DE2527349A1 - Verfahren zum zuechten von pflanzenvarianten mit verbesserten eigenschaften - Google Patents
Verfahren zum zuechten von pflanzenvarianten mit verbesserten eigenschaftenInfo
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Description
Verfahren zum Züchten von Pflanzenvarianten mit verbesserten Eigenschaften · t.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Züchten von Pflanzenvarianten mit verbesserten Eigenschaften. Mit der Erfindung
sollen^Pflanzen dadurch verbessert werden, dass vollständig
neue phenotypische Eigenschaften geschaffen werden, die im Fall einer vegetativen Vermehrung beständig sind und die oei
genetischer Vermehrung unmittelbar fixiert v/erden, ohne den Vorteil
der Auswahl genetischer vorheriger Eigenschaften aufgeben
zu nüssen.
Bei einer Tflanze oder einem G-ev.'ächs kann r.an annehmen, dass das
!Funktionieren in den Zellen durch ein "rohes" genetisches Potential
bestimmt wird, das in jedem der Zellkerne des Individuums identisch ist, sowie durch das System oder die epigenetische
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Umgebung, die dieses feste Funktionieren in deren Regulierung verändert. In der vorliegenden Beschreibung bedeutet der Ausdruck
"System oder epigenetische Umgebung" eine Gesamtheit von Veränderlichen, die beim Funktionsablauf in der Zelle eine Rolle
spielen, nämlich
1) das zellbildende Gel, das die Elemente des Stoffwechsels enthält und das bestimmte biochemischen und biophysikalischen
Gleichgewichten in jedem Augenblick unterworfen ist;
2) Strukturen der Membrane und in der Zelle vorhandene Strukturen,
beispielsweise vom Chlorophyll gefärbte Pflanzenzellen (= Sitz der Photosynthese oder Chloroplast) und Iviitochondrien
(= Teil des Chondrions der Zellen);
3) diejenigen Wirkungen, in denen sich die Lage jeder Zelle überlagern, und zwar bezüglich der Gesamtheit der Pflanze, und
die ein Funktionieren bewirken, das in eine besondere Richtung ausgerichtet ist, und zwar bezüglich der anderen Zellen, deren
Funktionieren damit koordiniert wird;
4) das fluktuierende Umgebungsmilieu, in dem die Pflanze wächst.
Die genetische Information kann sich auf · verschiedene Art und Weise ausdrücken, wobei sie dieser Gesamtheit der Faktoren unterworfen
ist, deren Wirkung sich identisch in jeder Generation wiederholt. Dies zeigt z.B. die Heterophvllie gewisser Pflanzen,
beispielsweise Sagittaria sagittifolia, Salvinia, usw.
Mit der vorliegenden Erfindung wurde gefunden, dass es möglich ist, ausgehend von einer einzigen und konstanten genetischen
Information verschiedene Ausdrücke dieser Information zu erhalten, und zwar lediglich durch imderung der epigenetischen Umwelt.
Diese Änderung erfolgt ohne Einfluss eines auf die Zellen ausgeübten Drucks durch Kultur von "Geweben" in vitro.
Man hat schon die Variabilität von regenerierten Pflanzen studiert, die mittels Kultur von Geweben in vitro erhalten wurden.
Vgl. hierzu die Arbeiten von Lutz (Rev. Gen. Bot., 1969, 76,
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309-359), die das Studium von morphogenetischen Verhaltensweisen
von Gewebekultüren betreffen. Der Artikel beschreibt, dass der
normale Tabakstamm für seinen Unterhalt ausser einem Grundmilieu, beispielsweise das .Milieu von "KNOP" (vgl. "La Culture des Tissus
Vägetaux", GAUTHEHET R.J. 1959-Ed. Masson et Cie.) oder das
Milieu von "LIURaSHIGE J. und SKOOG F. /"1962 Revue Physiologia
Plantarum J_5 Seite 473_7, Kinetin und AIA (indolessigsäure)
oder Kinetin und 2-4 D ( 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure).
J. Mousseau hat ausserdem die Variabilität einer Pflanzenpopulation
untersucht, die aus Neubildungen von Tabak in vitro entstanden sind (Colloque International du G.N.R.S. 293 - Culture
de Tissus de Plantes - Strasbourg, 234-239)·
Auch bezüglich anderer Pflanzen wurden Studien durchgeführt. Hier kann man beispielsweise die Arbeit von Pelletier et al. zitieren
/Ann. Amelior. Plantes 1971; 21, (2) 221-233.7 "bezüglich der
Kultur von weissem Klee in vitro.
Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung, welches im folgenden
näher erläutert werden wird, gestattet es, ausgehend von einer Pflanze, die einzigartige und fixierte genetische Eigenschaften
hat, Varianten durch Veränderung der epigenetischen Umgebung zu erzeugen. Die Eigenschaften der Varianten bleiben nach
mehreren Selbstbefruchtungen konstant. Durch Kreuzung zwischen den Varianten oder Abarten erhält man ohne einen äusseren genetischen
Einfluss eine kräftigere Pflanze. Der Ausdruck "kräftiger"
bedeutet im Zusammenhang dieser Erfindung eine Pflanze, die schneller und besser wächst und die widerstandsfähiger ist, insbesondere
gegenüber Über- oder Untertemperaturen, gegenüber Oranismen, beispielsweise Viren und "Pilzen und gegenüber anderen
Faktoren, die normalerweise das Wachstum einer Pflanze stören, und zwar stets verglichen mit einer Kontrollpflanze derselben
Art, die durch normale Vermehrung erhalten wurde.
In der vorstehenden Beschreibung bedeutet der Ausdruck "Pflanze" landwirtschaftliche Pflanzen und Küchenpflanzen. Bezüglich der
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-A-
landwirtschaftlichen Pflanzen v/ird beispielsweise auf Getreide
(V/eizen), Gerste, Soja, Raps, Mais, insbesondere die in.,-Generation
der Homozygoten der Hybriden von Mais usw. verwiesen. Als Beispiel für Küchenpflanzen, die bei der vorliegenden Erfindung
verwendet v/erden künnen, seien erwähnt Salat, Erbsen, Bohnen und ähnliche Pflanzen.
Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung-besteht in den
folgenden Schritten:
a) Es wird in ein synthetisches Währmilieu Gewebe eingesetzt und kultiviert, welches aus dem Keimprozess von Samenkörnern
einer einzigen Mutterpflanze erhalten wird. Das Mahrmilieu
für die Kultur besteht einerseits aus einem Grundmilieu, das aus Mineralsalzen, Nährstoffen, Eisen und Saccharose besteht,
und andererseits aus Wachsturnssubstanzen in ausreichender Menge,
um die Bildung von Keimlingen zu ermöglichen.(cal = wörtlich
übersetzt "Schwiele" wird im folgenden als Keimling bezeichnet).
b) Die so ausgebildeten Keimlinge werden in ein morphogenes Milieu pikiert, das aus dem vorstehend definierten Grundmilieu
besteht, dessen Gehalt an Saccharose und an Wahcsturnssubstanzen
unterschiedlich ist.
c) Man topft die so erhaltenen Pflanzen ein.
Durch Selbstbefruchtung der auf diese Weise erhaltenen Pflanzen erhält man überraschender- und unerwarteterweise Familien von
Nachfolgegenerationen, die fixierte genetische Eigenschaften haben, ohne dass ein genetischer äusserer Einfluss stattgefunden
hatte. Durch Kreuzung zwischen diesen Familien erhält man zusätzlich kräftigere Pflanzen.
Um nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens nach der
Erfindung Varianten von Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften zu erhalten, führt-man die folgenden Verfahrensschritte aus:
a) Man aetzt die Keimblätter oder Gewebe, die sich aus dem
Keimen vom Samenkorn einer einzigen Mutterpflanze ergeben, in
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das vorstehend definierte Nährmilieu und kultiviert sie, um
Keimlinge zu formen,
b) man pikiert die so gebildeten Keimlinge in das vorstehend definierte morphogene Milieu,
c) man topft die so erhaltenen Pflanzen ein,
d) man vermehrt die Pflanzen durch geschlechtliche Vermeh-
Die aus einer einzigen Variante der Pflanze nach der Erfindung hervorgehenden Samenkörner, d.h. einer Pflanze, die genetisch
fixierte Eigenschaften hat, oder mit anderen V/orten einer homozygotischen Pflanze, werden unter sterilen Bedingungen gekeimt.
Ein Beispiel für das Keimen von Samenkörnern unter sterilen Bedingungen wird weiter unten am Beispiel von Salat gegeben. ·--
Das beim ersten Verfahrensschritt nach der Erfindung zur Anwendung
gelangende synthetische Mährmilieu ist ein nicht-morphogenes Milieu, das, wie vorstehend angedeutet, einerseits aus einem aus
Mineralsalzen, Nährstoffen, Eisen und Saccharose bestehenden Grundmilieu besteht und andererseits aus geeigneten V/achstumssubstanzen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung kommt eine Gesamtheit von Mineralsalzen zur Anwendung, die aus Makroelementen und aas Uikroelementen
bestehen. Beispiele für Makroelemente und Mikroelemente, die für die Zwecke der Erfindung geeignet sind, werden weiter
unten gegeben.
Bezüglich der für die Zwecke der -Erfindung geeigneten Y/achstumssubstanzen
sei beispielsweise auf OL-Indolbuttersäur.e (AIB) verwiesen,
Qt-HaphthaliiBSsig—säure (ANA), 6-Furfuryl amino pur in
(Kinetin), 2,4-Dichlorphenoxyessig—säure oder (2,4 D), Indol
säure (AIA), Benzyladenin (BA) oder jede andere analoge Wachstums
sub stanz, die der Pachmann verwendet. Die vorstehend angegebenen Hamen oder Abkürzungen in Klammern sind für den Pachmann
geläufig. Sie werden im weiteren Verlauf dieser Beschreibung verwendet. Der Pachmann kann durch itoutineversuche die Konzentra-
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tionen der Waehstumssubstanzen bestimmen, die für die Zwecke der
Erfindung geeignet sind.
Die Kultur im synthetischen Nährmilieu wird bei der Erfindung vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 18 und 23 C null bis
18 Stunden lang pro Tag durchgeführt, und zwar unter den wirksamsten Beleuchtungsbedingungen, um die Chlorophyllassimilation
zu begünstigen. Diese Bedingungen sind für den Fachmann leicht zu bestimmen.
Das Nährmilieu enthält eventuell ein Geliermittel, beispielsweise Agar. Das Hydrolysat des Kasein und der Milch der Kokosnuss
können für flüssige Kulturmilieus verwendet werden.
Der pH-Wert der Milieus kann in grossen Grenzen schwanken, ohne das Wachstum des Keimlings zu stören. Für die Verfestigung des
Nährbodens bevorzugt man jedoch einen pH~Yfert in der Grössenordnung
zwischen 5,7 und 6,5. Bei flüssigen Nährmilieus liegen geeignete pH-Werte im Bereich zwischen 5,5 und 6,5.
Eisen wird vorzugsweise dem Nährmilieu in Gegenwart eines Chelatmittels
zugefügt, beispielsweise in Gegenwart van Äthylendiamintetraessigsäure
(SDTA).
Ss ist besonders vorteilhaft, die Keimlinge beim Verfahren nach
der Erfindung in nicht-morphogenen Bedingungen während einer Mindestzeit von wenigstens 2 aufeinanderfolgenden Umpflanzungen
oder Pikierungen zu halten.
