-
Mehrzweck-Schwimmbecken
-
Die Erfindung betrifft ein Mehrzweck-Schwimmbecken, das in einer
etwa quadratischen Beckenanlage Beckenteile zumindest für Nichtschwimmer, Schwimmer
und Springer enthält.
-
Bei einem Hallenbad ist ein Mehrzweck-Becken dieser Art bekanntgeworden,
bei dem das Mehrzweck-Becken und das Lehr-Schwimmbecken eine insgesamt quadratische
Beckenanlage bilden, derart, daß der mittlere Teil eines Hauptbeckens, der dem Lehr-Schwimmbecken
gegenüber liegt und von diesem durch einen zentralen Baukörper getrennt ist, das
Sprungbecken bildet und daß jeder der beiden Randbereiche des Hauptbeckens zusammen
mit dem benachbarten Restteil
der quadratischen Beckenanlage eine
Bahn zum Strekkenschwimmen bildet (DT-PS 1 929 366). Ein derart ausgebildetes Mehrzweck-Becken
besitzt ein großes Angebot an nutzbarer Wasserfläche, da die beiden Bahnen zum Streckenschwimmen
gleichzeitig von verschiedenen Gruppen von Schwimmern benutzt werden können, während
das Sprungbecken den Springern und das Lehr-Schwimmbecken den Nichtschwimmern oder
den Schwimmschülern zur Verfügung steht.
-
Um den gegenüber einem normalen Bad an sich schon höheren Freizeitwert
eines solchen Mehrzweck-Beckens noch zu erhöhen und die Benutzung eines Hallenbades
mit einem solchen Becken attraktiver zu gestalten, um eine bessere Frequentierung
zu erreichen, ist es zur Vermeidung der engen, sachlich und damit unpersönlich wirkenden
Gänge im Bereich der Nebenanlagen zu vermeiden bekannt geworden, in weiteren Nebenanlagen
Möglichkeiten für sportliche und spielerische Betätigungen, Ruhen in einer Liegehalle
mit Solarium, Saunabetrieb und dergleichen zu schaffen und alle Nebenanlagen an
die Schwimmhalle angrenzend und vom Beckenumgang her über einen von der Eingangshalle
unmittelbar betretbaren Zugangsbereich zugänglich anzuordnen, der vom Beckenumgang
optisch- durch Pflanzenkübel, Sitzbänke, Sportgeräte oder dgl. - abgetrennt ist
(DT-AS 23 58 920).
-
Wenn auch das bekannte Mehrzweck-Becken durch die Gliederung der
großen Wasserfläche schon eine abwechslungsreiche Betätigung erlaubt, wobei beispielsweise
um eine inselartige Plattform herumgeschwommen werden kann, so hat sich doch die
durch die Aufteilung der Wasserfläche bedingte Anordnung der zum Streckenschwimmen
geeigneten Bahnen zu beiden Seiten der Beckenanlage als nachteilig für die Durchführung
sportlicher Wettkämpfe erwiesen. Dazu kommt, daß die bei Hallenbädern üblichen Schwimmbahnen
von 25 m Länge Wettkämpfe nach internationalen Bestimmungen nicht zulassen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen,
um ein Mehrzweck-Becken der eingangs genannten Art noch attraktiver zu gestalten,
insbesondere den Freizeitwert eines solchen Bades zu erhöhen, um eine bessere Frequentierung
zu erreichen. Dabei soll der Aufwand für Herstellung und Unterhaltung des verbesserten
Bades, insbesondere aber auch der Grundflächenbedarf gering bleiben, um eine möglichst
große Konzentration des Angebots zu erreichen und die MöglicSeit zu behalten, die
Beckenanlage auch als Hallenbad betreiben zu können.
-
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein für Wettkämpfe geeigneter,
sich längs eines Randes der Beckenanlage über dessen ganze Länge erstreckender Beckenteil
z.B.
