DE2528755B2 - IVascnmaschine - Google Patents
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Description
i0
35
Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit mehreren, unabhängig voneinander antreibbaren und
steuerbaren Waschtrommeln und Vorrichtungen zur' unabhängigen Übergabe der Waschposten zwischen
den einzelnen Waschtrommeln.
Bei einer bekannten Waschmaschine dieser Art (»Wäschereitechnik und -Chemie« 1962, Heft 10, S. 758
bis 766) sind die Waschtrommeln mit parallelen Achsen angeordnet und mit einer Vorrichtung zum Anheben
versehen, so daß die Wäsche durch im Trommelmantel vorgesehene, durch Türen verschließbare Öffnungen
über eine Rutsche in die jeweils nächste Waschtrommel übergeben werden kann. Diese Waschmaschine erfordert
einen erheblichen konstruktiven Aufwand für die Übergabe der Waschposten. Dieser Aufwand ist so
groß, daß ein derartiger Aufbau einer Waschmaschine für Anlagen mit großer Leistung kaum in Betracht
kommt. Darüber hinaus ist der Platzbedarf erheblich.
Ferner gehört eine Waschmaschine mit mehreren voneinander unabhängigen Waschtrommeln und Vorrichtungen
zur Übergabe der Wäsche zwischen den Waschtrommeln zum Stand der Technik (FR-PS
3 89 602), bei der die Waschtrommeln koaxial angeordnet sind und die Übergabe der Wäsche durch in den
Waschtrommeln angeordnete, axiale Öffnungen erfolgt. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Anlage, in
der die Wäsche nicht postenweise, sondern kontinuierlich gewaschen wird.
Zwischen den Waschtrommeln befinden sich Förderbänder mit zugeordneten Wringwalzen. Eine unabhängige
Behandlung der Wäsche in den einzelnen Stationen ist nicht vorgesehen. Wegen der kontinuierlichen
Arbeitsweise treten Probleme bei der Übergabe der
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65 Wäsche nicht auf. Auch diese Maschine hat einen großen Platzbedarf.
Schließlich ist durch die GB-PS 5 16 772 eine Waschmaschine mit mehreren Waschtrommeln und
Vorrichtungen zur Übergabe der Waschposten zwischen den einzelnen Waschtrommeln bekannt, bei der
die Waschtrommeln koaxial angeordnet sind und mit Transferschaufeln zur Übergabe der Waschposten
durch in den Waschtrommeln angeordrete axiale Öffnungen versehen sind. Die Waschtrommeln sind am
Umfang mit Antrieben versehen. Die Waschtrommeln sind jedoch miteinander verbunden und somit synchron
angetrieben. Dies hat zur Folge, daß die Waschposten in den einzelnen Waschtrommeln mechanisch in gleicher
Weise behandelt werden. Eine solche gleichartige Behandlung ist jedoch in den einzelnen Waschgängen
unerwünscht Ferner ist die Belastung des Antriebes einschließlich des Stromnetzes verhältnismäßig hoch,
wenn sämtliche Waschposten gleichzeitig übergeben werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Waschmaschine der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei der der Aufwand sowohl konstruktiv als auch hinsichtlich des Platz- und Energiebedarfs gering
gehalten ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Waschtrommeln koaxial angeordnet sind und
mit Transferschaufeln zur Übergabe der Waschposten durch in den Waschtrommel angeordnete axiale
Öffnungen versehen sind.
Die koaxiale Anordnung der Waschtrommeln und die Anordnung der Transferschauteln ergibt trotz der
Verwendung der unabhängigen Antriebe einen geringen konstruktiven und räumlichen Aufwand. Dabei
kann durch den unabhängigen Antrieb jede Waschtrommel in auf den einzelnen WaschgaRg abgestimmter
Weise angetrieben werden, z. B. langsam oder schnell, reversierend oder in einer Richtung. Ferner kann die
Übergabe der Waschposten zwischen den Waschtrommeln zeitlich versetzt erfolgen, so dnß der Antrieb und
das Stromnetz verhältnismäßig gering belastet werden. Da die Waschtrommeln und Antriebe voneinander
getrennt sind, läßt sich die Zahl der Waschtrommeln einer Maschine mit sehr geringem Montageaufwand
verändern.