Die so gebildeten Keimlinge werden anschliessend in ein morphogenes
Milieu pikiert. Das morphogene Milieu, das bei der Erfindung zur Anwendung kommt, besteht aus einem Grundmilieu, das beim
Verfahrensschritt der nicht-morphogenen Kultur ausgebildet wurde, und zwar einem Grundmilieu, bei dem der Gehalt an Saccharose unterschiedlich
vom Gehalt in nicht-morphogenem Milieu ist, sowie unterschiedlich zu einer oder mehreren V/achstumssubstanzen. Man
pflanzt einmal um oder man lässt den Keimling sich regenerieren.
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Die Konzentrationen "bezüglich der Wachstumssubstanzen im morphogenen
Milieu sind unterschiedlich von denen des nicht-morphogenen Milieus. Pur den Fachmann ist es einfach, durch Routineversuche
diese Konzentrationen zu bestimmen. Man kann jedoch sagen, dass das morphogene Milieu im allgemeinen nicht 2,4 D
enthält, weil diese Substanz im morphogenen Milieu vorliegt.
Die so erhaltenen Pflanzen werden anschliessend eingetopft und zunächst unter Bedingungen kultiviert, die im wesentlichen den
Bedingungen für die morphogene Kultur entsprechen, und die im folgenden für Salat definiert werden. Die Bedingungen werden
nach und nach den normalen Umweltbedingungen angepasst (Aussenkultur).
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden anhand der Fig. 1 näher erläutert, woraus sich weitere wichtige Merkmale
ergeben.
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden genauer unter Bezugnahme auf Salat beschrieben, ohne dass dies eine Beschränkung
bedeutet.
In dieser Beschreibung wird der Ausdruck "Salat" in seinem weitesten
botanischen Sinn verwendet. Er ist synonyjn mit der genaueren
botanischen Bezeichnung "Lactuca sativa L". Eine bibliografische
Referenz, die sich auf die Gesamtheit dieser Art erstreckt, ist "Cultures maraichores" von Laumonnier R-1962 /"J.B.
Baillere -Nelle Sncycl, Agricole Band
V/ie vorstehend angedeutet, keimen die Samenkörner unter sterilen
Bedingungen. Ss wird bevorzugt, die Samenkörner des Salats wie folgt keinem zu lassen:
Nach dem Anfeuchten in einem feuchten Kittel, beispielsweise
■t-
dem Mittel, das unter dem Handelsnamen "Teepol" erhältlich ist,
werden die Samenkörner in absolutem Alkohol sterilisiert und anschliessend in 8 #-igem Calciumhypochlorid 20 Minuten lang.
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Sie werden anschliessend dreimal mit sterilem i/asser gewaschen. Dann werden sie steril auf ein feuchtes Filterpapier in eine
Petrischale abgelegt. Sie werden 48 Stunden lang in einem Kühlschrank einer Temperatur von 4 C ausgesetzt, um das Keimen zu
regulieren und um eine eventuelle Dormanz zu heben.
Das Keimen erfolgt im Treibhaus oder in einem Wärmeschrank bei einer Temperatur zwischen etwa 20 und 23°C. Das Keimen kann im
Dunkeln erfolgen. In diesem Fall erhält man eine starke Verlängerung
des Stengels. Es kann auch bei Tageslicht erfolgen, beispielsweise
mit Beleuchtungszeiten zwischen etwa 8 und 12 Stunden, wodurch ein schnelleres Keimen und ein kürz'erer Stengel erhalten
wird.
Nach 4 bis 5 Tagen zeigt sich eine weisse Wurzel, die mit Häärchen
bedeckt ist, anschliessend mit dunkelgrünen Keimblättern, die dann im Glas (in vitro) unter sterilen Bedingungen nach dem
Verfahren nach der Erfindung kultiviert werden.
Das verwendete Milieu für die Kultur bei dem Verfahren nach der Erfindung wird wie vorstehend erläutert gebildet:
A) aus einem Grundmilieu, das enthält:
1) eine Gesamtheit von Mineralsalzen, die aus Makroelementen und Mikroelementen bestehen,
2) Nährstoffen,
3) Eisen in Gegenwart eines Ghelatmittels, beispielsweise
Äthylendiamintetrftessigsäure (EDTA) und
4) Saccharose;
und B) aus Wachsturnssubstanzen, die aus einer der vorstehend erwähnten
Substanzen ausgewählt werden, die vorzugsweise sind:
OC-Naphthalinessigsäure (ANA) und/oder 6-Furfurylaminopurin
(Kinetin)·
Das Nährmilieu enthält eventuell wie vorstehend erwähnt ein Geliermittel, beispielsweise Agar. Falls es sich um ein Milieu
für flüssige Kulturen handelt, können das Hydrolysat von Kasein
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und der Kokosnussmilch verwendet werden.
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Der pH-Wert der verwendeten Milieus kann in grossen Grenzen variieren,
ohne das Wachstum des Keimlings zu stören. Zwecks Verfestigung des Nährbodens verwendet man jedoch vorzugsweise einen pH-Wert
in der Grössenordnung zwischen 5,7 bis 6,5. Bei flüssigen Milieus
sind geeignete pH-Werte im Bereich zwischen 5,5 und 6,5.
Die im Nährmilieu enthaltenen Makroelemente werden wie folgt zusammengesetzt:
Kali- und Ammoniumnitrat, Magnesiumsulfat (KgSO4,
7H2O), Calciumchlorid (CaCl2, 2H2O) und Kaliuramonophosphat. Die
Gesamtheit der Mineralsalze wird auf dem Fachgebiet im allgemeinen als "Makroelemente von Murashige und Skoog" bezeichnet /"Revue
Physiologia Plantarum JJj, Seite 473_J7.
Die im Kulturmilieu enthaltenen Mikroelemente sind Mangansulfat,
Zinksulfat und Kupfersulfat, Kali3odid,Borsäure, Calciumchlorid und
Doppeloxyd von Molybdän und von Natrium. Diese Gesamtheit der Elemente sind "die Mikroelemente von Murashige und Skoog". Nach
einer abgeänderten Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung
können Calciumchlorid und Doppeloxyd des Molybdäns und des Natriums durch die Gesamtheit ersetzt werden, die vorstehend als
Aluminiumchlorid (Al Cl5, 6H2O) und Nickelchlorid (NiCl2, 6H2O)
beschrieben wurden. Diese andere Gesamtheit der Mikroelemente wird im allgemeinen "Mikroelemente von Heller" genannt /"vgl.
"La Culture de Tissus Yegetaux" von Gautheret, am angegebenen 0rt7«
Die Mengen der Makroelemente und Mikroelemente, die notwendig sind, um ein Liter des Kulturmilieus nach der Erfindung herzustellen,
sind wie folgt:
Vakroelemente SKOOG
Mikroelemente SKOOG
Salz
Gewicht in mg/1 des Milieus
Salz
Gewicht in mg/1 des Milieus
NH4ITO3
KNO.
KNO.
'3
CaCl2,
MgSO4,
MgSO4,
1650 1900
(2 H2O) 440
(7 H2O) 370
170
MnSO4, (4 H2O)
ZnSO4, (7 H2O)
H3BO3
ZnSO4, (7 H2O)
H3BO3
Na2MoO,, (2 H2O)
/ i
/ i
2 CuBO
50988*2
(5
22,300 8,600 6,200
0,830 0,350
0,025
Nach der vorstehend beschriebenen Abänderung kann man auch
folgende Zusammensetzung nehmen:
folgende Zusammensetzung nehmen:
| Makrοelemente SKOOG | H5BO3 | Hikr0elemente H3LLER | Gewicht in mg/1 | H2O) | 1,000 |
| ςη1, Gewicht in mg/lg | ZnSO4, | des Milieus | 0) | 1,000 | |
| ucU-z des Milieus | MnSO4, | H2O) | 0,076 | ||
| NH4NO3 1650 | CuSO4, | H2O) | 0,030 | ||
| KNO5 1900 | AlCl3, | (7 | 0,050 | ||
| CaCl2, (2 H2O) 440 | KJ | (Hp | 2°) | 0,010 | |
| MgSO4,(7 H2O) 370 | NiCl2 | (5 | 0,030 | ||
| KH2PO4 170 | (6 | ||||
| (6 H | |||||
Wie vorstehend angedeutet, enthält das Kulturmilieu auch die
nachstehend zitierten Nährstoffe in den folgenden Proportionen
für einen liter des Kulturmilieus:
nachstehend zitierten Nährstoffe in den folgenden Proportionen
für einen liter des Kulturmilieus:
Meso-inosit Calciumpantothenat Nikotinsäure Vitamin B6-Pyridoxin
Vitamin B1-Thiamin Biotin
100,00 mg 1,00 mg 1,00 mg 1,00 mg
1,00 mg 0,01 mg
Diese Gesamtheit der Nährstoffe wird im allgemeinen als "Nährstoffe
von Morel" bezeichnet /vgl. GAUTHERET am angegebenen Orte/.
Eisen wird vorzugsweise dem Nährmilieu in Anwesenheit eines Chela.tmittels
zugefügt, beispielsweise in Anwesenheit von Äthyiendiamintetraessig—säure
(EDTA). Kan verwendet beispielsweise für einen
Liter Nährmilieu 37,2 mg Na2 EDTA und 27,8 mg PeSO4 (7 H2O), was
einer Eisenkonzentration von 5,6 mg/l entspricht.
Liter Nährmilieu 37,2 mg Na2 EDTA und 27,8 mg PeSO4 (7 H2O), was
einer Eisenkonzentration von 5,6 mg/l entspricht.
Versuche haben gezeigt; dass jede Wachsturnssubstanz, die im Kulturmilieu
vorliegt, beim Salat erfindungsgemäss in einer Konzentration
verwendet werden soll, die nicht grosser sein soll als 1 mg/l
(10"* ^ g/l), bezogen auf das Nährmilieu. Eine höhere Konzentration
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als 1 mg/l verhindert die Entwicklung des Stammes. Andererseits
kann der Fachmann leicht die Mindestmenge der Wachsturnssubstanz
bestimmen, die notwendig ist.
Nach der Erfindung ist eine Konzentration jeder Y/achs turns subs tanz,
die im Kulturmilieu vorliegt, von 1 mg/1 wirksam, um das Y; achs en
der Keimline beginnen zu lassen. Sine zwei- bis fünfmal grössere
Menge reicht im allgemeinen aus, um die Entwicklung sekundärer Keimlinge aufrechtzuerhalten, die von primären Keimlingen ausgeht.
Man hat gezeigt, dass die Viachsturnssubstanz AHA, die in geeigneten
Mengen mit dem Grundmilieu nach der Erfindung verwendet wird, zur Wurzelbildung führt, dass die Mischung ANA-Kinetin die Ausbildung
von Knospen begünstigt und dass die Wachsturnssubstanz
Kinetin es gestattet, den Keimling in nicht-morphogenen Bedingungen
zu halten. Der Fachmann kann leicht die zu verwendende Substanz und deren Konzentration in Abhängigkeit von der betreffenden
Wachsturnsphase bestimmen.
Andererseits haben Vergleichsversuche, die in synthetischen Nährlösungen durchgeführt wurden, die sich von denen nach der
Erfindung unterschieden, und zwar in der .Zusammensetzung ihres
G-rundmilieus oder in der Art der Wa chs turns sub st anz en, gezeigt,
dass die bei der Erfindung zur Verwendung kommenden Kulturmilieus spezifisch für die Entwicklung der Keimlinge mittels Kultur der
G-ewebe in vitro im Pail von Salat sind.
