DE2656380A1 - Vorrichtung zum verbinden der schaefte mit dem antriebsmechanismus eines webstuhls - Google Patents
Vorrichtung zum verbinden der schaefte mit dem antriebsmechanismus eines webstuhlsInfo
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Description
- Vorrichtung zum Verbinden der Schäfte mit dem
- Antriebsmechanismus eines Wcbstuhls Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden der Schäfte mit dem Antriebsmechanismus eines Webstuhls oder einer Webmaschine, bei der jeder Schaft mit dem entsprechenden Element des Antriebsmechanismus iiber ein bewegliches Teil oder einen tiegel verbunden ist, das mit geeigneten Steuerelementen versehen is-t und das sich in der Ebene des betreffenden Schaftes verschiebt, um mit einem mit dem Schaft fest verbundenen Kupplungsorgan zusammenzuarbeiten. Bekanntermaßen ist die Vorbereitung der Kette auf einem herkömmlichen Webstuhl ein langwieriger und ermtidender Prozeß, bei dem alle Kettfäden einzeln bzw. wahlweise in die Öffnungen der Ösen oder Litzen der einzelnen Schaftrahmen des Webstuhls eingefädelt werden müssen. zu diesem Zweck werden die Schaftrahmen angehoben, wobei jedoch ihr Ausbau und ihr nachfolgender Wiedereinbau kompliziert und schwierig sind, weil der Zugang infolge der vorhandenen unterschiedlichen Elemente, wie Hebel, Stangen und Schwingarme des 190mplizierten t4echanismus, die die Bewegungsübertragung zwischen den beweglichen Teilen der Schaftmaschine oder anderen Webeinrichtungen und dem Gehäuse der Schäfte sicherstellen, Schwierigkeiten bereitet.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, diese Nachteile zu beseitigen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Riegel aller Schäfte und ihrer Steuerelemente in wenigstens einer Reihe ausgerichtet sind, die lotrecht zu den Schäften liegt, so daß nach der Nivellierung der Schäfte alle sich auf der gleichen IIöhe befindenden Kupplungsorgane durch Betätigen eines einzigen verstellbaren Bedienungsschlüssels gelöst oder festgestellt werden können.
- Die Riegel können innen an einem der Profile des Rahmens jedes Schaftes so befestigt werden, daß sie mit einer zylindrischen Achse, die sich am Ende einer üblichen Antriebsstange befindet, zusammenwirken. Diese 12ntriebsstangen verbinden die Schäfte mit dem Antriebsmechanismus. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können jedoch die Riegel von einem der Enden der genannten Verbindungsstangen gebildet werden, das dann entsprechend ausgebildet ist. Jede dieser Stangen weist vorzugsweise einen Fuß auf, der unmittelbar an dem ent sprechenden Element des Antriebsmechanismus angelenkt ist, sowie einen Kopf, der aus zwei Backen besteht, die elastisch aufeinander gehalten werden und so profiliert sind, daß sie eine erste Öffnung zur Aufnahme einer zylindrischen Achse bilden, die mit dem betreffenden Schaft fest verbunden ist, sowie eine zweite Öffnung, durch die der verstellbare Bedienungsschlüssel hindurchläuft, dessen Drehung bewirkt, daß die genannten Backen auseinandergespreizt werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von drei in der Zeichnung dargestellten Aus führungs beispiel en näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Figur 1 eine schematische, perspektivische Ansicht der Anordnung und Islontage des Kupplungssystems, gemäß einer ersten Ausfahrungsform, das zwischen den Schaftrahmen eines Webstuhls und der mit diesem verbundenen Schaftmaschine angeordnet ist, Figur 2 eine vergrößerte Ansicht des oberen Endes einer Verbindungsstange des in Figur 1 gezeigten Systems, Figuren 3 und 4 Darstellungen der Funktionsweise der genannten Verbindungsstange, Figuren 5 und 6 vergrößerte Ansichten, ähnlich der Ansichten von Figuren 3 und 4, die eine zweite tusführungsform der oberen Enden der Verbindungsstange darstellen, und Figur 7 eine vergrößerte Ansicht einer dritten Ausführungsform der Verbindungsstange.
- In Figur 1 sind mit 1 drei Schaftrahmen eines herkömmlichen Webstuhls bezeichnet, wobei zur Verbesserung der Übersichtlichkeit die seitlichen Elemente für die senkrechte Führung der Schaftrahmen oder Schäfte nicht dargestellt sind. Wie üblich sind innerhalb jedes Schaftrahmens 1 eine Anzahl vertikaler Litzen oder Ösen 2 gezeigt, die zur Steuerung der Kettfäden dienen. Die Schaftrahmen 1 sind über einen Antriebsmechanismus 4 mit einer schematisch mit S bezeichneten Schaftmaschine verbunden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Mechanismus 4 aus drei Reihen Hebel 5, 6 und 7, die zwischen vier Doppelschwingarmeinrichtungen 8, 9, 10 und 11 angeordnet sind, deren Lager achsen I° 13, 14 und 15 entweder von dem Rahmen der Schaftmaschine 5 getragen werden, was die Lagerachse 12 der Schwirlgarme 8 anbelangt, oder von nicht dargestellten waagerechten Querträgern, was die drei anderen Schwingarme anbelangt. Das Kupplungssystem, das zwischen den beiden Gruppen der S^chwin.arme iO und 11 und den unteren holmen der Schaftrahmen 1 angeordnet ist, weist eine Reihe Verbindungsstangen 16 au£.
- Wie insbesondere den Figuren 2 bis 4 entnommen werden dann, weisen die Verbindungsstangen 16 je einen Fuß 17 auf, der von einer Querachse 18 durchdrungen wird, die in einer Öffnung beweglich gelagert ist, die in dem Ende des entsprechenden Schwingarms 10 oder 11 so angeordnet ist, daß sie für die betreffende Verbindungsstange ein Drehgelenk bildet. Dieser Fuß 17 bildet in Richtung nach oben zwei senkrechte Backen 19, die aus einem elastisch verformbare jqetall bestehen. Wie insbesondere in Figur 2 dargestellt ist, ist jede Backe 19 bei l9a und 19b so ausgebildet, daß sie mit der gegenüberliegenden Backe zwei übereinanderliegende Öffnungen bildet, die mit 19' und i9" bezeichnet sind. Die am Ende liegende Öffnung i9 ist kreisrund ausgebildet, um ein Kupplungsorgan aufzunehmen und festzuhalten, das von einer zylindrischen Achse 20 gebildet wird, die zwischen zwei senkrechten Laschen 21 gehalten wird, die an den Seitenflächen des unteren Profils jedes Schaftrahmens 1 angebracht sind. Im Gegensatz dazu weist die untere Öffnung 19' einen ovalen oder ellipsenförmigen Querschnitt auf und dient dazu, eine verstellbare Stange oder einen verstellbaren Bedienungsschlüssel 22 autzunehmen, der den gleichen Querschnitt bZw. das gleiche Profil wie die genannte Öffnung aufweist.
- Zur näheren Erläuterung der Anwendung und Funktionsweise des Kupplungssystems sei zunächst angenommen, dai sich die Schaftrahmen in der in Figur 3 gezeigten Lage befinden, und daß die Backen 19 jeder Verbindungsstange 16 der beiden Gestängereihen in der Öffnung 19" die entsprechende Achse 20 aufnehmen. Wenn die Bedienungsperson des Webstuhls am Ende eines Webvorgangs eine neue Kette aufziehen möchte, um eine andere Gewebelänge herzustellen, steuert sie zunächst die Schaftmaschine oder den iíechanismus 5 so, daß sich alle Schaftrahmen des Webstuhls auf gleicher Höhe befinden, wie dies in Figur 1 dargestellt ist.
- Man erkennt, daß dann, wenn die Rahmen sich auf gleicher Höhe befinden, die Öffnungen 19t und 19" der Verbindungsstangen 16 der beiden Gestängereihen in einer Reihe übereinander liegen und auf diese Weise zwei tunnelförmige Durchgänge bilden, in die zwei Schlüssel 22 eingreifen können, wobei ihre große Achse lotrecht ausgerichtet ist, wie dies aus Figur 3 ersichtlich ist. Jeder Schlüssel 22 braucht also nur gedreht zu werden, um in die in Figur 4 gezeigte Lage zu kommen. Die llichtungsänderung der großen Achse des Querschnitts jedes Schlüssels 22 bewirkt, daß die beiden Backen 19 jeder Verbindungsstange 16 auseinandergehen, sich also spreizen, wodurch die Achsen 20 freikommen, und die Schaftrahmen 1 in ihrer Gesamtheit aus ihren Seitenführungen gehoben werden können.
- Wenn die Kettfäden auf den Schaftrahmen 1 aufgezogen sind, werden letztere wieder auf den Webstuhl gebracht. Die Verbindungsstangen 16 werden durch die beiden Schlüssel 22 in der in Figur 4 gezeigten offenen Stellung gehalten, wobei die Schlüssel von den in Figur 1 schematisch bei 22 gezeigten Lagern getragen werden, so daß die Achsen 20 zwischen die Teile 19b der Backen 19 eingeführt werden können. Bin bloßes Drehen der genannten Schlüssel reicht aus, um die Achsen durch die Verbindungsstangen 16 wieder festzuhalten. Auf diese Weise können also die Demontage und Montage aller Schaftrahmen 1 des Webstuhls sofort durchgeführt werden, ohne daß dies mit einer schwierigen Handhabung verbunden wäre.
