DE2655259A1 - Verfahren zum ingangsetzen eines aufwaerts-wirbelbettreaktors - Google Patents
Verfahren zum ingangsetzen eines aufwaerts-wirbelbettreaktorsInfo
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G49/00—Treatment of hydrocarbon oils, in the presence of hydrogen or hydrogen-generating compounds, not provided for in a single one of groups C10G45/02, C10G45/32, C10G45/44, C10G45/58 or C10G47/00
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Description
CITIES SERVICE RESEARCH AND DEVELOPMENT COMPANY, Tulsa
Oklahoma 74012 (V.St.A.)
Verfahren zum Ingangsetzen eines Aufwärts-Wirbelbettreaktors
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ingangsetzen eines Aufwärts-Wirbelbettreaktors zum Behandeln schwerer
Kohlenwasserstoffreste, bei dem eine Anfangslast aus Leichtöl* Wasserstoff und Katalysator einem Reaktor zugeführt,
die Wirbelrate, Temperatur und Raumgeschwindigkeit "geregelt und das Leichtöl durch stufenweises Zusetzen
von schweren Resten substituiert wird.
Demgemäß bezieht sich die Erfindung allgemein auf ein verbessertes
Verfahren zum Ingangsetzen einer Behandlungseinheit- Genauer gesagt handelt es sich um ein Verfahren für
einen Aufwärts-Wirbelbettreaktor (Fließbettreaktor) für die Wasserstoffbehandlung oder Hydrierung schwerer Kohlen-
411
Büro Bremen:
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Schlotthauer Straße 3 D-8000 München 90 Telefon: (089) 652321
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Telsgr. :TeIepatent, München
BOEHMERT & BOEHMERT . r _ _ _ _
.3.
wasserstoffreste. Der erfindungsgemäß erzielte Vorteil
liegt dabei in einem verbesserten Verfahren zum Betreiben eines Hydrierreaktors, insbesondere während des Ingangsetzens
und des Stillsetzens.
Bekannte Verfahren zum Ingangsetzen von Wirbelbetteinheiten zum Behandeln schwerer Kohlenwasserstoffreste sind
beispielsweise in den US-Patentschriften 3 244 617, 3 491 01? und 3 491 018 beschrieben. Bei dem ersten der vorstehend
genannten Verfahren wird versucht, die Konversions- oder Hydrierrate während des Ingangsetzens dadurch zu regeln
oder kontrollieren, daß die Temperatur und die Verweilzeit im Reaktor gesteuert oder geregelt werden, um auf diese
Weise die externe Wärmezufuhr auf ein Minimum zu reduzieren, wodurch wiederum die Konstruktions- und Betriebskosten
gesenkt werden sollen. Die letztgenannten Verfahren regeln die Umwandlung auf weniger als etwa 40 Vol.-%, bis etwa
1053 Liter schweres Aufgabegut pro Kilogramm neuen Katalysators (3 bbl./lb.) behandelt worden sind, indem zur vorzeitigen
Deaktivierung des Katalysators eine Reaktortemperatur steuerung erfolgt und die Reaktortemperatur und die
Raumgeschwindigkext gesteigert werden, um eine konstante Konversionsrate von wenigstens 75 Vol.-% zu erreichen.
Allgemein gesprochen wird bei einem Verfahren zum Ingangsetzen
der Hydrierung schwerer Kohlenwasserstoffreste in einem Aufwärts-Wirbelbettreaktor so vorgegangen, daß zunächst
heißes Gas durch eine Katalysatorladung im Reaktor geblasen wird, um so den Reaktor und dessen Inhalt zu erhitzen.
Hierfür sind etwa 24 bis 48 Stunden erforderlich. Anschließend wird ein Leichtgasöl von etwa 176,67 bis 398,89°C
(35O-75O°F) Siedebereich zugesetzt. Durch diesen Schritt
wird ein Wirbel- oder Fließbett gebildet und aufrechterhal-
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"™ L·. "—
BOEHMERT & BOEHMERT
ten, wobei dieser Schritt etwa 4 bis 24 Stunden erfordert. Anschließend wird der schwere Kohlenwasserstoffrest eingebrächt,
wobei das Katalysatorbett oben auf einer relativ konstanten Höhe gehalten wird, während das Reaktormaterial
aufgeheizt wird. Dies nimmt etwa 8 bis 24 Stunden in Anspruch. Schließlich werden die endgültigen Betriebsparameter
eingestellt. Es ist dabei zu beachten, daß dieses typische Verfahren hinsichtlich der Zeiten, Raten, Temperaturen
etc. für unterschiedliche Aufgabegüter modifiziert wird, wobei diese Modifikationen bekannt oder aus vorhergehenden
Betriebslaufen oder aus Pilotanlagenuntersuchungen berechnet sind.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welches ein verbessertes
Ingangsetzen eines Reaktors der beschriebenen Art gestattet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der
genannten Art dadurch gelöst, daß'die Viskosität und das spezifische Gewicht der sich ändernden Zufuhr in einem
Bereich von etwa +10% der Viskosität und etwa + 5% der Dichte geregelt werden.
Die durch die Erfindung erzielte Verbesserung liegt also in einem Verfahren zum Ingangsetzen eines Reaktors, dessen
Hauptvorteil darin liegt, daß eine exakte überwachung der Wirbel- oder Siedepumpenrate nicht notwendig ist. Indem die
charakterxstxschen Eigenschaften der Ausgangs-Leichtölzufuhr und des geplanten Rest-Aufgabegutes bekannt sind, insbesondere
die Viskosität und das spezifische Gewicht, läßt sich ein glattes Ingangsetzen eines Aufwärts-Wirbel- oder
Siedebettreaktors unter Verwendung von schweren Kohlen-
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wasserstoffresten als Aufgabegut durchführen. Das Verfahren
umfaßt die obengenannten Schritte, wobei erfindungsgemäß charakteristischerweise vorgesehen ist, daß die Viskosität
und das spezifische- Gewicht des Leichtölstromes, des Stromes
der schweren Kohlenwasserstoffreste und der Mischungen der beiden in einem Bereich von etwa +10% hinsichtlich der
Viskosität und etwa + 5% hinsichtlich *der Dichte kontrolliert
werden. Durch Anwendung dieses Verfahrens werden zunächst eine Wirbelpumpenrate und eine Gasströmungsrate zum Reaktor
eingestellt. Nach dem schrittweisen Substituieren des Leichtöles durch schwere Reststoffe und nach dem Einstellen
der Temperatur, des Druckes und der Strömungsparameter sind dann, wie sich herausgestellt hat, eine überwachung
der Wirbelpumpenrate und der Gasströmungsrate nicht mehr wesentlich. Auf diese Weise wird ein glattes Ingangsetzen
erreicht, wobei weniger Komplikationen auftreten als bei den bekannten Verfahren.
Die hauptsächlichen Parameter, die bei der Aufwärts-Wirbeloder
Siedebett-Hydrierung von schweren Kohlenwasserstoffresten eine Rolle spielen, sind in den obengenannten US-Patentschriften
beschrieben, auf die insoweit Bezug genommen wird. All diese Parameter gehen in den Betrieb des Reaktors
ein. Eine Anzahl von ihnen, wie beispielsweise verschiedene Temperaturen, Drücke, Strömungsraten etc., werden insbesondere
während des Ingangsetzens in engen Grenzen gehalten und überwacht.
Aus einer vorhergehenden Information sind nun bereits die
Viskosität und das spezifische Gewicht verschiedener Aufgabegüter
bekannt oder lassen sich berechnen, einschließlich der Mischungen von Leichtölen und schweren Resten. Durch
Steuern oder Regeln der Viskosität um + 10% und der Dichte
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um + 5% und Korrelieren dieser Daten mit anderen Parametern
während des Ingangsetzens' hat sich das erfindungsgemäße .Ingangsetzungsverfahren ergeben. Indem die Flüssigkeitsviskosität
und das spezifische Gewicht relativ konstant gehalten werden, ist es nicht mehr erforderlich, die
Wirbelpumpengeschwindigkeit zu ändern, um eine konstante Kätalysatorbettexpansion aufrechtzuerhalten, wodurch ein
exakteres Überwachen der anderen Betriebsparameter ermöglicht wird. Für neue und verschiedene Aufgabegüter müssen
gewisse Grundinformationen erhalten werden, woraufhin die neuen Aufgabegüter mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
bearbeitet werden können.
Indem eine relativ konstante Wirbel- oder Siedepumpengeschwindigkeit
sowie Gasströmungsrate aufrechterhalten
werden, wird das Katalysatorbett im Aufwärtsreaktor auf einem relativ konstanten Expansionsniveau gehalten. Da
die Pumpe eine Mischung aus Reaktor-Rücklaufflüssigkeit und frischem Aufgabegut verarbeitet, wird eine relativ
konstante Geschwindigkeit für die ternäre Mischung aus Gas, Flüssigkeit und Feststoffen als wünschenswert betrachtet.
Die Beziehung zwischen der Geschwindigkeit und der Viskosität sowie der Dichte der Fließmittelmischung ergibt
sich wie folgt:
v =- =— ι
Pf i ;/ z
wobei V ·= Oberflächen-Flüssigkeitsbeschwindigkeit im Reaktor
(gpir/ft 2)
jp = Dichte der nassen Katalysatorpartikel {g/cm ) /f = Dichte der Flüssigkeit (g/cm3)
,Af = Viskosität der Reaktionsflüssigkeit (Centipoise)
und X und C Konstanten bedeuten, deren Werte von den
charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen Aufgabegüter abhängen»
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Während eines ordnungsgemäßen Stillsetzens werden dieselben Verfahrensgrundsätze angewendet. Die Zufuhr an schweren
Kohlenwasserstoffresten wird zurückgenommen, wobei ein
leichteres Öl in den Zuführstrom einsubstituiert wird. Wenn die gesamte Zufuhr aus Leichtöl besteht, werden die
Betriebsparameter eingestellt, bis ein vollständiges Stillsetzen erreicht ist.
