DE10033387C2 - Verfahren und Gerät zum Schweißen oder Löten von Metall mittels Impulslichtbogen - Google Patents
Verfahren und Gerät zum Schweißen oder Löten von Metall mittels ImpulslichtbogenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schweißen oder Löten von Metall
mittels Impulslichtbogen und insbesondere unter Schutzgas, wobei mittels einer
elektrischen Stromquelle ein mit einer Impulsfrequenz pulsierender Lichtbogenstrom
mit durch Spannungsimpulse bewirkten Stromimpulsen erzeugt wird, wobei jeweils
zwischen den Stromimpulsen Grundstromintervalle mit einem Grundstrom zur
Aufrechterhaltung des Lichtbogens gebildet werden.
Ferner betrifft die Erfindung auch ein Gerät zum Schweißen oder Löten von Metall
mittels Impulslichtbogen, unter Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, mit einer Stromquelle zum Anschluß an ein Werkstück und an eine
Elektrode sowie mit einer die Stromquelle steuernden Steuereinrichtung.
Aus der DE-OS 37 42 402 A ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Schutzgasschweißen bekannt. Bei diesem Verfahren sind fünf Schweißparameter, und
zwar insbesondere die Drahtvorschubgeschwindigkeit, der Grundstrom, bzw. die
Grundspannung, der Pulsstrom bzw. die Pulsspannung, die Grundzeit sowie die
Pulszeit vorgebbar. Um die Abstimmung der Schweißparameter zu erleichtern und um
die Art des Werkstoffübergangs zu steuern und zu definieren, wird eine mathematische
Bestimmung der Prozeßparameter mit Qualitätsvorherwahl offenbart. Hierdurch soll
von einem Schweißdraht eine Ablösung eines Tropfens mit konstantem Durchmesser
erreicht werden, wenn die Energieeinbringung in der Pulsphase mit zunehmender
Frequenz vergrößert wird. Dieses Verfahren hat sich zum Schweißen von Kehlnähten
bei relativ dickwandigen Grundwerkstoffen und zum Auftragschweißen bei
sogenannten "schwarzen Werkstoffen" bewährt.
Die DE-OS 41 28 175 A1 offenbart ein Lichtbogenschweißgerät. Mit diesem
Lichtbogenschweißgerät wird es durch eine interne Schaltung ermöglicht, auf einen
mechanischen Umschalter zum Umschalten von Wechselstromschweißbetrieb auf
Gleichstromschweißbetrieb und umgekehrt zu verzichten. Diese Schaltung ermöglicht
also den Einsatz von Wechselrichtern bei Lichtbogenschweißgeräten unter
Sicherstellung des Lichtbogenbetriebes, ohne daß jedoch unzulässig hohe
Sperrspannungen die Halbleiterschalter in den Wechselrichterdiagonalen zerstören
könnten. Hierbei wird der Lichtbogen nach dem Zünden durch einen Hochspannungsimpulsgeber aufrechterhalten, so daß
dieser nicht abreißt.
Bei bekannten Geräten zum Impulsbogenschweißen wurde eine spezielle
Lichtbogenlängenregelung (LBL-Regelung) eingesetzt, siehe z. B. DE 41 21 237 A1.
Diese dem eigentlichen Impulsverlauf überlagerte Regelung hat die Aufgabe, zum
Beispiel bei automatisierten Schweißbrennerführungen Werkstücktoleranzen und damit
verbundene unterschiedliche Lichtbogenlängen auszugleichen und auch bei manuell
geführten Schweißungen die hier unvermeidlichen Abstandsschwankungen zu
kompensieren. Die Lichtbogenlänge ist bestimmt durch den Abstand zwischen dem
Ende der abschmelzenden Drahtelektrode und dem Werkstück. Ein Maß für die
Lichtbogenlänge ist die Lichtbogenspannung, die in der Grundstromphase gemessen
wird. Bisher übliche LBL-Regelungen wirken beispielsweise auf die Pulsbreite, die
Pulshöhe, die Grundstromhöhe, die Pulsfrequenz oder auf die Kombination der
vorgenannten Parameter. Die elektronische Regelschaltung kann dazu so aufgebaut
sein, daß ein vorgegebener Sollwert mit dem Istwert der Lichtbogenspannung
verglichen wird. Die daraus resultierende Stellgröße variiert dann einen oder eine
Kombination der zuvor genannten Parameter, um eine Längenänderung
auszugleichen. Für jede Drahtelektrode gibt es aber einen optimal aufeinander
abgestimmten Parametersatz bestehend aus: Pulshöhe, Pulsbreite, Grundstrom,
Frequenz und Drahtfördergeschwindigkeit, um eine optimale Tropfenablösung und
damit einen sicheren Schweißprozeß zu gewährleisten. Jeder Eingriff der
beschriebenen herkömmlichen LBL-Regelungen verschlechtert somit dieses optimale
Zusammenspiel der Pulsparameter.
Bei einem bekannten Verfahren zum Metall-Schutzgas-Lichtbogenschweißen, oftmals
auch MIG/MAG-Schweißen genannt (MIG = Metall-Inertgas/MAG = Metall-Aktivgas),
brennt zwischen einer abschmelzenden Metall(-draht)-elektrode und dem Schweiß
schmelzbad des jeweiligen Werkstückes ein Lichtbogen unter einem Schutzgas, wobei
ein Lichtbogenstrom fließt. Dabei wird periodisch mit einer bestimmten Impulsfrequenz
zwischen einem relativ hohen Stromimpuls und einem niedrigeren Grundstrom
umgeschaltet, wobei der Grundstrom so bemessen ist, daß er die Ionisation der
Lichtbogenstrecke und damit den Lichtbogen aufrecht erhält. Ein Werkstoff-Übergang
von der abschmelzenden Elektrode zum Werkstück erfolgt nahezu ausschließlich in
den Impulsintervallen. Bei einer optimalen Einstellung von Elektrodenvorschub und
Stromquellen-Parametern sollte sich ein Schmelztropfen pro Impuls von der Elektrode
ablösen und kurzschlußfrei zum Werkstück übergehen.
Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß dieses bekannte Verfahren noch nicht optimal
zum Schweißen beispielsweise von dünnen Stahlblechen und Leichtmetallwerkstoffen
geeignet ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren so zu
verbessern, daß es optimal für ein breiteres Anwendungsspektrum geeignet ist, so
insbesondere zum Schweißen oder Löten von dünneren Blechen und/oder
Leichtmetallen. Ferner soll auch ein dementsprechendes Gerät insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens geschaffen werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe zunächst bezüglich des Verfahrens dadurch
gelöst, daß jeweils während der Grundstromintervalle über eine bestimmte Austastzeit
hinweg der Lichtbogenstrom zum Abreißen des Lichtbogens abgeschaltet wird und am
Ende der jeweiligen Austastzeit der Lichtbogen mittels eines kurzzeitigen
Zündspannungsimpulses wieder kurzschlußfrei gezündet wird.
Das erfindungsgemäße Gerät weist dazu ein parallel zur Stromquelle mit Werkstück
und Elektrode zu verbindendes Zündgerät zur Erzeugung von Zündspannungs
impulsen zum kurzschlußfreien Zünden des Lichtbogens auf.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß in vielen Anwendungsfällen die bei
Durchführung des bekannten Verfahrens in das jeweilige Werkstück eingebrachte
Energie eigentlich zu hoch ist, weil der Lichtbogen ja auch zwischen den
Stromimpulsen durch den Grundstrom und die dadurch erreichte fortgesetzte
Ionisation aufrechterhalten wird.
Im Gegensatz dazu kann durch die Erfindung die Wärmeeinbringung und somit die
Streckenenergie wesentlich verringert werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die
Austastzeit bezüglich ihrer zeitlichen Länge und/oder bezüglich ihrer Lage innerhalb
des Grundstromintervalls variabel ist. Dadurch können alle Parameter optimal an den
jeweiligen Anwendungsfall angepaßt werden, so daß eine gezielt einstellbare Energie
und Einbrandtiefe erreicht werden. Zudem wird auch eine deutlich erhöhte
Spaltüberbrückbarkeit erreicht. Dabei ist die Energieeinbringung über die Austastzeit
steuerbar. Je größer bzw. länger die Austastzeit bei vorgegebener Impulsfrequenz
gewählt wird, umso niedriger werden die Mittelwerte von Strom, Spannung und der
daraus resultierenden Leistung.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen enthalten.
Anhand der Zeichnungen soll im folgenden die Erfindung beispielhaft genauer erläutert
werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Gerätes und
Fig. 2 Diagramme von a) Spannungs- und b) Stromverlauf zur Erläuterung des
erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der Funktion des erfindungs
gemäßen Gerätes.
Gemäß Fig. 1 besteht ein erfindungsgemäßes Gerät 1 zum elektrischen Lichtbogen-
Impulsschweißen oder -löten aus einer Stromquelle 2, die über Leitungen 4, 6 an ein
Werkstück 8 und an eine Elektrode 10 anschließbar ist. Die Elektrode 10 ist bevorzugt
Bestandteil eines Schweißbrenners 12, über den ein Schutzgas in den Bereich eines
zwischen Elektrode 10 und Werkstück 8 erzeugten Lichtbogens zugeführt wird. Die
Stromquelle 2 erzeugt - wie im folgenden noch genauer erläutert werden wird - einen
mit einer bestimmten Impulsfrequenz f = 1/T pulsierenden Lichtbogenstrom I durch
eine entsprechende Spannung U. Zum Steuern der Abläufe weist das Gerät 1 eine
Steuereinrichtung 14 auf, die über eine Steuerleitung 16 die Stromquelle 2 ansteuert.
Bevorzugt weist der Schweißbrenner 12 Antriebsmittel 18 zum Vorschub der Elektrode
10 entsprechend dem jeweiligen Elektroden-Abbrand auf, wozu die Antriebsmittel 18
über eine weitere Steuerleitung 20 mit der Steuereinrichtung 14 verbunden sind.
Vorzugsweise steuert die Steuereinrichtung 14 die Antriebsmittel 18 so an, daß der
Vorschub (Pfeil 22) der Elektrode 10 auf die Impulsfrequenz f abgestimmt ist.
Erfindungsgemäß weist das Gerät 1 weiterhin ein Zündgerät 24 auf, welches parallel
zur Stromquelle 2 über Leitungen 26, 28 ebenfalls mit dem Werkstück 8 und der
Elektrode 10 verbindbar ist. Das Zündgerät 24 ist zur Stromquelle 2 über eine
Impedanz 30 entkoppelt, die im dargestellten Beispiel in der Leitung 4 zwischen
Stromquelle 2 und Elektrode 10 bzw. Schweißbrenner 12 liegt. Auch das Zündgerät 24
wird von der Steuereinrichtung 14 angesteuert, und zwar über eine weitere
Steuerleitung 32.
Es soll nun anhand der Fig. 2 die Funktion des Gerätes 1 bzw. der Ablauf des
erfindungsgemäßen Verfahrens genauer erläutert werden. Das Diagramm a) zeigt den
Verlauf der Spannung U zwischen Elektrode 10 und Werkstück 8 und das Diagramm
b) den Verlauf des über den Lichtbogen fließenden Stromes I.
Über eine Periode T hinweg wird bei bestehender Lichtbogenstrecke zunächst im
Zeitpunkt tA ein Spannungsimpuls mit ansteigender Flanke bis auf eine Spannung UA
(z. B. 32 V) eingeleitet, woraus ein entsprechender Stromimpuls mit einem Wert IA (z. B.
360 A) resultiert. Dieser Stromimpuls IA in der Zeitspanne TA (von z. B. ca. 1,8 ms)
bewirkt eine schnelle Erwärmung der Elektrode 10 und eine Bildung von
einschnürenden magnetischen Kräften, was zu einer Tropfenbildung des
abschmelzenden Elektrodenmaterials mit kurzschlußfreiem Übergang zum Werkstück
8 führt.
Nach diesem Impulsintervall TA fallen die Spannung auf einen Wert UB und der Strom
auf einen Wert IB (von beispielsweise ca. 25 A) ab, wobei es sich um einen derart
bemessenen Grundstrom handelt, daß die Ionisation der Lichtbogenstrecke
aufrechterhalten wird. Dieses Grundstromintervall TG dauert grundsätzlich von der Zeit
tG, zu der der Strom vom Impulswert IA bis auf den Grundstrom IB abgefallen ist, bis
zum Ende der Gesamt-Periode T bzw. bis zum Beginn tA der nächsten Periode.
Erfindungsgemäß wird aber innerhalb des Grundstromintervalls TG zu einem Zeitpunkt
tC die Stromquelle 2 für eine bestimmte Zeit TC auf den Wert IC = 0 abgeschaltet, so daß
der Lichtbogen erlischt (abreißt). Während dieser Austastzeit TC wird keine Energie auf
die Elektrode 10 und das Werkstück 8 eingebracht.
Die erfindungsgemäße Austastzeit TC, deren Länge beispielsweise zwischen 1 ms und
25 ms liegt, endet im Zeitpunkt tD damit, daß die Leerlaufspannung, die bevorzugt
zwischen 50 V und 95 V liegt, wieder freigeschaltet wird. Auf ihre ansteigende
Spannungsflanke triggert nun das Zündgerät 24, beispielsweise ein Hochfrequenz-
Zündgerät, wie es aus WIG-Schweißverfahren zum berührungslosen
Lichtbogenzünden an sich bekannt ist, und erzeugt einen Hochspannungsimpuls, der
die Stromquellenspannung überlagert und dessen hohe elektrische Feldstärke
zwischen Elektrodenende und Werkstück 8 die Strecke ionisiert und den Lichtbogen
wieder vorteilhafterweise kurzschlußfrei aufbaut.
