[go: up one dir, main page]

DE2651139A1 - Reagens zur durchfuehrung eines direktagglutinationstests zum schwangerschaftsnachweis und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Reagens zur durchfuehrung eines direktagglutinationstests zum schwangerschaftsnachweis und verfahren zu seiner herstellung

Info

Publication number
DE2651139A1
DE2651139A1 DE19762651139 DE2651139A DE2651139A1 DE 2651139 A1 DE2651139 A1 DE 2651139A1 DE 19762651139 DE19762651139 DE 19762651139 DE 2651139 A DE2651139 A DE 2651139A DE 2651139 A1 DE2651139 A1 DE 2651139A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reagent
chorionic gonadotropin
human chorionic
hcg
microns
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19762651139
Other languages
English (en)
Other versions
DE2651139B2 (de
DE2651139C3 (de
Inventor
Gail Hoff
Metka Prevorsek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Warner Lambert Co LLC
Original Assignee
Warner Lambert Co LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Warner Lambert Co LLC filed Critical Warner Lambert Co LLC
Publication of DE2651139A1 publication Critical patent/DE2651139A1/de
Publication of DE2651139B2 publication Critical patent/DE2651139B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2651139C3 publication Critical patent/DE2651139C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/50Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
    • G01N33/74Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing involving hormones or other non-cytokine intercellular protein regulatory factors such as growth factors, including receptors to hormones and growth factors
    • G01N33/76Human chorionic gonadotropin including luteinising hormone, follicle stimulating hormone, thyroid stimulating hormone or their receptors
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S436/00Chemistry: analytical and immunological testing
    • Y10S436/815Test for named compound or class of compounds
    • Y10S436/817Steroids or hormones
    • Y10S436/818Human chorionic gonadotropin

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Reproductive Health (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Description

