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Beschreibung und Patentansprüche
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Einrichtung ohne prinzipbedingte Verluste zur Entnahme von praktisch
rein sinusförmigem, netzfrequentem Strom aus Wechsel- oder Drehspannungsnetzen und
zur Oberführung der entnommenen elektrischen Energie in galvanisch verbundene Gleichspannungssysteme
oder Gleichspannungszwischensysteme Die elektrischen Energienetze, insbesondere
jene von hochindustrialisierten Ländern, werden in zunehmendem Maße durch Oberschwingungsströme
beeinflußt, welche von Geräten der Leistungselektronik verursacht werden.
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Ab einer bestimmten Höhe stören diese Oberschwingungsströme sowohl
den Betrieb der Energienetze als auch andere dort angeschlossene Verbraucher. Es
stellt sich somit die Aufgabe, die von Gleichstromsystemen oder Wechsel- und Drehstromsystemen
mit netzfremder Frequenz benötigte elektrische Energie den speisenden Wechsel- oder
Drehspannungsnetzen über praktisch rein sinusförmigen, netzfrequenten Strom und
möglichst ohne prinzipbedingte Verluste zu entnehmen.
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Diese Aufgabe wird von der hiermit vorgestellten Erfindung gelöst.
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Bei ihrer Beschreibung sei zunächst auf die Entnahme von Energie aus
Wechselspannungsnetzen eingegangen und erst im Anschluß daran auf die entsprechende
Aufgabe
bei Drehspannungsnetzen. Dementsprechend zeigt Fig. 1 von links beginnend zunächst
schematisch ein speisendes Wechselspannungsnetz (1), än dessen Klemmen nacheinander
ein mit einem Querkondensator (23 abschliessendes, als Tiefpaß wirkendes Eingangsfilter
(3), ein ungesteuerter Gleichrichter in Brückenschaltung (4), ein Gleichstrom-Hochsetzsteller
(5) in potentialverbindender Ausführung (engl.Bezeichnung: boost-converter) und
ein mit einem Querkondensator beginnendes Gleichspannungssystem oder Gleichspannungs-Zwischen-System
(6) nachgeschaltet sind, wobei der Gleichstrom-Hochsetzsteller derart ausgestaltet
ist, daß in seinen beiden Längs zweigen mindestens eine elektrische Drossel (7)
- im folgenden Speicherdrossel genannt - und mindestens eine Diode (8) - im folgenden
Stellerdiode genannt - angeordnet sind und die beiden Längs zweige in Querrichtung
über einen elektronischen Schalter (9) - im folgenden Stellerschalter genannt -
miteinander verbunden sind, wobei, jeweils von links, von der Eingangsseite des
Hochsetzstellers her gesehen, die Speicherdrossel(n) vor dem durch den Stellerschalter
gebildeten Querzweig und die Stellerdiode(n) nach diesem Querzweig eingefügt sind.
Als Stellerschalter wird ein schneller elektronischer Leistungsschalter verwendet,
welcher in Fig. 1 beispielhaft als bipolarer Leistungstransistor ausgeführt ist.
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Stattdessen können selbstverständlich auch Feldeffekt-Transistoren,
abschaltbare Thyristoren (engl. GTO's) oder abschaltbare Thyristorkombinationen
eingesetzt werden.
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Zur Sicherstellung der Funktion des Hochsetzsteller (5 muß gewährleistet
sein, daß die Spannung des genannten Gleichspannungssystems oder Gleichspannungs-Zwischen-Systems
(6) höher ist als der periodische Scheitelwert der Nominalspannung des speisenden
Wechselspannungsnetzes (1).
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Fig. 2 zeigt nochmals den Hochsetzsteller aus Fig. 1 zusammen mit
den typischen Verläufen des Stromes iL (10) durch die Speicherdrossel, welche hier
die Induktivität L besitzen möge, des Stromes i5 (11) durch den Stellerschalter
und des Stromes iD (12) durch die Stellerdiode. Des weiteren sind in Fig. 2 eingetragen
das Zeitintervall Te (13) - im folgenden Einschaltdauer genannt -, währenddessen
der Stellerschalter elektrisch leitetend ist, das Zeitintervall Ta (14) - im folgenden
Ausschaltdauer genannt -, währenddessen der Stellerschalter gesperrt ist,und das
Zeitintervall T1 (15) - im folgenden Lückdauer genannt -, währenddessen der Strom
iL durch die Speicherdrossel den Wert Null besitzt.
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Es läßt sich leicht zeigen, daß dann, wenn man die Lückdauer T1 konstant
zu Null wählt, d.h.,
wenn man den Stellerschalter jeweils gerade
dann wieder einschaltet, wenn der Drosselstrom den Wert Null erreicht hat, die mittlere
Eingangsimpedanz dieses Hochsetzsteller den Wert 2L besitzt.
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T e Für konstante. Einschaltdauer verhält sich der Hochsetzsteller
also hinsichtlich des arithmetischen Mittelwerts des von ihm aufgenommenen.Stromes
wie ein Ohmwiderstand, d.h. dieser arithmetische Mittelwert des Eingangsstromes
iL ist dem arithmetischen Mittelwert der Eingangsspannung UE (16) proportional.
Dies gilt natürlich nur für positive Werte der Eingangsspannung. Soll entsprechend
der genannten Aufgabe einem Wechselspannungsnetz ein Strom entnommen werden, dessen
arithmetischer Mittelwert dem arithmetischen Mittelwert der speisenden Wechselspannung
proportional ist, muß also dem Hochsetzsteller (17) entsprechend Fig. 3 ein Gleichrichter
(18) vorgeschaltet werden, welcher zur Einsparung eines teuren und schweren Transformators
zweckmäßigerweise in Brückenschaltung ausgeführt wird. Damit fließt dort vor dem
Brückengleichrichter der in Fig. 3 rechts oben skizzierte, mit der Schaltfrequenz
des Stellerschalters modulierte Wechselstrom iwm (19) und der Hochsetzsteller gibt
an das Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System den in Fig. 3
rechts unten skizzierten, mit der Schaltfrequenz des Stellerschalters und dem doppelten
Wert
der Frequenz des speisenden Wechselspannungssystems modulierten
Gleichstrom ihm (20) ab.
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Um sicherzustellen, daß das speisende trechselspannungsnetz mit einem
praktisch rein sinusförmigen Strom belastet wird, ist es also erforderlich, zwischen
den Brückengleichrichter und das speisende Wechselspannungsnetz ein Wechselstromfilter
zu schalten, welches,um die Funktion des Hochsetzstellers nicht zu beeinträchtigen,
auf jener Seite, an welche der Gleichrichter angeschlossen ist, mit einem Kondensator
abgeschlossen werden sollte.
