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DE264557C - - Google Patents

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Publication number
DE264557C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flax
microorganisms
rotting
sterilization
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT264557D
Other languages
English (en)
Publication of DE264557C publication Critical patent/DE264557C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/04Bacteriological retting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■ Jig 264557-KLASSE 29 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1913 ab.
Die Erfindung betrifft die Behandlung von Flachs u. dgl. Der in bekannter Weise hergestellte Flachs unterliegt beim Lagern nur geringen Veränderungen, was auf die anaerobische Natur der Mikroorganismen zurückzuführen ist, mit Hilfe deren der Rotteprozeß ausgeführt worden ist. Es wurde nun aber die Beobachtung gemacht, daß Flachs, welcher mit Hilfe von aerobischen Rottebakterien,
ίο sei es in An- oder Abwesenheit von anderen Mikroorganismen gerottet worden ist, beim Lagern rasche Verschlechterung erleidet oder feucht wird. Es wurde nun festgestellt, daß die Ursache dafür in der Verwendung aerobischer Bakterien liegt, gleichviel ob eine Reinkultur ■ spezifisch aerobischer Bakterien oder eine Mischkultur oder ein Absud von Pflanzen verwendet wurde, welcher solche Mikroorganismen enthält.
Weiter wurde festgestellt, daß diese Verschlechterung die Folge eines zweiten Rotteprozesses ist, der in dem fertigen Flachs vor sich geht, welcher mit den genannten Mikroorganismen bzw. deren Sporen beladen ist.
Die Erfindung besteht nun darin, daß man den Flachs nach erfolgtem Rotten nach irgendeinem Verfahren, welches einen zweiten Rotteprozeß zur Folge haben könnte, einer geeigneten Sterilisation unterwirft.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht beispielsweise, indem man das gerottete Stroh wäscht und dann in ein Bad einer geeigneten sterilisierenden Flüssigkeit, wie z. B. KupfersUlfat, einbringt, von dem 1 kg auf 10001 Wasser eine genügende Stärke besitzt, oder von Salizylsäure, von der etwa 2 kg auf 1000 1 Wasser eine genügend starke Lösung ergeben. Nach erfolgter Sättigung des Strohes wird dieses entfernt und ohne weiteres Waschen getrocknet, da auf diese Weise eine genügende Menge des sterilisierend wirkenden Körpers in dem Stroh zurückbleibt, um jedwede Weiterentwicklung nicht abgetöteter Pilze oder Sporen zu verhindern.
Gemäß einer anderen Ausführungsform des Verfahrens wird der Flachs, zweckmäßig nach erfolgtem Abpressen, in nicht allzufester Packung in einer geeigneten Kammer Ammoniakdämpfen ausgesetzt (560 g wässerigen Ammoniaks von spez. Gew. 0,920 genügen für einen Raum von 1 cbm), hierauf die Kammer 24 Stunden geschlossen gelassen, worauf man Formaldehyddampf, welcher durch Verflüchtigung von Paraformaldehyd oder Formalin in bekannter Weise erzeugt wird (wobei 5 g für 1 cbm genügen), einleitet. Die Kammer bleibt dann weitere 24 Stunden hindurch geschlossen, worauf der Flachs entfernt wird und alsdann die Neigung verloren hat, sich infolge eines zweiten Rotteprozesses zu verschlechtern.
Wenngleich in dem Vorhergehenden nur die Sterilisation von Flachs mit Hilfe von Kupfersulfat oder Salizylsäure oder Formaldehyd und Ammoniak beschrieben worden ist, so wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß
dieses Verfahren auch für jede andere Art von Fasermaterial angewendet werden kann, bei dessen Herstellung aerobische Bakterien Verwendung gefunden haben. Gleicherweise kann die Sterilisation entweder sofort nach dem Rotteprozeß, wie in dem ersten Beispiel, oder auch in jedem beliebigen Stadium des Verfahrens erfolgen, so z. B. mit dem fertigen Produkt, wie in dem zweiten Ausführungsbeispiel, und es können alle bekannten pilztötenden Stoffe oder geeignete Mischungen von solchen, und zwar sowohl in gasförmiger als auch flüssiger Form, je nach der Natur derselben, angewendet werden.

Claims (1)

  1. Pate nt-An SPR υ CH:
    Verfahren zur Verhinderung einer Verschlechterung von Flachs oder anderen Faserstoffen, bei deren Herstellung aerobische Mikroorganismen entweder allein oder in Verbindung mit anderen Organismen verwendet worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die Faserstoffe nach dem Rotteprozeß einer Sterilisation mit z. B. Kupfersulfat, Salizylsäure oder Ammoniak und Formaldehyd unterwirft und dadurch alle Mikroorganismen und deren Sporen abtötet.
DENDAT264557D Active DE264557C (de)

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