DE4233573A1 - Selbstgefuehrter stromrichter mit quasi-resonantem gleichspannungs-zwischenkreis - Google Patents
Selbstgefuehrter stromrichter mit quasi-resonantem gleichspannungs-zwischenkreisInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen selbstgeführten Stromrichter gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Dieser Stromrichter kann sowohl als selbst
geführter Gleichrichter als auch als selbstgeführter Wechselrichter eingesetzt
werden. Ein solcher Stromrichter ist durch die Literaturstelle "R. W De Doncker,
J. P. Lyons" An Auxiliary Quasi-Resonant DC Link Inverter" in: IEEE PESC
Con. Proc. 1991, pp. 248 bis 253" bekannt.
Selbstgeführte Stromrichter werden heute mit abschaltbaren Leistungshalb
leiterschaltern, wie zum Beispiel Transistoren, GTOs oder IGBTs aufgebaut.
Dabei treten bei jedem Schaltvorgang gleichzeitig Strom und Spannung am
Schaltelement auf, die eine hohe Schaltverlustleistung verursachen (sogenanntes
hartes Schalten).
Da die Schaltverlustleistung proportional mit der Schaltfrequenz ansteigt,
ist eine Steigerung der Schaltfrequenz zur Verbesserung des Ausgangsverhal
tens des Stromrichters beim harten Schalten nur durch Verbesserung der
Schalteigenschaften der verwendeten Leistungshalbleiterschalter möglich.
Ein weiteres Problem ergibt sich aus den im Schaltaugenblick auftretenden
hohen Strom- und Spannungssteilheiten, die zu einer erhöhten elektromag
netischen Störabstrahlung und zu Isolationsproblemen in den mit dem Strom
richter verbundenen Maschinen führen können.
Eine Möglichkeit, die zuvor aufgeführten Nachteile zu vermeiden, ist die
Verwendung einer resonanten Stromrichterschaltung. Hierbei werden die
Leistungshalbleiterschalter stets im Strom- bzw. Spannungsnulldurchgang einer
schwingenden, speisenden Spannung umgeschaltet (sogenanntes weiches Schalten).
Dadurch läßt sich eine erhebliche Reduzierung der Schaltverluste und somit
eine Erhöhung der Schaltfrequenz erreichen.
Nachteile der resonanten Stromrichterschaltung sind die hohe Spannungs- und
Strombelastung der Leistungshalbleiterschalter. Eine Möglichkeit, das weiche
Schalten zu erreichen, ohne die Leistungshalbleiterschalter mit sehr hoher
Spannung zu belasten, ist die Verwendung einer resonanten Stromrichter
schaltung mit aktiver Spannungsbegrenzung (Active Clamped Resonant DC Link
Inverter). Ein solcher Stromrichter ist durch die Literaturstelle "D. Devan,
C. Sibinski" Zero Switching Loss Inverters For High Power Application "in:
IEEE-IAS Con. Rec. 1987, pp. 627 bis 634" bekannt. Der bekannte sogenannte
Active Clamped Resonant DC Link Inverter begrenzt die Spannungsbelastung
der Leistungshalbleiterschalter durch Zuschalten eines Clamp-Kondensators
über Clamp-Leistungshalbleiterschalter auf einen frei wählbaren Wert von
etwa 110% bis 200% einer aus einer konstanten Gleichspannungsquelle bereit
gestellten Zwischenkreisspannung.
Der eingangs angegebene Stromrichter (ein sogenannter Auxiliary Quasi-
Resonant DC Link Inverter) begrenzt die Spannungsbelastung sogar auf den
Wert der Zwischenkreisspannung.
Der Active Clamped Resonant DC Link Inverter weist allerdings folgende
Nachteile auf:
- - Der Clamp-Leistungshalbleiterschalter schaltet mit der Schwingkreisfrequenz, die vier- bis fünfmal höher ist als die Ausgangsschaltfrequenz. Das verur sacht eine hohe Schaltverlustleistung.
- - Die Schwingkreisdrossel wird, zusätzlich zum Laststrom im Zwischenkreis, mit einem höheren Schwingkreisstrom belastet.
