DE19940406C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei geschuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei geschuppt angeordneten Blättern in eine BlatthandhabungsmaschineInfo
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Abstract
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei in einer Blattaufrichtung geschuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsmaschine, in der die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt werden, wobei ein erstes und ein zweites Blatt in Blattlaufrichtung um einen Versatz beabstandet sind, führt zunächst die zwei Blätter zu der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Geschwindigkeit zu, die höher ist als die erste Geschwindigkeit. Sobald das erste Blatt in der Blatthandhabungsmaschine auf die erste Geschwindigkeit abgebremst wird, wird das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abgebremst, die niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei, in einer
Blatt- bzw. Papierlaufrichtung geschuppt angeordneten
Blättern in eine Blatt- bzw. Papierhandhabungsmaschine, in
der die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit einer
ersten Geschwindigkeit bewegt werden.
Im Stand der Technik sind Papierhandhabungssysteme bekannt,
bei denen beispielsweise 2-nutzig bedruckte Blätter einer
Schneidemaschine zugeführt werden, durch diese vereinzelt
werden, und einer anschließenden zur Weiterverarbeitung be
reitgestellt werden. Hierbei werden die 2-nutzig bedruckten
Blätter mittels geeigneter Maschinen, wie z. B. Mergern,
übereinander gelegt und liegen so zur weiteren Verarbeitung
an nachfolgenden Papierhandhabungsmaschinen an.
Zur Weiterverarbeitung der so bereit gestellten einzelnen
Blätter übernehmen die nachfolgenden Maschinen, pro Ma
schinentakt, ein bereitgestelltes Blatt, wobei abhängig von
den nachgeschalteten Maschinen beispielsweise aus den be
reitgestellten Blättern einzelne Gruppen gebildet werden
müssen, die dann beispielsweise kuvertiert werden.
Der Taktzyklus, mit der die Schneidemaschine arbeitet und
mit der die einzelnen Blätter an die nachfolgenden Maschinen
bereitgestellt werden, ist höher als der Taktzyklus eines
nachfolgenden Kuvertierers. Es sei als Beispiel angenommen,
daß während einer festgelegten Zeitdauer die Schneidema
schine 1000mal schneiden kann, während der Kuvertierer 100mal
kuvertieren kann. Dies führt dazu, daß in einem ersten
Fall, in dem der Kuvertierer nur einzelne Blätter verarbei
tet, die Schneidemaschine regelmäßig angehalten wird, da zu
viele Blätter durch diese bereitgestellt würden, wohingegen
in einem zweiten Fall, in dem der Kuvertierer jeweils fünf
zehn Blätter kuvertiert, der Kuvertierer regelmäßig angehal
ten werden muß, da die Schneidemaschine nicht ausreichend
viele Blätter bereitstellen kann. Im Stand der Technik sind
bereits Lösungen bekannt, die zur Vermeidung der damit ver
bundenen Nachteile einen Puffer zwischen die Schneidema
schine und die nachfolgenden Maschinen schalten, um so einen
kontinuierlichen Betrieb der Schneidemaschine zu ermög
lichen. In diesem Fall werden die einzelnen, von der Schnei
demaschine ausgegebenen Blätter in den Puffer eingegeben,
und nach Erreichen einer vorbestimmten Blattzahl, wird z. B.
auf eine zweite Pufferebene umgeschaltet, so daß die in der
ersten Pufferebene enthaltenen Blätter der weiteren Verar
beitung zugeführt werden können, während gleichzeitig in den
zweiten Puffer von der Schneidemaschine ausgegebene Blätter
eingegeben werden. Eine solche Vorrichtung ist beispiels
weise in dem US-Patent 5,083,769 beschrieben.
Der Nachteil solcher Vorrichtungen besteht jedoch darin, daß
die Übernahme der von den Schneidemaschinen ausgegebenen
Blätter, die durch den Merger zusammengeführt wurden, zu
lange dauert, nachdem die Blätter einzeln in dem Puffer
übergeben werden müssen. Werden die Blätter paarig bereitge
stellt, können zwei Blätter jeweils parallel übergeben wer
den. Bei großen Gruppen werden aufeinanderfolgend jeweils
zwei Blätter parallel übergeben. Ferner ergeben sich bei
größeren Puffern oder bei ungeraden Blattzahlen oder Grup
pengrößen bzw. bei geraden Blattzahlen und unpaariger Aus
gabe Leistungseinbußen, da solche Systeme zur Bildung einer
Gruppe, abhängig von der Blattzahl, zwei oder mehr Takte be
nötigen.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegen
den Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zu schaffen, die eine einfache und beschleunigte
Gruppenbildung mit einer minimalen Anzahl von erforderlichen
Maschinentakten in Papierhandhabungssystemen unterstützen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und
durch eine Vorrichtung nach Anspruch 7 gelöst.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Über
nahme von zumindest zwei, in einer Blattlaufrichtung ge
schuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsma
schine, in der die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme
mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt werden, wobei ein
erstes und ein zweites Blatt der zumindest zwei Blätter in
Blattlaufrichtung um einen Versatz beabstandet sind, mit
folgenden Schritten:
- a) Zuführen der zumindest zwei Blätter zu der Blatthandha bungsmaschine mit einer zweiten Geschwindigkeit, wobei die zweite Geschwindigkeit höher ist als die erste Ge schwindigkeit; und
- b) Abbremsen des zweiten Blattes auf eine dritte Geschwin digkeit, sobald das erste Blatt in der Blatthandhabungs maschine auf die erste Geschwindigkeit abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Über
nahme von zumindest zwei, in einer Blattlaufrichtung ge
schuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsma
schine, die eine Transporteinheit umfaßt, die die zumindest
zwei Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwin
digkeit bewegt, wobei ein erstes Blatt und ein zweites Blatt
der zumindest zwei Blätter in der Papierlaufrichtung um
einen Versatz beabstandet sind, mit
einer Einlaufrolle, die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Geschwindig keit zuführt, wobei die zweite Geschwindigkeit höher ist als die erste Geschwindigkeit; und
einer Bremsrolle, die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abbremst, sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwin digkeit.
einer Einlaufrolle, die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Geschwindig keit zuführt, wobei die zweite Geschwindigkeit höher ist als die erste Geschwindigkeit; und
einer Bremsrolle, die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abbremst, sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwin digkeit.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde,
daß durch die erfindungsgemäße Vorschuppung der zu verarbei
tenden Blätter die oben beschriebenen Nachteile im Stand der
Technik überwunden werden können, indem die 2-nutzig be
druckten Blätter mit einem kleinen Längsversatz übereinan
dergelegt werden, d. h. die Blätter vorgeschuppt sind, so daß
diese später leicht zu vereinzeln sind. Auf einfache Art und
Weise können so größere Gruppen gebildet werden, indem mit
weiteren, bereits vorgeschuppten Blättern, ein größerer
Schuppenstrom gebildet wird. Die im Stand der Technik be
kannten Maschinen ermöglichen eine solche Vorgehensweise
nicht, sondern ermöglichen nur die Bildung des Schuppen
stroms aus Einzelblättern oder mit nicht versetztem Doppel-
Nutzen. Die vorliegende Erfindung hat demgegenüber den Vor
teil, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren und die er
findungsgemäße Vorrichtung zur Übernahme in einem Takt zu
mindest zwei bereits geschuppt angeordnete Blätter in eine
Papierhandhabungsmaschine übernommen werden können, ohne
daß, wie es beim Stand der Technik der Fall wäre, diese vor
geschuppten Blätter wieder zusammenrutschen würden. Erfin
dungsgemäß wird dieses Problem dadurch gelöst, daß das vor
auseilende Blatt an der Blattvorderkante und das nacheilende
Blatt an der Blatthinterkante abgebremst wird.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die erste Geschwindig
keit gleich der dritten Geschwindigkeit.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
erfolgt anschließend ein Weitertransport der so gebildeten
Gruppe und des sich daraus ergebenden Schuppenstroms um eine
Entfernung, die gleich der Anzahl der Blätter in der Gruppe
mal der Schuppenlänge ist, wobei die Bewegung zu einem nach
folgenden Transport erfolgt, der die Gruppe dann übernimmt.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist zusätzlich eine weitere Transporteinheit vor
gesehen, an die die in der ersten Transporteinheit kontinu
ierlich gesammelten und geschuppt abgelegten Blätter nach
Erreichen einer vorbestimmten Anzahl von Blättern in der er
sten Transporteinheit übergeben werden, wobei die zweite
Transporteinheit abhängig von der Anzahl von auszugebenden
Blättern getaktet bewegt wird, so daß der darin abgelegte
Schuppenstrom in Richtung einer Ausgabeeinheit bewegt wird,
wobei an der Ausgabeeinheit das jeweils in Papierlaufrich
tung vordere Blatt aus der Papierhandhabungsmaschine ausge
geben wird. Durch diese Ausgestaltung kann auf einfache Art
und Weise durch eine geringfügige Verlängerung des Taktes
eine vorbestimmte Anzahl von Blättern in Form einer Gruppe
ausgegeben werden.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß
diese einen kontinuierlichen Einlauf der gemergten Blätter
ermöglicht und damit einhergehend eine hohe Leistungssteige
rung. Ein Verfahren, welches die Bereitstellung von zumin
dest zwei Blättern in geschuppter Form ermöglicht, ist in
der DE 199 35 186 A1 beschrieben.
