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DE1049210B - Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgaenge der Labial-Register einer Pfeifenorgel - Google Patents

Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgaenge der Labial-Register einer Pfeifenorgel

Info

Publication number
DE1049210B
DE1049210B DEV8880A DEV0008880A DE1049210B DE 1049210 B DE1049210 B DE 1049210B DE V8880 A DEV8880 A DE V8880A DE V0008880 A DEV0008880 A DE V0008880A DE 1049210 B DE1049210 B DE 1049210B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
register
sound
overtones
tone
elements
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV8880A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Schreiber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WERK FERNMELDEWESEN VEB
Original Assignee
WERK FERNMELDEWESEN VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WERK FERNMELDEWESEN VEB filed Critical WERK FERNMELDEWESEN VEB
Priority to DEV8880A priority Critical patent/DE1049210B/de
Publication of DE1049210B publication Critical patent/DE1049210B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10HELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
    • G10H1/00Details of electrophonic musical instruments
    • G10H1/02Means for controlling the tone frequencies, e.g. attack or decay; Means for producing special musical effects, e.g. vibratos or glissandos
    • G10H1/06Circuits for establishing the harmonic content of tones, or other arrangements for changing the tone colour
    • G10H1/14Circuits for establishing the harmonic content of tones, or other arrangements for changing the tone colour during execution

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgänge der Labial-Register einer Pfeifenorgel Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgänge der Labial-Register einer Pfeifenorgel aus den Harmonischen von Sägezahnschwingungen, die im rationalen Verhältnis zueinander stehen und phasenstarr miteinander synchronisiert sind und bei der für jeden Halbton der zwölfstufigen chromatischen Tonleiter eine aus Dauertongeneratoren bestehende Frequenzteilerkette verwendet wird und unter Nachbildung der Ausgleichsvorgänge die einzelnen Oktaven durch mehrfache Teilung erzeugt werden.
  • Bei elektronischen Musikinstrumenten, insbesondere Orgeln, werden zwei unterschiedliche Wege zur Erzeugung der Klangfarben angewendet. Das eine Verfahren ist als additive Tonformung (Aufbauprinzip) bekannt und erzeugt bestimmte Klangfarben dadurch, daß Sinuswellen, die zu einem Grundton gehören, mit den dazugehörenden gewünschten Harmonischen gemischt werden. Auch das zweite Verfahren ist synthetisch; es stützt sich auf die Formanttheorie und kann als subtraktives Verfahren (Abbat:prinzip) bezeichnet werden. -Mit diesem Verfahren werden mittels elektrischer Komponenten die akustischen Verhältnisse eines l1usikinstrumentes, z. B. einer Orgelpfeife, nachgebildet. Der Klang kann einem Sägezahngenerator entnommen werden. Eine oder mehrere Resonanzschaltungen bilden die natürliche Resonanz des Instrumenten- bzw. Pfeifenkörpers nach. Eine Filteranordnung bewirkt entweder die Schwächung oder die Stärkung verschiedener Teile des Frequenzspektrums. Durch Differenzierschaltungen kann die Welle in eine Serie von scharfen Impulsen umgewandelt werden, um bestimmte Klangwirkungen zu erzielen.
  • Der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden Verfahren besteht also darin, daß nach dem ersten Verfahren der Klang aus seinen Bestandteilen aufgebaut wird, während das zweite Verfahren einen Klang mit vielen Obertönen als Ausgang benutzt, von dem dann die nicht benötigten Frequenzen ausgesiebt werden. In der Praxis besteht noch ein weiterer Unterschied. Bei der subtraktiven Tonformung können alle Grundtöne für eine bestimmte Klangfarbe durch eine einfache Filteranordnung gehen. Da die Formantfrequenzen und deren Betonung bzw. Schwächung sich nicht ändern, gleichgültig welche Grundtonhöhe eingestellt ist, hat jeder Endton (Klang) seine besondere Wellenform. Die Wellenforrnen von beispielsweise drei Grundtönen des gleichen Registers unterscheiden sich also voneinander. Dies ist bei den meisten Pfeifen der akustischen Orgel der Fall, außer bei den Pfeifen des Prinzipalregisters und deren Oktavversetzungen (offene zylindrischeLabialpfeifen).
