DE8900038U1 - Verbinder für Bauteile, insbes. Möbelbauteile - Google Patents
Verbinder für Bauteile, insbes. MöbelbauteileInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verbinder für Bauteile, insbesondere Möbelbauteile, gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Verbinder sind bereits in Gestalt von zwei einander gleichen flachen formgepreßten Kunststoff- oder Metallteilen mit
jeweils im wesentlichen kreissegmentförmigem Umriß bekannt, die auf einer Seite Rastmittel in Form von nasenartig profilierten
Vorsprüngen und dahinterliegenden, dazu passenden Aussparungen zur Aufnahme des Vorsprungs bzw. der Vorsprünge des zweiten Verbinderteils aufweisen. Diese Verbindüürteile Sjnd zum Einsatz, in
entsprechende schlitzförmige Ausnehmungen der zu verbindenden Bauteile bestimmt, wo sie durch eine Verleimung und/oder Verstiftung verankert werden. Die verankerten Verbinderteile können
durch wechselseitige Einführung ihrer Vorsprünge in die betreffende Aussparung des anderen Teils innerhalb der dieses andere
Teil aufnehmenden schlitzförmigen Ausnehmung miteinander rastend in Eingriff gebracht werden, wodurch die Verbindung zustande
kommt.
Derartige Verbinder sind aufgrund ihrer Formgebung verhältnismäßig teuer. Vor allem aber erfordern sie bei ihrer Anwendung
wegen der Notwendigkeit der Verleimung und/oder Verstiftung zumindest einen zusätzlichen Arbeitsvorgang, z.T. noch verbunden
mit einer längeren, vor der Herstellung der Verbindung abzuwartenden Abbindezeit. Gleiches gilt für Verbinder in Gestalt
einfacher Holzblättchen oder sonstiger Dübel, die in entsprechende Ausnehmungen der zu verbindenden Bauteile eingeleimt
werden.
-2-
• · «III
Von daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Verbinder nach Gattungsbegriff so auszubilden« daß er eine Verleimung, Verstiftung oder sonstige eigens vorzunehmende Verankerung
in den betreffenden Bauteilen erübrigt, und dazu noch preiswert herstellbar ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten Hes betreffenden Verbinders an.
Die an den betreffenden Verbinderteilen vorgesehenen Zähne sind
durch das einführbare Verbindungsstück in das angrenzende Material der zu verbindenden Bauteile eintreibbar, wodurch sich jede
zusätzliche, eigens vorzunehmende Verankerung erübrigt. Dazu noch können sämtliche Teile des Verbinders aus Blech gefertigt
werden - worunter hier auch ein Kunststoffblech im Sinne einer
dünnen Kunststoffplatte zu verstehen ist -.
Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele anhand der begleitenden Zeichnungen im einzelnen beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 eines der beiden Verbinderteile samt eingesetztem Verbindungsstück eines betreffenden Verbinders in einer ersten
Ausführungsform, der sich in seiner Gestalt an die eingangs beschriebenen bekannten Verbinder anlehnt,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Anordnung nach Fig. 1 entlang der
Linie H-II,
-3-
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Fig. 3 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1 in Richtung
des Pfeiles III,
Fig. 4 eines der beiden Verbinderteile samt eingesetztem Verbindungsstück eines entsprechenden Verbinders in einer anderen AusfUhrungsform, die einen im wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweist, teilweise geschnitten, und
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 4 in Richtung
des Pfeiles V.
Der in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Verbinder weist zwei einander gleiche, zum Einsatz in entsprechende schlitzförmige
Ausnehmungen der miteinander zu verbindenden Bauteile bestimmte Verbinderteile 2 auf, von denen hier nur eines gezeigt ist. Die
Verbinderteile 2 sind aus verhältnismäßig dünnem, elastischem Blech gefertigt und durch Biegen profiliert, wie dies am besten
aus Fig. 2 ersichtlich ist. D.h. das Verbinderteil 2 ist im wesentlichen doppelwandig, mit den beiden Wänden 4 von im wesentlichen kreissegmentförmigem Umriß, die entlang ihrem gekrümmten
Rand 6 Zähne 8 aufweisen und miteinander an beiden Enden über Stege 10 in Verbindung stehen. Aus jeder der Wände 4 ist in
deren mittlerem Bereich eine zu dem Rand 6 hinweisende Zunge 12 freigestanzt und nasenartig nach innen, zu der gegenüberliegenden Wand 4 hin gebogen, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die
Zähne 8 sind in einem spitzen bis rechten oder sogar stumpfen Winkel nach außen, d.h. von der gegenüberliegenden Wand 4 hinweg, gebogen.
Im Lieferzustand werden die beiden Wände 4 von den Stegen 10 in
einer gegenseitigen Lage gehalten, in der ihre Zungen 12 zumindest annähern aneinanderliegen. Durch ein zwischen den Stegen 10
-4-
-A-
dazwischen einführbares Verbindungsstück 14 sind die Wände 4 indessen auseinanderspreizbar, so daß sie eine etwa parallele Lage
einnehmen, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Bei dieser Spreizung werden die Zähne 8 der beiden gegenüberliegenden Wände
4 auseinander und in das angrenzende Material der betreffenden Bauteile eingetrieben, die mittels des gezeigten Verbinders zu
verbinden sind, ohne daß es dazu eines zusätzlichen Arbeitsvorganges bedarf.
Das Verbindungsstück 14, das einen den beiden damit zum Einsatz
kommenden Verbinderteilen 2 angepaßten, im wesentlichen doppeltkreissegmentförmigen Umriß besitzt, ist aus dickerem Blech gestanzt. Es hat eine die Zungen 12 der beiden Verbinderteile 2
übergreifende zentrale, rechteckige Aussparung 16, Die gekrümmten Ränder 18 wie auch die ihnen benachbarten kurzen Ränder 20
der Aussparung 16 sind durch einen gleichzeitig mit dem Stanzvorgang vorzunehmenden Prägevorgang angefast, wodurch zum einen
die Einführung des Verbindungsstücks 14 zwischen die Wände 4 der beiden Verbinderteile 2 erleichtert und zum anderen sichergestellt wird, daß die beiden Verbinderteile 2 des zusammengefügten Verbinders über die Zungen 12 und das Verbindungsstück 14 im
wesentlichen spielfrei zusammengehalten werden. Genauer gesagt kommen die Zungen 12 infolge ihrer Elastizität auf jeden Fall
auf den Anfasungen der Ränder 20 zum Aufsitzen, selbst wenn die Verbinderteile 2 und/oder die Aussparung 16 nicht sehr genau gefertigt sind. Dabei wird der Winkel der Anfasung der Ränder 20
zweckiaäßigerweise ein solcher sein, daß die Zungen 12 unter der Einwirkung einer Kraft, die die beiden Verbinderteile 2 voneinander zu trennen sucht, nicht von den Anfasungen abzugleiten
vermögen, d.h. daß zwischen Zungen und Anfasung der Winkel 90* - y (axt $ = Reibungswinkel) nicht unterschritten wird.
-5-
Der soweit beschriebene Verbinder ist bevorzugt für den Einsatz
in kreissegmentförmigen Schlitzen der zu verbindenden Bauteile bestimmt und geeignet, wie sie mit einem scheibenförmigen
Fräswerkzeug erhalten werden. Für den Einsatz in rechteckigen Schlitzen können die Wände 4 und das Verbindungsstück 14 auch
einen entsprechenden rechteckigen Umriß erhalten, wobei die Zähne 8 vorwiegend oder ausschließlich an der den Stegen 10
gegenüberliegenden Seite angeordnet sind. Im übrigen kann jede Wand 4 auch mehr als eine Zunge 12 und entsprechend das
Verbindungsstück 14 mehr als eine Aussparung 16 aufweisen. Auf diese Weise lassen sich im Bedarfsfall verhältnismäßig lange,
leistenförmige Verbinder herstellen.
Die Ausführungsform nach den Figuren 4 und 5 weist zwei einander
gleiche Verbinderteile 30 auf, von denen wiederum nur eines gezeigt ist. Die Verbinderteile 30 besitzen im wesentlichen die
Gestalt einer längegeschlitzten Hülse, die an einer Stirnseite nach außen abgebogene Zähne 32 aufweist. Diese Verbinderteile
sind durch ein darin einführbares, stiftförmiges Verbindungsstück 34 aufweitbar, das zu diesem Zweck angefaste Enden 36 aufweist. Durch die Aufweitung der Verbinderteile 30 werden die
Zähne 32 in das umgebende Material der zu verbindenden Bauteile getrieben. An mindestens einer Stelle seines Umfange weist ein
jedes Verbinderteil 30 eine freigestanzte Zunge 38 auf, die in einer dazu passenden, nutförmigen Aussparung 40 des Verbindungestücks zu liegen kommt. Dabei ist die betreffende Nutwand 42
entsprechend geneigt, um den gleichen Effekt hervorzurufen, wie er vorausgehend in Verbindung mit den Zungen 12 und den angefasten Rändern 20 beschrieben wurde.
Claims (9)
1. Mehrteiliger Verbinder für Bauteile, insbesondere Möbelbauteile,
aus Holz oder dergl., zum Einsetzen in entsprechende
Ausnehmungen der zu verbindenden Bauteile, wobei zunächst Teile des Verbinders in die Ausnehmungen eingesetzt und diese Verbinderteile
anschließend untereinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Einsetzen in die Ausnehmungen bestimjtien
Verbinderteile (2, 30) seitwärts gerichtete Zähne (8, 32) aufweisende Blechteile sind, die durch ein darin einführbares
gemeinsames Verbindungsstück (14, 34) auseinanderspreizbar sind derart, daß sich die Zähne (8, 32) verankernd in das Material
der Bauteile eingraben, und daß die zvo Einsetzen in die Ausnehmungen bestimmten Verbinderteile (2, 30) einerseits und
das Verbindungsstück (14, 34) andererseits beim Einführen des Verbindungsstücks miteinander in Eingriff tretende Rastmittel
aufweisen, die sich gegen ein Wiederherausziehen des Verbindungsstücks sperren.
2. Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zum Einsetzen in die Ausnehmungen bestimmten Verbinderteile (2) im wesentlichen doppelwandig sind und das Verbindungsstück (14)
zwischen die beiden Wände (4) eines jeden dieser Verbinderteile einführbar ist.
3. Verbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Wände (4) nach entgegengesetzten Seiten gerichtete Zähne (8) aufweisen.
4. Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
zum Einsetzen in die Ausnehmungen bestimmten Verbinderteile (30) im wesentlichen die Form einer längsgeschlitzten Hülse mit
-2-
nach außen weisenden Zähnen (32) und das Verbindungsstück (34) diejenige eines in diese Hülse einführbaren Stiftes besitzen.
5. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel aus an den zum Einsetzen in
die Ausnehmungen bestimmten Verbinderteilen (2, 30) innenseitig vorgesehenen Nasen und diejenigen des Verbindungsstücks (14,
34) aus mindestens einer dazu passenden Aussparung (16, 40) bestehen.
6. Verbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nasen aus aus dem Blech freigestanzten und nach innen gebogenen Zungen (12, 38) bestehen.
7. Verbinder nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlagefläche für die Nasen an der Aussparung (16, 40) des Verbindungsstücks (14, 34) geneigt verläuft.
8. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück (14, 34) an seinen
Außenrändern bzw. Enden (18, 36) angefast ist.
9. Verbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech der zum Einsetzen in die Ausnehmungen
bestimmten Verbinderteile (2, 30) elastisch ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8900038U DE8900038U1 (de) | 1989-01-03 | 1989-01-03 | Verbinder für Bauteile, insbes. Möbelbauteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8900038U DE8900038U1 (de) | 1989-01-03 | 1989-01-03 | Verbinder für Bauteile, insbes. Möbelbauteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8900038U1 true DE8900038U1 (de) | 1989-02-16 |
Family
ID=6834789
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8900038U Expired DE8900038U1 (de) | 1989-01-03 | 1989-01-03 | Verbinder für Bauteile, insbes. Möbelbauteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8900038U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2014015904A1 (de) | 2012-07-25 | 2014-01-30 | Confitt Gmbh | Vorrichtung zur anbringung eines elements an einem bauteil oder zur verbindung zweier bauteile |
-
1989
- 1989-01-03 DE DE8900038U patent/DE8900038U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2014015904A1 (de) | 2012-07-25 | 2014-01-30 | Confitt Gmbh | Vorrichtung zur anbringung eines elements an einem bauteil oder zur verbindung zweier bauteile |
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