DE264162C - - Google Patents
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- G01N33/50—Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
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- A61B5/00—Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 264162-KLASSE 30«. GRUPPE
ALBERT SASS in BERLIN.
Blutkörper-Zählvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. November 1912 ab.
Die Blutkörper - Zählvorrichtung bezweckt,
das Zählen zu einem wesentlich einfacheren, schnelleren und zuverlässigeren zu machen,
als es bei den bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen solcher Art möglich ist.
Die neue Blutkörper-Zählvorrichtung ist in Fig. ι der Zeichnung in beispielsweiser Ausführung
veranschaulicht. Es ist α die an sich bekannte plan geschliffene Objektglasplatte.
ίο Auf dieser befinden sich die beiden Seitenleisten
b b1 und zwischen diesen ist die Mittelleiste c angeordnet, die, wie gewöhnlich, um
genau ο,ΐοο mm niedriger ist als die Seitenleisten,
so daß, wenn das Deckglas d darüber gelangt, dann ein Raum von 1Zj0 mm Höhe
unter diesem vorhanden ist. Die Dicke der drei Glasleisten ist so gewählt, daß Durchbiegungen
derselben vermieden werden. Die Mittelleiste c trägt, wie stets, das Zählnetz c1,
dessen besondere Beschaffenheit aus Fig. 2 ersichtlich ist. Es hat 10 χ 16 = i6o zum
Zählen der weißen Blutkörper bestimmte größere Quadrate c2 und 4 χ 80 = 320 zum Zählen
der roten Blutkörper bestimmte kleinere c3, die über 16 von den größeren, und zwar
quer über die Netzmitte hinweg, verteilt sind.
Die Außenleisten b b1, die aus Gründen der
besseren Reinigungsfähigkeit an ihren Enden abgerundet sind, sind mindestens an dem
einen Ende, wo nämlich, wie das für die Benutzungsweise der neuen Vorrichtung wichtig
ist, das Deckglas d zuerst aufgelegt wird, hierzu zweckentsprechend verlängert, so daß wagerechte
Auflager für das Deckglas geschaffen sind. Es ist wichtig, daß gleich vom Beginn
an eine innige Berührung zwischen dem Deck-40
glas und den Außenleisten stattfindet, und man erkennt dieses an den bekannten Newtonschen
Ringen, nach deren Auftreten nunmehr das Deckglas weitergeschoben werden darf. Während dieses letzteren Vorganges
kommt das Deckglas unter den Druck einer Blattfeder e e1, deren Teil e1 ungefähr oval
gestaltet ist und die im ganzen von der entgegengesetzt zu der Einschiebstelle des Deckglases
liegenden Stelle a2 aus gehalten wird. Bei β3 ist die Feder schwach aufgebogen, um
das Hinuntertreten des Deckglases zu erleichtern, und an den Seiten bildet der Federteil e1
Führungen ei, zwischen die das Deckglas gelangt,
bevor es in den Bereich des Zählnetzes kommt.
Von der Blutflüssigkeit wird ein Tropfen auf die Mittelleiste vor das Zählnetz gebracht
und dann wird das Deckglas, nachdem es sich in der bereits erwähnten innigen Berührung
mit den Seitenleisten befindet und im weiteren unter den Druck der Feder gelangt ist, gegen
diesen Blutflüssigkeitstropfen herangeschoben.
Hier setzt nun die wichtige Eigenheit des Deckglases ein, daß es mit der bereits erwähnten
Abschrägung d1 versehen ist. Diese übt eine durchaus besondere und für den Erfolg
des Ganzen wichtige Funktion aus; sie bewirkt nicht nur das Ausbreiten der Blutflüssigkeit
über dis Mittelleiste im allgemeinen und über das Zählnetz im besonderen, vielmehr
bewirkt sie auch das vollkommen gleichmäßige Verteilen der Blutkörperchen über
das Zählnetz, indem sie nämlich beim Herantreten an den Tropfen zunächst eine Formänderung
desselben herbeiführt, derart, daß
65
er höher und breiter wird; im nächsten Augenblick überwindet der mechanische Druck die
Oberflächenspannung, und nunmehr ergießt sich während des weiteren Vorschiebens des
Deckglases der Inhalt des Tropfens zwischen die Mittelleiste und das Deckglas, wobei auch
das Zählnetz gewissermaßen überschwemmt wird. Die bis zu diesem Augenblick ständig
durcheinandergewirbelten Blutkörperchen kommen, nachdem das Deckglas in seine Endstellung
gelangt ist, zur Ruhe und setzen sich in idealer Verteilung auf dem Zählnetz ab.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Blutkörper-Zählvorrichtung mit einer zwischen zwei Auflageleisten für das Deckglas angeordneten Zählkammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageleisten nach ihrer einen Längsseite hin derart über das Ende der Zählkammer hinaus verlängert sind, daß das Deckglas in seiner ganzen Länge aufliegen kann, bevor es in seiner Bewegung gegen die Zählkammer deren Rand erreicht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckglas an der im Sinne der Einschiebrichtung vorderen Querseite nach unten abgeschrägt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine nach dem Einschiebende des Deckglases zu gerichtete Blattfeder mit Durchbrechung über der Mittelleiste, seitlichen Führungen für das Deckglas und vorderer Aufbiegung für die Einschiebkante des letzteren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE264162C true DE264162C (de) |
Family
ID=521502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264162D Active DE264162C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE264162C (de) |
-
0
- DE DENDAT264162D patent/DE264162C/de active Active
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