Die Kultur in einer synthetischen Nährlösung wird erfindungsgemäss
vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen etwa 18 und 230C 0 bis 18 Stunden pro Tag lang durchgeführt, und zwar unter
den günstigsten Belichtungsbedingungen, um die Chlorophyllassimilation zu begünstigen. Diese Assimilationsbedingungen sind-für
den Pachmann leicht zu bestimmen. Die Kulturen in flüssigem fcilieu
werden im allgemeinen bei 200C und 15 Stunden am Tag durchgeführt.
Bei Salat verläuft die Ausbildung der Wurzeln nicht gleichzeitig mit der Ausbildung der Keime des Keimlings. Die Wurzelbildung
kann ohne Zusatz von Wachstumssubstanzen stattfinden, aber die
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Latenzzeit ist oft grosser als ein üonat. Bach dein Verfahren
nach der Erfindung werden die Keimlinge in ein morphogenes Milieu pikiert, das eine Vachsturnssubstanz enthält, die die
Ausbildung der Keime induziert. Man entnimmt sobald es eine sichtbare Regeneration auf dem Keimling gibt, die Keime, sobald
diese eine ausreichende Grosse haben. Man setzt sie in ein morphogenes Milieu, das eine vvachstumssubstanz hat, die die
Y/urzelbildung einleitet: Ein solches Milieu wird im folgenden
wurzelbildendes Milieu genannt. Dieses wurzelbildende Milieu besteht aus dem vorstehend definierten Grundmilieu mit zusätzlicher
Saccharose und einer Wachs turns subs tanz die od.-Naphthalinessigsaure
ist (ANA) oder OC-Indolbuttersäure (AIB) und Agar.
Agar wird in ausreichender Menge verwendet, um die Keime an Ort und Stelle zu halten, und um nicht die Aussendung von Wurzeln
zu stören. Man hat gefunden, dass zum Überleben der Keime auf die Saccharose nicht verzichtet werden kann, v/eil eine totale
Abwesenheit von Agar nicht die Ausbildung von Wurzeln favorisiert.
Der pH-',Vert des wurzelbildenden Milieus liegt vorzugsweise zwischen
5>7 und 6,5.
Ein wurzelbildendes Milieu, das für die Zwecke der Erfindung besonders
geeignet ist, enthält das vorstehend definierte Grundmilieu, dem man pro Liter etwa 20 - 35 g, vorzugsweise 30 g
Saccharose und die Yifachstumssubstanz zugeführt hat. Die für die
Keimlinge wurzelbildende Substanz ANA leitet die Regeneration von dichten und knotenreichen Wurzeln ein. Andererseits verhindert
sie deren. Aussendung bei Konzentrationen über 10 g/l·
Im Gegensatz dazu ist die Substanz AIB bei zehnmal schwächeren Dosen wirksam und bewirkt weniger häufig anormale V/urzeln. Die
für die V/urzelbildung der Keime ,bevorzugte V/achs turns subs tanz
nach der Erfindung ist also AIB. Der zweite Verfahrensschritt des Verfahrens nach der Erfindung wird vorzugsweise bei einer
Temperatur zwischen etwa 5 und 200G, vorzugsweise bei etwa 15°C,
8 Stunden lang pro Tag durchgeführt. Am Ende eines Zeitraumes zwischen 7 und 21 Tagen etwa können die Keime eingetopft werden.
Durch das Verfahren nach der Erfindung können Varianten von Salat erhalten werden, wie dies die nachstehend erläuterten Versuchs-
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ergebnisse zeigen. Diese Varianten unterscheiden sich von allen Varianten, die durch die herkömmlichen Mutationsmethoden erhalten
worden sind. Die während der Kultur der "Gewebe" in vitro induzierten Abänderungen verändern die epigenetische Umgebung
der Zelle. Diese epigenetischen Variationen rufen keine Änderungen des Genoms hervor, jedoch in der Abfolge und Intensität des
Programms, oder sie betreiben die Entwicklung von redundanten Genen.
Der Phenotyp jeder nach der Erfindung erhaltenen regenerierten
Pflanze ergibt sich aus '.Wirkungen zwischen einer intakten genetischen
Information, der eingeführten zellenbildenden Störung während der Kultur der "Gewebe" auf dem Niveau der Keimlinge,
wovon er ein Resultat ist, und der Umweltbedingungen, in denen sich die Pflanze entwickelt.
Die zellenbildende Störung, die während der Kultur der "Gewebe"
in vitro des Keimlings induziert wird, ist umso akzentuierter, als die Keimlinge über eine gev/isse Zahl von Umpflanzungen in
nicht-morphogenen Bedingungen gehalten werden. Unter diesen Bedingungen ist jede Zelle sehr wenig "spezialisiert". Ihr Niveau
oder zellbildender Zustand verändert sich wenig. Das funktionieren
des Genoms kann also ein sehr grosses Variationsfeld haben:
- Zunächst, bedingt durch die geringe Anziehung, die auf die Zelle einwirkt und sie aus ihrer Regulierung "abweichen"
lässt, d.h. bei der Änderung des Ausdrucks der Gesamtheit des Genoms, die mit dem epigenetischen Zustand verbunden sind;
- des weiteren, weil die "ZeilVariante", die im Kern des
Keimlings erscheint, leicht überlebt, v/eil von ihr wenig Leistung verlangt wird.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Abänderungen vorzugsweise
während der Kultur der amorphen Keimlinge eingeführt werden, d.h. erst von der Morphogenese der Keime ausgehen, die
man möglicherweise wahrnimmt. Die geerbte Information der neu geformten Pflanzen kann verwendet oder "befreit" werden, und
zwar nach einem besonderen Programm, das von demjenigen der Vergleichspflanzen abweicht.
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Es wird somit insbesondere bei dem Verfahren nach der Erfindung bevorzugt, dass die Keimlinge wenigstens zwei oder drei aufeinanderfolgende
Umtopfungen lang in nicht-morphogenen Bedingungen gehalten werden. Eine grössere Anzahl von Umtopfungen, beispielsweise
sechs Umtopfungen oder mehr, ist nicht notwendig, um Varianten zu erhalten. In gewissen Fällen kann dies jedoch ohne Nachteil
geschehen. Derartige Bedingungen werden beispielsweise erhalten, wenn die Kulturen vom primären Keimling an im Dunkeln
gehalten werden oder wenn nur Kinetin ohne Kupplung mit ANA verwendet wird oder durch mechanische Einwirkung» wodurch die
Zellmenge von der Kultur aus dem bewegten flüssigen Milieu abgeschieden wird. Die Kulturen werden vorzugsweise im Dunkeln gehalten
ausgehend vom primären Keimling während zwei bis drei Umtopfungen.
Das Verfahren nach der Erfindung kann bei allen Arten von Salat angewendet werden, nämlich Gewächshausarten, Wintersalat usw.,
beispielsweise die Arten "VaI d'Orge", "Gallega", "Averya Ep7",
"Batavia".
Bei dem synthetischen Nährmilieu nach der Erfindung ergibt 3ich die Ausbildung eines primären Keimlings," der sich dem Milieu
anpasst, indem neue Substanzen verarmt oder freigesetzt werden. Das Pikieren in ein neues Milieu, das/aem Anfangsmilieu identisch
ist, zerstört das vorher ausgebildete Gleichgewicht im Keimling und führt zu einer schnellen Nekrose. Auf diesem Niveau wird eine
Vergiftung vermieden, indem die Belastung des Milieus an Wachstumgssubstanzen
verringert wird. Versuche haben gezeigt, dass die Stengelbildung, die Vermehrung oder Regeneration von durch das
Nährmilieu verursachten Wurzeln,, welches Nährmilieu für die Ausbildung der primären Keimlinge verweniet wird, dass diese Phänomene
unverändert bleiben, wenn die Keimlinge in dasselbe Grundmilieu pikiert werden, das etwa zwei bis fünfmal weniger Wachstumssubstanz
enthält...
Die primären Keimlinge können dazu dienen, flüssiges Milieu auszusäen.
Einen Monat nach dem Beginn des Kultivierens kann man
feststellen, dass die Keimlinge verwittert sind, und dass die
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Zellmengen sich aktiv vermehrt haben. Sie bilden eine dichte
Kultur aus, deren Farbe gelb, okergelb oder hellgrün ist, je nach
den Keimlingen. Die Zellvermehrung im bewegten flüssigen Milieu
ist viel schneller als die Zellvermehrung im Nährmilieu. Dies beruht darauf, dass die Wachstumssubstanzen viel schneller zu
allen Zellen der Keimlinge gelangen:als bei einem LIilieu mit
einem Nährboden, v/o es eine gewisse Latenzzeit gibt, die der Ausbreitung der V/achstumssubstanzen entspricht, um in das Innere
der Keimlingszellen zu kommen. Die Kultur im flüssigen Milieu ist eine Variante der Erfindung, insbesondere um morpho-
gene Bedingungen zu erhalten. Das Plaseinhydrolysat und Kokosmilchhydrolysat,
die verwendet v/erden, um das flüssige LIilieu auszubilden,
gestatten es jedoch nicht, vollständig identische Milieus zu erhalten, weil dies Naturprodukte sind. Die bevorzugte Perm
für das synthetische Nährmilieu nach der Erfindung ist somit der Nährboden.
Durch Kultur in vitro erhält man nach der Erfindung eine sehr breite Spanne verschiedener Neubildungen. Dies entspricht der
Homozygotenstruktur. Es gibt alle Zwischenformen zwischen rohen Umrissen einer organisierten Struktur und einem Keim, nämlich:
- grüne Xnötchen, die Auswüchse bilden, "'
- Blätter, die direkt aus dem Keim spriessen;
. mit besonderer durchsichtiger Textur, etwa wie "eingemacht"-mit unregelmässiger und schlecht definierter
Kontur ohne Achse oder gut strukturierte Nerven; . dicke, dunkelfarbige,runde oder sehr zackige Blätter;
• feinere zartgrüne und konische Blätter;
- Knospen mit sehr geraden Blättern.
Man kann keine Y.urzelbildung bei diesen verschiedenen Formen beobachten,
die dem Tode geweiht sind.
Is gibt verschiedene Keimformen:
1) rosettenförmig', mit sehr grossen, runden Blättern,
2) mit sehr langen Zwischenknoten und "buschigen" und
schlecht ausgebildeten Hilfsknoten,
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252734S
3) mit Verwachsungen, die während des ganzen Wachstumszyklus erhalten bleiben,
4) mit Blättern, die von einer Pflanze zur anderen verschieden sind, aber auch bei derselben Pflanze:
unregelmässig geformte Blätter mit blattstielartigem Konus und waffelartigen Abweichungen. Diese Organe erscheinen
nur am Anfang der Morphogenese. Anschliessend nimmt der Prozess der Differenzierung reguläre Pormen
an, und der Keim benimmt sich normal.
Die ausgebildeten Keime v/erden anschliessend pikiert, wie vorstehend
angedeutet, und zwar in ein wurzelbildendes Milieu.
In diesem Stadium erfolgt eine erste natürliche Auslese der Keime (Plantule = Keim oder kleine Pflanze). Nur die Individuen, die
verwurzeln, können eingetopft werden und ihren Zyklus durchführen.
Dies zeigt die Bedeutung des wurzelbildenden Milieus.
Wenn die Wurzeln gebildet sind, bildet die Aufnahme in der Erde
eine zweite Barriere einer Gegenauswahl. Die Keime kommen aus
sterilen Behältern, die sehr feucht sind. Die sehr dünnen Blätter und auch die Wurzeln sind sehr zerbrechlich. Sie müssen sehr vorsichtig
behandelt werden und sind auch bezüglich Austrocknung und Verfaulen empfindlich.