Bevorzugte weitere Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, für deren Inhalt
Schutz nur in Verbindung mit dem Gegenstand des Anspruches 1 in Anspruch genommen wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben. Es zeigt
Fig. I eine perspektivische, schematische Darstellung
einer Waschtrommel einer Waschmaschine gemäß der Erfindung,
Fig. 2, 3 und 4 schematische Darstellungen der Waschtrommel bei verschiedenen Stellungen der
Waschtrommel und verschiedenen Lagen des Waschpostens,
Fig.5 eine schematische Darstellung der Waschtrommel
in einer Stellung entsprechend der Übergabe des Waschpostens,
Fig.6 eine schematische Darstellung einer aus sechs
Waschtrommeln aufgebauten Waschmaschine gemäß der Erfindung,
Fig. 7 eine Seitenansicht zweier Waschtrommeln einer Waschmaschine gemäß der Erfindung in teilweiser
Schnittdarstellung,
Fig.8 eine Stirnansicht einer Waschtrommel mit teil weiser Schnittdarstellung,
Fig.9 den Antrieb einer Waschtrommel in vergrößerter
Teilschnittdarstellung,
Fig. IO eine Draufsicht auf eine Einzelheit des Antriebs nach F i g. 9 in teilweiser Schnittdarstellung.
Die in F i g. 1 gezeigte Waschtrommel 1 besitzt eine
horizontal liegende Achse und weist auf ihrer einen Stirnfläche 7 eine kreisförmige öffnung 3 für das
Einbringen eines Waschpostens 39 sowie auf der gegenüberliegenden Stirnfläche 4 eine kreisförmige,
axiale öffnung 5 auf, die der öffnung 3 gegenüberliegt
und zur Übergabe des Waschpostens 39 bestimmt ist. Im
Inneren der Wasch«ommel 1 befinden sich Stege 6
sowie eine Transferschaufel 7. ι s
Die Transferschaufel 7 hat eine im wesentlichen gekrümmte Form und ist durch entsprechendes Biegen
eines ebenen Bleches gefertigt. Die Transferschaufel 7 hat einen ersten Bereich 8 von im wesentlichen
zylindrischer Form. Er liegt angrenzend an die Seitenwand 9 der Waschtrommel J entsprechend einer
Linie 10 an, die parallel zur Trommelac':äe liegt. Ein zweiter Bereich 11 der Transferschaufel 7 verlängert
den ersten Bereich im mittleren Abschnitt der Waschtrommel 1 und hat eine im wesentlichen konische
Form. Dieser Bereich schließt sich an den kreisförmigen Rand der axialen öffnung 5 gemäß einer Linie 12 an, die
einen Bogen mit einem Winkel von etwa 225° bildet. Der mittlere Abschnitt dieses Kreisbogens liegt
diametral der Linie 10 gegenüber. Die Transferschaufel Jo 7 ist perforiert.
Die Waschtrommel 1 weist ferner einen Stutzen 13
auf, der eine Verlängerung der axialen öffnung 5 bildet. Über den Umfang der Waschtrommel I erstrecken sich
ferner drei Hüllringe 14, 15 und 16 jeweils am vorderen Ende, in der Mitte und am hinteren Ende, wie in den
F i g. 6 und 7 gezeigt. Die Seitenwand 9 der Waschtrommel 1 weist Perforationszonen 17 (Fig. 7) auf, die
zwischen den Stegen 6 und den Hüllringen 14, 15 und 16 verteilt sird, wobei die Waschtrommel 1 im Inneren -»ο
eines Laugenbehälters 18 angeordnet ist.
Die Waschtrommel 1 und der Laugenbehälter 18 bilden ein Bauelement einer aus mehreren derartigen
Bauelementen aufgebauten Waschmaschine. Die in Fig.6 dargestellte Waschmaschine besteht aus sechs
derartigen Bauelementen, deren Waschtrommeln 1 koaxial zueinander liegen, wobei die einzelnen Bauelemente
einander nachfolgend auf einem Maschinensokke! 19 angeordnet sind. Dabei sind die verschiedenen
Waschtrommeln 1 nich' etwa fest miteinander verbunden,
sondern vielmehr unabhängig voneinander antreibbar, und zwar jeweils mittels eigener Antriebe 20, die auf
den jeweiligen Laugenbehältern 18 angeordnet sind.
