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Natriumpercarbonat-Partikel
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Die Erfindung betrifft eine neuartige Natriumpercarbonat-Partikel.
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Die Verwendung von Natriumpercarbonat als Bleichmittel allein oder
in Waschmitteln wird zunehmend interessanter, da sich die Waschprozesse bei tieferen
Temperaturen bis herab zu Raumtemperatur immer mehr durchsetzen.
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Gegenüber Natriumperborat-Tetrahydrat (theor. Aktivsauerstoff=io,4%)hat
es den Vorzug der grösseren Löslichkeit bei 200C und des grösseren Aktivsauerstoffgehaltes
(theor.
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Aktivsauerstoff = 15,3) jedoch den schwerwiegenden Nachteil, dass
es sehr wenig lagerstabil in nichttrockener Atmosphäre ist. So genügen schon geringe
Feuchtigkeitsmengen, die aus der Atmosphäre aufgenommen und /oder in einem Waschmittel
vorhanden sind, um die Zersetzung des Percarbonates in Gang zu bringen.
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Vor allem im wärmeren Zonen, wo eine höhere Temperatur herrscht,
schreitet die einmal begonnene Zersetzung rasch fort.
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Man hatte dieses Problem schon frühzeitig erkannt und war daher seit
langem bemüht, die Lagerstabilität des Natriumpercarbonates zu erhöhen und zwar
auf verschiedene Weise: So wurde versucht, mit Hilfe von Aerosolen, wie Eieselsäure-Aerosol,
eine bessere Stabilität zu erhalten (DT-PS 870 o92).
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Auch durch Zugabe von Benzoesäure sollte die Stabilität erhöht werden
(DT-OS 1 767 79b,+
Dabei wurden die Zusätze entweder während der
Herstellung des Percarbonates oder im Anschluss an die Herstellung dem fertigen
Produkt zugeführt.
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Veiter wurde schon versucht, durch Verwendung von solchen Stabilisatoren
und Komplexbildnern, die die Verunreinigungen der eingesetzten Soda, bezw. die Verunreinigungen,
die während des Verfahrens auftraten, beseitigten, ein stabileres Produkt zu erhalten
(DT-OS 2 234 135).
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Auch der Gedanke, die Percarbonat-Partikel durch Umhüllung mit einer
Schutzschicht vor Zersetzungseinflüssen zu bewahren, wurde mehrfach ausgeführt.
So wurde schon nach der FR-PS 893 115 Parrafin, natürliches oder synthetisches Harz,
oder nach der DT-OS 2 511 143 Polyäthylenglykol verwendet, oder es wurden Copolymerisate,
bei denen eines der Monomeren Vinyl- bezw. Vinylidenchlorid war, eingesetzt (J?T-oS
2 402 392/393).
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Ferner wurde als Umhüllung eine Natriumsilikatlösung (BR-PS 174 891)
oder eine Mischung von Silikat und Silikofluorid (DT-OS 2 511 143) bezw. ein wässriges
Sol von Silikaten (BE-PS 820 741) vorgeschlagen.
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Es zeigte sich aber, das die Stabilität nur dann gegeben war, wenn
die Lagerung in trockener Luft bei 2o0C vorgenommen wurde.
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Sowie Jedoch, aus welchen Gründen auch immer, soviel Feuchtigkeit
anwesend war, dass die Zersetzung des Percarbonates begann, stieg die Lagertemperatur
durch die Zersetzungswäre an, wodurch der weitere Zerfall des Percarbonates - ebenso
wie durch das Wasser aus der Wasserstoffperoxidzersetzung - beschleunigt wurde.
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So traten z.B. Aktivsauerstoffverluste von hos und mehr schon innerhalb
15 Tagen auf, wenn der Stabilitätstest bei 4oOc und 80* relativer Luftfeuchtigkeit
durchgeführt wurde (DT-OS 2 511 143).
