DE2528132C2 - - Google Patents
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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- C10G45/02—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing
- C10G45/14—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing with moving solid particles
- C10G45/16—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing with moving solid particles suspended in the oil, e.g. slurries
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entmetallisieren
von Erdölrückständen.
Die USA-Reissue-Patentschrift 25 770 offenbart ein
Fließbett-Verfahren zur Hydrierung von flüssigen Erdölrückstand-Kohlenwasserstoffen,
um eine Entschwefelung oder ein
hydrierendes Kracken oder beides zu erhalten. Wie in der
genannten Patentschrift beschrieben, werden die Reaktionspartner,
nämlich das Residuum und Wasserstoff, nach oben
durch eine Reaktionszone, die einen teilchenförmigen Katalysator
enthält, geleitet,
wobei der Katalysator in der Flüssigkeit in
eine regellose Bewegung versetzt wird. Der erhaltene Kontakt
zwischen dem Residuum, dem Wasserstoff und dem Katalysator
ergibt eine bessere Hydrierung bei im wesentlichen
isothermen Bedingungen und minimaler Austragung
des Katalysators aus der Reaktionszone.
Beim Fließbett-Verfahren ist es normale Praxis, den
Katalysator während des regulären Betriebs in kontinuierlicher
Weise zu ersetzen. Dies ist bei hohen Werten der
Entmetallisierung oder Entschwefelung von Erdölresiduen
mit hohem Metallgehalt, wie sie von
Roherdölen aus dem westlichen Venezuela erhalten werden, besonders kritisch, da der
Katalysator durch den Kohlenstoff sowie durch die auf diesen
niedergeschlagenen Metalle rasch desaktiviert wird.
Die Verwendung von teilchenförmigen, porösen aktivierten
Aluminiumoxidfeststoffen oder Katalysatormaterial
(Porocel) zum Abtrennen öllöslicher metallorganischer Verunreinigungen
aus einem Erdölresiduum durch Kontakt in einem
Fließbett-Reaktor wurde in den USA-Patentschriften
29 87 467 und 29 87 470 beschrieben, wobei die letztere
das Regenerieren des Katalysators und dessen Rückführung zum
Reaktor zeigt.
In der US-PS 29 87 470 wird ein Verfahren zur hydrierenden
Entmetallisierung von Kohlenwasserstoffölen in
einem katalytischen Fließbett beschrieben. Als abzutrennendes
Metall ist unter anderem auch Vanadium genannt,
und als Katalysator wird Aluminiumoxid oder
Bauxit verwendet. Das Verfahren wird periodisch unterbrochen,
um das desaktivierte Katalysatormaterial, auf
dem sich Kohlenstoffverbindungen und Metall niedergeschlagen
haben, auszutragen und durch frischen Aluminiumoxid-Katalysator
zu ersetzen. Für eine kontinuierliche
Ausführungsform wird vorgeschlagen, Katalysatormaterial
aus dem Verfahren abzutrennen, von dem abgetrennten Katalysatormaterial
metallische Niederschläge durch Durchleiten
durch rotierende Trommeln oder durch Vibrationseinrichtungen
(Abrieb) zu entfernen und das so behandelte
Katalysatormaterial wieder in das Verfahren zurückzuführen.
In der US-PS 27 64 525 wird die Abtrennung von Vanadium
aus Petroleum durch katalytische Hydrierung beschrieben,
wobei als Katalysator ein Aluminiumoxid, das 5 bis 15%
Eisenoxid enthält, eingesetzt wird. Das Problem der
Regeneration oder des Ersatzes von verbrauchtem Katalysator
wird dort nicht behandelt.
Die US-PS 35 76 737 betrifft ein Verfahren zur Entfernung
von Vanadium aus Kohlenwasserstoffbeschickungen
mittels Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators, bei
hohem Druck und hoher Temperatur. Der eingesetzte Katalysator,
bestehend aus Vanadium auf porösen Oxidkeramikpartikeln
als Träger, wird durch Eintauchen der Trägerpartikel
in eine Vanadiumpentoxid/Oxalsäure-Lösung bereitet,
wobei ein Vanadiumgehalt von 0,5 bis 10 Gew.-%
erreicht wird. Bei diesem Verfahren ist der Einsatz
eines vorher hergestellten Vanadiumkatalysators, dessen
Herstellung kostspielig ist, vorgeschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Verfahren zur katalytischen, hydrierenden Abtrennung von
Vanadium aus Erdölrückständen bereitzustellen, das mit billigeren
und regenerierbaren Katalysatoren bei hoher Katalysatoraktivität
betrieben werden kann.