Ein derartiger, in den F i g. 8 bis 10 gezeigter Antrieb
20 beinhaltet einen als Reduktionsmotor ausgebildeten Antriebsmotor 21, dessen Abtriebswelle eine mit
mehreren Nuten versehene Keilriemenrolle 22 trägt, über die Keilriemen 23 geführt sind, die die Drehbewegung
auf zwei symmetrisch beidseitig des Antriebsmotors 21 angeordneten Wellen 24 übertragen. Auf jeder so
der Wellen 24 ist ein Ritzel 25 angeordnet, das mit einer Endloskette 26 in Eingriff steht, die am mittleren
Hüllring 15 der Waschtrommel 1 befestigt ist. Im Hinblick auf eventuelle Rundlauffehler der Waschtrommel
1 sind die Lager eines jeden Ritzels 25 in Pleueln 27 *>5 angeordnet, die um die Achse der Keilriemenrolle 22
derart schwenken könnn, daß die Wellen 24 der Ritzel 25 theoretisch einen Kreisbogen 28(F i g. 9) beschreiben
können. Die Enden der Pleuel 27 werden federnd durch Kompensationsfedern 29 nach unten gedruckt gehalten,
um die Ritzel 25 in dauerndem Eingriff mit der Endloskette 26 zu halten. Ferner ist jedes Ritzel 25 auf
einem Keilnutenabschnitt 30 der Welle 24 angeordnet, so daß auch in Achsrichtung ein gewisses Spiel möglich
ist (F ig. 10).
Der Laugenbehälter 18 ist aus zwei Halbschalen 31 und 32 aufgebaut. Die untere Halbschale 31 ist auf dem
Sockel 19 mittels Füßen 33 befestigt. Sie trägt zwei lösbar angeordnete Platten 34, auf denen Rollen 35
gelagert sind, auf denen sich die Waschtrommel 1 abstützt. Jede Waschtrommel 1 ruht auf vier Rollen 35,
und zwar über die Hüllringe 14 und 16. Hierdurch können die Rollen 35 bei Verschleiß ohne Demontage
der Waschmaschine im übrigen (F i g. 8) ausgewechselt werden. Die obere Halbschale 32 trägt den Antrieb 20.
Sie hat zwei öffnungen 36, durch die die Ritzel 25 treten könnea Die beiden Halbschalen 31 und 32 sind längs
zweier horizontaler Verbindung >nien 37 und 38 in halber ΐ lohe der Maschine miteinande · verbunden.
Die nicht näher gezeigten und beschriebenen bekannten hydraulischen Einrichtungen der Waschmaschine
sowie die elektrischen Steuereinrichtungen sind darauf ausgelegt, die nachfolgend dargelegte Betriebsweise
der Waschmaschine zu verwirklichen.
Im Verlauf der Behandlung des Waschpostens 39 wird jede Waschtrommel 1 so angetrieben, daß sie
Drehbewegungen wechselnder Richtung mit einer Amplitude von ca. 360° zwischen zwei Enstellungen
vollführt, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt sind und bei denen sich die Linie 10, mit der sich die Transferschaufel
7 an die Seitenwand 9 ansehließt, in der unteren Lage
befindet. Die Mittelstellung der Waschtrommel 1 ist in Fig. 3 gezeigt und entspricht einer oberen Lage der
Linie 10. Ausgehend von der Stellung nach F i g. 2, in der sich der Waschposten 39 unter der Transferschaufel 7 in
dem Winkel zwischen dieser und der Seitenwand 9 der Waschtrommel 1 befindet, ist ersichtlich, daß sich die
Waschtrommel 1 im Uhrzeigersinn drehen muß, um den Waschposten 39 an die konkave Fläche der Transferschaufel
7 in der anderen Endstellung (Fig. 4) ankommen zu lassen. Durch Umkehi der Drehrichtung
erreicht die Waschtrommel 1 wieder die Stellung gemäß F i g. 2 und durchläuft dabei die Zwischenstellung nach
F i g. 3. Im Verlauf dieser Bewegung wird der Waschposten 39 oberhalb des Niveaus der Behandlungsflüssigkeit
20 durch die Stege 6 emporgehoben und auch die Transferschaufel 7 trägt /ui Bewegung und zum
Umrühren des Waschpostens 39 bei.