Gemäß einem weiteren Vorteil ermöglicht die vorliegende Er
findung den Betrieb eine Papierhandhabungsmaschine mit einer
mittleren Gruppengröße, wobei die Anzahl der Blätter pro
Gruppen zwischen den oben genannten Grenzen liegt, bei denen
eine Vorläufermaschine (z. B. Schneidemaschine) oder eine
Nachläufermaschine (z. B. Kuvertierer) angehalten werden muß.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfin
dung sind in den Unteransprüchen definiert.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden nachfolgend be
vorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Papierhandha
bungssystems, in dem die vorliegende Erfindung
implementiert ist;
Fig. 2A-2E eine schematische Darstellung des erfindungsge
mäßen Verfahrens;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines ersten Abschnitts einer
Papierhandhabungsmaschine, die ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
implementiert;
Fig. 4A-4C eine schematische Darstellung der Funktionsweise
eines zweiten Abschnitts der Papierhandhabungsma
schine;
Fig. 5 eine Seitenansicht des zweiten Abschnitts der Pa
pierhandhabungsmaschine;
Fig. 6A-6B eine Seitenansicht der Papierhandhabungsmaschine
mit den in Fig. 3 und 5 dargestellten Ab
schnitten; und
Fig. 7A-7D Beispiele für die Transporteinheiten in der Pa
pierhandhabungsmaschine aus Fig. 6.
Die nachfolgende Beschreibung betrifft ein Papierhandha
bungssystem, in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung und das
erfindungsgemäße Verfahren implementiert sind. Hinsichtlich
der einzelnen Figuren wird darauf hingewiesen, daß in diesen
gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszei
chen versehen sind.
In Fig. 1 ist schematisch ein Beispiel für ein Papierhandha
bungssystem dargestellt, welches im wesentlichen vier ge
trennte Abschnitte A-D umfaßt.
Im Abschnitt A des Papierhandhabungssystems werden 2-nutzig
bedruckte Blätter 100 einer Schneidemaschine zugeführt, und
die Papierbahn wird längs und quer geschnitten, um die Ein
zelblätter 100a und 100b zu erhalten, die im Abschnitt B
mittels eines Mergers derart zusammengeführt werden, daß die
Blätter 100a und 100b geschuppt zueinander angeordnet sind,
also in einer Blatt- bzw. Papierlaufrichtung P um einen vor
bestimmten Versatz (Schuppenlänge) X verschoben sind. Von
dem Mergerabschnitt B werden die zwei geschuppt angeordneten
Blätter 100a und 100b an den Abschnitt C übergeben, in dem
die zugeführten Blätter zwischengespeichert werden, bevor
sie im Abschnitt D z. B. an eine Sammelstation weitergegeben
werden.
Der Abschnitt C ist unterteilt in die Abschnitte C1 und C2,
wobei der Abschnitt C1 einen Abschnitt der Blatt- bzw. Pa
pierhandhabungsmaschine darstellt, der nachfolgend noch an
hand der Fig. 3 näher beschrieben wird. Der Abschnitt C2
stellt ebenfalls einen Abschnitt der Papierhandhabungsma
schine dar, die nachfolgend noch detaillierter anhand der
Fig. 5 beschrieben wird. Der Abschnitt C stellt in seiner
Gesamtheit die noch später in der Fig. 6 beschriebene Pa
pierhandhabungsmaschine dar.
Im Abschnitt C1 werden die geschuppt angeordneten Blätter
100a und 100b kontinuierlich zugeführt, bis eine vorbe
stimmte Anzahl erreicht ist, und dann wird der so gebildete
Schuppenstrom in einem einzigen Takt an den Abschnitt C2
überführt, aus dem dann, getaktet, einzelne Blätter oder
Gruppen von Blättern der Sammelstation zugeführt werden, wie
dies im Detail noch später beschrieben wird.
Beispielhaft ist in Fig. 1 im Abschnitt A und B dargestellt,
wie Einzelblätter bzw. Gruppen von Blättern in den Doppel-
Nutzen angeordnet sind. Blätter, die zur gleichen Gruppe ge
hören, sind mit gleichen Kleinbuchstaben bezeichnet. Die
Gruppe a umfaßt lediglich ein Blatt, die Gruppe b umfaßt
zwei Blätter, und die Gruppe c umfaßt drei Blätter.
Wie später noch anhand der nachfolgenden Figuren beschrieben
wird, ermöglicht die vorliegende Erfindung auf einfachste
Art und Weise die Übernahme dieser geschuppt angeordneten
Blätter in den Abschnitt C und die Ausgabe der Blätter grup
penweise an die nachfolgenden Verarbeitungsmaschinen D.
Anhand der nachfolgenden Figuren wird eine beispielhafte Pa
pierhandhabungsmaschine beschrieben, die die vorliegende Er
findung implementiert. In der nachfolgenden Beschreibung
werden zunächst die einzelnen Komponenten der Maschine in
den Fig. 3 und 5 beschrieben, wobei deren Funktionsweise
vorab anhand er Fig. 2 und 4 schematisch erläutert wird.
Wie bereits oben ausgeführt wurde, geht die vorliegende Er
findung von bereits geschuppt angeordneten Blättern aus, wo
bei in der nachfolgenden Beschreibung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zunächst
der Einfachheit halber davon ausgegangen wird, daß lediglich
zwei geschuppt angeordnete Blätter zu übernehmen sind.
In Fig. 2 wird das erfindungsgemäße Verfahren und die erfin
dungsgemäße Vorrichtung allgemein beschrieben, wobei zu
nächst, der Einfachheit halber, davon ausgegangen wird, daß
lediglich zwei geschuppt angeordnete Blätter zu übernehmen
sind.
In Fig. 2A ist, schematisch, die Situation dargestellt, in
der ein erstes Blatt 200 und ein zweites Blatt 202 in einer
Papier- bzw. Blattlaufrichtung einer im Detail nicht darge
stellten Papierhandhabungsmaschine zugeführt werden. Wie zu
erkennen ist, sind das erste Blatt 200 und das zweite Blatt
202 in der Papierlaufrichtung P um den bereits beschriebenen
Versatz X verschoben angeordnet, weisen also eine Schuppen
länge X auf, die bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
20 mm beträgt, jedoch im Bereich von 10 mm bis 50 mm liegen
kann.