  • Bei der additiven Tonformung hat dagegen jeder Grundton eines Registers der Orgel den einmal eingestellten gleichen Bestandteil an Harmonischen. Beispielsweise kann bei gegebener Einstellung der Klang folgende Bestandteile haben: 50 % Grundton (erste Harmonische), 25'1/o zweite Harmonische, 25 ola dritte Harmonische. In diesem Fall hat jede Note der Klaviatur die gleiche Wellenform. Wie bereits erwähnt, trifft dies jedoch nur für das Prinzipalregister und dessen Oktavversetzungen angenähert zu. Eine elektrische bzw. elektronische Orgel kann also nach der additiven Klangsynthese nur wenige Register der akustischen Orgel klanggetreu nachbilden, während dies bei der subtraktiven Methode gelingt.
  • Um bei einer elektronischen Orgel die Ausgleichsvorgänge einer mechanischen Orgel nachzubilden, muß beachtet werden, daß die Obertöne zu verschiedenen Zeiten ihre Endamplituden erreichen. Dies ist bei der additiven Klangsynthese ohne Schwierigkeiten möglich, da die Obertöne in Tongeneratoren einzeln erzeugt werden. Man hat es infolgedessen ohne weiteres in der Hand, jedem der erzeugten Obertöne durch Regelglieder vor dem Mischvorgang den gewünschten zeitlichen Verlauf zu geben. Aus den oben angegebenen Gründen muß jedoch bei der additiven Tonformung auf eine vollkommene Nachbildung der Register mit Ausnahme des Prinzipalregisters und dessen Oktavversetzungen verzichtet werden.
  • Man könnte bei der additiven Klangsynthese das Ansteigen bzw. Sinken der Amplituden aller Teiltöne entweder gleich groß machen oder den Obertonaufbau dem Verlauf eines Sägezahnes anpassen. Diese im Mischtransformator addierten Teiltöne, die bereits dem zeitlichen Einschwingvorgang entsprechen, könnten dann zusätzlich durch Formantfilter geschickt werden, um feste Formantfrequenzen zu bilden. Dies hat jedoch den Nachteil, daß ein unwirtschaftlicher Aufwand von Schaltkontakten erforderlich ist, der Betriebsunsicherheit mit sich bringt. Um z. B. obertonreiche Labialstimmen bzw. Zungenstimmen angenähert nachzubilden, müssen mindestens fünfundzwanzig bis dreißig Teiltöne zur Verfügung stehen. Dies würde bei der additiven Methode bedeuten, daß allein hierfür fünfundzwanzig bis dreißig Schaltkontakte pro Taste vorhanden sein müßten. Die Erfindung will diese Nachteile beseitigen.
  • Erfindungsgemäß ist die Tiefpaßkette für den Grundton so bemessen, daß die Obertöne in vorher festgelegtem Umfang mehr gedämpft werden, als es zur Erzielung des endgültigen Klangspektrums notwendig ist, und die entfernten Amplitudenteile der Obertöne des Klanges werden aus den Sägezahngeneratoren der Teilerketten über ein oder mehrere Tiefpaßglieder entnommen und durch zwischen Dauertongeneratoren und diesen geschaltete Steuerglieder dosiert und erhalten einzeln einen Ein- und Ausschwingvorgang von vorbestimmter Dauer zugewiesen und werden dann dem Gesamtspektrum additiv hinzugefügt.
  • Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es bedeutet Abb. 1 das synthetisch nachzubildende Klangspektrum der Pfeife C des Prinzipalregisters einer Silbermannorgel, Abb. 2 a bis 2 f die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung nach der Erfindung hinsichtlich der Ein-und Ausschwingzeiten bzw. der Klangübergangszeiten, Abb. 3 a bis 3 d den zeitlichen Verlauf des Einschwingvorganges, Abb.4a bis 4d den zeitlichen Verlauf des Ausschwingvorganges sämtlicher Teilobertöne aus den verschiedenen Registerlagen, Abb.5 das Blockschaltbild der gesamten Schaltungsanordnung.
  • Das in Abb. 1 dargestellte Klangspektrum eines Prinzipalregisters Pfeife C einer Silbermannorgel soll elektronisch nachgebildet werden.