Um den Waschpcsten 39 aus der axialen öffnung 5 auszubringen und in eine nachfolgende Waschtrommel
1 zu übergeben, erteilt man der Waschtrommel 1 eine zusätzliche Drehung von 180°, ausgehend von der
Stellung nach Fig.4 und wieder im Uhrzeigersinn,
wodurch die Waschtrommel 1 in die in F i g. 5 dargestellte Stel'ung gelangt, in der sich die Linie 10 der
Transferschaufel 7 in ihrer oberen Stelllung befindet. Der gesamte Wachposten 39 in der Waschtrommel 1
wird dabei von der Transferschaufel 7 hochgehoben und gleitet längs dieser gemäß Pfeil 41. Ist dip. Transferschaufel
7 perforiert, erfolgt ein Übergeben des Waschpostens 39 derart, daß die in dieser Waschtrommel
1 befindliche Behandlungsflüssigkeit in dieser verbleibt, die verschiedenen Bäder also voneinander
getrennt bleiben.
In der vorstehend geschilderten Stellung, die auch in Fig. 7 gezeigt ist, wird die Waschtrommel I mit »inem
neuen Waschposten 39 beschickt, der durch die Öffnung 3 eintreten kann, ohne daß dies durch die Transferschaufel 7 behindert wird. Die Waschtrommel I befindet sich
ja praktisch in der mittleren Stellung entsprechend Fig.3 und nach einer weiteren Drehung von 180", egal
in welchem Drehsinn, kehrt die Waschtrommel 1 in die eine oder andere ihrer Endstcllungen zurück und kann
erneut die vorstehend beschriebenen, Drehungen um jeweils 360° durchführen.
Die Funktionsweise einer Waschmaschine aus mehreren Wiischlrommeln wird anhand der F i g. 6 erläutert.
Der Waschposten 39 tritt in die Waschtrommel I des ersten Bauelementes über eine Rutsche 42 gemäß Pfeil
43 ein. Der Waschposten 39 durchläuft sukzessive die
verschiedenen Waschtrommeln I der verschiedenen Bauelemente und unterliegt dabei der gewünschten
Aufeinanderfolge von Behandlungen. Dabei verbleibt jeder Waschposten 39 während einer vorbestimmten
Zeitdauer in einer Waschtrommel 1, bevor er mittels der Transferschaufel 7 in die nachfolgende Waschtrommel I
überführt wird. Nach Ausbringen aus der Waschtrommel 1 des letzten Bauelementes gelangt der Waschposten 39 gemäß Pfeil 44 aus der Maschine heraus und
wird dann hier abgeführt.
Die verschiedenen Übergaben der Waschposten 39 von einer Waschtrommel 1 zur nachfolgenden erfolgen
in einer vorbestimmten, einen zeitlichen Versatz beinhaltenden Sequenz.
Die Waschmaschine is» bezüglich der Anzahl ihrer
Bauelemente <.':iriithr-!. Fine kleine Waschmaschine ist
mis drei Bauelementen aufgebaut, in denen die
Vorwäsche, die Wäsche und das Spülen durchgeführt werden. Fine größere Waschmaschine ist aus neun
!■; Bauelementen aufgebaut, einem für die Vorwäsche, vier
Elementen für die Wäsche und vier Elementen für das Spulen. Fine gegebene Waschmaschine kann jederzeit
durch das einfache Hin/nfügcn "-ci'.erer gleicher
Bauelemente erweitert werden.
11 pcixii 3 DIaIt Zeichnungen
Claims (4)
1. Waschmaschine mit mehreren, unabhängig voneinander antreibbaren und steuerbaren Waschtrommeln
und Vorrichtungen zur unabhängigen Obergabe der Waschposten zwischen den einzelnen
Waschtrommeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschtrommeln (1) koaxial angeordnet
sind und mit Transferschaufeln (7) zur Übergabe der Waschposten (39) durch in den Wasch trommeln
(1) angeordnete axiale Öffnungen (5) versehen sind.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmotore (21) oberhalb
der Waschtrommeln (1) angeordnet sind und über ein Ritzel (25) mit einer auf dem Umfang der
Waschtrommeln (1) befestigten Endloskette (26) in Eingriff stehen.
3. Waschmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschtrommeln (1) im
Inneren eines aus zwei Halbschalen (31 and 32)
aufgebauten Laugenbehälters (18) angeordnet sind, wobei jeweils die untere Halbschale (31) auf dem
Maschinensockel (19) befestigt ist und die obere Halbschale (32) den Antriebsmotor (21) trägt und
eine Öffnung (36) für den Durchtritt des Ritzeis (25) aufweist
4. Waschmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Haibschaie (31)
mindestens zwei lösbar angeordnete Platten (34) trägt, auf denen die Waschtrommel (1) abstützende
Rollen (35) gelagert sind.
ι ο
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