DE2650181A1 - Krallenplatte - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B15/00—Nails; Staples
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nagelplatte zur Verbindung mit Holzbauteilen mit winklig ausgebogenen Krallen. Die Erfindung geht von einer Nagelplatte aus, die, den Stoß überlappend, von außen in benachbarte Holzbauteile eindrückbar ist.
Solche bekannten Platten bestehen aus Blech und haben dreiseitig ausgestanzte Abschnitte, die die Krallen bilden und im Wesentlichen rechtwinklig ausgebogen sind. Dabei können auch bestimmte Profilierungen gewählt werden. Beispielsweise wird auf die DT-PS 63 390 verwiesen, in der im Wesentlichen dreieckförmige Krallen gruppenweise in einem Quadrat angeordnete Krallen oder aber auch runde, sich über die Ebene der Halteplatte erstreckende Profilierungen dargestellt sind, die in das Holz eingedrückt werden. Üblich ist es beispielsweise gemäß einem Prospekt Hydro-Nail 18 Gauge E, die Krallen paarweise mit Abstand zueinander und auch zueinander versetzt auszubiegen, wobei sie im Querschnitt rechteckige Form haben. Jedoch unabhängig davon, ob eine im Querschnitt rechteckige oder auch nach der Bemessung der Halteplatte selbst gegebenenfalls eine im Querschnitt quadratische Form
der Krallen erreicht wird, entstehen immer einzelne abgebogene Querschnitte und je nach der Belastungseinwirkung können Lockerungen entstehen. Daher müssen Krallenplatte und Krallen auch beträchtliche Stärke haben, was nachteilig ist.
Der rechteckige, gegebenenfalls infolge der Stärke auch quadratische, Querschnitt, der entsprechend den Abwinklungen bei den bekannten Ausführungen erhalten bleibt, hat bei der vollen Lastübertragung Nachteile. Beim Eintreiben in Holz werden durch die starre Gestalt der abgebogenen Krallen die Fasern geschnitten. Die Festigkeit gerade der Teile des Holzes einer Holzverbindung, in der bekannte Krallenplatten der zuletzt genannten Art in Eingriff kommen, wird dadurch herabgesetzt.
Bei den bekannten Platten mit ausgebogenen Krallen ergibt sich weiterhin der Nachteil, daß unter Belastung auch eine Rückbiegung möglich ist. Auch eine halbkreisförmige oder winkelprofilähnliche Profilierung der ausgestanzten Krallen verhindert nicht, daß sie sich unter Belastung zurückbiegen, da die Profilierung aus stanztechnischen Gründen nur bis in die Nähe des Fußpunktes der Krallen herangeführt werden kann. Dieser ist dann zwangsläufig die schwächste Stelle in bezug auf das Biegeverhalten der Krallen. Dadurch ist das Schlupfverhalten der bekannten Krallen ungünstig.
Ferner haben die bekannten Ausführungen den Nachteil, daß bei Auftreten von starken Belastungen schräg zu einer Profilachse des rechteckigen Querschnitts die aufnehmbare Last geringer wird, weil nämlich die in Belastungsrichtung liegende Kante als Schneide wirkt, die sich bei Belastungen in benachbarte Fasern des Holzes eingräbt und solche Fasern durchtrennt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nagelplatte zu
schaffen, bei welcher ein Zerschneiden von Holzfasern herabgesetzt wird, und eine besondere Zug- und druckfeste Anordnung, zugleich aber auch eine besondere Verankerung im Inneren der Holzverbindung, erreicht werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeweils zwei Krallen unmittelbar benachbart ausgestanzt und durch einen mittleren Stanzschlitz getrennt sind, wobei die Krallenspitzen eine einseitige, von der Spitze zur Krallenwurzel und zur benachbarten Kralle hin verlaufende Abschrägung haben. Die so abgeschrägte Spitze der paarweise angeordneten Krallen bewirkt mit zunehmender Eindringtiefe eine Spreizung in Querrichtung, d.h. eine Auseinanderspreizung. Bei schonender Einwirkung auf die Fasern ergibt sich aber eine bessere bleibende Verankerung und Verklemmung bei einer möglichen schwächeren Ausbildung der Platte an sich gegenüber bekannten Ausführungen. Wenn dabei Krallenreihen zwischen Nagelreihen an der Platte angeordnet sind, erbringt diese Spreizung einen besonders günstigen Zusammenpressungseffekt an den Fasern.
Es wird bevorzugt, daß von dem Krallenpaar jeweils eine Kralle um einen anderen Winkel, ca. 85-88°, als die andere, zweckmäßig um 90° abgewinkelte Kralle aus der Ebene der weiteren Platte abgewinkelt ist, so daß zusätzlich auch ein Verlaufen dieser Kralle in Längsrichtung erreicht wird. Diese praktisch zweidimensionale Spreizung, d.h. Spreizung in zueinander senkrechten Richtungen der jeweiligen Krallenpaare, ist eine zuverlässige Sicherung gegen das Lösen der Krallenplatte aus dem Holz.
Mit besonderem Vorteil ist der mittlere Stanzschlitz über die Biegelinie der Krallen hinaus verlängert. Dadurch ergibt sich besonders in der Kombination der erfindungsgemäßen Ausführung der zusätzliche Effekt, daß die Krallen beim Eintreiben wechselweise entgegengesetzten Drehungen unterworfen sind. Dadurch
werden die beim Eindringen auch der Krallen auseinandergedrückten Fasern teilweise wieder geschlossen und einer weiteren Spaltgefahr beim Trocknen des Holzes vorgebeugt.
Praktisch wird die Homogenität des Holzes wieder hergestellt. Der Effekt ist um so größer, je geringer die Blechstärke der weiteren Platte ist, die im Rahmen der erfindungsgemäßen Kombination deshalb gering gehalten werden kann, weil die Belastung hauptsächlich von den Nägeln der Nagelplatte aufgenommen wird. Vorteilhaft hat unter letzterem Gesichtspunkt die weitere Platte eine Blechstärke in der Größenordnung von etwa 1,2 mm.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. In dieser zeigen:
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Nagelplatte in Draufsicht und in Teildarstellung in Form eines Ausschnittes,
Fig. 2: einen Schnitt längs der Linie II - II durch Fig. 1,
Fig. 3: in vergrößertem Maßstab zwei um 90° versetzte Ansichten der zusätzlichen oder weiteren Platte nach Fig. 2,
Fig. 4: eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus Fig. 1.
In Fig. 1 ist die besondere Ausbildung der Platte 62 als Krallenplatte gezeigt, in der zwischen Krallenreihen 63-66 Nagelreihen 67-70 angeordnet sind, wobei die Nagelöffnungen
71, 72, 73, 74 benachbarter Reihen vorzugsweise zueinander versetzt sind. In Fig. 1
liegen die Krallen unausgebogen noch in der Ebene der weiteren Platte 62.
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht mit den ausgebogenen Krallen, die im einzelnen noch anhand der Fig. 3 und 4 erläutert werden. Es ist erkennbar, daß jeweils paarweise angeordnete Krallen 75, 76 vorgesehen sind, die von ihrer Spitze 77, 78 her jeweils eine zur benachbarten Kralle hin verlaufende Abschrägung 79, 80 haben. Dadurch verbleibt in der weiteren Platte 62 nach dem Ausbiegen der Krallen ein Dreieck
<NichtLesbar>
das auch ausgebogen wird, wobei zwei solche, von den Dreiecken gebildete Krallen in Fig. 2 mit 81 und 82 bezeichnet sind. Die zugeordneten, durch die Abschrägung angespitzten Krallen 75, 76 bzw. 83, 84 sind länger ausgebildet.
<NichtLesbar>
das auch ausgebogen wird, wobei zwei solche, von den Dreiecken gebildete Krallen in Fig. 2 mit 81 und 82 bezeichnet sind. Die zugeordneten, durch die Abschrägung angespitzten Krallen 75, 76 bzw. 83, 84 sind länger ausgebildet.
Aus Figur 3 ergibt sich beispielsweise für das Krallenpaar 75, 76 in um 90° versetzten Ansichten, daß eine Kralle, 76, lediglich um etwa 85-88°, die andere Kralle um einen anderen Winkel, insbesondere 90°, gegenüber der weiteren Platte 62 ausgebogen ist. Hierdurch entsteht beim Eintreiben der oben geschilderte spreizende Verlauf bezüglich Fig. 3, linke Darstellung, in der Zeichnungsebene. Durch die Abschrägungen 79, 80 werden die Krallen beim Einspreizen in der Zeichnungsebene bezüglich Fig. 3, rechte Darstellung, gespreizt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen einen stark vergrößerten Maßstab, da die weitere Platte 62 etwa eine Stärke von 1,2 mm hat.
Die Krallen 75, 76, wie auch die Krallen der anderen Paare, sind durch einen mittleren Stanzschlitz 85 voneinander getrennt. In der vergrößerten Darstellung in Fig. 4 ist senkrecht zum Verlauf der Krallen 75, 76 eine Biegelinie 86 eingezeichnet, um
die die Krallen aus der Ebene der weiteren Platte 62 in der beschriebenen vorteilhaften Weise ausgebogen werden. Der mittlere Stanzschlitz 85 zwischen diesen Krallen geht über die Biegelinie 86 hinaus. Daher ergeben sich aus Verbindungslinien 87, 88 jeweils zwischen dem Endpunkt des mittleren Stanzschlitzes 85 und den Endpunkten der seitlichen Stanzschlitze 89, 90 Achsen, um welche sich die Krallen zu verdrehen bestrebt sind, wenn sie in das Holz eingetrieben werden. Infolge der Kreuzung der Verbindungslinien 87, 88 vollführen die Krallen 75, 76, in Draufsicht auf die weiteren Platte 62 gesehen, gegensinnige Drehungen, die Kralle 75 eine Rechtsdrehung und die Kralle 76 eine Linksdrehung, wie bereits oben ausführlicher beschrieben worden ist.
Im übrigen ist bei den Ausführungen nach den Fig. 1 und 2 erkennbar, daß jeweils zwischen Krallenreihen und Nagellochreihen durchgehende Streifen bzw. Stege 103, 104 verbleiben.
Claims (3)
1. Nagelplatte zur Verbindung mit Holzbauteilen mit winklig ausgebogenen Krallen, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Krallen (75, 76) unmittelbar benachbart ausgestanzt und durch einen mittleren Stanzschlitz (85) getrennt sind, wobei die Krallenspitzen (77, 78) eine einseitige, von der Spitze zur Krallenwurzel und zur benachbarten Kralle hin verlaufende Abschrägung (79, 80) haben.
2. Nagelplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine (76) der paarweise angeordneten Krallen (75, 76) um einen anderen, insbesondere kleineren, Winkel aus der Halteplatte (63) ausgebogen ist als die andere Kralle (75), wobei der Winkel in der Größenordnung von 85 - 88° liegt.
3. Nagelplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Stanzschlitz (85) über die Biegelinie (86) der Krallen hinaus verlängert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762650181 DE2650181C3 (de) | 1976-02-19 | 1976-02-19 | Krallenplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762650181 DE2650181C3 (de) | 1976-02-19 | 1976-02-19 | Krallenplatte |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2650181A1 true DE2650181A1 (de) | 1977-08-25 |
| DE2650181B2 DE2650181B2 (de) | 1979-08-09 |
| DE2650181C3 DE2650181C3 (de) | 1980-04-17 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762650181 Expired DE2650181C3 (de) | 1976-02-19 | 1976-02-19 | Krallenplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2650181C3 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT381338B (de) * | 1984-10-29 | 1986-09-25 | Wolf Johann Gmbh Kg | Nagelplatte |
| AT381339B (de) * | 1984-10-29 | 1986-09-25 | Wolf Johann Gmbh Kg | Nagelplatte |
| US4710083A (en) * | 1984-10-29 | 1987-12-01 | Johann Wolf Gesellschaft M.B.H. Kg | Nailing plate for the production of compound supports, and compound support |
| US5060441A (en) * | 1990-02-20 | 1991-10-29 | Carold Pichette | Wall frame elements with insulating panel anchoring prongs |
| US6581346B2 (en) * | 2001-03-21 | 2003-06-24 | Robert C. Melland | Metal fastener for bonding concrete to floors |
| US20110132237A1 (en) * | 2009-12-08 | 2011-06-09 | Brandt Ken | Wooden pallet with nail plates and related methods |
| DE102014105391A1 (de) * | 2014-04-15 | 2015-10-15 | Protektorwerk Florenz Maisch Gmbh & Co. Kg | Bauprofil |
-
1976
- 1976-02-19 DE DE19762650181 patent/DE2650181C3/de not_active Expired
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| DE102014105391A1 (de) * | 2014-04-15 | 2015-10-15 | Protektorwerk Florenz Maisch Gmbh & Co. Kg | Bauprofil |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2650181B2 (de) | 1979-08-09 |
| DE2650181C3 (de) | 1980-04-17 |
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