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DE2535689A1 - Verfahren zur herstellung von caprolactam - Google Patents

Verfahren zur herstellung von caprolactam

Info

Publication number
DE2535689A1
DE2535689A1 DE19752535689 DE2535689A DE2535689A1 DE 2535689 A1 DE2535689 A1 DE 2535689A1 DE 19752535689 DE19752535689 DE 19752535689 DE 2535689 A DE2535689 A DE 2535689A DE 2535689 A1 DE2535689 A1 DE 2535689A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
caprolactam
methanol
ethanol
aminocaproic acid
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752535689
Other languages
English (en)
Inventor
Frantisek Mares
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Allied Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allied Chemical Corp filed Critical Allied Chemical Corp
Publication of DE2535689A1 publication Critical patent/DE2535689A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D201/00Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
    • C07D201/02Preparation of lactams
    • C07D201/08Preparation of lactams from carboxylic acids or derivatives thereof, e.g. hydroxy carboxylic acids, lactones or nitriles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung der gewerblich wertvollen Verbindung Caprolactam.
Es ist bekannt, daß Caprolactam beim Erhitzen von 6-Aminocapronsäure oder des Äthylesters derselben gebildet wird. Ein niedermolekulares Molekül (Wasser, Äthylalkohol) wird abgespalten, und Caprolactam wird zusammen mit größeren oder kleineren Mengen polymerer Materialien gebildet.
Die japanische Auslegeschrift 6112/1955 (Chemical Abstracts, Band 51, 1957, Spalte 17984-h) ist von besonderem Interesse in
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Verbindung mit der vorliegenden Erfindung. Gemäß dieser Druckschrift wird eine verdünnte Lösung von 6-Aminocapronsäure in Methanol oder Äthanol durch 2- bis 3-stündiges Erhitzen auf 220 bis 230° C in Caprolactam in einer Ausbeute von 88 % der Theorie umgewandelt. Eine kleine Menge Ester (etwa 1 %) wird auch gewonnen. Der Rest ist unbestimmt.
Es wurde nun gefunden, daß beim Arbeiten gemäß den Richtlinien der obigen japanischen Auslegeschrift, doch bei Temperaturen tief genug, um die Bildung von Estern auszuschließen, Caprolactam in kürzerer Zeit und in viel besseren Ausbeuten als gemäß der japanischen Auslegeschrift produziert wird. Im vorliegenden Verfahren ist ersichtlich, daß die 6-Aminocapronsäure vollständig aufgelöst wird, bevor die feste Verbindung in wesentlichem Umfang in ihrem festen Zustand reagiert, um die Lösung und die erwünschte Reaktion zu fördern, wird nach der Erfindung ein ziemlich enger Temperaturbereich von 170 bis 200° C verwendet. Sonst sind die Bedingungen die gleichen wie in der obigen japanischen Auslegeschrift.
Obwohl nicht daran gedacht ist, die Erfindung durch irgendeine Theorie zu beschränken, wird angenommen, daß die überlegenen Ergebnisse nach der Erfindung unter Verwendung von Temperaturen nicht oberhalb 200° C im Gegensatz zur Verwendung höherer Temperaturen in Alkohollösung folgendermaßen erklärt werden können. Methanol und Äthanol sind bei erhöhten Temperaturen, wie 170 C, ziemlich gute Lösungsmittel für 6-Aminocapronsäure. Sie sind jedoch nicht ausreichend polar, um die Säure in der Form des offenkettigen Zwitterions (Na ) (CH„) C0„~ zu lösen, welches die
609813/10U
gelöste Form in hochpolaren Lösungsmitteln, wie Wasser, ist. Demnach bildet 6-Aminocapronsäure in relativ verdünnter Lösung, wie sie in diesen Alkohollösungsmitteln vorkommt, eher ein gelöstes zyklisches intramolekulares Zwitterion als offenkettige Moleküle. In dem Temperaturbereich von 170 bis 200° C verliert das intramolekulare Zwitterion Wasser und bildet Caprolactam im vorliegenden Verfahren. Offenkettige Moleküle bilden andererseits offenkettige dimere (und höhere) Polyamide zusätzlich zu dem zyklischen Produkt Caprolactam.
Wenn die obigen Arbeiten jedoch bei 220° C oder höheren Temperaturen durchgeführt werden, steigt die Neigung zur Bildung des 6-Aminocapronsäurealkylesters. Der gebildete Ester zyklisiert dann zu Caprolactam wesentlich langsamer als 6-Aminocapronsäure.
Folglich bleiben die freien, nicht protonierten NH -Gruppen, die
in λ
dem Ester vorliegen, in dem Reaktionsgemisch vorhanden. Diese Aminogruppen sind basisch genug, um ein Gleichgewicht zwischen Caprolactam, Oligomeren und Alkyl-6-aminocaproat zu fördern. Als Ergebnis dieses Gleichgewichts bekommt man eine niedrigere Ausbeute an Caprolactam und eine merkliche Oligomerbildung. Diese Bildung von Oligomeren ist wohl der Grund für die Verluste an Material in dem Beispiel der japanischen Auslegeschrift in einer Menge von etwa 10 %.
Die vorliegenden relativ milden Bedingungen in verdünnter Lösung, die die zyklische intramolekulare Zwitterionenstruktur fördern und die Esterbildung ausschließen, können die vorliegenden höheren Ausbeuten und eine schnellere Umwandlung in Lactam ergeben, als man sie unter Bedingungen erhält, wo sich der Ester bildet.
6 0 9 R 1 3 / 1 Π 1 L
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden durch das folgende Beispiel erläutert.
Beispiel
Ein Autoklav mit einer guten Rühreinrichtung wurde mit Stickstoff gespült, um Luft zu entfernen und so eine Verfärbung des Lactamproduktes durch die Einwirkung von Luft bei erhöhter Temperatur auf die Aminogruppe des Ausgangsmaterial zu vermeiden. Der Autoklav wurde mit 30 ml (23,62 g) Äthanol und mit 4,5 g 6-Aminocapronsäure sowie mit 2 g Diäthylenglycoldimethyläther als innerer Standard bei der Analyse des Produktes durch GasChromatographie beschickt. Unter gutem Rühren, um eine vollständige Auflösung und Einsetzen der Umsetzung zu gewährleisten, wurde der Autoklav auf etwa 200° C erhitzt. Eine nach einer halben Stunde, nachdem die Temperatur 200 C erreicht hatte, abgenommene Probe zeigte einen S-Caprolactamgehalt von etwa 98 Mo1-%, bezogen auf das Aminosäureausgangsmaterial. Anschließende Proben, die zwei Stunden nach Beginn des Erhitzens abgenommen wurden, zeigten Caprolactamausbeuten, die bei 98 % der Theorie liegen.
Ähnliche Ergebnisse kann man erwarten, wenn man Methanol als Lösungsmittel verwendet. Um eine Reaktion der Aminocapronsäure zu verhindern, bevor sie vollständig in Lösung gegangen ist, sollte die Substanz langsam genug zugesetzt werden, so daß sich keine feste Säure in dem Lösungsmittel sammelt, sondern die Säure praktisch unmittelbar in dem heißen Lösungsmittel dispergiert und vollständig gelöst oder während des Aufheizens dispergiert wird.
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Das Verfahren kann kontinuierlich in einem Röhrenreaktor mit vorausgehendem Vermischen unter Bildung der erwünschten Lösung oder aber in einem gerührten Kessel mit kontinuierlicher oder intermittierender Zugabe von Ausgangsmaterial und kontinuierlichem oder intermittierendem Abziehen von Produkt betrieben werden.
Da Wasser in dem Verfahren als Nebenprodukt mit dem Lactam gebildet wird, liegt es auf der Hand, daß der verwendete Alkohol nicht wasserfrei zu sein braucht. Wenn jedoch der Wassergehalt zu hoch ist, d.h. über 40 Volumen-%, treten Verluste infolge der Bildung offenkettiger Polyamide auf, so daß, wenn das Alkohollösungsmittel zurückgeführt wird, periodisch Wasser abgetrennt werden muß.
609813/1 Π 1 A