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Um dazuhin zu gewährleisten, daß die Spannung des Energie aufnehmenden
Gleichspannungssystems bzw.
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Gleichspannungs-Zwischen-Systems trotz der Zufuhr des zweifach modulierten
Gleichstroms eine weitgehend reine Gleichspannung bleibt, ist parallel zu seinen
Eingangsklemmen ein Kondensator zu schalten, welcher dazuhin sicherstellt, daß der
Hochsetzsteller nicht durch Leitungsinduktivitäten auf der Gleichspannungsseite
zerstört wird.
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Durch Hinzufügen dieser beiden Glättungseinheiten entsteht so aus
Fig. 3 die eingangs vorgestellte Fig. 1 mit dem Unterschied, daß dort der gleichspannungsseitige
Glättungskondensator in das Energie aufnehmende Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
mit einbezogen ist.
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Aus den Diagrammen in Fig. 3 wird sofort deutlich,
daß
seinerseits die Annäherung des aufgenommenen Stromes an die Sinusform besonders
gut wird,und andererseits das Wechselstromfilter (3), die Speicherdrossel (7) und
der gleichstromseite Glättungskondensator in Fig. 1 besonders klein und leicht ausfallen,
insgesamt also besonders günstige Verhältnisse vorliegen, wenn die Umschaltfrequenz
des Stellerschalters (9) möglichst groß gegenüber der Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes
gewählt wird. Mit heute verfügbaren elektronischen Leistungsschaltern lassen sich
maximale Schaltfrequenzen von 100 kHz bis 200 kHz auch im Bereich grösserer Leistungen
bereits sicher realisieren.
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Wird, wie bisher vorausgesetzt, die Lückdauer T zu Null gewählt, d.h.
der Stellerschalter jeweils gerade dann wieder eingeschaltet, wenn der Drosselstrom
den Wert Null erreicht hat, so kann die dem speisenden Wechselspannungsnetz entnommene
Leistung nur über eine Veränderung der Einschaltdauer T e herbeigeführt werden.
Auch Korrekturen an der Sinusform des aufgenommenen Wechselstroms, welche aufgrund
der nicht idealen Eigenschaften der eingesetzten Bauelemente erforderlich werden,
sind dann nur über eine Modulation dieser Einschaltdauer durchführbar. Dabei ist
die letztgenannte Einschränkung nicht sehr belastend. Die erstgenannte Einschränkung
kann dagegen erheblich stören, weil sie
für eine Verringerung der
aufgenommenen Leistung zum Wert Null hin eine Erhöhung der Schaltfrequenz zum Wert
unendlich hin erfordert.
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Diese Einschränkung entfällt - und es kann dann z.B. auch mit konstanter
Schaltfrequenz gearbeitet werden -, wenn sowohl die Einschaltdauer als auch die
Ausschaltdauer des Stellerschalters verändert werden.
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In Fig. 4 ist rechts die Einrichtung nach Fig. 1 nochmals dargestellt.
Dazuhin sind dort die charakteristischen Ströme und Spannungen eingepfeilt.
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Deren zeitliche Verläufe sind in Fig. 4 links dargestellt, und zwar
für den Fall, daß sich stets eine endliche Lückdauer ergibt, der Strom durch die
Speicherdrossel also in jedem Schaltzyklus einmal auf der Nullinie aufsitzt.
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Man erkennt aus diesen Kurven sofort, daß sich in diesem Fall sowohl
für variable als auch für konstante Einschaltdauer über die Ausschaltdauer bzw.
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die hiermit gekoppelte Lückdauer sowohl die Sinusform des Eingangsstromes
sicherstellen als auch der gewünschte Effektivwert des Eingangs stromes und damit
die gewünschte Leistung einstellen läßt.
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Im einzelnen sind in Fig. 4 dargestellt: der dem Eingangs filter (3)
zufliessende Wechselstrom iW (21), die Spannung des speisenden Wechselspannungssystems
uW (22), die Spannung am Ausgang des Eingangsfilters uwm(23),
der
dem Brückengleichrichter zufliessende, modulierte Wechselstrom ihm (24), der Strom
durch die Speicherdrossel iL (25), die Spannung des Gleichspannungssystems bzw.
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des Gleichspannungs-Zwischen-Systems uG (26), und der dem Gleichspannungssystem
bzw. dem Gleichspannungs-Zwischen-System zufliessende modulierte Gleichstrom iGm
(27).
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Das Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System (6)
in Fig. 1 kann bei der erfindungsgemäßen Einrichtung sowohl ein Energie aufnehmendes
Gleichstromsystem sein, in welchem die aufgenommene elektrische Energie nutzbringend
und zweckentsprechend in andere Energieformen umgesetzt wird, es kann sich bei ihm
aber auch, wie bereits der Name sagt, um ein Gleichspannungs-Zwischen-System handeln,
aus welchem die Energie über Gleichstromsteller oder Wechselrichter in beliebige,
potentialmäßig gekoppelte oder getrennte, Energie aufnehmende Gleichstromsysteme
oder Wechsel- bzw. Drehstromsysteme beliebiger Frequenz übertragen wird.
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Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung selbst wurde bewußt auf eine
galvanische Trennung verzichtet, da sich eine solche in nachgeschalteten Gleichstromstellern
oder Wechselrichtern erheblich kleiner, leichter und kostengünstiger realisieren
läßt.
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Wie bereits aus Figur 3 deutlich wurde, wird der Stellerschalter nach
seinem Abschalten mit der Spannung UG des Energie aufnehmenden Gleichspannungssystems
bzw.
Gleichspannungs-Zwischen-Systems belastet. Diese Spannung sollte also nicht zu groß
werden um den Stellerschalter nicht zu überlasten.
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Sie muß andererseits stets größer bleiben als der Scheitelwert der
Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes, da sonst der Strom durch die Speicherdrossel
nach dem Abschalten des Stellerschalters nicht mehr wunschgemäß abgebaut wird.
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Es ist daher zweckmässig, diese Spannung UG des Gleichspannungssystems
bzw. Gleichspannungs-Zwischen-Systems über eine Beeinflussung der Leistungszufuhr
zu diesem (d.h. über eine Beeinflussung des Effektivwerts des dem Eingangs filter
zufliessenden Wechselstroms) und/oder eine Beeinflussung der Leistungsabfuhr von
diesem weitgehend konstant zu halten derart, daß bei einem zu hohen Wert von UG
weniger Leistung zugeführt und/oder mehr Leistung abgeführt wird und daß bei einem
zu niedrigen Wert von UG in umgekehrter Weise Einfluß genommen wird.
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Werden zugunsten des Stellerschalters keine besonderen Maßnahmen getroffen,
so wird sein Leistungsvermögen meist durch seine Verlustleistungsbeanspruchung beim
Ausschalten begrenzt. Es ist daher zweckmässig, den Stellerschalter von seiner Verlustleistungsbeanspruchung
beim Ausschalten zu entlasten.
