DE2648851A1 - Fahrzeug zum kanalreinigen und zum schlammtransport - Google Patents
Fahrzeug zum kanalreinigen und zum schlammtransportInfo
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Description
- Fahrzeug zum Kanaireinigen und zum Schlammtransport
- Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug zum Kanalreinigen und zum Schlammtransport, das mit einem Behälter, einer Hochdruck-und/oder Niederdruck-Wasseranlage, einer Spüleinrichtung und einer Schlammpumpe ausgestattet ist und zur Reinigung von Kanälen, Rohren, Straßen und sonstigen Flächen und Wänden und zur Aufnahme und zum Transport des gelösten Schmutzes oder sonstiger Schlämme verwendet wird.
- Mit der Druckwasseranlage wird Wasser durch einen Zuleitungsschlauch zu einer Düse gefördert, aus der das Wasser mit hoher Geschwindigkeit austritt. Mit Hilfe dieser Wasserstrahlen werden die verschmutzten Flächen von den Verunreinigungen befreit. Der gelöste Schmutz wird zusammen mit dem Wasser als Schlamm aufgesaugt und abtransportiert.
- Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind Fahrzeuge bekannt, auf denen neben der Hochdruckwasseranlage ein Behälter, der durch eine ortsfeste oder verstellbare Trennwand quer zur Behälterachse in ein Frischwasserabteil und in ein Schlammabteil unterteilt ist, und eine Einrichtung zur Evakuierung des Schlammabteils aufgebaut sind. Bei Beginn der Reinigungsarbeit wird das Frischwasserabteil des Behälters aus dem Hydranten des Trinkwassernetzes gefüllt. Mit diesem Wasservorrat wird der Kanal gespült. Wenn der Wasservorrat zu Ende ist, wird die Spülarbeit unterbrochen und mit dem Fahrzeug zum Hydranten gefahren, um das Spülwasser zu ergänzen. Der anfallende Schlamm wird mit Hilfe der- Evakuiereinrichtung in das Schlammabteil des Behälters eingesaugt. Wenn dieses Schlammabteil voll ist, wird mit dem Fahrzeug zur Deponie gefahren und dort der Schlamm entleert.
- Diese Fahrzeuge haben einige Nachteile. Durch die ortsfeste oder auch verstellbare Trennwand im Behälter ist es nicht möglich, die Tragfähigkeit des Fahrgestells voll auszunutzen, da die Schwerpunkte beider Behälterabteile ganz zwangsläufig nicht im optimalen Punkt bezüglich der Zulademöglichkeit von Vorder- und Hinterachse sein können. Das bedeutet, daß beim Befüllen des Behälters mit Frischwasser lediglich die Vorderachse ausgeladen ist und die Hinterachse nur zum Teil. Bei gefülltem Schlammbehälter, dessen Schwerpunkt meist hinter der Hinterachse liegt, ist wohl die Hinterachse ausgeladen, aber die Vorderachse wird sogar entladen, was zu schlechten Fahreigenschaften führt. Die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs wird dadurch beeinträchtigt. Die gesamte Nutzung des Behälters für nur einen Arbeitsvorgang wie Reinigen oder Schlammtransport ist in den meisten Fällen nur nach erheblichen Umbauarbeiten bedingt möglich. Die aufwendige Behälterbauart, die durch die Vakuumfestigkeit und die Trennwand gegeben ist, bringt ein hohes kufbaugewicht- mit sich, das direkt die Nutzlast vermin--dert.
- Ferner muß durch das immer wieder notwendige Nachfüllen des Frischwasserbehlters jedesmal die Reinigungsarbeit unterbrochen werden, was einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand ftr beide Arbeiten darstellt, da der Wasserverbrauch wegen des hohen Druckes und der hohen Strahlgeschwindigkeit erheblich ist. Zudem steht an den Hydranten nur kostbares Trinkwasser zur Verfügung.