Claims (3)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von g-Caprolactam durch Umwandlung von in Methanol oder Äthanol gelöster 6-Aminocapronsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säure in einem Lösungsmittel, das wenigstens 60 Volumen-% Äthanol und/oder Methanol enthält, unter solchen Bedingungen auflöst, daß vor dem vollständigen Auflösen praktisch keine Reaktion eintritt, und danach die resultierende Lösung auf einer Temperatur im Bereich von 170 bis 200° C hält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Äthanol verwendet und die Reaktionstemperatur auf 200° C hält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Methanol verwendet.
60981 3/10U
DE19752535689 1974-09-16 1975-08-09 Verfahren zur herstellung von caprolactam Pending DE2535689A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/506,148 US3988319A (en) 1974-09-16 1974-09-16 Process for producing caprolactam from 6-aminocaproic acid

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2535689A1 true DE2535689A1 (de) 1976-03-25

Family

ID=24013393

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752535689 Pending DE2535689A1 (de) 1974-09-16 1975-08-09 Verfahren zur herstellung von caprolactam

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3988319A (de)
JP (1) JPS5143780A (de)
DE (1) DE2535689A1 (de)
FR (1) FR2284596A1 (de)
GB (1) GB1492322A (de)
IT (1) IT1041629B (de)

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Publication number Publication date
US3988319A (en) 1976-10-26
JPS5143780A (en) 1976-04-14
IT1041629B (it) 1980-01-10
GB1492322A (en) 1977-11-16
FR2284596A1 (fr) 1976-04-09
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FR2284596B3 (de) 1979-06-29

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