Damit sich die Pflanze unter besten Bedingungen entwickeln kann, v/erden die Töpfe in ein kleines Gewächshaus eingesetzt. Sie werden
18 Stunden pro Tag beleuchtet. Im Verlauf einer Woche geht man von gesättigter Luft auf einen Feuchtigkeitsgrad der Luft über,
der dem der Aussenluft entspricht-, indem die Abdeckung des Gewächshauses nach und nach angehoben wird.
Chromosomenzählungen, die an den so erhaltenen"? "-Pflanzen (P-Generation
oder Eltern-Generation) durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass jede Pflanze eine normale Chromosomenzahl hat, näm-r
lieh 2n = 18. Diese ist identisch mit der der einzigen Liutterpflanze,
von der sie abstammen. Dies zeigt, dass es keinen Chro-
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252734S
inosoiiienverlust gegeben hat.
Dennoch hat man festgestellt, dass die erhaltenen P0-Pflanzen
bezüglich Vergleichspflanzen, die durch normale Vermehrung ausgehend
von Samenkörnern des Salats derselben einzigen Futterpflanze aufgezogen wurden, Unterschiede haben, und zwar sowohl
vom morphologischen Standpunkt aus, wie auch physiologisch. Als beobachtete Unterschiede kann man insbesondere feststellen:
- das schnellere Wachsen der P -Pflanzen. Diese wachsen schneller als gleichzeitig in Gewächshäusern und im Laboratium
kultivierte Vergleichspflanzen,
- in jedem Fall bildet sich der "Apfel" v/enig oder gar nicht.
Bei zu hoher Temperatur ist der 'tfuchs fast unmittelbar.
- die Entwicklung des Blütenzweiges,
- die Grosse bzw. Gestalt und Höhe der Pflanze, die kleiner
sind als normal draussen kultivierte Pflanzen.
Andererseits wurde festgestellt, dass es verschiedene Ξ-ntwicklungsmodalitäten
gibt, die auf der Jahreszeit beruhen, in der sich die P0-Pflanze entwickelt.
Es ist bekannt, dass Salat eine einhäusige Pflanze ist. Die Selbstbefruchtung
ist also leicht. Es genügt, die Gesamtheit der Blütenstände mit einem Sack zu schliessen, der unten gut geschlossen
wird. Dadurch vermeidet man die Befruchtung durch Insekten und den Verlust der Saatkörner der ersten reifen Fruchtstände.
Die sich aus jeder degenerierten PQ-Pflanze ergebenden Samenkörner
ergeben die P-,-Generation der Pflanze. Die Selbstbefruchtung der
P-j-Pflanzen ergibt die Generation P2 usw. Jede dieser Generationen
wird genetisch durch Kultur im Gestell untersucht. In der P1 -Generation
zeigt die Analyse, dass es Abtrennungen unter gewissen Familien geben kann. Hat man einmal die Varianten erhalten, die
sich auf diesem Niveau P-] nicht mehr trennen, so gibt es bis
zum Ende keine weitere- genetische Abtrennung. Die Chromosomenzahl
der Individuen ist immer normal (2n = 18). Andererseits wurde festgestellt, dass die Gesamtheit der Varianten der morphologi-
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~ 18 " 252734S
sehen Unterschiede Dezogen auf Vergleichspflanzen, insbesondere
eine Verringerung im Pflanzengewicht, eine Vergrösserung in der
Zahl der entwickelten Hilfsaugen ergibt, die meistens mit dem
Yifachstum einer grösseren Anzahl von Hilfsblättern verbunden ist,
während die Anzahl der Blätter des "Apfels" sich selten zu ändern scheint. Man konnte auch feststellen, dass eine Tendenz zur
Schaffung eines Pflanzentyps besteht, deren Grosse und gelegentlieh
auch deren grösste Blattlänge kleiner sind als bei den Vergleichspflanzen.
Abgesehen von den bereits erwähnten Unterschieden in der Kultur der Gewebe muss man auch darauf hinweisen, dass sich eine Abweichung
oder Seitenlinie ergibt, eine Verdoppelung des "Gedächtnisses" und der "Ansteckung", bezogen auf das Funktionieren
der Zelle.
Dies führt zu der Überlegung, dass die auf demselben Niveau einer neu gebildeten Knospe befindlichen Zellzonen einen zellbildenden
Zustand haben können, der ihnen eigen ist, wenn die Zellen, die jeweils diese Gebiete verursacht haben, selbst sieh in einem verschiedenen
epigenetischen Zustand befinden.
Diese Tatsachen gestatten es, die Anwesenheit von verschiedenen
Blatt-Typen an derselben regenerierten Pflanzen zu erklären.
Andererseits wurde festgestellt, dass es bei ein und demselben Stamm verschiedene Typen von Varianten gibt:
- ausgehend von verschiedenen Keimlingen und
- ausgehend von demselben Keimling.
Zwei Zellen eines bestimmten Keimlings haben keine identische Funktion, selbst wenn sie eng benachbart sind. Sie sind umso unabhängiger
voneinander, wie ihr Abstand voneinander wächst.
Bei der Korphogenese oder Umwandlung der Pflanzen der Generation
P1 und P2 hat man festgestellt, und zwar durch Analyse der Blattzahlen
bei verschiedenen Stadien, dass das Verhalten jeder Familie der Varianten oder der Vergleichspflanzen nicht statisch
ist. Es gibt eine eigene Entwicklung jeder Familie während des
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gesamten v7a chs turns zyklus. Jede Familie bildet ein System, das
seinen eigenen Rhythmus und seine eigene Parameter besitzt.
Die Selbstbefruchtung der Varianten ergibt keine Trennung vom
Mendelschen Typ. Man hat auch die Ergebnisse von reziproken Kreuzungen der Varianten mit den Vergleichspflanzen und den
Varianten zwischen diesen studiert. Die bezüglich der Vergleichspflanzen _t und der Varianten des Salats, der nach Kultur in
vitro und anschliessender Selbstbefruchtung erhalten wurde,
hat gezeigt, dass es eine Übertragung der Stärke gab, wenn man die nachkommen vergleicht, die sich aus der Kreuzung bzw. aus
der Selbstbefruchtung ergeben.
Nach der Erfindung kann man ausgehen von einer einzigen Salatart und durch Kreuzung in dieser Art eine homozygotische Pflanze
erhalten, die lediglich deshalb stärker ist, weil die epigenetische Umwelt verändert wurde. Diese neue Pflanze kann im Zeitraum
von etwa 3 Monaten erhalten werden. Dies bedeutet einen beträchtlichen Vorteil verglichen mit früheren Züchtungsverfahren, wobei
darauf verwiesen sei, dass bis heute die Züchtung einer homozygotischen Pflanze die Kreuzung einer Pflanze einer bestimmten
Art mit einer anderen Art über 8 oder 9 Generationen verlangt hat, bevor die Pflanze fixiert war, d.h. bevor eine homozygotische
Pflanze erhalten wurde.
Wie vorstehend erläutert ist das Verfahren nach der Erfindung auf landwirtschaftliche Pflanzen, beispielsweise G-etreide, Soja,
Hais, Gerste, Raps usw. und auf andere sog. Küchenpflanzen oder Gemüsepflanzen anwendbar.
Bezüglich des Getreides (V/eizen)-wird im folgenden die Zusammensetzung
eines Milieus gegeben, das für eine nicht-morphogene Kultur der Gewebe geeignet ist, die sich aus den Keimen einer
einzigen Llutterpflanze des Korns ergeben. Dieses Kilieu besteht
aus den folgenden Substanzen:
1. Ein Grundmilieu enthaltend:
- Makroelemente und IJikroelemente von MILLER
- Harnstoffe von PUJII (x 1 oder χ 10)
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und von Glyzin 2.10 kg/l
- Fe EDTA 10~4 M oder 0,5 10~4 M
- Agar 1 i°
- Saccharose 12 $
2. Sine Wachsturassubstanz, die 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
ist (2,4 D) (Konzentration 2,10" kg/l).
Ein für die Erfindungszwecke geeignetes morphogenes Milieu, ebenfalls
zur Aufzucht von Getreide, besteht aus dem vorstehend definierten Grundmilieu, bei dem der Saccharosegehalt bei nur 2 cß>
liegt und aus einer V/achsturnssubstanz, die aus Indolessigsäure
(AIA) in einer Konzentration von 10" besteht.
Im folgenden werden Beispiele für ein Milieu gegeben, das für
die nicht-morphogene Kultur von Geweben geeignet ist, das sich aus dem Keimen von Mais und Soja ergibt.
a) Grundmilieu
Mikroelernente und Makroelemente von MILLER wie vorstehend
definiert.
Saccharose 30 g/l
Eisen EDTA 5.10~5 kg/l
Nährstoffe FUJII 1 ml/l
b) Wachstumssubstanzen
2,4 D 5.1O"6 kg/l AIA 5.1O"7 kg/l
Kinetin 10~7 kg/l
Nach einer besonders vorteilhaften Variante fügt man diesem Milieu
andere Aminoessigsäuren hinzu, beispielsweise Serin und Inosit.
Nicht-morphogenes Milieu für Soja a) Grundmilieu
Makroelemente von GAMBORG 100 ml/l
Mikroelemente ·■" " 1 ml/l
Fe-EDTA 10 ml/l
Nährstoffe MOREL 2 ml/l
Saccharose 20 g/l
Agar
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b) " achs turns subs tanzen
2,4 D 10"6 kg/1
BA 2,1Ο"7 kg/l
pH-Wert des Milieus 5,8
Morphogene Milieus für Kais und Soja können aus nieht-morphogenen
Milieus wie vorstehend definiert dadurch erhalten v/erden, dass der Gehalt an Saccharose und an Wachsturnssubstanz geändert wird.
Die Idikr ο elemente und Makro elemente MILLER und GrAIiBORG- wie auch
Nährstoffe TUJ11 sind in der Fachwelt bekannt. Für v/eitere Einzelheiten
sei auf die folgenden Veröffentlichungen verwiesen:
"In vitro development of callus from the pollen of Lolium
and Hordeum" von Clapham D. 1971. Z-Pflanzensüchtung 69» 2,
142-155 für die Nährstoffe von I7UJII,
"Cellule Induction and organ redifferenciation of Triticum
Aegilips and Agropyron by another culture" von KIMAiDA und SAKAIvIOTO S. - 1971 - Japanese Journal of Palynology. 1, 1-8,
für die Makro- und llikr ο elemente von MILLER, und
"Culture methods and Detection of glucanases in suspension
cultures of wheat and barley" von GAI.IBORG- O.L. und STSLEIGH D.
1968 - Canad. J. Bioehem. 46, 417-421.
Die Erfindung wird im folgenden in weiteren Einzelheiten durch Beispiele näher erläutert.