Zur Verbesserung eines Fließbettverfahrens zur Entfernung
von unter anderem Vanadium aus Kohlenwasserstofföl wurde
nun gefunden, daß der eingesetzte Aluminiumoxid-Katalysator,
auf dem sich in dem Kohlenwasserstofföl/Wasserstoff/Katalysator-
Fließbett metallisches Vanadium niederschlägt, dadurch keine
Verminderung der Aktivität, sondern ganz im Gegenteil eine
Steigerung der Aktivität für den Niederschlag von Vanadium
eintritt. Es wurde weiter gefunden, daß es vorteilhaft ist,
bei Eintreten der Desaktivierung Katalysator aus dem Verfahren
abzutrennen und unter Erhalt eines Vanadium/Aluminiumoxid-
Katalysators zu regenerieren und diesen regenerierten Katalysator
in das Verfahren zurückzuführen. Nach weiterer Beladung
des Vanadium/Aluminiumoxid-Katalysators mit Vanadium wird
schließlich ein Teil des Katalysators zur endgültigen Abtrennung
des Vanadiums aus dem Verfahren entzogen und durch Einspeisung
einer entsprechenden Menge aktivierten Aluminiumoxids
ersetzt. Mit dem Entziehen von Vanadium/Aluminiumoxid-Katalysator
wird erst begonnen, wenn der Vanadium-Gehalt des Katalysators
einen bestimmten Mindestwert, hier 0,5 Gew.-%, erreicht hat und
einen bestimmten Höchstwert, vorzugsweise 10 Gew.-% oder
20 Gew.-%, nicht überschreiten soll.
Gegenstand der Erfindung ist somit das Verfahren nach dem
neuen Anspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind in
den Ansprüchen 2 und 3 gekennzeichnet.
Beim Verfahren der Erfindung wird
die Aktivität von porösen aktivierten Aluminiumoxid-
Katalysatormaterialien zur Entmetallisierung von Rückständen,
insbesondere zum Abtrennen von Vanadium aus gewissen
Erdölrückständen, wesentlich verbessert, indem ein anfängliches
Niederschlagen von Vanadium auf den Katalysator
während des anfänglichen Hydrierungskontakts mit dem metallhaltigen
Gut in einer Fließbett-Reaktionszone vorgenommen
wird. Die Entmetallisierungsaktivität des Katalysators
zum Abtrennen von Vanadium nimmt zuerst rasch auf
etwa 35-40% seiner anfänglichen Aktivität ab, stabilisiert
sich vorübergehend auf diesem niedrigeren Grad und
nimmt dann auf etwa 50% seines anfänglichen Aktivitätsniveaus
bei einer Katalysatoralterung, die etwa 79,5 l
je 0,454 kg (Residuum je Katalysator)
überschreitet, bevor schließlich eine Verschlechterung auf
einen unerwünschten und unbrauchbaren Aktivitätswert eintritt.
Bevor jedoch eine solche endgültige Verschlechterung
in der Aktivität stattfindet, wird das Katalysatormaterial
aus der Reaktionszone entfernt und regeneriert,
beispielsweise durch übliches Abbrennen der Kohlenstoffniederschläge.