Vom Zeitpunkt tE an fließt dann wieder der Grundstrom IB bis zum Beginn tA der
nächsten Periode.
Vorzugsweise ist die Austastzeit TC von der Steuereinrichtung 14 bezüglich ihrer Dauer
und/oder ihrer Lage innerhalb des Grundstromintervalls TG veränderbar, und zwar in
Anpassung an die jeweils gewünschte, für den jeweiligen Anwendungsfall optimale
Energieeinleitung. Dabei kann in Abweichung von dem in Fig. 2 veranschaulichten
Beispiel der Zeitpunkt tC des Abschaltens der Stromquelle auch unmittelbar nach dem
Abfall des Stromimpulses, also etwa im Zeitpunkt tG, liegen. Zusätzlich oder alternativ
kann auch der Zeitpunkt tD des Beginns der Zündimpulsphase TD unmittelbar vor dem
nächsten Stromimpuls im Zeitpunkt tA oder etwas (insbesondere um die Dauer TD des
Zündimpulses) davor liegen. Es ergibt sich bei einer maximalen Austastzeit TC = TG,
daß der Lichtbogen jeweils nur noch für die Pulsphasen TA aufgebaut wird.
Während der Austastung TC sind Spannung U und Strom I auf Null. Somit wird in
dieser Zeit keine Energie zugeführt; die Wärmeeinbringung ist somit deutlich reduziert.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann über eine Variation der Austastzeit TC die
Lichtbogenlänge zwischen dem freien Ende der Elektrode 10 und dem Werkstück 8
konstant gehalten werden. Hierzu wird ein vorgegebener Sollwert für die
Lichtbogenlänge mit einer gemittelten Spannung aus der Grundstromphase in einer
geeigneten elektronischen Schaltung verglichen. Eine daraus abgeleitete Stellgröße
wird zur Bestimmung der Austastzeit TC als Korrekturgröße ausgewertet.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann
gegenüber der Eingangs beschriebenen Lichtbogenlängenregelung
vorteilhafterweise die Regelung auf die Austastzeit des Grundstroms wirken. Hierbei
kann durch Variieren der Austastzeit TC die Lichtbogenlänge konstant gehalten
werden, ohne daß sich die sonstigen für eine optimale Tropfenablösung erforderlichen
Parameter verändern.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den wesentlichen Vorteil, daß durch das
zeitweilige Abschalten des Lichtbogens insgesamt weniger Energie eingebracht wird.
Im Zusammenhang mit diesem Abschalten des Lichtbogens ist es von Vorteil, daß
nachfolgend der Lichtbogen wieder kurzschlußfrei gezündet wird. Damit eignet sich
das erfindungsgemäße Verfahren vor allem zum Verschweißen von dünnen Blechen
und/oder Leichtmetallen. Bei geringen Materialstärken bewegen sich die
Impulsfrequenzen mit den vorgegebenen Standardelektroden in einem relativ niedrigen
Bereich. Die wirksame Grundstromphase kann bis zu dem 20-fachen der
Impulsstromphase erreichen. Bei einer Frequenz von 40 Hz, entsprechend einer
Periodendauer T von 25 ms wird beispielsweise bei einer Pulsdauer von 1,2 ms die
verbleibende Grundstromzeit 23,8 ms betragen. Bei üblichen Impuls-Stromquellen wird
versucht, die Höhe des Grundstromes so niedrig zu wählen, daß der Lichtbogen noch
nicht abreißt. Die Ströme liegen hier im Bereich von mindestens etwa 20 A.
Erfindungsgemäß wird zudem eine größere Spaltüberbrückbarkeit erreicht (Fähigkeit
zur Überbrückung von Spaltabständen zwischen zwei zu verschweißenden
Werkstücken durch entsprechendes Auffüllen mit abgeschmolzenem
Elektrodenmaterial; besonders dann von Vorteil, wenn große Bauteiltoleranzen
gegeben sind und geringere Toleranzen nur mit hohem Aufwand erzielt werden
können). Ferner kann die Einbrandtiefe gezielter gesteuert werden. Weitere Vorteile
zeigen sich beim Kanten- und Radienumschweißen mit niedriger Geschwindigkeit und
besonders beim Endkraterfüllen der Schweißnähte.
Auch Anwendungen bei Metallschutzgas-Löten (MSG-Löten) mit Impulslichtbogen
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigen wesentliche Vorteile. Hier werden
Zusatzwerkstoffe auf Kupferbasis zum Löten von unbeschichteten und auch
beschichteten Stahlblechen eingesetzt. Bei einer Oberflächenbehandlung mit
beispielsweise Zink darf beim MSG-Löten nur ein minimaler Abbrand der Beschichtung
erfolgen, um deren korrosionsschützende Wirkung nicht zu verschlechtern.
Entscheidend ist hier die erfindungsgemäß erreichte niedrige Streckenenergie zur
geringen Wärmeeinbringung.
Abschließend sei bemerkt, daß das erfindungsgemäße Gerät 1 grundsätzlich auch
unabhängig vom erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden kann, indem die
Austastzeit TC auf Null eingestellt wird. Dabei ist aber dennoch der Vorteil des
kurzschlußfreien Zündens des Lichtbogens vorhanden, weil auch beim ersten
Einschalten der Stromquellenspannung auf deren ansteigender Flanke das Zündgerät
24 triggert und den Zündimpuls UD erzeugt.
Claims (10)
1. Verfahren zum Schweißen oder Löten von Metall mittels Impulslichtbogen und
insbesondere unter Schutzgas, wobei mittels einer elektrischen Stromquelle (2)
ein mit einer Impulsfrequenz (f) pulsierender Lichtbogenstrom (I) mit durch
Spannungsimpulse (UA) bewirkten Stromimpulsen (IA) erzeugt wird, wobei
jeweils zwischen den Stromimpulsen (IA) Grundstromintervalle (TG) mit einem
Grundstrom (IB) zur Aufrechterhaltung des Lichtbogens gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweils während der
Grundstromintervalle (TG) über eine bestimmte Austastzeit (TC) hinweg der
Lichtbogenstrom (I) zum Abreißen des Lichtbogens abgeschaltet wird und am
Ende der jeweiligen Austastzeit (TC) der Lichtbogen mittels eines kurzzeitigen
Zündspannungsimpulses (UD) wieder kurzschlußfrei gezündet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zündspannungsimpulse
(UD) die Spannungsimpulse (UA) übersteigen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Austastzeit (TC) bezüglich
ihrer zeitlichen Länge und/oder bezüglich ihrer Lage innerhalb des
Grundstromintervalls (TG) veränderbar ist, und zwar vorzugsweise stufenlos
über einen Stellbereich zwischen einem Austastzeit-Minimum und einem
Austastzeit-Maximum.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Austastzeit-Minimum
größer Null und/oder das Austastzeit-Maximum geringfügig kleiner als das
Grundstromintervall (TG) ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Austastzeit( TC) derart
innerhalb des Grundstromintervalls (TG) liegt, daß vor und/oder nach der
Austastzeit (TC) bei gezündetem Lichtbogen jeweils der Grundstrom (IB) fließt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch eine Regelung für die Lichtbogenlänge
zwischen Elektrode (10) und Werkstück (8), wobei ein vorgegebener Sollwert für
die Lichtbogenlänge mit einer als Istwert der Lichtbogenlänge aus dem
Grundstromintervall (TG) gemittelten Spannung verglichen wird und eine
resultierende Stellgröße zum Einstellen der Austastzeit (TC) verarbeitet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Austastung des Grundstroms IB einfach oder mehrfach in der
Grundstromphase einer ganzen Pulsperiode erfolgt.
8. Gerät (1) zum Schweißen oder Löten von Metall mittels Impulslichtbogen, unter
Anwendung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit
einer Stromquelle (2) zum Anschluß an ein Werkstück (8) und an eine Elektrode
(10) und mit einer die Stromquelle (2) steuernden Steuereinrichtung (14), wobei
ein parallel zur Stromquelle (2) mit Werkstück (8) und Elektrode (10) zu
verbindendes Zündgerät (24) zur Erzeugung von Zündspannungsimpulsen (UD)
zum kurzschlußfreien Zünden des Lichtbogens vorhanden ist.
9. Gerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zündgerät (24) von der
Stromquelle (2) über eine Impedanz (30) entkoppelt ist.
10. Gerät nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zündgerät (24) von der
Steuereinrichtung (14) gesteuert wird, und zwar bevorzugt in Abhängigkeit von
ansteigenden Flanken einer Leerlaufspannung der Stromquelle (2) zur
Triggerung der Zündspannungsimpulse (UD).
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| DE4128175A1 (de) * | 1991-08-24 | 1993-02-25 | Elektro Werk Muendersbach Gmbh | Lichtbogenschweissgeraet |
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