- Ein weiterer Nachteil ergibt sich durch die Evakuierung des Jchlammabteils. Es muß mindestens das Schlammabteil, in den meisten Fällen aber der ganze Behälter sowie die Anbauteile wie Deckel, Dome, Durchführungen und Schaugläser vakuumfest ausgeführt werden. Diese Forderung bringt bei den großen Behälterquerschnitten einen großen Fertigungsaufwand und Materialeinsatz mit sich. Weiter ist es bei dieser Art der Schlammaufnahme erforderlich, daß eine der Schlammbehältergröße entsprechende Vakuumpumpenånlage installiert wird, die in der Lage ist, den gesamten Schlammbehälter in der gewünschten Zeit auf ein entsprechend hohes Vakuum zu bringen, damit gesaugt werden kann. Es kommt dabei fast immer vor, daß bei jeder Evakuierung der Schlammbehälter nur eine Teilmenge des faßbaren Volumens erhält, das bedeutet, der Behälter muß zur einmaligen Füllung oft evakuiert werden.
- Ferner bringt diese Bauart den Nachteil mit sich, daß für die verschiedenen Fahrgestelle und Anforderungen der Praxis eine Vielzahl von Behältern mit unterschiedlicher Größe und Einteilung gemacht wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug zu schaffen, das in jedem Betriebszustand, ob ganz mit Frischwasser, teilweise mit Frischwasser und teilweise mit Schlamm oder nur mit Schlamm gefüllt, voll ausgeladen werden kann, das Spülwasser aus dem aufgesaugten Schlamm, der aus dem Spülwasser und den Verunreinigungen besteht, wieder zurückgewinnt, bei sonstigen Schlämmen die Trennung von Schlammwasser ermöglicht, bei dem für Spülzwecke aueh verunreinigtes Wasser getankt werden kann und bei dem der Behälter nicht vakuumfest sein muß.
- Die Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Behälter in der Nähe des vorderen Deckels eine Trennwand aus Filtermaterial eingesetzt wird. Um den Behälter drucklos halten zu können, wird in Verbindung mit der Filtertrennwand eine Strahlpumpe zum Aufsaugen des Schlammes in den Behälter vorgesehen.
- Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, daß der Wasserspiegel im ganzen Behälter durch die Filtertrennwand hindurch gleich hoch ist, das bedeutet, daß der Behälter optimal mit seinem Schwerpunkt so auf das Fahrgestell aufgebaut werden kann, daß die mögliche Zuladung auf Vorder- und Hinterachse voll ausgenutzt werden kann. Weiter ist es möglich, das Spülwasser aus dem Schlamm durch die Filtertrennwand hindurch zurückzugewinnen und überschüssiges Spülwasser vor dem Abtransport des Schlammes abzupumpen. Durch die Filtertrennwand ist es möglich, für Spülzwecke auch verschmutztes Wasser in den Behälter zu füllen und zum Schlammsaugen eine Strahlpumpe wirtschaftlich einzusetzen, da das Treibmittel nach der Filtertrennwand immer wieder zur Verfügung steht.
- Dadurch kann der Behälter druckfrei gehalten werden. Die Herstellung des Behälters vereinfacht sich wesentlich. Als Material kann auch Kunststoff oder ähnliches verwendet werden.
- Bei durchsichtigem Material ist keine Füllstandsanzeige erforderlich.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen: Figur 1 ein Fahrzeug in Seitenansicht, Figur 2 ein Fahrzeug in Hinteransicht und Figur 3 schematisch den Funktionsablauf.
- Auf dem Fahrgestell 1 sind der Behälter 2 kippbar, die Hochdruck- und die Niederdruckpumpe 3,4, die Kippvorrichtung 5 und die Waschdüsen 6 montiert. Im Kanalschacht 7 sind der ochdruckwasserschlauch 8 mit der Düse 9 und der Saugschlauch 10 zu sehen. Am Behälterdeckel 11 sind die Haspel 12 für den iochdruckwasserschlauch 8 und die Haspel 13 für den Saugschlauch 10 befestigt. Im Behälter 2 sind die Filtertrennwand 14, Schwallwände 15 und eine weitere Trennwand 16 zur Bildung einer kleinen Vorratskammer 17 für Frischwasser eingebaut. Dieses Frischwasser steht besonders nach dem Entleeren des Behälters vom Schlamm für Reinigungsarbeiten am Fahrzeug zur Verfügung.
- Bei Beginn der Arbeiten wird der Behälter 2 über die Einfüllvorrichtung 18 gefüllt. Die Vorratskammer 17 wird ebenfalls über seine Einfüllvorrichtung 28 gefüllt oder durch die Verbindungsleitung 19 aus dem Behälter 2. Die Hochdruckpumpe 3 saugt aus dem Behälter 2 das Spülwasser, das vorher die Filtertrennwand 14 passieren muß, an und fördert es über den Hochdruckschlauch 8 zur Reinigungsdüse 9. Dort tritt das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus. Diese Wasserstrahlen lösen den Schmutz von den Wänden. Bei den Kanalreinigungsdüsen sind auch Bohrungen nach hinten angebracht zur Erzeugung eines Vorschubs. Die Düse 9 zieht den Hochdruckschlauch 8 in den Kanal. Durch die angetriebene Haspel 12 wird der Hochdruckschlauch 8 mit der Düse 9 wieder zurückgeholt und dabei der gelöste Schmutz 20 mitgeschwemmt. Durch den gleichzeitigen Betrieb der Saugeeinrichtung wird dieser Schlamm (gelöster Schmutz mit Spülwasser) in den Behälter 2 eingesaugt. Dort lagern sich die festen Bestandteile 21 am Boden ab und das Spülwasser 22 steht wieder zum Spülen zur Verfügung. Durch dieses Prinzip wird es je nach dem Wasserlauf im Kanal nicht mehr oder nur mehr selten notwendig sein, den Spülwasservorrat am Hydranten zu ergänzen. ueber einen weiteren Hochdruckschlauch 23 wird zum Beispiel noch eine Spritzpistole 24 mit Hochdruckwasser zur Reinigung von Flächen oder Wänden versorgt.
- Für das gleichzeitige Saugen ist die Niederdruckpumpe 4 vorgesehen, die das Treibmittel für die Strahlpumpe 25 liefert.
- Das Treibmittel, ebenfalls Spülwasser, wird auch aus dem Behälter 2 oder der Vorratskammer 17 angesaugt. An der Strahlpumpe 25 ist der Saugschlauch 10 angeschlossen, der über die Haspel 13 gelagert und bewegt wird. Durch die Niederdruckpumpe 4 können für Reinigungsarbeiten auch noch andere Strahler wie zum Beispiel eine Straßenwaschdüse 6 oder ein Strahlrohr 26 versorgt werden. Wenn es erforderlich ist, kann das Sauggut über ein Düsensystem 27 aufgelockert werden. Für dieses Düsensystem 27 wird vom Treibmittelstrom für die Strahlpumpe 25 ein Teil abgezweigt. Die Verbraucher der Niederdruckpumpe 4 können auch durch die Hochdruckpumpe 3 versorgt werden.
- L e e r s e i t e
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Farhzeug zum Kanalreinigen und zum Schlammtransport, das mit einem Behälter, einer Hochdruck- und/oder Niederdruck-Wasseranlage, einer Spüleinrichtung und einer Schlammpumpe ausgestattet ist und zur Reinigung von Kanälen, lzLotiren, Straßen und sonstigen Flächen und Wänden und zur Aufnahme und zum Transport des gelösten Schmutzes oder sonstiger chlämme verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Behälter 2 eine Filtertrennwand 14 eingebaut ist.
- 2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufsaugen des Schmutzes oder Schlammes eine Strahlpumpe 25 verwendet wird.
- Eahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, datt als Behältermaterial durchsichtiger Kunststoff zur Füllstandsanzeige verwendet wird.
- l-. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter 2 zum Entleeren es Schlammes gekippt wird, um durch das zurückfließende Spülwasser 22 aus dem vorderen Behälterteil die Filtertrennwand 14, die nun in umgekehrter Richtung durchströmt wird, wieder zu säubern und den Zugang zu den darunterliegenden Aggregaten zu erleichtern.
- 5. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Haspeln 12 und 13 £ür den Hochdruckschlauch 8 und den Saugschlauch 10 so angeordnet sind, daß beide Schläuche zusammen in einen Kanalachacht eingeführt werden können.z. Fahrzeug nach Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Treibmittels vor der Strahlpumpe 25 in ein Düsensystem 27 zur Auflockerung des Schlammes abgezweigt wird.
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| EP0075603A1 (de) * | 1981-09-21 | 1983-04-06 | GABLER GmbH & Co., KG. | Vorrichtung zum Kanalreinigen und zum Schlammabsaugen |
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