- Die Ausführungsform gemäß der Figuren 5 und 6 unterscheidet sich von der im obigen beschriebenen Ausführungsform in bezug auf den oberen Teil der Verbindungsstangen 16 des Kupplungssystems. Oberhalb der oberen Öffnung 19" der Backen 19 befindet sich eine innere schräge Seitenfläche l9c, die ermöglicht, daß die Achsen 20 des Sehaftrahmens i an ihren Platz eingeführt werden, ohne daß die Schlüssel 22 betätigt werden müssen. Dadurch wird der Bedienungsschlüssel 22 nur zur Demontage der Rahmen zum Lösen der Achsen 20 benötigt. Die Montage bzw. das Einsetzen des Schaftrahmens 1 erfolgt automatisch, indem die Achsen 20 die Backen 19 durch Druck gegen die Seitenflächen l9c, die eine Führungsfunktion erfüllen, öffnen. Man erkennt, daß bei dieser Ausführungsform die Teile 19b dieser Backen 19 wie Klemm-oder Spannelemente wirken, indem sie elastisch anliegen, jedoch nicht unmittelbar an den Achsen 20, was deren Drehbarkeit behindern würde, sondern an einem Lager oder Ring 23, der auf den genannten Achsen sitzt.
- In Figur 7 ist eine weitere andere Ausführungsform des oberen Teils jeder Verbindungsstange 16 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform wird das elastische Schließen der Backen durch zwei Federn 24 sichergestellt, die auf einer Querstange 25 sitzen und zwischen einem Kopf 25a der Stange und der entsprechenden gegenüberliegenden Backe 19 gehalten werden. Dadurch wird die elastische Rückfederung des Metalls, aus dem die Backen 19 bestehen, ausgeschaltet. Natürlich kann diese elastische Rückfederungswirkung der Backen 19 mit den Seitenflächen l9c der Öffnung gemäß Figur 6 kombiniert werden.
- L e e r s e i t e
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE l. Vorriceltung zum Verbinden der Schüite mit dem Antriebsmechanismus eines Webstuhls, bei der jeder Schaft mit dem entsprechenden Element des Antriebsmechanismus iiber ein bewegliches Teil oder einen Riegel verbunden ist, der mit geeigneten Steuerelementen verseilen ist und sic in der Lbene des betreffenden Schaftes verschiebt, wobei er mit einem mit dem Schaft fest verbundenen Kupplungsorgan zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die tiegel aller Schäfte (i) und ihre Steuerelemente aufeinanderfolgend in wenigstens einer teihe ausgerichtet sind, die lotrecht zu den Schäften liegt, so daß nach der ifivellierung der Schäfte (i) alle sich in der gleichen eie befindenden Kupplungsorgane durch Betätigen eines einzigen verstellbaren Bedienungsschlüssels (22) lösbar oder feststellbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Kupplungsorgane zylindrische Achsen sind, die an den Schäften zur Anlenkung van Verbindungsstangen angebracht sind, welche mit den letzten Elementen des Antriebsmechanismus verbunden sind, wobei die Verbindungsstangen mit den ;tiegeln verseilen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Verbindungsstange (16) mit einem Fuß (17) versehen ist, der an das betreffende Element des Antriebsmechanismus angelenkt ist, sowie mit einem oberen Teil, der zwei elastische Backen (19) aufweist, die einander gegenüberliegen und deren aneinanderstoßende freie Enden so profiliert sind, daß sie zwischen sich zwei benachbarte Öffnungen (19', 19") bilden, von denen die eine (19") die entsprechende zylindrische Achse (20) und die andere (19') den Schlüssel (22) zum zeitweiligen Auseinanderspreizen dieser Backen (19) durch Verdrehen aufnehmen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der Backen (19), die die Öffnung (19") umschließen, welche zur Aufnahme der Achse (20) bestimmt ist, auf einem Hing oder Lager (2S) aufliegen, das beweglich auf der Achse (20) sitzt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicflnet, daß die freien Enden der Backen (19) als schräge Führungen (19c) ausgebildet sind, die das spreizen der Backen (19) beim hineindrücken der Achsen (20) sicherstellen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Rückstellen der isacken (19) durch den Verformungswiderstand des materials der Backen bewirkbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Rückstellen der Backen (19) dadurch wenigstens eine Feder (24) bewirkbar ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Bedienungsschlüssel (22) im Inneren zweier festliegender Lager (22t) geführt und gehaltert ist, die beidseitig aller Schäfte (1) bzw.der Schaftrahmenanordnung vorgesehen sind.
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