Warner-Lambert Company Möhlstraße 37
D-8000 München
Morris Plains, N.J., V.St.A.
Tel.: 089/982085-87 Telex: 0529802 hnkld Telegramme: ellipsoid
Ε NOV. 1976
Reagens zur Durchführung eines Direktagglutinationstests zum Schwangerschaftsnachweis und Verfahren zu seiner Herstellung
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Direktagglutinations te streagens zum Schwangerschaftsnachweis in Form einer Suspension von Polystyrollatexteilchen, die mit einer Globulinfraktion eines Antiserums gegen Human-Choriongonadotropin (HCG) sensibilisiert sind. Beim Vermischen mit HCG enthaltendem Urin oder Blutserum agglutiniert dieses Reagens und stellt damit einen positiven Befund für eine bestehende Schwangerschaft sicher.
Direktagglutinationstests, die die Grundlage der vorliegenden Erfindung bilden, sind ebenso wie die Theorie, nach der sie arbeiten, bekannt. Aus der US-PS 3 171 783 sind derartige Diagnosetests bekannt, aaO heißt es jedoch, daß sie zum Gebrauch wegen fehlender Empfindlichkeit nicht zu"empfehlen sind.
-2-
709850/0645
Die vorliegende Erfindung hat nun zahlreiche der bekannten Schwierigkeiten gelöst. Wenn der Schwangerschaftsnachweis durch Direktagglutination in der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Weise erfolgt, lassen sich auch hierbei die den klassischen Agglutinationsverfahren eigenen Eigenschaften, nämlich einfache Durchführbarkeit und Genauigkeit, realisieren. Weiterhin ist der gemäß den Vorschlägen der Erfindung durchgeführte Schwangerschaftsnachweis 100 bis 600% empfindlicher als die mit einschlägigen handelsüblichen Reagentien durchgeführten bekannten Direktagglutinationstests. Es hat sich insbesondere gezeigt, daß das erfindungsgemäß einen Teil des Reagenssystems bildende spezielle Puffersystern in höchst unerwarteter Weise falsche positive Befunde auf ein Mindestmaß verringert. Es hat sich ferner gezeigt, daß sich unter Benutzung der erfindungsgemäßen Vorschläge der Schwangerschaftsnachweis mit der denkbar einfachsten Vorrichtung rasch und genau durchführen läßt.
Human-Choriongonadotropin (HCG) findet sich im Blut und im Urin schwangerer Frauen. Dieses Hormon bildet sich im Laufe der Fötusbildung und erreicht seinen höchsten Gehalt etwa am 50. bis 90. Tag nach dem ersten Tag des letzten Menstruationszyklus. Der Nachweis von HCG als positiver Befund einer Schwangerschaft ist erfindungsgemäß etwa vom 40. Tag an möglich.
Erfindungsgemäß läßt sich der Schwangerschaftsnachweis durch einfache Agglutination einer Suspension von Polystyrollatexteilchen einer Teilchengröße im Bereich von 0,15 bis 0,9, vorzugsweise 0,36 Mikron, die mit einer Globulinfraktion eines Antiserums gegen HCG sensibilisiert worden
-3-7098R0/O64B
ist, führen, indem man den Latex mit dem Serumglobulin etwa 2 h lang in Wasser inkubiert und dann ein gleiches Volumen einer schwachen Säurelösung, die unter Verwendung eines 0,5m-Piperazindihydrochlorid/NaOH-Puffers mit pro 5000 Teile Puffergemisch 0,0025 bis 0,1-, vorzugsweise 0,02m-Glycin, 6% NaCl und einem Teil Merthiolat auf einen pH-Wert von 6,4 gepuffert ist, zusetzt. Das Puffergemisch kann anstelle des Glycins gleiche Mengen Glycylglycin enthalten.
Es wurden bereits die verschiedensten Vorschläge hinsichtlich Direktagglutinationstests zum Schwangerschaftsnachweis gemacht, in der Regel handelte es sich hierbei jedoch um eine Fehlbezeichnung. Gemäß den Lehren der US-PS 3 171 werden mit HCG-Antiserum imprägnierte Agarplatten verwendet. Bei der Durchführung des bekannten Verfahrens wird eine unbekannte Urinprobe durch Adsorption an Kaolin konzentriert, worauf möglicherweise vorhandenes HCG eluiert und dann bekannte Agarbohrungs-Tests durchgeführt werden. Die Entwicklung auf der Agarplatte dauert 4 h.
Ein weiterer Test, der einfach und rasch durchzuführen sein soll, ist in der US-PS 3 309 275 beschrieben. Gemäß den Lehren dieser Literaturstelle wird ein Latex mit HCG durch 4- bis 6-wöchiges Erhitzen des mit HCG gemischten Latex sensibilisiert. Jegliches in einer Urinprobe vorhandene HCG neutralisiert beim Vermischen mit bekannten Mengen HCG-Antiserum das Anti-HCG, wenn die Frau, von der die Urinprobe stammt, schwanger ist. Bei der Durchführung des in der zuletzt genannten Literaturstelle beschriebenen Tests erfolgt im Falle einer Schwangerschaft keine Agglutination des Latex.
-4-709850/0645
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen:
Beispiel 1
Kaninchen-Anti-Human-Choriongonadotropin-Globulin:
Gegen HCG vorsensibilisierten Kaninchen wird eine bestimmte Menge Blut abgezapft. Das gewonnene Blut wird dann bei Raumtemperatur gerinnen gelassen, worauf das Serum aus dem Gerinnsel entfernt und auf eine Temperatur von 40C gekühlt wird. Sämtliche bei der Zubereitung verwendete. Reagentien werden ebenfalls auf eine Temperatur von 40C gekühlt.
Das Serum wird durch Zugabe einer gesättigten Ammoniumsulfatlösung fraktioniert. Deren Menge ist so groß, daß man nach beendeter Zugabe (der gesättigten Ammoniumsulfatlösung) eine 40#ige Ammoniumsulfatlösung vorliegen hat. Der Niederschlag, der sich bei Zugabe des Ammoniumsulfats bildet, enthält Anti-HCG. Dieser wird von der später zu verwerfenden überstehenden Flüssigkeit durch Filtrieren, Zentrifugieren und dergleichen abgetrennt. Dann wird der gesammelte Niederschlag erneut in einer Waschlösung von hO% gesättigten Ammoniumsulfats suspendiert, um sämtliche Spuren von Verunreinigungen in Form der vorher vorhandenen Flüssigkeit zu entfernen. Nach erneuter Sammlung des Niederschlags wird dieser in einer 0,85 gew.-96igen Natriumchloridlösung in einer solchen Menge gelöst, daß eine Anti-HCG-Konzentration von etwa 40% seiner ursprünglichen Konzentration im Gesamtserum erreicht wird. Diese Lösung wird
709850/0645
durch Dialysieren gegen eine 0,85%ige Natriumchloridlösung weiter gereinigt. Das erhaltene Dialysat kann sofort verwendet oder zum zukünftigen Gebrauch bei einer Temperatur von -200C eingefroren werden.
Beispiel 2
296ige Polystyrollatexsuspension:
Polystyrollatexteilchen einer Teilchengröße zwischen etwa 0,15 und 0,9 Mikron werden in der gewünschten Konzentration in einer ausreichenden Menge destillierten Wassers suspendiert. Obwohl nicht zwingend erforderlich, ist es von Vorteil, die Konzentration durch kolorimetrische Standardisierung sicherzustellen.
Beispiel 3
Anti-HCG-Latex-Reagens:
25 ml eines Piperazindihydrochlorid-Puffers eines pH-Werts von 6,4 mit O,02m-Aminoessigsäure, 6% Natriumchlorid und 1 : 5000 bis 1 : 15000 Merthiolat (Thimerosal) werden in 25 ml destilliertes Wasser eingetragen, worauf das Ganze auf eine Temperatur von 500C erwärmt wird. Etwa 8 ml des gemäß Beispiel 1 hergestellten Anti-HCG-Globulins werden dann rasch mit 50 ml der gemäß Beispiel 2 zubereiteten Latexsuspension versetzt, worauf die Mischung etwa 2 h lang bei einer Temperatur von 560C inkubiert wird. Nach beendeter Inkubation wird das Reagens mit etwa 0,5 bis etwa 20, vorzugsweise etwa 1 bis etwa 396 Rohrzucker (sucrose) und
-6-
709850/0645
etwa 0,1 bis etwa 20, vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 1,096 Rinderserumalbumin versetzt. Nach gründlichem Durchmischen wird das Reagens auf eine Temperatur von 40C gekühlt und bei dieser Temperatur gelagert. Das in der geschilderten Weise zubereitete Reagens ist bei einer Temperatur von 4°C bis zu 3 Jahren lagerfähig.
Das zur Ausfällung des HCG-Antiserums im Beispiel 1 verwendete gesättigte Ammoniumsulfat kann in einer solchen Menge zugesetzt werden, daß seine Endkonzentration in Kombination mit dem Serum zwischen 33 und 60, vorzugsweise 40 und 5096 Sättigungsgrad liegt.
Die im Beispiel 3 gewählte Inkubationstemperatur für den Latex von 560C stellt zwar die bevorzugte Temperatur dar, die Inkubationstemperatur ist jedoch nicht kritisch und kann unter Berücksichtigung der Inkubationsdauer (kürzer bei höherer Temperatur bzw. länger bei niedrigerer Temperatur) nach beiden Seiten hin variiert werden.
Die im Beispiel 3 dem Latex zugesetzte Menge Anti-HCG wird derart gesteuert, daß die Teilchen gerade eben vollständig bedeckt sind. Hierdurch läßt sich die Notwendigkeit eines wiederholten Waschens zur Entfernung jeglichen Überschusses an nicht-adsorbiertem Globulin von dem Reagens vermeiden.
Das im Beispiel 3 in dem Reagenssystem verwendete Puffersystem gestattet eine Verwendung des Reagenses sowohl für Serumproben als auch beim üblichen Urintest. Weiterhin verringert es weitestgehend falsche positive Befunde in-
-7-
7O98B0/O645
folge von in den Seren enthaltenem Rheumafaktor. Schließlich ermöglicht es auch einen Schwangerschaftstest mit blut- oder eiweißhaltigen Urinproben.
Durch den Zusatz des Rohrzuckers und des Rinderserumalbumins im Beispiel 3 läßt sich das Reagens nicht nur hinsichtlich einer Unterscheidbarkeit positiver und negativer Befunde verbessern, sondern auch auf Karten auftragen und trocknen (wobei das Reagenssystem eine noch weiter verbesserte Stabilität bei Raumtemperatur erhält).
Beispiel 4
Getrocknete Testkarten:
50 Lamda der gemäß Beispiel 3 zubereiteten Reagenssuspension werden auf aus Glas, Kunststoffen, Pappe und dergleichen bestehende, wegwerfbare "Objektträger" verteilt. Dann wird das Reagens auf den Objektträgern bei Raumtemperatur trocknen gelassen. Die trockenen Prüflinge sind dann für den im Beispiel 5 geschilderten Schwangerschaftstest gebrauchsfertig .
Beispiel 5
Schwangerschaftstest:
Der von der Versuchsperson gesammelte Urin wird zur Entfernung von Verunreinigungen filtriert. Die Filtration erfolgt vorzugsweise mit der aus der US-PS 3 698 556 bekannten Vorrichtung. Man kann sich jedoch zum Filtrieren der Urinprobe auch anderer Filtrationsmaßnahmen bedienen.
-8-709850/0645
Ein Tropfen des filtrierten Urins wird auf einen klaren Glasobjektträger appliziert und mit einem Tropfen des gemäß Beispiel 3 zubereiteten Latexreagenses gemischt. Der Objektträger wird etwa 2 min lang schwach vor- und zurückgeschwenkt. Wenn die Urinprobe HCG enthält, bilden sich für das bloße Auge ohne weiteres unterscheidbare einzelne Latexteilchen oder -klumpen. Wenn das Urin kein HCG enthält, verändert der Latex seine gleichmäßige Suspensionsform nicht.
Anstelle des filtrierten Urins kann bei dem geschilderten Test selbstverständlich auch Serum verwendet werden. Anstelle des klaren Glasobjektträgers kann der Urin- oder Serumtropfen auch auf die gemäß Beispiel 4 hergestellten Testkarten aufgebracht werden. Hierdurch läßt sich die Notwendigkeit der Zugabe eines Tropfens des Latexreagenses vermeiden.
Der erfindungsgemäße Schwangerschaftstest wurde mit Urinproben von 215 schwangeren und 414 nicht-schwangeren Frauen durchgeführt, wobei es sich letztlich zeigte, daß eine Genauigkeit von 99,3% erzielt wurde.
Das erfindungsgemäße Testreagens bzw. Testsystem ist, wie das folgende Beispiel 6 ausweist, bereits bei etwa 1,0 IU oder HCG pro ml Urin empfindlich.
Beispiel 6
Vergleich mit mit handelsüblichen Testreagentien durchgeführten Schwangerschaftstests:
-9-709850/06A5
13 handelsübliche Schwangerschaftstestreagentien werden hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit unter Verwendung bekannter Mengen von im Urin einer nicht-schwangeren Frau gelösten Human-Choriongonadotropin (HCG) getestet. 7 beruhen auf dem Prinzip einer Latexagglutinationsinhibierung (indirekter Objektträgertest), einer stellt ein auf demselben Prinzip beruhender Röhrchentest dar, 3 beruhen auf dem Prinzip einer passiven Hämagglutinationsinhibierung (HAI) und 3 (einschließlich des erfindungsgemäßen Testsystems) beruhen auf einer direkten Latexagglutination.
Human-Choriongonadotropin (HCG): Urinfreie Zubereitung A der Division Biological Standards, National Institute of Health, Bethesda, Maryland. Der Inhalt einer Phiole mit 5000 i.u. (internationalen Einheit) HCG wird in 5 ml destillierten Wassers gelöst, wobei man eine Konzentration von 1000 i.u./ml erhält. Unter Verwendung von filtrierten Urinproben nicht-schwangerer Frauen werden weitere erdünnungen auf Konzentrationen von 10 i.u./ml bis 0,6 i.u./ml zubereitet. Auf diese Weise erhält man bekannte Konzentrationen an HCG unterschiedlicher Größen.
Der von nicht-schwangeren Frauen gesammelte Urin wird durch handelsübliche Filterpapiere (Whatman 42 und DE81) filtriert. Ein aliquoter Teil jeder Urinprobe wird als negative Vergleichsprobe für den Schwangerschaftstest aufbewahrt. Der Rest wird zur Herstellung von HCG-Verdünnungen verwendet.
Die folgende Tabelle zeigt, daß die unter Verwendung des NIH-Standards ermittelte Empfindlichkeit auf HCG im Bereich von 0,6 bis 5 i.u./ml reicht.
-10-
709850/0645
Al
Tabelle Empfindlichkeit von Schwangerschaftstest
Bezeichnung
Art
angegebene Empfindlichkeit (i.u./ml)
gefundene Empfindlichkeit (i.u./nil)
A
B
C
D
E
F
G
H
I
LDS1
LIS"
LIS
LIS
LIS
LIS
LIS
LIT:
LDS
erfindungsgemäß LDS
J
K
L
HAI HAI HAI
nicht festgestellt 1,5 - 2,5 2
3
3,5 - 2 - 2
0,75 0,75
3-4
2,5 2,5 2,5 2,5 1,25 - 2,5 1,25 - 2,5
<0,6 1,25 - 2,5
0,6 - 1,25 0,6 - 1,25
<0,6
<0,6
Fußnoten:
1 Latex-Direktobjektträgertest
2 Latex-Indirektobjektträgertest
3 Latex-Indirektröhrchentest
4 Hämagglutinationsinhibierung (Röhrchentest)
9850/0645

Claims (9)

Patentansprüche
1. Flüssiges Reagens, das beim Inberührunggelangen mit Human-Choriongonadotropin enthaltenden Flüssigkeiten agglutiniert, dadurch gekennzeichnet, daß es einen polymeren Latexträger einer Teilchengröße von etwa 0,15 bis etwa 0,9 Mikron, der mit Kaninchen-Anti-Human-Choriongonadotropinserum beschichtet ist, enthält und mit Hilfe eines Puffers, der etwa 0,005 bis etwa 1,Öm-Piperazindihydrochlorid, Wasser und eine zur Gewährleistung des (gewünschten) gepufferten pH-Werts ausreichende Menge Natriumhydroxid enthält, auf einen pH-Wert von 5,0 bis etwa 8,6 gepuffert ist.
2. Reagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus einem Polystyrollatex einer Teilchengröße von etwa 0,36 Mikron besteht, daß es auf einen pH-Wert von 6,4 gepuffert ist und daß es ferner etwa 0,0025- bis etwa 0,1m-Aminoessigsäuref etwa 1 bis etwa 10% Natriumchlorid und etwa 1 Teil Merthiolat pro 5000 Teile Reagens enthält.
7098S0/064E
3. Reagens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es O,Sm-Piperazindihydrochlorid/Natriumhydroxid-Puffer, O,02m-Aminoessigsäure und 6% Natriumchlorid enthält.
4. Reagens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich etwa 2% Rohrzucker und etwa 0,596 Rinderserumalbumin enthält.
5. Flüssiges Reagens, das beim Inberührunggelangen mit Human-Choriongonadotropin enthaltenden Flüssigkeiten agglutiniert, dadurch gekennzeichnet, daß es in einem Puffer system aus PiperazindihydroChlorid, Natriumhydroxid, Aminoessigsäure, Natriumchlorid, Merthiolat und Wasser polymere Latexteilchen einer Teilchengröße von etwa 0,15 bis etwa 0,9 Mikron, die mit Antihuman-Choriongonadotropinserum beschichtet sind, enthält und einen pH-Wert von etwa 5 bis etwa 8,6 aufweist.
6. Reagens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich etwa 0,5 bis etwa 20% Rohrzucker und etwa 0,1 bis etwa 20% Rinderserumalbumin enthält.
7. Reagens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es etwa 2% Rohrzucker und etwa 0,5% Rinderserumalbumin enthält.
8. Verfahren zur Zubereitung eines Reagenses, das beim Inberührunggelangen mit Human-Choriongonadotropin enthaltenden Flüssigkeiten agglutiniert, dadurch gekennzeichnet, daß man Kaninchen eine bestimmte Menge Human-Choriongonadotropin injiziert und die Kaninchen Antikörper gegen das Choriongonadotropin bilden läßt; einen Teil des Kaninchenbluts abzapft und das Blut in üblicher Weise
7Ö98R0/0645
gerinnen läßt; das Serum vom Blutkuchen trennt, den Globulinteil des Serums durch Zusatz einer etwa 35-bis 6O96igen Ammoniumsulfatlösung ausfällt, den Niederschlag zur Entfernung sämtlicher Spuren an (überstehenden) Verunreinigungen reinigt, den Niederschlag in einer physiologischen Kochsalzlösung (normal saline solution) löst, die erhaltene Globulinlösung mit Polystyrollatexteilchen einer Teilchengröße zwischen etwa 0,15 und 0,9 Mikron mischt, die erhaltene Mischung bei einer Temperatur von etwa 56°C inkubiert, etwa 0,005-bis 1m-Piperazindihydrochlorid-Puffer eines pH-Werts von etwa 5,0 bis 8,6, der 0,0025- bis O,1m-Aminoessigsäure und 1 bis 10 Gew.-% Natriumchlorid enthält, zusetzt, das erhaltene Gemisch nochmals eine bestimmte Zeit lang inkubiert und das Gemisch mit etwa 0,5 bis etwa 2096 Rohrzucker und etwa 0,1 bis etwa 20% Rinderserumalbumin versetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man eine bestimmte Menge des in der geschilderten Weise erhaltenen Reagenses auf wegwerfbare Objektträger appliziert und dann auf den Objektträgern trocknet.
7Ö9850/OS4S
DE2651139A 1976-06-01 1976-11-09 Reagens zur Durchführung eines Direktagglutinationstests zum Schwangerschaftsnachweis und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE2651139C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/691,915 US4003988A (en) 1976-06-01 1976-06-01 Direct agglutination test for pregnancy

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2651139A1 true DE2651139A1 (de) 1977-12-15
DE2651139B2 DE2651139B2 (de) 1978-11-23
DE2651139C3 DE2651139C3 (de) 1979-07-26

Family

ID=24778485

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2651139A Expired DE2651139C3 (de) 1976-06-01 1976-11-09 Reagens zur Durchführung eines Direktagglutinationstests zum Schwangerschaftsnachweis und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (19)

Country Link
US (1) US4003988A (de)
JP (1) JPS52148618A (de)
AR (1) AR210183A1 (de)
AT (1) AT349650B (de)
AU (1) AU505765B2 (de)
BE (1) BE849085A (de)
CA (1) CA1083957A (de)
CH (1) CH631266A5 (de)
DE (1) DE2651139C3 (de)
DK (1) DK142513B (de)
ES (1) ES453609A1 (de)
FR (1) FR2353858A1 (de)
GB (1) GB1561920A (de)
IE (1) IE44204B1 (de)
IT (1) IT1066737B (de)
LU (1) LU76374A1 (de)
NL (1) NL7613350A (de)
NO (1) NO148200C (de)
SE (1) SE422501B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0021236A1 (de) * 1979-06-13 1981-01-07 Mitsubishi Kasei Corporation Verfahren zur optischen Prüfung flüssiger Proben

Families Citing this family (20)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4092114A (en) * 1976-10-20 1978-05-30 Fisher Scientific Company Indirect latex test for determination of immunoglobulins
US4411518A (en) * 1977-09-23 1983-10-25 Gamma Biologicals, Inc. Apparatus for use in qualitative determination of immunological reactions
US4197088A (en) * 1977-09-23 1980-04-08 Akro-Medic Engineering, Inc. Method for qualitative and quantitative determination of immunological reactions
JPS5816471B2 (ja) * 1977-11-29 1983-03-31 持田製薬株式会社 免疫化学的測定試薬の安定化剤
US4138214A (en) * 1977-12-19 1979-02-06 American Home Products Corporation Diagnostic test utilizing human chorionic gonadotropin
US4259207A (en) * 1979-09-19 1981-03-31 American Hospital Supply Corporation Suspending medium for immunologic reactions
US4340564A (en) * 1980-07-21 1982-07-20 Daryl Laboratories, Inc. Immunoadsorptive surface coating for solid-phase immunosubstrate and solid-phase immunosubstrate
US4348207A (en) * 1981-01-29 1982-09-07 Cooper Laboratories, Inc. Method and means for determination of pregnancy
IL63855A (en) * 1981-09-16 1984-10-31 Teva Pharma Method and kit for detecting pregnancy
US4543339A (en) * 1982-03-16 1985-09-24 Oneill Christopher Early pregnancy detection by detecting enhanced blood platelet activation
US4542103A (en) * 1982-09-13 1985-09-17 Miles Laboratories Inc. Latex agglutination determination of IgG in neonatals and in colostrum
DE3303083A1 (de) * 1983-01-31 1984-08-02 Behringwerke Ag, 3550 Marburg Immunologisches latex-agglutinationsverfahren und mittel
US4720465A (en) * 1985-05-14 1988-01-19 Fisher Scientific Company Centrifugal kinetic agglutination assay
JPH0827283B2 (ja) * 1986-03-10 1996-03-21 財団法人化学及血清療法研究所 免疫凝集反応用組成物
IT1223295B (it) 1987-08-14 1990-09-19 Boehringer Biochemia Srl Dispositivo e metodo immunodiagnostico
US5900379A (en) * 1996-04-11 1999-05-04 Mizuho Usa, Inc. Analytical device
US7410807B2 (en) * 2000-07-24 2008-08-12 D Aurora Vito J Pregnancy and sex identification test based on saliva or other bodily fluids
US7705335B2 (en) * 2007-03-16 2010-04-27 Parttec, Ltd. Security protection device and method
CN104155458A (zh) * 2013-11-27 2014-11-19 新昌县美迪生物科技有限公司 人绒毛膜促性腺激素定量检测试剂盒及其用途
US20150044707A1 (en) 2014-02-18 2015-02-12 Melinda Sanders At-Home Blood Pregnancy Test Kit

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3088875A (en) * 1959-10-27 1963-05-07 Hyland Lab Immunological diagnostics utilizing polystyrene latex particles of 0.15 to 0.25 micron
NL266403A (de) * 1960-06-28
US3236732A (en) * 1962-01-22 1966-02-22 Edward R Arquilla Pregnancy test method and immunological indicator therefor
BE613680A (de) * 1961-03-07
US3171783A (en) * 1962-08-15 1965-03-02 Hyland Lab Diagnostic procedure
NL302503A (de) * 1962-12-28
NL132816C (de) * 1963-08-23
FR1411279A (fr) * 1963-08-23 1965-09-17 Ortho Pharma Corp Procédé de fabrication d'un réactif pour la détection de la gonadotrophine chorionique humaine dans l'urine dans le test d'inhibition sérologique et procédé de détection de la gch dans l'urine par utilisation de ce réactif
GB1078939A (en) * 1964-08-12 1967-08-09 Pfizer & Co C Diagnostic reagent
NL125235C (de) * 1965-04-15
NL130516C (de) * 1966-11-08
US3873683A (en) * 1968-12-10 1975-03-25 Princeton Lab Inc Pregnancy test composition and method
US3655838A (en) * 1969-03-20 1972-04-11 Organon Method of pelletizing analytical or immunological reagents

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0021236A1 (de) * 1979-06-13 1981-01-07 Mitsubishi Kasei Corporation Verfahren zur optischen Prüfung flüssiger Proben

Also Published As

Publication number Publication date
NO148200C (no) 1983-08-24
AR210183A1 (es) 1977-06-30
NL7613350A (nl) 1977-12-05
DE2651139B2 (de) 1978-11-23
NO763966L (no) 1977-12-02
FR2353858A1 (fr) 1977-12-30
NO148200B (no) 1983-05-16
FR2353858B1 (de) 1980-08-29
DK574776A (de) 1977-12-02
BE849085A (fr) 1977-06-03
LU76374A1 (de) 1977-06-10
DK142513B (da) 1980-11-10
JPS52148618A (en) 1977-12-10
AU505765B2 (en) 1979-11-29
SE422501B (sv) 1982-03-08
IE44204B1 (en) 1981-09-09
IE44204L (en) 1977-12-01
IT1066737B (it) 1985-03-12
CH631266A5 (de) 1982-07-30
AT349650B (de) 1979-04-10
CA1083957A (en) 1980-08-19
GB1561920A (en) 1980-03-05
ATA955076A (de) 1978-09-15
DK142513C (de) 1981-07-13
SE7614724L (sv) 1977-07-07
AU1954676A (en) 1978-05-18
DE2651139C3 (de) 1979-07-26
ES453609A1 (es) 1978-03-16
US4003988A (en) 1977-01-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2651139C3 (de) Reagens zur Durchführung eines Direktagglutinationstests zum Schwangerschaftsnachweis und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1648999C3 (de) Verfahren zur immunochemischen Bestimmung von Antigenen und Antikörpern
DD202178A5 (de) Verfahren und reagens zur untersuchung von antigen-antikoerper-reaktionen
DE1005759B (de) Zur Bestimmung von Blutgruppen verwendbare Karte
DE2905558A1 (de) Verfahren und vorrichtung fuer automatisiertes messen der ergebnisse von agglutinationsversuchen z.b. im spektrophotometer, adsorptionsphotometer, fluorometer oder nephelometer
DE2608667A1 (de) Diagnostisches feststoffreagens und verfahren zu dessen herstellung
DE2710264C3 (de) Verfahren zur Bestimmung und Analyse eines Immunkomplexes
DE3105555C2 (de)
DE3783209T2 (de) Verfahren und apparat zur bestimmung von immunologischen reaktiven substanzen von klinischem interesse.
DE2615092A1 (de) Verfahren zur quantitativen bestimmung von antigenen substanzen und testpackung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2850950C3 (de) Verwendung von nativem oder thermisch modifiziertem Cytochrom c als Stabilisator für ein immunochemisches Meßreagens, immunochemisches Meßreagens sowie Pufferlösung zur Probenverdünnung bei immunchemischen Meßverfahren
DE68907365T2 (de) Verfahren zur Bestimmung des Vorhandenseins leichter Ketten in Urinproben, Komplex von Vorbereitungen zur Erledigung des Verfahrens und damit verbundenes Reagenz.
DE2714751C2 (de)
DE2725594C2 (de) Verfahren zur Bestimmung der Konzentration freier Schilddrüsenhormone in Flüssigkeiten, insbesondere Blutseren
CH645727A5 (de) Praeparat zur bestimmung von menschlichem beta-2-mikroglobulin, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung.
DD204313A5 (de) Immunochemisches reagens
DE3887727T2 (de) Partikelstabilisierte Epitope zur Standardisierung und Kontrolle von Immuntests.
DE69610679T2 (de) Antigen für Enzymimmuntest und Verfahren zur Messung von erythrozytären Antikörpern
DE2023989B2 (de) Verfahren zur Herstellung von aus Antigen Tragerstoffgemischen bestehenden und gegebenenfalls Antikörper enthalten den fertigen serodiagnostischen, auf einen Objektträger aufgebrachten lager bestandigen Testsubstanzen
EP0034301B1 (de) Verfahren zur Bestimmung von Immunkomplexen
DE2847877A1 (de) Reagenz zum nachweis der infektioesen mononucleose
EP0554657A2 (de) Verfahren zur Bestimmung von Antigenen oder Antikörpern in Gegenwart eines Immunkomplexes
DE1954728C3 (de) Pufferlösung zur Verwendung in einem Hämagglutinationstest
DE1617734C (de) Verfahren zur Herstellung eines immunologischen Reagens
DD214000A5 (de) Verfahren zur bestimmung von igg

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: HENKEL, G., DR.PHIL. FEILER, L., DR.RER.NAT. HAENZEL, W., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee