DE2657039A1 - Schaltungsanordnung zum nachahmen der klangcharakteristik von zungen-orgelpfeifen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum nachahmen der klangcharakteristik von zungen-orgelpfeifenInfo
- Publication number
- DE2657039A1 DE2657039A1 DE19762657039 DE2657039A DE2657039A1 DE 2657039 A1 DE2657039 A1 DE 2657039A1 DE 19762657039 DE19762657039 DE 19762657039 DE 2657039 A DE2657039 A DE 2657039A DE 2657039 A1 DE2657039 A1 DE 2657039A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filter
- circuit
- frequency
- arrangement according
- circuit arrangement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 title claims description 53
- IHPYMWDTONKSCO-UHFFFAOYSA-N 2,2'-piperazine-1,4-diylbisethanesulfonic acid Chemical compound OS(=O)(=O)CCN1CCN(CCS(O)(=O)=O)CC1 IHPYMWDTONKSCO-UHFFFAOYSA-N 0.000 title 1
- 239000007990 PIPES buffer Substances 0.000 title 1
- 235000014676 Phragmites communis Nutrition 0.000 claims description 46
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 20
- 230000005236 sound signal Effects 0.000 claims description 8
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 4
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 2
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 6
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 4
- 244000273256 Phragmites communis Species 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000906 Bronze Inorganic materials 0.000 description 1
- ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N Tin Chemical compound [Sn] ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 239000010974 bronze Substances 0.000 description 1
- KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N copper tin Chemical compound [Cu].[Sn] KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000005669 field effect Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000036961 partial effect Effects 0.000 description 1
- 238000001228 spectrum Methods 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
- 229940098465 tincture Drugs 0.000 description 1
- 230000001052 transient effect Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 230000001755 vocal effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10H—ELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
- G10H1/00—Details of electrophonic musical instruments
- G10H1/02—Means for controlling the tone frequencies, e.g. attack or decay; Means for producing special musical effects, e.g. vibratos or glissandos
- G10H1/06—Circuits for establishing the harmonic content of tones, or other arrangements for changing the tone colour
- G10H1/08—Circuits for establishing the harmonic content of tones, or other arrangements for changing the tone colour by combining tones
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S84/00—Music
- Y10S84/08—Keyed oscillators
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S84/00—Music
- Y10S84/09—Filtering
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S84/00—Music
- Y10S84/10—Feedback
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S84/00—Music
- Y10S84/19—Light sensitive resistor
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Electrophonic Musical Instruments (AREA)
Description
C-1262 14. Dezember 1976
üS-Ser.No. 641,716 9977-76 Dr.ν.Β/Ε
Filed: Dezember 17, 1975
Richard H. PETERSON Palos Park, Illinois/USA
Schaltungsanordnung zinn Nachahmen der Klangcharakteristik von Zungen-Orgelpfeifen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Im Laufe der letzten Jahrhunderte sind windbetätigte Orgelpfeifen zur Erzeugung der verschiedensten musikalischen
Klänge entwickelt worden. Es ist bei Pfeifenorgeln üblich, für jedes Register der Orgel eine eigene Pfeifenreihe oder
einen eigenen Chor von Pfeifen vorzusehen. Es kann also beispielsweise eine Reihe \ron einundsechsig Prinzipal-Pfeifen
(eine für jede Note) vorgesehen sein, ferner ein Flötenregister mit einundsechzig Pfeifen, ein Trompetenregister mit einundsechzig
Pfeifen usw. Man kann die verschiedenen Pfeifenreihen oder Register auch dadurch unterscheiden, ob sie aus
Labialpfeifen oder Lingualpfeifen (Lippen- oder Zungenpfeifen) bestehen. In jeder Gruppe gibt es praktisch zahllose Variationen,
die Labialpfeifen sind jedoch alle im wesentlichen Pfeifen im eigentlichen Sinne, und die Unterschiede in der
709825/0789
Klangfarbe zwischen den einzelnen Lingualregistern hängt im wesentlichen davon ab, welche relativen Dimensionen die Pfeifen
für die verschiedenen Noten haben, aus welchem Material die Pfeifen bestehen, ob die Pfeifen offen oder gedackt sind
usw.
Bei den Lingual- oder Zungenpfeifen erfolgt die Klangerzeugung auf eine grundsätzlich andere Weise als bei den Labialpfeifen,
da bei ihnen ein schwingendes, gewöhnlich aus Messing oder Bronze bestehendes Metallblättchen, die "Zunge"
die primäre Klangquelle darstellt, welche zusammen mit einem Resonator, dem Körper oder Becher, die Klangcharakteristik
des Tones bestimmt.
In der langen Entwicklungsgeschichte der Kirchen- und Konzertorgeln ist es gelungen, mit Zungenpfeifen viele Orchesterstimmen
sehr weitgehend nachzuahmen. Da jedoch die natürliche Klangcharakteristik einer Zungen wegen ihrer mechanischen
Konstruktion und Arbeitsweise nicht mit der der Orchesterinstrumente übereinstimmt, die nachgemacht werden sollen,
war es nicht möglich, Orchesterstimmen mit Zungenstimmen exakt nachzuahmen. Die Zungenstimmen einer Orgel haben trotzdem
jedoch eine gewisse Eigenart und einen gewissen Reiz, der wiederum nicht durch Orchesterinstrumente nachgeahmt werden
kann, und es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Schaltungsanordnung bzw. eine elektronische Orgel anzugeben,
mit der die unverwechselbaren Klangeigenschaften von Zungenpfeifen
einer Orgel nachgeahmt werden können.
Die Zungenpfeife einer Orgel besteht im wesentlichen aus einem Röhrchen, der "Kehle", in deren eine Seite eine
öffnung, die "Rinne", eingeschnitten ist, gegen die eine lamellenartige
Metallzunge durch einen fehlenden Stimmdraht,
70982.S/07I9
die Stimmkrücke, gedrückt wird. Die Zunge mit der Kehle und Rinne sind in einer Vorkammer, dem Stiefel, angeordnet, welche
unten eine öffnung hat, die mit einer Windlade in Verbindung steht, aus der Wind in die Pfeife gelangt, wenn das entsprechende
Tastenventil geöffnet wird. Mit dem Stiefel ist ein Resonator, der Becher, gekoppelt. Der Becher kann in Abhängigkeit
von der jeweiligen Orgelstimme die verschiedensten Formen annehmen, z.B, kann ein sich erweiternder Becher mit
offenem Ende für eine Choralzungenstimme,wie die Orgeltrompete, vorgesehen sein, ein Becher in Form eines teilweise geschlossenen,
sich erweiternden Rohres für eine Oboenstimme, ein schwach konisches Rohr mit einem Schlitz in dem dem Stiefel
abgewandten Ende zur Nachahmung einer Orchesteroboe, oder gedeckte Becher verschiedenster Formen und Größen zum Erzeugen
anderer Klangeffekte. Die Becher sind gewöhnlich so bemessen, daß sie etwa einer halben Wellenlänge des Tones der zu erzeugenden
Note entsprechen, viele interessante Klangqualitäten werden jedoch durch Pfeifen mit kurzen Bechern erzeugt, wie
es beispielsweise bei der Kinura-Stimme (kleine Zungenpfeifen mit näselndem oder harfenartigem Klang) und der Vox Humana
der Fall ist.
Bei der Klangerzeugung schwingt die Zunge gegen die öffnung
oder Rinne der Kehle, wobei die Zunge derart an der Kehle angeordnet ist, daß sie im wesentlichen auf der öffnung abrollt
und diese dadurch allmählich öffnet und schließt. Die Abmessung und Form der Zunge und ihrer Krümmung bezüglich der
Größe und Form der Rinne bestimmen die Form der Luftimpulse, die den Resonator anregen, was wiederum die Klangqualität beeinflußt.
