DE2651690C2 - Vorrichtung zum gruppenweisen Abtrennen einer vorbestimmten Anzahl von kontinuierlich geförderten, einander schuppenartig überdeckenden flachen Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zum gruppenweisen Abtrennen einer vorbestimmten Anzahl von kontinuierlich geförderten, einander schuppenartig überdeckenden flachen WerkstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gruppenweisen Abtrennen einer vorbestimmten Anzahl von auf
einen Bandförderer mit parallel umlaufenden Einzelbändern, zwischen denen mit deren Fördertrumen etwa
bündige Gleitschienen angeordnet sind, aufeinanderfolgend aufgegebenen und schuppenartig sich überdeckenden,
stetig herangeführten flachen Werkstücken, Schlauchabschnitten, leeren Säcken, Beuteln oder
dergleichen mittels jeweils über einer Gleitschiene angeordneter Bremsbänder, wobei beim Abtrennen der
Schuppe diese durch Absenken des vorderen Bereichs der Bremsbänder auf den Bandförderer festgehalten
wird und anschließend die Bremsbänder durch eine Andrückvorrichtung entgegen der Förderrichtung fortschreitend
gegen den Bandförderer gepreßt werden.
Bei einer aus der DE-PS 20 22 045 bekannten Vorrichtung dieser Art werden die Bremsbänder von· an einem kontinuierlich verfahrenen Schlitten angeordneten Andrückrollen gegen die sich schuppenartig überdeckenden Werkstücke angedrückt, wobei die
Bei einer aus der DE-PS 20 22 045 bekannten Vorrichtung dieser Art werden die Bremsbänder von· an einem kontinuierlich verfahrenen Schlitten angeordneten Andrückrollen gegen die sich schuppenartig überdeckenden Werkstücke angedrückt, wobei die
ίο Geschwindigkeit des Schlittens so auf die Geschwindigkeit
des Bandförderers abgestimmt ist, daß die Abstände der geschuppt übereinanderliegenden Werkstücke in
dem sich bildenden Schuppenstau möglichst gleich sind. Das Andrücken der Bremsbänder durch die fortschreitende
Bewegung der Andrückrollen auf den Bremsbändeni bedingt eine aufwendige und damit die Vorrichtung
verteuernde Konstruktion.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine die bekannte Vorrichtung vereinfachende und verbilligende Vorrichtung
zum gruppenweisen Abirennen einer vorbestimmten Anzahl von kontinuierlich geförderten, schuppenartig
sich überdeckenden Werkstücken zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bremsbänder lose auf den Gleitschienen
aufliegen und die Andrückvorrichtung aus in Längsrichtung der Bremsbänder verteilten, nacheinander auf die
Bremsbänder absenkbaren Gewichten besteht.
In der erfindungsgemäßen Vorrichtung hängen die beidseitig am Maschinengestell befestigten Bremsbänder
schlaff auf die Gleitschienen herab, so daß sie ohne die sie belastenden Gewichte den Durchlauf der
geförderten Werkstücke nicht behindern. Die entgegen der Förderrichtung mit den Gewichten nach und nach in
ihrer Längserstreckung belasteten Bremsbänder halten jedoch die ankommenden flachen Werkstücke fest,
ohne daß diese ihre zwar verminderten, jedoch noch gleichen Schuppenabstände in unkontrollierbarer Weise
ändern können.
Mit der erfindungsgemäßen einfachen und wirtschaftlieh herstellbaren Vorrichtung läßt sich somit ein regelmäßiger Schuppenstau zum Abteilen von Werkstücken erzielen.
Mit der erfindungsgemäßen einfachen und wirtschaftlieh herstellbaren Vorrichtung läßt sich somit ein regelmäßiger Schuppenstau zum Abteilen von Werkstücken erzielen.
Aus der DE-AS 11 87 636 ist eine Vorrichtung zum
gruppenweisen Abtrennen einer vorbestimmten Anzahl von auf einem Bandförderer herangeführten, sich
gegenseitig schuppenartig überdeckenden flachen Werkstücken bekannt, bei der ebenfalls Bremsbänder
lose auf dem Bandförderer aufliegen. Zum Abtrennen von Werkstückgruppen sind jedoch schwenkbare
so Glieder vorgesehen, die an ihren freien Enden als Klemmbacken ausgebildet und unterhalb der Förderbänder
gelagert sind. Bei ihrem Verschwenken greifen die Glieder durch die Förderbänder nach oben hindurch,
wo sie auf dort angeordnete Gegenklemmbacken treffen.
Zweckmäßigerweise sind die Gewichte in auf die Bremsbänder absenkbaren Längsleisten angeordnet, so
daß sich das Absenken und Anheben der Gewichte in einfacher Weise bewerkstelligen läßt. Vorzugsweise
weisen die Gewichte Bolzen auf, die in den Längsleisten gleitend gelagert sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind an den die Gewichte tragenden Bolzen oder Schäften Klemmbacken
an- und abstellbar, die durch eine gemeinsame
hr> Steuereinrichtung bewegt werden. Ohne eine derartige
Klemmeinrichtung wurden beim Abheben der Längsleisten die Gewichte nacheinander von den Bremsbändern
abgehoben werden, so daß sich die Werkstücke in der
aufgestauten Schuppe gegeneinander verschieben und sich unregelmäßige Abstände zwischen diesen einstellen
können.
Zweckmäßigenveise sind die Bolzen mit Gewinden
versehen, auf denen Muttern zum jurtieren der
Wirklängen der Bolzen aufschraubbar sind. Dadurch läßt sich das Aufsetzen der Gewichte auf die
Bremsbänder in Abhängigkeit von der Absenkbewegung der Längsleisten leicht einjustieren.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen näher beschrieben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert In dieser
zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum
gruppenweisen Abtrennen von kontinuierlich geförderten, schuppenartig sich überdeckenden Gegenständen
in schematischer Darstellung,
F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie SI-II in F i g. 1 und
F i g. 3 einen Teil der die Bremsgewichte tragenden Längsleisten mit auf die Schäfte der Gewichte
wirkenden Klemmbacken.
Einem aus kontinuierlich voranbewegten Förderbändern 2 bestehenden Bandförderer 1 ist ein Vorziehband
3 nachgeschaitet, an das sich eine an sich bekannte, nicht
dargestellte Paketbildestation anschließt. Von einer nicht gezeigten Arbeitsmaschine, beispielsweise einer
Schlauchzieh bzw. Bodenlegemaschine, werden Werkstücke 4 auf den Bandförderer 1 in gleichmäßigen
Abständen aufgegeben, die dort eine Schuppe bilden, da die Förderbänder 2 mit geringerer Geschwindigkeit
umlaufen als die Fördergeschwindigkeit der Säcke 4.
Zwischen den beispielsweise drei nebeneinander angeordneten Förderbändern 2 sind Gleitschienen 5
vorgesehen (s. Fig.2), deren Höhe gegenüber den
Förderflächen der Einzelbänder einsteilbar ist. Auf den Gleitschienen 5 liegen Bremsbänder 6 lose auf, die an
ihren Enden 7, 8 mit dem Gestell der Maschine fest verbunden sind.
Die auf den Bandförderer 1 aufgegebenen Werkstükke 4 laufen unter den Bremsbändern 6 ungehindert
durch, so daß ihre Schuppenform nicht gestört wird, da die Bremsbänder 6 nur ein ganz geringes Gewicht
aufweisen.
Über den Gleitschienen 5 bzw. den Bremsbändern 6 sind Längsleisten 9 angeordnet, deren Enden durch
Querleisten 10, 11 miteinander verbunden sind. In den Längsleisten 9 sind Führungsbüchsen 12 befestigt, in
denen Bolzen 13 gleitend gelagert sind. Mit den Bolzen 13, deren Wirklängen durch Muttern 13.1 justiert
werden können, sind Gewichte 14 fest verbunden. An der Querleiste 10 ist ein Arm eines im Gestell drehbar
gelagerten Doppelhebels 15 angelenkt, dessen anderer Arm mit der Kolbenstange eines Hubzylinders 16
gelenkig verbunden ist. Der Hubzylinder 16 ist im Gestell schwenkbar gelagert. Mit der Querleiste 11 ist
die Kolbenstange eines Hubzylinders 17 gelenkig verbunden, der ebenfalls am Gestell dsr Maschine
angelenkt ist.
Durch Betätigen des Hubzylinders 16 wird das eine Ende der Längsleisten 9 abgesenkt, so daß zunächst nur
die mit 14.1 bezeichneten Gewichte auf den Bremsbändern 6 aufsitzen.
Durch Betätigen des Hubzylinders 17 kann aas andere Ende der Längsleisten 9 in die Stellung 9.1
abgesenkt werden. Durch entsprechendes Einjustieren der Wirklängen der Bolzen 13 durch Drehen der
Muttern 13.1 wird erreicht, daß ein Gewicht 14 nach dem anderen in der Reihenfolge ihrer Anordnung an der
Längsleiste auf die Bremsbänder 6 aufgesetzt werden.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Die in Schuppenform auf den Bandförderer 1 aufgegebenen
Werkstücke 4 gleiten unter den Bremsbändern 6 ungehindert hindurch und werden über das Vorziehband
3 der Paketbildestation zugeführt Nachdem von dem Vorziehband 3 die für das zu bildende Paket
ίο gewünschte Stückzahl von Werkstücken 4 abgefördert
worden ist, wird der Hubzylinder 16 betätigt so daß die Gewichte 14.1 auf die Bremsbänder 6 bzw. auf die in
geschuppter Reihenfolge ankommenden Säcke 4 drücken und diese gegen die Gleitschienen 5 anliegen.
Dadurch wird das hintere Ende des ersten Werkstückes 4 der festzuhaltenden Gruppe festgehalten, während
das vorauslaufende Werkstück 4 zusammen mit den anderen zwischen dem Ahgabeende 1.1 und der
Paketbildestation befindlichen Werkstücken 4 durch das Vorziehbild 3 weiter auf das sich bildende Paket
gefördert wird, bis dieses die gewünschte Höhe oder die gewünschte Anzahl von Werkstücken 4 erreicht hat.
Die Schuppe staut sich hinter dem ersten, zwischen den Gleitschienen 5 und den Bremsbändern 6 durch das
Gewicht 14.1 angehaltenen Werkstück 4 auf. Nach einer gewissen Zeit oder gleichzeitig, je nach der Beschaffenheit
und Länge der geförderten Werkstücke 4 und je nach der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine, wird
der Hubzylinder 17 betätigt und werden die Gewichte 14 der Reihe nach auf die Bremsbänder 6 abgesenkt.
Dadurch wird ein weiteres Zusammenschieben von Werkstücken 4 sukzessive im Bereich der bereits auf
den Bremsbändern 6 aufliegenden Gewichte 14 verhindert so daß ein gleicher Schuppenabstand, der die
Bildung kantengleicher Pakete begünstigt erhalten bleibt.
Die Steuerung der Hubzylinder 16, 17 erfolgt durch Signale eines nicht dargestellten Zählwerkes, das die
Anzahl der in der Schuppe auf den Bandförderer 1 nacheinander geförderten Werkstücke 4 feststellt. Die
Signalabgabe des Zählwerkes ist in bekannter Wei je auf
die gewünschte Anzahl von Werkstücken 4, die zu einem Paket zusammengefaßt werden sollen, einstellbar.
Statt der beschriebenen Gewichte können euch Federn, federbelastete Stößel oder Druckmittelzylinder
verwendet werden.
In Fig.3 ist eine Längsleiste 9 dargestellt, in der Gewichte 14 tragende Bolzen 13 gleitend gelagert sind,
so die zum Zwecke des gleichmäßigen Abhebens der Gewichte von den Bremsbändern festklemmbar sind.
Die Klemmeinrichtung besteht aus einer Anzahl Klemmbacken 21, die einen elastischen Belag aufweisen
und gemeinsam auf Stangen 22 befesiigt sind. Die Stangen 22 sind auf den Längsleisten 9 leicht
verschiebbar gelagert und mit der Kolbenstange eines Hubzylinders 23 verbunden. Die elastischen Beläge
dienen dazu, daß sämtliche Boizen 13 auch dann sicher festgeklemmt werden, wenn gewisse Abstandsdifferen-
bo zen und Paßungenauigkeiten bestehen.
Der Hubzylinder 23 wird in dem Moment betätigt, in dem die aufgestaute Schuppe durch Anheben der
Längsleisten 9 freigegeben werden soll. Sämtliche Bolzen und damit auch die Gewichte 14 werden
hi gleichzeitig mit dem Anheben der Längsleiste 9 von
dem Bremsband abgehoben, so daß ein unerwünschtes Verschieben der Werkstücke in der Schuppe vermieden
ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum gruppenweisen Abtrennen einer vorbestimmten Anzahl von auf einen Bandförderer
mit parallel umlaufenden Einzelbändern, zwischen denen mit deren Fördertrumen etwa
bündige Gleitschienen angeordnet sind, aufeinanderfolgend aufgegebenen und schuppenartig sich
überdeckenden, stetig herangeführten flachen Werkstücken, Schlauchabschnitten, leeren Säcken,
Beuteln od. dgl. mittels jeweils über einer Gleitschiene angeordneter Bremsbänder, wobei beim Abtrennen
der Schuppe diese durch Absenken des vorderen Bereichs der Bremsbänder auf den Bandförderer festgehalten wird und anschließend
die Bremsbänder durch eine Andruckvorrichtung entgegen der Förderrichtung fortschreitend gegen
den Bandförderer gepreßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbänder (6) lose
auf den Gleitschienen (5) aufliegen und die Andruckvorrichtung aus in Längsrichtung der
Bremsbänder (6) verteilte, nacheinander auf die Bremsbänder (6) absenkbare Gewichte (14) besteht
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichte (14) in auf die
Bremsbänder (6) absenkbaren Längsleisten (9) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichte (14)
Bolzen (13) aufweisen, die in den Längsleisten (9) gleitend gelagert sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den die Gewichte (14) tragenden
Bolzen (13) oder Schäften Klemmbacken (21) an- und abstellbar sind, die durch eine gemeinsame
Steuereinrichtung bewegt werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (21) an auf den
Längsleisten (9) geführten Stangen (22) befestigt sind, die von einer Kolben-Zylinder-Einheit (23)
vorschiebbar und zurückziehbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken (21) mit
einem elastischen Belag versehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bolzen (13) mit
Gewinden versehen sind, auf denen Muttern (13.1) zum Justieren der Wirklänge der Bolzen (13)
aufschraubbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsleisten (9) mit
Hubzylindern (16,17) verbunden sind.
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Family Applications (1)
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Legal Events
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| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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