-
durch eine Hubwand in Querrichtung in etwa gleich große Teile teilbar
ist, von denen der eine Teil zugleich Bestandteil eines sich längs des senkrecht
dazu verlaufenden Randes erstreckenden Wellenbeckens ist, während in dem dem anderen
Teil benachbarten, vom Wellenbecken durch eine Wand getrennten Restteil der Beckenanlage
zumindest ein Nichtschwimmerbecken und ein Springerbecken vorgesehen sind.
-
Die Sprunganlage ist zweckmäßig inselartig neben dem im zentralen
Bereich des Restteils der Beckenanlage liegenden Springerbecken angeordnet. In dem
Beckenteil zwischen der Sprunganlage und dem ihm zugeordneten Teil des Beckenumgangs
kann eine Vorrichtung zur Bewegung der Wasserfläche vorgesehen sein.
-
An der Stirnseite des Wellenbeckens, die zugleich Längs seite des
Wettkampfbeckens ist, kann eine Vorrichtung zur Erzeugung von Wellen vorgesehen
sein.
-
Schließlich können entlang der Längsseite des Wettkampfbeckens Tribünenanlagen
vorgesehen sein.
-
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Mehrzweck-Beckens besteht
in der mehrfachen und einander überschneidenden Nutzbarkeit der einzelnen Beckenteile.
Bei.
-
versenkter Hubwand steht an einer Längsseite des Beckens eine von
Tribünen begleitete, für die Durchführung von Wettkämpfen nach internationalen Bestimmungen
geeignete Schwimmbahn von 50 m Länge zur Verfügung. Während auf dieser Bahn geschwommen
wird, können die übrigen Beckenteile zum Teil von Schwimmern, Nichtschwimmern und
Springern benutzt werden. Bei hochgefahrener Hubwand ist der dadurch abgetrennte
Teil des Wettkampfbeckens Teil eines quer dazu verlaufenden Wellenbeckens, in dem
durch eine an dessen Stirnwand, die zugleich Längswand des Wettkampfbeckens ist,
angeordnete Wellenanlage Wellen erzeugt werden können.
-
Zugleich kann der andere durch die Hubwand abgetrennte Teil des Wettkampfbeckens
mit 25 m Bahnen zum Streckenschwimmen für Trainingszwecke-verwendet werden, während
nach wie vor der Nichtschwimmer- und Springerbereich und die Möglichkeit bleiben,
um die inselartige Sprunganlage herumzuschwimmen. Durch Einbau eines Wellenerzeugers
zwischen der Sprunganlage und dem ihr zugeordneten Teil des Beckenumgangs kann eine
zusätzliche Wellenbewegung mit Wildwassereffekt erreicht werden.
-
Es kann nach all dem damit gerechnet werden, daß eine Badeanlage,
sei es ein Freibad oder ein Hallenbad, mit einem derartigen Mehrzweck-Becken nach
der Erfindung eine größere Anziehungskraft ausüben und daher besser frequentiert
werden wird als das zu verbessernde bekannte Mehrzweck-Becken.
-
Zur Verstärkung der Frequentierung können selbstverständlich die weiteren
bekannten Nebenanlagen wie Restaurant, Milchbar
und Sauna sowie
Solarium Spiel- und Gymnastikgeräte sowie Ruhe flächen vorgesehen sein.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung nachstehend
erläutert.
-
-In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Mehrzweck-Beckens im Grundriß dargestellt und sind die dazugehörigen Nebenanlagen
angedeutet.
-
Das Mehrzweck-Becken 1 bildet eine im Grundriß etwa quadratische
Beckenanlage. Es besteht aus einem Beckenteil 2, der über die gesamte Seitenlänge
des Mehrzweck-Beckens 1 reicht und eine Anzahl von 50 m langen Bahnen für die Durchführung
von Wettkämpfen besitzt. Die Tiefe des Beckenteils 2 beträgt 1,80 m bis 2,25 m.
Längs diesen Beckenteils 2 sind Tribünen 3 angeordnet.
-
Das Wettkampfbecken 2 ist durch eine mittig angeordnete Hubwand 4
in zwei Beckenteile 2' und 2t' unterteilt. In Fortsetzung der Hubwand 4 befindet
sich eine feste Wand 5 die bis zum jenseitigen Rand des Mehrzweck-Beckens 1 reicht.
-
Der durch die Hubwand 4 abgetrennte Beckenteil 2' bildet mit dem anschließenden
Beckenteil 6 quer zu dem Wettkampfbecken 2 ein Wellenbecken, in dem durch eine Wellenanlage
7 Wellen erzeugt werden können, die zum gegenüberliegenden Strand 8 hin brandungsartig
auslaufen. Der Strandbereich 8 kann durch Aufstellen von Liegestühlen mit Strohschirmen
und dgl. attraktiv gestaltet und durch die Anordnung von natürlichen oder künstlichen
Felsen 9 mit Wasserfall und einer Bepflanzungszone ergänzt sein. In der Nachbarschaft
dieser für die Freizeitgestaltung besonders attraktiven Zone können Terrassen 10,
ein Restaurant 11 und ggf. ein Übergang 12, z.B. ein Schwimmkanal zu einem Freibecken
sein.
-
Nach der gegenüberliegenden Seite setzt sich der Strand in eine Bucht
13 fort, die zu dem Restteil 14 des Mehrzweck-Beckens überleitet. An der Bucht 13
können Kleinkinder und Nichtschwimmer ihre Badefreuden finden. In dem zentralen
Bereich diesen Beckenteils 14 befindet sich ein Springerbecken 15 mit einer inselartig
angeordneten Sprunganlage 16. Durch die inselartige Anordnung der Sprunganlage 16
kann unter Benutzung des durch die Hubwand 4 abgetrennten Teils 2" des Wettkampfbeckens
2 um die Insel und die Sprunganlage herumgeschwommen werden. Um das Erlebnis dieses
Schwimmens zu erhöhen, kann in dem Beckenteil 17 zwischen der Sprunganlage und dem
dieser zugeordneten Teil des Beckenumgangs ein Wellen'erzeuger zur Bewegung der
Wasserfläche vorgesehen sein. Dadurch läßt sich in diesem relativ schmalen Beckenteil
ein Wildwassereffekt erzielen.
-
Zugleich kann in dem bezüglich der Sprunganlage 16 gegenüberliegenden
Beckenteil 18 durch entsprechende DUsen, die an der Wand 5 angebracht sein können,
ein Nieselregen erzeugt werden, so daß der Badegast das Gefühl bekommt, durch eine
Regenwand zu schwimmen. In einer Ausbuchtung 19 können Sitzbänke mit Massagedüsen
vorgesehen sein.
-
Diesem Bereich des Mehrzweck-Beckens kann ein Bereich zur gesundheitlichen
sowie sportlichen und spielerischen Betätigung zugeordnet sein. Dieser Bereich ist
in seiner Gesamtheit mit 20 bezeichnet. Er kann ein Solarium mit Ruheräumen, Räume
für Spiele, Trimmgeräte usw. enthalten.
-
Diesem Bereich vorgelagert sind die Nebenanlagen 21 mit Umkleiden,
Duschen, Toiletten usw.. Der Eingang ist durch den Pfeil 22 gekennzeichnet.
-
Als besondere Attraktion zur Erhöhung des Freizeitwertes der Anlage
kann im Bereich der Zwischenwand 5 eine Wasserorgel 23 vorgesehen sein, die im zentralen
Bereich
zwischen Wellenbecken und Bucht 13 liegt und mit Licht
und Musik gekoppelt sein kann.
-
Die Beckenumgänge sind breit und vielfach gestaltet.
-
Hier können weitere Spiele und Trimmgeräte sowie Strandkörbe und Liegestühle
aufgestellt sein, so daß der Badegast die Möglichkeit findet, zu promenieren, als
auch körperlich und geistig tätig zu werden. Viele Voraussetzungen sind gegeben,
um zwischenmenschliche Beziehungen zu knöpfen.
-
Dazu dient auch das Restaurant, das in Barfuß- und Stiefelbereich
unterteilt ist.
-
L e e r s e i t e