DE2650749A1 - Laeppmittel - Google Patents
LaeppmittelInfo
- Publication number
- DE2650749A1 DE2650749A1 DE19762650749 DE2650749A DE2650749A1 DE 2650749 A1 DE2650749 A1 DE 2650749A1 DE 19762650749 DE19762650749 DE 19762650749 DE 2650749 A DE2650749 A DE 2650749A DE 2650749 A1 DE2650749 A1 DE 2650749A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lapping
- abrasive grain
- binder
- gelled
- abrasive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- C09K3/00—Materials not provided for elsewhere
- C09K3/14—Anti-slip materials; Abrasives
- C09K3/1454—Abrasive powders, suspensions and pastes for polishing
- C09K3/1472—Non-aqueous liquid suspensions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Lubricants (AREA)
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
- Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)
Description
BORG-WARNER CORPORATION
Chicago, Illinois, V.St.A.
Chicago, Illinois, V.St.A.
Läppmittel
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Bindemittel, das in Verbindung
mit Schleifkorn Anwendung für Läppvorgänge findet, und ein Verfahren zur Verbesserung von Metall-Läppvorgängen. Die
Erfindung "betrifft insbesondere ein verbessertes Läppmittel, bestehend
aus Schleifkorn und einem Bindemittel, das einen flüssigen Kohlenwasserstoff und einen Gelierzusatz enthält und ein verbessertes
Suspendiervermögen für Schleifkorn besitzt, sowie ein verbessertes Läppverfahren.
Beim Läppen handelt es sich um ein Feinstschleifverfahren für Metällwerkstücke. Das Läppen erfolgt mit niedriger Geschwindigkeit
bei niedrigem Druck und wird als Finish für Metallwerkstücke angewendet, um eine Beseitigung geringerer Formunregelmäßigkeiten
und/oder'eine Verbesserung der Oberflächengüte zu erreichen. Das Läppen ist weit verbreitet, z.B. als Finish bei der Zahnradherstellung,
zur Beseitigung von durch Wärmeeinwirkung hervorgsruife-
709833/0560
nen Formabweichungen bzw. Verwerfungen, und als Finish für ebene
Werkstückoberflächen zur Erzielung einer verbessertenen Ebenheit und Oberflächengüte. Das Läppen erfolgt so, daß man das
Schleifmittel mit einem Läppwerkzeug gegen die Oberfläche des Werkstückes reibt. In einigen Fällen ist das Schleifmittel bzw.
Läppmittel bereits an das Läppwerkzeug gebunden; weiteste Verbreitung hat jedoch das Läppen mit freiem Läppmittel gefunden,
wobei das feinteilige Sohleif material der Arbeitsfläche des
Läppwerkzeuges zugeführt wird. Beim Läppen mit freiem Schleifmaterial
erfolgt der Transport des feinteiligen Sohleif materials
in einem Bindemittel, das das Schleifmaterial suspendiert und trägt und die Grenzfläche zwischen dem Läppwerkzeug und dem
Werkstück schmiert bzw. puffert, um den Metall-Metall-Kontakt so gering wie möglich zu halten. Für diese Zwecke haben Bindemittel
auf Ölbasis weite Verbreitung gefunden. Beispiele für solche Bindemittel sind Kerosin, Dieselöl, Mineralöl und Spindelöl.
Für einige Zwecke v/erden auch Schweröle und Fette verwendet, und im Handel sind Läppmittel mit Bindemittelgemischen
aus tierischen Fetten, pflanzlichen und Mineralölen erhältlich.
Bei den meisten Läppvorgängen wird ein Gemisch aus dem Bindemittel
und dem feinteiligen Schleifkorn der Oberfläche des Läppwerkzeuges in bestimmter Menge zugeführt, in einem unterhalb des
Läppwerkzeuges befindlichen Sumpf gesammelt und durch Pumpen im Kreislauf geführt. Es liegt auf der Hand, daß eine gleichmäßige
Dispersion des Schleifkorns in dem Bindemittel für eine gesteuerte, gleichmäßige Zufuhr zum Läppwerkzeug erwünscht ist.
Um eine gleichmäßige Dispersion aufrecht zu erhalten, wird der Behälter, der das Gemisch aus dem Bindemittel und dem Schleifkorn
enthält, normalerweise durch Rühren oder ähnliche Einrichtungen bewegt, um das Absitzen des Schleifkorns auf dem Boden
zu verhindern. In ähnlicher V/eise ist es beim Sammeln des Schleifkorn-Bindemittel-Gemisches
in einem separaten Sumpf erforderlich, das Gemisch entweder zu rühren und/oder rasch zu entfernen, um
ein Absitzen und somit eine Anhäufung von Schleifkorn im Sumpf zu verhindern. Obwohl die Verwendung höher viskoser Bindemittel
dem Absitzen entgegenwirken würde, sind hochviskose Flüssigkeiten für die meisten Läppvorgänge ungeeignet; darüber hinaus sind
709838/0560
sie schwieriger zu vermischen und zu transportieren, und erfordern
größere Pumpen und stärkere Rühr- bzw. Mischeinrichtungen.
Es besteht somit ein Bedürfnis nach einem verbesserten Bindemittel,
das das Schleifkorn bei der Arbeitsviskosität in Suspension hält, und zwar entweder ohne Rühren oder bei nur minimalem
Rühraufwand, und dessen Arbeitsviskosität innerhalb eines breiten Bereiches eingestellt werden kann.
Es wurde nun gefunden, daß flüssige Kohlenwasserstoffe, die bestimmte Geliermittel enthalten, hervorragende Bindemittel für
Läppmittel darstellen. Insbesondere flüssige Kohlenwasserstoffe, wie Kerosin, Dieselöl und Leichtöle, die mit bestimmten Pseudodoppelsalzen
von Alkylorthophosphorsäuren geliert worden sind, besitzen eine erheblich erhöhte Viskosität bei niedriger Scherkraft,
suspendieren Schleifkorn über längere Zeiträume, selbst in Ruhestellung, imd besitzen die Eigenschaften von niedrigviskosen
Flüssigkeiten bei hoher Scherkraft, was den raschen Transport des Schleifkorns zum Läppwerkzeug erlaubt. Beim Vermischen
mit Schleifkorn zeigen die so erhaltenen, gelierten Massen eine überraschende Verbesserung beim Läppen und insbesondere beim
Läppen von Zahnrädern dergestalt, daß die Geschwindigkeit des Metallabriebs in nicht vorhersehbarer Weise erhöht ist, was
gleichzeitig eine Zeitverkürzung für den Läppvorgang bedeutet.
