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Backofen
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen mit an der Deckenud
an der Bodenseite der Muffel angeordneten, in unterschiedlichen Leistungsstufen
betreibbaren elektrischen Heizelementen für die Ober- und Unterhitze, deren Betriebsart
und Betriebstemperatur durch an der Ofenfrontseite angebrachte Bedienungsorgane
einstellbar ist sowie mit einem in die Muffel einschiebbaren wannenartigen Gargutträger.
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Bei derartigen Backöfen werden als Gargutträger Backbleche mit schwarzer,
Wärme gut absorbierender Oberfläche oder aber Backbleche mit weißer, Wärmestrahlen
gut reilektiewnder Oberfläche, sogenannte Weißbleche verwendet, welche in die mit
entsprechen(lon Führungen ausgerüstete Muffe einschiebbar sind. Bei Verwendun<r
eines leißbleches kann die von der Oberhitze ausgehende Strahlung wärme unmittelbar
auf das auf dem Weißblech liegende Gargut einwirken. Demgegenüber werden die von
den die Unterhitze darstellenden elektrischen Heizelementen ausgehenden Wärmestrahlen
zum Teil an der weißen Unterseite des Weißbleches reflektiert.
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Die Folge ist, daß bei Verwendung von Weißblech die Leistungsverhältnisse
von Ober- und Unterhitze gegenüber der Verwendung von Schwarzblech verzerrt werden.
In der Praxis bedeutet dies, daß bei für Schwarzblech angelegten Leistungsverhältnissen
des Backofens auch bei korrekter Einstellung der Bedienungsorgane an der Ofenfrontseite
die der Oberhitze abgewandte, auf dem Weißblech aufliegende Unterseite des Gargutes
weniger durchgegart oder gebräunt wird als die der Ob erhitze zugewandte Gargutoberfläche.
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Bei bekannten Backöfen sind keine speziellen Mittel für eine derartige
Leistungsanpassung vorgesehen, mit welchen den geschilderten Schwierigkeiten Rechnung
getragen werden könnte. Diese Backöfen besitzen lediglich ein z. B. drehbares Bedienungsorgan,
durch
welches unterschiedliche Betriebsarten z. B. volle Ober-und Unterhitze, volle Unterhitze
und halbe Oberhitze, volle Unterhitze ohne Oberhitze, volle Oberhitze und halbe
Unterhitze und dergleichen eingestellt werden kann. Die unterschiedlichen Leistungsverhältnisse
in den genannten Betriebsarten sind lediglich zugeschnitten auf die unterschiedlichen
Garverhältnisse bei unterschiedlichem Gargut bzw. auf die unterschiedlichen Wünsche
bezüglieh des Garergebnisses. Eine optimale Anpassung des Leistungsverhältnisses
an den unterschiedlichen Absorptionsgrad von Schwarz-- und Weißblech ist damit nicht
möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Backofen der eingangs
genannten Art so auszugestalten, daß eine Anpassung seines Leistungsverhältnisses
von Ober- und Unterhitze an das unterschiedliche Wärmeabsorptionsverhalten von Weißblech
bzw.
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Schwarzblech in einfachster Weise möglich ist.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zusätzlich
zu dem Wählorgan für die Betriebsarten von Ober- und Unterhitze ein gesondertes
Schaltorgan vorgesehen ist, durch dessen Betätigung bei Verwendung eines eine Wärmestrahlen
gut reflektierende Oberfläche aufweisenden Gargutträgers das Leistungsverhältnis
von Oberhitze zur Unterhitze veränderbar, vorzugsweise reduzierbar ist. Durch dieses
besondere Schaltorgan, welches vorzugsweise als Taste tWeißblechtaste) ausgebildet
ist, können die Leistungsverhältnisse der Heizelemente des Backofens durch einen
einzigen Schaltvorgang zur exakten Anpassung an die Absorptions grade von Schwarzblech
bzw. Weißblech verändert werden. Es besteht insbesondere auch die Möglichkeit, daß
eine solche Anpassung bzw. Veränderung des Leistungsverhältnisses in sämtlichen
vorerwähnten Betriebsarten durchgeführt werden können, also auch in der Betriebsart,
bei welcher die volle Unterhitze uiid die halbe Oberhitze vorgewählt ist. Durch
das Vorhandensein dieses besonderen Schaltorganes ist der Backofen universell für
Weißblech oder Schwarzblech verwendbar, je nach dem was die Hausfrau bevorzugt.
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Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
nachstehend erläutert.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Schaltungsanordnung für die Steuerung der Oberhitze
eines erfindungsgemäßen Backofens, Fig.2 eine Schaltungsanordnung für dre gegenüber
Figur 1 unterschiedliche Steuerung der Heizelemente der Backofen-Oberhitze.
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In Figur 1 ist der Umriß einer Backofen-Muffel 1 angedeutet, an deren
Deckenseite an sich bekannte elektrische Heizelemente IIm und HR2 und im Bereich
deren Bodenseite elektrische Heizelemente HR3 und HR 4 angeordnet sind, wobei die
Heizelemente Wir1, HR2 die Backofen-Oberhitze und die Heizelemente HR3, HR4 die
Backofen-Unterhitze darstellen. Im Innenraum der Backofen-Muffel 1 ist ein als Backblech
ausgebildeter Gargutträger 2 mit einem darauf liegendem Gargut 3 z. B. einem Kuchen
angedeutet. Die Steuereinrichtungen für die Unterhitze HR3, 11R4 sind nicht eingezeichnet.
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Zur Anpassung der Leistungsverhältnisse von Ober- und Unterhitze an
den unterschiedlichen Absorptionsgrad des Gargutträgers, das heißt an den hohen
Absorptionsgrad eines sogenannten Schwarzbleches mit schwarzer Oberflächenemaillierung
bzw. an den geringen Absorptionsgrad eines sogenannten Weißbleches mit weißer bzw.
blanker Oberfläche wird in den Ausführungsbeispielen lediglich die Oberhitze HRt,
HR2 verändert.
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Die elektrischen Heizelemente Iffil und ER2 liegen an den Netzanschlüssen
R, S, T eines Drehstromnetzes. Sie sind durch ein im Ausführungsbeispiel als Taste
ausgebildetes Bedienungsorgan SCHi mit zwei Schaltwegen vom dargestellten Serienbetrieb
(Anschaltung an Anschlüsse R-T) durch Drücken des Bedienungsorganes SCHi auf Parallel-Betrieb
(Anschalten an Anschlusse R,ST) umschaltbar, und zwar bei Serienbetrieb über die
Strompfade 4, 5 und bei Parallel-Betrieb über die Strompfade 6, 4 einerseits und
6, 5 andererseits. Hierfür besitzt der Strompfad 6 unmittelbar
und
der Strompfad mittelbar in einem Parallelzweig 7 Schalterkontakte 8, 9 bzw. 10,
11 welche bei Serienbetrieb der Heizelemente HR1, HR2 offen und bei Parallel-Betrieb
geschlossen sind. Mit SCH2 ist ein gesondertes Schaltorgan bezeichnet, dessen beide
Schaltwege mit Schalterkontakten 12, 13 und 14, 15 zusammenwirken. Die Schalterkontakte
12, 13 sind überbrückt durch einen Parallelzweig mit Vorwiderstand RV1, während
die Schalterkontakte 14, 15 durch einen Parallelzweig mit Vorwiderstand RV2 überbrückbar
sind. Das Schaltorgan SICH2 (Weißblechtaste) wird gedrückt, wenn als Gargutträger
ein Weißblech verwendet wird. In diesem Fall liegt der Serienbetrieb der Heizelemente
HR1, HR2 der Vorwiderstand RV2 im Strompfad 5, wodurch die Heizleistung um ein vorbestimmtes
Maß reduziert wird. Bei Parallel-Betrieb liegt der Vorwiderstand RV1 im gemeinsamen
Strompfad 6, womit ebenfalls eine Leistungsreduzierung gegeben ist. Bei Parallel-Betrieb
wird der Vorwiderstand RV2 durch den Parallelstrompfad 7 durch Schließen der Kontakte
10,111 iiberbrückt. Bei Verwendung von -Schwarzblech gilt die gezeichnete Stellung,
wobei die Vorwiderstände überbrückt und daher wirkungslos sind.
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Selbstverständlich ist eine derartige Einschaltung von Vorwiderständen
bei allen denkbaren Betriebsarten der Heizelemente HR1, I1R2 sowie auch der Heizelemente
HR3, HR4 ohne Schwierigkeiten möglich.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 liegen in der gezeichneten
Stellung, also in der geschlossenen Stellung des gesonderten Schaltorganes SCH2
(Weißblechtaste) die beiden, die Oberhitze bildenden elektrischen Heizelemente TR1,
HR2 parallel am zweipilasigen Netz. Durch Betätigen des Schaltorganes SCH2 (Kontakt
17, 18 öffnen), also dann, wenn ein Weißblech verwendet wird, wird der mit 16 bezeichnete
Parallelstrompfad und somit das Ileizelement HR2 vom Netz getrennt, womit eine gezielte
Reduzierung der Heizleistung verbunden ist.
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3 Patentansprüche 2 Figuren
L e e r s e i t e