Dieses Beispiel erläutert die Kultur von Geweben in vitro nach
dem Verfahren nach der Erfindung. Die verwendete Salatart ist Averya Ep^. Die Bedingungen der Kultur waren v/ie folgt: 'temperatur
23 C 18 Stunden des Tages. Die Beleuchtung wurde durch Leuchtröhren durchgeführt, die unter dem Handelsnamen "GROLUX"
erhältlich sind. Ihre Lichtstärke liegt in der Grössenordnung von 5000 bis 3000 lux. Ihre Wellenlänge liegt zwischen 4000 und
7000 A. Die Samenkörner v/urden nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren gekeimt. Uach 4 bis 5 Keiintagen wurden die Keimblätter
in vitro kultiviert. Das verwendete Kulturmilieu hatte bezogen auf 1 Liter des Milieus die folgende Zusammensetzung:
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| Makrο e1erneηte | 252734S | |
| Salz | ||
| A) Grundmilieu | M4NO5 | |
| 1) | KNO5 CaCl2, (2 H2O) |
Gewicht in mg/l |
| MgSO4, (7 H2O) | 1650 | |
| KH2PO4 | 1900 440 |
|
| Mikroelemente | 370 | |
| Salz | 170 | |
| MnSO4, (4H2O) | ||
| 2) | ZnSO4, (7 H2O) | Gewicht in mg/l |
| H5BO5 KJ |
22,300 | |
| Na2MoO4, (2 H2O) | 8,600 | |
| CuSO4, (5 H2O) | 6,200 0,830 |
|
| CaCl2, (6 H2O) | 0,350 | |
| Nährstoffe | 0,025 | |
| Meso-inosit | 0,025 | |
| GaIciumpant0thenat | Gewicht in mg/l | |
| 3) | Nikotinsäure | 100,00.· |
| Vitamin B6-Pyridoxin | 1,00 | |
| Vitamin B1-Thiamin | 1,00 | |
| Biotin | Ί,ΟΟ *' | |
| Pe-EDTA | 1,00 | |
| Na2EDTA | 0,01 | |
| Pe SO4 (7 H2O) | ||
| 4) | Saccharose | 37,2 mg |
| Agar | 27,8 mg | |
| 20 g | ||
| 5) | 8 g | |
Agar und Saccharose wurden nach Auffüllen des Milieus auf 1 zugefügt.
B) Wachstumssubstanz
ANA ·· . 1 mg/l Kinetin 1 mg/l
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Mit einem solchen Milieu erhält man eine Zellvermehrung zum Niveau der Narbe des Keimblattes. Nach etwa einem Monat sind die
Keimlinge ausreichend gev/achsen, um pikiert werden zu können. Die Keimlinge sind hellgrün und ziemlich kompakt. Das Keimen der
Keimblätter in Dunkelheit begünstigt die Ausbildung von Knospen, sofern die Keimlinge einmal unter Licht kultiviert sind.
Beispiel 2 - Vergleichsversuche mit verschiedenen Nährinilieus
Bei diesem Beispiel wurde das Nährmilieu nach der Erfindung mit verschiedenen Nährmilieus verglichen, wobei wie im Beispiel 1
verfahren wurde.
Die verwendeten Nährmilieus bestanden, wie das Milieu nach der Erfindung, aus einem Grundmilieu. und enthielten eine oder zwei
Waehsim^GS-abctsnzen. Die Zusammensetzungen der Grundsubstanz
sind in der Tabelel angegeben:
TABELLE I
Zusammensetzung der verschiedenen Grundmilieus
Zusammensetzung der verschiedenen Grundmilieus
| Milieu Nr. | I | II | III | IV |
| Zusammensetzungen | ||||
| Makroelemente | SKOOG | SKOOG | 3K00G 1/2 | HELLER |
| Hikroelemente | SKOOG | HELLER | HELLER | HELLER |
| Nährstoffe | MO ESL | MOREL | MOREL | MOREL |
| Eisen | Pe1 EDTA | Pe EDTA | Pe EDTA | Pe Gl5 |
| Kaseinhydrolysat | / | / | / | / |
| Kokosmilch | / | / | / | / |
| Saccharose | 20 g | 20 g | 20 g | 20 g |
| Agar | 8 g | 8 g | 8 g | 8 g |
| pH-Wert | 5,9 | 5,9 | 5,9 | 5,9 |
Die i-Iakroelemente HELLER nach Tabelle I bestehen aus den folgenden
Mineralsalzen, deren Menge im folgenden angegeben ist;
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Makroelemente HELLER
Salz Menge in mg/l
NaSO3 600
MgSO4, (7. H2O) 250
PO4H2Na, (H2O) 125
CaCl2, (2 H2O) . 75
KCl 750
Das Milieu IT enthielt Eisen in Gestalt von PeCl^ (6 H^O) mit
einer Konzentration von 1 mg/l.
Jedes der Grundmilieus I, II, III und IV wurde mit Wachstumssubstanzen oder eine Gruppe von Wachsturnssubstanzen gekoppelt,
nämlich
- Gt -Napthalin^essigsäure (ANA) "A"
- 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4 D) "D"
- Furfurylaminpurinsäure (Kinetin) "K".
Die Wachstumssubstanzen A, D und K wurden jeweils nur in Konzentrationen
von 1 mg/l und 0,5 mg/l verwendet oder jeweils zu zweit gekoppelt. Die Konzentration jeder Y/achstumssubstanz
war jeweils 1 mg/l oder 0,5 mg/l. Insgesamt wurden somit 48 verschiedene
Milieus untersucht, an denen man die'Geschwindigkeit
der Ausbildung der Keimlinge studiert hat. Jedes Milieu war in 12 Behältern vorhanden.
Das Pflanzenmaterial wurde in jedem Behälter von dem Keimblattpaar
eines Keimblattes gebildet. Die Homozygotät (= Konstantheit in den Eigenschaften der Generationen) des Salats erlaubt diese
verhältnismässig kleine Anzahl an Wiederholungen. Das Milieu, das sich für die Kultur am besten eignet, wurde nach der Vermehrung
der Grosse des verwurzelten oder verpflanzten Gebildes bestimmt.
Drei oder vier Wochen nach dem Aussäen besassen alle Keimlinge
eine in etwa zylindrische Form, deren Dicke zwischen 1 und 2 mm lag. Ihre Ausbreitung auf der Oberfläche des Nährbodens schwankte
jedoch beträchtlich von einem Kulturmilieu zum anderen. In dieser Analyse wurde nur das Volumen des Keimlings untersucht.
S09882/(H0i
Es wurde die mittlere Wirkung auf die Entwicklung der Keimlinge
der Gesamtheit der Wachstumssubstanzen,bezogen auf jedes verv/endete
Grundmilieu, untersucht und der Gesamtheit der Grundinilieus, "bezogen auf jede Kombination der Wachstumssubstanzen.
Diese Analyse der Mittel wurde mittels des Testes von durchgeführt, der von RIVZS M. in Ann. Amel. des Plantes, 1959,
9, Seite 357-376 zitiert wurde.
Das Verfahren des "Hew Range Test" von DUNCAN wurde verwendet.
Anschliessend wurden die Mittel nach der Methode von SCHIFFE
neu angeordnet, das auch von RITES M. wie oben angegeben zitiert
wurde.
Diese Versuche bestehen darin, den Unterschied "D beobachtet"
zu vergleichen, der zv/ischen den paarweise genommenen Mitteln
berechnet wurde, wobei jeder Ausdruck "D theoretisch" wie folgt bestimmt ist: 2
D+, = t(n ,k,oc)
■°th = "tneore't:i-sciler berechneter Wert
t(nr, k,(?C) = in der Tabelle "Studentized, range tm"
abgelesener Wert an der Schwelle oC , η Freiheitsgrade; k = Anzahl der Mittel, die die beiden betrachteten
Mittel trennen. 2
8 = Quadrat des mittleren Residuums oder residuelle Variante.
8 = Quadrat des mittleren Residuums oder residuelle Variante.
e . b = Wirksamkeit eines jeden Blocks mal Anzahl der Blocks = Anzahl der verwendeten Repräsentanten bei der Berechnung
jedes Mittels.
a) Mittlere Analyse für jedes Grundmilieu
Nach dieser Methode wurde gefunden, dass im Mittel das Milieu II weniger wirksam war, während die anderen Milieus im wesentlichen
gleich zu sein schienen.
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| Milieus | I | II | III | 17 |
| Mittel nach Duncan |
10,43 | 8,75 | 10,72 | 10,57 |
b) Mittlere Analyse bezüglich verschiedener Kombinationen von tfachstumssubstanzen
| Es wurden folgende Resultate | K - | A | 10-' | erhalten: | D | 1 | A | - D | K | 1 | A · | - K | D | 5x1 | Ο"4 |
| Wachsturnssubstanz | ΙΟ"5 | 11,52 | 5x10~4 | 8 | O"5 | 5x1O"4 | 5x1O~4 | 9 | Ο"5 | 5x1 | 10 | ,58 | |||
| Konzentration in g/l | 6,72 | 7,79 | ,35 | 9,43 | 11,91 | ,2Q | 11 | ||||||||
| Mittel nach dem Test von Duncan |
1 | 1 | 0~4 | ||||||||||||
| Wachs turns subs tanz | 5x1O"4 | H | 0"^ | 8 | o-> | ,37 | |||||||||
| Konzentration in g/l | 11,33 | ,70 | ,45 | ||||||||||||
| Mittel nach dem Test von Duncan |
Bei der vorstehenden Tabelle wie auch beim Ausführungsbeispiel
dieser Beschreibung sind die identischen Konzentrationen für die Paare der Wachstumssubstanzen A-D, A-K und K-D die Konzentrationen
jeder Substanz.
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen an, dass im Mittel die folgenden
Substanzen das Wachstum gut anregen: Kinetin und ANA in den Konzentrationen dieses Versuchs, die Verbindung AITA-Kinetin in
der geringsten Dosis. Die Substanz D (2-4 D), die allein oder in Anwesenheit von AIiA oder von Kinetin verwendet wurde, wie auch
die Verbindung ANA-Kinetin in starker Dosis scheinen die Entwicklung
des Stammes zu verhindern.
Für jedes der vier Grundmilieus würde ein Vergleichsversuch mit dem Test von Duncan wie vorstehend beschrieben bezüglich der
Mittelwerte der Entwicklung in Abhängigkeit von jeder Kombination der V/a chs tuns sub s tanz en durchgeführt. Die Resultate der Tabelle
II weiter unten zeigen an, dass das beste Mittel zum Anregen von V/achstum Kinetin ist in der Konzentration 1O-* g/l oder
—4- /
5.10 g/l, je nach dem Grundmilieu. Die bedeutendste Entwicklung
5.10 g/l, je nach dem Grundmilieu. Die bedeutendste Entwicklung
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wurde mit dem Milieu III erreicht.
ANA hat auf das Wachstum eine Wirksamkeit etwa entsprechend der von Kinetin, wenn dies mit dem Milieu I verwendet wird, oder "bei
geringer Dosis mit den Milieus III und IY,
Ss sei erwähnt, dass die Verbindung ANA-Kinetin in geringer Dosis
keine bedeutende Entwicklung verursacht. Diese Paarung "begünstigt
aber ein konstantes Resultat bei den vier Grundmilieus.
Es wurde ebenfalls der histologische Aspekt beobachtet. !Jach einer
geeigneten Behandlung wurden nacheinander die Schnitte mit Heiaatoxylin,
Alkylblau und Eosin gefärbt.
Die aufeinanderfolgenden Schnitte der feuchten Keimlinge, die
kompakte grünö. Punkte darstellten, zeigten, dass die Konsistenz
und die Farbe des Keimlings mit dem Organisationstyp der ^eIIe
verbunden waren, die den Keimling zusammensetzte. Die nassen und
beigen Partien wurden durch eine Gesamtheit von Zellen variablen Volumens gebildet, die oft gross und gesetzlos angeordnet waren.
Die Zellwände, die nicht so starr schienen, wurden mit Alkylblau gefärbt, v/ährend der Zellinhalt zerstört wurde.
Andererseits waren die kompakten grünen Punkte besser strukturiert.
Die kleinen und regulären Zellen hatten ein meristematisches, vom Eosin stark rosa gefärbtes Zytoplasma. Es erschienen
vermengte Gefässe, ZeI !fäden, halbkreisförmig um ein oder mehrere
Gefässe angeordnete Zellen, Zellgruppen, die in regelmässigen Kugeln ähnlich wie Embryonen angeordnet waren, und auch an der
Oberfläche des Keimlings im Scheitelpunkt stärker entwickelte
Formationen von Wurzeln, Knospen oder Blättern, die sich zu entwickeln begannen.