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Fig. 5 zeigt den Hochsetzsteller aus Fig. 2 nach Ergänzung um eine
bekannte Einrichtung, welche
den Stellerschalter (28) von seiner
Verlustleistungsbeanspruchung beim Ausschalten über ein sogenanntes RCD-Netzwerk
(29) entlastet. Die Funktionsweise dieser Entlastungseinrichtung (29) ist aus der
einschlägigen Literatur bekannt.
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Fig. 6 zeigt wiederum den Hochsetzsteller aus Fig. 2, nunmehr nach
Ergänzung um eine Anordnung ohne prinzipbedingte Verluste zur Entlastung elektrischer
oder elektronischer Einwegschalter von ihrer Verlustleistungsbeanspruchung beim
Ausschalten (30) gemäß deutscher Patentanmeldung P 26 49 385.6.
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Die Funktion dieser Anordnung (30) ist in der genannten Patentanmeldung
ausführlich beschrieben.
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Sie hat den Vorteil, ohne prinzipbedingte Verluste zu arbeiten und
ist infolgedessen auch für hohe Schaltfrequenzen des Stellerschalters (31) geeignet.
Diese Eigenschaft ist hinsichtlich des Einsatzes in einer Einrichtung gemäß vorliegender
Erfindung besonders vorteilhaft, weil hier. - wie bereits ausgeführt - der Hochsetzsteller
mit hohen Umschaltfrequenzen betrieben werden sollte.
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Fig. 6 a zeigt erneut den Hochsetzsteller aus Fig. 2, nunmehr nach
Ergänzung um eine andere Einrichtung ohne prinzipbedingte Verluste zur Entlastung
elektrischer oder elektronischer Einwegschalter von ihrer Verlustleistungsbeanspruchung
beim Ausschalten (107) gemäß deutscher Patentanmeldung
P 26 50
673.0 . Die Funktion dieser Anordnung (107) ist in dieser zweitgenannten Patentanmeldung
wiederum ausführlich beschrieben.
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Auch sie arbeitet ohne prinzipbedingte Verluste und ist infolgedessen
hinsichtlich des Einsatzes in einer Einrichtung gemäß vorliegender Erfindung besonders
vorteilhaft.
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Wird der in der erfindungsgemäßen Einrichtung enthaltene Hochsetzsteller,
wie in den Diagrammen in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt, nach einem Abschalten immer
erst dann wieder eingeschaltet, wenn der Strom durch die Speicherdrossel zuvor den
Wert Null angenommen hat, so bleibt der Stellerschalter von einer Verlustleistungsbeanspruchung
beim Einschalten verschont.
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Weicht man jedoch hiervon ab, arbeitet also mit einem nicht lückenden
Strom durch die Speicherdrossel, so wird der Stellerschalter ohne zusätzliche Vorkehrungen
während des Einschaltens mit einer erheblichen Einschaltverlustleistung beansprucht.
Dem kann in bekannter Weise entsprechend der Darstellung in Fig. 7 durch die Einfügung
einer sogenannten Einschaltdrossel (32) abgeholfen werden. Dies hat jedoch zur Folge,
daß dann die Sperrspannungsbeanspruchung beim Abschalten des Stellerschalters (33)
unzulässig hohe Werte annimmt. Dem kann, wiederum in bekannter Weise,
durch
die Einfügung einer sperrspannungsbegrenzenden Zenerdiode (34) abgeholfen werden.
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Außer dieser in Fig. 7 dargestellten gibt es noch weitere Einrichtungen,
welche es ermöglichen, den Stellerschalter sowohl von hoher Verlustleistungsbeanspruchung
beim Einschalten als auch von überhöhter Sperrspannungsbeanspruchung beim Abschalten
zu befreien.
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Figur 7 a zeigt erneut den Hochsetzsteller aus Fig. 2, nunmehr ergänzt
sowohl um eine Einrichtung (108) zur Befreiung elektrischer oder elektronischer
Einwegschalter von hoher Verlustleistungsbeanspruchung während des Einschaltens
und überhöhter Sperrspannungsbeanspruchung beim Ausschalten gemäß deutscher Patentanmeldung
P 26 51 492.1 als auch um eine Einrichtung (109) ohne prinzipbedingte Verluste zur
Entlastung elektrischer oder elektronischer Einwegschalter von ihrer Verlustleistungsbeanspruchung
beim Ausschalten gemäß deutscher Patentanmeldung P 26 50 673.0.
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Wie sowohl aus den Diagrammen in Fig. 3 wie aus jenen in Fig. 4 deutlich
wurde, wird bei der erfindungsgemäßen Einrichtung dem Energie aufnehmenden Gleichspannungssystem
bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System ein pulsierender Gleichstrom iGm zugeführt,
welcher sowohl mit der Umschaltfrequenz des Stellerschalters als auch mit dem doppelten
Wert
der Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes moduliert ist.
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Um das Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
und insbesondere den diesem parallel geschalteten Glättungskondensator von der besonders
gravierenden Beanspruchung mit der Wechselstromkomponente von doppelter Netzfrequenz
zu entlasten, kann es bei der erfindungsgemäßen Einrichtung sehr zweckmäßig sein,
entsprechend der Darstellung in Fig. 8 dem Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
(35) einen elektrischen Saugkreis (36) parallel zu schaltern, dessen Resonanzfrequenz
doppelt so hoch ist wie die Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes.
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Wie bereits erläutert, bleibt der Stellerschalter, welcher in der
erfindungsgemäßen Einrichtung enthalten ist, von einer Verlustleistungsbeanspruchung
beim Einschalten verschont, wenn er frühestens dann eingeschaltet oder wieder eingeschaltet
wird, wenn durch die Speicherdrossel kein nennenswerter Strom mehr fließt.
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Besonders einfache Verhältnisse ergeben sich, wenn der Stellerschalter
jeweils sofort wieder eingeschaltet wird, wenn durch die Speicherdrossel kein nennenswerter
Strom mehr fließt (vgl. hierzu Fig. 3). Wird dazuhin noch die Einschaltdauer des
Stellerschalters konstant vorgegeben, so
ergibt sich, wie die eingangs
gemachten Ausführungen schon gezeigt haben, bereits bei kleinen, nur auf die Schaltfrequenz
des Stellerschalters abgestimmten Eingangsfiltern ein praktisch rein sinusförmiger
Eingangsstrom. Dies setzt allerdings ideale Eigenschaften der eingesetzten Bauelemente
voraus. Daraus, daß diese Voraussetzung in der Praxis nicht gegeben ist, resultieren
bei realen Schaltungen dieser Art gewisse Abweichungen des dem Eingangsfilter zufliessenden
Wechselstroms von der angestrebten Sinusform. Eine derart betriebene Gesamtschaltung
kann aber dennoch sehr vorteilhaft sein, da der erforderliche Aufwand besonders
gering ist. Eine Dosierung der dem Gleichspannungssystem bzw. dem Gleichspannungs-Zwischen-System
zugeführten elektrischen Leistung kann dann z.B. derart erfolgen, daß der Stellerschalter
jeweils für ganze Vielfache von Vollschwingungen der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes
vollständig gesperrt und anschliessend wiederfür ganze Vielfache von Vollschwingungen
der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes für seine vorstehend beschriebene
Funktion wieder freigegeben wird.
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Zum Ausgleich der Einflüsse der nicht idealen Eigenschaften der verwendeten
Bauelemente kann es dabei zweckmässig sein, die Einschaltdauer des Stellerschalters
über
einen mit dem speisenden Wechselspannungsnetz synchronisierten, digital oder analog
realisierten Funktionsgeber zu modulieren, und zwar mit der zweifachen Frequenz
des speisenden Wechselspannungsnetzes.
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Fig. 9 zeigt den typischen Verlauf, welchen die Einschaltdauer T (37)
als Funktion der Zeit e aufweisen muß, wenn der dem Eingangsfilter zufliessende
Wechselstrom eine möglichst gut angenäherte Sinusform aufweisen soll.
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Fig. 10 zeigt die Grundanordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung
nach Fig. 1 nach Erweiterung um einen mit dem speisenden Wechselspannungsnetz (38)
synchronisierten, digital oder analog realisierten, zeitabhängigen Funktionsgeber
(39), welcher auf die Ansteuereinheit (40) des Stellerschalters (41) Einfluß nimmt,
derart, daß die Einschaltdauer T e mit der zweifachen Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes
in der gewünschten Weise moduliert wird (vgl. hierzu Fig. 9).
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Eine andere Möglichkeit, die Einflüsse der nicht idealen Eigenschaften
der verwendeten Bauelemente auszugleichen, besteht darin, die Einschaltdauer des
Stellerschalters über einen Funktionsgeber zu steuern, welcher vom Momentanwert
einer Spannung geführt wird, die durch eine eine Phasennacheilung bewirkende Phasendrehung
und anschliessende
Vollweggleichrichtung aus der Spanung des speisenden
Wechselspannungsnetzes gebildet werden kann.
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Fig. 11 zeigt die orundanordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung
nach Fig. 1 nach Erweiterung um eine an das speisende Wechselspannungsnetz angeschlossene
Phasendreheinrichtung (42), von der über einen zusätzlichen Vollweggleichrichter
(43) der Funktionsgeber (44) gesteuert wird, welcher die Einschaltdauer Te des Stellerschalters
wunschgemäß mit der zweifachen Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes (45)
moduliert.
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Eine weitere Möglichkeit, die Einflüsse der nicht idealen Eigenschaften
der verwendeten Bauelemente auszugleichen, besteht darin, die Einschaltdauer des
Stellerschalters von einem Regler vorgeben zu lassen, welcher aufgrund des Vergleichs
von Soll- und Istwert des dem Eingangsfilter zufliessenden Wechselstroms die Einstellung
der Sinusform und/oder des Effektivwerts des dem Eingangsfilter zufliessenden Stroms
besorgt.
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Der Sollwert für diesen Regler kann aus der Spannung des speisenden
Wechselspannungsnetzes abgeleitet werden. Da, wie Fig. 4 deutlich gezeigt hat, die
Spannung vor dem Brückengleichrichter (4) in Fig. 1 der Spannung des speisenden
Wechselspannungsnetzes in ihrer Phasenlage nacheilt,
sollte der
Sollwert für den genannten Regler dabei derart aus der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes
abgeleitet werden, daß zunächst über eine Phasendreheinrichtung eine Spannung erzeugt
wird, welche der Spannung des speisenden Netzes in ihrer Phasenlage nacheilt Aus
dieser Spannung ist dann der Reglersollwert in einfacher Weise über Bausteine ohne
Zeitverhalten zu bilden.
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Fig. 12 zeigt die Grundanordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung
nach Fig. 1 nach Erweiterung um ein derartiges Regelsystem.
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Beispielhaft wird hier der Istwert des dem Eingangsfilter zufliessenden
Wechselstromes an einnem Meßwiderstand (46) abgegriffen, einer - möglichst idealen
- Vollweggleichrichtung (47) unterzogen und dann dem Stromregler (48) als Istwert
zugeführt. Dessen Sollwert wird aus dem speisenden Wechselspannungsnetz (49) über
eine Phasendreheinrichtung (50) und eine - ebenfalls möglichst ideale - Vpllweggleichrichtung
(51) gewonnen.
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Die Funktion einer derartigen Regeleinrichtung kann erheblich verbessert
werden, wenn die Einschaltdauer des Stellerschalters zusätzlich über einen spannungsabhängigen
oder zeitabhängigen Funktionsgeber vorgesteuert wird.
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Beispielhaft zeigt Fig. 13 die Anordnung nach Fig. 12 nach Ergänzung
um eine Vorsteuerung der Einschaltdauer
T e über einen snanningsabhängigen
Funktionsgeber (52).
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Anstelle einer direkten Vorgabe der Einschaltdauer Te , wie dies bisher
beschrieben wurde, kann selbstverständlich auch eine entsprechende mittelbare Vorgabe
treten. Eine solche ergibt sich z.B. dann, wenn der Stellerschalter jeweils dann
wieder ausgeschaltet wird, wenn der Strom durch die Speicherdrossel einen Grenzwert
erreicht hat, welcher mit der doppelten Frequenz des speisenden Wechselspannungsnetzes
periodisch vorgeschrieben wird. Eine recht gute Annäherung des dem Eingangsfilter
zufliessenden Wechselstroms an die gewünschte Sinusform kan bereits dann erreicht
werden, wenn der genannte Grenzwert für den Strom durch die Speicherdrossel proportional
zum Momentanwert einer Spannung vorgeschrieben wird, welche in bereits erläuterter
Weise durch eine eine Phasennacheilung bewirkende Phasendrehung und eine anschliessende
Vollweggleichrichtung aus der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes gebildet
werden kann.
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Eine sehr gute Annäherung des dem Eingangsfilter zufliessenden Wechselstroms
an die gewünschte Sinus form läßt sich erzielen, wenn der genannte Grenzwert für
den Strom durch die Speicherdrossel über einen Funktionsgeber vorgegeben wird, welcher
entweder
in bereits erläuterter Weise vom Momentanwert einer Spannung geführt wird, die durch
eine eine Phasennacheilung bewirkende Phasendrehung und eine anschliessende Vollweggleichrichtung
aus der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes gebildet werden kann, oder
, gleichfalls in bereits erläuterter Weise, als mit dem speisenden Wechselspannungsnetz
synchronisierter, digital oder analog realisierter, zeitabhängiger Funktionsgeber
ausgebildet ist.
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Eine noch bessere Annäherung des dem Eingangsfilter zufliessenden
Wechselstroms an die gewünschte Sinus form läßt sich schließlich wiederum erzielen,
wenn der Grenzwert des Stromes durch die Speicherdrossel von einem Regler vorgegeben
wird, welcher in bereits erläuterter Weise die Einstellung der Sinus form und/oder
des Effektivwerts des dem Eingangs filter zufliessenden Stromes besorgt.
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Die Funktion dieser zuletzt beschriebenen Anordnung läßt sich nochmals
dadurch verbessern, daß der Grenzwert des Stromes durch die Speicherdrossel zusätzlich
über einen zeit- oder spannungsabhängigen Funktionsgenerator vorgesteuert wird.
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Wie an sich aus dem bisher Gesagten bereits hervorgeht, kann es sehr
vorteilhaft sein, die beschriebenen zeit- oder spannungs abhängigen Funktionsgeber
für
die Einschaltdauer des Stellerschalters bzw. für den Grenzwert des Stromes durch
die Speicherdrossel über eine Signalspannung zusätzlich zu beeinflussen und über
diese Signalspannung im Wege einer Steuerung oder Regelung die Einstellung der Sinusform
und/oder des~Effektivwertes des dem Eingangsfilter zufliessenden Wechselstroms zu
besorgen.
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Lediglich beispielhaft hierfür zeigt Fig. 14 die Anordnung nach Fig.
11 nach Erweiterung des spannungsabhängigen Funktionsgenerators (53) um einen zusätzlichen
Signalspannungseingang (54) für die Steuerspannung ust (55), welche z.B. direkt
als Steuergröße für die dem Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
(56) zugeführte elektrische Leistung dienen kann.
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Bereits an früherer Stelle wurde festgestellt, daß die Steuermöglichkeiten
bei der erfindungsgemäßen Einrichtung sich wesentlich erweitern, wenn der Stellerschalter
jeweils erst dann wieder eingeschaltet wird, wenn seit dem letzten Nullwerden des
Stromes durch die Speicherdrossel ein bestimmtes Zeitintervall, die sog.
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Lückdauer, abgelaufen ist.
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Damit entsteht die Möglichkeit, in Ergänzung zu einem bzw. in Kombination
mit einem der bisher
beschriebenen Steuerverfahren die Lückdauer
des Stromes durch die Speicherdrossel zu verändern.
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Dies kann derart geschehen, daß die Lückdauer des Stromes durch die
Speicherdrossel über einen mit dem speisenden Wechselspannungsnetz synchronisierten,
digital oder analog realisierten Funktionsgeber vorgegeben wird und dieser Funktionsgeber
- gegebenenfalls zusätzlich - über eine ergänzend einwirkende Signalspannung beeinflußt
wird, welche zur Einstellung der Sinusform und/oder des Effektinverts des dem Eingangs
filter zufliessenden Wechselstromes herangezogen wird.
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Es kann jedoch auch vorteilhafter sein, die Lückdauer des Stromes
durch die Speicherdrossel über einen Funktionsgeber zu steuern, welcher vom Momentanwert
einer Spannung geführt wird, die durch eine eine Phasennacheilung bewirkende Phasendrehung
und anschließende Vollweggleichrichtung aus der Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes
gebildet werden kann und diesen Funktionsgeber - gegebenenfalls zusätzlich - zur
Einstellung der Sinus form und/oder des Effektivwertes des dem Eingangsfilter zufließenden
Wechselstromes über eine ergänzend einwirkende Signalspannung zu beeinflussen.
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In beiden Fällen kann die Signalspannung, welche auf den Funktionsgeber
einwirkt, z.B. von einem
Regler vorgegeben werden, welcher die
Einstellung der Sinusform und/oder des Effektivwerts des dem Eingangsfilter zufließenden
Wechselstromes besorgt.
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Selbstverständlich kann die Lückdauer des Stromes durch die Speicherdrossel
jedoch auch direkt von einem Regler vorgegeben werden, welcher die Einstellung der
Sinus form und/oder des Effektivwerts des dem Eingangs filter zufließenden Stromes
bewirkt, vorzugsweise derart, daß der Sollwert für diesen Regler über Bausteine
ohne Zeitverhalten aus einer Spannung gebildet wird, welche der Spannung des speisenden
Wechselspannungsnetzes in ihrer Phasenlage nacheilt.
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Fig. 15 zeigt beispielhaft eine derartige Anordnung, bestehend aus
der Grundanordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung nach Fig. 1, einer ergänzend
eingeführten Steuerung für die Einschaltdauer T e mittels eines sp annungs abhängigen
Funktionsgebers gemäß Fig. 11 und einer zusätzlich eingeführten Regelung der Sinus
form und des Effektinferts des dem Eingangsfilter zufließenden Wechselstroms über
die Lückdauer T1 Im einzelnen sind in Fig. 15 dargestellt eine Phasendreheinrichtung
(57) für die Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes (58), ein Meßwiderstand
für den dem Eingangs filter (59) zuzufließenden
Wechselstrom,
ein - möglichst idealer - Vollweggleichrichter (60), welcher den Istwert für den
Regler (61) liefert, ein weiterer - möglichst idealer - Vollweggleichrichter (62),
welcher den Sollwert für den Regler (61) liefert und über den Funktionsgeber (63)
die Einschaltdauer T des Stellerschalters (64) e vorschreibt, während der Regler
(61) die Lückdauer T1 des Stromes durch die Speicherdrossel bestimmt. Beides wird
über die Ansteuereinheit (65) des Stellerschalters (64) bewirkt.
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Aus den bisherigen Ausführungen geht hervor, daß es hinsichtlich zahlreicher,
sehr vorteilhafter Steuerungen für die Grundausführung der erfindungsgemäßen Einrichtung
sehr bedeutsam ist, auf eine einfache Weise ein Signal dafür zu bekommen, daß der
Strom durch die Speicherdrossel zu Null geworden ist. Hierfür kann man es sich zunutze
machen, daß der Strom durch die Speicherdrossel wegen des Trägerstaueffekts der
Stellerdiode im Anschluß an sein Nullwerden für kurze Zeit seine Polarität wechselt,
dann aber, nach Ausräumung der Stellerdiode von Ladungsträgern, mit praktisch schlagartiger
Umkehrung des Vorzeichens seiner Anderungsgeschwindigkeit dem Wert Null zustrebt.
Bringt man nämlich auf die Speicherdrossel eine zusätzliche,
gering
belastete Hilfswicklung auf, so kehrt deren Ausgangsspannung bei jedem Wechsel der
Polarität der Änderungsgeschwindigkeit des Stromes durch die Speicherdrossel ihr
Vorzeichen um und liefert damit ein ausgezeichnetes Signal dafür daß der Strom durch
die Speicherdrossel zu Null geworden ist bzw. keine Nennenswerte Größe mehr aufweist.
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Hierbei ergibt sich jedoch ein Problem dadurch, daß dann, wenn die
Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes den Wert Null oder sehr kleine Werte
aufweist, kein oder kein nennenswerter Drosselstrom mehr fließt und infolgedessen
das genannte Signal für den Beginn der Lückdauer entfällt.
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Dem läßt sich jedoch bei den praktisch bedeutsamen Stellerschaltern,
insbesondere bei bipolaren Leistungstransistoren , aber auch bei gate-turn-off-Thyristoren
(sog. GTO's) dadurch abhelfen, daß die Beeinflussung der Ansteuerstrecke des Halbleiters
bei dessen Abschalten mit so hoher Leistung erfolgt, daß diese Ansteuerstrecke mit
hoher Sperrspannung, vorzugsweise in ihrem Zenerbereich betrieben wird.
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Hierdurch wird auch im Hauptstromkreis des Halbleiters ein so hoher
Strom hervorgerufen, daß an der auf die Speicherdrossel aufgebrachten
Hilfswicklung
das Signal für den Beginn der Lückdauer auch dann abgegriffen werden kann, wenn
die Spannung des speisenden Wechselspannungsnetzes Null ist oder sehr kleine Werte
aufweist.
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Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung kann natürlich auch Drehspannungsnetzen
praktisch rein sinusförmiger, netzfrequenter Strom entnommen und die entsprechende
Energie galvanisch verbundenen Gleichspannungssystemen oder Gleichspannungs-Zwischen-Systemen
zugeführt werden.
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In nunmehr trivialer Kombination dadurch, daß drei erfindungsgemäße
Einrichtungen jeweils an zwei Außenleiter des Drehspannungsnetzes oder an jeweils
einen Außenleiter des Drehspannungsnetzes und an dessen vorhandenen oder ergänzend
gebildeten Mittelpunktleiter angeschlossen sind und die dem Drehspannungsnetz entnommene
elektrische Energie in drei galvanisch getrennte Gleichspannungssysteme oder Gleichspannungs-Zwischensysteme
überführt wird.
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Es liegt jedoch der Wunsch nahe, die dem Drehspannungsnetz entnommene
Energie in ein einheitliches Gleichspannungssystem oder Gleichspannungs-Zwischen-System
zu überführen. Dies läßt sich entsprechend der Darstellung in Fig. 16 in zunächst
sehr einfach anmutender Weise dadurch erreichen, daß die drei Hochsetzsteller (66)
einheitlich
ausgeführt und an ihren Gleichspannungs aus gängen einfach miteinander verbunden
werden.
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Dies hat jedoch verschiedene, teilweise recht gravierende Nachteile.
Zum einen muß zur grundsätzlichen Sicherstellung der Funktion dieser Schaltung die
Spannung UG des Gleichspannungssystems bzw. Gleichspannungs-Zwischen-Systems (67)
-fach größer sein als dann, wenn die drei Hochsetzsteller auf drei verschiedene,
galvanisch voneinander getrennte Gleichspannungssysteme bzw.
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Gleichspannungs-Zwischen-Systeme arbeiten würden, zum anderen ergeben
sich erhebliche Einschränkungen hinsichtlich der Lage der Ein- und Ausschaltzeitpunkte
der drei Hochsetzsteller relativ zueinander bzw. - verbunden damit - schlechte Ausnutzungsverhältnisse
dieser Hochsetzsteller und ihrer Bauelemente.
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Den an zweiter Stelle genannten Nachteilen läßt sich dadurch abhelfen,
daß die Übertragung der elektrischen Energie von den drei Hochsetzstellern zum gemeinsamen
Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System unter Einsatz zusätzlicher
Entkoppeldioden erfolgt.
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Fig. 17 zeigt eine Anordnung, bei welcher die drei erfindungsgemäßen
Einrichtungen an jeweils
einen Außenleiter des Drehspannungsnetzes
(68) und an dessen vorhandenen oder ergänzend gebildeten Mittelpunktleiter t69)
angeschlossen sind.
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Die Hochsetzsteller (70) sind gleich aufgebaut und ausgangsseitig
in einheitlicher Weise an das Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
(71) angeschlossen. Zusätzlich sind drei Entkoppeldioden (72) eingefügt, derart,
daß bei den Hochsetzstellern nun in jeder Ausgangsleitung eine Diode enthalten ist.
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Damit sind die oben an zweiter Stelle genannten Nachteile beseitigt.
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Dies gilt auch für die in Fig. 18 dargestellte Anordnung, welche im
Vergleich zu jener nach Figur 17 bei selber Strombelastbarkeit der Stellerschalter
(73) eine höhere Ausgangsleistung erlaubt, da die drei erfindungsgemäßen Einrichtungen
jeweils an zwei Außenleiter des speisenden Drehspannungsnetzes (74) angeschlossen
sind.
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Des weiteren sind hier - lediglich beispielhaft -die Eingangs filter
(75) symmetrisch aufgebaut und auch die Hochsetzsteller (76) in symmetrischer Weise
mit je zwei Speicherdrosseln (77) aufgebaut. Die Entkoppeldioden (78) sind wie in
Fig. 17 so eingefügt, daß bei den Hochsetzstellern (76) nun in jeder Ausgangsleitung
eine Diode enthalten ist.
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Beide Anordnungen, jene nach Fig. 17 und jene nach Fig. 18, besitzen
aber noch den Nachteil, daß die Spannung UG des gemeinsamen Gleichspannungssystems
bzw. Gleichspannungs-Zwischen-Systems -J3rfach größer sein muß als dann, wenn die
drei Hochsetzsteller auf drei verschiedene, galvanisch voneinander getrennte Gleichspannungssysteme
bzw. Gleichspannungs-Zwischen-Systeme arbeiten würden.
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Dieser, bei der begrenzten Spannungsbelastbarkeit heute verfügbarer
Stellerschalter besonders gravierende Nachteil wird von der Anordnung nach Fig.
19 vermieden. Bei ihr sind die drei erfindungsgemäßen Einrichtungen wieder jeweils
an einen Außenleiter des Drehspannungsnetzes (79) und an dessen vorhandenen oder
ergänzend gebildeten Mittelpunktleiter (80) angeschlossen.
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Ihre drei Hochsetzsteller (81) arbeiten an ihren Ausgängen zunächst
auf je einen, als Zwischenspeicher fungierenden Kondensator (82). Diese drei Kondensatoren
übertragen die ihnen zufliessende elektrische Energie in zyklisch-symmetrischer
Reihenfolge an das gemeinsame Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
(83), was über den Gleichstromstellern nachgeschaltete Thyristorpaare (84) und eine
gemeinsame Drossel (85) erfolgt, welche sicherstellt, daß die Zwischenspeicher
-Kondensatoren
bei Freigabe des zugehörigen Thyristorpaars nicht schlagartig auf die Spannung UG
des gemeinsamen Gleichspannungssystems entladen werden. Mit Ausnahme der sehr rasch
erfolgenden Stromübergabe von einem Thyristorpaar auf das folgende ist hier jeweils
nur ein Thyristorpaar leitend und damit nur ein Zwischenspeicher-Kondensator mit
dem Energie aufnehmenden Gleichspannungssystem (83) elektrisch leitend verbunden.
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Der Vorteil dieser Anordnung wurde bereits genannt. Die Sperrspannungsbeanspruchung
der Stellerschalter ist nicht höher als bei getrennt arbeitenden Einzelsystemen.
Dies gilt auch für die in Fig. 20 dargestellte Anordnung. Bei ihr ist von jedem
der in Fig. 19 eingeführten Thyristorpaare ein Exemplar entfallen, während das andere
erhalten blieb,und zwar derart, daß in jeder Verbindungsleitung von den Hochsetzstellern
zum gemeinsamen Gleichspannungssystem bzw.
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Gleichspannungs-Zwischen-System mindestens eine Ventilstrecke verbleibt,
sei es in Form der Stellerdiode selbst oder in Form des verbliebenen Thyristors
(87). Der Nachteil dieser vereinfachten Anordnung nach Fig. 20 gegenüber der vollständigen
nach Fig. 19 kommt in Einschränkungen hinsichtlich der Festlegung der Zündzeitpunkte
der
verschiedenen Thyristoren relativ zur Phasenlage des speisenden Spannungssystems
zum Ausdruck.
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Aus den bisher gemachten Ausführungen und Diagrammen ging hervor,
daß bei der Lösung der eingangs beschriebenen Aufgabe ein Einsatz von Gleichstrom-Hochsetzstellern
in potentialverbindender Ausführung (engl. Bezeichnung: boost-converter) besonders
vorteilhaft ist. Dies gilt auch für die Ausnutzung der in diesen Hochsetzstellern
eingesetzten Stellerschalter und deren Schutz vor Oberlastungen, welche aus Überspannungen
im speisenden Wechsel- bzw. Drehspannungsnetz resultieren könnten. Als Nachteil
muß dafür in Kauf genommen werden, daß die von diesen Hochsetzstellern unmittelbar
gespeisten Gleichspannungssysteme bzw. Gleichspannungs-Zwischen-Systeme oder Zwischenspeicher-Kondensatoren
Spannungen aufweisen müssen, welche größer sind als die Scheitelwerte jener Wechselspannungen,
welche an den Wechselstromanschlüssen der den Hochsetzstellern vorgeschalteten Brückengleichrichter
anliegen.
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Diese Einschränkung entfällt, wenn anstelle der bisher verwendeten
Gleichstrom-Hochsetzsteller in potentialverbindender Ausführung (engl.: boostconverter)
sogenannte Gleichstrom-Hoch-und Tiefsetzsteller
in potentialverbindender
Ausführung (engl.: buck-boost-converter) eingesetzt werden.
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Für diese Lösung der eingangs beschriebenen Aufgabe zeigt Fig. 21
von links beginnend zunächst schematisch wieder ein speisendes Wechselspannungsnetz
(88), an dessen Klemmen nacheinander ein mit einem Querkondensator (89) abschliessendes,
als Tiefpaß wirkendes Eingangsfilter (90), ein ungesteuerter Gleichrichter in Brückenschaltung
(91), ein Gleichstrom-Hoch- und Tiefsetzsteller (92) in potentialverbindender Ausführung
(engl.Bezeichnung: boost-converter) und ein mit einem Querkondensator beginnendes
Gleichspannungssystem oder Gleichspannungs-Zwischen-System (93) nachgeschaltet sind,
wobei der Gleichstrom-Hoch- und Tiefsetzsteller derart ausgestaltet ist, daß in
seinen beiden Längs zweigen mindestens ein elektronischer Stellerschalter (94) und
mindestens eine Stellerdiode (95) angeordnet sind, und die beiden Längs zweige in
Querrichtung über eine elektrische Speicherdrossel (96) miteinander verbunden sind,
wobei, jeweils von links, von der Eingangs seite des Hoch- und Tiefsetzstellers
her gesehen, der (die) Stellerschalter vor dem durch die Speicherdrossel gebildeten
Querzweig und die Stellerdiode(n) nach diesem Querzweig eingefügt sind.
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Fig. 22 zeigt nochmals den Hoch- und Tiefsetzsteller aus Fig. 21 zusammen
mit den typischen Verläufen des Stromes i5 (974 durch den Stellerschalter, des Stromes
iL C98) durch die Speicherdrossel und des Stromes iD (99) durch die Stellerdiode.
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Des weiteren sind in Fig. 22 eingetragen die Einschaltdauer T (100)
des Stellerschalters, die e Ausschaltdauer Ta (101) des Stellerschalters und die
Lückdauer T1 (102) des Stromes durch die Speicherdrossel.
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In Fig. 23 ist dem Hoch- und Tiefsetzsteller (103) ein Brückengleichrichter
£104) vorgeschaltet.
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Damit fließt dort vor dem Brückengleichrichter der in Fig. 23 rechts
oben skizzierte, mit der Schaltfrequenz des Stellerschalters modulierte Wechselstrom
zum (105),und der Hochsetzsteller gibt an das Gleichspannungssystem bzw. Gleichspannungs-Zwischen-System
den in Fig. 23 rechts unten skizzierten, mit der Schaltfrequenz des Stellerschalters
und dem doppelten Wert der Frequenz des speisenden Wechselspannungssystems modulierten
Gleichstrom ihm (106) ab.
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Es bedarf keiner besonderen Erläuterung, daß die Leistungsfähigkeit
der erfindungsgemäßen Einrichtung dadurch erhöht werden kann, daß der in ihr enthaltene
Gleichstromsteller durch eine Kombination von zwei oder mehr parallelgeschalteten,
vollständigen
Gleichstromstellern ersetzt wird. Man wird sich dann aber darum bemühen, die verschiedenen
Speicherdrosseln zu einer gemeinsamen Speicherdrossel zusammenzufassen. Dies ist
dann ohne Schwierigkeiten möglich, wenn die verschiedenen Stellerschalter dynamisch
voneinander entkoppelt werden.