Das regenerierte Katalysatormaterial wird dann zur Reaktionszone zur
weiteren Verwendung unter den gleichen Betriebsbedingungen wie
vor zurückgeführt. Wiederum findet anfänglich ein rascher Verlust
an Katalysatoraktivität statt, jedoch erreicht im Gegensatz
zu der Situation bei Verwendung frischen Katalysators
der Aktivitätsgrad des regenerierten Katalysators zur Vanadiumabtrennung
rasch annähernd den gleichen stabilisierten
Wert wie das frische Katalysatormaterial vor dem Regenerieren
und ohne daß eine Periode verminderter Aktivität infolge von
erneutem Kohlenstoffniederschlag an den Stellen, die vorher
durch den Kohlenstoffabbrand freigelegt worden sind, in Kauf
genommen werden muß. Daher überschreitet die durchschnittliche
Aktivität des regenerierten Katalysators die Aktivität
des frischen unbehandelten Katalysators, offenbar weil die
anfängliche Anhäufung von mindestens 0,5 Gew.-% Vanadium
im Katalysator die weitere Vanadiumabtrennung begünstigt.
Ein kleiner Teil des gebrauchten, aus der Reaktionszone
abgezogenen Katalysators wird vor dem Regenerieren als
Abfall behandelt und ein gleicher Teil frischen Katalysators
wird dem Reaktor zugesetzt und zwar alles in einem
Grade, der ausreicht, den gesamten metallischen Niederschlag
auf dem Katalysator auf unter 20 Gew.-% zu begrenzen.
Ein solches autokatalytisches Phänomen für den
Entmetallisierungskatalysator war unerwartet, da die Ansammlung
von Kohlenstoff und Vanadium in den Poren des
aktivierten Aluminiumoxidkatalysatormaterials gewöhnlich erwarten
läßt, daß sie diesen Entmetallisierungsfeststoff ernsthaft
entaktiviert.
Das Verfahren der Erfindung wird
in der Weise
betrieben, daß sich das Vanadium auf der anfänglichen
Charge von frischem aktiviertem Aluminiumoxid oder aktiviertem
Bauxit-Katalysator ansammeln kann, bis sich der Grad
der Vanadiumabtrennung stabilisiert, bevor mit der kontinuierlichen
Regeneration und dem Auswechseln des Katalysators
begonnen wird. Auf diese Weise kann der Katalysator seinen
maximalen praktischen Entmetallisierungsgrad erreichen, eine
Situation, welcher ein kontinuierlicher Katalysatoraustausch
vom Betriebsbeginn an entgegenwirken würde, da er den durchschnittlichen
Vanadiumabtrennungsgrad näher auf seinem Mindestwert
hält. Daher wird die Notwendigkeit, die Reaktionszone
unter schärferen Hydrierungsbedingungen zu betreiben, um
einen gegebenen Grad an Vanadiumabtrennung zu erzielen, und
der geringere Durchsatz oder höhere Wasserstoffverbrauch, der
sich aus einer solchen schärferen Arbeitsweise ergibt, vermieden.
Die durch die Erfindung erzielte Verbesserung ist
die reichliche Verwendung des regenerierten gebrauchten Katalysators
anstelle nur frischen Katalysators zum Austausch
in der Reaktionszone, wodurch ein höherer Durchschnittswert
der katalytischen Aktivität zur Vanadiumabtrennung erhalten
wird, als wenn der gebrauchte Katalysator durch frischen
Katalysator ausgetauscht wird.