  • In Abb. 2 a ist dieses Klangspektrum für das Prinzipalregister der Pfeife C nochmals in kleinerem Maßstabe wiedergegeben. Die Barüberliegenden Spektren. gemäß Abb. 2 b bis 2 f stellen der Reihe nach das Grundregister 8' (Fuß) mit einer Einschwingzeit t1=0,4 Sekunden und einer Ausschwingzeit t2=0,2 Sekunden, die Oktave 4' mit einer Einschwingzeit t1 = 0,3 Sekunden und einer Ausschwingzeit t2 = 0,15 Sekunden, die Quinte 22/3' mit einer Einschwingzeit t1 = 0,2 Sekunden und einer Ausschwingzeit t2 = 0,1 Sekunde, die Doppeloktave 2' mit einer Einschwingzeit t1 = 0,15 Sekunden und einer Ausschwingzeit t. = 0,075 Sekunden und die Terz 13/" mit einer Einschwingzeit t1 = 0,1 Sekunde und einer Ausschwingzeit t2 = 0,05 Sekunden dar. Die Ein- und A.usschwingzeiten werden für jeden Oberton in den entsprechenden Regelorganen durch deren Zeitkonstantenglieder gesteuert.
  • Das Endspektrum nach Abb. 2 a ist also additiv aus den Spektren nach Abb. 2 b bis 2 f zusammengesetzt. Gemäß Abb. 2a hat der Grundton C nur den Anteil des Tones C im Grundregister 8' nach Abb. 2b. Der zweite Oberton c0 setzt sich zusammen aus dem zweiten Teiloberton co des Grundregisters 8' nach Abb. 2b und aus einem Teiloberton co der Oktave 4' nach Abb. 2 c. Sinngemäß, läßt sich aus Abb. 2 a in Verbindung mit den Abb.2b bis 2f die Zusammensetzung aller übrigen Teilobertöne g0, cl, e1, g1, bi, c2, d2 und e2 herleiten. Beispielsweise summiert sich der Teilton cl aus drei Teilobertönen, und zwar aus dem vierten Teiloberton nach Abb. 2b, ferner dem zweiten Teiloberton nach Abb. 2 c und dem ersten Teiloberton nach Abb. 2 e.
  • Man könnte die Grundtöne des Quinten- und Terzenregisters nach Abb, 2 d bzw. 2 f den Tongeneratoren entnehmen, die bereits in temperierter Stimmung vorhanden sind. Hierdurch würden jedoch starke Schwebungen zwischen den Obertönen entstehen, welche die Klangwirkung stark beeinträchtigen. Es ist daher zweckmäßig, nach dem Vorbild der Pfeifenorgel diese Obertonregister (Quinten und Terzen) in reiner Stimmung durch besondere Tongeneratoren zu erzeugen. Nur die rein gestimmten Quinten und Terzen ergeben eine echte Umfärbung des Primärklanges.
  • Die Addition der Teilobertöne aus den Spektren der Abb,. 2 b bis 2 f erfolgt mit zeitlicher Verzögerung, d. h. daß z. B. 0,1 Sekunden (Abb. 2f) nach dem Tastenanschlag die Terz e1, e2 bereits ihren Amplitudenendwert erreicht hat, während alle übrigen Teilobertöne noch im Aufbau begriffen sind. So haben nach 0,1 Sekunden die Teilobertöne g0, g1 und d2 z. B. des Quintenregisters 22/ä (Abb. 2 d) erst 50 °/a ihrer Endamplitude erreicht, da die Einschwingzeit t1 = 0,2 Sekunden ist. Im gleichen Zeitpunkt erreicht der Teiloberton g° des Grundregisters 8' (Abb. 2b), der mit dem Teiloberton g0 des Quintenregisters (Abb. 2 d) in der Tonhöhe identisch ist, erst 25 % seines Amplitudenendwertes, da die Einschwingzeit des Grundregisters 8' den obenerwähnten Wert 0,4 Sekunden hat. Diese Werte entsprechen dem tatsächlichen Klangaufbau, wie er sich bei einer Pfeifenorgel für die einzelnen Teilobertöne ergibt.
