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DE2538715B2 - Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen - Google Patents

Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen

Info

Publication number
DE2538715B2
DE2538715B2 DE19752538715 DE2538715A DE2538715B2 DE 2538715 B2 DE2538715 B2 DE 2538715B2 DE 19752538715 DE19752538715 DE 19752538715 DE 2538715 A DE2538715 A DE 2538715A DE 2538715 B2 DE2538715 B2 DE 2538715B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
welding
arc
feed
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19752538715
Other languages
English (en)
Other versions
DE2538715C3 (de
DE2538715A1 (de
Inventor
Bernd Lembke
Hugo Ziegler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DE19752538715 priority Critical patent/DE2538715C3/de
Publication of DE2538715A1 publication Critical patent/DE2538715A1/de
Publication of DE2538715B2 publication Critical patent/DE2538715B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2538715C3 publication Critical patent/DE2538715C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/10Other electric circuits therefor; Protective circuits; Remote controls
    • B23K9/1006Power supply
    • B23K9/1043Power supply characterised by the electric circuit
    • B23K9/1068Electric circuits for the supply of power to two or more arcs from a single source

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding Control (AREA)

Description

Fig.2 die Ausbildung eines Schweißnahtendes mit einem unerwünschten vergrößerten Endkrater (Stand der Technik),
Fig.3 die Ausbildung eines Schweißnah'endes nach der erfindungsgemäßen Verfahrensweise und
Fig.4 ein Schema der Schweißstromquelle mit erfindungsgemäßer Schweißstromreduzierung.
In dem dargestellten Diagramm ist die waagerechte Achse eine Zeitachse L In das Diagramm ist der zeitliche Verlauf der Drehzahl π des Schweißstellenvorschubmotors in voiien Linien (Linienzug 1) und der des Elektrodenvorschubes in strichpunktierten Linien (Linienzug 2) sowie der Lichtbogenleistung U in gepunkteten Linien (Linienzug 3) aufgetragen. Zum Zeitpunkt To sei der Zeitpunkt erreicht, an dem der Schweißkopf das Schweißnahtende am Werkstück erreicht hat Nun wird — ausgelöst durch das Endsignal — der Schweißstellenvorschub ganz abgeschaltet; die Drehzahl fällt auf Null ab (Linie V). Erfindungsgemäß werden zum Zeitpunkt des Endsignals To die Lichtbogenspannung und der Elektrodenvorschub nicht völlig abgeschaltet, sondern es wird mit einer verminderten Schweißleistung und mit definierter abgestimmter Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode einige Zeit lang (Übergangszeit f^) bei am Schweißnahtende stillstehendem Schweißkopf weitergeschweißt und der Endkrater mit geringerer Lichtbogenleistung aber etwa gleicher Lichtbogenintensität wirksam aufgefüllt
Die Länge der Übergangszeit f„ muß der Fachmann durch Probieren und Beobachtung bestimmen. Je langer die Übergangszeit ist, um so mehr Elektrodenmaterial wird am Schweißnahtende aufgetragen. Schaltungstechnisch wird diese Zeit mit einem Zeit- oder Verzögerungsglied justierbarer Zeitkonstante bewerkstelligt. In einem konkret ausgeführten Einsatzfall der Anmelderin betrug die Übergangszeit 0,2 bis 0,25 Sekunden.
Die Spannung an der Gleichstromquelle ändert ihren Wert sprungartig von dem Normal- auf den Übergangswert (Linienstück 3'). Dieser beträgt etwa zwei Drittel des Normalwertes. Dieser Bruchteil ist bei drehstromgespeisten Gleichrichtern durch Abschalten einer Phase des Drehstromnetzes in schaltungstechnisch besonders einfacher Weise ansteuerbar. Die Drehzahl des Vorschubmotors für den Elektrodenvorschub wird durch die Umschaltung elektrisch auf die neue Drehzahl herabgebremst, so daß die geringere Drehzahl (Linienstück 2') zwar nicht sprungartig aber doch sehr rasch erreicht wird.
Nach Ablauf der Übergangszeit ta (Zeitpunkt Te) wird auch der Elektrodenvorschub abgeschaltet der jedoch auch aus dieser geringeren Geschwindigkeit noch etwas nachläuft Die Gleichstromquelle ist aufgrund einer üblichen bekannten Selbststeuerung so ausgebildet, daß die Spannung erst abgeschaltet wird, nachdem der Lichtbogen erloschen ist Die nachlaufende Elektrode wird also auch noch freigebrannt (Zeitpunkt Tr).
Die Gegenüberstellung der F i g. 2 und 3 zeigt noch einmal die Auswirkung der Erfindung. Beide Darstellungen sind Längsschnitte entlang einer frei auf einem Werkstück endigenden Schweißnaht Mit 4 ist die
'■> Schweißraupe und mit 5 das eine an die Schweißnaht angrenzende Teil eines Werkstückes bezeichnet Bei vorbekannten maschinellen Schweißverfahren entstanden am Schweißnahtende große ausgeschmolzene Krater 6, obwohl die Schweißnaht gemäß der strichpunktiert angedeuteten Kontur hätte weiterreichen sollen. Die Schweißnaht ist zu kurz und das Teil 5 durch Ausschmelzungen geschwächt
Demgegenüber ist die erfindungsgemäß angebrachte Schweißnaht in Fig. 3 bis zum vorgeschriebenen Ende sauber und ohne Krater ausgeführt
Bei dem in Fig.4 dargestellten Schema der Schweißstromquelle ist ein aus einem Drehstromnetz R, S, Γ gespeister Dreiphasentransformator mit Primärteil 10 und Sekundärteil 11 dargestellt. Die Primärwicklun-
•fo gen können mittels eines sinnbildlich dargestellten Mehrstufenschalters 12 an unterschiedlichen Stellen angeschnitten und so das Übersetzungsverhältnis des Transformators stufenweise verändert werden. In ähnlicher Weise ist auch sekundärseitig ein stufenweiser
J1J Anschnitt der Sekundärwicklungen vorgesehen (Schalter 13). Ausgangs des Transformators 10/11 ist eine Gleichrichteranordnung 14 vorgesehen, die die iransformierte Dreiphasenwechselspannung in eine entsprechend hohe Gleichspannung gleichrichtet Primärseitig
<to ist ein Hauptschütz 15 für alle drei Phasen vorgesehen. Erfindungsgemäß ist in einer der Phasen — hier Phase T — nach dem Hauptschütz noch ein weiteres Schütz 16 angeordnet Damit kann die Schweißstromquelle gezielt für kurze Zeitintervalle auf 2h der mit den Stufenschal-
■*·'> tern 12 und 13 eingestellten Spannung umgeschaltet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Elektrode an aus Drehstrom gleichgerichtetem Schweißstrom durch Verringerung von Elektrodenvorschub und Schweißspannung, dadurch gekennzeichnet, daß mit Beginn des Kraterfüll-Abschnittes (to) eine Phasenwicklung (10) der Drehstromquelle primärseitig abgeschaltet (16) wird.
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
    Beim maschinellen Lichtbogenschweißen wird gegen Ende der Schweißnaht der Werkstückvorschub und der Vorschub für die auf Spulen aufgewickelte Drahtelektrode abgeschaltet Da aber der Läufer des Vorschubmotors für den Elektrodenvorschub eine träge Masse besitzt, läuft dieser Motor normalerweise nach dem Abschalten noch eine gewisse Zeit lang nach und bewirkt ein Nachschieben von Elektrodenmaterial. Dieses nachschiebende Elektrodenmaterial muß freigebrannt werden. Würde dies nicht geschehen, so bestünde die Gefahr, daß die nachschiebende Elektrode, würde der Lichtbogen abgeschaltet werden, auf die noch glühende Naht am Werkstück auftrifft und dort festschweißt. Um dies zu vermeiden, wird bisher üblicherweise die Lichtbogenspannung zeitlich über den Abschaltzeitpunkt des Elektrodenvorschubes hinaus stehengelassen, so daß die nachschiebende Elektrode aufgrund des fortbestehenden Lichtbogens abbrennen kann. Das mit nachlassender Geschwindigkeit nachschiebende Elektrodenmaterial würde bei unverminderter Schweißenergie schneller abbrennen, als es nachgeschoben wird, so daß der Elektrodenabstand und somit die Lichtbogenlänge und auch die vom Lichtbogen bestrichene Fläche anwachsen würden. In den Einsatzfällen, in denen es — werkstückbedingt — nicht möglich ist, den Schweißstellenvorschub über das Schweißnahtende hinaus weiterlaufen zu lassen, bliebe der die nachschiebende Elektrode abbrennende und größer werdende Lichtbogen am Schweißnahtende stehen und würde örtlich einen größeren Bereich des Werkstückes am Schweißnahtende aufschmelzen. Es entstünde ein Eridkrater, der die Schweißnaht verkürzen und an den angrenzenden Werkstückwandungen Abschmelzungen und Schwachstellen hervorrufen würde. Das in dieser Phase abgebrannte Elektrodenmaterial wäre in der Menge wesentlich weniger, als was durch den Lichtbogen vom Werkstück abgeschmolzen würde; im übrigen ginge der Abbrand der Elektrode in dieser Phase wegen des sich erweiternden Abstandes für das Werkstück bzw. die Schweißnaht weitgehend verloren. Der Elektrodenabbrand würde ungenutzt in der Umgebung verspritzt werden.
    Bekannt sind Einrichtungen, bei denen mit ansteuerbaren Gleichrichterschaltungen (Thyristoren) über verschieden einstellbare Widerstände die Spannung am Ende der Schweißung und gleichzeitig auch der Elektrodenmaterialvorschub entsprechend einer gegenseitigen Abhängigkeit gemindert wird. Dadurch wird zwar ein Freibrennen der Elektrode ohne Bildung eines Endkraters mit geringerer Stromstärke erreicht. Die Erfindung geht aber von einer einfacheren Konstant-
    Spannungs-Stromquelle üblicher Bauart mit Stufenschaltungen aus, mit denen der Drei-Phasen-Trafo angeschnitten wird. Bei diesen Einrichtungen wäre ein zeitlich gezieltes kurzfristiges Ansteuern einer bestimmten Spannung nur unter unvertretbar großem schaltungstechnischen Aufwand möglich.
    Denkbar wäre es auch, für die Vorschubmotoren eine Schnellabbremsung vorzusehen. Diese Möglichkeit scheitert in der Praxis aber ebenfalls an einem dazu erforderlichen großen Aufwand, der nicht zu vertreten wäre.
    Es ist bei maschinellen Schutzgasschweißungen bekannt (vgl. Handbuch des Schutzgasschweißens, Düsseldorf, 1969, S. 73), zum Endkrater-Füllen auf der Gleichstromseite der Schweißstromquelle wenigstens einen Vorschaltwiderstand vorübergehend einzuschalten. Hierdurch wird die Schweißenergie in der Endphase reduziert und ein Endkrater vermieden. Nachteilig daran ist, daß der Widerstand, der auf die Schweißleistung ausgelegt sein muß, in der Anschaffung sehr teuer ist. Außerdem wird über ihn viel Schweißenergie nutzlos in Wärme überführt, die womöglich durch Kühleinrichtungen zwangsweise abgeführt werden muß. Der über den Widerstand in Wärme überführte Energieanteil — er kann bei Kurznähten bis zu 7% der gesamten Schweißenergie betragen — belastet eine solche Verfahrensweise hinsichtlich der laufenden Betriebskosten auch sehr.
    Es ist ferner bekannt (vgl. US-PS 30 69 533), gegen Ende der maschinell ausgeführten Schweißnaht die Schweißspannung und den Vorschub der sich verzehrenden Elektrode zu vermindern, um die Bildung eines Endkraters zu vermeiden. Hierzu ist aber auf der Primärseite der Schweißstromquelle eine komplizierte und teuere Schaltung vorgesehen.
    Aufgabe der Erfindung ist es, anzugeben, wie beim maschinellen Schweißen der eingangs genannten Art ein Endkrater mit einfachen Mitteln vermieden und dennoch die Elektrode freigebrannt werden kann.
    Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß nach dem kennzeichnenden Merkmal des Patentanspruchs verfahren. Dies kann mit einem handelsüblichen Schaltschütz ohne großen schaltungstechnischen Aufwand realisiert werden. Die Umschaltung der Vorschubmotoren für den Elektrodenvorschub kann bei — auch mittelbar — potentiometergesteuerten Motoren durch ein Potentiometer mit zwei einstellbaren Abgriffen und Umschaltung der Abgriffe in einfacher Weise und stufenlos verwirklicht werden. Der Schweißelektrodenvorschub kann den geänderten elektrischen und Lichtbogendaten somit angepaßt werden. Die Einstellung der Elektrodenvorschubgeschwindigkeit in der Übergangszeit erfolgt durch den erfahrenen Betriebsmann so, daß der Lichtbogen mit gleicher Stabilität weiterbrennt wie zuvor. Die — dem Fachmann durch das Lichtbogengeräusch erkennbare — Lichtbogenstabilität hängt bei vorgegebener Strom/Spannungskennlinie der Gleichstromquelle von der Vorschubgeschwindigkeit der Elektrode ab. Beim Umschalten der Gleichstromquelle in die Übergangsphase wird auf eine neue Kennlinie umgeschaltet; dieser neuen Kennlinie ist der Elektrodenvorschub entsprechend anzupassen.
    Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Zeitdiagrammen bzw. Ausführungsbeispielen von Nahtenden nachfolgend noch kurz erläutert; dabei zeigt
    Fig. 1 ein Zeitdiagramm des Verlaufes wesentlicher Schweißdaten,
DE19752538715 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen Expired DE2538715C3 (de)

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DE19752538715 DE2538715C3 (de) 1975-08-30 1975-08-30 Verfahren zur Endkrater-Füllung beim maschinellen Lichtbogenschweißen

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Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2538715A1 DE2538715A1 (de) 1977-03-10
DE2538715B2 true DE2538715B2 (de) 1978-12-07
DE2538715C3 DE2538715C3 (de) 1979-08-16

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DE2708364C3 (de) * 1977-02-23 1981-07-09 Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf Verfahren zur Vermeidung von Endfehlern
GB1572847A (en) * 1977-03-18 1980-08-06 Rolls Royce Plasma arc welding

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DE2538715C3 (de) 1979-08-16
DE2538715A1 (de) 1977-03-10

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