Der thixotrope Charakter der erfindungsgemäßen Läppmittel gewährleistet
eine erheblich verbesserte Suspension des Schleifkorns und erheblich verbesserte Pließeigenschaften unter Scherkraft
einwirkung. Die Verwendung dieser Läppmittel führt zu einer überraschenden Verbesserung der Läppgeschwindigkeiten.
Die gelierten Läppmittel der Erfindung enthalten einen flüssigen Kohlenwasserstoff, der durch Zugabe von etwa 0,1 bis etwa
10 Gewichtsprozent, bezogen auf den flüssigen Kohlenwasserstoff, eines Pseudodoppelsalzes einer Alkylorthophosphorsäure als Geliermittel
geliert ist, und ein teilchenförmiges Schleifmaterial bzw. Läppmaterial. Die physikalischen Eigenschaften dieser gelierten
Gemische unterscheiden sie von einfach verdickten Lösun-
709838/0560
gen, die von gelösten Stoffen herrührende erhöhte Viskositäten
besitzen. Die Gelkonsistenz wird zwar bei Verdünnung verdünnt, hierbei geht jedoch die Gelstruktur nicht verloren. Sehr hohe
Verdünnungen können dazu führen, daß die Gelkonsistenz nicht mehr visuell wahrnehmbar ist; die Gegenwart der Gelstruktur
läßt sich dann nur durch Messung der physikalischen Fließeigenschaften
des Systems feststellen.
Erfindungsgemäß sind als flüssige Kohlenwasserstoffe die flüssigen
Erdölkohlenwasserstoffe geeignet, die der Gelierung durch die verwendeten, bestimmten Alkylorthophosphat-Geliermittel zugänglich
sind. Beispiele für bevorzugte flüssige Kohlenwasserstoffe sind Kerosin, Dieselöl, leichte Mineralöle und Spindelöle. Obwohl
auch leichte Erdölfraktionen, wie Benzin oder Naphtha,verwendet werden können, macht sie ihre Flüchtigkeit und Entflammbarkeit
gefährlich und deswegen für die meisten Läppzwecke weniger geeignet. Auch hochviskose Öle und Fette können geliert
ν erden, jedoch sind sie für die meisten Anwendungszwecke zu
viskos und deshalb für die Praxis von geringer Bedeutung. Die bevorzugten flüssigen Kohlenwasserstoffe besitzen einen Flammpunkt
von über etwa 38 0 und eine Viskosität von unter etwa
200 cP (Brookfield-Viskosimeter, Spindel Nr. 2, 50 U/min).
Die für die Durchführung der Erfindung in der Praxis geeigneten Geliermittel können grob als Pseudodoppelsalze von Alkylorthophosphorsäuren
bezeichnet werden. Im allgemeinen erhält man die Pseudodoppelsalz-Geliermittel durch Neutralisation eines
sauren, nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalzes einer Alkylorthophosphorsäure
mit einer zweiten anorganischen Base. Bei den sauren nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalz-Vorstufen handelt
es sich um das Reaktionsprodukt aus einer geringeren als der stöchiometrischen Menge einer basischen Aluminiumverbindung,
wie hydratisiertes Aluminiumoxid, mit einem Orthophosphorsäurealkylester.
Vorzugsweise geht man hierbei so vor, daß man zunächst einen Orthophosphorsäurealkylester durch Umsetzung eines
äquimolaren Gemisches aus zwei oder mehr aliphatischen Alkoholen, z.B. Butanol und Decanol, mit Phosphorpentoxid unter Bildung
eines Gemisches aus Orthophosphorsäuremonoalkyl- und -dialkyl-
709838/0560
estern herstellt. Dieses Gemisch wird dann mit 20 "bis 70 Gewichtsprozent
der stöchiometrischen Menge (bezogen auf saure Viasserstoff atome in der Orthophosphorsäure) einer Aluminiumverbindung,
die hydratisiertes Aluminiumoxid oder Aluminiumisopropoxid,
umgesetzt. Dann erfolgt die Bildung des Pseudodoppelsalz-Geliermittels
in situ durch Dispergieren oder Auflösen des nicht-stöchiometrischen Reaktionsproduktes in dem flüssigen
Kohlenwasserstoff und Neutralisation der restlichen Acidität durch Zugabe einer zweiten Base, wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Natriumcarbonat, Trinatriumphosphat oder Calciumoxid, unter Bildung eines Gels. Die Zugabe der zweiten Base kann in
fester Form oder, sofern löslich , in wäßriger Lösung erfolgen. Die nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalze ergeben keine
Gele, sofern nicht nachfolgend Neutralisation durch Zugabe der Base erfolgt, und stellen somit selbst keine Geliermittel dar.
Die Menge des Geliermittelzusatzes bestimmt teilweise die Dicke des gebildeten Gels, und bei Konzentrationen unterhalb von etwa
0,1 Gewichtsprozent sind die Gele dünn und relativ nichtviskos. Bei höheren Konzentrationen werden die Gele zunehmend viskos
und nicht-fließend unter niedrigen Scherspannungen. Die Viskosität
und der Gelcharakter hängen auch teilweise von dem speziell verwendeten Kohlenwasserstoff und von dem speziellen Geliermittel
ab, wobei die Eigenschaften des Geliermittels sowohl von den Alkylsubstituenten an der Orthophosphorsäure als
auch von dem Genauigkeitsgrad mit der die Neutralisation erfolgt, abhängen. Brauchbare Viskositäts- und Suspendiereigtnschaften
erreicht man nur im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 10,0 Gewichtsprozent Geliermittel, und die Konzentration kann innerhalb
dieser Grenzen nach Maßgabe des gewünschten Ergebnisses variiert werden. Unterhalb dieses Bereiches sind die Suspendiereigenschaften
des erhaltenen Bindemittels für das Schleifkorn unzureichends, und oberhalb des genannten Bereiches sind
die 3?ließeigenschaften der Flüssigkeit für einen guten Läppvorgang
nicht ausreichend. Die Suspendiereigenschaften des Gels für das Schleifkorn hängen teilweise vom Charakter des Schleifkorns
ab, so daß sich die optimale Gelkonzentration teilweise
709838/0560
durch das speziell .-verwendete Schleifkorn "bestimmt.
PUr die Läppmittel der Erfindung kann das üblicherweise für
Läppvorgänge verwendete Schleifmaterial bzw. Schleifkorn verwendet werden. Geeignet sind z.B. Siliciumcarbid, Korund, Aluminiumoxid,
Granat, Schmirgel, Chromoxid , Eisen-(III)-oxid, Ceroxid und Diamant. Geeignet sind z.B. Korngrößen von
20 bis 3800 und, für bestimmte Läpp- bzw. Polierzwecke, bis herab zu 1,Ou. Das spezielle Schleifkorn und die ausgewählte
Korngröße bestimmen sich nach dem durchzuführenden Läppvorgang. Das Arerhältnis von Schleifkorn zu Bindemittel kann nach Maßgabe des zu behandelnden Werkstückes und der Art des durchzuführenden
Finish in weitem Rahmen variieren. Im allgemeinen liegt die Schleifkornmenge im Bereich von etwa 12 bis 2400 g
Schleifkorn pro Liter Bindemittel. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäß verwendeten gelierten Bindemittels liegt in
dessen Fähigkeit, große Mengen Schleifkorn bei minimalem Absitzen zu suspendieren ohne daß es erforderlich ist, mit hoher
Geschwindigkeit zu rühren,um das Schleifkorn in Dispersion zu halten, während bei ungelierten Bindemitteln, selbst wenn sie
eine äquivalente Viskosität bei niedriger Scherkraft besitzen, ein Absitzen des Schleifkorns stattfindet.
Im allgemeinen erfolgt die Herstellung des Läppmittels so, daß man zunächst den flüssigen Kohlenwasserstoff mit dem Geliermittel
unter Bildung des gelierten Bindemittels vereinigt. Wie vorstehend dargelegt, geht man normalerweise so vor, daß man
den flüssigen Kohlenwasserstoff mit der erforderlichen Menge an saurem, nicht-stöchiometrischem Aluminiumsalz vereinigt und
dann mit einer zweiten Base unter Bildung des Gels neutralisiert. Die sauren, nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalze lassen sich
leicht in Kohlenwasserstoffen durch Mischen bei niedriger Scherkraft dispergieren; in der Neutralisationsstufe ist jedoch Hochgeschwindigkeitsrühren
von Vorteil, da dies das rasche Vermischen und die gleichmäßige Gelbildung fördert. Es ist auch möglich,
Konzentrate des Pseudodoppelsalz-Gelierraittels in einem geeigneten
flüssigen Kohlenwasserstoff, wie Dieselöl, herzustellen.
709838/0560
Diese Konzentrate v/erden dann in geeigneten Mengen dem flüssigen Kohlenwasserstoff zugesetzt und mit hoher Scherkraft vermischt,
wobei Verdünnung unter Bildung des gelierten Bindemittels erfolgt.
Dann wird die gewünschte Menge Schleifkorn dem gelierten Bindemittel
unter Rühren zugesetzt, um eine gleichmäßige Dispersion des Schleifkorns im Bindemittel zu erreichen. Das so erhaltene
Gemisch ist dann fertig zum Gebrauch oder kann in Fässern zur späteren Verwendung gelagert werden. Das Absitzen des Schleifkorns
ist bei den meisten ungelierten Bindemitteln ein Problem; bei den gelierten Bindemitteln der Erfindung tritt jedoch selbst
bei längerer Lagerung nur geringes Absitzen ein, so daß mäßiges Schütteln unmittelbar vor Gebrauch im allgemeinen ausreichend
ist, um eine gleichmäßige Dispersion zu erhalten. Bei Verwendung von grobem Schleifkorn, und bei Gemischen, die sehr hohe
Schleifkornmengen enthalten, kommt es leichter zum Absitzen des Schleifkorns; in diesen Fällen kann ein gründlicheres Aufrühren
vor Gebrauch erforderlich sein.
Die Beispiele erläutern die Erfindung und beschreiben die Herstellung
spezieller Geliermittel (Beispiele 1 bis 4), die Herstellung spezieller gelierter Bindemittel und Läppmittel, sowie
die Verwendung der Läppmittel.
Es wird ein saurer Alkylorthophosphorsäureester durch Umsetzung von 53,8 g -P2°5 mi"^ einem Gemisch aus 50,2 g Butanol und 100 g
eines handelsüblichen Gemisches aus n-0ctanol, n-Hexanol und
n-Decanol in Abwesenheit eines Lösungsmittels hergestellt. Aus
dieser Reaktion erhält man 100 g saures Butyloctylorthophosphat, das mit 5,2 g hydratisiertem Al2O- (30 Prozent der berechneten
Menge) durch etwa 1-stündiges Erhitzen des Gemisches auf 1100C
umgesetzt wird. Nach Verdampfen des Wassers und Abkühlen erhält man das partielle Aluminiumsalz in Form eines viskosen Öls als
709838/0560
Rückstand. .·*
Beispiel 2
10Og des in Beispiel 1 hergestellten sauren Orthophosphorsäurebutyloctylesters
werden mit 9,4 g hydratisiertem Aluminiumoxid
(50 Prozent der stöchiometrischen Menge), anstelle von 6,2 g
wie in Beispiel 1, umgesetzt. Das erhaltene partielle Aluminiumsalz stellt ein hochviskoses Fett dar.
(50 Prozent der stöchiometrischen Menge), anstelle von 6,2 g
wie in Beispiel 1, umgesetzt. Das erhaltene partielle Aluminiumsalz stellt ein hochviskoses Fett dar.
Es werden 100 g saurer Orthophosphorsäuredialkylester aus Butanol,
einem handelsüblichen Gemisch aus G,„- bis Cp^-n-Alkanolen
und Pp^R Seraäß Beispiel 1 hergestellt. Das erhaltene Reaktions-
^rodukt wird dann mit hydratisiertem Aluminiumoxid unter BiI-lung
eines partiellen Aluminiumsalzes umgesetzt, das 40 Prozent der stöchiametrischen Menge Aluminium enthält. Dieses partielle
Aluminiumsalz stellt ein viskoses Öl dar.
2 g des nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalzes von Beispiel 1
werden zu 250 ml Dieselöl hinzugesetzt. Beim Rühren "bei Raumtemperatur dispergiert sich das Salz rasch in dem Dieselöl,
wobei keine Viskositätsveränderung "beobachtet wird.
werden zu 250 ml Dieselöl hinzugesetzt. Beim Rühren "bei Raumtemperatur dispergiert sich das Salz rasch in dem Dieselöl,
wobei keine Viskositätsveränderung "beobachtet wird.
Beim Versetzen des Gemisches mit 5 Tropfen wäßriger, 30-prozentiger
Natronlauge unter Rühren mit hoher Geschwindigkeit
erhält man einen gelierten Kohlenwasserstoff, der neutral gegenüber Methylrot-Indikator reagiert. Das Gel ist hochviskos und
besitzt eine Viskosität von 3200 cP, gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter bei 10 U/min und einer Spindel Nr. 2 bei
Raumtemperatur (230C).
erhält man einen gelierten Kohlenwasserstoff, der neutral gegenüber Methylrot-Indikator reagiert. Das Gel ist hochviskos und
besitzt eine Viskosität von 3200 cP, gemessen mit einem Brookfield-Viskosimeter bei 10 U/min und einer Spindel Nr. 2 bei
Raumtemperatur (230C).
£09838/0660
Die Geliermittelkonzentration in Beispiel 4 beträgt etwa 1 Gewichtsprozent.
Während dieses Bindemittel ohne weitere Verdünnung für zahlreiche Läppvorgänge verwendet werden kann, werden
verdünntere Gele wegen ihrer niedrigeren Viskosität und aus ökonomischen Gründen normalerweise bevorzugt. Gele mit niedrigeren
Konzentrationen an Geliermittel können direkt durch Verwendung geringerer Mengen des partiellen Aluminiumsalzes in dem
Verfahren des Beispiels 4 hergestellt werden, oder ein 1-gewMitsprozentiges
Gel kann durch Zugabe eines flüssigen Kohlenwasserstoffs unter Rühren weiter verdünnt werden.
In den angeführten Beispielen werden bestimmte Ester von Orthophosphorsäure
verwendet; es kann jedoch auch eine Vielzahl anderer Alkylester in ähnlicher Weise verwendet werden.
B e i s ρ i e.l 5
Es wird ein.gelierter Kohlenwasserstoff (188 Liter) gemäß Beispiel
4 hergestellt, wobei jedoch eine Geliermittel-Endkonzentration von 0,4 Gewichtsprozent unter Verwendung des Geliermittels
von Beispiel 1 eingestellt wird, Bas gelierte Kohlenwasserstoff-Bindemittel besitzt eine Viskosität von 180 cP, gemessen
wie vorstehend beschrieben.
Nachdem man das gelierte Bindemittel unter Rühren mit insgesamt 68 kg Aluminiumoxidgrieß (Körnung Nr. 40) versetzt hat, rührt
man noch etwa 2 Minuten, um eine gründliehe Dispergierung des Schleifkorns zu gewährleisten. Nachdem man mehrere Stunden ohne
Rühren stehen gelassen hat, ist kein sichtbares Absitzen des Schleifkorns zu beobachten. Eine ähnliche Dispersion, hergestellt
in Dieselöl, jedoch ohne das Geliermittel, zeigt vollständiges Absitzen bzw. Aisscheiden des Grießes innerhalb von 10 Minuten.
909838/0560
Beispiel 6
Es wird ein gelierter Kohlenwasserstoff (188 Liter) unter Verwendung
des Geliermittels von Beispiel 1 mit einer Konzentration von 0,5 Gewichtsprozent in Kerosin gemäß Beispiel 4 hergestellt.
Me Viskosität des gelierten Bindemittels wird mit einem Standard-Fordbecher
Nr. 4 gemessen. Hierbei beträgt die Auslaufzeit für 50 ml 51,2 Sekunden. Hierauf versetzt man das gelierte
Bindemittel unter Rühren mit insgesamt 188 kg Siliciumcarbidgrieß der Körnung Nr. 280. Nach 5-tätigem Stehen ist kein Absitzen
des Schleifkorns zu beobachten.
Es werden Vergleichs-Läppversuche unter Verwendung des in Beispiel
5 hergestellten gelierten Läppmittels durchgeführt. Zu Kontrollzwecken werden äquivalente Gemische aus Schleifkorn und
Dieselöl hergestellt und ebenfalls zu den Läppversuchen eingesetzt. Die ungelierten Gemische zeigen ein rasches Absitzen des
Schleifkorns,und die Dispersion des Schleifkorns in dem ungelierten
Bindemittel kann nur durch kontinuierliches Rühren des Gemisches während der Läppversuche aufrecht erhalten werden.
Die Läppversuche werden mit Zylindern aus warmgewalztem Stahl (Nr. 52100) mit einer Höhe von 2,5 cm und einem Durchmesser von
5,7 cm, die spanabhebend erzeugte Oberflächen besitzen, durchgeführt. Hierbei werden die Teile mit einer Läppscheibe von
46 cm Durchmesser bei 180 U/min bearbeitet. Das Läppmittel befindet sich in einem Behälter und wird kontinuierlich gerührt,
während es unter Schwerkraft durch eine Düse in einer Menge von 390 +1Og Schleifkorn pro Stunde dem Läppwerkzeug zugeführt
wird. Das Läppen wird 1 oder 2 Stunden durchgeführt. Anschliessend werden die Teile gereinigt, getrocknet und gewogen, um
den Gewichtsverlust zu bestimmen. Der mittlere Gewichtsverlust in g wird als Maß für den Metallabrieb genommen, und, normali-r
siert auf eine 2-stündige Läppdauer, angegeben. Als Schleifmaterial dient Aluminiumoxid von 30 ii.
ORIGINAL IMSPtCTEO 709838/0560
Plussigkeit
(Kontrolle) Nr.1 Dieselöl
8 Speed Pam ^ (Kontrolle) Nr.
10 11
Nr.1 Dieselöl Nr.1 Dieselöl Nr.1 Dieselöl
| Schleifkorn (g/Liter) |
|
| Tabelle I | 360 |
| Lätjpversuche | 360 |
| Gelier*\ mittel'; |
360 |
| ohne | 720 |
| ohne | 360 |
| Beispiel 1 | |
| Beispiel 1 | |
| Beispiel 3 |
mittlererpG-ewichts-
verlust
1,086
1,20 1,314 1,096 1,10
Suspendier«ν barkeit ->'
sehr schlecht
sehr schlecht
gut gut gut
partielles Aluminiumsalz-Vorstufen aus dem angegebenen Beispiel. Konzentration 0,4 Gew.-?».
Gewichtsverlust nach dem Läppvorgang; Mittelwert aus 5 Versuchen, standardisiert auf 2 Stunden.
visuelle Prüfung für die Beurteilung des Absitzens des Schleifkorns, vgl. Beispiel 5.
handelsübliches, nicht-geliertes Läpp-Bindemittel, Herst. Speed Farn Corporation.
Beispiel 12
Der Behälter einer Läppmaschine mit einer Läppscheibe von 91 cm
Durchmesser wird mit 15,1 Liter des Läppmittels von Beispiel 5 beschickt. Nachdem man Dichtungsringe auf das Läppwerkzeug aufgebracht
hat, wird das Bindemittel-Schleifmaterial-G-emisch der
Läppfläche mit etwa 1,89 Liter/Stunde durch Pumpen aus dem Behälter zu der Speisewanne zugeführt. Die Werkstücke werden 8 Minuten
mit einer Läppgeschwindigkeit von 60 U/min und bei einer Belastung von 0,21 kg/cm Oberfläche geläppt. Die so erhaltenen
Werkstücke besitzen eine RMS-Oberflächenglätte von 375 bis
750 . 10~6 mm.
Versuche, das Läppen der Werkstücke \mter Verwendung eines nichtgelierten
handelsüblichen Läppöls mit einer Viskosität von 20 cP (Brookfield-Viskosimeter, Spindel Nr. 2, 50 U/min), das in ähnlicher
V/eise mit Aluminiumoxidgrieß Nr. 40 in einer Menge von
560 g/Liter vermischt worden ist, waren nicht erfolgreich. Die Suspension kann im Vorratsbehälter selbst bei starkem Rühren
nicht aufrecht erhalten werden, und wenn die Suspension zu der Speisewanne gepumpt wird, kommt es zur Abscheidung von Schleifkorn
in der Wanne, was den Fluß von Bindemittel und Schleifkorn zum Läppv/erkzeug behindert.
Im Gegensatz hierzu fließt die gelierte Bindemittelmasse gleichmäßig
zu der Wanne und auf das Läppv/erkzeug, und wird durch die Abfahrend des Läppens auftretenden Zentrifugalkräfte rasch über das
Läppwerkzeug transportiert.
Es ist offensichtlich, daß die in den Beispielen 9 bis 11 der Tabelle I und in Beispiel 12 verwendeten gelierten Massen aufgrund
ihrer Fähigkeit, das Schleifkorn ohne Verlust der erforderlichen Fließeigenschaften zu-suspendieren, hervorragend als
Läppmittel geeignet sind.
Zu Vergleichszwecken v/erden die nachfolgend beschriebenen gelierten
Massen unter Verwendung der in der US-PS 3 757 864 beschriebenen, vollständig stöchiometrischen Aluminiumdialkylorthophos-
709838/0560
phat-Geliermittel hergestellt.
Beispiel 13
10Og saures Butyloctylorthophosphat, hergestellt gemäß Beispiel
1, werden mit 18,7 g hydratisiertem Aluminiumoxid (100 Prozent
der stöcMometrischen Menge) durch Dispergieren des Gemisches
in 500 ml Toluol und etv/a 1-stündiges Erhitzen unter Rückfluß
hergestellt. Nach Verdampfen von Lösungsmittel und Wasser erhält man. einen v/achsartigen Feststoff. Die'ses wachsartige, feste stöchiometrische Aluminiumsalz wird in 250 ml Dieselöl mit einer Konzentration von 0,49 durch Erhitzen auf 1000G und mehrtägiges Rühren dispergiert. Nach 3-tägigem Stehenlassen besitzt das Gemisch eine Viskosität von 250 cP bei 23°G. Das Gel wird dann mit Aluminiumoxidgrieß Nr. 40 in einer Konzentration von 36O g/Liter, gemäß Beispiel A9 vermischt, und in den Läppversuchen gemäß Beispiel 7 bis 11 verwendet. Obwohl die Suspendierbarkeit des
Schleifkorns in dieser Masse gut ist, beträgt der mittlere Gewichtsverlust, standardisiert auf 2 Stunden, nur 0,692 g, während ein Kontrollversuch unter Verwendung eines ungelierten Gemisches einen Gewichtsverlust von 1,012 g, bezogen auf 2 Stiuaden, ergibt.
der stöcMometrischen Menge) durch Dispergieren des Gemisches
in 500 ml Toluol und etv/a 1-stündiges Erhitzen unter Rückfluß
hergestellt. Nach Verdampfen von Lösungsmittel und Wasser erhält man. einen v/achsartigen Feststoff. Die'ses wachsartige, feste stöchiometrische Aluminiumsalz wird in 250 ml Dieselöl mit einer Konzentration von 0,49 durch Erhitzen auf 1000G und mehrtägiges Rühren dispergiert. Nach 3-tägigem Stehenlassen besitzt das Gemisch eine Viskosität von 250 cP bei 23°G. Das Gel wird dann mit Aluminiumoxidgrieß Nr. 40 in einer Konzentration von 36O g/Liter, gemäß Beispiel A9 vermischt, und in den Läppversuchen gemäß Beispiel 7 bis 11 verwendet. Obwohl die Suspendierbarkeit des
Schleifkorns in dieser Masse gut ist, beträgt der mittlere Gewichtsverlust, standardisiert auf 2 Stunden, nur 0,692 g, während ein Kontrollversuch unter Verwendung eines ungelierten Gemisches einen Gewichtsverlust von 1,012 g, bezogen auf 2 Stiuaden, ergibt.
Beispiel 14
Es wird ein geliertes Bindemittel hergestellt durch Dispergieren von Phosphorsäurebutyloctylester in 18,9 Liter Dieselöl bis zu
einer Gesamtlconzentration von 0,4 Gexirichtsprozent, anschliessendes Neutralisieren mit Natriumaluminat durch tropfenweise
Zugabe einer 38-prozentigen wäßrigen Lösung zu dem Gemisch unter Rühren mit hoher Scherkraft, wobei man nach der in der US-PS
3 757 864 beschriebenen Methode verfährt. Das erhaltene Gel
wird stabilisiert durch Zugabe von 0,2 Gewichtsprozent Bernsteinsäureanhydrid, hierauf mit 6,8 kg Aluminiumoxidgrieß Nr. 40 vermischt und gerührt. Hierbei erhält man eine gleichmäßige
einer Gesamtlconzentration von 0,4 Gexirichtsprozent, anschliessendes Neutralisieren mit Natriumaluminat durch tropfenweise
Zugabe einer 38-prozentigen wäßrigen Lösung zu dem Gemisch unter Rühren mit hoher Scherkraft, wobei man nach der in der US-PS
3 757 864 beschriebenen Methode verfährt. Das erhaltene Gel
wird stabilisiert durch Zugabe von 0,2 Gewichtsprozent Bernsteinsäureanhydrid, hierauf mit 6,8 kg Aluminiumoxidgrieß Nr. 40 vermischt und gerührt. Hierbei erhält man eine gleichmäßige
909838/0560
Suspension, die kein Absitzen beim Stehenlassen zeigt.
Das gelierte Gemisch wird zu den für die Beispiele 7 bis 11 beschriebenen Läppversuchen verwendet. Die Suspendierbarkeit
ist abermals gut, und der mittlere 2-stündige Gewichtsverlust beträgt bei 2 Versuchen 1,156 und 1,000 g. Ein zur Kontrolle
verwendetes ungeliertes Gemisch ergibt einen 2-stündigen Gewichtsverlust von 1,012 g.
Somit ist ersichtlich, daß die Gelierung des Bindemittels zu einer vorteilhaften Suspension des Schleifkorns führt und die
Läppeigenschaften der erhaltenen Läppmittel in den meisten Fällen erheblich verbessert. Die verbesserten Läppeigenschaften
der erfindungsgemäßen Läppmittel sind somit überraschend und stellen einen unvorhersehbaren technischen Fortschritt gegenüber
den bekannten ungelierten Läppmitteln dar.
Das Läppen von Zahnrädern, insbesondere der verschiedensten Zahnräder für Kraftfahrzeuge, erfolgt, indem man die Zahnräder
zusammen läppt, und das Schleifmaterial zwischen die ineinander greifenden Flächen einbringt. Das Schleifmaterial ist normalerweise
in einem Schmieröl susjjendiert und wird in den Eingriff
durch Pumpen des Schlammes eingespeist. Im folgenden Beispiel werden das gelierte Bindemittel und die Schleifmasse, die ganäß
Beispiel 6 hergestellt worden sind, als Läppmittel in einer Gleason 503 -Kegelradläppmaschine zur Läppung von Drehkränzen
bzw. Glockenrädern und Antriebskegelrädern bzw. Trieblingen,
auch in Form ganzer Zahnradgetriebe, verwendet.
Beispiel 17
Der Vorratsbehälter der Gleason 503 -Zahnradläppmaschine wird
mit 45,4 Liter des gelierten Bindemittels, enthaltend Siliciumcarbidgrieß Nr. 280, hergestellt in Beispiel 6, beschickt. Hiermit
v/erden 20 Kraftfahrzeug-Zahnradgetriebe (aus Kegelrädern, Trieblingen usw.) geläppt. Die ersten sechs Zahnradgetriebe
709838/0560
werden jeweils 1 Minute vorwärts und 1 Minute rückwärts, d.h. insgesamt 2 Minuten geläppt. Weitere 9 Zahnradgetriebe werden
1,5 Ms 1,75 Minuten in jeder Richtung geläppt, während die letzten 5 Zahnradgetriebe jeweils 2 Minuten in jeder Richtung
geläppt v/erden. Bei der visuellen Bewertung zeigt sich, daß die Zahnradgetriebe 3 bis 20 ein zufriedenstellendes Finish besitzen.
Das Zahnradgetriebe Fr. 3 wird in ein Kraftfahrzeug (Ford Falcon) eingebaut. Beim Straßentest bei nassem Wetter zeigt sich, daß
die Zahnradgetriebequalität für die Praxis zufriedenstellend ist.
Zu Vergleichszweclcen wird ein naphthenisches Grundlagenöl mit einer Viskosität von 600 SUS bei 380G für Produktionsversuche
als Läpp-Bindemittel verwendet. Dieses Öl ist verdickt durch Zusatz
von Calciumstearat in solcher Menge, daß ein Bindemittel
mit einer Viskosität, gemessen im Ford-Becher Ur. 4 bei 25°C.
von 47 bis 52 Sekunden entsteht. Dieses Öl wird mit Siliciumcarbidgrieß Hr. 280, wie vorstehend beschrieben, vermischt.
Dieses Gemisch wird in einer Zahnradläppmaschine zum Läppen eines Zahnradgetriebes (etwa 10 Minuten) verwendet. Das bloß verdickte,
jedoch Axngelierte Gemisch ist sehr schwierig zu handhaben und erfordert hohe Pumpdrücke, um den Fluß zum Werkstück aufrecht zu
erhalten. Das Gemisch wird dann zum Läppen von Zahnradgetrieben, wie vorstehend beschrieben, verwendet. Ein annehmbares Finish
wird nur bei einer Läppzeit von insgesamt 7 Minuten mit diesem nicht-gelierten Läppmittel erhalten.
Durch Verwendung der gelierten Bindemittel-Schleifmaterial-Gemische
der Erfindung wird somit in der Praxis eine große Verbesserung der Läppvorgänge erzielt. Die Gleichmäßigkeit der Zusammensetzung
und die thixotropen Fließeigenschaften erlauben einen gesteuerten Fluß des Schleifmaterials zum Werkstück. Die Gelkonsistenz
erleichtert die Aufrechterhaltung einer vollständigen Suspension des Schleifkorns über ein weites Verhältnis von
Schleifkorn zu Bindemittel, und der einzigartig starke Fluß unter Scherkrafteinwirkung dieser thixotropen Gele erlaubt einen
raschen Fluß des Schleifkorns und des Läpp-Bindemittels zum und
durch den Läppbereich hindurch, ohne daß hohe Pumpdrücke erfor-
709838/0560
derlich sind. Der Läppvorgang wird erheblich verkürzt, v/as höhere
Produktionsraten ermöglicht. Im Gegensatz hierzu besitzen die viskoseren, nicht-gelierten, verdickten Flüssigkeiten, die als
Läpp-Bindemittel im Stand der Technik Verwendung finden, ein
sehr schlechtes Suspendiervernögen für das Schleifkorn, wodurch leicht Absitzen des Schleifkorns stattfinde b; diese ungelierten
Bindemittel besitzen keine thixotropen Eigenschaften, d.h., sie zeigen keinen starken Fluß unter Scherkrafteinwirkung, wodurch
der Fluß von Schleifkorn und Bindemittel zum und durch den Läppbereich verlangsamt wird, und hohe Pumpdrücke zur Aufrechterhaltung
annehmbarer Fließgeschwindigkeiten erforderlich werden.
Die erfindungsgemäßen Massen aus geliertem Bindemittel und Schleifkorn sind vorstehend mit Bezug auf die Anwendung für das
Läppen von ebenen Flächen und von Zahnrädern bzw. Zahnradgetrieben beschrieben; man erreicht hierdurch ein verbessertes Oberflächenfinish
der Werkstücke bzw. Getriebe. Selbstverständlich können die Massen der Erfindung jedoch auch für andere Metall-Finishvorgämce,
bei denen Läppmethoden Anwendung finden, z.B. beim Polieren, verwendet werden. Auch für das Finish von nichtmetallischen
Oberflächen, z.B. den Flächen von Glas- und Keramik-
gegenständen, finden Oberflächenbehandlungen, bei denen Schleifbzw.
Polierpasten verwendet werden, weite Anwendung. Die erfindungsgemäßen Gemische aus geliertem Bindemittel und Schleifmaterial
können auch auf diese Werkstoffe Anwendung finden, wenn für den speziellen Zweck optimale Rezepturen und Vorrichtungen
angewendet werden.
Somit stellen die erfindungsgemäßen Massen, die einen flüssigen Kohlenwasserstoff, geliert mit einem Aluminiumdialkylorthophosphat-Geliermittel,
und ein Schleifmaterial bzw. Schleifkorn enthalten, wertvolle Läppmittel dar. Die Gemische zeigen eine ungewöhnliche
Fähigkeit zur gleichmäßigen Suspendierung von Schleifkorn und besitzen ein einzigartiges thixotropes Verhalten; beide
Eigenschaften tragen zur Verkürzung des für Läpp- und Finishvörgänge erforderlichen Zeitaufwandes bei.
BAD ORIGINAL 709838/0560
Die Massen bzw. Läppmittel der Erfindung enthalten gegebenenfalls
übliche Zusatz- und Eilfsstoffe, z.B. Korrosionsinhibitoren.
Patentansprüche
709838/0560
Claims (4)
- 265G749Patentansprüche(1,1 Gelierte Kohlenwasserstoffmassen, insbesondere zur "Verwendung als Läppmittel, bestehend aus einem flüssigen Kohlenwasserstoff, einem Geliermittel und einem Schleifmaterial, sowie gegebenenfalls üblichen Zusatz- und Hilfsstoffen.
- 2. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige Kohlenwasserstoff eine Brookfield-Viskosität von unter etwa 200 cP und einen Flammpunkt von über etwa 380C besitet, und etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf flüssigen Kohlenv/assex'stoff, des Pseudodoppelsalzes einer Alkylorthophosphorsäure als Geliermittel, und etwa 12 bis 2400 g Schleifmaterial, pro Liter flüssiger Kohlenwasserstoff, anwesend sind.
- 5. Massen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pseudodoppelnals der Alkylorthophosphorsäure das Neutralisationsprodukt eines sauren nicht-stöchiometrischen Aluminiumsalzes einer Alkylorthophosphorsäure mit einer Base, vorzugsweise Ammoniak oder einer Alkalimetall- oder Erdalkalimetallverbindung, ist.
- 4. Massen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Base Natriumhydroxid ist.709838/0560ORIGINAL INSPECTED
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/629,340 US4046524A (en) | 1975-11-06 | 1975-11-06 | Lapping compositions comprising an aluminum, dialkyl orthophosphate gelling agent |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2650749A1 true DE2650749A1 (de) | 1977-09-22 |
| DE2650749C2 DE2650749C2 (de) | 1982-08-26 |
Family
ID=24522579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2650749A Expired DE2650749C2 (de) | 1975-11-06 | 1976-11-05 | Fließfähiges Läppmittel |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4046524A (de) |
| JP (1) | JPS6024149B2 (de) |
| AU (1) | AU501024B2 (de) |
| CA (1) | CA1079530A (de) |
| DE (1) | DE2650749C2 (de) |
| FR (1) | FR2330503A1 (de) |
| GB (1) | GB1532025A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0442745A1 (de) * | 1990-02-15 | 1991-08-21 | BAUSCH & LOMB INCORPORATED | Hilfsmittel zur Bearbeitung von weichen Kontaktlinsen |
Families Citing this family (14)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4773920B1 (en) * | 1985-12-16 | 1995-05-02 | Minnesota Mining & Mfg | Coated abrasive suitable for use as a lapping material. |
| US4787994A (en) * | 1988-04-11 | 1988-11-29 | Petrolite Corporation | Method for preparation of hydrocarbon fracturing fluids, fluids prepared thereby, and methods related thereto |
| WO1997005989A1 (en) | 1995-08-04 | 1997-02-20 | Dynetics Corporation | Method and apparatus for shaping an orifice with an abrasive slurry |
| US6248143B1 (en) * | 1998-01-27 | 2001-06-19 | Showa Denko Kabushiki Kaisha | Composition for polishing glass and polishing method |
| CA2237383C (en) | 1998-05-12 | 2003-08-19 | Canadian Fracmaster Ltd. | Refined oil gelling system |
| US8353740B2 (en) * | 2005-09-09 | 2013-01-15 | Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc. | Conductive hydrocarbon fluid |
| JP2007204890A (ja) * | 2006-02-03 | 2007-08-16 | Teijin Techno Products Ltd | 繊維の洗浄装置及び洗浄方法 |
| US7820068B2 (en) * | 2007-02-21 | 2010-10-26 | Houghton Technical Corp. | Chemical assisted lapping and polishing of metals |
| US9090127B2 (en) | 2007-12-31 | 2015-07-28 | Bridgestone Corporation | Metal soaps incorporated in rubber compositions and method for incorporating such soaps in rubber compositions |
| US8546464B2 (en) * | 2008-06-26 | 2013-10-01 | Bridgestone Corporation | Rubber compositions including metal-functionalized polyisobutylene derivatives and methods for preparing such compositions |
| US8389609B2 (en) | 2009-07-01 | 2013-03-05 | Bridgestone Corporation | Multiple-acid-derived metal soaps incorporated in rubber compositions and method for incorporating such soaps in rubber compositions |
| US9803060B2 (en) * | 2009-09-10 | 2017-10-31 | Bridgestone Corporation | Compositions and method for making hollow nanoparticles from metal soaps |
| US8802755B2 (en) | 2011-01-18 | 2014-08-12 | Bridgestone Corporation | Rubber compositions including metal phosphate esters |
| JP6313775B2 (ja) | 2012-11-02 | 2018-04-18 | 株式会社ブリヂストン | 金属カルボキシレートを含むゴム組成物およびその調製方法 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2944880A (en) * | 1957-04-25 | 1960-07-12 | Kenmore Res Company | Lapping compound |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3458300A (en) * | 1966-07-05 | 1969-07-29 | Wyandotte Chemicals Corp | Abrasive cleaning compositions |
| US3562176A (en) * | 1967-11-28 | 1971-02-09 | Marine Colloids Inc | Production of thixotropic gels and composition therefor |
| US3575859A (en) * | 1968-01-30 | 1971-04-20 | Dow Chemical Co | Gelling hydrocarbon fluids with combinations of aluminum alkyl orthophosphates and amines |
| US3757864A (en) * | 1971-05-12 | 1973-09-11 | Dow Chemical Co | Friction reducing and gelling agent for organic liquids |
| US3909217A (en) * | 1971-11-26 | 1975-09-30 | Winfield Brooks Company Inc | Abrasive composition containing a gel and a boron-dialkyl silicon-oxygen polymer |
-
1975
- 1975-11-06 US US05/629,340 patent/US4046524A/en not_active Expired - Lifetime
-
1976
- 1976-10-26 GB GB44489/76A patent/GB1532025A/en not_active Expired
- 1976-10-27 AU AU19038/76A patent/AU501024B2/en not_active Expired
- 1976-11-02 CA CA264,676A patent/CA1079530A/en not_active Expired
- 1976-11-04 JP JP51131839A patent/JPS6024149B2/ja not_active Expired
- 1976-11-05 DE DE2650749A patent/DE2650749C2/de not_active Expired
- 1976-11-05 FR FR7633529A patent/FR2330503A1/fr active Granted
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2944880A (en) * | 1957-04-25 | 1960-07-12 | Kenmore Res Company | Lapping compound |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0442745A1 (de) * | 1990-02-15 | 1991-08-21 | BAUSCH & LOMB INCORPORATED | Hilfsmittel zur Bearbeitung von weichen Kontaktlinsen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1532025A (en) | 1978-11-15 |
| AU1903876A (en) | 1978-05-04 |
| JPS6024149B2 (ja) | 1985-06-11 |
| JPS5258190A (en) | 1977-05-13 |
| FR2330503B1 (de) | 1981-05-08 |
| CA1079530A (en) | 1980-06-17 |
| DE2650749C2 (de) | 1982-08-26 |
| AU501024B2 (en) | 1979-06-07 |
| FR2330503A1 (fr) | 1977-06-03 |
| US4046524A (en) | 1977-09-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2650749C2 (de) | Fließfähiges Läppmittel | |
| DE69029616T2 (de) | Verfahren und Zusammensetzung zum Polieren von Metalloberflächen | |
| DE2912069C2 (de) | ||
| DE69617029T2 (de) | Organoton-zusammensetzungen | |
| DE3208052A1 (de) | Modifizierte organophile ton-komplexe | |
| DE2912070A1 (de) | Organophile tone und diese tone enthaltende thixotrope polyestermassen | |
| DE2847147A1 (de) | Fluide auf der basis von oel mit einem gehalt an organophilen tonen von erhoehter dispergierbarkeit | |
| DE900737C (de) | Schmierfette und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP0029892B1 (de) | Verwendung von Alkali- oder Aminsalzen eines Gemisches aus 2- und 3-Alkyladipinsäuren als Korrosionsinhibitor | |
| DE1552740A1 (de) | Verfahren zum Laeppen von Eisenmetallen und hierfuer geeignetes Laeppmittel | |
| DE69432039T2 (de) | Mit organischen Verbindungen modifizierte Tone als Additive für hochviskose Systeme | |
| DE944810C (de) | Emulsionskonzentrat vom OEl-in-Wasser-Typ fuer die Metallbearbeitung | |
| DE2647672B2 (de) | Gelierte Kohlenwasserstoffzubereitungen und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2604710A1 (de) | Schmiermittel fuer die metallbearbeitung | |
| DE851237C (de) | Schmier- bzw. Poliermittel | |
| DE19634605B4 (de) | Verwendung von Zuckersäureamiden als EP-Additive und EP-Additive enthaltend Glucon- und/oder Glucoheptonsäureamide | |
| AT228672B (de) | Poliermittel | |
| DE947729C (de) | Verfahren zur Herstellung verdickter Schmieroele und Schmierfette | |
| DE1290646B (de) | Schmierfett | |
| DE2611305A1 (de) | Schmiermittel und verfahren zum eindicken organischer fluessigkeit | |
| DE2426576A1 (de) | Nichtschaeumendes schmieroel | |
| DE1519396C (de) | Schleif und Poliermittel fur Glas | |
| DE957595C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmierfetten | |
| DE952928C (de) | Schmierfett | |
| DE948812C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmierfetten |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BORG-WARNER CHEMICALS, INC.(N.D.GES.DES STAATES DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |