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DE2650083A1 - Verfahren zum herstellen von werkstuecken aus siliziumnitrid - Google Patents

Verfahren zum herstellen von werkstuecken aus siliziumnitrid

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Publication number
DE2650083A1
DE2650083A1 DE19762650083 DE2650083A DE2650083A1 DE 2650083 A1 DE2650083 A1 DE 2650083A1 DE 19762650083 DE19762650083 DE 19762650083 DE 2650083 A DE2650083 A DE 2650083A DE 2650083 A1 DE2650083 A1 DE 2650083A1
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DE
Germany
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binder
nitriding
nitrided
silicone resin
moulding
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19762650083
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Ing Grad Gasthuber
Eggert Dipl Ing Tank
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
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Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DE19762650083 priority Critical patent/DE2650083A1/de
Publication of DE2650083A1 publication Critical patent/DE2650083A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/515Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics
    • C04B35/58Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on borides, nitrides, i.e. nitrides, oxynitrides, carbonitrides or oxycarbonitrides or silicides
    • C04B35/584Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on borides, nitrides, i.e. nitrides, oxynitrides, carbonitrides or oxycarbonitrides or silicides based on silicon nitride
    • C04B35/591Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on borides, nitrides, i.e. nitrides, oxynitrides, carbonitrides or oxycarbonitrides or silicides based on silicon nitride obtained by reaction sintering
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28DHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
    • F28D19/00Regenerative heat-exchange apparatus in which the intermediate heat-transfer medium or body is moved successively into contact with each heat-exchange medium
    • F28D19/04Regenerative heat-exchange apparatus in which the intermediate heat-transfer medium or body is moved successively into contact with each heat-exchange medium using rigid bodies, e.g. mounted on a movable carrier
    • F28D19/041Regenerative heat-exchange apparatus in which the intermediate heat-transfer medium or body is moved successively into contact with each heat-exchange medium using rigid bodies, e.g. mounted on a movable carrier with axial flow through the intermediate heat-transfer medium
    • F28D19/042Rotors; Assemblies of heat absorbing masses

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum herstellen von Werkstücken aus Siliziumnitrid
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum IIerstellen von Werksticken aus Siliziumnitrid nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach dem Oberbegriff von Anspruch 2.
  • Bei bisherigen Verfaliren dieser Art wurde eine bildsame Formmasse aus Siliziumpulver mit einer Körngröße bis zu 50 pm und aus einem organischen Bindemittel hergestellt. Eine solche Formmasse ist sehr gut formbar und sie kann mittels den aus der Kunststofftechnologie bekannten Formgebungsverfaliren in die gewünschte Werkstückform gebracht werden: Kaltpressen, vrarmpressen, isostatisches Pressen, Strangpressen, Fließpressen, Spritzgicßen, Walzen, Tiefziehen, Drücken.
  • Als Bindemittel für das Siliziumpulver wurden bisher ausnahmslos Kohlenwasserstoffverbindungen verwendet, die der Mischung die erforderliche Plastizität verliehen. Die Verwendung dieser Bindemittel hat jedoch einige schwerwiogende Nachteile. Das Bindemittel muß vor der Umwandlung des Werkstückes von Silizium in Siliziumnitrid weitgehend aus der Masse der Form vergast und entfernt werden. Wällrend des Entfernens und Vergasens des Bindemittels können, bedingt durch heftige ungleichmäßige oder aii falschen Stellen erfolgende Abgabe vou Dämpfen und Zersetzungsgasen leicht Veränderungen oder Schäden an der sich erhärtenden Form entstehen. Durch thermisch bedingte Erwel chung des Bindemittels bei der @ntfernung kaiin eine Werk stückform aufgrung ihrer eigenen Schwerkraft aus der Fasson geraten und ihre Maße verändern. Nach dem Entfernen des Bindemittels hinterbleibt immer ein nur noch sehr locker zusammenhängendes leicht zu beschädigendes Grünteil aus einem Siliziumpulver, bei welchem nur noch sehr geringe Bindekräfte zwischen den einzelnen Partikelchen vorhanden sind. Ein solches Grünteil ist im allgemeinen nur mit größter Vorsicht hantierbar bzw. transportierbar. Bei schwierigen Formen muß z. B. ein so hoher Anteil an Bindemittel verwendet werden, um die erforderliche Bildsamkeit der Masse zu erhalten, daß nach dem @ntfernen des Bindemittels aus der Formmasse die Purtikelchen in dem Grünteil in einem so lockeren und weit-@äufigen Verbund stehen, daß das entsprechende Grünteil überhaupt nicht mehr transportierbar ist. Bei derartigen Werkstückon muß das Bindemittel im seiben Ofen vergast werden, in welchem die Form später auch nitridiert wird. Die geringe Festigkeit des Grünteiles bringt hohe Verfahrens schwierigkeiten und viel Ausschuß mit sich.
  • Bei komplizierten Werkstückformen, bei denen ein hoher Bindemittelanteil zur Erzeugung der erforderlichen Bildsamkeit der Formmasse verwendet werden mußte, entsteht beim Nitridiereu poröses Material mit relativ geringer Festigkeit und relativ geringer Dichte. Der Volumenprozentsatz des Bindemittels in der Mischung ist in solchen Fällen so hoch, da@ die vorn Bindemittel hinterlassenen Poron bei weitem nicht durch den Volumenzuwachs der einzelnen Partikelchen der masse bei dcln Nitricliererl gefüllt werden. Derartige Eigenschaften des Materials sind für viele Anwendungszwecke, für die an sich ein Werkstück aus Siliziumnitrid sinnvoll wäre, ungeeignet Bei hohen Uinderanteilen in der Mischung der bildsamen Hasse ist das Werkstück aber auch während des Nitridiervorganges dadurch gefährdet, daß aufgrund von thermi -schen Spannungen, die ven dem sich verfestigenden Werkstück nicht mehr au@genommen werden können, dieses vor Erreichen seiner endgültigen Festigkeit zerstört oder beschädigt wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, das zugrunde liegende Verfahren in der Weise abzuändern, dar: die geschilderten Nachteilo vermiedon werdeii, daß also eine ausreichend hohe Festigkeit des Grünteile bzw. der sich vorfestigenden Form gewährleistet werden kann.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß in der im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 oder von Anspruch 9 genannten Weise verfahren.
  • Die vorgeschlagene Verwendung von Silikonharz als Bindemittel vermeidet die Porenbildung beim Aushärten der Form zu einem Grünling, weil das Bindemittel bei diesem Verfahrensgang in der Fermmasse verbleibt. Auch beim Nitridierungsvorgang wird das Bindemittel nicht aus dem Verbund entfernt, sondern es wird aufgrund der besonderen chemischen Zusammensetzung des Silikonharzes chemisch derart umgewandelt, daß es in den Verbund der Grundsubstanz der Masse eingebaut werden kann. Die Volumenabnahme des Bindemittels aufgrund voIi sich verflüchtigenden Bestandteilen ist dabei relativ gering. Bei der Verwendung von Silikonllarz als Bindemittel kann im übrigen u. U.
  • der Verfahrensgang der Aushärtung zu einem Grünling ganz übersprungen werden und nach dem Ausformen des noch weichpla stischen Werkstückes dieses unmittelbar nitridiert werden. Daneben hat aber die Verwendung von Silikonharz als Bindemittel noch folgende Vorteile. Silikonharz verleiht dem Siliziumpulver eine ausgezeichnete Plastizität, so daß eine gute Bildsamkeit der Formmasse für komplizierte Formen gewährleistet werden Icaml. Wegen des Verbleibs des Dindemittels in der Nasse und seines späteren Einbaues in den Werkstoffverbund ist das Verhältnis von Bindemittel Z11 Grundsubstanz innerhalb der Mischung der Formmasse in weiten Grenzen variierbar, so d!5 aufgrund eines frei wählbaren Anteiles an Bindemittel in der Mischung die Bildsamkeit der Formmasse der homplizierthoit des Werkstückes optimal angepaßt werden karni. Darüber hinaus karnl in einem tllermischen I>rozcß das Bindemittel vor dem Nitridieren in seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften verändert werden. Dic Veränderung kann in einer Luftatmosphäre bei Temperaturen zwischen 300 und höchstens etwa 1100 OC, vorzugsweise etwa um 500 oO herum erfolgen.
  • Bei Veränderung (Oxydation) unter Luftatmosphäre wird der für den Oxydationsvorgang benötigte Sauerstoff aus der Luft gen@mmen. Es bilden sich flüchtiger Kohlenwasserstoff, Kohlendioxid und Siliziumdioxid. Siliziumdioxid wird beim Nitridieren mit in die Grundmasse eingebaut durch Umwandlung in Siliziumnitrid. Statt in Luft kann auch unter einer Schutzgasatmosphäre mit einem sich bei den angegebenen Temperaturen inort verhaltenden Schutzgas z. B. unter einer Stickstoffatmosphäre verändert werden. hierbei wird das harz in Siliziumdioxid, Kohlenstoff und flüchtige Kohlenwasserstoffe zersetzt.
  • Siliziumdioxid wird beim Nitridieren in Siliziumnitrid, Kohlenwasserstoff in Siliziumkarbid umgewandelt. Das gleichmäßig verteilte Siliziumkarbid, welches nur in geringer Menge vorhanden ist, schadet dem Siliziumnitridteil nicht.
  • In ausgehärtetem Zustand hat das Bindemittel und mit ihm der entsprechende Werkstückgrünling eine sehr hohe Festigkeit.
  • In grünem Zustand lassen sich daher die Werkstücke sehr gut spanabllebend bearbeiten, so daß entsprechend gute Oberflächenbeschaffenheiten und genaue Abmessungen erzielbar sind. Das gleiche trifft weitgehend auch für einen Werkstückgrünling zu, in welchem das Bindemittel chemisch und physikalisch verändert ist.
  • lin spezielles Anwendungsgebiet des zugrunde liegenden und des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Herstellung von Matrixstrukturen für Regeneratoren und Rekuperatoren z. B. für die Abwärmerückgewinnung und die Frischluftanwärmung bei Gasturbinenanlagen. Derartige Pegeneratoren und Rekuperatoren sind monolithische oder bei ihrer Entstehung aus mehroren einzelnen Komponenten aufgebaute Wabenstrukturen aus Feinkeramik. Während des Entstehens solcher Werkstücke können die Einzelkomponenten in der gewünschten Relatiylage zusammengefügt und unter Verwendung einer Klebemasse zusammengeklebt werden. Als Klebemasse kann hierbei vorzugsweise ebenfalls eine Mischung aus Siliziumpulver und aus Silikonharz als Bindemittel oder ein Silikonhars alleine verwendet werden. Dank einer solchen Klebemasse kann dor Zustand der Einzelkomponenten beim Zusammenfügen und Zusammenkleben weichplastisch, grün, chemisch/physikalisch verändert oder nitridiert sein; zweckmäßigerweise wird man einen noch nicht nitridierten Zustand wählen. Die Klebemasse kann zunäcllst, wie die Formmasse selber auch, bei etwa 250 °C ausgehärtet werden und dann nitridiert werden, sie kann aber auch sofort nach dem Zusammenfügen nitridiert werden.
  • Die einzelnen Behandlungsvorgänge für die Klebeverbindung können zugleich mit den entsprechenden Behandlungsvorgängen für die Formmasse oder auch in gesonderten Arbeitsvorgängen vorgenommen werden.
  • Aufgrung der erfindungsgemäßen Verwendung von Silikonharz als Bindemittel für die welchplastische Formmasse können die Einzelkomponenten von kompliziert aufgebauten Formen auch in weichplastischem Zustand zusammengefügt und an den Kontaktstellen zusammengedrückt worden, so daß an den Kontaktstellen ein inniger Verbund der Formmassen entsteht. Das Zusammenkle ben der Dinzelkomponenten geschieht also ohne Verwendung einer gesonderten Klebemasse einfach aufgrung der Adhäsions kräfto der noch weichplastischen Formmasse. Dei der späteren Weiterbehandlung dieser Teile sintern die Einzelkomponenten im Kontaktbereich ebenfalls zu einem monolithischen Verbund zusammon.
  • @s sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber noch erwähnt, daß die Einzelkomponenten nicht in jedem Falle vor ihrem Zusammenfügen lose Teile sein müssen, sondern daß es sich dabei auch um quasiendlose Bänder unterschiedlicher Querschnittsform handein kann, die in einem ein- oder mehriag@gen @ickel lagenweise übereinandergewickelt werden.
  • @owohl in die Crundsubstanz für die blldsame l'ormmasse als auch in die Klebemasse kann Siliziumnitridpulvor zugemischt werden. @iliziumpulver fällt bei dei Vermahlung von Ausschu@-werkstüc@en an@ Aufgrung @iner solchen Verfahrensweise kann das @aterial von Ausschu@werkstücken in kostengünstiger Weise wioderverwendet werden.
  • Die @rfindung ist anhang von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen nachfolgend noch kurz erläutert; dabei zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch einen für Gasturbinenaulagen üblichen Regenerator, Fig. 2 eine axiale Ansicht der Regeneratorscheibe alleine, Fig. @ eine mit einem strichpunktierten Kreis III hervorgehebene Einzelheit der Regeneratorscheibe nach Fig. 2 in vergrößerter Darstellung, Fig. 4 das Aufbauschema für eine Kreuzs trom Matrix struktur eines Rekuperators aus ebenen uiid ge wellten Folien, Fig. 5 das Aufbauschema für eiiie Matrixstruktur mit ausschließlich parallelaufenden Kanälen u n d Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Matrixstruktur mit parallellaufenden Kanälen.
  • Bei dem in rig. 1 dargestellten Regenerator ist eine Regeneratorscheibe 1 in einem Gehäuse 3 mittels einer Welle 2 drehbar gelagert. Am Außenumfang der Scheibe ist über eine elastische Zahnkranzhalterung 5 ein Zahnkranz 4 angeordnet, so daß die Scheibe 1 über ein Antriebsritzel 6 und eine Antriebswelle 7 in langsame Drehung versetzt werden kann. Das Gehäu se 3 weist vier Anschlüsse für die in Wärmeaustausch stchenden Modien auf: und zwar die Abgaszufuhr 8 zur Zuleitung von wärmeab@ebendem Abgas einer Gasturbinenanlage, die Abgasabfuhr 9 zur Ableitung von abgekühltom Abgas, die Frischluftzufuhr 10 ziir Zuloltung von vorver(lichteter Frischluft fiir die Gasturbinenanlage und die Frischluftabfuhr 11 zur Abfuhr der aufgewärm ten Prisch@uft. Die Übergangsstellen von den Anschlüssen bis 11 in die Scheibe sind über entsprechende Dichtungen 12 bis 14 abgedichtet.
  • Die Regeneratorscheibe weist eine von der Welle 2 gehaltene Nabe 16 auf, um die eine spiralig aufgebaute Natrixstruktur 17 herumgewickelt ist. Wie die vergrößerte Einzeldarstellung der Fig. 3 zeigt, ist in dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 die Natrixstruktur 17 der Regeneratorscheibe 1 durch Wickeln eines quasiendlosen Folienbandes 1;S aus zunächst noch weichplastischer Formmasse entstanden. Auf einer der Folienseiten - im Beispiel auf der radial inneren Folienseite - sind in regelmäßigen Abständen Distanzrippen 19 angeformt, die mit ihrer gröfJten Erh@bung auf der Außenseite dos Wickelns anliegen und an den Kontaktstellen 19a einen Verbund mit der darunterliegenden Folie eingehen. Ilierbei kann unter Verwendung einer besonderen Klebemasse aus Siliziumpulver und Silikonharz oder aus Silikonharz alleine oder auch online Verwendung einer gesonderten Klebeniasse allein aufgrund der restlichen Adhäsionskraft der noch bildsamen Formmasse ein Vorbund der zunächst noch weichplastischen Folie 18 an den Kontakts teilen 19a mit den Stützrippen 19 herbeigeführt werden. Bei Verwendung von Klebemasse kann diese auf dio Spitzen der Stützrippen kurz vor dem Auflaufen der Folie auf den Wickel aufgetragen werden.
  • Zur Herstellung der Mischung der bildsamen Formmasse für die Bandfolie 18 Kann beispielsweise ein Siliziumpulver mit der Korngröße bis zu 50 >im und ein Silikonliarz verwendet werden.
  • Lin geeignetes Silikonharz ist z. B. das harz Nr. @o4 der Firma Dow Corning GmbH, 6000 Frankfurt/Main, oder ein ähnliches Harz der Firma Wacker-Chemie, 8000 München. Das Mischungsverhältnis von Pulver zu Harz muß erprobt werden und im hinblick auf die jeweilige angestrebte Form optimiert werden. Der Formmasso kann Siliziumnitridpulver im angegebenen Korngrößenbereich zugegeben werden. Die dargestellte Bandfolie 18 mit den Querrippen 19 Icann durch Extrudieren einer zunächst glatte Folie von etwas größerer Wandstärlce und anschließendem Walzen erfolgen. Durch das Walzen wird die Wandstärke der Folie noch otwas reduziert und es werden gleichzeitig dabei die Querrippen angeformt.
  • Nach Fertigstellung der Form in diesem zunächst noch weichplastischen Zustand wird die Regeneratorscheibe bei etwa 250 °C in Luftatmosphäre gehärtet und ein sogenannter Grünling erzeugt. hierbei verbleibt das Bindemittel in der Formmasse und auch das Bindemittel einer etwa verwendeten Klebemasse bleibt iiuierhalb der Klebemasse an den Klebestellen zurück. Das Biiidemittel wird vielmehr durch den llärtvorgang selber hart und bildet zusammen mit dem Siliziumpulver eine harten Werkstoff.
  • In diesem grünen Zustand des Werkstückes kann der Grünling spanabhebend bearbeitet werden, weil die Festigkeit des Werkstückes iii diesem Zustand entsprechend hoch ist. Die Regeneratorscheibe kann ze B. an den beiden axialen Stirnsoiten plangodreht oder plangeschliffen worden, so daß die erforderliche Planparallelität der gegenüberliegenden Seiten und die erforderliche Oberflächengüte entsteht.
  • Nach der spanabhebenden Fertigbearbeitung des Grünlings kann dieser nun in einem anschließenden Behandlungsvorgang nitridiert werden. hierzu wird das Werkstück in einer Stickstoffatmosphäre bei etwa 1400 OC gebrannt. Durch dieses Brennen bzw. Nitridieren findet eine chemische Umwandlung sowohl des Siliziumpulvcrs als auch des Dindemittels statt, ohne daß das Werkstück während des Brennvorganges vorübergehend etwa seine Festigkeit und Formbeständigkeit verlieren würde. Aus den Siliziumkörnern entsteht Siliziumnitrid und aus den feston Zersetzungsprodukten des Bindemittels entsteht ebenfall Siliziumnitrid und gegebenenfalls etwas Siliziumkarbid. Das Siliziumnitrid entsteht dabei überwiegend in Form von sogenannten Whiskern - in fasrigen Siliziumnitridkristallen, dio die einzelnen Partikel des Werkstückverbundes fest verbinden. Durch die Besonderheit der Bildung von Siliziumnitrid auch aus dem Bindemittel geschieht dies fester als üblich.
  • In Fällen, in denen zur Erzeugung einer besondors guten Dildsanikeit der weichplastischen Formmasse ein besonders hoher Anteil an Silikonliarz als Bindemittel in die Formmasse eingegeben wurde, kann ein Teil dieses Bindemittels vor dem Nitridieron des Grünlings in soinen chemischen und physikalischen Eigenschaften verändert werden, was bei Temperaturen unterhalb von etwa 1100 OC in einer Luft- odor auch in einer Stickstoffatmosphäre geschehen kann.
  • Bei Werkstücken, die in grünem Zustand nicht spanabhebend bearbeitet zu werden brauchen, kann das Nitridieren auch unmittelbar im Anschluß an die Fertigstellung der noch weichplastischon Form erfolgen.
  • Bei der in Fig. 4 dargostellten Matrixstruktur 20 ist abwechselnd eilie obeno Folie 24 und eine gewollte Folie 25 bzw. 26 übereinandergestapelt und an den Kontaktstellen 23 verklobt.
  • Durch die kreuzweise Anordnung der längsgewellten Folie 25 und der quergewellten Folie 2G entstehen innerhalb der Matrixstruktur aufgrund der jeweils zwischengelegten ebenen Folien 24 Längskanäle 21 und Querkanäle 22. Eine solche Matrixstruktur ist vor allem für Kreuzstromwärmetauscher geeignet, bei dem gloichzeitig ein wärmeaufnehmendes und ein wärmeabgebendes Medium in wärmeaustauschendem Kontakt miteinander stehen.
  • Bei dor ähnlich aufgebauten Matrixstruktur 3o nach Fig. 5 sind zwischen ebenen Folien 24 gewellte Folien 31 mit einheitlicher Erstreckung der Wellen angeordnet, so daß sich zwischen den entlang der linienförmigen Kontaktstellen 32 verbundenen Folien 24 und 31 nur einheitlich parallelverlaufende Kanäle 33 ergeben. Diese Art der Matrixstruktur ist für Rekuperatoren geeignet, bei denen das wärmeaufnehmende und das wärmeabgebende Medium im Gegenstrom durch die Matrixstruktur hindurchströmon, und zwar abwechselnd in je aufeinanderfolgenden Ebenen.
  • Die in Fig. 6 gezeigte Matrixstruktur 35 ist aus oinzeln extrudierten Röhrchen 36 aufgebaut, die im Extrusionsverfahren mit einer senkrecht zur Zeichenebene liegenden Extrusionsrichtung hergestollt werden, wobei in die Röhrchen die runden Kanäle 37 beim Extrudioren eingeformt werden. Die zunächst in quasiendlosor Form extrudierten Röhrchen werden in Einzelabschnitte von gewünschter Lange quergeschnitten und an den Kontaktstellen 3;, zu der gewünschten Matrixhöhe aufeinandergeklebt. Hierbei kann eine relativ dünnflüssige Klebemasse mit einem hohen«Silikonharzanteil verwendet werden, damit sich durch leichten Andruck der Röhrchen 36 die Klebemasse an den Kontaktstellen 3:J und in den Zwickeln 39, die zweckmäßigerweise vollständig auszufüllen sind, leicht verteilt. Es kann bei dieser Art von Matrixstruktur zweckmäßig sein, die Röhrchen 36 in zunächst noch sehr langen Stücken grünzubrennen und erst in grünem Zustand auf die gewünschte Abschnittslänge zu zersägen und orst diese in grünem Zustand anfallenden Abschnitte der Röhrchen zu der gewünschten Matrixstruktur in der erforderlichen Höhe zusammenzusetzen. Hierbei kann dann die beim Zusammensetzen verwendete Klebemasse in einem weiteren Aushärtevorgang bei 25o OC ebenfalls zu einem griilion Zustand ausgehärtet werden, so daß die gesamte Matrixstruktur unverrückbar festliegt und spanabhebend bearbeitet werden kann, bevor das Teil endgültig nitridiert wird. Es ist auch dexflcbar, eine Matrixstruktur mit der erforderlichen Röhrchenanzahl zusammenzusetzen, diese Matrixstruktur aber in Richtung dor Röhrchen sehr lang zu gestalten, beispiolsweise so lang wie der Härteofen selbor, in diesem überlangen Zustand die zunächst noch weichplastische Matrixstruktur auszuhärten zu einem Grünling und von diesem quasiendlosen Grünling dann Matrixstrukturen von der gewünschten Abmessung in Kanalrichtung abzulängen.

Claims (9)

  1. Ansprüche # Verfahren zum Herstellen von Werkstücken aus Siliziumnitrid, bei dem eine bildsame Masse aus Silliziumpulver und organischem Bindemittel plastisch in die gewünschte Form gebracht wird, bei dem die Form anschließend in Luft oder in einer sich inert verhaltenden Schutzgasatmosphäre bei Temperaturen im Bereich um 250 OC zu einem sogenannten Grünling ausgehärtot wird und bei dein danach der Grünling iii einer Stickstoffatmosphäre bei Temperaturen bis l4oo OC nitridiert wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß als Bindemittel ein Silikonharz verwendet wird und daß das Bindemittel beim Aushärten zu dem Grünling in der Formmasse verbleibt und beim Nitridieren ebenfalls mitnitridiert wird.
  2. 2. Vorfahren zum Herstellen von Werkstücken aus Siliziumnitrid, bei dem eine bildsame Masse aus Siliziumpulver und organischem Bindemittel plastisch in die gewünschte Form gebracht wird, innerhalb welches Verfahrens als letzter Verfahrensschritt die Form in einer Stickstoffatmosphäre bei Temperaturen bis 1400 OC nitridiert wird, d a d u r c h g o -K e n n z e i c h n e t , daß als Bindemittel ein Silikonharz verwendet wird, daß das Nitridieren unmittelbar im Anschluß an das Formen der Masse erfolgt und daß das Bindemittel beim Nitridieren ebenfalls mitnitridiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g o k o n n -z e i c h ii e t , daß der Grünling vor Beginn des Nitridierens spanabhebend bearbeitet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, d a d u r c h g c -k e n n z e i c h n e t , daß das Bindemittel vor dem Nitridioren bei Temperaturen zwischen 300 bis 1100 °C in seinen chemischen und physikalischen @igenschaften verändert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Atmosphäre beim Verändern Luft ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4, d a d u r c t1 g c k e n n -z e i c h n e t , daß die Atmosphäre beim Verändern ein sich inert verhaltendes Schutzgas, insbesondere Stickstoff ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis (;, d a d LL r c h g e k e n n z e i c ii 11 e t , daß zum Herstellen voll schließlich einteiligen Workstücken, die aus einer Mehrzahl von einzeln geformten, in der gewünschten Relativlage zusammengesetzten und zusammengesinterten Einzelkomponenten aufgebaut siud, die Einzelkompononten in werichplastischem Zustand unmittelbar zusammengesetzt und an den gegenseitigen Kontaktstellen zu einem innigen Verbund der Formmasse zusammengedrückt werden.
  8. @. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis @, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n c t , daß zum Herstellen vou schließlich einteiligen Werkstücken, die aus einer Mehrzahl von einzeln geformten, in dor gewünschten Relativlage zusammengesetzten und zusammengesinterten @inzelkomponenton aufgebaut sind, die Einzolkomponenten vorzugsweise in einem noch nicht nitridierten Zustand mit aus Siliziumpulver und Silikonharz als Bindemittel bestehenden klebemasse zusamgeklebt werden und daß die Klebemasse in einer Stickstoffatmosphäre bei Temperaturen bis 1400 OC nitridiert wird, wobei Bestandteile der Klebemasse und der Formmasse im Kontaktbereich zusammengesintert werden.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c h g e k e n-n z e i c h n e t , daß die bildsame Masse und/ oder die Klebemasse Siliziumnitridpulver enthält.
    lo. Verfahren nach einem dor Ansprüche 1 bis 9, insbesondere nach Anspruch 7 oder , d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Vorfahren auf dio Herstellung von Matrixstrukturen von Keramik-Rekuperatoren angewandt wird.
DE19762650083 1976-10-30 1976-10-30 Verfahren zum herstellen von werkstuecken aus siliziumnitrid Withdrawn DE2650083A1 (de)

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