Der Versatz X bzw. die Schuppenlänge X ist definiert durch
den Abstand der in Papierlaufrichtung P vorderen Kante 200a
des ersten Blattes 200 zu der in Papierlaufrichtung P vor
deren Kante 202a des zweiten Blattes.
In Fig. 2a ist ferner schematisch eine erste Schuppenrolle
204 dargestellt, die bezüglich der Blätter 200 und 202 fest
angeordnet ist. Die Schuppenrolle 204 ist Bestandteil einer
ersten Transporteinheit, die in den nachfolgenden Figuren
noch detaillierter beschrieben wird. Ferner ist schematisch
eine Bremsrolle 206 dargestellt, die bezüglich der Blätter
200 und 202 zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten
Stellung beweglich ist, wobei sich die Bremsrolle 206 in
Fig. 2A in ihrer ersten Stellung befindet, in der diese mit
den Blättern 200 und 202 nicht in Eingriff ist.
Die Blätter 200 und 202 werden durch eine in Fig. 2 nicht
dargestellte Zuführungsvorrichtung mit einer ersten Ge
schwindigkeit zugeführt, die gemäß einem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel etwa 3 m/s beträgt, jedoch auch im Bereich von
2 m/s bis 6 m/s sein kann.
In Fig. 2B ist die Situation dargestellt, in der das erste
Blatt 200, genauer gesagt dessen Kante 200a die Schuppen
rolle 204 erreicht hat. Die Schuppenrolle 204 ist, wie be
reits erwähnt, ein Teil der noch zu beschreibenden Trans
porteinheit, die die aufgenommenen bzw. übernommenen Blätter
mit einer Geschwindigkeit bewegt, die vorzugsweise ca. 0,25 m/s
beträgt, jedoch im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s liegen
kann. Die erste oder Transportgeschwindigkeit v1 ist abhän
gig von der Vordruckhöhe VH, also der Formatlänge in Papier
laufrichtung P, der Schuppenlänge X und der zweiten oder Zu
führgeschwindigkeit v2(v1 = f(VH, X, v2)).
Erreichen die Blätter 200, 202 die Schuppenrolle 204, so
werden diese von ihrer Zuführungsgeschwindigkeit abgebremst,
und, um zu vermeiden, daß die zwei Blätter 200 und 202 über
einander rutschen, wird die Bremsrolle 206 von ihrer in Fig.
2A gezeigten ersten Stellung in ihre in Fig. 2B gezeigte
Stellung umgeschaltet, in der dieselbe mit einer in Papier
laufrichtung hinteren Kante 202b des zweiten Blatts 202 Ein
griff nimmt und diese abbremst, so daß die geschuppte Anord
nung der zwei Blätter 200 und 202 beibehalten bleibt. Die
Bremsrolle bewirkt, daß das zweite Blatt 202 auf eine Ge
schwindigkeit von ca. 2 m/s abgebremst wird, jedoch kann
diese Geschwindigkeit auch im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s
liegen. Die Bremsrolle 206 wird umgeschaltet, sobald das er
ste Blatt 206 die Schuppenrolle 204 erreicht hat. Gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die erste Ge
schwindigkeit (Zuführgeschwindigkeit) gleich der dritten Ge
schwindigkeit (Bremsgeschwindigkeit). Diese Situation wird
bevorzugt, da sich in diesem Fall ein ideales Verhalten bei
der Übernahme ergibt. In diesem Fall ist die Schuppenlänge
der übernommenen Blätter gleich der Schuppenlänge der an der
Vorrichtung anliegenden Blätter.
Die Transporteinheit zum Weiterbewegen der übernommenen
Blätter ist kontinuierlich angetrieben, und nach dem Errei
chen der ersten Schuppenrolle 204 werden die zwei Blätter um
eine Entfernung weiterbewegt, die gleich der Anzahl der
Blätter mal der Schuppenlänge X ist.
In Fig. 2C ist diese Situation zusammen mit dem Einbringen
weiterer Blätter in die Papierhandhabungsmaschine darge
stellt. Die Blätter 200 und 200a sind bereits um einen er
sten Teil der Entfernung zwischen der ersten Schuppenrolle
204 und einer zweiten Schuppenrolle 208 bewegt worden, wobei
der Abstand zwischen den zwei Schuppenrollen 204 und 208
gleich der Anzahl der Blätter mal der Schuppenlänge ist. Ab
hängig von dem Versatz bzw. der Schuppenlänge X der einzu
bringenden bzw. zu übernehmenden Blätter sind die Schuppen
rollen entsprechend einstellbar angeordnet, um so unter
schiedliche Formate handhaben zu können. Der Abstand der
Rollen ist kleiner als die kleinste mögliche Vordruckhöhe
(Formatlänge bzw. Länge eines Blattes in Papierlaufrichtung
gemessen). Bei einer Formatlänge von 3,5" (8,89 cm) ist der
Abstand 3" (7,62 cm), so daß das Blatt beim Weitertransport
von der folgenden Rolle sicher ergriffen wird.
Ferner sind zusätzlich zwei weitere Blätter 210 und 212 zu
geführt worden, und nachdem diese noch nicht im Bereich der
Schuppenrolle 204 angelangt sind, befindet sich die Brems
rolle 206 in ihrer ersten Stellung, in der keine Ineingriff
nahme mit den Blättern erfolgt.
In Fig. 2D wurden die Blätter 200 und 202 ausgehend von der
Situation in Fig. 2C weiterbewegt, so daß das Blatt 200 nun
an der Schuppenrolle 208 ansteht. Das neue Blatt 210 er
reicht mit seiner in Papierlaufrichtung vorderen Kante 210a
die erste Schuppenrolle 204 und wird an dieser abgebremst,
und gleichzeitig erfolgt die Betätigung der Bremsrolle 206,
die von ihrer ersten in ihre zweite Stellung umgeschaltet
wird, um mit einer in Papierlaufrichtung hinteren Kante 212b
des zweiten Blattes 212 Eingriff zu nehmen, um dieses Blatt
auf die bereits oben beschriebene Art und Weise abzubremsen,
um so ein Zusammenrutschen der neuen Blätter 210 und 212 zu
vermeiden.
In Fig. 2E ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfin
dungsgemäßen Verfahrens dargestellt, bei dem anstelle der
bisher beschriebenen zwei Blätter vier Blätter 214, 216,
218, 220 zugeführt. In Fig. 2E ist die Situation darge
stellt, in der das Blatt 214 bereits an der Schuppenrolle
204 angelangt ist, so daß die zugeführten Blätter abgebremst
werden. Um zu vermeiden, daß die übrigen Blätter 216, 218
und 220 zusammenrutschen, wurde zu dem Zeitpunkt, als das
erste Blatt 214 die Schuppenrolle 204 erreicht hat, die
Bremsrolle 206 in die in Fig. 2E dargestellte zweite Stel
lung bewegt, so daß auf die Blätter 216-220 eine Abbremswir
kung ausgeübt wird, so daß sich diese nicht verschieben.
In Fig. 3 ist ein erster Abschnitt der Papierhandhabungsma
schine gezeigt, die ein erstes Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Vorrichtung implementiert.
Der in Fig. 3 dargestellte Abschnitt der Vorrichtung ist in
seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 300 versehen. Der
Abschnitt 300 umfaßt einen Einlaufabschnitt 302 sowie eine
erste Transporteinheit 304.
Der Einlaufabschnitt 302 umfaßt einen Einlauf 306, der durch
zwei in Papierlaufrichtung P zusammenlaufende Führungen 306a
und 306b gebildet ist, und zur Zuführung der zumindest zwei
Blätter in Papierlaufrichtung P zu dem Abschnitt 300 dient.