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Fig. 24 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung, bei welcher der ursprünglich
enthaltene Gleichstrom-Hochsetzsteller durch eine Kombination (110) zweier parallelgeschalteter
Hochsetzsteller ersetzt ist, deren Stellerschalter (111) nebst zugehöriger Stellerdioden
(112) über eine sogenannte Saugdrossel (113) dynamisch voneinander entkoppelt sind
und deren ursprünglich getrennte Speicherdrosseln zu einer gemeinsamen Speicherdrossel
(114) zusammengefaßt sind, wobei der vom Schaltungseingang abgewandte Anschluß (115)
dieser gemeinsamen Speicherdrossel (114) an den Mittelpunkt (116) der Saugdrossel
(113) geführt ist.
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Nach Einführung dieser Saugdrossel können die beiden Stellerschalter
(111) ohne Schwierigkeiten jeweils gleichzeitig ein- und ausgeschaltet werden, da
die Saugdrossel eine symmetrische Aufteilung des Stromes durch die Speicherdrossel
auf die beiden Stellerschalter und - nach
deren Abschalten - auf
die beiden Stellerdioden auch dann erzwingt, wenn sich die Durchlaßspannungen dieser
Bauelemente etwas voneinander unterscheiden.
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Bei der in Fig. 24 dargestellten Gleichstrom-Hochsetzsteller-Kombination
(110) können die beiden Stellerschalter aber auch derart ein- und ausgeschaltet
werden, daß die Einschaltzeitpunkte bzw. die Ausschaltzeitpunkte eines der beiden
Stellerschalter jeweils in der Mitte des Zeitintervalls zwischen zwei Einschaltzeitpunkten
bzw. zwischen zwei.Ausschaltzeitpunkten des anderen Stellerschalters liegen. Damit
ergeben sich für das elektrische Potential des dem Schaltungseingang abgewandten
Anschlusses (115) der gemeinsamen Speicherdrossel folgende Verhältnisse: Sofern
beide Stellerschalter (111) leiten, nimmt dieser Punkt (115) das Potential der negativen
Schiene (117) des gespeisten Gleichspannungssystems (118) an> sofern beide Stellerschalter
sperren, ist das Potential dieses Punktes (115) dasselbe wie jenes der positiven
Schiene (119) des gespeisten Gleichspannungssystems und sofern ein Stellerschalter
sperrt und der andere leitet, weist dieser Punkt den arithmetischen Mittelwert der
Potentiale der positiven und der negativen
Schiene des gespeisten
Gleichspannungssystems auf. Damit läßt sich die von der gemeinsamen Speicherdrossel
(114) aufzunehmende Spannugszeitfläche verringern, wodurch eine Material- und Volumeneinsparung
bei dieser Drossel ermöglicht wird.
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Des weiteren ergibt sich bei dieser Betriebsweise, bezogen auf die
gesamte übertragene Leistung, eine Verkleinerung der Durchlaßverluste in den Stellerschaltern.
Diese zweitgenannte Betriebsweise ist daher grundsätzlich sehr vorteilhaft. Sofern
aber auch hier mit einem auf der Nullinie aufsitzenden Strom durch die Speicherdrossel
(114) gearbeitet wird, können sich im Bereich mittlerer Momentanwerte der Spannung
des speisenden Wechselspannungsnetzes Schwierigkeiten dadurch ergeben, daß die den
Strom durch die Speicherdrossel aufbauende oder abbauende Spannung sehr klein wird
und sich damit verhältnismässig niedrige Umschaltfrequenzen einstellen. Dadurch
können wiederum unerwünscht oder unzulässig hohe Oberschwingungen in dem dem Eingangsfilter
(120) zufliessenden Wechselstrom hervorgerufen werden. Dies läßt sich erfindungsgemäß
dadurch vermeiden, daß in diesem Bereich der Eingangs spannung auf das zuvor beschriebene
Steuerungsprinzip übergegangen wird, bei
welchem die beiden Stellerschalter
(111) jeweils gleichzeitig ein- und ausgeschaltet werden.
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Bei der beschriebenen Anordnung weist der dem Schaltungseingang abgewandte
Anschluß (115) der gemeinsamen Speicherdrossel (114) dann, wenn ein Stellerschalter
sperrt und der andere leitet, den arithmetischen Mittelwert der Potentiale der positiven
und der negativen Schiene des gespeisten Gleichspannungssystems auf. Dieses Potential
läßt sich dadurch erhöhen oder verringern, daß die Anschlußpunkte der Stellerdioden
oder der Stellerschalter in Richtung zum Mittelpunkt der Saug drossel hin verlagert
werden.
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Fig. 25 zeigt beispielhaft die Anordnung nach Fig. 24, nachdem die
Anschlußpunkte der Stellerdioden (121) etwas in Richtung zum Mittelpunkt (122) der
Saugdrossel (123) verlagert wurden. Damit weist der dem Schaltungseingang abgewandte
Anschluß (124) der gemeinsamen Speicherdrossel (125) dann, wenn einer der beiden
Stellerschalter (126) leitet und der andere sperrt, ein etwas höheres Potential
als den arithmetischen Mittelwert der Potentiale der positiven (127) und der negativen
(128) Schiene des gespeisten Gleichspannungssystems (129) auf.
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Fig. 26 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung, bei welcher in konsequenter
Fortführung des Gedankens
der dynamischen Entkopplung der Stellerschalter
nebst zugehöriger Stellerdioden bei parallelbetriebenen Gleichstromstellern mit
zusammengefasster Speicherdrossel der ursprünglich enthaltene Gleichstrom-Hochsetzsteller
durch eine Kombination (130) von vier parallel geschalteten Hochsetzstellern ersetzt
ist, deren Stellerschalter (131) nebst zugehöriger Stellerdioden (132) über eine
Konfiguration von drei Saugdrosseln (133) dynamisch voneinander entkoppelt sind
und deren ursprünglich getrennte Speicherdrosseln zu einer gemeinsamen Speicherdrossel
(134) zusammengefaßt sind, wobei der vom Schaltungseingang abgewandte Anschluß (135)
dieser gemeinsamen Speicherdrossel (134) an den Mittelpunkt der Saugdrossel (133)
geführt ist.
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Nach Einführung dieser Konfiguration von drei Saugdrosseln können
die vier Stellerschalter (131) wieder ohne Schwierigkeiten jeweils gleichzeitig
oder zyklisch-symmetrisch gegeneinander versetzt ein- und ausgeschaltet werden.
Bei der zweitgenannten Betriebsweise ändert sich das Potential des dem Schaltungseingang
abgewandten Anschlusses (135) der gemeinsamen Speicherdrossel (134) nunmehr in fünf
Stufen.
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In völlig analoger Weise kann auch eine grössere Anzahl von Stellerschaltern
dynamisch entkoppelt
parallel betrieben werden, sofern die Gesamtzahl
der Stellerschalter eine ganzzahlige Potenz der Zahl 2 ist.
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L e e r s e i t e