- - Die Schwingung im Zwischenkreis muß dauernd aufrechterhalten werden. Dies ist schwierig unter allen Betriebsbedingungen, zum Beispiel bei Über last oder Kurzschluß und bedeutet eine dauernd anfallende Verlustleistung am Clamp-Leistungshalbleiterschalter.
- - Das übliche pulsbreitenmodulierte Steuerverfahren kann nicht eingesetzt werden, da ein Umschalten der Leistungshalbleiterschalter im Stromrichter nicht zu jedem Zeitpunkt möglich ist (der Nulldurchgang der Spannung im Zwischenkreis muß nämlich jeweils abgewartet werden).
- - Die Stromrichterschaltung braucht zum Starten eine zusätzliche Start hilfe, da der Clamp-Kondensator vor dem normalen Betrieb des Strom richters zunächst auf die Clamp-Spannung aufgeladen werden muß. Er kann nicht über die Leistungshalbleiterschalter des Stromrichters aufgeladen werden.
Der eingangs angegebene Auxiliary Quasi-Resonant DC Link Inverter vermeidet
die oben aufgeführten Nachteile des Active Clamp Resonant DC Link Inverter.
Demgegenüber stehen jedoch folgende Nachteile:
- - Hohe Durchlaßverluste im Clamp-Leistungshalbleiterschalter, da dieser den gesamten Ausgangsstrom führen muß.
- - Hoher zusätzlicher Aufwand an Leistungshalbleiterschaltern, um zu geeignetem Zeitpunkt den Schwingkreis zu aktivieren.
- - Volle Ausnutzung der Gleichspannung im Zwischenkreis ist aufgrund der Schaltungsgeometrie nicht möglich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Stromrichter der
eingangs genannten Art anzugeben, der den zusätzlichen Aufwand an Leistungs
halbleiterschaltern für die gezielte Auslösung des Schwingkreisvorgangs zwischen
Schwingkreisdrossel und Schwingkreiskondensator verringert, die hohen Durch
laßverluste im Clamp-Leistungshalbleiterschalter vermeidet und eine volle Aus
nutzung der konstanten Gleichspannung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Patentanspruch 1 ge
kennzeichneten Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des selbstgeführten Stromrichters nach der
Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen im folgenden anhand der Zeichnung
erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Stromrichters nach der Erfindung
mit quasi-resonantem Gleichspannungskreis,
Fig. 2 Spannungs- und Stromverläufe an ausgewählten Bauelementen der
in Fig. 1 gezeigten Schaltung,
Fig. 3 den Verlauf der Ströme durch den Clamp-Leistungshalbleiterschalter
und den Schwingkreisschalter in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1
in ihrer speziellen zeitlichen Zuordnung,
Fig. 4 eine weitere Schaltungsanordnung nach der Erfindung und
Fig. 5 den zeitlichen Verlauf der Ströme durch den Clamp-Leistungshalb
leiterschalter und den Schwingkreisschalter in der Schaltungsan
ordnung nach Fig. 4 in ihrer speziellen zeitlichen Zuordnung.
In Fig. 1 ist ein Stromrichter mit quasi-resonantem Gleichspannungszwischen
kreis dargestellt. Leistungshalbleiterschalter T1 bis T6 (hier als ICBTs ange
deutet) sowie antiparallelgeschaltete Rückarbeitsdioden D1 bis D6 bilden in
üblicher Weise die drei Stränge des Stromrichters zwischen den Zuleitungen
der Zwischenkreisspannung Ud, die über eine Konstant-Spannungsquelle (zum
Beispiel einen ungesteuerten Netzstromrichter mit nachgeschaltetem Konden
sator) bereitgestellt wird. Die wechselspannungsseitigen (lastseitigen) Ausgänge
des Stromrichters sind mit U, V, W bezeichnet.
Im Zwischenkreis, das heißt zwischen der Konstant-Spannungsquelle und dem
Stromrichter, ist ein Schwingkreis, bestehend aus einer Schwingkreisdrossel Lr
und einem Schwingkreiskondensator Cr, in Reihe mit einem Schwingkreisschalter
Ts und einer ihm parallelgeschalteten Schwingkreisdiode Ds, angeordnet. Eine
Clamp-Beschaltung besteht aus einem Clamp-Kondensator Cc und einem Clamp-
Leistungshalbleiterschalter Tc mit einer ihm antiparallelgeschalteten Diode Dc.
Der Schwingkreisschalter Ts ist hier als IGBT dargestellt. Vorteilhafterweise
kann er jedoch auch als Thyristor ausgebildet sein.
Der Clamp-Kondensator Cc muß größer dimensioniert werden als der Schwing
kreiskondensator Cr. Günstig ist eine Relation, bei der der Clamp-Kondensator
Cc 10 . . . 20 mal größer ist als der Schwingkreiskondensator Cr. Der Clamp-
Kondensator Cc muß auf eine Clamp-Spannung Uc von etwa 10% bis 40%
der Zwischenkreisspannung Ud aufgeladen werden.
Wenn im Stromrichter ein Strang oder mehrere umgeschaltet werden sollen,
werden zunächst der Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc und der Schwing
kreisschalter Ts eingeschaltet. Da der Schwingkreiskondensator Cr auf den
Wert Ud + Uc aufgeladen ist, fließt in ihm zunächst kein Strom. Durch die
Schwingkreisdrossel Lr fließt ein linear ansteigender Strom vom Clamp-Kon
densator Cc über den Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc.
Wenn der Strom durch die Schwingkreisdrossel Lr einen Wert erreicht hat, der
eine ausreichende Energiespeicherung für das Schwingen des Schwingkreises
gewährleistet, wird der Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc abgeschaltet.
Der Strom in der Schwingkreisdrossel Lr fließt nun über den Leistungshalb
leiterschalter Ts und entlädt den Schwingkreiskondensator Cr. Der Schwingkreis
schalter Ts wird einige Mikrosekunden später als der Clamp-Leistungshalb
leiterschalter Tc nun ebenfalls abgeschaltet. Falls er als Thyristor ausgebildet
ist, bedarf es nicht einmal eines Abschaltbefehls, da der Strom durch ihn
automatisch zu Null wird.
Die Energie in der Schwingkreisdrossel Lr wird über die Rückarbeitsdioden
D1 bis D6 in den Zwischenkreis zurückgespeist. Während die Rückarbeits
dioden D1 bis D6 Strom führen, werden die gewünschten Umschaltbefehle
an die Leistungshalbleiterschalter des Stromrichters gegeben. Sie schalten
nun, da die Zwischenkreisspannung zu Null abgeschwungen ist, unter Nullspannung
um. Damit ist die optimale Voraussetzung des Schaltens ohne nen
nenswerte Schaltverluste im Stromrichter geschaffen.
Die Durchlaßverluste im Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc und im Schwing
kreisschalter Ts sind ebenfalls minimal, da diese nur in der kurzen Zeit an
fallen, die für den Schwingvorgang im Zwischenkreis benötigt wird.
Die Schaltverluste im Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc sowie im Schwing
kreisschalter Ts sind ebenfalls minimal. Der Clamp-Leistungshalbleiterschalter
Tc schaltet nur die Clampspannung Uc unter Null-Strom ein (der Einschalt
strom steigt von Null linear an). Beim Abschalten steigt seine Spannung be
grenzt durch den Schwingkreiskondensator Cr linear an.
Der Schwingkreisschalter Ts wird nur mit der Clampspannung Uc beansprucht.
Er verursacht dadurch minimale Schaltverluste. Spannungsmäßig wird der
Schwingkreisschalter Ts entsprechend der Clampspannung Uc kleiner dimensioniert
(10% bis 40%) als die anderen Leistungshalbleiterschalter im Stromrichter.
Der Schwingkreiskondensator Cr wird dann wieder über die Schwingkreis
drossel Lr, die Schwingkreisdiode Ds und den Zwischenkreis (Spannungsquelle
Ud) aufgeladen. Seine Spannung wird durch die Clamp-Diode Dc und den
Clamp-Kondensator Cc auf den Wert Ud + Uc begrenzt.
Die Ladung am Clamp-Kondensator Cc kann auf einfache Weise über den
Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc und die Leistungshalbleiterschalter T1
bis T6 des Stromrichters bestimmt werden. Bei Überladung wird der Clamp-
Leistungshalbleiterschalter Tc einige Mikrosekunden länger eingeschaltet, als
es für den Umschwingvorgang nötig wäre. Damit wird über die Schwingkreis
drossel Lr dem Clamp-Kondensator Cc mehr Ladung entnommen. Bei Unter
ladung des Clamp-Kondensators werden entsprechend die Leistungshalbleiter
schalter T1 bis T6 des Stromrichters kurzzeitig in dem Nullspannungsintervall
eingeschaltet. Dadurch wird über die Schwingkreisdrossel Lr dem Clamp-Kon
densator Cc mehr Ladung zugeführt.
In Fig. 2 sind die zuvor angedeuteten Spannungs- und Stromverläufe aufgezeigt:
Im einzelnen sind die Verläufe von Strom iT1 und Spannung uT1 am Leistungs
halbleiterschalter T1 über der Zeit t dargestellt.
In zeitlicher Zuordnung dazu sind der Verlauf der Spannung uT4 am Leistungs
halbleiterschalter T4, der wechselweise mit dem Leistungshalbleiterschalter T1
den Strang U des Stromrichters schaltet, sowie der Verlauf des Stromes iD4
durch die dem Leistungshalbleiterschalter T4 antiparallelgeschaltete Rück
arbeitsdiode D4 gezeigt.
Außerdem sind zu diesen Strom- und Spannungsverläufen in ihrer zeitlichen
Relation die Spannung uTc und der Strom iTc des Clamp-Leistungshalbleiter
schalters Tc über der Zeit t dargestellt.
Entsprechendes gilt für die Spannung uTs und iTs des Schwingkreisschalters Ts.
Schließlich sind noch die zeitlichen Verläufe der Spannung uCcr am Schwing
kreiskondensator Cr sowie der Strom iCr durch diesen gezeigt.
Es ist zu erkennen, daß das weiche Schalten der Leistungshalbleiterschalter T1
bzw. T4 stets dann erfolgt, wenn die Zwischenkreisspannung, d. h. die Span
nung uCr am Schwingkreiskondensator Cr durch Null schwingt.
Weiter oben ist zu Fig. 1 darauf hingewiesen, daß der Schwingkreisschalter Ts
als Thyristor ausgebildet sein kann. Da die Stromkommutierung von dem
Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc zum Schwingkreisschalter Ts sehr schnell
abläuft und Thyristoren eine gewisse Zeitdauer benötigen, um voll durchzuschal
ten (Zündverzugszeit), können sich Schwierigkeiten, insbesondere bei höheren
Betriebsfrequenzen ergeben.
In Fig. 3 ist der Verlauf des Stromes iTc durch den Clamp-Leistungshalbleiter
schalter Tc und der Verlauf des Stromes iTs durch den Schwingkreisschalter Ts
für die Kommutierungszeit dargestellt. Danach muß der Strom iTs sehr schnell
ansteigen, wenn der Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc in den sperrenden
Zustand gesteuert wird, d. h. der Strom iTc schnell zu Null wird.
Für einen derart schnellen Stromanstieg ist ein langsam schaltender Schwing
kreisschalter Ts - wie z. B. ein Thyristor - jedoch nicht geeignet, weil dieser
(wie oben erwähnt) zum Stromaufbau eine gewisse Zeit benötigt.
Fig. 4 zeigt eine Schaltungsanordnung, mit der die schnelle Stromkommutierung
vom Clamp-Leistungshalbleiterschalter Tc zum Schwingkreisschalter Ts vermieden
wird, mit der also ein Einsatz eines Thyristors als Schwingkreisschalter Ts
ohne Probleme möglich ist.
Dazu ist die Reihenschaltung aus dem Clamp-Kondensator Cc und dem Clamp-
Leistungshalbleiterschalter Tc mit der ihm antiparallelgeschalteten Clamp-Diode
nicht - wie in Fig. 1 gezeigt - der Schwingkreisdrossel Lr sondern - ent
sprechend Fig. 4 - dem Schwingkreiskondensator Cr parallelgeschaltet. Der
Clamp-Kondensator Cc ist dabei mit seinem einen Anschluß direkt an den
negativen Pol der Zwischenkreisspannung Ud gelegt, so daß zusätzliche para
sitäre Induktivitäten beim Anschluß an die (üblicherweise als eine Kondensator
batterie eines Zwischenkreis-Umrichters ausgebildete) Konstant-Spannungsquelle
vermieden werden. Der Schwingkreisschalter Ts und die ihm antiparallelge
schaltete Schwingkreisdiode Ds sind jeweils mit ihrem einen Leistungsanschluß
unmittelbar an die Schwingkreisdrossel Lr und mit ihrem anderen Anschluß
an den am Schwingkreiskondensator Cr unmittelbar angeschlossenen Leistungs
anschluß des Clamp-Leistungshalbleiterschalters Tc geschaltet.
Mit der in Fig. 4 gezeigten Schaltungsanordnung ergeben sich die in Fig. 5
über der Zeit t gezeigten Verläufe der Ströme iTc und iTs. Der Strom iTs
kann zusammen mit dem Strom iTc durch den Clamp-Leistungshalbleiter
schalter Tc langsam aufgebaut werden und fließt bereits in voller Höhe beim
Abschalten des Clamp-Leistungshalbleiterschalters Tc, läßt also den Einsatz
eines Thyristors als Schwingkreisschalter Ts zu.
Selbstverständlich ist die in Fig. 4 gezeigte Schaltungsvariante auch für
einen schnell schaltenden Schwingkreisschalter geeignet.
Claims (5)
1. Selbstgeführter Stromrichter mit quasi-resonantem Gleichspannungs-
Zwischenkreis, der in der Zuleitung von einer konstanten Gleichspannungs
quelle zu den mit einer antiparallelen Rückarbeitsdiode jeweils überbrück
ten, über ihren Steueranschluß abschaltbaren Leistungshalbleiterschaltern
des Wechselrichters eine Schwingkreisdrossel aufweist, die zusammen mit
einem zwischen den gleichspannungsseitigen Anschlüssen der Leistungshalb
leiterschalter geschalteten Schwingkreiskondensator einen Schwingkreis zum
Schalten der Leistungshalbleiterschalter bei einer zu Null schlingenden Zwi
schenkreisspannung bildet und bei dem die Schwingkreisdrossel durch die
Reihenschaltung eines die Spannung im Schwingkreis begrenzenden Clamp-
Kondensators mit einem Clamp-Leistungshalbleiterschalter und einer diesem
antiparallelgeschalteten Clamp-Diode überbrückbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwingkreiskondensator (Cr) mit einem Schwingkreisschalter (Ts)
in Serie geschaltet ist, der durch eine in Richtung der konstanten Gleich
spannung (Ud) gepolte Schwingkreisdiode (Ds) überbrückt ist (Fig. 1).
2. Selbstgeführter Stromrichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Clamp-Kondensator (Cc) die 10 bis 20-fache Kapazität des
Schwingkreiskondensators (Cr) aufweist.
3. Selbstgeführter Stromrichter nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Clamp-Kondensator (Cc) vor Beginn des Schaltens der Leistungs
halbleiterschalter (T1 bis T6) auf eine (Clamp-) Spannung (Uc) von 10%
bis 40% der Spannung (Ud) der konstanten Gleichspannunquelle auf
geladen ist.
4. Selbstgeführter Stromrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwingkreisschalter (Ts) durch einen Thyristor gebildet ist.
5. Selbstgeführter Stromrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reihenschaltung des die Spannung im Schwingkreis begrenzenden
Clamp-Kondensators (Cc) mit dem Clamp-Leistungshalbleiterschalter (Tc)
und der diesem antiparallelgeschalteten Clamp-Diode (Dc), statt die
Schwingkreisdrossel (Lr) zu überbrücken, dem Schwingkreiskondensator (Cr)
parallelgeschaltet ist und der als Transistor ausgebildete Schwingkreis
schalter (Ts) mit seinem einen Leistungsanschluß unmittelbar an die
Schwingkreisdrossel (Lr) und mit seinem anderen Leistungsanschluß un
mittelbar an den Clamp-Leistungshalbleiterschalter (Tc) angeschlossen ist
(Fig. 3).
Priority Applications (1)
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Owner name: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, 70567 STUTTGART, |
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