Benachbart zu den in Papierlaufrichtung P vorderen Enden der
Führungen 306a und 306b ist ein Paar von Einlaufrollen 308a,
308b angeordnet, wobei die Einlaufrolle 308a durch einen, in
Fig. 3 nicht dargestellten Motor, angetrieben wird. Die An
druckkraft zwischen den Rollen 308a und 308b kann über eine
Einstellschraube 310, mittels der die Stellung der Rolle
308b bezüglich der Rolle 308a verändert werden kann, einge
stellt werden. Die Rollen 308a und 308b sind an einem Rahmen
312 des Einlaufabschnitts 302 befestigt. Die Einlaufrollen
308a und 308b sind derart angetrieben, daß zugeführte Blät
ter mit einer Geschwindigkeit von 2 m/s bis 6 m/s vorzugs
weise von 3 m/s bewegt werden.
Nachfolgend zu den Einlaufrollen 308a und 308b ist bei dem
in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel eine optionale
Falle 314 vorgesehen. Die Falle 314 umfaßt ein Umlenkelement
316, sowie zwei benachbart zu dem Umlenkelement angeordnete
Umlenkführungen 318a und 318b. Die Umlenkeinrichtung 316
kann zwischen der in Fig. 3 dargestellten Stellung, in der
deren in Papierlaufrichtung hintere Spitze benachbart zu der
Einlaufrolle 308a angeordnet ist, in eine zweite Stellung
umgeschaltet werden, in der die in Papierlaufrichtung hin
tere Spitze der Umlenkeinrichtung 316 benachbart zu der
Rolle 308b dargestellt ist. Abhängig von der Stellung der
Umlenkeinrichtung wird durch die Umlenkeinrichtung 316 und
die jeweilige Umlenkführung 318a bzw. 318b ein erster Blatt
pfad 320a bzw. ein zweiter Blattpfad 320b gebildet, über den
die zugeführten Blätter in Richtung der Transporteinheit 304
bewegt werden. Die Falle 314 ermöglicht es, die zugeführten
"Doppelblätter" wahlweise, abhängig von der Stellung der
Falle, auf- oder absteigend geschuppt in Richtung der Trans
porteinheit 304 zu bewegen.
Jedem der Blattpfade 320a und 320b ist eine Bremsrolle 323a
und 323b zugeordnet. Durch Betätigung eines magnetischen
Stellglieds 324a und 324b wird die jeweilige Bremsrolle 322a
bzw. 322b aus ihrer ersten Stellung, in der kein Eingriff
mit dem durch die Blattpfade zugeführten Blättern erfolgt,
in ihre zweite Stellung bewegt, in der eine in Eingriffnahme
mit der jeweils hinteren Kante des zweiten Blattes der zuge
führten Blätter erfolgt, um dieses abzubremsen. Durch einen
in Fig. 3 nicht dargestellten Motor, sind die beiden Brems
rollen 322a und 322b angetrieben, wobei die Bremsgeschwin
digkeit im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s ist, vorzugsweise
bei 2 m/s.
Die Bremsrolle 322a wird nach Beendigung der Aktivierung des
Stellglieds 324a durch die Gravitationskraft in ihre erste
Stellung zurückbewegt, wohingegen die Rolle 322b nach Been
digung der Aktivierung des Stellglieds 324b durch die Rück
stellkraft einer Feder 326 in ihre Ruhe- bzw. erste Stellung
zurückbewegt wird. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel,
beim dem die Gravitationskraft nicht ausreichend ist, um die
Bremsrolle 322a ausreichend schnell zurückzubewegen, ist
dieser ebenfalls eine Feder zugeordnet.
Die erste Transporteinheit 304, die einen Puffer zur Auf
nahme einer Vielzahl von "Doppelblättern" bildet, in dem
diese Blätter in geschuppter Art aufgenommen sind, umfaßt
ein Transportband 328, das möglichst kontinuierlich ange
trieben ist und über zwei Führungsrollen 330a und 330b ge
führt ist, und über einen in Fig. 3 nicht dargestellten
Motor mit einer kontinuierlichen Geschwindigkeit betrieben
wird, die im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s, vorzugsweise bei
0,25 m/s liegt (v1 = f(VH, X, v2)). Die Rollen 330a und 330b
sind in einem Rahmen 332 getragen, der in Fig. 3 schematisch
dargestellt ist. Ferner sind vier Schuppenrollen 334a-334d
vorgesehen, die in Kontakt mit dem Transportband 328 ange
ordnet sind, und voneinander um einen Abstand beabstandet
sind, der abhängig ist von der Anzahl der gleichzeitig zuge
führten Blätter und dem Versatz der Blätter. Die einzelnen
Schuppenrollen 334a-334d sind beweglich (siehe Pfeil 336) an
einer Kette 338 befestigt, die in Fig. 3 schematisch darge
stellt ist. Die schematisch dargestellte Kette ist über
ebenfalls schematisch gezeigte Transportrollen 340a und 340b
geführt. Die Kette dient in Verbindung mit den Schuppenrol
len dazu, die Transporteinheit 304 auf bestimmte Formate der
Blätter einzustellen. Die beschriebene Transporteinheit ist
lediglich schematisch dargestellt, und es ist offensicht
lich, das die Anzahl und der Abstand der Rollen von den ver
wendeten Blättern bzw. Blattformaten (Vordruckhöhe) und der
Anzahl der aufzunehmenden Blätter abhängt. In der Figur ist
ein Beispiel gezeigt, bei der die Rollen um 3" (7,62 cm) be
abstandet angeordnet sind.
Die Transporteinheit 304 umfaßt ferner, zur sicheren Über
nahme der zugeführten Doppelblätter von dem Einlauf 302,
zwei parallel angeordnete Führungen 342 und 344, die sich
entlang der gesamten Transporteinheit 304 erstrecken.
Die Funktionsweise des Abschnitts 300 ist derart, daß die
Doppelblätter über den Einlaß 306 zugeführt werden, und
sobald das erste der Doppelblätter die erste Schuppenrolle
334a erreicht, werden die Doppelblätter abgebremst, und zur
Vermeidung eines Aufeinander-Rutschens der Blätter wird zu
dem Zeitpunkt, zu dem eine vordere Kante des ersten Blattes
die Schuppenrolle 334 erreicht, eine der Bremsrollen 322a
bzw. 322b durch eine Betätigung des entsprechenden Stell
glieds aktiviert, um so mit einer hinteren Kante des zweiten
Blattes der Doppelblätter Eingriff zu nehmen, so daß ein
Aufeinander-Rutschen der Blätter vermieden wird. Anschlie
ßend werden die Blätter durch die Transporteinheit 304 wei
terbewegt, wobei gleichzeitig weitere Doppelblätter zuge
führt werden, bis eine vorbestimmte Anzahl von Doppel
blättern in der Transporteinheit 304 enthalten ist. Sobald
die vorbestimmte Anzahl der Blätter in der Einheit 304 ent
halten ist, werden diese in einem Takt an eine nachfolgende
Transporteinheit, die später noch beschrieben wird, weiter
gegeben.
Hinsichtlich des in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbei
spiels wird darauf hingewiesen, daß die Bereitstellung der
Falle und die damit verbundene doppelte Ausführung der
Bremsrollen 322a und 322b optional ist. Die Falle kann bei
spielsweise ganz weggelassen werden, oder die doppelten
Bremsrollen können beispielsweise durch eine einzelne Brems
rolle, die der Falle nachgeordnet ist, ersetzt werden.
Ferner wird darauf hingewiesen, daß anstelle der angetrie
benen Bremsrolle auch eine Bremsrolle verwendet werden kann,
die gegenüber herkömmlichen Rollen einen erhöhten Laufwider
stand hat, so daß durch das Anpressen derselben an eine hin
tere Kante an das zweite Blatt eine entsprechende Verzöge
rung desselben erreicht wird.
In Fig. 4A bis 4C ist die Funktionsweise eines zweiten Ab
schnitts der Papierhandhabungsmaschine schematisch erläu
tert. Der in Fig. 4 dargestellte Abschnitt der Papierhandha
bungsmaschine dient dazu, eine vorbestimmte Anzahl von Blät
tern, die in einer Transporteinheit (nicht gezeigt) angeord
net sind, auf einfache Art und Weise auszugeben.
In Fig. 4A ist schematisch eine in Papierlaufrichtung P zu
letzt angeordnete Transportrolle 400 und eine Ausgaberolle
402 gezeigt. Beispielhaft sei angenommen, daß vier Blätter
410, 412, 414 und 416 geschuppt vorgesehen sind. Die einzel
nen Blätter 410 bis 416 sind derart angeordnet, daß deren in
Papierlaufrichtung P vorderen Kanten um den Abstand X ver
setzt angeordnet sind.
In Fig. 4B ist die Situation dargestellt, in der aus dem in
Fig. 4A dargestellten Blattstrom nur ein einzelnes Blatt,
nämlich das Blatt 410 ausgegeben werden soll. Dies erfolgt
dadurch, daß die Transporteinheit eine Bewegung des Blatt
stromes um eine vorbestimmte Entfernung bewirkt, so daß nur
die vordere Kante des ersten Blattes 410 in Kontakt mit der
Ausgangsrolle 402 gebracht wird. Durch diese getaktete Be
wegung der Blätter und aufgrund der kontinuierlichen Bewe
gung der Ausgaberolle 402 erfolgt, wie in Fig. 4B durch den
Pfeil angedeutet, die Ausgabe des Blattes 410 von dem Blatt
strom.
In Fig. 4C ist die Situation dargestellt, in der eine Gruppe
von Blättern, nämlich die Blätter 412 und 414 aus dem Blatt
strom entfernt werden sollen, wobei auch in diesem Fall die
Transporteinrichtung eine Bewegung der Blätter bzw. des
Blattstroms bewirkt, wobei die bewegte Entfernung durch die
Anzahl der Blätter in der Gruppe sowie durch den Versatz der
Blätter bestimmt ist. Durch diese getaktete Bewegung wird
bewirkt, daß zunächst das nunmehr erste Blatt 412 in dem
Blattstrom an die Ausgangsrolle 402 gebracht wird und durch
diese entfernt wird, und nachfolgend das Blatt 414 an die
Ausgangsrolle 402 gebracht wird und ebenfalls entfernt wird.
Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, daß es auf
grund der geschuppten Anordnung und der gewählten Art der
Bewegung des Blattstroms nicht erforderlich ist, eine kom
plette Formatlänge zu fahren, um z. B. zwei Blätter auszu
geben, sondern es ist ausreichend, nur eine Entfernung zu
überbrücken, die im wesentlichen durch den Versatz der ange
ordneten Blätter bestimmt ist.
Durch diese Art der Ausgabe der einzelnen Blätter aus dem
Blattstrom läßt sich die bereits anhand der Fig. 1 darge
stellte Gruppierung der einzelnen Blätter auf einfache Art
und Weise erreichen, nämlich indem zunächst zur Ausgabe des
Einzelblattes a der mittlerweile vorliegende Schuppenstrom
bzw. Blattstrom um den Versatz X bewegt wird, so daß nur das
Blatt a während dieser Bewegung an die Ausgangsrollen 402
angelegt wird. Auf gleiche Weise erfolgt nachfolgend die
Bewegung des Schuppenstroms um eine etwas größere Entfer
nung, was durch einen Takt bewirkt wird, der etwas länger
ist als der erste Takt, so daß nacheinanderfolgend die zwei
Blätter der Gruppe b an die Ausgangsrollen angelegt werden.
Auf gleiche Art und Weise erfolgt die gruppenweise Ausgabe
der Blätter der Gruppe c.
In Fig. 5 ist der, anhand der Fig. 4 schematisch beschriebe
Abschnitt in einer Ausgestaltung gemäß einem Ausführungsbei
spiel dargestellt. Der Abschnitt 500 umfaßt eine zweite
Transporteinheit 502 und eine Ausgabeeinheit 504.
Die zweite Transporteinheit 502 umfaßt ein Paar von Füh
rungen 506 und 508, die sich von einem Eingang der Trans
porteinheit 502 zu einem Ausgang 512 derselben erstrecken.
Die Transporteinheit 502 umfaßt ferner ein Transportband
514, das durch einen in Fig. 5 nicht dargestellten Motor ge
taktet angetrieben werden kann, und über zwei Rollen 516a
und 516b getragen ist. Die Rollen 516a und 516b sind ihrer
seits an einem Rahmen 518 befestigt, wie dies in Fig. 5
schematisch dargestellt ist.
Ferner sind vier Transportrollen 520a bis 520d vorgesehen,
die mit dem Transportband 514 zusammenwirken, und um einen
vorbestimmten Abstand voneinander verschoben angeordnet
sind. Die einzelnen Transportrollen 520a bis 520d sind an
einer Kette 522 befestigt, die schematisch in Fig. 5 darge
stellt ist, wobei die Kette 522 ihrerseits über ebenfalls
schematisch dargestellte Rollen 524a und 524b geführt ist.
Wie durch den Pfeil 526 gezeigt ist, sind die Rollen ent
sprechend bewegbar, um so eine Einstellung auf unterschied
liche Formate zu ermöglichen. Die beschriebene Transportein
heit ist lediglich schematisch dargestellt, und es ist of
fensichtlich, das die Anzahl und der Abstand der Rollen von
den verwendeten Blättern bzw. Blattformaten (Vordruckhöhe)
und der Anzahl der aufzunehmenden Blätter abhängt. In der
Figur ist ein Beispiel gezeigt, bei der die Rollen um 3"
(7,62 cm) beabstandet angeordnet sind.
In der zweiten Transporteinheit 502 werden die in der in
Fig. 3 gezeigten, ersten Transporteinheit aufgenommenen
Blätter eingebracht, sobald die erste Transporteinheit die
maximal mögliche oder eine vorbestimmte Blattzahl aufgenom
men hat. In der Transporteinheit 502 sind die einzelnen
Blätter geschuppt zueinander angeordnet und weisen bezüglich
ihrer jeweils vorderen Kanten in Papierlaufrichtung einen
vorbestimmten Versatz auf.
An den Ausgang 512 der zweiten Transporteinheit 502 schließt
sich die Ausgabeeinheit 504 mit ihrem Eingang 528 an, wobei
unmittelbar nach dem Eingang 528 eine Stoppereinrichtung 530
vorgesehen ist, die an einem Abschnitt des Rahmens 532 der
Ausgabeeinheit 504 befestigt ist.
Die Stoppereinrichtung ermöglicht das Anhalten bzw. Bereit
stellen einer Gruppe von Blättern. Ist die nachfolgende Pa
pierhandhabungsmaschine, z. B. die Sammelstation, aufnahmebe
reit, und wurden die Blätter an der Stopstelle bzw. Stopper
einrichtung bereitgestellt, ist der Weg in die Sammelstation
kürzer, wodurch eine weitere Leistungssteigerung ermöglicht
wird. Als weiteres Beispiel sei ein der Papierhandhabungs
vorrichtung nachgeschalteter Kuvertierer angenommen. Während
dieser eine darin befindliche Gruppe von Blättern oder Ein
zelblätter kuvertiert, werden keine weiteren Blätter an den
Kuvertierer ausgegeben. In dieser Situation kann durch die
Stoppereinrichtung schon die als nächstes zu verarbeitende
Gruppe bzw. als nächstes zu verarbeitende Blatt in Richtung
des Ausgangs der Papierhandhabungsmaschine bewegt werden und
am Stopper bereitgestellt werden, so daß, wenn der Kuvertie
rer zur Aufnahme der nächsten Gruppe bzw. des nächsten
Blattes bereit ist, die zu überbrückende Strecke kürzer ist
als bei einer Zuführung aus der zweiten Transporteinheit, so
daß die Zuführung schneller erfolgt.
Ferner eröffnet die Stoppereinrichtung, alternativ oder zu
sätzlich zu der erstgenannten, oben beschriebenen Funktiona
lität der Stoppereinrichtung, die Möglichkeit, eine Gruppe
zu "puffern" (zwischenzuspeichern), während der Schuppen
strom bei dem in Fig. 6A gezeigten Beispiel von der ersten
Transporteinheit in die zweite Transporteinheit übergeben
wird. Dadurch wirkt der etwas längere Zwischentakt, der zur
Übergabe erforderlich sein kann, nicht leistungsmindernd.
In Papierlaufrichtung P hinter der Stoppereinrichtung 530
ist ein Paar von Sensorrollen 534a und 534b angeordnet, mit
tels dem die zwischen den zwei Rollen 534a und 534b hin
durchlaufenden Blätter gezählt werden. Die Zählung erfolgt
derart, daß durch die hindurchlaufenden Blätter eine ent
sprechende Beabstandung der zwei Rollen 534a und 534b her
vorgerufen wird, die ihrerseits eine Verschiebung des Si
gnalisierungshebels 536 bezüglich eines induktiven Meßglieds
538 bewirkt, wodurch sich eine Veränderung der Induktivität
einstellt aufgrund der die Anzahl der zwischen den Rollen
534a und 534b durchlaufenden Blätter erfaßt werden kann. Bei
einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Sensor auch
vor dem Ausgang 512 angeordnet sind.
In Papierlaufrichtung P hinter den Rollen 534a und 534b be
finden sich die Ausgaberollen 540a und 540b, die über in
Fig. 5 nicht dargestellte Motoren kontinuierlich mit einer
vorbestimmten Geschwindigkeit angetrieben sind, die im Be
reich von 2 m/s bis 5 m/s liegt, vorzugsweise bei 4,75 m/s.
Die Rollen 534 und 540 sind an dem Rahmen 532 des Abschnitts
504 befestigt. Die Ausgangsrollen 540a, 540b und die letzte
Transportrolle 520d sind um eine Entfernung beabstandet,
die sicherstellt, daß ein Ineingriff des Blattes durch die
Ausgangsrollen erfolgt, wenn der Schuppenstrom bewegt wird.
Der Abstand der Rollen ist kleiner als die kleinste mögliche
Vordruckhöhe (Formatlänge bzw. Länge eines Blattes in
Papierlaufrichtung gemessen). Bei einer Formatlänge von 3,5"
(8,89 cm) ist der Abstand 3" (7,62 cm), so daß das Blatt
beim Weitertransport von der folgenden Rolle sicher
ergriffen wird.
Im Betrieb des Abschnitts 500 wird zunächst bestimmt, wie
viele der in der Transporteinheit 502 enthaltenen Blätter
während eines Taktes an eine nachfolgende Verarbeitungsein
richtung auszugeben sind. Abhängig von der Anzahl der auszu
gebenden Blätter wird bestimmt, um welche Entfernung der in
der Transporteinheit 502 angeordnete Schuppenstrom in Rich
tung der Ausgabeeinheit bewegt werden soll, und diese Bewe
gung wird anschließend durchgeführt, wobei die Ausgaberollen
540a und 540b das jeweils in Papierlaufrichtung vordere
Blatt des Schuppenstroms abziehen, also für den Fall, daß
beispielsweise nur ein einzelnes Blatt aus dem Schuppenstrom
entfernt werden soll, erfolgt eine entsprechende Bewegung
des Schuppenstroms mittels der Transporteinheit 502 derart,
daß nur das vorderste der Blätter den Ausgangsrollen 540a
und 540 bereitgestellt wird, so daß während dieses Taktes
nur dieses einzelne Blatt ausgegeben wird. Sollen mehrere
Blätter, z. B. drei Blätter, ausgegeben werden, wird der
Schuppenstrom für eine Dauer bewegt, die etwas größer ist
als die Taktdauer die zur Ausgabe eines einzigen Blattes,
jedoch deutlich niedriger ist als zur Ausgabe zwei ge
trennter Blätter, so daß die in diesem Fall nacheinander an
den Ausgaberollen ankommende Blätter der nachfolgenden Ver
arbeitungseinheit zugeführt werden. Hierdurch wird innerhalb
einer Zeit eine Gruppe bereitgestellt, die deutlich kürzer
ist als die Zeitdauer, die herkömmlicherweise erforderlich
ist, um beispielsweise drei einzelne Blätter für eine Gruppe
einer nachfolgenden Bearbeitungseinheit zuzuführen.
Abhängig von der Anzahl der auszugebenden Blätter, also der
Größe der Gruppe werden die Blätter stärker beschleunigt, um
so eine möglichst hohe Geschwindigkeit bei der Ausgabe zu
erreichen.
In Fig. 6A ist die gesamte Papierhandhabungsmaschine 600
dargestellt, und wie zu erkennen ist, setzt sich diese aus
dem Abschnitt 300 und dem Abschnitt 500 zusammen, wobei der
Abschnitt 500 dem Abschnitt 300 in Papierlaufrichtung P
folgt. Anstelle der in Fig. 6A dargestellten Konfiguration
der Papierhandhabungsmaschine sind jedoch auch noch andere
Konfigurationen möglich.
In Fig. 6B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Papier
handhabungsmaschine 602 dargestellt, bei der die Transport
einheiten 304 und 502 parallel zueinander angeordnet sind,
zwischen der Einlaufeinheit 302 und der Ausgabeeinheit 504.
Eine Umlenkeinrichtung 604 ist zwischen der Einlaufeinheit
302 und den zwei Transporteinheiten 304 und 502 angeordnet,
die wirksam ist, um zunächst Doppelblätter einer der zwei
Transporteinrichtungen zuzuführen. Sobald die vorbestimmte
oder maximal mögliche Blattzahl in einer der Transportein
richtungen aufgenommen ist, wird die Umlenkeinrichtung auf
die andere der zwei Transporteinheiten umgeschaltet, und die
Doppelblätter werden in kontinuierlicher Form der weiteren
Transporteinheit zugeführt. Gleichzeitig wird der Betrieb
der ersten Transporteinheit von kontinuierlich auf getaktet
umgestellt, und die vorbestimmte Anzahl von Blättern wird
gruppenweise auf die im vorhergehenden beschriebene Art und
Weise getaktet über die Vorrichtung 606 an die Ausgabeein
heit 504 weitergeleitet.
Neben den in den vorhergehenden Figuren beschriebenen Ausge
staltungen der Transporteinheiten sind auch andere Realisie
rungen möglich, insbesondere auch im Zusammenhang mit der
Einstellung der entsprechenden Formate.
Anhand der Fig. 7 werden nachfolgend weitere Ausgestaltungen
der Transporteinheiten und der Formateinstellungen näher be
schrieben.
In Fig. 7A sind die zwei Transporteinheiten 304 und 502 dar
gestellt, wobei die entsprechende Einstellung der Formate
durch eine entsprechende Erhöhung und Reduzierung der Anzahl
von Schuppenrollen 334 bzw. Transportrollen 520 erreicht
wird. Abhängig von dem Format werden mehr oder weniger Rol
len verwendet.
In Fig. 7B sind die Transporteinheiten 304 und 502 darge
stellt, wobei die Transportbänder in diesem Fall durch soge
nannte Vakuumriemen realisiert sind. In Fig. 7C ist eine
weitere Ausgestaltung dargestellt, bei der die Transportein
heiten 304 und 502 einstückig ausgeführt sind. In Fig. 7D
ist ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Formateinstellung
gezeigt.
Wie aus der obigen Beschreibung der vorliegenden Erfindung
deutlich wird, erreicht diese gegenüber den im Stand der
Technik bekannten Vorrichtungen, durch die Vorschuppung, den
kontinuierlichen Einlauf und den getakteten Auslauf eine
Vielzahl von Vorteilen.
Die 2-nutzig bedruckten Blätter werden übereinander gelegt,
und zwar mit einem geringen Längsversatz, so daß diese Blät
ter vorgeschuppt sind und später leicht zu vereinzeln sind.
Wenn größere Gruppen gebildet werden, wird mit den weiteren,
vorgeschuppten Blättern ein größerer Schuppenstrom gebildet.
Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Maschinen ist
dies nur mit Einzelblättern oder mit nicht versetzten Dop
pelnutzen möglich. Versetzte, d. h. vorgeschuppte Blätter,
würden in solchen Maschinen wieder zusammenrutschen. Dieses
Problem wird, wie im vorhergehenden beschrieben, dadurch ge
löst, daß das voreilende Blatt an der Blattvorderkante und
das nacheilende Blatt an der Blatthinterkante abgebremst
wird. Zum Weitertransport der Gruppe wird der Schuppenstrom
zu einem nachfolgenden Transport bewegt, der die Gruppe
übernimmt, wobei der Weg, um den der Schuppenstrom bewegt
wird, gleich der Anzahl der Blätter mal der Schuppenlänge
ist.
Die oben beschriebene Papierhandhabungsmaschine ermöglicht
den kontinuierlichen Einlauf von gemergten Blättern und so
mit eine hohe Leistungssteigerung, da auch bei Gruppentren
nung innerhalb der gemergten Blätter diese vom Vorläufer
miteinander ausgegeben werden können. Somit ist nur ein Takt
erforderlich. Dies ermöglicht die Verwendung von kontinuier
lich laufenden Vorläufern, z. B. Rotationsschneidemaschinen
u. ä., was eine weitere Leistungssteigerung bedeutet.
Wie im vorhergehenden beschrieben, ist gemäß einem Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung eine Papierhandha
bungsmaschine gebildet, die im wesentlichen aus einem Ein
zugstransport mit Bremse, einer Falle, einem Schuppentrans
port, und einem Ausgabetransport besteht, wie sie im vorher
gehenden anhand der Figuren beschrieben wurden. Die Einzugs
transportvorrichtung mit Bremse dient dazu, ein Verrutschen
oder Beschädigen der einlaufenden Blätter zu vermeiden, und,
wie auch schon beschrieben wurde, können die Schuppentrans
porte in zwei Ebenen angeordnet sein, und sind voneinander
unabhängig betreibbar.
Beim Betrieb der im vorhergehenden beschriebenen Papierhand
habungssysteme wird zunächst in einer Schneidemaschine (Fig.
1) eine Papierbahn längs- und quer geschnitten. Die so ge
schnittenen Blätter werden jeweils paarig nebeneinander an
den Merger (Fig. 1) übergeben, der die Blätter mit einem
leichten Längsversatz übereinanderlegt.
Die von dem Vorläufer übereinander geführten (gemergten)
Blätter werden mit einem kleinen Längsversatz von ca. 20 mm
vom Einzugstransport 302 der Papierhandhabungsmaschine über
nommen. Die Vorderkante des vorauseilenden Blattes wird an
der Schuppenrolle 334a gebremst, das nacheilende Blatt wird
an der Hinterkante gebremst. Hierdurch wird vermieden, daß
die Blätter wieder übereinander geschoben werden. Weitere
"Doppelblätter" werden, abhängig von der Stellung der Falle
314, wahlweise auf- oder absteigend geschuppt, kontinuier
lich in die Transporteinheit 304 des Puffers transportiert,
bis die Strecke ganz gefüllt ist.
Bei dem anhand der Fig. 6A beschriebenen Ausführungsbeispiel
sind die Transporteinheiten bzw. die Puffer hintereinander
angeordnet, wobei der neu gebildete Schuppenstrom in der er
sten Transporteinheit 302 nach dem Erreichen einer vorbe
stimmten Anzahl von Blättern, und wenn die zweite Transport
einheit geleert ist, in einem Zwischentakt vollständig von
der ersten Transporteinheit an die zweite Transporteinheit
übergeben wird.
Bei der in Fig. 6B gezeigten Anordnung wird bei Erreichen
des Füllzustandes der ersten Transporteinheit 302 die Um
schalteinrichtung 604 aktiviert, so daß, während die Blätter
jetzt in die zweite Ebene auf die oben beschriebene Art und
Weise einlaufen, die erste Ebene getaktet entleert wird.
Durch den Längsversatz der einzelnen Blätter können durch
einen kurzen oder längeren Vorschub (Takt) einzelne Blätter
oder ganze Gruppen in der richtigen Blattfolge an den Ausga
betransport 504 übergeben werden. Dieser übergibt die Gruppe
dann z. B. an eine Sammelstation, in der die Blätter längs
und quer aufgestoßen werden, damit sie exakt übereinander
liegen. Danach wird die Gruppe an einen Nachläufer, z. B. ein
Falzwerk oder eine Kuvertiermaschine, übergeben.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung bestehen darin, daß
sehr hohe Blattleistungen erreicht werden können, da konti
nuierlich Blätter aufgenommen werden können, ohne daß auf
Gruppenwechsel geachtet werden müßte. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß die Vorläufer- und Nachläufermaschinen
unabhängig voneinander betrieben werden können, d. h., die
Schneidemaschine und die Sammelstation bremsen sich bei
spielsweise nicht gegenseitig aus. Durch die Schuppung der
Blätter wird eine leichte Vereinzelung bzw. Gruppenbildung
ermöglicht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch die Vorschuppung
eine schnelle Gruppenbildung bei einer geringen Geschwindig
keit erreicht werden. Bei paarigen oder unpaarigen Gruppen
existieren keine Leistungsunterschiede, große Gruppen können
mit nur einem geringfügig längeren Takt gehandhabt werden,
ein Start-Stop-Betrieb der Schneidemaschine wird vermieden,
so daß sich eine höhere Blattleistung ergibt, und es besteht
ein geringes Funktionsrisiko aufgrund der relativ geringen
Transportgeschwindigkeiten.
Claims (16)
1. Verfahren zur Übernahme von zumindest zwei, in einer
Blattlaufrichtung (P) geschuppt angeordneten Blättern
(200, 202) in eine Blatthandhabungsmaschine (600, 602),
in der die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit
einer ersten Geschwindigkeit bewegt werden, wobei ein
erstes und ein zweites Blatt der zumindest zwei Blätter
in Blattlaufrichtung (P) um einen Versatz (X) beabstan
det sind, mit folgenden Schritten:
- a) Zuführen der zumindest zwei Blätter (200, 202) zu der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Ge schwindigkeit, wobei die zweite Geschwindigkeit hö her ist als die erste Geschwindigkeit; und
- b) Abbremsen des zweiten Blattes (202) auf eine dritte Geschwindigkeit, sobald das erste Blatt (200) in der Blatthandhabungsmaschine auf die erste Geschwindig keit abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindig keit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine in Blattlauf
richtung (P) vordere Kante (200a) des ersten Blattes 200
und eine in Blattlaufrichtung (P) vordere Kante (202a)
des zweiten Blattes (202) um den Versatz (X) verschoben
sind, wobei das erste Blatt an dessen vorderer Kante und
das zweite Blatt (202) an einer in Blattlaufrichtung (P)
hinteren Kante (202b) abgebremst wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2 mit folgenden
Schritten:
- a) Weiterbewegen der zumindest zwei Blätter (200, 202) in der Blatthandhabungsmaschine um eine Entfernung, die durch das Blattformat und den Versatz bestimmt ist; und
- b) Wiederholen der Schritte (a) bis (c) für ein wei teres, in Blattlaufrichtung (P) geschuppt ange ordnetes Blattpaar (210, 212).
