. Würde der Führungsteil
7 aus der Stellung gemäß Fig. 10 geradlinig auf Höhe des oberen Führungsabschnittes
8 weiter nach unten gleiten, dann wäre eine erhebliche Kraft notwendig, um den Fensterflügel
1 weiter nach außen zu schwenken, weil die Drehachse 17 des unteren Gelenkes 2 weiter
nach außen bewegt werden müßte. Dies wird bei dem erfindungsgemäßen Dach-Wohnraumfenster
dadurch vermieden, daß der Führungsteil 7 bei der Stellung gemäß Fig. 10 auf das
Steigungsglied 9 gelangt5 das sich nach unten in Richtung auf den Anschlag 24 vom
oberen Rand 19 des Fensterfutters 5 entfernt. Das Steigungsglied 9, das einen Abschnitt
der Führung 6 bildet, ist so ausgebildet, daß die Drehachse 17 des unteren Gelenkes
2 während des Bewegens des Führungsteiles 7 auf dem Steigungsglied 9 ihre Lage praktisch
nicht verändert. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen der Drehachse 17 und
dem oberen Rand 19 des Fensterfutters nicht, so daß der Fensterflügel 1 praktisch
nur um die nunmehr ortsfeste Achse 17 geschwenkt, aber nicht gleichzeitig mehr nach
außen geschoben werden muß. Dadurch ist zum Schwenken des Fensterflügels in seine
Offenstellung nur ein geringer Kraftaufwand notwendig. Dies ist besonders bei großen
Dach-Wohnraumfenstern von großem Vorteil.
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Das Steigungsglied 9 geht vorteilhaft stetig in den unteren Führungsabschnitt
10 über, so daß der Führungsteil 7 stoßfrei vom Steigungsglied 9 auf den unteren
Führungsabschnitt 10 übergehen kann.
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Bei der Stellung gemäß Fig. 11 befindet sich der Führungsteil 7 des
Fensterflügels 1 am Übergang vom Steigungsglied 9 zum unteren Führungsabschnitt
10. Wenn der Fensterflügel 1 aus dieser Stellung weiter geöffnet wird, schwenkt
der Fensterflügel 1 um die Achse 17 des unteren Gelenkes 2, während der Führungsteil
7 auf dem unteren Führungsabschnitt 10 nach unten gleitet. Die Tragarme 3 werden
dann beim weiteren öffnen des Fensterflügels 1 um die Achsen 14 der oberen Gelenke
4 wieder in Richtung auf das Fensterfutter 5 schwenken, so daß der Fensterflügel
wieder näher an das Fensterfutter herangeführt wird. Dann kann der Fensterflügel
in seiner maximalen offnungsstellung (Fig. 12) vom Wohnraum aus beispielsweise zu
Reinigungszwecken bequem erreicht werden. Am Ende des Offnungsvorganges des Fensterflügels
1 läuft der Führungsteil 7 auf den Anschlag 11 am unteren Ende des unteren Führungsabschnittes
10 auf. Der Fensterflügel 1 liegt in dieser Stellung mit einem Anschlag 24 an einem
Gegenanschlag 25 an, der an dem mit dem Tragarm 3 starr verbundenen Beschlagteil
16 vorgesehen ist.
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Wie Fig. 12 zeigt, verlaufen der obere und der untere Führungsabschnitt
8 und 10 der Führung 6 parallel zueinander und zum oberen Rand 19 des Fensterfutters
5. Der untere Führungsabschnitt 10 ist dabei wesentlich länger als der obere Führungsabschnitt
8.
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Das Dach-Wohnraumfenster gemäß Fig. 4 ist im wesentlichen gleich ausgebildet
wie das Dach-Wohnraumfenster gemäß den Fig. 1 bis 3 und 9 bis 12. Die Ausführungsform
gemäß Fig. 4 weist lediglich noch das zweite untere Gelenk 12' auf, das am unteren
Ende des Tragarmes 3a vorgesehen ist. Infolge dieses zweiten unteren Gelenkes 12'
kann der Fensterflügel la aus der in Fig. 3 dargestellten Lage, die der in Fig.
12 dargestellten Lage entspricht, um die Achse 12 dieses zweiten unteren Gelenkes
12' weiter geschwenkt werden. Während dieses Schwenkvorganges liegt der Führungsteil
7a (Fig. 4) am unteren Anschlag 11a an, so daß dessen Achse die Schwenkachse des
Fensterflügels bildet. Gleichzeitig schwenkt der Tragarm 3a um die Achse des oberen
Gelenkes 4a wieder in Richtung auf das Fensterfutter 5a, bis er etwa parallel zum
oberen Rand l9a des Fensterfutters 5a liegt. Infolge des zweiten unteren Gelenkes
12' kann der Fensterflügel in seiner maximalen Öffnungsstellung noch näher zum Fensterfutter
5a geschwenkt werden. Die Führung 6a ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 gleich
ausgebildet wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform.
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Auch bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 5 bis 8 ist die Führung
6b auf gleiche Weise ausgebildet wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig.
1 bis 3 und 9 bis 12. Der einzige Unterschied zu diesen zuvor beschriebenen Ausführungsformen
besteht darin, daß das obere Gelenk 4b nicht innerhalb der Fensteröffnung, sondern
außerhalb der Fensteröffnung am Fensterfutter 5b vorgesehen ist.
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Beim Schließen des Fensterflügels erfolgen die Schwenkbewegungen entsprechend
umgekehrt. Der Führungsteil 7 gleitet auf dem unteren Führungsabschnitt 10 nach
oben, bis er auf das Steigungsglied 9 aufläuft. Das Steigungsglied 9 hat beim Schließen
des
Fensters den Vorteil, daß der Fensterflügel beim eventuellen
Zuschlagen vom Steigungsglied abgebremst wird und daher nicht stark auf das Fensterfutter
5 auf schlägt. Das Steigungsglied 9 wirkt somit auch als Dämpfungsglied, das ein
hartes Aufschlagen des Fensterflügels 1 auf das Fensterfutter 5 verhindert. Der
Fensterflügel wird beim Schließen über den Führungsteil 7 vom Steigungsglied 9 aufgefangen.
Die das Fenster schließende Bedienungsperson muß aus diesem Grunde nur noch eine
verhältnismäßig geringe Gegenkraft aufbringen, um den in Schließstellung schwenkenden
Fensterflügel zu halten. Infolge der Steigungsglieder 9 können somit auch große
Dach-Wohnraumfenster ohne Schwierigkeiten geschlossen werden.
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Am Übergang vom Steigungsglied 9 auf den oberen Führungsabschnitt
8 trifft der Führungsteil 7 auf den Anschlag 21 auf, der beim weiteren Schließen
des Fensterflügels 1 zusammen mit dem Bolzen 22 vom Führungsteil 7 gegen die Kraft
der Druckfeder 20 nach oben verschoben wird. Die Druckfeder 20 bremst somit ebenfalls
den Fensterflügel 1 beim Zurückschwenken in seine Schließstellung ab.
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Je länger das Steigungsglied 9, in Längsrichtung des Fensterfutters
5 gesehen, und je größer der senkrechte Abstand zwischen dem oberen und dem unteren
Führungsabschnitt 8 und 10 ist, desto größer ist die Bremswirkung auf den Fensterflügel.
Daher kann das Steigungsglied 9 so ausgebildet werden, daß eine optimale Bremswirkung
auf den Fensterflügel 1 ausgeübt wird.
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Die Ausführungsform gemäß den Fig.13 bis 18 entspricht im wesentlichen
derin Fig. 4 dargestellten Ausführungsform. Der
Fensterflügel lc
ist etwa in halber Länge mit einem ersten unteren Gelenk 2c am unteren Ende von
Tragarmen 3c angelenkt, deren oberes Ende mit einem oberen Gelenk 4c innerhalb der
Fensteröffnung am Fensterfutter 5c angelenkt ist. Der Fensterflügel lc ist außerdem
um ein zweites unteres Gelenk 12c' seit in seine Offenstellung schwenkbar, daß die
Tragarme 3c ihre der Schließstellung entsprechende Lage einnehmen (Fig. 16). Der
Fensterflügel lc ist mit Führungsteilen 7c auf den Führungen 6c geführt, die an
den beiden einander gegenüberliegenden Seiten des Fensterfutters 5c vorgesehen sind.
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Wie die Fig. 13 bis 16 schematisch zeigen, liegt der Führungsteil
7c bei Schließstellung des Fensterflügels (Fig. 13) auf dem oberen Führungsabschnitt
8c. Beim Öffnen des Fensterflügels gleitet der Führungsteil 7c auf dem oberen Führungsabschnitt
8c, wobei die Tragarme 3c um die Achsen der oberen Gelenke 4c und der Fensterflügel
um die Achse des ersten unteren Gelenkes 2c schwenken (Fig. 14). Der Führungsteil
7c gelangt dann auf das Steigungsglied 9c, auf dem er beim öffnen des Fensterflügels
lc nach unten gleitet (Fig. 15). Solange sich der Führungsteil 7c auf dem Steigungsglied
9c befindet, behält die Schwenkachse des ersten unteren Gelenkes 2c ihre Lage praktisch
unverändert bei, so daß der Fensterflügel lc praktisch eine reine Schwenkbewegung
ausführt.
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Am unteren Ende der Führung 6c ist ein weiteres Steigungsglied 26
vorgesehen, das zweckmäßig einstückig mit der Führung 6c ausgebildet ist. Auf diesem
unteren Steigungsglied 26 gleitet der Führungsteil 7c beim weiteren Öffnen nach
oben und gelangt auf einen zweiten oberen Führungsabschnitt 27 (Fig. 16).
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Wie aus den Fig. 17 und 18 deutlicher zu erkennen ist, ist die Führung
6c mit den beiden oberen Führungsabschnitten 8c und 27 und den beiden Steigungsglieder
9c und 26 einstückig als Schiene ausgebildets auf der der Führungsteil 7c, der ein
Bolzen, eine Rolle oder dgl. sein kann, während des Schwenkens des Fensterflügels
lc gleitet. Die beiden Steigungsglieder 9c und 26 haben entgegengesetzte Steigungen,
die betragsmäßig gleich groß sein können. Im Ausführungsbeispiel sind die Steigungen
der beiden Steigungsglieder 9c, 26 betragsmäßig unterschiedlich. Der obere Führungsabschnitt
8c und der zweite obere Führungsabschnitt 27 sind etwa gleich lang, haben aber im
Ausführungsbeispiel unterschiedlichen Abstand vom oberen Rand 19c des Fensterfutters
5c. Selbstverständlich können diese beiden Abstände auch gleich sein. Beide Steigungsglieder
9c und 26 gehen stetig in den unteren Führungsabschnitt 10c über, der parallel zu
den beiden oberen Führungsabschnitten verläuft und wesentlich länger als diese ist.
Im Ausführungsbeispiel sind die beiden oberen und der untere Führungsabschnitt geradlinig
ausgebildet. Diese Führungsabschnitte können aber auch gekrümmt ausgebildet sein.
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In Fig. 17 ist der Fensterflügel lc in seiner Schließstellung dargestellt,
in der der Führungsteil 7c am Anschlag 21c anliegt, der gegen die Kraft der Druckfeder
20c verschoben ist.
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Entsprechend den zuvor beschriebenen Ausführungsformen weist der Anschlag
21c eine dem Profil des Führungsteiles 7c angepaßte Stirnfläche 28 auf, so daß der
Anschlag sicher am Führungsteil anliegt. Beim Schwenken des Fensterflügels fc in
seife Offenstellung gleitet der Führungsteil 7c auf dem oberen Führungsabschnitt
8c nach unten, wobei der Anschlag 21c infolge
der sich nun entspannenden
Druckfeder 20c ständig am Führungsteil anliegt und somit den öffnungsvorgang erleichtert.
Das obere Steigungsglied 9c dient wieder zur Erleichterung des öffnens des Fensterflügels
1 und wirkt außerdem beim Schließen des Fensters als Bremse und Dämpfglied für den
Fensterflügel lc. Die Bahn der Achse des Führungsteiles 7c ist wie bei den vorigen
Ausführungsbeispielen mit einer punktierten Linie dargestellt.
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Im Gegensatz zu den vorigen Ausführungsbeispielen gelangt der Führungsteil
7c am Ende der Führung 6c auf das untere Steigungsglied 26, auf dem der Führungsteil
nach oben auf den zweiten oberen Führungsabschnitt 27 gleitet. In der maximalen
Offnungsstellung des Fensterflügels lc befindet sich der Führungsteil auf diesem
zweiten oberen Führungsabschnitt 27 (Fig. 18). Durch das untere Steigungsglied 26
wird erreicht« daß der Fensterflügel 1c näher zum Fensterfutter 5c schwenken kann,
so daß er in seiner maximalen Öffnungsstellung gemäß Fig. 18 nahe am Fensterfutter
liegt und vom Wohnraum aus leicht erreicht werden kann.
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Infolge des unteren Steigungsgliedes 26 ist beim Schwenken des Fensterflügels
lc aus seiner maximalen Öffnungsstellung (Fig.
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18) ein verringerter Kraftaufwand notwendig. Da das Steigungsglied
26 in Richtung auf das obere Ende der Führung 6c, bezogen auf den oberen Rand 19c
des Fensterfutters 5c, nach unten geneigt ist, bewegt sich der Führungsteil 7c beim
Zurückschwenken des Fensterflügels lc auf einer nach unten geneigten Fläche, wodurch
die von der Bedienungsperson aufzubringende Zugkraft zum Schwenken erheblich verringert
wird.
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Der Beschlagteil 16c bildet die beiden unteren Gelenke 2c und 12c'.
Der Beschlagteil 16c ist mit einem Bolzen 17c an einem Beschlagteil 29 des Fensterflügels
lc und mit einem Bolzen 30 am Tragarm 3c angelenkt. In der maximalen Öffnungsstellung
liegt der Fensterflügel lc mit seinem Gegenanschlag 25c am Anschlag 24c des Beschlagteiles
16c und der Tragarm 3c mit einem Gegenanschlag 31 an einem weiteren Anschlag 32
des Beschlagteiles 16c an.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist ebenfalls ein solcher Beschlagteil
vorgesehen, der die beiden unteren Gelenke 2a und 12' bildet.
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Die Führung für den Führungsteil kann durch eine im Querschnitt L-förmige
Schiene gebildet sein, die über ihre Länge die in den Fig. 1 bis 12 oder die in
den Fig. 13 bis 18 dargestellte Form hat. Bei dem Dach-Wohnraumfenster gemäß den
Fig. 13 bis 18 kann die Schiene 6c im Bereich des unteren Steigungsgliedes 16 U-förmig
gebogen sein, wobei der eine Schenkel das Steigungsglied 26 und den zarten oberen
Führungsabschnitt 27 bildet.
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Es ist möglich, ein einfaches Klappfenster so auszubilden, daß sein
Fensterflügel beim Schließen abgebremst wird. Zu diesem Zweck können am Fensterflügel
ein oder zwei Beschlagteile angebracht werden, die entsprechend den Führungsteilen
auf einer entsprechenden Führung mit dem oder den Steigungsglieder gleiten.
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