/
/
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele zeigen zwei Ingangsefezungsoperationen,
wobei einmal ein herkömmliches Verfahren und zum anderen das erfindungsgemäße Verfahren angewendet
sind. In beiden Beispielen wurde derselbe Reaktor verwendet, ebenfalls waren die Hilfsanlagen, die Wasserstoffzufuhr,
die Leichtrücklaufölzufuhr und das Schwergasöl-Aufgabegut
identisch. Das Schwergasöl wurde als typisches Schwerkohlenwasserstoffrest-Aufgabegut angesehen.
Die einleitenden Schritte der Katalysatorbeladung und des Aufheizens mit heißem Wasserstoff waren bei beiden Beispielen
gleich.
Während" sich der Aufwärts-Wirbelbettreaktor bei Betriebstemperatur
und -druck befand, wurde leichtes Rücklauföl dem Reaktor zugeführt, wodurch der Reaktor auf das Betriebsniveau aufgefüllt und ein expandiertes Katalysatorbett hergestellt
wurden» Es wurde eine konstante Gasrate aufrechterhalten.
a) Bei T+ 22 Stunden wurde die Leichtrücklaufölrate um 33% gesteigert. ( Die Pumpengeschwindigkeit wurde so
geregelt,.daß sich eine 35%ige Expansion des Bettes für die restliche Zeit des Ingangsetzens ergab).
b) Bei T+ 25 Stunden wurde mit der Schwergasölzufuhr begonnen, wobei ein gemischter Zuführstrom von 12,5%
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Schwergasöl und 37,5% Leichtrücklauföl verwendet
wurde.
c) Bei T+ 26 Stunden wurde die Zufuhr auf 25% Schwergasöl und 75% Leichtrücklauföl geändert.
d) Bei T+ 27 Stunden wurde die Zufuhr auf 37,5% Schwergasöl und 62,5% Leichtrücklauföl geändert.
e) Bei T+ 28 Stunden wurde die Zufuhr auf 50% Schwergasöl und 50% Leichtrücklauföl geändert. Kurz nach
der Durchführung dieser Änderung wurde infolge der Überexpansion des Bettes ein Katalysatorübertrag beobachtet.
Eine konstante Gasrate und eine konstante Wirbelpumpenrate wurden eingestellt und so eingehalten, daß sich eine 35%ige
Expansion ergab. Die nachstehende Tabelle zeigt, wie durch Regeln der Viskosität und der Dichte des Zuführstromes erfolgreich
ein schnelles Ingangsetzen erreicht werden konnte.
| %Leichtrück- | %Schwer- | relative | relative | |
| Zeit (Std.) | lauföl | gasöl | Viskosität | Dichte |
| T | 100 | 0 | 0,95 | 1,04 |
| T+l | 80 | 20 | 0,98 | 1 ,02 |
| T+2,5 | 66,6 | 33,4 | 1 ,00 | 1 ,00 |
| T+2,8 | 53,3 | 46,7 | 1,03 | 0,99 |
| T+5 | 40 | 60 | 1,05 | 0,99 |
| T+6 | 26,7 | 73,3 | 1,06 | 0,98 |
| T+8 | 13,3 | 86,7 | 1,09 | 0,96 |
| Tf9 | 0 | 100 | 1,09 | 0,96 |
Nachdem für einige Zeit auf Schwergasöl kontinuierlich gearbeitet
worden war,wurden schrittweise Vakuumreste substituiert.
Dann erfolgte mit dem neuen Aufgabegut ein langer Betriebs-
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Claims (1)
1. Verfahren zum Ingangsetzen eines Aufwärts-Wirbelbettreaktors
zum Behandeln schwerer Kohlenwasserstoffreste, bei dem eine Anfangslast aus Leichtöl, Wasserstoff und
Katalysator einem Reaktor zugeführt, die Wirbelrate, Temperatur und Raumgeschwindigkeit geregelt und das Leichtöl
durch stufenweises Zusetzen von schweren Resten substituiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Viskosität und das
spezifische Gewicht der sich ändernden Zufuhr in einem Bereich von etwa +10% der Viskosität und etwa + 5% der
Dichte geregelt werden.
709826/0693
ORiGiNAL INSPECTED
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/641,394 US4053390A (en) | 1975-12-17 | 1975-12-17 | Start-up procedure for a residual oil processing unit |
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