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das weitere Blattpaar (210, 212)
aufsteigend oder absteigend geschuppt in der Blatthand
habungsmaschine abgelegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die
erste Geschwindigkeit 0,25 m/s, die zweite Geschwindig
keit 3 m/s und die dritte Geschwindigkeit 2 m/s ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die
dritte Geschwindigkeit gleich der ersten Geschwindigkeit
ist.
7. Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei, in einer
Blattlaufrichtung (P) geschuppt angeordneten Blättern in
eine Blatthandhabungsmaschine (600, 602), die eine erste
Transporteinheit (304) umfaßt, die die zumindest zwei
Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwindig
keit bewegt, wobei ein erstes und ein zweites Blatt der
zumindest zwei Blätter in der Blattlaufrichtung (P) um
einen Versatz (X) beabstandet sind, mit
einer Einlaufrolle (308a, 308b), die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Geschwindigkeit zuführt, wobei die zweite Geschwindig keit höher ist als die erste Geschwindigkeit; und
einer Bremsrolle (322a, 322b), die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abbremst, sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit (304) abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
einer Einlaufrolle (308a, 308b), die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine mit einer zweiten Geschwindigkeit zuführt, wobei die zweite Geschwindig keit höher ist als die erste Geschwindigkeit; und
einer Bremsrolle (322a, 322b), die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abbremst, sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit (304) abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, nach der die Transportein
heit (304) eine erste Schuppenrolle (334a) umfaßt, die
mit einer in Blattlaufrichtung (P) vorderen Kante des
ersten Blattes Eingriff nimmt, und bei der die Brems
rolle (322a, 322b) mit einer in Blattlaufrichtung hin
teren Kante des zweiten Blattes Eingriff nimmt, sobald
die Schuppenrolle (334a) mit dem ersten Blatt in Ein
griff ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei der die Trans
porteinheit (304) ein im wesentlichen kontinuierlich an
getriebenes Transportband (328) und eine Mehrzahl von
Schuppenrollen (334a-334d) umfaßt, die gegen das
Transportband (328) vorgespannt sind, und in Blattlauf
richtung (P) um eine Entfernung beabstandet sind, die
durch das Blattformat und den Versatz (X) bestimmt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 mit einer
Falle (314), die zwischen der Einlaufrolle (308a, 308b)
und der ersten Schuppenrolle (334a) angeordnet ist, wo
bei die Falle (314) in einer ersten Stellung ein abstei
gendes Schuppen von Blättern und in einer zweiten Stel
lung ein aufsteigendes Schuppen von Blättern bewirkt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Bremsrolle
(322a) einem ersten Blattpfad (320a) zugeordnet ist, den
die zumindest zwei Blätter durchlaufen, wenn die Falle
(314) in der ersten Stellung ist, wobei eine weitere
Bremsrolle (322b) vorgesehen ist, die einem zweiten
Blattpfad (320b) zugeordnet ist, den die zumindest zwei
Blätter durchlaufen, wenn die Falle (314) in der zweiten
Stellung ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der
die Blatthandhabungsmaschine folgende Merkmale umfaßt:
eine zweite Transporteinheit (502), die in Blattlauf richtung (P) nach der ersten Transporteinheit (304) an geordnet ist, wobei die erste Transporteinheit (304) die Blätter kontinuierlich sammelt und an die zweite Trans porteinheit (502) übergibt, wenn eine vorbestimmte An zahl von Blättern in der ersten Transporteinheit (304) angeordnet sind, wobei die Blätter in der zweiten Trans porteinheit (502) in einer Blattlaufrichtung (P) derart geschuppt angeordnet sind, daß in Blattlaufrichtung die vorderen Kanten der Blätter um einen Versatz beabstandet sind, wobei die zweite Transporteinheit (502) die Blätter getaktet bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blattlaufrichtung (P) verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und dem Versatz abhängt; und
eine Ausgabeeinheit (504), die bei einer Bewegung der Blätter in der Transporteinheit (502) das jeweils in Blattlaufrichtung vordere Blatt aus der Papierhandha bungsmaschine ausgibt.
eine zweite Transporteinheit (502), die in Blattlauf richtung (P) nach der ersten Transporteinheit (304) an geordnet ist, wobei die erste Transporteinheit (304) die Blätter kontinuierlich sammelt und an die zweite Trans porteinheit (502) übergibt, wenn eine vorbestimmte An zahl von Blättern in der ersten Transporteinheit (304) angeordnet sind, wobei die Blätter in der zweiten Trans porteinheit (502) in einer Blattlaufrichtung (P) derart geschuppt angeordnet sind, daß in Blattlaufrichtung die vorderen Kanten der Blätter um einen Versatz beabstandet sind, wobei die zweite Transporteinheit (502) die Blätter getaktet bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blattlaufrichtung (P) verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und dem Versatz abhängt; und
eine Ausgabeeinheit (504), die bei einer Bewegung der Blätter in der Transporteinheit (502) das jeweils in Blattlaufrichtung vordere Blatt aus der Papierhandha bungsmaschine ausgibt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der
die Blatthandhabungsmaschine folgende Merkmale umfaßt:
eine zweite Transporteinheit (502), die parallel zu der ersten Transporteinheit (304) angeordnet ist,
eine Umlenkeinrichtung (604), die in Blattlaufrichtung (P) vor der ersten und der zweiten Transporteinheit (304, 502) angeordnet ist, und in einer ersten Stellung Blätter zu der ersten Transporteinheit (304) und in einer zweiten Stellung Blätter zu der zweiten Transport einheit (402) führt, wobei die Umlenkeinrichtung (604) von der ersten in die zweite Stellung umschaltet, wenn in der jeweiligen Transporteinheit eine vorbestimmte An zahl von Blättern aufgenommen ist, und
einer in Blattlaufrichtung hinter der ersten und der zweiten Transporteinheit (304, 502) angeordneten Ausga beeinheit (504),
wobei die Transporteinheit, der keine Blätter zugeführt werden, die Blätter getaktet bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blatt laufrichtung verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und dem Versatz ab hängt;
wobei die Ausgabeeinheit (504) bei der Bewegung der Blätter ein jeweils in Blattlaufrichtung (P) vorderes Blatt aus der Papierhandhabungsmaschine ausgibt.
eine zweite Transporteinheit (502), die parallel zu der ersten Transporteinheit (304) angeordnet ist,
eine Umlenkeinrichtung (604), die in Blattlaufrichtung (P) vor der ersten und der zweiten Transporteinheit (304, 502) angeordnet ist, und in einer ersten Stellung Blätter zu der ersten Transporteinheit (304) und in einer zweiten Stellung Blätter zu der zweiten Transport einheit (402) führt, wobei die Umlenkeinrichtung (604) von der ersten in die zweite Stellung umschaltet, wenn in der jeweiligen Transporteinheit eine vorbestimmte An zahl von Blättern aufgenommen ist, und
einer in Blattlaufrichtung hinter der ersten und der zweiten Transporteinheit (304, 502) angeordneten Ausga beeinheit (504),
wobei die Transporteinheit, der keine Blätter zugeführt werden, die Blätter getaktet bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blatt laufrichtung verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und dem Versatz ab hängt;
wobei die Ausgabeeinheit (504) bei der Bewegung der Blätter ein jeweils in Blattlaufrichtung (P) vorderes Blatt aus der Papierhandhabungsmaschine ausgibt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der die zweite
Transporteinheit (502) ein Transportband (514) und eine
Mehrzahl von Transportrollen (520a-520d) umfaßt, die
gegen das Transportband (514) vorgespannt sind, und in
Blattlaufrichtung (P) um eine Entfernung beabstandet
sind, die durch den Versatz (X) und das Blattformat be
stimmt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei der
die Ausgabeeinheit (504) einen Zähler (534a, 534b, 536,
538) umfaßt, der die Anzahl der ausgegebenen Blätter er
faßt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, bei der
die dritte Geschwindigkeit gleich der ersten Geschwin
digkeit ist.
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