Gegebenenfalls kann eine zweite oder nachfolgende Reaktionszonenstufe
in Hintereinanderschaltung mit der anfänglichen
Entmetallisierungsreaktionsstufe zur weiteren
Behandlung des Beschickungsstroms zur Entschwefelung vorgesehen
werden, bei welcher der gebrauchte Katalysator
ein Entschwefelungskatalysatormaterial von hoher Aktivität
sein kann. Der Zusatz von frischem Katalysator zum Reaktor
der zweiten Stufe zum Austausch von gebrauchtem Katalysator
wird so gewählt, daß dessen Metallgiftbelastung unter einem
gewünschten maximalen Wert von beispielsweise 15 Gew.-%
Vanadium und Nickel (bezogen auf den verbrauchten Katalysator)
gehalten wird. Der Zusatz an frischem Katalysator
überschreitet gewöhnlich nicht 0,09 kg
je 159 l Residuumcharge. Die Katalysatoraustauschgeschwindigkeit
wird durch die gewünschte prozentuale Entschwefelung
der Charge bestimmt und schwankt gewöhnlich zwischen
0,023 und 0,136 kg je
159 l Charge für eine 75%ige oder stärkere
Entschwefelung. Der Entschwefelungsvorgang in einer Reaktionszone
der zweiten Stufe wird bei Temperaturen von 370-
455°C, einem Wasserstoff-Partialdruck von
70-210 Bar, einer Raumgeschwindigkeit
von 0,2-2,0 l/h/l (Chargenvolumen je Stunde je Reaktorvolumen)
und einer Wasserstoffumlaufgeschwindigkeit von
85 m³-227 m³ je 159 l
flüssigen Produkts durchgeführt.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden
Zeichnungen näher beschrieben und zwar zeigt
Fig. 1 eine Ansicht in schematischer Darstellung der Hauptelemente
eines Fließbett-Reaktionsverfahrens
zur Hydrierung eines Erdölresiduums;
Fig. 2 eine graphische Darstellung, welche die typische
Entmetallisierungsaktivität des Katalysators gegenüber
der Katalysatoralterung vor und nach der
Katalysatorregeneration zeigt;
Fig. 3 und 4 graphische Darstellungen, welche die experimentellen
Ergebnisse der Entmetallisierungsaktivität
gegenüber der Katalysatoralterung bei Anwendung der
Erfindung zeigt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
eine Charge eines metallhaltigen Erdölresiduums
unter geeignetem Druck in die Anlage bei 10 eingeleitet. Hierauf
wird sie auf eine gewünschte Temperatur in der Heizeinrichtung
12 zur Weiterleitung über eine Leitung 14 in den
Reaktor 16 erhitzt, der teilchenförmiges Katalysatormaterial
enthält. Erwärmter Wasserstoff wird bei 18 unter Druck zugesetzt.
Die gewünschten Reaktorbetriebsbedingungen sind eine
Temperatur im Bereich von 370-455°C und
ein Wasserstoffpartialdruck im Bereich von 70-210 Bar.
Bei einer geregelten Aufwärtsgeschwindigkeit von Flüssigkeit
und Gas im Reaktor 16 wird der Katalysator in diesem mit
regelloser Bewegung eingebracht, wobei das Bett des Katalysators
aus seinem abgesetzten Zustand um 10%-100% und
gewöhnlich um etwa 50% expandiert wird. Das obere Niveau,
das durch die Katalysatorfeststoffe erreicht wird, ist annähernd
durch die Linie 19 angegeben. Die gewünschte Raumgeschwindigkeit
beträgt zwischen 0,2-2,0 V/h/V und
gewöhnlich beträgt die Umlaufgeschwindigkeit des wasserstoffeichen
Gases zwischen 85 m³ und 227 m³
je 159 l und vorzugsweise
100 m³-142 m³
je 159 l flüssiger Charge.
Ein Rückfluß von Flüssigkeit von oberhalb des oberen Niveaus
19 der Katalysatorfeststoffe ermöglicht die Rückführung
von im wesentlichen feststoffreier Flüssigkeit bis unterhalb
des Katalysatorbettes, um eine Aufwärtsstömung von Flüssigkeit
zu erhalten und dadurch den Katalysator in der Flüssigkeit
in regelloser Bewegung zu halten. Wie gezeigt, wird
dies durch die Verwendung eines inneren Saugrohres 15 und
einer Umwälzpumpe 17 erreicht. Es kann jedoch stattdessen
ein äußerer Kreislauf der Reaktorflüssigkeit vorgesehen
werden. Die Reaktorflüssigkeit-Rückflußmenge hängt in erster
Linie von der Ölzufuhrmenge, der Wasserstoffzufuhrmenge,
der Reaktorgröße, der Katalysatorteilchengröße und der Viskosität
der Reaktorflüssigkeit ab, da hierdurch das Niveau
des Katalysators und die Verwirbelung beeinflußt wird.
Das Ableiten des Gasstroms aus dem Reaktor geschieht bei
20, während das Ableiten der Flüssigkeit bei 22 von einem
Abscheider 25 oberhalb des Niveaus 19 erfolgt. Diese austretenden
Ströme werden nachfolgend in an sich bekannter
Weise behandelt, um Wasserstoff aus dem Strom 20 zurückzugewinnen
und verschiedene Flüssigkeitsteile aus dem Strom
22 abzutrennen und zu fraktionieren.
Die anfängliche Charge des Katalysatormaterials wird im
Reaktor 16 gehalten, bis dessen Entmetallisierungsaktivität
durch einen Mindestwert hindurchgeht und sich dann
stabilisiert und eine Katalysatoralterung von mindestens
47,7 l Erdölrückstand je 0,454 kg Katalysator
erreicht. Während dieser Periode nimmt die Entmetallisierungsaktivität
des Katalysators zur Vanadiumabtrennung
anfänglich ab, wie durch die untere voll ausgezogen
gezeichnete Kurve in Fig. 2 angegeben, und nimmt
dann auf einen relativ stabilisierten Gleichgewichtswert
zu. Nachdem der Katalysator eine Alterung erreicht, die
159 l je 0,454 kg überschreitet,
fällt die Entmetallisierungsaktivität auf einen
unerwünschten Wert infolge der weiteren Anhäufung von
Kohlenstoff und Metallen, insbesondere Vanadium, im Katalysator
ab. Es ist jedoch ein wichtiges Merkmal der Erfindung,
daß, nachdem der Katalysator einen relativ stabilisierten
Aktivitätswert erreicht hat, er kontinuierlich aus der
Reaktionszone durch eine Leitung 24 von oberhalb des Strömungsverteilungsdecks
26 abgezogen wird. Ein kleiner Teil
dieses Katalysators wird bei 28 als Abfall abgeleitet, während
der Rest dem Regenerator 30 zugeführt wird, der von herkömmlicher
Art ist und dazu dient, die Kohlenstoffablagerungen
abzubrennen und vom Katalysator im wesentlichen zu entfernen,
so daß weniger als 2 Gew.-% Kohlenstoff bleiben.
Der regenerierte Katalysator wird dann zum Reaktor 16 über
eine Leitung 32 zurückgeführt. Obwohl als in den oberen
Teil des Reaktors eintretend dargestellt, kann der Katalysator
in die Leitung 14 eingeleitet werden. Frischer Katalysator
mit einer Menge, die im wesentlichen gleich der bei
28 als Abfall behandelten ist, wird in die Leitung 32 über
eine Leitung 34 eingeleitet. Die Menge des mit Kohlenstoff
beschichteten Katalysators, die als Abfall behandelt und
durch frischen Katalysator ersetzt wird, wird so eingeregelt,
daß die durchschnittliche Vanadiumbelastung am Katalysator
im Reaktor 16 auf einem gewünschten Gleichgewichtswert gehalten
wird, der vorzugsweise 20 Gew.-% nicht überschreitet.
Es wurde festgestellt, daß der in Kombination mit dem
regenerierten Katalysator zugesetzte frische Katalysator
gewöhnlich weniger als die Hälfte der Menge beträgt, die
erforderlich ist, wenn frischer Katalysator allein im
Reaktor verwendet wird, um eine besondere prozentuale
Entmetallisierung zu erreichen.
Gegebenenfalls kann die abgeleitete, die Vorbehandlungsreaktionszone
16 über die Leitumg 22 verlassende Flüssigkeit
zu einer katalytischen Entschwefelungszone 36 zur
weiteren Behandlung geleitet werden, wobei zusätzlicher
Wasserstoff bei 38 zugesetzt wird. Ähnlich wie bei der
ersten Reaktionszone strömen Flüssigkeit und Wasserstoff
durch die Entschwefelungszone 36 mit einer Geschwindigkeit
nach oben, die ausreicht, ein Fließbett mit einem
oberen Niveau der Kontaktfeststoffe bei etwa 39 zu bilden.
Wie beim Reaktor der ersten Stufe ist eine aufwärts gerichtete
Flüssigkeitsströmung vorgesehen, um die regellose
Bewegung oder verwirbelte Strömung der Katalysatorpartikel
aufrecht zu erhalten, für welchen Zweck ein inneres Saugrohr
35 und eine Umwälzpumpe 37 vorgesehen sind. Wenn gewünscht,
kann jedoch ein äußerer Kreislauf der Reaktorflüssigkeit
vorgesehen werden.
Katalysator wird der Reaktionszone entsprechend dem Bedarf
über eine Leitung 42 zugeführt und kann über eine Leitung
44 kontinuierlich oder in anderer Weise entfernt werden.
Der entstehende Dampf wird bei 40 abgeleitet, während bei
46 flüssiges Produkt aus der Abscheiderschale 45 entfernt
wird, die oberhalb des oberen Niveaus 39 der Feststoffe angeordnet
ist. Der Dampf 40 kann zur Rückgewinnung leichter
Kohlenwasserstoffe und von Wasserstoff behandelt werden,
wobei der Wasserstoff gereinigt und von neuem dem Beschickungsstrom
14 zugeführt wird.
Die Entschwefelungszone 36 wird bei einer Temperatur
zwischen 370° und 455°C und bei
einem Wasserstoffpartialdruck zwischen 70 und 210 Bar
betrieben. In dieser Reaktionszone kann die
Raumgeschwindigkeit zwischen 0,20 und 2,00 l/h/l
betragen und vorzugsweise höher als 0,40 l/h/l sein. Abfließende
Flüssigkeit, die weniger als 1% Schwefel enthält,
wird bei 46 zur weiteren Behandlung in der gewünschten
Weise abgeleitet, um ein flüssiges Produkt von geringerem
Schwefelgehalt zu erhalten.
In der Praxis des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich
beträchtliche Einsparungen in der Katalysatorverwendung
dadurch erzielen, daß in der Reaktionszone der ersten Stufe
teilchenförmige aktivierte Bauxit-Kontaktfeststoffe vorgesehen
werden. Diese Feststoffe enthalten mindestens etwa
74% Aluminiumoxid und von 7,5-22 Gew.-% Beschleuniger aus
Oxiden von Metallen, einschließlich Eisen, Titan und Siliciumdioxid.
Im besonderen wird ein im Handel unter dem Warenzeichen
"Porocel" erhältliches Produkt bevorzugt.
Dieses Material hat die folgende Zusammensetzung:
Al₂O₃72-76 Gew.-%
Fe₂O₃10-18 Gew.-%
TiO₂4 Gew.-%
SiO₂5-9 Gew.-%
Unlösliches1 Gew.-%.
Obwohl "Porocel", wie vorangehend definiert, bevorzugt wird,
können die teilchenförmigen Kontaktfeststoffe in der ersten
Reaktionszone aus der Gruppe ausgewählt werden, die aus
aktiviertem Bauxit, porösem Aluminiumoxid oder aktiviertem
Aluminiumoxid besteht, aktiviert durch Oxide des
Eisens, Titans u./o. Siliciums.
Jeder teilchenförmige Wasserstoffentschwefelungskatalysator,
der zur Entschwefelung von Erdölresiduen geeignet ist,
kann in der Reaktionszeit der zweiten Stufe verwendet werden.
Ein solcher Katalysator kann aus
Kobalt, Molybdän, Nickel oder aus Oxiden und
Sulfiden davon und Gemischen hiervon bestehen und auf einem
Träger aufgelagert werden, der aus
Aluminiumoxid und/oder Siliciumdioxid
besteht. Bevorzugte Beispiele solcher Katalysatormaterialien
sind Kobaltmolybdat auf Aluminiumoxid und Nickelmolybdat
auf Aluminiumoxid.
Das teilchenförmige Katalysatormaterial kann entweder durch
Extrudate mit einem Durchmesser von 0,762-1,651 mm
oder Mikrokügelchen mit einer verhältnismäßig
schmalen Größenfraktion innerhalb des Bereiches von 0,59
-0,053 mm lichte Maschenweite
gebildet werden. Wenn im Reaktor ein extrudatförmiger
Katalysator von größerer Größe verwendet wird, ist zu
berücksichtigen, daß eine verstärkte Rückführung der Flüssigkeit
innerhalb des Reaktors erforderlich ist, um in diesem
die Fließbett-Bedingungen aufrecht zu erhalten.
Das Wesen der Erfindung besteht daher darin, daß das teilchenförmige
poröse aktivierte Aluminiumoxid oder Bauxit, z. B.
Porocel, das im Reaktor verwendet worden ist und mindestens
0,5 Gew.-% und vorzugsweise mindestens 1,0 Gew.-%
Vanadium an seiner Oberfläche angesammelt hat, ein wirksamerer
Entmetallisierungskatalysator ist als frisches poröses
Aluminiumoxid. Dies ist ein überraschendes Ergebnis und
ermöglicht einen wirtschaftlicheren nachfolgenden Entschwefelungsvorgang.
Wie beispielsweise in Fig. 2 angegeben, zeigt
die gewöhnliche Entmetallisierungskurve für poröses aktiviertes
Aluminiumoxid eine Katalysatorenaktivierung gegen
Katalysatoralterung von etwa 31,8-47,7 l
je 0,454 kg, erreicht bei einem 140-400 ppm vanadiumhaltigem
Ausgangsmaterial. Hierauf beginnt die Katalysatoraktivität
zuzunehmen und ein Gleichgewichtsniveau der Aktivität
wird nach einer Katalysatoralterung von etwa 64,6 l
je 0,454 kg erreicht. Die Bedeutung
eines solchen anfänglichen Vanadiumniederschlags auf dem
Katalysator ist in Fig. 2 beispielsweise durch die obere gestrichelte
Kurve gezeigt, welche Bedeutung darin besteht,
daß, nachdem der Kohlenstoff von dem ursprünglichen Katalysator
abgebrannt und der Katalysator zum Reaktor zurückgeführt worden ist, der
erzielte Entmetallisierungsgrad anfänglich höher als der
des frischen Katalysators ist. Ferner wird der tiefste Bereich
der Entmetallisierungskurve vermieden und das regenerierte
Material gleicht nach einer Katalysatoralterung von etwa
31,8 l je 0,454 kg aus.
Die Beispiele erläutern die
Erfindung.
Es wurden zwei Versuche zur Verarbeitung von atmosphärischen Destillationsrückständen (Herkunft; Lago Treco)
in einem Reaktor durchgeführt, der porösen
aktivierten Bauxit (Porocel)-Katalysator enthielt. Das Ausgangsmaterial
und die Bedingungen sind in Tabelle I angegeben.
°API, °C16,38° Schwefel, Geb.W2,16 Vanadium, ppm195 Nickel, ppm28
°API, °C16,38° Schwefel, Geb.W2,16 Vanadium, ppm195 Nickel, ppm28
Der Versuch A wurde fortgesetzt, bis 2 Gew.-% Vanadium auf
dem Katalysator niedergeschlagen worden waren, während der
Versuch B fortgesetzt wurde, bis 4 Gew.-% Vanadium niedergeschlagen
worden waren. Die Ergebnisse sind in Fig. 3 gezeigt.
Die Vanadiumabtrennungsaktivität V F /V P für jeden Versuch
nimmt, wie ersichtlich, anfänglich ab und geht durch
einen Tiefstwert hindurch und nimmt dann auf einen stabilisierten
Wert zu, nachdem die Katalysatoralterung auf über
etwa 47,7 l je 0,454 kg zugenommen
hatte (Kurve A und B).
Die beiden gebrauchten Katalysatorproben von Beispiel 1 wurden
durch Abbrennen des Kohlenstoffs in stickstoffverdünnter
Luft, die 1-2% 0₂ enthielt, bei 538°C während 4 Stunden
regeneriert, bis die Kohlenstoffablagerungen im wesentlichen
alle entfernt waren. Diese regenerierten Katalysatorproben
wurden dann in weiteren Entmetallisierungs-Hydrierungs-
Behandlungen mit der gleichen Charge aus atmosphärischen
Residuum (Herkunft: Lago Treco), unter im wesentlichen den gleichen Arbeitsbedingunen,
wie die in Tabelle I für regeneriertes Porocel
(Versuche C und D) angegebenen verwendet. Ferner wurde ein
Vergleichsversuch E unter Verwendung von frischem aktiviertem
porösem Bauxit (Porocel)-Katalysator unter den
gleichen Arbeitsbedingungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser
drei Versuche sind in Fig. 4 dargestellt, in welcher
die oberen Kurven C und D die Aktivität des regenerierten
Katalysators zur Vanadiumabtrennung zeigen, während die untere
Kurve E die Aktivität des frischen Porocel-Katalysators zur
Vanadiumabtrennung zeigt.
Die Vanadiumabtrennungsaktivität, V F /V P , der frischen Porocel-
Katalysatorprobe (Kurve E) geht, wie gezeigt, durch den
erwarteten Mindestwert hindurch, bevor sie zunimmt und sich
bei einem Wert von etwa 4 stabilisiert. Die Vanadiumabtrennaktivität
der beiden regenerierten vanadiumbeladenen
Katalysatoren (obere Kuven C und D) liegt anfänglich bei
einem höheren Wert von 7-8, nimmt dann rasch ab und wird
bei etwa dem gleichen Wert wie für den frischen Katalysator
stabil, geht jedoch nicht durch den Mindestwert hindurch.
Hieraus ergibt sich, daß die durchschnittliche Aktivität der
beiden regenerierten Katalysatorproben zur Vanadiumabtrennung
nicht nur anfänglich wesentlich höher als für den frischen
Katalysator ist, sondern auch früher stabil wird, d. h. bei
einer geringeren Katalysatoralterung als für die Probe aus
frischem Katalysator beobachtet wurde. Dieses Verhalten zeigt
ferner, daß eine Vanadium-Mindestbeladung für den frischen
porösen Aluminiumoxid-Katalysator notwendig ist, um seine maximale
Aktivität zur Vanadiumabtrennung zu erreichen, und daß
dieser Wert 1,5-2 Gew.-% Vanadiumbeladung beträgt.
Claims (3)
1. Verfahren zum Entmetallisieren von Erdölrückständen
mit einem Vanadium-Gehalt von mindestens 10 ppm mittels
Wasserstoff in einem katalytischen Fließbettreaktor,
bei dem als Katalysator teilchenförmiges aktiviertes
Aluminiumoxid eingesetzt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß man
- a) das Fließbett bei einem Wasserstoffpartialdruck von 70 bis 210 bar, einer Temperatur von 370 bis 455°C und mit einer Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit von 0,2 bis 2,0 V/h/V betreibt,
- b) gebrauchten Katalysator, im wesentlichen bestehend aus Aluminiumoxid mit darauf niedergeschlagenen Kohlenstoff und metallischem Vanadium, erst dann und kontinuierlich abtrennt, wenn der Katalysator einen Vanadium-Gehalt von mindestens 0,5 Gew.-%, bezogen auf den Katalysator, und eine Katalysatoralterung von größer als 100 l/kg errreicht hat, wobei der eine Teil des abgetrennten Katalysators durch Abbrennen des darauf niedergeschlagenen Kohlenstoffs auf weniger als 2 Gew.-%, bezogen auf den Katalysator, ohne Abtrennung des niedergeschlagenen Vanadiums regeneriert wird,
- c) den nach Verfahrensmerkmal b) abgetrennten und regenerierten Vanadium/Aluminiumoxid-Katalysator in den Reaktor kontinuierlich zurückführt und daß man nur dann
- d) zusätzlich teilchenförmiges aktiviertes Aluminiumoxid in gewichtsmäßig gleicher Menge in den Reaktor einspeist, wenn ein Teil des gemäß Verfahrensmerkmal b) abgetrennten Katalysator zur endgültigen Abtrennung von Vanadium aus dem Verfahren genommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man gemäß Verfahrensmerkmal c) abgetrennten, gebrauchten Katalysator
in einer derartigen Menge verwirft und durch eine entsprechende
Menge an teilchenförmigen aktivierten Aluminiumoxid
ersetzt, damit ein Vanadium-Gehalt von 20 Gew.-%,
bezogen auf den Katalysator, nicht überschritten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vanadium-Gehalt unter 10 Gew.-%, bezogen auf den Katalysator,
gehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US482277A US3893911A (en) | 1974-06-24 | 1974-06-24 | Demetallization of high metals feedstocks using regenerated catalyst |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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