  • Der zeitliche Aufbau und die Summierung der Amplituden des Einschwingvorganges sämtlicher Teilobertöne aus den verschiedenen Registerlagen ist in Abb. 3 a bis 3 d für die Zeiten 0, 1, 0,2, 0,3 und 0,4 Sekunden und den Ton C des Prinzipalregisters 8' graphisch dargestellt. Alle anderen Töne dieses Registers weisen andere Zeiten auf, die auch einen anderen zeitlichen Verlauf des Klangaufbaues ergeben. Auf die entsprechende graphische Darstellung, die sich allein für das Prinzipalregister 8' auf insgesamt 61 Töne bei einem Tastenumfang von C bis c4 erstrecken müßte, ist zwecks Vereinfachung der Zeichnung verzichtet worden. Die hierfür benötigten anderen Zeiten werden in den Zeitkonstantengliedern der entsprechenden Regelorgane dieser 61 Töne erzeugt. Durch entsprechende Addition der vorhandenen sieben Registerlagen 16', 8', 4', 2'/3, 2', 13/s' und 1' und der verschiedenen Zeiten können praktisch sämtliche charakteristischen Einschwingvorgänge an allen Registern synthetisch nachgebildet werden. Die stark ausgezogenen Linien stellen die Hüllkurve x des stationären Zustandes, d. h. nach Beendigung des Einschwingvorganges, dar. Die punktierten Linien sind die Hüllenkurven y des Einschwingvorganges in den angegebenen Zwischenzeiten. In Abb. 3 d fallen die beiden Hüllkurven x, y zusammen, da der Einschwingvorgang zeitlich beendet und der stationäre Klangzustand erreicht ist.
  • Aus Abb. 3 a und 3 b ist ersichtlich, daß beim Aufbau des Klangspektrums die hohen Obertöne früher ihre Endamplitude erreichen als die Grundtöne bzw. die tieferen Obertöne.
  • Die bereits angegebenen Ausschwingzeiten bzw. die bei kurz hintereinander folgenden Anschlägen der gleichenTaste auftretendenKlangübergangszeiten sind aus Abb. 4a bis 4d ebenfalls für den Ton C des Prinzipalregisters 8' ersichtlich, und zwar sind gemäß Abb. 4a erst 0,025 Sekunden nach Loslassen der Taste vergangen, während gemäß Abb. 4b bis 4d die Zwischenzeiten nach 0,05, 0,1 und 0,15 Sekunden darge-.stellt sind. Der Endwert soll nach 0,2 Sekunden erreicht sein. Die längste Ausschwingzeit haben die tieferen Obertöne bzw. der Grundton, wie aus dein Vergleich der gestrichelten Hüllkurven y der Abb. 4a bis 4d hervorgeht. Dies entspricht genau den Verhältnissen einer Pfeifenorgel. Die absolute Ausschwingzeit des Klanges im Raum ist außerdem weitgehend von raumakustischen Verhältnissen (Nachhall) abhängig.
  • Bei den Klangübergängen setzt beim Loslassen der Taste der Ausschwingvorgang ein. Wird vor Beendigung dieses Ausschwingvorganges die gleiche Taste erneut angeschlagen, so wird der Ausschwingvorgang vorzeitig abgebrochen, und gleichzeitig setzt ein zeitlich verkürzter Einschwingvorgang ein, der nicht im Amplitudenwert Null, sondern in dem Zeitpunkt beginnt, in dem der Ausschwingvorgang des vorangegangenen Anschlages des gleichen Tones abgebrochen worden ist.
  • Abb.5 zeigt das Ausführungsbeispiel einer elektrischen Schaltung, mit der das in den Abb. 1 bis 4 dargestellte Klangspektrum mit seinen Ausgleichsvorgängen hergestellt werden kann. Es ist dieses Ausführungsbeispiel aus Gründen der Vereinfachung nur auf das Spektrum des Prinzipalregisters 8' Pfeife C beschränkt. Mit den Tongeneratoren 1 bis 7 lassen sich sieben Oktaven von Tönen in temperierter Stiminung herstellen. Zu jeder Oktave gehören bekanntlich zwölf Halbtöne, so daß 84 Tongeneratoren notwendig sind. Für die C-Oktave ist noch ein zusätzlicher Tongenerator 8 vorgesehen. Fünf Oktaven mit den Tongeneratoren 9 bis 13 stellen das Quintenregister 2=/3' dar, das im Gegensatz zu den Oktaven mit den Tongeneratoren 1 bis 7 rein, also nicht temperiert, gestimmt ist. Für die Quintenoktave ist wieder ein zusätzlicher Tongenerator 14 vorgesehen. Vier Oktaven mit den Tongeneratoren 15 bis 18 stellen das Terzregister 13/s dar, wobei 19 wieder der zusätzliche Tongenerator für die Terzoktave ist. Dieses Terzregister ist ebenfalls rein gestimmt.
  • Für jeden der zwölf Tongeneratoren jeder Oktave ist je ein Regelorgan vorgesehen. In Abb. 5 ist für jede Oktave nur der erste und letzte Tongenerator dargestellt. Entsprechend sind auch nur die beiden zugehörigen Regelorgane schematisch angedeutet.
  • Der Tastenumfang T jedes Manuals der Orgel erstreckt sich von den Tönen C bis c4 über 61 Tasten. Den entsprechenden Tongeneratoren sind Regelorgane 20 bis 25 zugeordnet, um die Töne der 16'-Tonlage zu steuern. Die Regelorgane 26 bis 31 sind der 8'-Tonlage zugeordnet, während die Regelorgane 32 bis 37 zur 4'-Tonlage gehören. Die Regelorgane 38 bis 42 gehören zur 2'-Tonlage und 43 bis 46 zur 1'-Tonlage. Hierbei ist zu bemerken, daß in der 2'-Tonlage eine Oktave von Tongeneratoren und in der 1'-Tonlage zwei Oktaven von Tongeneratoren fehlen, welche die Töne dieser Registerlagen für die letzten Oktaven des Manuals erzeugen. Diese fehlenden Oktaven von Tongeneratoren werden nach dem Vorbild der Pfeifenorgel dadurch ersetzt, daß man die oberste Oktave ein- oder mehrmals repetieren läßt.
  • Die Regelorgane 47 bis 52 gehören zum Quintenregister 22',/ä und die Regelorgane 53 bis 57 zum Terzregister 13/s'. Sämtliche Regelorgane sind entsprechend ihrer Registerlage den Sammelschienen 58 bis 64 zugeordnet, z. B. die Regelorgane 20 bis 25 zur Sammelschine 16', die Regelorgane 26 bis 31 zur Sammelschiene 8' usw.
  • In Abb. 5 ist die Tastung nur für den Ton C dargestellt, um die Zeichnung zu vereinfachen. In dem Bauplan für ein Manual würden einundsechzig Tastschalter 65 erscheinen. jeder Tastschalter hat sieben Arbeitskontakte A und sieben Ruhekontakte R. Wird der Tastschalter 65 gedrückt, so werden die entsprechenden Regelorgane des Tones C in sieben Registerlagen mittels der Arbeitskontakte ,4 gesteuert. Es erscheinen dann auf den Sammelschienen 58 bis 64 folgende Tonfrequenzen: Auf 58 c9, auf 59 cl, auf 60 c°, auf 61 C, auf 62 Cl, auf 63 die Ouinte go und auf 64 die Terz ei.
  • Mittels der kuhekontakteR wird die beschriebene Rücktastung zur Bestimmung der Ausschwing- und Übergangsvorgänge gesteuert.
  • Die Tongeneratoren 1 bis 19 erzeugen eine sägezahnförmige Spannung mit einem hohen Gehalt an Harmonischen. Die über die Regelorgane getasteten und den Sammelschienen 58 bis 64 zugeführten sägezahnförmigen Spannungen werden über Filter geführt die die Tonformung vornehmen. Als Filter, die auch teilweise Formantfilter sind, finden Tiefpässe, Hochpässe, Bandpässe und Resonanzglieder einzeln und in Kombination Anwendung. Formantfilter sind Resonanzglieder mit feststehenden Abstimmfrequenzen. In Abb. 5 sind nur diejenigen Filter (Tiefpässe) dargestellt, die notwendig sind, um das in Abb. 1 dargestellte Klangspektrum zu erzeugen. Infolgedessen ist nur je eine Filterkette 65 bis 70 für das 8'-, 4'-, 22/3'-, 2'- und 13/s'-Register veranschaulicht in Übereinstimmung mit den Klangspektren nach Abb. 2 b bis 2 f. Der Därnpfungsverlauf der einzelnen Filterketten ist so festgelegt, daß eine jeweilige Amplitudenverteilung der Obertöne (Harmonische) in den einzelnen Registerlagen entsprechend Abb. 2b bis 2f entsteht. Mittels Widerstände 71 bis 75 werden die amplitudenmäßigen Anteile der Spektren nach Abb.2b bis 2f untereinander abgeglichen, und zwar in der Weise, daß sich einerseits durch Addition dieser Spektrenanteile das in Abb. 1 bzw. 2 a dargestellte und synthetisch nachzubildende Prinzipalregister ergibt und andererseits die zeitliche Addierung nach Abb. 3 a bis 3b entsprechend dem Einschwingvorgang bzw. nach Abb. 4a bis 4d entsprechend dem Ausschwingvorgang oder den Klangübergängen erfolgt. Es findet also erst eine subtraktive Klangformung nach dem Abbauprinzip statt, und dann werden die einzelnen Registerlagen mit ihren verschiedenen Ein- und Ausschwingzeiten additiv zum gewünschten Gesamtklangbild gemischt.
  • Die Filterketten 66 bis 70 können gleichzeitig auch zur Darstellung anderer Klänge herangezogen werden. Dies erfolgt durch Anzapfungen 76 bis 79 an den verschiedenen Abschnitten der mehrgliedrigen Filterketten. Durch diese Anzapfungen wird der Obertongehalt des geformten Klanges geändert. Die Anzapfungen können an jeder beliebigen Stelle vorgenommen und entweder unmittelbar zur Darstellung eines oder mehrerer Register 80 bis 83 oder mittelbar zur Darstellung kombinierter Register ähnlich dem Prinzipalregister 85 benutzt werden. Die Registersammelleitung 84 führt zum Verstärker und Lautsprecher.
  • Die erfindungsgemäße Schaltung ermöglicht durch die Anwendung der subtraktiven Tonformung die naturgetreue Nachbildung der Orgelklänge, während durch die nachfolgende zeitlich gestaffelte additive Tonformung die Ausgleichsvorgänge (Ein- und Ausschwingvorgang sowie Klangübergang) ebenfalls vollkommen naturgetreu nachgebildet werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur elektronischen Nachbildung der Einschwingvorgänge der Labial-Register einer Pfeifenorgel aus den Harmonischen von Sägezahnschwingungen, die im rationalen Verhältnis zueinander stehen und phasenstarr miteinander synchronisiert sind und bei der für jeden Halbton der zwölfstufigen chromatischen Tonleiter eine aus Dauertongeneratoren bestehende Frequenzteilerkette verwendet wird und unter Nachbildung der Ausgleichsvorgänge die einzelnen Oktaven durch mehrfache Teilung erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefpaßkette (66 bis 70) für den Grundton so bemessen ist, daß die Obertöne in vorher festgelegtem Umfang mehr gedämpft werden, als es zur Erzielung des endgültigen Klangspektrums erforderlich ist, und daß die so entfernten Amplitudenteile der Obertöne des Klanges aus den Sägezahngeneratoren der Teilerketten über ein oder mehrere Tiefpaßglieder entnommen und durch zwischen Dauertongeneratoren (1 bis 19) und diesen geschaltete Steuerglieder (20 bis 57) dosiert werden und einzeln einen Ein- und Ausschwingvorgang von vorbestimmter Dauer zugewiesen erhalten, und dann dem Gesamtspektrum additiv hinzugefügt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefpaßglieder (66 bis 70) Anzapfstellen (76 bis 79) besitzen, um durch wahlweise Zuschaltung der RC-Glieder in den einzelnen Registerlagen weitere Klangfarben mit ihren Ausgleichsvorgängen zu erzeugen. In Betracht gezogene Druckschriften: D r. P. L e r t e s : Elektrische Musik, Verlag Theodor Steinkopf, Dresden und Leipzig, 1933, S. 123, 124.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2657039A1 (de) * 1975-12-17 1977-06-23 Richard Henry Peterson Schaltungsanordnung zum nachahmen der klangcharakteristik von zungen-orgelpfeifen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2657039A1 (de) * 1975-12-17 1977-06-23 Richard Henry Peterson Schaltungsanordnung zum nachahmen der klangcharakteristik von zungen-orgelpfeifen

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