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Ziel der Erfindung ist daher ein in feuchter und warmer Umgebung relativ
stabiles Percarbonat, dessen Aktivsauerstoffverlust auch in einer derartigen Umgebung
noch vergleichsweise gering ist und dessen an sich gute Lösegeschwindigkeit nach
der Stabilisierung erhalten bleibt.
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Es wurde nun gefunden, dass sich dieses Ziel erreichen lässt durch
eine Natriumpercarbonat-Partikel, die aus einem Natriumpercarbonatkern und einer
Umhüllung aus entwässertem Natriumperborat besteht.
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Diese Natriumpercarbonat-Partikel enthält im allgemeinen i3-i,5% Aktivsauerstoff.
Unter die erfindungsgemässe Partikel fallen aber auch solche mit einem niedrigeren
Aktivsauerstoffgehalt bis herab zu 11%. Diese können bei günstigen Lagerbedingungen,
d.h. niedrigeren Temperaturen und geringeren Luftfeuchtigkeiten, und bei höheren
Waschtemperaturen von 60°C und mehr durchaus von Interesse sein.
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Ferner wurde gefunden, dass eine Natriumpercarbonat-Partikel, deren
Percarbonatkern von einer Umhüllung aus entwässertem Natriumperborat und einem Natriumsilikat
umgeben ist, besonders stabil ist.
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Die erfindungsgemässen Natriumpercarbonat-Partikel haben - je nach
der Herstellungsapparatur - kugelige oder nahezu kugelige Form und liegen in einer
Grösse von Staub bis zu 2 mm vor, Selbstverständlich fallen unter diese Percarbonat-Partikel
auch solche, die entsprechend dem Verunreinigungsgrad der Ausgangskomponenten diese
Verunreinigungen ebenfalls enthalten.
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Als Natriumpercarbonat kann nach bekannten Verfahren hergestelltes,
entweder direkt aus dem Herstellungsprozess mit noch anhaftender Mutterlauge, oder
trockenes Natriumpercarbonat verwendet werden, in jedem Fall in einer gorngrösse
von Staub bis 1,oo mm.
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Als entwässertes Natriumperborat" wird ein solches bezeichnet, das
entsprechend der Formel NaBO2 . H202 . 3H20 weniger als 54 g Wasser p. Mol enthält.
Ein solches Perborat kann teilweise oder ganz entwässert sein.
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Je stärker dieses Perborat entwässert ist, desto besser ist die Haftfestigkeit
auf dem benetzten Natriumpercarbonate Als günstig erwies sich ein entwässertes Natriumperborat
mit mind. 15% Aktivsauerstoffgehalt. Besonders geeignet waren Perborate mit 15,2
- 1528in Aktivsauerstoff.
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Das entwässerte Natriumperborat wird durch Übertrocknung des Tetrahydrates
nach bekannten Verfahren gewonnen, z.B.
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nach DT-PS 970 495.
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Als tTetrahydrat" wird die Verbindung entsprechend der obengenannten
Formel bezeichnet.
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Das entwässerte Natriumperborat wird zweckmässigerweise als Staub
eingesetzt.
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Als Natriumsilikat kommen infrage Natriummetasilikat (Na2SiO3), Natriumdisilikat
(Na2Si2Q) und Natriumorthosilikat (Na4SiO4).
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Ein bevorzugtes Silikat ist Natriummetasilikat.
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Eine Natriumsilikatmenge von entsprechend o,1 - 1 SiO2 in den Natriumpercarbonat-Partikel
ist normalerweise ausreichend.
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Für besonders hohe Stabilitätsanforderungen können auch die Natriumpercarbonat-Partikel
bis zu 5 Gew. SiO2 enthalten.
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Jedoch ist auch schon mit einer Silikatmenge, die o,o5 Gew.
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SiO2 entspricht, ein Stabilisierungseffekt zu verzeichnen.