Eine erste Beobachtung nach drei oder vier Wochen hat gezeigt, dass im Milieu IV wie auch in den Milieus, die 2-4 D enthielten,
es feuchte Keimlinge gab, die harte Chlorophyllausbildungen verringerter Grosse geringer oder keiner Häufigkeit ergaben.
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Abgesehen von den Milieus wie auch vom Milieu I mit Zusatz von Kinetin und dem Milieu III mit ANA in starker Dosis konnte festgestellt
werden, dass die ChlorophyllausTDildungen homogen waren. Zs wurde auch festgestellt dass die Färbungsintensität mit dem
Kulturmilieu variierte. Die lebhafteste und kompakteste Intensität wurde bei den Milieus I und II erhalten, die die Verbindung
ANA - Kinetin in einer Konzentration von 5.10 g/l enthielt.
Anschliessend wurden etwa 6 Wochen lang die Milieus beobachtet, die die Chlorophyllformationen ausbildeten, d.h. die Milieus I,
II und III, die die T.Vachs turns sub stanz en AiIA, Kinetin und ANA Kinetin
mit den Konzentrationen von 10 bzw. 5«x 10 g/l
enthielten.
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29 -
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| I £ O rQ O ·Η CG £ μ\ / So-p fco / +^ M »υ / rJ te d N / ο ο ay/ H |
r M |
M M |
III | H |
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Die nachfolgende Tabelle III schematisiert die Ergebnisse "bezüglich
der Milieus, die Chlorophyll ausbilden. Unabhängig vom Grundmilieu wurde festgestellt, dass AM die Ausbildung von
Wurzeln bewirkt und Kinetin eine feuchte oder weiche Vermehrung hellgrüner Farbe, die sehr selten stengelig ist.
Im Gegensatz dazu wurde festgestellt, dass die Verbindung AlTA +
Kinetin in Abhängigkeit vom Grundmilieu und der Konzentration dieser Substanzen direkt mit äer Entwicklung normaler oder unnormaler
Blätter verbunden war, die gelegentlich direkt aus dem Keimling hervorsprossen, und auch mit der Ausbildung von Knospen
oder Keimen. Die Grosse der Keimlinge war jedoch verhältnismässig
gering.
Starke Dosen an ANA und Einetin schienen die Entwicklung von
Knospen nach deren anfänglicher Ausbildung zu verhindern, während
-4
bei einer Konzentration von 5x10 g/l die Keime gut wuchsen und auch gut aussahen.
bei einer Konzentration von 5x10 g/l die Keime gut wuchsen und auch gut aussahen.
Nach den vorstehenden Ergebnissen ist das Kinetin eine Wachstumssubstanz, die die schnelle Entwicklung der Keimlinge gestattet,
ohne dass es eine Stengelbildung gibt, während die Verbindung ANA-Kinetin die Ausbildung von Knospen induziert und ANA die
Ausbildung von Wurzeln. Andererseits sind die Grundmilieus I und II die geeignetsten.
Beispiel 3 - Pikieren primärer Keimlinge Die primären Keimlinge der Art Averya E 27, die nach dem Beispiel
2 in den Milieus I, II und III in Anwesenheit der Wachstumssubstanzen A, K oder ihrer I.Iischung erhalten wurden, wurden jeweils
auf demselben Grundmilieu pikiert,, dem dieselben Wachsturnssubstanzen
zugefügt waren, wie bei dem Anfangsmilieu, das beim Beispiel 2 verwendet wurde. Diese letzteren wurden aber mit den nachstehend
angegebenen Konzentrationen verwendet.
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• - 31 -
| Yr'achs turns sub s t anz | A | 10-5 | K | 5.10~4 | ΊΟ"5 | A-K | ΙΟ"3 |
| Konzentration beim Beginn der Entwick lung der Keimlinge in g/l |
5.1 (T4 | 5.10"' | io-4 | 5.10"4 | 5.1O"4 | 5.1O"4 | |
| Konzentration beim ' ersten Pikieren in g/l |
ΙΟ"4 | 1CT4 |
Die Beobachtungen nach einer Woche, darauf 6 Y/ochen nach dem
Pikieren, sind in den nachstehenden Tabellen IY und V schematisiert,
in denen die Färbungen der Keimlinge und ihre verschiedenen Typen identisch sind mit denen der nachstehenden Tabelle
III.
Die Phänomene der Stengelbildung, Vermehrung oder !Regeneration
der Y/urzeln, die durch das vorhergehende Milieu eingeführt wurden,
blieben bestehen.
Gewisse Stämme jedoch haben nach dem Ungleichgewicht, welches
durch die Übertragung eingeführt wurde, ihr Funktionieren nicht anpassen können.und gehen schneller oder langsamer in Nekrose
über.
Das heisst, dass
1) der Stamm im Milieu III enthaltend die Wachstumssubstanz
in einer- Konzentration von 5x10 g/l wurde beginnend mit der
ersten ',Yoehe nach dem Pikieren nekros;
2) &±e Stämme auf den Llilieus 1 und IJ enthaltend die 7/aehs turnssubstanz
K in einer Konzentration von 10 g/l brachten mehrere braune Keimlinge und wurden etwa bei der 6. Woche nekros,
während die anderen Keimlinge* sich entwickelt haben, wobei sie ihre Farbe nach und nachänderten. Sie haben sich dann
stabilisiert. Das kann durch Verbleich der Tabellen III, IV und V festgestellt werden.
Die Keimlinge, die grösstenteils grün waren, wurden oft beige, und zwar unabhängig davon, ob sie morphogen waren oder nicht,
mit Ausnahme bei den Milieus I und II, die die Substanz K in
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der Konzentration von 5.10 g/l enthielt.
Die am besten entwickelten Keime wurden mit dem Milieu I enthaltend
A-K (10"4" g/l) und dem Milieu II enthaltend A-K (5.1O~4
g/l) erhalten. Aber die grösste Regenerationsfrequenz ergab sich bei den Milieus I und II mit dem Gemisch A-K bei einer Konzen-
-4
tration von 5*10 g/l.
tration von 5*10 g/l.
Des weiteren unterstützen nur die Milieus I und II enthaltend die Substanz K in einer Konzentration von 10 g/l die homogene Entwicklung
nicht regenerierender Keimlinge.
Die primären Keimlinge, erhalten nach den Beispielen 1 oder 2 ausgehend von den Arten VaI d'orge und Averya E 27, dienten dazu,
um ein flüssiges Milieu zu bereiten. Hierzu wurden Erlenmeyer-Kolben mit grossem Hals und dem Inhalt von 2 50 ml verwendet, in
die man 30 ml Kulturmilieu gab. Eine Drehung mit 100 U/min hat die Zellgruppen getrennt gehalten. Das verwendete flüssige Nährmilieu
hatte dieselbe Zusammensetzung wie das Milieu II, das bei
den Beispielen 2 und 3 verwendet wurde mi.t der Ausnahme, dass Agar nicht verwendet wurde und durch 20 g Kaseinhydrolysat und
durch 100 g Kokosnussmilch ersetzt wurde.
Ein Monat nach dem Beginn der Kultur konnte festgestellt werden, dass die Keimlinge zerfallen waren und dass die Zellenmassen
sich aktiv vermehrten, wobei sie eine dichte Kultur in der j?arbe
gelb, oksrgelb oder hellgrün je nach den Keimlingen ausbildeten.
Es wurde festgestellt, dass die Zellvermehrung in flüssigem, bewegtem Milieu schneller war als die Zellvermehrung in einem
Milieu mit einem Nährboden.
»urzelbildung der regenerierten Keimlinge Bei diesem Leispiel wurde die V/irkung der Substanzen in ANA und
AIB auf die Wurzelbildung der Keime untersucht, die vom Stamm
509882/0401
Averya Ξ 27 ausgingen, der auf dem G-rundmilieu I kultiviert wurde,
das die Verbindung A-K als Va chs turns sub stanz be'i einer Konzentration
von 5.10 g/l enthielt.
Das wurzelbildende Hilieu wurde einerseits aus dem vorstehend definierten
Grundmilieu I (Beispiel 2) hergestellt, wobei 30 g Saccharose pro liter des LIiIieus und 6 g Agar vorhanden waren,
und andererseits aus ANA oder AIB in den in der folgenden Tabelle VI angeführten Konzentrationen, in der die nach drei "lochen erhaltenen
Resultate auf dem vorstehend angegebenen wurzerbildenden Milieu wiedergegeben sind.
Die Wachsturnssubstanz B ist bei kleineren Dosen als die Substanz
A aktiv. Eine Ausbildung von normalen Wurzeln aus allen Keimen kann nicht beobachtet werden ausser bei Konzentrationen von 20
und 30 Iiikrogramm.
Die in den vorstehend angegebenen Dosen verwendete Substanz B gestattet es also, eine schnellere 7/urze!bildung bei einer größeren
Anzahl von Keimen zu erhalten.
Entwicklung unter nicht-sterilen Bedingungen - Kultur in Töpfen
Die bei diesem Beispiel eingetopften Keime stammten vom Stamm VaI d'orge und Averya S 27, dessen nach der Erfindung kultivierten
Keimlinge unter nicht-morphogenen Bedingungen während etwa 10 aufeinanderfolgender Umpflanzungen gehalten wurden, worauf
sie zur Regenerierung angeregt wurden.
509882/0401
Anzahl der verwurzelten Pflanzen/Anzahl der untersuchten Pflanzen
Beobachtungen bei 3 Wochen
| Temperatur in C Wachs turns subs tanz |
Konzen tration in jug/l 10 10 |
Kulturstück 230O |
E | Wärme s ehrank 15°C |
E | • | Gesamt | E |
| Typ der Wurzeln |
O O
CVJ cm |
N | N | 3/6 | N | |||
| Vergleichspflanze | 30 30 |
1/6 | 3/5 5/5 |
1/6 | 2/12 | 5/12 5/12 |
||
| Wachstums substanz A B |
40 40 |
1/6 | 7/7 4/7 |
7/12 4/12 |
||||
| A B |
50 50 |
5/6 | 0/6 5/6 |
1/12 10/12 |
||||
| A B |
60 60 |
2/6 5/6 |
1/6 3/6 |
6/6 5/7 |
8/12 10/13 |
1/12 3/12 |
||
| A B |
2/6 1/6 |
4/6 | 3/6 3/6 |
5/12 • 4/12 |
7/12 | |||
| A B |
3/6 | 2/6 1/5 |
3/6 | 6/12 | 2/12 1/12 |
|||
| A B |
2/5 | 0/6 3/6 |
2/12 5/12 |
N = normale V/urzeln E = dichte Wurzeln
A = ANA B = AIB
509882/0401
" 55 " 252734S
Die Töpfe wurden zunächst in ein kleines Gewächshaus bei einer Belichtung von 18 Stunden eingesetzt. Nach etwa einer Woche ging
man von gesättigter Luft im Gewächshaus zu einem Luftfeuchtigkeitsgrad über, der der Aussenluft angepasst war, indem nach
und nach die Abdeckung des Gewächshauses geöffnet wurde.
und nach die Abdeckung des Gewächshauses geöffnet wurde.
Sobald die Pflanzen stark genug waren, wurden Chromosomenzählungen
durchgeführt, und zwar nach Fixierung und Färbung nach einem herkömmlichen Verfahren, das der Fachmann kennt. Jede Slternpflanze
P hatte eine normale Anzahl von Chromosomen 2n = 18.
Es wurde festgestellt, dass das Y/achstum der Pflanzen PQ unter
den Bedingungen des Gewächshauses oder unter Laboratoriumsbedingungen schneller war als das von gleichzeitig kultivierten Vergleichspflanzen.
In jedem Fall wurde der "Apfel" (pomme) wenig oder gar nicht ausgebildet. Bei zu hohen Temperaturen v/ar das
Wachsen fast sofort. Der Blütenzweig hat sich entwickelt. Die
Grosse und Gesamthöhe der Pflanze waren kleiner als diejenigen normalerweise draussen kultivierten Pflanzen.
Wachsen fast sofort. Der Blütenzweig hat sich entwickelt. Die
Grosse und Gesamthöhe der Pflanze waren kleiner als diejenigen normalerweise draussen kultivierten Pflanzen.
Bei den Pflanzen P der Art VaI d'orge hat man drei ^'ntwicklungsarten
festgestellt, die mit einer von den verschiedenen Jahreszeiten abhängigen frischen, mehr oder weniger längen Periode verbunden
sind. Diese beobachteten lüntwicklungsarten sind nachstehend
angegeben:
1) - LIit den Vergleichspflanzen vergleichbare Llorphogenese
Das Blühen wurde nach Ausbildung eines Anfangsapfels erreicht. Die durch ein Säckchen erreichte Selbstbefruchtung hat eine ausreichende Ernte von etwa 200 reifen Samenkörnern ergeben.
Das Blühen wurde nach Ausbildung eines Anfangsapfels erreicht. Die durch ein Säckchen erreichte Selbstbefruchtung hat eine ausreichende Ernte von etwa 200 reifen Samenkörnern ergeben.
2) - Pflanzen, die bei der vV'urzelbildung zu blühen begannen
Trotz der verringerten Grosse der Blätter entwickelte sich der Blütenstand, und es ergab sich eine Stärke parallel mit dem "Wachstum. Das Blühen war nicht so bedeutend wie bei den Vergleichspflanzen und führte zu ,einer beträchtlichen Anzahl von fruchtbaren Samenkörnern, und zwar gleichzeitig mit sterilen Samenkörnern.
Trotz der verringerten Grosse der Blätter entwickelte sich der Blütenstand, und es ergab sich eine Stärke parallel mit dem "Wachstum. Das Blühen war nicht so bedeutend wie bei den Vergleichspflanzen und führte zu ,einer beträchtlichen Anzahl von fruchtbaren Samenkörnern, und zwar gleichzeitig mit sterilen Samenkörnern.
509882/0401
252734S
3) - Pflanzen, die sehr früh zum Blühen gebracht wurden, wie
die vorstehenden Pflanzen, deren Stärke aber klein blieb.
Hier war die verringerte Anzahl der Blüten von einer praktisch vollständigen Sterilität der Fruchtstände begleitet. Die Samenkörner
blieben unreif oder keimten im Fruchtstand vor der Austrocknung der Samenkornträger.
Die Ernte der von den Pflanzen P sich ergebenden Samenkörner
fand nach aUstrocknung der Samenkornträger statt. Die erhaltenen
Resultate sind in der nachstehenden Tabelle VII angegeben.
TABELLE VII
Samenkornernte
Samenkornernte
| P0, Pflanzen nummer |
Anzahl der |
Anzahl der Samen körner |
.steril | Summe | Fruchtbare Samenkörner | 'P- Zahl |
| 25 | Frucht stände |
frucht bar |
(65 ( 5gm |
129 | mittlere An zahl pro Blütenstand |
0,45 |
| 27 | 12 | 59 | 152 | 200 | 4,91 | 0,24 |
| 24 | 13 | 48 | 157 | 214 | 3,69 | 0,36 |
| 26 | 18 | 57 | (112 (27gm |
233. | 8,72 | 0,40 |
| 28 | 20 | 94 | (14 (19gm |
210 | 4,70 | 0,84 |
| 4 | 29 | 177 | 198 | 316 | 9,31 | 0,37 |
| 9 + 11 | 40 | 118 | 441 | 655 | 2,95 | 0,32 |
| 22 | 46 | 214 | 421 | 445 | 4,60 | 0,053 |
| 19 | 46 | 24 | 890 | 896 | 0,52 | 0,006 |
| t2 | 152 | 6 | — | — | 0,03 | #1,00 |
| t4 | 10 | 262 | - | - | 6,55 | #1,00 |
| 11 | 355 | 8,65 | ||||
gm: im Fruchtstandygekeimt
"9" und "11" entsprechen einer "vorzeitigen" und "verzögerten"
Ernte ein und derselben Pflanze.
509882/0401
252734S
Bezüglich dieser Probe sind die regenerierten Pflanzen signifikant
weniger fruchtbar als die Vergleichspflanzen. Andererseits muss auf die Variabilität in der Anzahl der Fruchtstände
bei den verschiedenen unter analogen Bedingungen kultivierten Pflanzen hingewiesen werden. Die Gesamtheit der xiesultate zeigt
die Anwesenheit einer unterschiedlichen Antwort auf die Umgebung bezüglich der regenerierten P -Pflanzen und bezogen auf die
Vergleichspflanzen.
Des weiteren zeigt die mehr oder v/eniger starke Sterilität, die teilweise auf die mangelnde Stärke der Pflanze zurückgeht und
teilweise auf die Notwendigkeit einer starken Belichtung, die Bedeutung der in diesem Stadium zugeführten Energie, um das
Blühen und das Reifen der Samenkörner zu vollenden.
Die von jeder regenerierten Eltenpflanze PQ sich ergebenden Samenkörner
"stellen die Generation der Pflanzen P^ dar: Die Selbstbefruchtung
der Individuen P^ gibt die Generation P2. Die Generationen
Ρ-, bis P, wurden untersucht. Die Beobachtungen wurden
nach der zitierten Methode von DiLGlTELIE P. statistisch untersucht /"Theorie et methodes statistiques (2 vol.) Presses Agronomiques
de Gembloux 3d. J. Duculot - 1970_J7, insbesondere durch Analyse
der Variante auf zwei Klassifikationskriterien mit V/i ed er holung,
gekreuztes Modell und Probe derselben 'Wirkung mittels Test von SNEDECOR zitiert von Dagnelie und durch die Methode "New Range
Test" von DUNCAN a.a.O.
An der Generation P1 wurde festgestellt, dass eine verglichen mit
den Vergleichspflanzen wenig runde oder apfelförmige Pflanzenfamilie vorlag. Die Blätter waren rosettenartig angeordnet. Sie
waren matt von samtartigem Aussehen, v/enig gezackt. Sie waren weder v/abenartig ausgebildet not gekräuselt, so dass die gesamte
Pflanze ein "flaches" Aussehen hatte (a).
An der Generation Pp wurden wiederum homogene Abkömmlinge als
Varianten verglichen mit der Vergleichspflanze festgestellt, -andererseits wurde das Aussehen der ?amilie untersucht, deren
.Färbung besonders war und sich nicht in der Gesamtheit der unter-
509882/0401
suchten Pflanzen absonderte. Es wurde insbesondere festgestellt,
dass die Pflanzen sehr helle Mitterblätter hatten und dunkelgrüne Nerven (c), sowie ein blasserer und goldenerer homogener Ton,
verglichen mit den Vergleichspflanzen. Man hat sie als "blond" (b) bezeichnet.
Des weiteren wurden Unterschiede zwischen den Vergleichspflanzen und den Pflanzen P- bezüglich der Anzahl der Blätter des "Apfels"
oder "Kerns" festgestellt, bezüglich des Gewichts der Grünmasse, der Anzahl der Blätter der entwickelten axialen Knospen (vorstehend
auch Hilfsknospen genannt), der Anzahl der axialen Knospen selbst, der Länge und der Breite des breitesten Blattes.
Die bezüglich der Pflanzen (a), (b) und (c) an der Generation P2
beobachteten Eigenarten ergaben dieselben Eigenschaften in der Generation P^, die sich durch Selbstbefruchtung eines der Exemplare
ergaben, das zufällig aus jeder Familie ausgewählt worden war.
Die Familien P-z, unterschieden nach a, b, c, wie auch die Vergleichspflanze
t, deren Phenotypen sehr unterschiedlich sind, wurden ausgewählt,'um die übertragung ihrer Eigenschaften durch
Kreuzung nach der Hybridationstechnik zu untersuchen.
Die Analyse hat gezeigt, dass die Slternpflanze a die Eigenschaft
"flaches Blatt" besitzt und dass diese Eigenschaft vorzugsweise über die Mutter übertragen wird. Verschiedene Ausdrucksniveaus
dieser Eigenschaft haben sich abhängig vom gewählten Elternteil manifestiert. Man kann annehmen, dass dies so geschieht, als ob
es eine mehr oder weniger gute "Annahme" des Zytoplasmas des Elternteils
"a" durch die verschiedenen Pollensamenkörner gibt.
Durch Analyse der Blattoberfläche"wurde festgestellt, dass jedes
Elternteil, wenngleich auch mit einem isogenetischen Genotyp gekreuzt, durch die Kreuzung eine "Stärke" überträgt, und zwar in
gleicher Weise über den Vater wie die Mutter und unabhängig davon,
wer der betreffende Partner ist.
Eine detaillierte Analyse hat jedoch gezeigt, dass die Intensität dieses sehr speziellen Effekts der "Stärke" sehr spezifisch für
509882/(K(M
die Partner und den Kreuzungssinn ist. Es muss unterstrichen
werden, dass die wesentliche und vorteilhafte Eigenschaft der Erfindung darin besteht, dass man durch Kreuzung aus einer homozygotischen
Pflanze stärkere Pflanzen erhält.
1. Kultur der Gewebe in vitro
In diesem Beispiel wurden die Gewebe in vitro kultiviert, die sich aus dem Keimen eines Samenkornes einer einzigen Mutterpflanze
des Getreides, Spielart Cesar, ergaben.
Das verv/endete Kulturmilieu hatte die folgende Zusammensetzung:
A) Grundmilieu
Mikroelemente und iuakroelemente MILLER
Nährstoffe PUJII (x 1)
Glycin 2.10"6 kg/l
Fe EDTA 1O~4 M
Agar 1 °/o
Saccharose 12 $
B) Y/achs turns sub s tanz
2,4 D 2.10~6 kg/1
2,4 D 2.10~6 kg/1
Mit einem derartigen Milieu wurde eine Zellvermehrung erreicht. Iiach etwa einem Monat waren die Keimlinge ausreichend gewachsen,
um pikiert werden zu können.
2) Eorphogenese der Keimlinge
Die vorstehend erhaltenen Keimlinge wurden in das morphogene LIilieu eingesetzt, das aus dem vorstehend angegebenen Grundmilieu
bestand. Dieses hatte jedoch einen Saccharosegehalt von 2 "ρ und
Indolacetatsäure (10~ ) als Wachstun:ssubstanz. 2,4 D war nicht
vorhanden.
3) Eintopfung
Die Pflanzen wurden eingetopft, indem sie zunächst bei den Umweltbedingungen
gehalten wurden, die während der Phase der morphogenen Kultur verwendet wurden, und indem sie nach und nach den
normalen Umweltbedingungen (Kultur draussen) angepasst wurden.
509882/0401
Unter den eingetopften Pflanzen zeigte eine gewisse Anzahl Eigenschaften von Varianten, insbesondere bezüglich, der Stärke
und des Ertrages.
^s ist offenbar, dass die Erfindung im Rahmen der Kenntnisse
des Fachmannes abgewandelt werden kann.
Im folgenden sollen Fig. 1 und die Tafeln III, IV und V kurz
erläutert werden:
Fig. 1; Die erste Zeile zeigt die -Ausbildung in den aufeinander
folgenden Bildern beim ersten Verfahrensschritt, nämlich der nicht-morphogenen Kultur. Das letzte Bild der ersten Zeile
zeigt als "cal" den sog. Keimling. Die zweite Zeile zeigt den
zweiten Verfahrensschritt, nämlich die morphogene Kultur. Die dritte Zeile zeigt den dritten Verfahrensschritt, nämlich das
Eintopfen. Die vierte Zeile zeigt den vierten Verfahrensschritt,
nämlich das Kreuzen einschliesslich der Hybridation.
In der Tabelle III bedeuten die verschieden schraffierten Kästchen
oben links die folgenden Farben:
"Vert intense" = dunkelgrün
"Vert clair" = hellgrün
"Vert intense" = dunkelgrün
"Vert clair" = hellgrün
"Vert opalescent" = opaleszierendes Grün "Jaune" = gelb
"Beige" = beige
"Ocre" = okerfarbig
"Necrose= nekrotisch
"Beige" = beige
"Ocre" = okerfarbig
"Necrose= nekrotisch
In der rechten oberen Spalte der Tafel III sind die Unterscheidungstypen
angegeben, nämlich in der ersten Zeile "Knötchen, Wurzeln oder absorbierende Härchen", in der mittleren Zeile
"anormale Blätter" und in der unteren Zeile "neugebildete Pflanzen mit grossen Blättern oder fadenförmigen Blättern".
Die untere Hälfte der Tafel III zeigt die Beobachtung nach 6 !lo
chen bei primären Keimlingen - Art Averya E 27. Die oberste Zeile gibt das Grundmilieu an. Die linke Spalte gibt die Wachs-
509882/040t
turnssubstanzen in Gramm pro Liter an.
Die Tafel IV zeigt die Beobachtung nach einer Woche, erstes
Pikieren - Averya E 27. Bie oberste Zeile zeigt wiederum das
Grundmilieu und die linke Spalte die Wachstumssubstanzen in Gramm pro Liter.
Tabelle V zeigt die Beobachtung nach 6 Wochen. In der obersten Zeile wiederum das Grundmilieu und in der linken Spalte die
Y/achs turns sub stanz en in Gramm pro Liter.
5ö9882/(KÖ1
TABLEAU IE
fiert intense Vert ciair
Vert opalescent Jaune
Beige Ocre
Hecrose
Plantes neoformees ä feuilles larges ou "filiformes".
Il
III
10~4
10
1-3
«Ff
10"4
10-3
t
A-K
10-3
509882/0401
Observation ä 1 semaine
de
TABLEAU TST
PREMIER REP1QUAGE-AVERYA E 27
PREMIER REP1QUAGE-AVERYA E 27
III
510—
4
ΙΟ'
510-4 Necrose
-4
AK
CTD
510
-4
Observation ä 6 semaines
TABLEAU J
tubs
ililieu de
base ancesta
'° fJ/1
III
10~4
510"4
-4
Necrose
Necrose
510-
Necrose
,-4
AK
510
-4
509882/0401
Claims (28)
1. Verfahren zum Züchten von Pflanzenvarianten mit verbesserten Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Gewebe, die sich aus dem Keimen von Samenkörnern einer einzigen Mutterpflanze ergeben, in ein synthetisches, nichtmorphogenes
Nährmilieu eingesetzt und dort kultiviert werden, welches Nährmilieu einerseits aus einem Grundmilieu besteht,
das aus Mineralsalzen, Nährstoffen, Eisen und Saccharose besteht,
und andererseits aus Wachstumssubstanzen in ausreichender Menge, um die Bildung von Keimlingen zu gestatten,
b) die so gebildeten Keimlinge auf ein morphogenes IJilieu
pikiert werden, das aus dem vorstehend definierten Grundmilieu besteht, dessen Gehalt an Saccharose und dessen 7/achstumssubstanzen
verschieden sind,
c) die so erhaltenen Pflanzen eingetopft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
einzige Mutterpflanze eine landwirtschaftliche Pflanze ist, die aus Getreide (Weizen), Soja, Raps, Gerste und Mais ausgewählt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige LIutterpflanze eine Küchenpflanze ist, die aus Salat,
Bohnen und Erbsen ausgewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Samenkörner unter sterilen Bedingungen keimen und dass die
Kultur der Milieus unter sterilen Bedingungen stattfindet.
r-
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Keimen bei einer Temperatur zwischen 20 und 23 C stattfindet.
509882/0401
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Keimen im Dunkeln oder bei Tageslicht mit etwa 8 bis 12 Stunden Belichtungszeit stattfindet.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundmilieu Eisen in Chelatform enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das
Ohelatmittel Athylendiamintetraessigsaure ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kultur im synthetischen ITährmilieu bei einer Temperatur zwischen
etwa 18 und 23°C eine zeitlang zwischen 0 und 18 Stunden pro Tag durchgeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ITährmilieu zusätzlich eine Währsubstanz enthält, beispielsweise
Agar.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert zwischen 5,7 und 6,5 liegt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keimlinge unter nicht-morphogenen Bedingungen während mindestens
zwei aufeinanderfolgender Umpflanzungen gehalten werden,
bevor sie in das morphogene Milieu pikiert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert des morphogenen Milieus zwischen 5,7 und 6,5 liegt.
14. Verfahren zum .Züchten von Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Gewebe, die sich aus dem Keimen von Samenkörnern einer einzigen IJutterpf lanze ergeben, in ein synthetisches, nichtmorphogenes
Nährmilieu eingesetzt und dort kultiviert v/erden, welches llährmilieu einerseits aus einem Grundmilieu besteht,
509882/0401
das aus Mineralsalzen, Nährstoffen, Eisen und Saccharose "besteht,
und andererseits aus Wachsturnssubstanzen in ausreichender
Menge, um die Bildung von Keimlingen zu gestatten,
b) die so gebildeten Keimlinge auf ein morphogenes Milieu
pikiert werden, das aus dem vorstehend definierten Grundmilieu "besteht, dessen gehalt an Saccharose und dessen Wachstumssubstanzen
verschieden sind,
c) die so erhaltenen Pflanzen eingetopft werden, und dass
d) die so erhaltenen Pflanzen geschlechtlich vermehrt v/erden.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Mutterpflanze eine Salatpflanze ist, und dass
die im Grundmilieu enthaltenen Mineralsalze aus Makroelementen und Mikroelementen bestehen, wobei die Makroelemente
Kali- und Ammoniumnitrate sind, Magnesiumsulfat, Calciumchlorid und Kaliummonophosphalund die Mikroelemente aus
Mangansulfat, Zinksulfat und Kupfersulfat ausgewählt werden,
sowie Kali j oäLd, Borsäure und Calciumchlorid, Molybdän natriumoxid,
' Aliminiumchlorid und Kiekelchiοrid.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralsalze Makroelemente und Mikroelemente von MURASHIC-E
und SKOOG sind.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die
Mineralsalze Makroelemente von MURASHIGE und SKOOG- und die
Mikroelemente von HEILER sind.
18. Verfahren nach -Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das
im Grundmilieu enthaltene Eisen durch Äthylendiamintetraacetatsäure
in Chelat übergeführt ist, und dass die Menge an Chelateisen ausgedrückt in Eisen bei etwa 5>6 mg/1 liegt.
19. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die
V/achstumssubstanzen unter OC-Naphthalin.essigsäure und
6-Purfurylaminopurin ausgewählt werden, und dass die Konzentration
jeder Wachstumssubstanz im genannten Nährmilieu
S09882/0401
kleiner oder gleich ist als etwa 1 mg/l an Nährmilieu.
20. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Mutterpflanze eine Salatpflanze ist, und dass
die beim Verfahrensschritt a erhaltenen Keimlinge in ein erstes morphogenes Milieu pikiert werden, das eine Wachstumssubstanz enthält, die die Ausbildung von Keimen einleitet,
und dass die gebildeten Keime anschliessend in ein zweites morphogenes Milieu pikiert werden, das eine Wachstumssubstanz
enthält, die die Bildung von Vrarzeln einleitet, nämlich
ein sog. wurzelbildendes Milieu.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das wurzelbildende Kilieu aus dem Grundmilieu nach Anspruch 1
gebildet wird, aus Saccharose von etwa 20 - 35 gj vorzugsweise
30 g/l, aus einer ",Vachs turns subs tanz, die aus <y!-Naphthalinessigsäure
und οι -Indolbut.tersäure ausgewählt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kultur im wurzelbildenden Milieu bei einer Temperatur zwischen etwa 5 und 20 C, vorzugsweise 15°G, durchgeführt
wird, und zwar etwa 7 bis 21 Tage lang etwa%-8 Stunden pro
Tag.
23. Verfahren nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, dass das
Nährmilieu ein flüssiges Milieu ist, das zusätzlich Kaseinhydrolysat und Kokosnussmilch enthält, wobei der pH-V/ert
des flüssigen Llilieus zwischen 5>5 und 6,5 liegt.
24. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Wachstumssubstanz im wurzelbildenden Milieu
kleiner als 0,1 mg/l ist.
25. Verfahren nach Ansoruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
einzige Mutterpflanze eine Kornpflanze ist, und dass das Grundmilieu aus Makroelementen und Mikroelementen von UIIiLER
besteht, Nährstoffen PUJII und Glycin, mittels Athylendiamin-
509882/0401
tetra.essigsäure gela—tiertem Eisen, Agar, Saccharose, und
dass die Wachstumssubstanz 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
ist.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das morphogene Milieu aus dem Grundmilieu nach Anspruch 25 besteht
und einen geringeren Saccharosegehalt aufweist, und dass die Vv'achs turns sub s tanz $ -Indolessigsäure ist.
27. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Mutterpflanze eine Sojapflanze ist und dass das
synthetische Kahrmilieu aus:
a) einem Grundmilieu:
Makroelementen GAMBORG 100 ml/l
Mikroelementen " 1 ml/l
Pe-EDTA 10 ml/l
Nährstoffen MOREL 2 ml/l
Saccharose 20 g/l
Agar ■ 7 g/l s ο Yf ie
b) Wachstumssubstanz:
2,4 D ' 10~£ kg/1
BA 2.10"7 kg/1 und dem
pH-Vfert des Milieus von 5,8 besteht.
28. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Mutterpflanze eine F^ Generation der homozygotischen
Linie der Hybriden des Mais ist, und dass das synthetische IJährmilieu folgendermassen zusammengesetzt ist:
a) einem Grundmilieu, das Mikroelemente und Makroelemente
von MILLER enthält,
Saccharose .. 30 g/l
Eisen EDTA 5.1O"5 kg/l
Nährstoffe PUJII 1 ml/l, und
509882/0Λ01
b) Wachstumssubstanzen
2,4 D 5.10"6 kg/1
ΑΙΑ 5.10"7 kg/l Kinetin 1CT7 kg/1.
29« Abart erhalten nach einem der Ansprüche 1 bis
509882/Ö40 1
Leerseite
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7421535A FR2275142A1 (fr) | 1974-06-20 | 1974-06-20 | Procede pour l'obtention de variants de laitues presentant des caracteristiques ameliorees |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2527349A1 true DE2527349A1 (de) | 1976-01-08 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752527349 Withdrawn DE2527349A1 (de) | 1974-06-20 | 1975-06-19 | Verfahren zum zuechten von pflanzenvarianten mit verbesserten eigenschaften |
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| OA (1) | OA05034A (de) |
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Families Citing this family (21)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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