Die Klangqualität wird außerdem durch das Verhältnis zwischen Zunge und Resonator bestimmt. Wenn der Resonator
scharf oder weniger Scharf bzw. flach auf die Zunge abgestimmt ist, ergibt sich entweder ein dumpferer oder klarerer Klang.
709825/0789
-κ-
Durch geeignete Wahl von Form, Konfiguration und Größe des Resonators, der für eine spezielle Zunge verwendet wird, kann
man die Klangqualität einer vorgegebenen Pfeife in einem weiten Bereich verändern und Zungenpfeifen bauen, mit denen bestimmte
Orchesterstimmen sehr gut nachgeahmt werden können. Es sei hier jedoch nochmals darauf hingewiesen, daß das Ziel
der Erfindung nicht darin besteht, Orchesterstimmen nachzuahmen, sondern vielmehr mittels einer elektronischen Schaltungsanordnung
die spezifischen Eigenschaften von Zungenpfeifen und damit die Stimmen einer echten Pfeifenorgel nachzuahmen.
Bei einer elektronischen Orgel, mit der eine Pfeifenorgel nachgeahmt und klassische Orgelliteratur einwandfrei
interpretiert werden kann, müssen sowohl Labialpfeifen als auch Lingualpfeifen nachgeahmt werden können. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen
ist es oft wesentlich, daß beide Arten von Klängen mittels eines gemeinsamen Tonerzeugungssystems nach geahmt
werden können. Die bekannten elektronischen Musikinstrumente, mit denen versucht wurde, dies zu erreichen, sind jedoch
nicht völlig zufriedenstellend, da der gemeinsame Ursprung der Klänge zu offensichtlich ist. Ein weiteres wichtiges Ziel
der Erfindung besteht daher darin, eine Schaltungsanordnung anzugeben, mit der sowohl Labial- als auch Lingualstimmen so
nachgeahmt werden können, daß die Lingualstimmen eine Klangcharakteristik und Oberwellenstruktur haben, die so verschieden
von denen der Labialstimmen ist, daß der gemeinsame Ursprung der verschiedenen Stimmen praktisch nicht wahrgenommen
werden kann.
Es ist selbstverständlich bekannt, daß die Klangfarben der mittels einer elektronischen Orgel erzeugten Klänge gewöhnlich
dadurch erreicht werden, daß man ein Tonfrequenzsignal
einer bestimmten Schwingungsform erzeugt, das bei Wiedergabe durch einen Lautsprecher den gewünschten Klang ergibt.
So geht man z.B. bei dem bekannten Formantverfahren von einer
Impulsschwingung aus, z.B. einem Rechteck- oder Sägezahnimpulszug,
und verwendet verschiedene Filter zum Dämpfen oder Anheben gewünschter Oberwellen, um ein Tonfrequenzsignal der gewünschten
Schwingungsform zu erzeugen. Aus der US-PS 3 316 ist es ferner bekannt, ein dynamisches Filter zu verwenden,
und zwar ein abgestimmtes Resonanzfilter, das bestimmte Frequenzen im TonfrequenzSpektrum sowohl oberhalb als auch unterhalb
der Eigenfrequenz des Filters anhebt und andere absenkt, um in die Klangcharakteristik eines elektrischen Musikinstruments
dynamische Variationen unter Steuerung durch den Spieler einzuführen. Ein solches bekanntes Filter eignet sich zwar
ausgezeichnet zur Erzielung der angestrebten Effekte, es eignet sich jedoch nicht zumKopieren oder Nachahmen der speziellen
Klangeigenschaften der Zungenpfeifen einer Orgel.
Die Aufgabe, eine elektronische Schaltung anzugeben, die ein naturgetreues Nachahmen von Zungenstimmen einer Orgel,
also des Rohr- oder Schnarrwerkes ermöglicht, wird gemäß der Erfindung durch eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung wird die Klangcharakteristik von Zungenpfeifen also dadurch nachgeahmt,
daß man eine Folge elekcrischer Impulse, die die beim Schwingen der Zunge gegen die Kehle einer Orgelpfeife auftretenden
Luftimpulse nachbilden und vorzugsweise schmal im Vergleich zur Wiederholungsfrequenz der Impulse sind, also ein kleines
Tastverhältnis aufweisen, einem Tiefpaßfilter zugeführt werden, das einen sehr scharfen Kennlinienknick und einen sehr
raschen Abfall, insbesondere in der Größenordnung von 24 dB oder mehr pro Oktave oberhalb der Grenzfrequenz aufweist, wobei
angestrebt wird, daß mit zunehmender Frequenz der Oberwellen des Impulssignals die Amplitude des Ausgangssignals
des Filters bis zur Grenzfrequenz im wesentlichen konstant
bleibt und praktisch sofort anschließend für Frequenzen oberhalb der Grenzfrequenz absinkt. Wenn die Impulse kurz im Vergleich
zur Periodendauer des Impulszuges sind, enthalten sie
große Mengen der Oberwellen bis zur dreißigsten oder fünfzigsten oder sogar bis zur hundertsten, je nachdem wie beit die
Impulse sind, und die niedrigeren Oberwellen haben ungefähr die gleiche Amplitude wie die Grundwelle und fallen in der Amplitude
mit zunehmender Ordnungszahl nur allmählich ab. Es wurde gefunden, daß bei Verwendung eines Filters mit diesen
Eigenschaften, das eine Grenzfrequenz im Bereich von etwa 2000 bis 8000 Hz hat, das resultierende Ausgangssignal einen
Klang erzeugt, der dem einer Zungenstimme überraschend ähnlich ist und zwar vielmehr als es mit allen anderen bisher in elektronischen
Orgeln bekannten Schaltungen erreicht werden konnte.
Um die Tonhöhenänderung nachzubilden, die bei einer Zungenpfeife auftritt, wenn die Zunge teilweise offen ist und
sich schließt, insbesondere wenn sie sich gerade öffnet, werden Maßnahmen getroffen, um die Grenzfrequenz des Filters automatisch
zu verstellen und zwar von seiner niedrigsten Grenzfrequenz, die das Filter hat, wenn keine Taste der Orgel gespielt
ist, bis zu einer höheren Grenzfrequenz, wenn eine Taste gespielt wird. Bei der höheren Grenzfrequenz läßt das Filter
einige Oberwellen mehr durch und ihre Anzahl ist so gewählt, daß sich die Charakteristik einer bestimmten Zungenstimme ergibt.
Im folgenden werden die der Erfindung zugrundeliegenden Prinzipien und Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert, dabei werden auch noch weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung zur Sprache
kommen.
709-825/0769
■4f-
Es zeigen:
Fig. 1 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung einer typischen Zungen-Orgelpfeife;
Fig. la und Ib Vorderansichten der Kehle von Zungenpfeifen
mit unterschiedlichen öffnungen oder Rinnen;
Fig. 2a bis 2f perspektivische Ansichten von sechs verschiedenen Orgelpfeifen, aus denen die Konstruktion der Resonatoren
oder Becher ersichtlich ist, die für verschiedene Orgelstimmen
verwendet werden;
Fig. 3 eine graphische Darstellung von Luftströmungsimpulsen, wie sie in einer Zungenorgelpfeife (Lingualpfeife)
entstehen;
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer elektronischen Orgel gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 ein genaueres Schaltbild der elektronischen Orgel gemäß Fig. 4;
Fig. 6 eine graphische Darstellung der Filterkennlinien von scharf abschneidenden Tiefpaßfiltern, wie sie bei Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung Verwendung finden können und
Fig. 7 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispieles eines spannungsgesteuerten, scharf abschneidenden Filters zum Erzeugen
von Signalen zur Nachbildung des Klanges von Lingualpfeifen einer Orgel.
70 9 8 7 i ?07 &S
2657Q3S
Da es Ziel der Erfindung ist, die Klangcharakteristik der Lingualpfeifen einer Orgel elektronisch nachzubilden, dürf
te es für das Verständnis der an eine dieses leistende elektronische Schaltungsanordnung zu stellenden Anforderungen nütz
lich sein zu wissen, wie die Klänge verschiedener Klangeigenschaften bei einer Zungen- oder Lingualpfeife einer Orgel erzeugt
werden.
In Fig. 1 ist eine typische Zungenorgelpfeife auseinandergezogen perspektivisch dargestellt. Sie besteht aus einem
zylindrischen Kopf 10, in dessen unteres Ende eine Zungenröhre 12 oder Kehle eingepaßt ist, in deren eine Seite eine öffnung
12a (Rinne) eingeschnitten ist. An der Kehle 12 ist ein längliches Metallblättchen, die Zunge 14, mit ihrem oberen Ende
durch einen Keil 16 befestigt. Die Zunge 14 wird durch eine federnde Stimmkrücke 18 an die Kehle gedrückt. Zur Abstimmung
der Zunge wird die Stimmkrücke längs der Zunge nach oben oder unten verschoben, um die Länge des freien Endes der Zunge zu
verstellen. Die Kehle mit der daran angebrachten Zunge ist in einem Stiefel 20 angeordnet, der unten eine öffnung 20a hat.
Der Stiefel ist in eine nicht dargestellte Windlade der Orgel eingesetzt, von der aus Wind im wesentlichen gleichbleibenden
Druckes in die Pfeife eintritt, wenn ein zugehöriges Ventil geöffnet w.rd. In das obere Ende des Kopfes ist ein Resonator
oder Becher 22 eingesetzt, womit die Zungenpfeife fertig ist. Die öffnung in der Kehle kann die verschiedensten Formen und
Größen haben, je nach der Stimme, die die betreffende Zungenpfeife erzeugen soll. Fig. la zeigt die Vorderseite einer
"offenen" Kehle, bei der die öffnung im wesentlichen rechteckig
ist und sich über die volle Länge des Röhrchens 12 erstreckt, während Fig. Ib die Vorderseite einer Form von "geschlossener"
Kehle zeigt, bei der die öffnung 12a oberhalb der Basis beginnt und am Fuß der Kehle 12 eine Tasche bildet.
709826/076*
Wenn im Betrieb Wind im wesentlichen konstanten Druckes durch die öffnung am unteren Ende des Stiefels einströmt,
schwingt die Zunge 14 gegen die öffnung 12a der Kehle. Da die Zunge im allgemeinen gekrümmt ist, rollt sie im wesentlichen
über die öffnung, während sie diese öffnet und schließt. Die Form der Luftimpulse, die durch das öffnen und Schließen dieses
"Ventils" entstehen und den als Resonator dienenden Becher 22 anregen, wird durch die Größe und Form der Metallzunge
14, ihrer Krümmung sowie der Größe und Form der öffnung in der Kehle bestimmt. Die Form des Impulses beim öffnen und Schließen
der Kehle in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt die Klangqualität der Zunge. Die Klangqualität der Pfeife wird ferner
durch das Verhältnis von Zunge zu Becher 22 bestimmt. Es gibt die verschiedensten Formen und/oder Größen von Bechern und in
dem man den Resonator, der durch den Becher gebildet wird, scharf oder flach auf die Frequenz der Zunge abstimmt, läßt
sich ein mehr gedämpfter oder klarer Ton erzeugen.
In den Figuren 2a bis 2f sind sechs verschiedene Arten von Resonatoren oder Bechern für verschiedene Orgelstimmen
dargestellt. Der relativ lange und sich erweiternde Becher 24 in Fig. 2a ist am der Zunge abgewandten Ende offen und dient
für ein Chorlabialregister, wie die Orgeltrompete. Der Resonator 26 in Fig. 2b hat einen längeren und sich nur geringfügig
erweiternden Teil 26 und einen kürzeren, trichterartigen Teil 26b, dessen Ende durch eine Kappe 26c teilweise geschlossen
ist. Ein Becher dieser Art wird für die Orgel-Oboenstimme verwendet. Der sich nur geringfügig erweiternde Becher 28, der
in Fig. 2c dargestellt ist, hat in der Nähe seines offenen Endes einen Schlitz 28a in seiner Wand und dient zur Nachahmung
der Orchester- Oboe. Fig. 2c zeigt eine Labialpfeife mit einem gedackten Resonator 30, der infolge seiner zylindrischen
Form in erster Linie ungeradzahlige Oberwellen liefert und daher die Klangcharakteristik einer Klarinette nachzuah-
7O9Ö25/O7S0
-Ϊ€Γ-
men gestattet. Fig. 2e zeigt die generelle Form eines Regalbechers
32 (Kinura-Resonator), der viel kürzer ist als die vorher beschriebenen Becher und insbesondere näselnde sowie
harfenartige Töne hervorzubringen gestattet. Fig. 2f zeigt schließlich einen Becher 34 für die "Vox Humana", der eine
drehbare Kappe 34a hat, mit der die Größe eines Loches 34b in der Wand des Bechers verstellt werden kann, um den Charakter
des entstehenden Klanges zu beeinflussen. Die Becher sind ungefähr so groß wie eine halbe Wellenlänge des Tones der zu
erzeugenden Note, viele interessante Klangeigenschaften werden jedoch mit Pfeifen erzeugt, die verkürzte Resonatoren
oder Becher haben, wie z.B, die Pfeifen gemäß Fig. 2e und 2f.
Während die Zunge gegen die Kehle schlägt, treten Luftströmungsimpulse
in die Basis des Bechers ein, welche viele Oberwellen im wesentlichen gleicher Energie oder Amplitude
enthalten können. Der Resonator oder Becher bewirkt eine Bevorzugung mancher Oberwellen und Dämpfung anderer Oberwellen,
was von der Form, Größe und Art des Bechers abhängt, wobei ein Klang mit Eigenschaften entsteht, die für die spezielle
Kombination von abgestimmter Zunge und Resonator spezifisch
sind. Wenn die Breite der Impulse klein im Vergleich zu ihrem Abstand ist (was häufig der Fall ist), enthält der in den Resonator
eintretende Impuls alle Oberwellen hinauf bis vielleicht zu einhundertsten. Je schmäler der Impuls ist, umso
größer ist der Prozentsatz der Energie in den höheren Oberwellen und umso gleichmäßiger sind die Amplituden der unteren
Teiltöne. Bei einem genügend schmalen Impuls haben die zweite, dritte und vierte Oberschwingung praktisch die gleiche Amplitude
wie die Grundschwingung und die Amplituden der anderen OberSchwingungen sind beträchtlich und fallen bei den höheren
Oberschwingungen nur langsam ab. Aus Gründen, die noch nicht in allen Einzelheiten geklärt sind, ist es für die Lingualpfeifen
einer Orgel typisch, daß oberhalb eines kritischen
709825/0789
-Vt-
Punktes die höheren Oberschwingungen scharf abgeschnitten zu
sein scheinen, was anscheinend den für solche Pfeifen typischen schnarrenden oder Zungenklang ergibt.