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Eine günstige Menge für den SiO2-Gehalt der Partikel ist o,5 - 1,o
Gew.%.
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Natriumperborat und -silikat können miteinander gemischt sein und
in dieser Form das Percarbonat umhüllen; nur sollte diese Mischung möglichst homogen
sein.
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Es wurde weiter gefunden, dass sich die erfindungsgemässen Natriumpercarbonat-Partikel
herstellen lassen, wenn man mit Wasser benetztes Natriumpercarbonat mit entwässertem
Perborat belegt.
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Oder, wenn man bei Mitverwendung von Natriumsilikat' die Percarbonat-Partikel
entweder mit einer wässrigen Natriumsilikatlösung benetzt und darauf mit entwässertem
Perborat belegt
oder mit Wasser benetztes Percarbonat mit einer
Mischung aus entwässertem Perborat und Natriumsilikat umgibt.
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Wie schon gesagt, kann Natriumpercarbonat das notwendige Benetzungswasser
aus dem Herstellungsprozess (als Mutterlauge) mitbringen. Anderenfalls muss es vor
dem Belegen (mit entwässertem Natriumperborat) mit Wasser benetzt werden.
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Bei einem Gehalt der späteren Partikel an Natriumsilikat wird entweder
- entsprechend dem Obenbeschriebenen - auch nur mit Wasser oder aber mit wässriger
Natriumsilikatlösung benetzt.
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Dies kann in bekannter Weise vorgenommen werden und ist nicht kritisch.
Bevorzugt wird das Wasser bezw. die wässrige Natriumsilikatlösung aufgesprüht.
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In allen Fällen, auch bei Verwendung einer wässrigen Natriumsilikatlösung,
soll stets nur soviel Wasser anwesend sein, dass die vorgelegten Natriumpercarbonat-Partikel
benetzt sind und die möglichst homogene Belegung mit entwässertem Natriumperborat
bezw. entwässertem Natriumperborat und Natriumsilikat erfolgen kann.
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Die Belegung geschieht durch bekannte Verfahren, wie vorsichtiges
Aufstäuben von Hand mit einer Schaufel, vorsichtiges Einpudern unter gleichzeitiger
Bewegung bezw.
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Zudosieren über eine Rinne mit gleichzeitiger Bewegung u. a.
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In der verwendeten Apparatur - s. die Beispiele - betrug z.B. die
aufgesprühte Wassermenge ca. 4 des eingesetzten Natriumpercarbonates.
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Gestattet die Apparatur eine intensivere Benetzung des Percarbonatkornes,
so wird eine höhere Wassermenge angewendet, gestattet die verwendete Apparatur eine
geringere Benetzung, so muss eine geringere Wassermenge als ca.
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angewendet werden, Das lässt sich durch einen Handversuch leicht feststellen.
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Dies trifft weitgehend auch dann zu, wenn Natriumsilikat mitverwendet
werden soll.
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Die Sequenz "Benetzen mit Wasser bezw. wässriger Natriumsilikatlösung
und Belegen mit entwässertem Natriumperborat bezw. entwässertem Natriumperborat
und Natriumsilikat" kann ein oder mehrmals durchgerührt werden, je nach dem, welcher
Umhüliungsgrad gewünscht wird, d.h., wie dick die Umhüllung an sich sein soll.
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Nach Erreichen des gewünschten Umhüllungsgrades kann das vorliegende
Produkt noch einmal mit Wasser bezw. bei Anwesenheit von Natriumsilikat mit wässriger
Natriumsilikatlösung benetzt werden, s. Beispiel 3 und 6.
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Letztlich kann eine vollständige Umhüllung mit entwässertem Natriumperborat
bezw. zusätzlich mit Natriumsilikat erreicht werden.
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Die gewünschte Stärke ist abhängig von dem Verwendungszweck.
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Die so hergestellten Natriumpercarbonat-Partikel können anschliessend
ganz oder teilweise entwässert, d.h., vom Benetzungswasser befreit werden.
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Benetzen und Umhüllen findet im allgemeinen auf Granuliertellern,
in Granulierschnecken, in Granuliertrommeln und anderen bekannten Apparaturen statt.
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In den nachfolgend aufgeführten Beispielen wird das Natriumpercarbonat
in einer Drehtrommel vorgelegt und in einem ersten Verfahrensschritt mit Wasser
bezw. wässriger Natriumsilikatlösung benetzt und in einem zweiten Verfahrensschritt
mit einem Natriumperboratstaub umhüllt, der mind. 15% Aktivsauerstoff enthält.
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Die Menge Natriumperborat, die zum Anhaften nötig ist, wird durch
einen Vorversuch bestimmt.
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Das für die Umhüllung erforderliche, aufgebrachte Wasser kann - wie
gesagt - durch bekannte Trocknungsverfahren ganz oder teilweise wieder entfernt
werden. Es ist jedoch auch möglich, dieses Benetzungswasser in einer nachgeschalteten
Stufe von der Perborathülle binden zu lassen.
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Die Tetrahydratstufe wird dabei nicht erreicht.
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Die äussere Hülle der Percarbonat-Partikel besteht danach entweder
au-s~ganz oder~teilveise~-entfässertem Natriumperborat oder ganz oder teilweise
entwässertem Natriumperborat und Natriumsilikat.
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Die Erhöhung der Stabilität in feuchter Atmosphäre wird durch folgenden
Haltbarkeitstest demonstriert: Eine erste Versuchsreihe mit den Versuchsprodukten
der Beispiele 1 - 3 und zwar mit 2,26 B203 (Versuch 1), 3,92% B203 (Versuch 2) und
7,14 B203 (Versuch 3), dem Natriumpercarbonat-Au6gangsprodukt und Natriumperborat
tetrahydrat
als Standard und eine zweite Versuchsreihe mit den Versuchsprodukten der Beispiele
4 - 6 und zwar mit 4,18% B203 und o,o5% SiO2 (Versuch 4), 4,18 B203 und o,43% SiO2
(Versuch 5) und 4,18 B203 und o,93% SiO2 (Versuch 6), dem Natriumpercarbonat-Ausgangsprodukt
und Natriumperborattetr-ãhydrat als Standard werden zu je ca. 2 g in offenen Wägegläschen
(Durchmesser = 35 mm, Höhe = 30 mm) eingewogen.
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Sämtliche Proben einer Versuchsreihe werden in einem Exsiccator (Durchmesser
= 150 mm, Höhe = 150 mm) eingestellt, in dem 670 ml 10,56°/óige Schwefelsäure vorgelegt
ist und in einem Brutschrank bei + 30 C 4 Tage aufbewahrt. Zwei weitere Exsiccatoren
einer jeden Versuchsreihe mit gleicher Probenfüllung werden 7 und 1o Tage bei +
3o0C im Brutschrank aufbwahrt.
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Durch die in den Exsiccatoren vorgelegte Schwefelsäure werden 78%
relativer Luftfeuchte erhalten. Nach Beendigung des Tests wird der gesamte Inhalt
eines jeden Probegläschens analysiert.
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Diese Haltbarkeitsmethode zeigt, dass gegenüber dem nicht mit entwässertem
Perborat bezw. entwässertem Perborat und Natriumsilikat umhüllten Natriumpercarbonat
eine höhere Aktivsauerstoffstabilisierung erreicht wurde, obwohl von den Versuchsprodukten
schon nach 4 Tagen mehr Wasser aufgenommen wurde, als zur Natriumperboratrehydratisierung
erforderlich ist.
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Im Waschmittel ist das in der Regel nicht der Fall, weil das oberflächlich
aufgenommene Wasser vom hygroskopischen Perborat gebunden wird bei gleichzeitiger
Anwesenheit von noch hydratisierbarem Natriumperborat.
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Besteht die Umhüllung des Natriumpercarbonates aus entwässertem Natriumperborat
mit mind. 1 15% Aktivsauerstoff, ändern
sich der Aktivsauerstoff
und die hohe Lösegeschwindigkeit des Natriumpercarbonates nicht nachteilig, weil
Natriumperborat mit mind. 15 Aktivsauerstoff ebenfalls über eine hohe Lösegeschwindigkeit
(je nach Temperatur im Bereich von 1/2 Minute bis zu wenigen Sekunden) verfügt,
d.h. das Verhältnis Natriumpercarbonat zu entwässertem Natriumperborat ist bei ausreichendem
Lösevolumen ohne nennenswerten Einfluss auf den Aktivsauerstoffgehalt und das Löseverhalten
des perboratumhüllten Natriumpercarbonats.
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Besteht die Umhüllung des Natriumpercarbonates aus entwässertem Natriumperborat
und Natriumsilikat, wird gegenüber der Natriumpercarbonatausgangsware der Aktivsauerstoff
geringfügig erniedrigt, die Lösezeit erhöht und die Haltbarkeit in feuchtwarmer
Atmosphäre wesentlich gesteigert.
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Bs war überraschend, dass die Vereinigung von Natriumperborat und
Natriumpercarbonat - und zwar und das ist wesentlich a in Gegend wart von Feuchtigkeit
überhaupt möglich war, denn die Fachwelt hatte dies grundsätzlich vermieden, weil
die bekannten Zersetzungsreaktionen zu befürchten waren.
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Für die erfindungsgemäßen Natriumpercarbonatpartikel können diegleichen
Emballagen, Silowagen, Silos und mechanischen Transporteinrichtungen verwendet werden
wie für Natriumperborat-Tetrahydrat, d.h. diese Natriumpercarbonatpartikel sind
ein Ersatz für Natriumperborat-Tetrahydrat.
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Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert: NaPC = Natriumpercarbonat
NaPb = Natriumperborat Oa = Aktivsauerstoff SG = Schüttgewicht g/l = Gramm/Liter
Beispiel 1 In einer Drehtrommel ( =-250 mm, Höhe = 250 mm), die in gleichen Abständen
4 Mitnahmerippen von 15 mm Breite enthält, werden bei einer Neigung von 150 und
einer Drehgeschwindigkeit von 30 Upm 1.140 g Natriumpercarbonat vorgelegt. In einem
ersten Verfahrensschritt werden innerhalb von 1' 5'' 46 g Wasser durch eine Zweistoffdüse
aufgesprüht. Unmittelbar darauf werden 45 g entwässerter Natriumperborat-Staub von
Hand mit einer Schaufel innerhalb von 8' 23 " eindosiert.
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Folgende Verfahrensschritte schließen sich an:
| Verfahrensschritt ntv. NaPb-Stau Wasserzugabe | Zeit |
| Nr. Zugabe g min/sec |
| 3 - 20 38'' |
| 4 10 - 4' |
| 5 - 10 21'' |
| 6 5 - 3' |
Nach dem letzten Verfahrensschrittwird das Versuchsprodukt im Trockenschrank bei
55 - 600C ca. 30 Minuten getrocknet. Analysenergebnisse siehe Tabelle 1, Seite 18.
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Beispiel 2 Wie in Beispiel 1 beschrieben, werden in einer Drehtrommel
unter einer Neigung von 150 und einer Drehgeschwindigkeit von 30 Upm 1.080 g Natriumpercarbonat
vorgelegt und in den folgenden Verfahrensschritten mit Wasser besprüht und mit entw@@@,
Natriumperboratstaub umhüllt:
| Verfahrensschritt entw.NaPb-StauE Wasserzugabe Zeit |
| Zugabe |
| Nr. Z g min/sec |
| 1 - 43 54'' |
| 2- 38 - 7 |
| 3 - 20 27'' |
| 4 18 - 5' |
| 5 - 20 35'' |
| 6 17 - 5' |
| 7 - 20 28'' |
| 8 17 - 4' 20'' |
| 9 - 20 28'' |
| 10 20 - 6' |
| 11 - 10 16 |
| 12 10 - 3' |
Nach dem letzten Verfahrensschritt wird das Versuchsprodukt im Trockenschrank bei
55 - 60°C ca. 45 Minuten getrocknet.
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Analysendaten siehe Tabelle - 1, Seite ri .
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Beispiel 3 Wie in Beispiel 1 beschrieben, werden in einer Drehtrommel
unter einer Neigung von 150 und 30 Upm 960 g Natriumpercarbonat vorgelegt und in
den folgenden Verfahrensschritten mit Wasser besprüht und mit entwässertem Natriumperboratstaub
umhüllt.
| Verfahrensschritt ntw. NaPb-Staub Wasserzugabe | Zeit |
| Zugabe |
| Nr. g g min/sec |
| 1 - 39 62'' |
| 2 33 7' |
| 3 - 20 37'' |
| 4 23 - 5' |
| 5 - 20 36'' |
| 6 22 - 5' |
| 7 - 20 37'' |
| 8 29 - 7' |
| 9 - 20 36'' |
| 10 23 - 6' |
| 11 - 20 36'' |
| 12 2t - 5' |
| 13 - 20 36'' |
| 14 24 - 5' |
| 15 20 36'' |
| 16 22 - 5' |
| 17 - 20 35'' |
| 18- 21 4' |
| 19 - 20 34'' |
| 20 19 3' |
| 21 - 20 35'' |
Nach dem letzten Verfahrensschritt wird das Versuchsprodukt im Trockenschrank bei
55 - 60°C ca. 60 Minuten getrocknet.
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Analysendaten siehe Tabelle 1, Seite 18.
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Beispiel 4 Wie in Beispiel 1 beschrieben, werden in einer Drehtrommel
unter einer Neigung von 150 und einer Drehgeschwindigkeit von 3c Upm 1080 g Natriumpercarbonat
verlegt und in den folgenden Verfahrensschritten mit 136 ml Wasserglaslösung (enth.
4,5g Wasserglas 36°Be') besprüht und mit entw. Natriumperboratstaub umhüllt:
| Verfahrens- eutw. Naph-Staub Wassezglaszu- Zeit |
| schritt Zugabe gabe min/sec |
| g ml |
| 1 - 43 72 '' |
| 2 45 - 9' |
| 3 - 20 38 '' |
| 4 17 - 4' |
| 5 - 20 38 '' |
| 6 17 - 3' 30 '' |
| 7 - 20 38 '' |
| 8 19 - 4' 30 '' |
| 9 - 20 36 '' |
| 10 15 - 4' 30 '' |
| 11 - 13 30 '' |
| 12 7 - 3' |
Nach dem letzten Verfahrensschritt wird das Versuchsprodukt im Trockenschrank bei
55 - Go0 C ca 60 Minuten getrocknet.
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Analysedatcn siehe Tabelle 2, Seite 1?.
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Beispiel 5 Wie in Ueispiel 1 beschrieben, werden in einer Drehtrommel
unter einer Neigung von 15° und einer Drehgeschwindigkeit von 30 Upm 1080g Natriumpercarbonat
vorgelegt und in den folgenden Verfahrensschritten mit 138 ml Wasserglaslösung (enth.
20,4 g Wasserglas 360Be) und bei Verfahrensschritt 13 mit 15 ml Wasser besprüht
und mit entw.
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Natriumperboratstaub um/hüllt
| Verfahrens- |
| @ntw. NaPb -Staub Wasserglas- Zeit |
| schritt |
| Zugabe zugabe min/sec. |
| g ml |
| 1 - 43 78" |
| 2 32 6' 30" |
| 3 - 20 58" |
| 4 15 - 4' |
| 5 - 20 50" |
| 6 12 3' 30" |
| 7 - 20 50" |
| 8 16 - 4' |
| 9 - 20 45" |
| 10 28 - 5' 30" |
| 11 - 15 65" |
| 12 12 - 3' |
| 13 - 15(Wasser 60" |
| 14 5 3' |
Nach dem letzten Verfahrensch@itt wird das Versuchsprodukt im
Trockenschrank bei 55 - 60 OC ca. 60 Minuten getrocknet.
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Analysendaten siehe Tabelle 2, Seite 19.
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Beispiel 6 Wie in Beispiel 1 beschrieben, werden in einer Drehtrommel
unter einer Neigung von 15° und einer Drehgeschwindigkeit von 30 Upm 1080 g Natriumpercarbonat
vorgelegt und in den folgenden Verfahrensschritten mit 130 ml Wasserglaslösung (enth.
40,8 g Wasserglas 360Be') und bei Verfahrensschnitt 13 und 15 mit 40 ml Wasser besprüht
und mit entwässertem Natriumperboratstaub umhüllt'
| entw. |
| Verfahrens- NaPb-Staub Wasserglaszugabe Zeit |
| schritt Zugabe ml min / sec |
| g |
| 1 - 43 76'' |
| 2 16 4' |
| 3 - 20 54'' |
| 4 16 - 4' |
| 5 - 20 62'' |
| 6 17 - 5' |
| 7 - 20 41'' |
| 8 15 - 6' 30'' |
| 9 - 20 1' 35'' |
| 10 22 - 6' |
| 11 - 20 |
| 12 17 7' |
| 13 - 20 Wasser 33'' |
| 14 17 - 6' 30'' |
| 15 - 20 Wasser 35'' |
Nach dem letzten Verfahrensschritt wird das Vorsuchsprodukt im Trocken schrank bei
55-6o0C ca. 60 Minuten getrocknet.
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Analysendaten siehe Tabelle 2, Seite 1?.
Tabelle
1
| Standard Ausgangsprodukte Versuchsprodukte |
| NaPb- entw. NaPb |
| NaPc Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 |
| Tetrahydrat Staub |
| Aktivsauerstoff (Oa) % 10,20 15,56 13,60 13,45 13,57 13,76 |
| Na2O % 20,38 31,19 38,51 38,75 38,10 37,34 |
| B2O3 % 22,77 34,73 - 2,26 3,92 7,14 |
| CO2 % - - 27,33 26,25 24,94 22,28 |
| Fe2O3 % 0,0004 0,0007 0,002 - - - |
| Lösezeit (Minuten) 7,2 0,3 0,85 1,3 0,9 1,1 |
| Schüttgewicht kg/l 0,760 0,500 0,930 0,910 0,880 0,830 |
| Siebanalyse auf 0,8 mm % 0 0 0 0 1 1 |
| " 0,5 mm % 35 0 38 41 49 50 |
| " 0,4 mm % 17 0 18 23 21 21 |
| " 0,2 mm % 43 8 32 33 26 25 |
| " 0,1 mm % 4 20 11 3 3 3 |
| Rest % 1 72 1 0 0 0 |
| Oa-Zersetzung nach 4 T.% 0,6 - 19 17 13 14 |
| bei +30°C und " 7 T.% 0,8 - 47 42 30 36 |
| 80% rel.Luft- " 10 T.% 1,2 - 86 79 67 51 |
| feuchte |
Tabelle 2
| Standard Ausgangsprodukte Versuchsprodukte |
| NaPb- NaPb NaPc Beispiel 4 Beispiel 5 Beispiel 6 |
| Tetrahydrat Staub |
| Aktivsauerstoff (Oa) % 10,20 15,56 13,60 13,46 13,20 13,14 |
| Na2O % 20,38 31,19 38,51 37,16 36,70 36,97 |
| B2O3 % 22,77 34,73 - 4,18 4,18 4,18 |
| CO2 % - - 27,33 24,10 23,80 24,12 |
| SiO2 % - - 0,01 0,05 0,43 0,93 |
| Fe2O3 % 0,0004 0,0007 0,002 - - - |
| Lösezeit (Minuten) 7,2 0,3 0,85 1,9 4,3 5,9 |
| Schüttgewicht kg/l 0,760 0,500 0,930 0,840 0,860 0,810 |
| Siebanalyse auf 0,8 mm % 0 0 0 0 0 1 |
| " 0,5 mm % 35 0 38 51 55 57 |
| " 0,4 mm % 17 0 18 22 20 20 |
| " 0,2 mm % 43 8 32 25 22 20 |
| " 0,1 mm % 4 20 11 2 2 2 |
| Rest % 1 72 1 0 0 0 |
| Oa-Zersetzung nach 4 T. % 0,05 - 26 15 6 1,5 |
| bei +30°C und " 7 T. % 0,08 - 63 33 12 5 |
| 78% rel.Luft- " 10 T. % 0,10 - 82 54 28 11 |
| feuchte |
Bestimmung der Lösegeschwindigkeit (Konduktometrische Methode)
In ein durch einen Thermotaten auf 15 C gekühltes Doppelmantelgefäss mit einem Durchmesser
von 9o mm werden 500 ml destillisrtes Wasser gegeben. Mit einem vierflügeligen Glasrührer
(Fliigellänge 40 mm, Flügelhöhe 10 mm), der vom Boden 5 mm entfernt ist, wird bei
einer Umdrehungszahl von 320 - 340 Upm so lange gerührt, bis das Wasser ebenfalls
eine Temperatur von 15°C angenommen hat. Neben dem Rührer befindet sich ungefähr
in halber Höhe des Flüssigkeitsspiegels eine Eintauchmesszelle zur Messung der Leitfähigkeit.
Die Messzelle ist am Konduktoskop E 365 angeschlossen.
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Während die beiden Kompensationspotentiometer des Konduktoskops auf
Null stehen, wird ein Messbereich von 1 ms eingestellt.
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Mit den beiden seitlich angebrachten Potentiometern wird nun der Zeiger
des Messinstrumentes auf 0 bezw. loo Skalenteile eingestellt. Damit ist das Konduktoskop
messbereit.
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Der an das Konduktoskop angeschlossenen Potentiograph E 336 wird auf
einen Bereich von 1.ooo mV eingestellt. Mit Hilfe des Nullpunktpotentionmeters am
Schreiber und eines Korrekturpotentiometers im Konduktoskop wird der Po-tentiograph
so ein gestellt, dass er mit dem Konduktoskop synchron den Messwert anzeigt. Nach
dem Einlegen des Schreibpapiers und Einstellen des Papiervorschubs wird die Zeitmarkierung
eingestellt. Sobald nun die Zeitmarke anschlägt, werden 1 g Percarbonat unter gleich
zeitigem Umlegen des Schalters auf Titrieren in das Wasser gegeben. Die zuerst schnell
erfolgende Zunahme der Leitfähigkeit nimmt immer mehr ab. Ist alles Percarbonat
gelöst, so schreibt der Stift eine Linie parallel zur Papierkante. Der Papiervorschub
wird nun abgestellt und die beiden Schreibstifte vom Papier abgehoben.
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Mit einer Pipette entnimmt man der Lösung 25 ml, die durch dest.
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Wasser ersetzt werden. Im ursprünglichen Volumen befinden sich Jetzt
nur noch 95% des gelösten Salzes. Der sich neu einstellende Leitwert
wird
durch einen geraden Strich durch die Kurve geschrieben.
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Vom Schnittpunkt wird eine Senkrechte auf die Zeitmarkierung errichtet
und der Wert abgelesen.