Die vorliegende Erfindung beruht auf den oben dargelegten Erkenntnissen der Physik der Labialpfeifen und der Erkenntnis,
daß elektrische Schaltungsanordnungen gebaut werden können, die Klangsignale mit Eigenschaften zu erzeugen gestatten,
denen analog sind, welche von einer akustischen Zungenorgelpfeife erzeugt werden. Es wurde gefunden, daß wenn ein
Zug von elektrisch erzeugten Impulsen, deren Breite vorzugsweise klein im Vergleich zu ihrer Periode ist, einem Tiefpaßfilter
mit einem sehr scharfen Kennlinienabfall (oder Dämpfungsanstieg ), in der Größenordnung von mindestens 24 dB pro Oktave,
zugeführt werden, am Ausgang des Filters ein Klangsignal zur Verfügung steht, das im Gleichgewichtszustand einen
überraschend zungenpfexfenartigen Klang ergibt. Vermutlich entsteht dieser zungenpfeifenartige Klang deshalb, da alle in
den zugeführten Impulsen enthaltenen Oberschwingungen bis zu den OberSchwingungen, die der Grenzfrequenz des Filters entsprechen,
im Ausgangssignal des Filters vorhanden sind, während die Oberschwingungen oberhalb der Grenzfrequenz scharf und
stark gedämpft sind. Indem man die Grenzfrequenz ändert und dadurch gestattet, daß mehr oder weniger der im Eingangsimpuls
enthaltenen Oberschwingungen am Ausgang des Filters erscheinen, lassen sich Zungenstimmen verschiedener Klangqualitäten erhalten.
Die Änderung der Tonhöhe, die bei einer Zungenpfeife auftritt, wenn die Zunge sich zu öffnen beginnt und die wesentlich
zum einzigartigen Klang der Zungenpfeifen beiträgt, wird dadurch nachgebildet, daß die Grenzfrequenz des Filters in
Abhängigkeit von der Zeit automatisch von der niedrigsten Grenzfrequenz auf eine höhere Grenzfrequenz geändert wird, die
die gewünshte Zungenstimme ergibt.
709825/0789
Fig. 4 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der Erfindung in Form einer elektronischen
Orgel, welche einen Signalgenerator 40 mit einer Ausgangsklemme 42, an der Impulssignale von verschiedenen Quellen in dem
Augenblick auftreten, wo sie vom Spieler durch Tasten 44 gewählt werden, welche die Tasten einer Orgel oder eines Manuals
einer mehrmanualigen Orgel repräsentieren, enthält. Die Ausgangssignale werden zwei Gruppen paralleler Signalkanäle
zugeführt, nämlich einer "Labial"-Gruppe und einer "Zungen"-Gruppe.
Die Labialgruppe kann aus einem oder mehreren Kanälen bestehen, von denen drei, nämlich ein Kanal mit einem Prinzipal-Filter
43, ein Kanal mit einem Streicher-Filter 45 und ein Kanal mit einem Flöten-Filter 46 beispielsweise dargestellt
sind. Das Filter 43 ist ein konventionelles RC-Tiefpaßfilter,
welches einen allmählichen Abfall, der bei höheren Frequenzen
dB pro Oktave erreicht, hat und von Natur aus einen sehr allmählichen,
weichen Knick an der Grenzfrequenz aufweist. Die Signale vom Ausgang dieses Filters werden über einen Registerschalter
47 einem Verstärker 48 zugeführt, an dessen Ausgang ein Lautsprecher 49 angeschlossen ist. Das Streicher-"Filter"
45 besteht lediglich aus einem Widerstand, durch den die Impulse von der Klemme 42 über einen Registe_-schalter 50 dam Verstärker
48 zugeführt werden können. Das Filter 46 ist ein dreistufiges Tiefpaßfilter, dessen Kennlinie wie die des Diapason-Filters
einen abgerundeten Knick hat. Die maximale Dämpfung dieses Filters bei höheren Frequenzen ist 18 dB pro Oktave.
Die Flötenklänge darstellenden Signale werden über einen Flötenregister-Schalter 51 dem Verstärker 48 zjjeführt. Die
oben erwähnten Filter sind alle konventionell und liefern recht ordentliche Nachbildungen der gewünschten Orgelpfeifenklänge.
709825/07S9
2657Ü39
-L3-
Die Zungen-Gruppe kann ebenfalls einen oder mehrere Kanäle enthalten, von denen zwei beispielsweise dargestellt sind,
und zwar ein Kanal mit einem ersten spannungsgesteuerten und scharf abschneidenden Filter 52 und ein Kanal mit einem zweiten
spannungsgesteuerten und scharf abschneidenden Filter 53. Wie noch genauer erläutert werden wird, erzeugt das Filter, wenn
es eingestellt ist, Waldhorn-Klänge, während das zweite spannungsgesteuerte
und scharf abschneidende Filter 53 so eingestellt ist, daß es Klänge entsprechend dem Fagottregister
einer Orgel erzeugt. Zur Wahl des gewünschten Registers dienen Registerschalter 54 und 55, die das Filter 52 bzw. 53 mit dem
Eingang des Verstärkers 48 verbinden.
In Fig. 5 sind einige Teile der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 4 genauer dargestellt.Der Signalgenerator 40 enthält
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Reihe von Oszillatoren
oder andersartigen Klangsignalgeneratoren 60, 62,64, 66, 68 usw., die nur für einige der erforderlichen Noten dargestellt
sind, ferner eine Reihe von Tastenschaltern 44a bis 44e, die mittels der Tasten 40 (Fig. 4) zur Wahl der Noten
bzw. Klanghöhe der Signale dienen, die den scharf abschneidenden Filtern 52 und 53 zugeführt sind. Wenn also der oberste
Schalter 44a geschlossen ist, wird Eingangsklemmen 52a und 53a der Filter 52 bzw. 53 ein Impulszug mit einer Wiederholung
sfrequenz entsprechend der Note C zugeführt. Wie bereits erwähnt, haben diese Filter eine Kennlinie mit sehr scharfem
oder steilem Abfall und, ihre Grenzfrequenz ist gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung durch Steuerspannungen veränderbar,
die Klemmen 52b bzw. 53b zugeführt werden. Wenn die Steuerspannung an der Steuerklemme so gewählt ist, daß sich für
das betreffende Filter eine Grenzfrequenz von etwa 2,0 kHz ergibt, klingt das Ausgangssignal des Filters bei Wiedergabe
durch den Lautsprecher 49 sehr ähnlich wie die Orgelstimme "Waldhorn", welche ein sehr weiches Zungenpfeifenregxster
70982B/0789
-Ur-
ähnlich dem Orchester-Französischhorn ist. Wenn nun die Große
der Steuerspannung so geändert wird, daß die Grenzfrequenz des Filters auf etwa 2,8 kHz ansteigt, werden mehr Oberwellen
des angelegten Signales vom Filter übertragen und das resultierende Ausgangssignal erzeugt Klänge mit der Klangcharakteristik
eines Fagotts. Wenn die Grenzfrequenz weiter erhöht wird, selbst nur um geringe Beträge, entstehen Klänge mit
auffallend anderer Klangcharakteristik, da zusätzliche Oberwellen höherer Ordnung das Filter durchlaufen können. Die
Oberwellen, die wegen der Erhöhung der Grenzfrequenz des Filters von diesem zusätzlich übertragen werden, ergeben eine vollständig
andere Charakteristik des resultierenden Klanges, was seine Ursache in dem scharfen Abschneiden des Filters hat.
Wenn das Filter auf eine Grenzfrequenz von etwa 5,0 kHz eingestellt
ist, klingen die Klänge ähnlich wie die Posthorn-Stimme einer Orgel.
Die Filter 52 und 53 haben im Idealfall eine Kennlinie, wie sie in dem Diagramm gemäß Fig. β dargestellt ist, sie ist
im wesentlichen eben bis zur Grenzfrequenz, hat dann einen scharfen Knick 72 bei der Grenzfrequenz und eine für Frequenzen
oberhalb der Grenzfrequenz rasch zunehmende Dämpfung von z.B. 24 bis 30 oder dB pro Oktave. Wenn das Filter auf eine
Grenzfrequenz von 2 kHz eingestellt ist, was der ausgezogen gezeichneten Kennlinie entspricht, wird vom Filter nur sehr
wenig Oberwellenenergie des Signals mit Frequenzen über 2 kHz übertragen. Wenn jedoch die Grenzfrequenz so eingestellt ist,
daß der Knick der Filterkennlinie sich bei 72', nämlich bei
2,8 kHz, befindet, überträgt das Filter wesentlich mehr Energie der Oberwellen, die in den ihm zugeführten Impulsen enthalten
sind. Relativ geringfügige Änderungen der Grenzfrequenz ändern die Klangfarbe des resultierenden Klangsignals in einem
merklichen Ausmaß, von sehr weichen Zungenpfeifenklängen bis zu sehr hellen klaren Zungenpfeifenklängen, beginnend mit dem
70982S/0789
Waldhorn bei einer Grenzfrequenz von etwa 2 kHz über die Tuba, das Fagott bei der Grenzfreguenz von 2,8 kHz, der Trompete bei
einer Grenzfrequenz von etwa 3,5 kHz bis zum Posthorn bei einer Grenzfrequenz von etwa 5 kHz. Es hat sich herausgestellt, daß
praktisch jede Zungenpfeife durch eine geeignete Einstellung der Grenzfrequenz nachgeahmt werden kann, wobei sich der Frequenzbereich
von etwa 2 kHz bis ungefähr 8 kHz als geeigneter Einstellbereich für die Grenzfrequenzen ergeben hat.
Während die gewünschte Klangqualität des eingeschwungenen Signals durch Einstellung der Grenzfrequenz des scharf abschneidenden
Filters erreicht wird, ist es zusätzlich noch wünschenswert, die Änderung der Klangcharakteristik während
der Einschwingperiode nachzubilden, um die typische Klangfarbe einer Zungenpfeife noch besser zu imitieren. Die Schwingungsfrequenz der Zunge einer Zungen- Orgelpfeife ist sehr empfindlich
gegen Änderungen des Druckes des den Pfeifen zugeführten Windes und aus diesem Grunde wird der Luftdruck in einer Pfeifenorgel
sorgfältig konstant gehalten, um die Stimmung der Pfeifen nicht zu verändern. Zu Beginn und am Ende eines Luftimpulses,
wenn das Ventil noch nicht ganz offen oder noch nicht ganz wieder geschlossen ist, vor allen wenn es sich gerade
öffnet, steigt der Luftdruck in der Pfeife notwendigerweise von einem Wert aus an, der niedriger ist als der Wert
des Luftdruckes bei vollständig geöffnetem Ventil, bzw. sinkt der Luftdruck entsprechend ab. Es ist einleuchtenderweise eine
gewisse, von Null verschiedene Zeitspanne erforderlich, um
das Ventil vom geschlossenen in den geöffneten Zustand umzuschalten (und umgekehrt), und während dieser Übergangsperiode
ändert sich die Schwingungsfrequenz der Zunge, so daß sie ein bißchen verstimmt ist und diese Klanghöhenänderung stellt
ihrerseits einen wesentlichen Teil der Charakteristik eines Zungenpfeifentones dar und enthält mehr der im Klang enthaltenen
psychologischen Information, eben das was den Unter-
709825/0789
schied zwischen einem Zungenpfeifenklang und einem Orchesterinstrumen
tenklang ausmacht, als Stimmungs- und Klanghöhenänderungen bei den meisten anderen Musikinstrumenten. Es ist
typisch für die Zungenpfeife, daß ihr Klang sehr weich beginnt und schnell hell wird, so daß die Anzahl der im Augenblick
des Einsatzes vorhandenen Oberwellen bedeutend mehr begrenzt ist als die der nach der Entwicklung des Tones vorhandenen
Oberwellen. Um diesen Effekt bei dem vorliegenden Musikinstrument zu erreichen, wird die Grenzfrequenz des scharf abschneidenden
Filters solange keine Tasten des Tongenerators gedrückt sind, auf die niedrigste Grenzfrequenz eingestellt, die für
die Erzeugung von zungenpfexfenartigen Klängen geeignet ist und gewöhnlich in der Größenordnung von 0,5 bis 2,0 kHz liegen
wird, sie kann jedoch auch noch niedriger gewählt werden. Bei Betätigung einer Taste wird dem Filter eine Spannung zugeführt,
die die Grenzfrequenz mit einem bestimmten zeitlichen Verlauf auf die Grenzfrequenz der gerade nachzuahmenden Zungenpfeifenstimme
erhöht.
Bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 5 ist eine Klemme jedes Tastenschalters 44a, 44b... mit einer durch ein Batteriesymbol
dargestellten Gleichspannungsquelle 74 verbunden und die andere Klemme der jeweiligen Schalter ist an den zugehörigen
Generator für die Noten C, C#, D, D#, E usw. angeschlossen.
Die mit den Tongeneratoren verbundenen Schalterkontakte sind ferner jeweils über eine entsprechende Diode
78a, 78b...78e mit einer gemeinsamen Leitung 76 verbunden, so daß die Spannung von der Gleichspannungsquelle 74 bei Betätigung
einer beliebigen Taste zur Leitung 76 gelangt. Bei Betätigung einer der Tastenschalter wird also ein Signal der
entsprechenden Note erzeugt, das den Eingangsklemmen der scharf abschneidenden Filter zugeführt wird, und ferner wird
die Gleichspannung an die Leitung 76 gelegt. Die Leitung 76
709025/0789
-vr-
ist mit zwei Zeitkonstantenschaltungen 80 und 82 verbunden, von denen die erste Zeitkonstantenschaltung 80 aus einem Reihenwiderstand
80a, einem Parallelwiderstand 80b, einem Parallelkondensator 80c und einer dem Widerstand 80a parallelgeschalteten
Diode 80d besteht, wobei der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 80a und dem Kondensator 80c mit der Steuerklemme
52b des Filters 52 verbunden ist. Wenn also einer der Tastenschalter 44 geschlossen wird, gelangt eine Steuerspannung zur
Klemme 52d des Filters 52, welche sich entsprechend der Zeitkonstante der RC-Schaltung 80 aufbaut. Während die Grenzfrequenz
von ihrem niedrigen Anfangswert auf den gewünschten höheren Endwert verschoben wird, entwickelt der Klang eine Charakteristik,
die der einer Zungenpfeife überraschend ähnlich ist und den für eine Zungenpfeife typischen Einsatzklang aufweist.
Dieser Effekt ist sehr auffallend und ein Klang entsprechend dem Ausgangssignal des Filters ohne dynamische Verschiebung
der Grenzfrequenz des Filters ist vom entsprechenden Klang mit der Verschiebung völlig verschieden. Gewünschtenfalls kann der
Widerstand 80a so einjustiert werden, daß er die höchste Grenzfrequenz bestimmt, die erreicht wird, wenn sich der Kondensator
80c voll aufgeladen hat, wobei die Kapazität des Kondensators 80c so gewählt wird, daß die Zeitkonstante der Frequenzänderung
des Filters der zu erzeugenden Klangqualitätsänderung entspricht. Die zweite Zeitkonstantenschaltung 82 besteht
in entsprechender Weise aus Widerständen 82a und 82b, einem Kondensator 82c sowie einer Diode 82d und ist zwischen die
Leitung 76 und die Steuerklemme 53b des zweiten spannungsgesteuerten und scharf abschneidenden Filters 53 geschaltet.
Wenn die Zeitkonstante dieser Schaltung anders als die der Zeitkonstanten 80 für das Filter 52 eingestellt ist, können
die Einschwing- und Ausklingcharakteristika der beiden Zungenpfeifenregister ganz verschieden gemacht werden. Die Labialregister
haben also eine andere Klangfarbe als die beiden Zungenregister und diese beiden sind wiederum voneinander
verschieden.
70982S/0783
-w-•«.3.
Es würde zwar gewisse Vorteile mit sich bringen, für jede Note ein eigenes scharf abschneidendes Filter vorzusehen,
dies wäre jedoch offensichtlich sehr aufwendig und für Orgeln niedriger und mittlerer Preislage nicht tragbar. Ein
wichtiges Merkmal und ein wichtiger Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß ein einziges scharf abschneidendes
Filter für alle Noten für die meisten Zwecke bemerkenswert zufriedenstellende Resultate liefert.
Die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 5 ist selbstverständlich stark vereinfacht und in der Praxis wurden die Tongeneratoren
60 bis 68 (sowie die übrigen, die nicht dargestellt sind) Hüllkurvenschaltungen, gewöhnlich RC-Schaltungen, enthalten
oder steuern, die bewirken, daß die Lautstärke bzw. Amplitude der Impulse entsprechend einer gewissen Zeitfunktion
ansteigt; wenn solche Schaltungen nicht vorgesehen sind, würden die Klänge mit einem recht unmusikalischen KLickgeräusch
momentan einsetzen und enden. Der Fachmann weiß, daß Oszillatoren oder Torschaltungen, die durch eine Gleichspannung gesteuert
werden, normalerweise Zeitkonstantenkreise enthält, die die Klänge genügend weich einsetzen und abklingen lassen.
Wenn der Tongenerator schmale Ausgangsimpulse erzeugt, bedeutet dies natürlich, daß sich die Impulsamplitude während
der Ankling- und Auskling-Periode ändert und erwartungsgemäß
einen Einfluß auf das am Ausgang des scharf abschneidenden
Filters erscheinenden Signales haben wird. Trotzdem die Amplitude geändert wird, ändert sich jedoch die Oberwellenstuktur
der Impulse nicht und sie haben die gleiche Schwingungsform wie die Impulse, die am Ausgang des Tongenerators
auftreten, nachdem der Ton seinen vollen, eingeschwungenen Wert hat. Wie oben erwähnt, bestimmt das scharf
abschneidende Filter die Oberwel lens tinktur des vom Filter übertragenen Signals und die Gleichspannungssteuerung der
709B2B/0789
einzelnen Tongeneratoren wird mit Vorteil für die Einstellung des Einschwing- oder Einsatzverhaltens des vom Filter abgegebenen
Signals nutzbar gemacht.
Fig. 7 zeigt ein Schaltbild eines spannungsgesteuerten , scharf abschneidenden Tiefpaßfilters für die Verwendung in
der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 5. Dieses Filter gewährleistet einen sehr steilen Abfall des Übertragungsmaßes für
Frequenzen oberhalb der Grenzfreguenz und zwar in Abfall von etwa 24 dB pro Oktave. Das einer Eingangsklemme 48 zugeführte
Klangsignal wird über einen Kondensator 90 einer konventionellen Emitterverstärkerschaltung zugeführt, welche einen
Transistor 92 enthält, dessen Emitter über einen Widerstand 94 mit Masse, dessen Kollektor über einen Widerstand 96 mit
einer Klemme 98, der eine Betriebsspannung von typischerweise +2OV liegt, und dessen Basis über Widerstände 100 und 102 mit
Masse bzw. der Klemme 98 verbunden ist. Die Emitterverstärkerschaltung dient zur Anpassung der Impedanz der Signalquelle
an die relativ niedrige Impedanz am Eingang des Filters. Das Filter selbst enthält Transistoren 104 und 106,
die eine Darlington-Schaltung bilden, mit den Kollektorelektroden an eine Klemme 108 für eine positive Betriebsspannung,
typischerweise +20V, angeschlossen sind und ebenfalls als Emitterverstärker arbeiten. Der Arbeitswiderstand des die
Darlington-Schaltung enthaltenden EmitterVerstärkers besteht
aus zwei in Reihe geschalteten Widerständen 110 und 112, wobei der Widerstandswert des Widerstandes 112 etwa neunmal
größer ist als der des Widerstands 110. Zwischen den Emitter des Transistors 92 und die Basiselektrode des Transistors
104 sind zwei in Reihe geschaltete Widerstände 114 und 116 geschaltet, die zusammen mit zwei Querkondensatoren 118 und
120 die Grenzfrequenz des Filters bestimmen. Die Widerstände 114, 116 und die Kondensatoren 118, 120 bilden ein konventionelles,
zweistufiges RC-Tiefpaßfilter mit der Ausnahme,
709825/0789
-ae-
daß die untere Klemme des Kondensators 120 nicht an Masse
sondern die Verbindung der Widerstände 110 und 112 angeschlossen ist. Bei niedrigen Frequenzen, bei denen die Kondensatoren
118 und 120 eine sehr hohe Impedanz im Vergleich zu der der Widerstände 114 und 116 haben, wird die am Emitter
des Transistors 92 auftretende Spannung am Emitter des Transistors 106 genau reproduziert und infolge der Spannungsteilerwirkung
der Widerstände 110 und 112 wird etwa ein Zehntel dieser Spannung auf die untere Klemme des Kondensators
120 rückgekoppelt. Infolge dieser Rückkopplung wird die effektive Kapazität des Kondensators 120 auf etwa ein Zehntel
seines tatsächlichen Kapazitatswertes herabgesetzt. Bei Frequenzen,
bei denen die Impedanz der Kondensatoren 118 und jedoch einen genügend kleinen Wert im Vergleich zur Impedanz
der Widerstände 114 und 116 annimmt, haben die Signale an der Basis des Transistors 104 eine andere Phase und Amplitude
als die Signale an der oberen Klemme des Kondensators 120. Die Spannung am Emitter des Transistors 106 folgt der Ba^isspannung
und dementsprechend nimmt auch die Spannung ab oder wird in der Phase verschoben, die auf die untere Klemme
des Kondensators 120 rückgekoppelt wird, so daß dessen effektive Kapazität mehr mit dem tatsächlichen Kapazitätswert
übereinstimmt. Auf diese Weise wird der Wirkungsgrad des Filters, insbesondere die Steilheit des Dämpfungsanstieges bei
der Grenzfrequenz verbessert.
Der Emitter des Transistors 106 ist mit einem weiteren Filterabschnitt verbunden, der mit dem eben beschriebenen
übereinstimmt und Widerstände 122 und 124 enthält, welche in Reihe zwischen den Emitter des Transistors 106 und die Basis
eines Transistors 126 geschaltet ist, der zusammen mit einem
709825/0789
-34-
Transistor 128 eine als Emitterverstärker geschaltete Darlington-Schaltung
bildet. Zwei in Reihe zwischen den Emitter des Transistors 128 und Masse geschaltete Widerstände 130 und
bilden den Arbeitswiderstand des Emitterverstärkers. Die Verbindung
der Widerstände 130 und 132 ist mit der unteren Klemme eines Kondensators 134 verbunden, dessen obere Klemme an die
Verbindung der Widerstände 122 und 124 angeschlossen ist. Die Basiselektrode des Transistors 126 ist über einen Kondensator
136 mit Masse verbunden. Das tonfrequente Ausgangssignal
des Filters wird vom Emitter des Transistors 128 abgenommen und die beiden in Reihe geschalteten Filterabschnitte ergeben
den gewünschten Abfall um 24 dB pro Oktave.
Die Grenzfrequenz des Filters läßt sich innerhalb vorgegebener Grenzen durch Veränderung des effektiven Widerstands
wertes der Widerstände 114, 116, 122 und 124 verändern. Dies geschieht hier dadurch, daß den Widerständen 114, 116, 122
und 124 lichtempfindliche Widerstände 138, 140, 142 bzw. 144 parallelgeschaltet sind und diese lichtempfindlichen Widerstände
mit Licht veränderbarer Intensität beleuchtbar sind. Hierfür dient eine Lampe 146, deren Lichtintensität sich entsprechend
der Steuergleichspannung ändert, welche in der anhand von Fig. 5 erläuterten Weise erzeugt und den Klemmen 52b
der Lampe 146 zugeführt wird. Die Lampe und die vier lichtempfindlichen
Widerstände sind in ein lichtdichtes Gehäuse 148 eingeschlossen. Die Lampe 146 ist als Glühfadenlampe
dargestellt, selbstverständlich kann man stattdessen auch eine Lumineszenzdiode oder irgend eine andere Art von Lichtquelle
oder Lampe verwenden.
709825/0789
-Vi-
Selbstverständlich kann man auch andere Tiefpaßfilter verwenden, z.B. solche, die Feldeffekttransistoren als spannungsgesteuerte
Widerstandselemente zur Bestimmung und Verstellung
der Grenzfrequenz des Filters enthalten, oder Filter, die Bauelemente veränderbarer Steilheit enthalten. Es gibt
eine ganze Reihe von Tiefpaßfiltern, die so verstellt werden können, daß sich ihr Ausgangssignal bei oder in der Nähe der
Grenzfrequenz ändert. Solche quasi-resonanten Tiefpaßfilter sind selbstverständlich für den vorliegenden Zweck einem geraden
Tiefpaßfilter äquivalent. Der gestrichelte Höcker 73 in Fig. 6 zeigt den für solche Filter typischen Frequenzgang.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich in
der verschiedensten Weise abwandeln, z.B. brauchen die Ausgangssignale beider Filtergruppen nicht einem gemeinsamen
Lautsprecher zugeführt zu werden, sondern es können z.B. die AusgangsSignale der Labialregisterfilter einem Schallwandler
und die Ausgangssignale von den steuerbaren Filterschaltungen
einem anderen Sehallwandler zugeführt werden, so daß dann die Vereinigung der Signale akustisch erfolgt. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, die Ausgangssignale von jeder Filterschaltung einem eigenen Schallwandler zuzuführen. Selbstverständlich
brauchen die Signale auch nicht direkt in akustisch hörbarer Form wiedergegeben zu werden, sondern sie
können auch in irgend einer Weise aufgezeichnet oder weiter verarbeitet werden.
70982S/0789
Claims (15)
- Patentansprüche(_1/. Schaltungsanordung für ein elektronisches Musikinstrument, insbesondere eine elektronische Orgel, zum Nachahmen der Klangcharakteristik von Zungen-Orgelpfeifen, gekennzeichnet durch eine Signalquelle (40) zum Erzeugen von oberwellenreichen Klangsignalen entsprechend den verschiedenen Noten der Tonleiter;mindestens einer scharf abschneidenden Tiefpaßfilterschaltung (52, 53) mit einer zwischen einem ersten Freguenzwert und einem zweiten höheren Frequenzwert verstellbaren Grenzfrequenz und einem steilen Abfall des Frequenzganges oberhalb der Grenzfrequenz, die mit der Signalquelle(40) gekoppelt und der von dieser Klangsignale, die von einem Spieler wählbar sind, zuführbar sind;eine SteuerSpannungsquelle (74);eine durch den Spieler betätigbare Vorrichtung (44), durch deren Betätigung ein Klangsignal entsprechend einer gewünschten Note auswählbar und der Filterschaltung (52, 53) von der Steuerspannungsquelle (74) eine Steuerspannung zuführbar ist, die die Grenzfrequenz der Filterschaltung vom ersten Freuquenzwert auf den zweiten höheren Frequenzwert verstellt, undeine mit dem Ausgang der Filterschaltung (52 oder 53) gekoppelte Vorrichtung (54, 55, 48, 49) zur Nutzbarmachung der Filterausgangssignale.709825A0789ORIGINAL INSPECTED-52*-
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzfrequenz der steuerbaren Filterschaltung (52 oder 53) auf den ersten Wert eingestellt ist, wenn die Signalquelle (40) nicht in Tätigkeit gesetzt ist und daß eine Vorrichtung (44), die die vom Spieler betätigbare Anordnung (44a bis 44e, 78a bis 78e) enthält, vorgesehen ist, die eine Gleichspannung von einer Gleichspannungsquelle (74) als Steuerspannung an die steuerbare Filterschaltung (52 oder 53) zu legen gestattet, um deren Grenzfrequenz vom ersten Frequenzwert gesteuert auf den zweiten höheren Frequenzwert zu verstellen.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die letzterwähnte Anordnung außerdem eine Zeitkonstantenschaltung (80 oder 82) enthält, durch die der steuerbaren Filterschaltung (52 oder 53) die Gleichspannung mit einem vorgegebenen zeitlichen Verlauf zur entsprechenden Steuerung des zeitlichen Verlaufes der Änderung der Grenzfrequenz vom ersten auf den zweiten höheren Wert zuführbar ist.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstantenschaltung (80 oder 82) mindestens einen Kondensator (80c oder 82c) sowie einen Widerstand (80a bzw. 82a) enthält, der zwischen einem ersten und einem zweiten Widerstandswert verstellbar ist, welche bei voll aufgeladenem Kondensator einer unteren bzw. oberen Grenze eines Bereiches von Grenzfrequenzen zwischen der ersten und der zweiten Grenzfrequenz entspricht und daß der Kondensator (80c bzw. 82c) einen solchen Kapazitätswert hat, daß die Geschwindigkeit der Änderung der Grenzfrequenz auf den zweiten höheren Frequenzwert der Klangcharakteristik der nachzuahmenden Zungenorgelpfeifenstimme entspricht.709825/0789.3.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß der Abfall des Übertragungsmaßes der steuerbaren Filterschaltung (52 oder 53) mindestens 24 dB pro Oktave beträgt.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die steuerbare Filterschaltung (Fig. 7) aus einem mehrstufigen, aktiven Filter, insbesondere RC-Filter, besteht und daß jede der hintereinandergeschalteten Filterstufen mindestens einen Widerstand (114, 116; 122, 124) sowie eine durch die Steuerspannung gesteuerte Anordnung (138, 140, 142, 144, 146) zur Änderung des effektiven Widerstandswertes dieser Widerstände und damit zur Verstellung der Grenzfrequenz der steuerbaren Filterschaltung von dem ersten auf den zweiten höheren Freguenzwert enthält.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die letzterwähnte, durch die Steuerspannung gesteuerte Anordnung für jeden der erwähnten Widerstände'(114, 116, 122, 124) der Filterschaltung (52, Fig. 7) einen lichtempfindlichen Widerstand (138, 140, 142, 144) der dem betreffenden Widerstand parallelgeschaltet ist, und eine Lichtquelle (147) enthält, die durch die Steuer spannung (an den Klemmen 52b) gespeist ist und alle lichtempfindlichen Widerstände (140, 142) mit einer der Steuerspannung entsprechenden Beleuchtungsstärke gleichzeitig beleuchtet.
- 8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere scharf abschneidende Tiefpaßfilterschaltungen (52, 53) vorgesehen sind, welche unterschiedliche zweite, obere Grenzfrequenzen haben und durch zugehörige Registerschalter (54, 55) wahlweise einschaltbar sind.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Signalquelle(40) und die Vorrichtung (48, 49) zur Nutzbarmachung der Ausgangssignale noch mindestens eine weitere Filterschaltung (43, 45, 46) koppelbar ist, deren Übertragungscharakteristik zur Nachahmung einer Labialstimme einer Orgel ausgelegt ist.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Filterschaltung eine passive Filterschaltung ist.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Signalquelle (40) und die Vorrichtung (48, 49) zur Nutzbarmachung der Filterausgangssignale mehrere weitere Filterschaltungen (43, 45, 46) koppelbar sind, die unterschiedliche Filterkennlinien haben und Ausgangssignale entsprechend unterschiedlichen Labialstimmen erzeugen, und daß die weiteren Filterschaltungen durch Registerschalter (47, 50, 51) wahlweise einschaltbar sind.
- 12. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Filterschaltungen gleichzeitig einschaltbar sind.-Vf-
- 13. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis12, dadurch gekennzeichnet, daß die Registerschalter (47, 50, 51, 54, 55) dem jeweils zugehörigen Filter (43, 45, 46, 52, 53) in Reihe geschaltet sind.
- 14. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Nachahmung mehrstimmiger Orgelklänge mehrere Filter (43, 45, 46, 52, 53) gleichzeitig einschaltbar sind.
- 15. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Nutzbarmachung der Filterausgangssignale mindestens einen Lautsprecher (49) enthält.709621/0789
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/641,716 US4023455A (en) | 1975-12-17 | 1975-12-17 | Circuit for imitating the speech characteristics of reed organ pipes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2657039A1 true DE2657039A1 (de) | 1977-06-23 |
| DE2657039C2 DE2657039C2 (de) | 1982-05-06 |
Family
ID=24573559
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2657039A Expired DE2657039C2 (de) | 1975-12-17 | 1976-12-16 | Schaltungsanordnung zum Nachahmen der Klangcharakteristik von Zungen-Orgelpfeifen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4023455A (de) |
| JP (1) | JPS5276023A (de) |
| DE (1) | DE2657039C2 (de) |
| GB (1) | GB1517668A (de) |
| IT (1) | IT1066630B (de) |
| NL (1) | NL7613989A (de) |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4079653A (en) * | 1976-11-08 | 1978-03-21 | Richard H. Peterson | Method and apparatus for imitating speech characteristics of vox humana and similar reed organ pipes |
| US4257305A (en) * | 1977-12-23 | 1981-03-24 | Arp Instruments, Inc. | Pressure sensitive controller for electronic musical instruments |
| NL7902238A (nl) * | 1978-04-27 | 1979-10-30 | Kawai Musical Instr Mfg Co | Inrichting voor het opwekken van een vocaal geluids- signaal in een elektronisch muziekinstrument. |
| US5018429A (en) * | 1988-04-07 | 1991-05-28 | Casio Computer Co., Ltd. | Waveform generating apparatus for an electronic musical instrument using filtered components of a waveform |
| US5233897A (en) * | 1991-03-05 | 1993-08-10 | Wicks Organ Company | Organ reed pipe shallot |
| JP3360312B2 (ja) * | 1992-06-03 | 2002-12-24 | ヤマハ株式会社 | 楽音合成装置 |
| CA2134959C (en) * | 1994-11-02 | 2002-06-11 | Vittorio De Zen | Fire rate modular building system |
| US20230169987A1 (en) * | 2020-04-09 | 2023-06-01 | Starkey Laboratories, Inc. | Reduced-bandwidth speech enhancement with bandwidth extension |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1049210B (de) * | 1955-05-09 | 1959-01-22 | Werk Fuer Fernmeldewesen Veb | Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgaenge der Labial-Register einer Pfeifenorgel |
| US3598891A (en) * | 1968-06-25 | 1971-08-10 | Nippon Musical Instruments Mfg | Musical tone-forming circuitry including filter and random noise modulation |
| US3614288A (en) * | 1968-07-19 | 1971-10-19 | Nippon Musical Instruments Mfg | Monophonic electronic musical instrument with variable filter |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS4840410B1 (de) * | 1969-02-08 | 1973-11-30 | ||
| US3828110A (en) * | 1972-01-26 | 1974-08-06 | Arp Instr | Control circuitry for electronic musical instrument |
| US3801721A (en) * | 1972-06-16 | 1974-04-02 | Baldwin Co D H | Monophonic electronic music system with apparatus for special effect tone simulation |
| US3886836A (en) * | 1973-04-11 | 1975-06-03 | Nippon Musical Instruments Mfg | Electronic musical instrument capable of generating tone signals having the pitch frequency, tone color and volume envelope varied with time |
| US3911776A (en) * | 1973-11-01 | 1975-10-14 | Musitronics Corp | Sound effects generator |
| GB1503613A (en) * | 1974-03-06 | 1978-03-15 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Electronic musical instruments |
-
1975
- 1975-12-17 US US05/641,716 patent/US4023455A/en not_active Expired - Lifetime
-
1976
- 1976-12-15 GB GB52362/76A patent/GB1517668A/en not_active Expired
- 1976-12-16 NL NL7613989A patent/NL7613989A/xx not_active Application Discontinuation
- 1976-12-16 IT IT52651/76A patent/IT1066630B/it active
- 1976-12-16 DE DE2657039A patent/DE2657039C2/de not_active Expired
- 1976-12-17 JP JP51151860A patent/JPS5276023A/ja active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1049210B (de) * | 1955-05-09 | 1959-01-22 | Werk Fuer Fernmeldewesen Veb | Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgaenge der Labial-Register einer Pfeifenorgel |
| US3598891A (en) * | 1968-06-25 | 1971-08-10 | Nippon Musical Instruments Mfg | Musical tone-forming circuitry including filter and random noise modulation |
| US3614288A (en) * | 1968-07-19 | 1971-10-19 | Nippon Musical Instruments Mfg | Monophonic electronic musical instrument with variable filter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1517668A (en) | 1978-07-12 |
| DE2657039C2 (de) | 1982-05-06 |
| IT1066630B (it) | 1985-03-12 |
| NL7613989A (nl) | 1977-06-21 |
| JPS5276023A (en) | 1977-06-25 |
| US4023455A (en) | 1977-05-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2535344C2 (de) | Einrichtung zum elektronischen Erzeugen von Klangsignalen | |
| DE2329960A1 (de) | Elektronisches musikinstrument | |
| DE2529234A1 (de) | Elektronisches musikinstrument mit einer tastatur | |
| CH625900A5 (de) | ||
| DE2535875A1 (de) | Daempfungsregler-netzwerk fuer die tastatur eines musikinstrumentes | |
| DE2840596A1 (de) | Sprachsynthesizer | |
| DE2526457C3 (de) | Elektronisches Musikinstrument | |
| DE2937256C2 (de) | Elektronisches Musikinstrument | |
| DE2727349A1 (de) | Einrichtung zum erzeugen eines klangsignales fuer ein elektronisches musikinstrument | |
| DE2041611C3 (de) | Über ein Frequenzband hinweg durchsthnmbarer, schmalbandiger Rauschgenerator | |
| DE2657039C2 (de) | Schaltungsanordnung zum Nachahmen der Klangcharakteristik von Zungen-Orgelpfeifen | |
| DE2608111A1 (de) | Schaltung zur erzeugung eines choreffekts | |
| DE2816106A1 (de) | Tonerzeugungsvorrichtung zur verbindung mit einem musikinstrument | |
| DE2435346A1 (de) | Schaltung fuer elektronische musikinstrumente | |
| DE2526706A1 (de) | Elektronisches musikinstrument | |
| DE2308963A1 (de) | Elektronisches musikinstrument | |
| DE2228053C2 (de) | Einrichtung zur automatischen Baßbegleitung in einem elektronischen Musikinstrument | |
| DE1294170B (de) | Einrichtung zur Nachbildung der Ein- oder Ausschwing-Vorgaenge natuerlicher Orgelpfeifen bei einem elektronischen Musikinstrument | |
| DE2515524C3 (de) | Einrichtung zum elektronischen Erzeugen von Klangsignalen | |
| AT410380B (de) | Vorrichtung zur ton- bzw. klangsimulation von orchestermusik | |
| DE2529194A1 (de) | Elektronisches musikinstrument | |
| DE2839624C2 (de) | ||
| DE2338513C3 (de) | Elektronisches Blasinstrument | |
| DE102006036583A1 (de) | Hörhilfe mit einem Audiosignalerzeuger und Verfahren | |
| AT137754B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung musikalischer, sprachähnlicher oder sonstiger Klänge. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G10H 1/12 |
|
| 8126 | Change of the secondary classification |
Ipc: G10H 1/14 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |