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DE3401291A1 - Verfahren zur massenvermehrung einjaehriger nutzpflanzen - Google Patents

Verfahren zur massenvermehrung einjaehriger nutzpflanzen

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Publication number
DE3401291A1
DE3401291A1 DE19843401291 DE3401291A DE3401291A1 DE 3401291 A1 DE3401291 A1 DE 3401291A1 DE 19843401291 DE19843401291 DE 19843401291 DE 3401291 A DE3401291 A DE 3401291A DE 3401291 A1 DE3401291 A1 DE 3401291A1
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DE
Germany
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sapling
primordium
culture
plants
annual
Prior art date
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Application number
DE19843401291
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English (en)
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DE3401291C2 (de
Inventor
Hideo Ikeda
Takafumi Hiroshima Shimizu
Ryuso Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hiroshima University NUC
Original Assignee
Hiroshima University NUC
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Filing date
Publication date
Application filed by Hiroshima University NUC filed Critical Hiroshima University NUC
Publication of DE3401291A1 publication Critical patent/DE3401291A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3401291C2 publication Critical patent/DE3401291C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01HNEW PLANTS OR NON-TRANSGENIC PROCESSES FOR OBTAINING THEM; PLANT REPRODUCTION BY TISSUE CULTURE TECHNIQUES
    • A01H4/00Plant reproduction by tissue culture techniques ; Tissue culture techniques therefor
    • A01H4/005Methods for micropropagation; Vegetative plant propagation using cell or tissue culture techniques

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Developmental Biology & Embryology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Breeding Of Plants And Reproduction By Means Of Culturing (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Massenvermehrung einjähriger Nutzpflanzen, bei welchem diese in einem kurzen Zeitraum unter Verwendung der Primordien der Pflanzenschösslinge perenniert werden/ welches auf dem Gebiet der Biologie, des Ackerbaus, des Gartenbaus, der Pharmakologie oder ähnlichen Gebieten anwendbar ist.
Der Begriff "Schosslings-Primordium", wie er hier verwendet wird, bedeutet solche Schösslings-Primordien, welche aus primären Primordien der Schösslinge des Zellkonglomerats, die einen Durchmesser von 50 - 1000 μπι aufweisen, in welchen die Zellen mit Piastiden ungeschichtet sind, und aus sekundären Primordien der Schösslinge des Zellkonglomerats mit einem Durchmesser von 100 - 5000 um, in denen die Zellen doppelt geschichtet sind, bestehen, in welchen diese Primordien sich ausbreiten und sich vegetativ vermehren, indem sie halbkugelige Zellkonglomerate
30 bilden.
Die Erhaltung der Genotypen und der chromosomalen Typen der einjährigen Nutzpflanzen wurde durch die beiden folgenden Maßnahmen, nämlich der konventionallen geschlechtliehen Reproduktion und der neuerdings entwickelten ve-
1 getativen Fortpflanzung erreicht. Aber die konventionellen Verfahren weisen folgende Nachteile auf:
1. Die geschlechtliche Reproduktion stellt eine Methode dar, in der die Samen durch Meiose und Befruchtung erhalten werden; hierdurch wird der Nachkömmling erzeugt. Diese Methode verlangt aber umfangreiche Screeninguntersuchungen großer Samenmengen, wenn man den brauchbaren Genotypus und chromosomalen Typus erhalten will. Es ist weiterhin praktisch unmöglich, den Genotypus und chromosomalen Typus z.B. bei · Triploiden, bastardwüchsigen oder ähnlichen einjährigen Nutzpflanzen zu erhalten.
2. Die vegetative Vermehrung basiert auf Gewebe- oder Zellkulturen. Nach dieser Methode findet eine Dedifferenzierung der Gewebszellen statt und es kann ein Kallus (undifferenziertes Zellkonglomerat) erhalten werden, wenn man einen Teil des Stamms, der Spitze des Schösslings, des Blattes, der Wurzelspitze oder ähnliches sterilisiert und dann in einen künstlichen Nährboden unter. Zusatz eines Pflanzenwuchshormons überführt und dort kultiviert. Ein so erhaltener Kallus kann für eine lange Zeit als vegetative Zelle gelagert werden und kann durch Weiter-
kultivieren der Massenvermehrung unterworfen werden. ■ Wenn dieser Kallus zum Zwecke der Redifferenzierung
in ein Kulturmedium verpflanzt wird, findet Embryogenese der Somazellen oder die Bildung von Nucellular-
embryonen, aus denen die juvenilen Jungpflanzen her-30
vorgehen und wodurch diese reproduziert werden, statt.
Dieses Verfahren kann bei allen einjährigen Pflanzen bis zum Stadium der Dedifferenzierung und.Kallusvermehrung relativ einfach angewandt werden, aber bei der Vermehrung tritt häufig Chromosomenmutation und
Genmutation auf, so daß derselbe Genotypus und derselbe chromosomale Typus wie bei den Elternpflanzen nicht erhalten werden kann.
Andererseits ist die Redifferenzierung bei einigen einjährigen Pflanzenarten schwierig. Selbst in den Fällen von einjährigen Pflanzen, bei denen eine Redifferenzierung möglich ist, schwächt eine Langzeitkultur die Redifferenzierungsfähigkeit erheblich. 10
Wie oben erwähnt, ist es in Fällen der konventionellen vegetativen Vermehrung
a) schwierig, die Genotypen und chromosomalen Typen von einjährigen Pflanzen so lange zu erhalten, wie bei perennierenden Pflanzen, und
b) ist es in den meisten Fällen unmöglich, denselben Typus wie bei den Elternpflanzen zu redifferenzieren.
Weiterhin werden im Fall von Kalluszellen weder Plastidien, ölkörper, Vakuolen, Assimilationsgewebe, noch Speichergewebe gebildet. Infolgedessen können diejenigen Metaboliten, welche auf biochemischem, ackerbaulichem oder pharmakologischen Gebiet nützlich sind, im wesent-
25 liehen nicht gewonnen werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die oben genannten Probleme des Standes der Technik zu lösen.
Eine Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zur Massenvermehrung einjähriger Nutzpflanzen unter Verwendung von Somazellen bei Erhalt des Genotypus und des chromosomalen Typus einjähriger Pflanzen über mehrere Jahre bereitzustellen, wodurch Nutzpflanzen reprodu-
35 ziert und vermehrt werden können.
Eine weitere. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem Triploide, Heteroploide, auf Chromosomenmutationen oder Chromosomenumbau beruhende Typen, Mutations-Genotypen,' bastardwüchsige Typen und Hybrid-Genotypen der einjährigen Nutzpflanzen1für einen langen Zeitraum erhalten und vermehrt werden können.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Spitze des Schösslings von einer einjährigen Nutzpflanze abgetrennt
10 und in einen künstlichen Nährboden verpflanzt. Danach
wird die Kultur zur Erzeugung der Primordien der Schösslinge unter Rotation und unter Einhaltung von Umgebungsbedingungen durchgeführt, bei denen die Temperatur 15 - 30°C, die Bestrahlungsintensität 2 000 - 9 000 Lux, und die Umdrehungszahl 0,5 - 10 Umdrehungen/min beträgt. Die so erhaltenen Primordien der Schösslinge werden dann stationär kultiviert, bis sich Jungpflanzen bilden.
Bei diesem Verfahren werden Plastidium, ölkörper, Vakuole, Assimilations- und Speichergewebe, welche auf dem Gebiet der Pharmakologie und Medizin nutzvoll sind, in einem Teil des Schösslings-Primordiums erzeugt, welches als Ausgangsmaterial für die Vermehrung und Reproduktion
25 dient. Folglich kann das Verfahren der vorliegenden Erfindung für die Herstellung von Substanzen ver\<*endet werden, welche auf den Gebieten der Pharmakologie und der Medizin nützlich sind.
30 Weiterhin kann das Verfahren auch angewandt werden für die Vermehrung und Reproduktion von eßbaren Pflanzen und Schmuckpflanzen.
Diese und weitere Gegenstände der Erfindung können an-35 hand der folgenden Beschreibung der Erfindung in Ver-
bindung mit den beigefügten Zeichnungen gut verstanden werden, wobei davon ausgegangen wird, daß der Fachmann etwaige Modifikationen, Abänderungen und/oder Varianten der Erfindung ohne weiteres durchführen kann, ohne den Erfindungsgedanken und den Rahmen der beiliegenden Ansprüche zu verlassen.
Fig. 1 zeigt das Konglomerat des Primordiums eines
Schösslings einer triploiden Wassermelone in J^q fünffacher Vergrößerung;
Fig. 2 zeigt das Konglomerat des Primordiums eines
Schösslings von bastardwüchsigem Mais in 2 1/2-facher Vergrößerung;
Fig. 3 zeigt das Konglomerat des Primordiums eines Schösslings der bastardwüchsigen Reispflanze in 6-facher Vergrößerung;
2o Fig. 4 zeigt das Konglomerat des Primordiums eines Schösslings der Winden-Hybride in 8-facher
Vergrößerung;
Fig. 5 zeigt eine senkrechte Schnittäarstellung, welche das primäre Primordium eines Schösslings der
triploiden Wassermelone in 30-facher Vergrößerung in zentraler Projektion zeigt;
Fig. 6 zeigt eine senkrechte Schnittdarstellung, welehe das sekundäre Primordium der triploiden
Wassermelone in 84-facher Vergrößerung wiedergibt; und
Fig. 7 zeigt die Chromosomen 2n=33 im Primordium des Schösslings der triploiden Wassermelone während
• β · u
des mittleren Meiosestadiums, wobei die Ansichten der rechten und linken Seite Photographien desselben Bildes darstellen, welche aus verschiedenen Entfernungen aufgenommen wurden. 5
Die Erfindung kann in weitem Umfang auf einjährige Nutzpflanzen angewandt werden, einschließlich einjähriger medizinischer Pflanzen, Pflanzen des Ackerbaus und des Gartenbaus, speziell auf die triploide Wassermelone (Citrullus battich), bastardwüchsigen Mais (Zea mays) und die bastardwüchsige Reispflanze (Oryza sativa) und die Winden-Hybride (Ipomoea nil Roth) zum Zwecke der Massenproduktion unter Erhalt des triploiden, bastardwüchsigen und hybriden Charakters, über die oben genannte Wassermelone, den Mais, die Reispflanze und die Winde hinaus kann die Erfindung auch auf medizinische Pflanzen, wie z.B. den grünen japanischen Enzian (Swertia japonica) und den Mohn (Paraver somniferum), auf nützliche eßbare Pflanzen, wie z.B. Weizen (Triticum Salivum), die Sojabohne (Glycine max), nützliche Pflanzen für die industrielle Verwertung, wie Raps (Brassica campestris) und die Färberdistel (Carthamus tinctorius) sowie auf nützliche Gartenpflanzen, wie z.B. die Petunie (Petunia hybrida) uswv angewandt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur vegetativen und perennierenden Massenvermehrung von einjährigen Nutzpflanzen über einen langen Zeitraum unter Verwendung von 30 Primordien von Pflanzenschösslingen wird unter Verweis auf die speziellen Ausführungsarten noch genauer erläutert.
Zunächst wird der Teil, der die Spitze des Schösslings 35 bildet, unter Beobachtung mit einem Stereomikroskop ab-
geschnitten, nachdem die Spitze des Schösslings der einjährigen Nutzpflanze mit einer Sterilisationslösung steri lisiert und mit sterilem Wasser gewaschen wurde. Die so gewonnene Spitze des Schösslings wird in ein künstliches Nährmedium, welches ein anorganisches Salzgemisch und ein Pflanzenwuchshormon enthält, verpflanzt und einer Kultur unter Rotation (im folgenden als "Rotationskultur" bezeichnet) Bedingungen unterworfen, wonach die Temperatur 15 - 30°C, die Bestrahlungsintensität 2 OOO - 9 000 Lux und die Anzahl der Umdrehungen 0,5 10 Umdrehungen/min beträgt, um die Primordien des Schösslings zu erhalten.
Bei der Herstellung der Primordien des Schösslings,
sollte die Zusammensetzung und Konzentration im künstlichen Kulturmedium abhängig von den zu erzielenden Pflanzen leicht variiert werden. Als anorganisches Salzgemisch kann in dem künstlichen Nährmedium ein solches verwendet werden, wie es in bekannten Kulturmedien enthalten ist, wie z.B. das Murashige-Skoog (im folgenden als "MS" abgekürzt) und Gamborg B5 (im folgenden abgekürzt als 11B5") oder ähnliches/ wobei deren Bestandteile leicht verändert werden können. Als Pflanzenwuchshormone können Auxine, wie z.B. Indolessigsäure, Naphthalinessigsäure, 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, Cytokinine, wie z.B. Kinetin, oder Benzylaminopurin verwendet werden. Als Temperatur für die Kultur wird eine konstante Temperatur im Bereich von 15 - 300C bevorzugt. Wenn die Temperatur unter 150C beträgt, ist die Vermehrungsrate niedrig, wenn jedoch die Temperatur zu hoch ist, führt dies zu schlechtem und unstabilem Wachstum.
Zur Kultur des Promordiums des Schösslings ist eine Bestrahlung mit starkem Licht notwendig. Die Beleuchtungs-
Φ IBO*
/0
intensität der ununterbrochenen Bestrahlung sollte bevorzugt 2 000 - 9 000 Lux betragen. Unterhalb dieser Bestrahlungsintensität ist das Wachstum des Primordiums des Schösslings schwach. Im Hinblick auf die Kultur ist die Rotationskultur gemäß der vorliegenden Erfindung brauchbarer als eine stationäre Kultur, in der das Kulturmedium nicht rotiert, sondern ruhiggehalten wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung können gute Erfolge erreicht werden, wenn die Umdrehungszahl im Bereich von 0,5-10 Umdrehungen/min gehalten wird. Bei der Anwendung der stationären Kultur ist das Wachstum langsam und es bildet sich das Gewebe des Primordiums des Schösslings nur schwierig, wenn jedoch die Umdrehungszahl zu hoch gewählt wird, bilden sich viel mehr Kallusanteile, so daß hervorragende Resultate nicht erhalten werden können.
Wenn das erfindungsgemäße Vermehrungsverfahren insbesondere auf die triploide Wassermelone, den bastardwüchsigen Mais, die bastardwüchsige Reispflanze und die Winden-Hybride angewandt wird, können Schösslings-Primordien erhalten werden, welche sich aktiv vermehren. Die Tabellen I bis IV zeigen Beispiele optimaler Kulturmedien, die durch Variation der Zusammensetzung und 'Konzentration erhalten wurden, in welchen die Primordien der Schösslinge dieser Pflanze erzeugt werden. Das künstliche Nährmedium, in dem die rascheste und stabilste Vermehrung des Schösslings-Primordiums erzielt wurde, ist dasjenige, welches aus B^ und Benzylaminopurin (BAP 20 ppm) für die triploide Wassermelone besteht (Tabelle I); dasjenige bestehend aus B^ und Naphthalinessigsäure (NAA, 0,25 ppm) und Benzylaminopurin. (BAP, 0,125 ppm) für bastardwüchsigen Mais (Tabelle II); dasjenige bestehend aus B,- und Naphthalinessigsäure (NES, 0,25 ppm) und Benzylaminopurin (BAP 0,125 ppm) für die
bastardwüchsige Reispflanze (Tabelle III); und eine sol che bestehend aus Bj. und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D, 0,25 ppm) für die Winden-Hybride (Tabelle IV).
In den folgenden Tabellen bedeuten die Abkürzungen NES, 2,4-D, BAP und K Naphthalinessigsäure, 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, Benzylaminopurin bzw. Kinetin.
20 25 30 35
TABELLE I
\cytc
X
O NAA 0,25 0 BAP 0,125 2,0 K 0,125 2,0
Auxin
(mg/1)
2,4-D 1,0 abgestorben Juvenile
Pflanze
Schosslings-
Primordium *
Juveniles
Primordium
Juvenile
Pflanze
>kinin
(mg/1)
0,25 abgestorben Schösslings-
Primordium
Schösslings-
Primordium
Schosslings-
Primordium
abgestorben
1,0 abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben
abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben
abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben
* Optimales Kulturmedium für die Bildung des Schösslings-Primordium
der triploiden Wassermelone.
TABELLE II
Xcytc
\
O NAA 0,25 0 BAP 0,125 2,0 K 0,125 2,0
N.
Auxin
(mg/1)
2,4-D "UO Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
abgestorben Juvenile
Pflanze
abgestorben
>kinin
[mg/1)
\
0,25 Juvenile
Pflanze
Schösslings-
Primordium*
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
abgestorben
1,0 Juvenile
Pflanze
Schösslings-
Primordium
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
abgestorben
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
abgestorben
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
abgestorben
♦Optimales Kulturmedium für die Bildung des Schösslings-Primordiums
des bastardwüchsigen Mais
TABELLE III
Xcyto 0 NAA 0,25 0 BAP 0,125 2,0 K 0,125 2,0
X
Auxin
(mg/1)
2,4-D 1,0 Juvenile
Pflanze
abgestorben abgestorben abgestorben abgestorben
kinin
tng/1)
\
0,25 Kallus Schösslings-
Primordium*
Schösslings-
Primordium
- -
1,0 Kallus Schösslings-
Primordium
abgestorben - -
abgestorben Schösslings-
Primordium
Schösslings-
Primordium
Kallus Kallus
abgestorben Kallus abgestorben abgestorben Kallus
*Optimales Kulturmedium für die Bildung des Schösslings-Primordiums
der bastardwüchsigen Reispflanze
TABELLE IV
\. Cytc
\(
NAA 0,25 0 BAP 0,125 2f0 K 0,125 2,0
X
Auxin
(mg/1)
2,4-D 1,0 abgestorben Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
Juvenile
Pflanze
kinin
mg/1)
\
0,25 Kallus Kallus Kallus Kallus Kallus
O 1,0 Schösslings-
Primordium
Kallus Kallus Kallus Kallus
Schösslings-
Primordium*
Kallus Kallus Kallus Kallus
Schösslings-
Primordium
Kallus Kallus Kallus Kallus
*Optimales Kulturmedium für die Bildung des Schösslings-Primordiums
der Winden-Hybride
JO-CD
-ν- A\o Man erhält Schösslings-Primordien in Form eines halbkugeligen Konglomerats. Die Konglomerate der triploiden Wassermelone (vgl. Fig. 1) und der Winden-Hybride {vgl. Fig. 4) weisen eine hellgrüne oder dunkelgrüne ,Farbe t- auf und haben den Kallus an ihrem Basisteil. Die Konglomerate des bastardwüchsigen Mais (Fig. 2) und der bastardwüchsigen Reispflanze (Fig. 3) zeigen indessen eine hellgrüne Farbe. Diese erfindungsgemäß hergestellten Primordien der Schösslinge sind jetzt über einen
,Q Zeitraum von .6-7 Monaten aktiv vermehrt worden. Wenn diese Schösslings-Primordien dann auf feste Kulturmedien überpflanzt werden, um Jungpflanzen zu bilden, und die Kulturmedien einer stationären Kultur bei 15 - 30°C und einer Bestrahlungsstärke von 1 000 -
,c 4 000 Lux unterworfen werden, bilden sich zunächst eine große Zahl feiner Kormusse sowie Wurzeln ausgehend von deren Basisteil. Nach einer Kultur von 2-4 Monaten kann man eine Pflanze erhalten, welche denselben Genotypus, chromosomalen Typus und Phenotypus aufweist wie die Elternpflanze.
Das Primordium des Schösslings besteht aus einer Ausbuchtung, welche einen Durchmesser von 50 -80 μΐη aufvreist und deren Oberfläche im Anfangsstadium weich ist (Fig. 5) . Die die Bausteine bildenden Zellen bestehen aus einheitlichen kleinen polygonalen Zellen, welche eine polyaxiale Teilung bewirken, bei der die Teilungsachse vertikal, parallel, schräg oder ähnlich verläuft. Wenn das Primordium des Schösslings (primäres Schösslings-Primordium) sich langsam vergrößert und der Durchmesser 100 - 1000 μπι (vgl. Fig. 6) erreicht, bilden sich zwei Schichten eines epidermalen und eines kortexalen • Systems. Die äußerste Schicht besteht aus ein oder zwei Zellschichten, in welcher die Achse der Zellteilung nur parallel verläuft, während das kortexale System auf der
inneren Seite der äußersten Schicht aus einer Anzahl mehr oder weniger großer Zellenkonglomerate besteht und auf der Innenseite dieses innwendigen kortexalen Systems eine Anzahl gut entwickelter Chloroplasten, Vakuolen und Körnern von Speichersubstanz beobachtet wird. Das letztere Schösslings-Primordium (sekundäres Schösslings-Primordium) wächst heran in Form einer trapezoiden Ausbuchtung mit einem Durchmesser von nicht weniger als 500 um,und in den Zellen des epidermalen Systems der
,Q äußersten Schicht befinden sich in diesem Stadium große ölkörper und in den Zellen des endodermalen Systems der inneren Schicht ist die Anzahl der Chloroplasten vermehrt und die Vakuole ist stark angewachsen. In diesem Stadium bilden sich um die trapezoide Aus-5 buchtung herum eine Reihe primärer Schösslings-Primordien. Auf diese Weise wächst das Schösslings-Primordium gleichmäßig und ein Zyklus dieses Vorgangs ist in 7 bis 14 Tagen beendet. Dementsprechend vermehrt sich ein Schösslings-Primordium etwa viermal innerhalb
2o von 7 bis 14 Tagen.
Die Beobachtung der Chromosomen der triploiden Wassermelone (2n=33) wurde durchgeführt, um die Gleichmäßigkeit der Vererbung von deren Schösslings-Primordien zu überwachen, und es wurde bestätigt, daß alle untersuchten Schösslings-Primordien dieselbe Chromosomenzahl von 2n=33 aufwiesen wie die Elternpflanze (Fig. 7). Es ist daher jetzt möglich, die triploide Wassermelone vegetativ zu vermehren und gleichzeitig ein perennierendes Triploid zu erhalten. So wird die Massenvermehrung einjähriger Nutzpflanzen mit demselben Genotypus und chromosomalen Typus über eine Reihe von Jahren ermöglicht, indem hierfür die Schösslings-Primordien eingesetzt werden.
Andererseits werden die Piastiden, Vakuolen, ölkörper, Körner der Speichersubstanz (Stärke, Protein usw.) aktiv in den Schösslings-Primordien produziert. Im Gegensatz dazu werden nach der konventionellen Kalluszellmethode praktisch keine sichtbaren sekundären Metaboliten erzeugt. Nunmehr besteht erfindungsgemäß die Möglichkeit/, daß Nutzpflanzen durch Verwendung der Schösslings-Primordien ausgehend von lebenden Zellen gewerbsmäßig in Massen produziert werden können.
Es ist auch möglich, die Schösslings-Primordien vegetativ in bezug auf Vererbung und Chromosomensatz stabil innerhalb von 0,5-2 Monaten durch Subkultur weiterzuvermehren.
Die Leistungen, die durch die Erfindung erzielt werden, bestehen darin, daß es nunmehr möglich ist, die einjährigen Nutzpflanzen durch Verwendung der Schösslings-Primordien vegetativ und perennierend zu vermehren, und daß es darüber hinaus möglich ist, den Pflanzenbestand in einer großen Menge zu erhalten, wobei gleichzeitig der Genotypus und der chromosomale Typus der einjährigen Nutzpflanzen perennierend erhalten wird. Weiterhin ist es möglich, für medizinische, Nahrungs- und industrielle Zwecke nützliche Substanzen zu gewinnen, indem hierfür die Produkte lebender Zellkulturen herangezogen werden.
Die Vermehrungsgeschwindigkeit der Schösslings-Primordien ist extrem hoch und geht so weit, daß nur eine einzige
12 52
Schösslingsspitze pro Jahr 4 - 4 Schösslings-Primordien erzeugen kann, was eine Massenproduktion in großem Stil ermöglicht.
Die Erfindung soll unter Verweis auf die einzelnen Beispiele näher erörtert werden, jedoch ist hierdurch kei-
nesfalls beabsichtigt, den Umfang der Erfindung zu beschränken.
Beispiel
Triploide Wassermelone (Cirrullus battich)
Herstellungsmethode:
Als Basiskulturmedium wurde ein abgewandeltes Gamborg BeMedium für die Kultur der Wassermelone verwendet, dessen Zusammensetzung in Tabelle V dargestellt ist.
TABELLE V
Gainborg B1.-modifiziertes Kulturmedixiav für die triploide Wassermelone
mg/1
NaH2PO4-2H2O 170,0
KNO3* 2 500,0 .
(NH4J2SO4 134,0
MgSO4-7H2O* 250,0
CaCl2 113,0
Fe-EDTA 40,0
MnSO4-4H2O 13,0
H3BO3 3,0
ZnSO4*7H2O 2,0
Na2MOO4-2H2O 0,25
CuSO4-5H2O 0,025
CoCl2-GH2O 0,025
KI 0,75
Nikotinsäure 1/0
Thiamin-HCl 10,0
Pyridoxin-HCl 1,0
Myoinosit 100,0 .
Rohrzucker 20 000,0
Naphthalinessigsäure* 0 - 0,25
6-Benzylaminopurin* 0,125 - 2,0
pH-Wert: 5,7 - 5,8
*Diese Verbindungen wurden zur Modifizierung verwendet.
340129'
Zunächst wurde die Schösslingsspitze mit einer Länge von etwa 15 mm von einer juvenilen Jungpflanze einer aktiv wachsenden Wassermelone abgeschnitten. Nach dem Waschen mit einer Sterilisationslösung, wurden die Blätter nacheinander von der äußeren zur inneren Seite hin unter Beobachtung mit einem Stereomikroskop mit einer Pinzette und einem Messer abgelöst und eine Schösslingsspitze von etwa 1 - 1,5 mm, welche auf der inneren Seite zwei oder drei feine Blattprimordien aufwies, aufgenommen. Die so aufgenommene Schösslingsspitze wurde in dem oben genannten Basisnährmedium kultiviert. Die Rotationskultur wurde durchgeführt in einem Reagenzglas von 27 mm Durchmesser und 200 ml Länge, das mit 25 ml der Basiskultur beschickt war. Hierbei wurde die Temperatur bei 15 - 300C, die Beleuchtungsstärke bei 2 000 - 9 000 Lux und die Anzahl der Umdrehungen bei 0,5 - 10 Umdrehungen/min gehalten. Das Konglomerat des grünen Schösslings-Primordiums von etwa 10 um Durchmesser wrude 1 Monat nach Beginn der Kultur erhalten. Danach wurde dieses Konglomerat jeweils nach Ablauf eines Monats in Unterteilungen von etwa 5 - 10 mm Durchmesser zerschnitten, welche dann in frische Kulturmedien, wie oben beschrieben, verpflanzt und weitervermehrt wurden.
25 Verfahren zur Erzeugung von Jungpflanzen:
Als Basismedium für die Bildung von Jungpflanzen wurde ein festes Kulturmedium verwendet, welches hergestellt wurde, indem das oben genannte Basiskulturmedium unter
Ausschluß von Rohrzucker, Naphthalinessigsäure und
6-Benzylaminopurin 5-mal verdünnt wurde; hierzu wurden 20 g/l Rohrzucker, 0,05 - 0,5 ppm 6-Benzylaminopurin und 8 g/l Gelatine gegeben. Der pH-Wert des so erhaltenen Kulturmediums wurde auf 5,7 - 5,8 eingestellt. Etwa 80 ml dieses Kulturmediums wurden in einen 300 ml-Erlenmeyer-Kolben gegeben, in welchem feststehend ein
Stück des Konglomerats des Schosslings-Primordiums mit
einem Durchmesser von 3 - 5 mm gegeben wurde. Die Kultur wurde stationär und unter folgenden Bedingungen durchgeführt: Die Temperatur betrug 15 - 3O°C, die Bestrah-5 lungsintensität betrug 4 000 Lux (Beleuchtung während 16h und ohne Beleuchtung während 8 h). Nach 2-3 Wochen stationärer Kultur hatten sich aus einem Konglomerat des Schösslings-Primordiums 4-6 Stüpk dunkelgrüne Kormusse mit einer jeweiligen Länge von 3-4 mm 10 gebildet.
Erfindungsgemäß ist es möglich, EinJahrespflanzen in großen Mengen perennierend zu vermehren. Im Falle der triploiden Wassermelone beträgt die Vermehrungsrate etwa 3-mal/Monat und erreicht somit eine Vermehrungs-
12 5
rate von 3 ϊ 5 χ 10 pro Jahr. Das bedeutet, daß etwa 500 000 juvenile Jungpflanzen pro Jahr von einer Elternpflanze erzeugt werden können. Es können also erfindungsgemäß die einjährigen Pflanzen in zufriedenstel-' lender Weise gewerblich produziert werden. Es wurde sichergestellt, daß die so erhaltenen Schösslinge dasselbe Triploid wie die Elternpflanzen aufwiesen. Demgemäß kann ein Besatz mit demselben chromosomalen Typus und Genotypus wie die Elternpflanzen der gewerblichen Massenproduktion zugeführt werden.
Beispiel
Bastardwüchsiger Mais (Zea mays)
30
Vermehrungsverfahren:
Als Basiskulturmedium für bastardwüchsigen Mais wurde dasselbe feste Kulturmedium wie in Beispiel 1"verwendet; es wurden lediglich 0,25 - 1 mg/1 Naphthalinessig-
säure und 0,125 mg/1 6-Benzylaminopurin angewandt. In analoger Weise wie in Beispiel 1 wurde etwa 1 mm der Schösslingsspitze abgeschnitten und der Kultur in dem oben genannten Basiskulturmedium unterworfen. Einen Monat nach dem Beginn der Kultur wurde ein grünes Konglomerat des Schösslings-Primordiums mit einem Durchmesser von 20 mm erhalten. Jeweils nach einem Monat wurde dieses Konglomerat des Schösslings-Primordiums in Stücke mit 5 - 10 mm Durchmesser aufgeteilt, die dann wie oben beschrieben in frisches Basiskulturmedium verpflanzt wurden.
Methode zur Herstellung von Jungpflanzen:
Zur Erzeugung von Jungpflanzen wurde dasselbe feste Kulturmedium wie in Beispiel 1 verwendet. Etwa 80 ml dieses Kulturmediums wurde in einen 300 ml fassenden Erlenmeyer-Kolben gegeben, und das Konglomerat des Schösslings-Primordiums von etwa 15 ml Durchmesser wurde in das eingegossene Kulturmedium verpflanzt. Die Kultur
wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1
durchgeführt. Nach 2-3 Wochen dauernder Kultur waren Kormusse von 10 - 20 mm Länge gebildet, von deren Basisteilen aus sich Wurzeln gebildet hatten. Nach einer stationären Kulturdauer von etwa 2 Monaten hatten sich pro Konglomerat des Schösslings-Primordiums 2-3 juvenile jungpflanzen gebildet, die jeweils eine Länge von 100 - 150 mm aufwiesen.
Im Falle des bastardwüchsigen Mais beträgt die Vermehrungsrate ungefähr 4-mal/Monat und erreicht so die
Rate von 412 S 6 χ iO6/Jahr. Das bedeutet etwa 16 000 juvenile Jungpflanzen pro Jahr, welche aus einer Elternpflanze erzeugt werden können. So kann die Einjahrespflanze gemäß der vorliegenden Erfindung in gewerblichem Maße vermehrt werden. Es wurde weiterhin bestätigt, daß
die so erhaltenen Schösslinge dieselbe
keit wie die Elternpflanzen aufwiesen.■-.'%£; k,ann ^feex ein Bestand mit derselben Bastardwüchsigkeit'de£ gewerblichen Massenproduktion zugeführt werdet!. - ^ Γ" "...
Beispiel 3 ■ ■ " " ":
Bastardwüchsige Reispflanze (Oryza sativa)
1^ Vermehrungsmethode:
Als Basiskulturmedium für die- bastardwüchsige £fcis£flanze wurde dasselbe modifizierte Kulturmedium wie in/Beispiel 1 verwendet, jedoch wurden 0,25 - 1,0 mg/1 Naphthalinessigsaure verwendet. In Analogie zur Methode ctes Bei-1 5
spiels 1 wurde ein etwa 1 mm langes Stück der Schösslingsspitze abgeschnitten und in dem oben genannten Basiskulturmedium kultiviert, '3?is. ein hellgrünes Kon- ■ glomerat des Schösslings-Primordiums/ von 5 ma Durchmesser innerhalb eines Monats nach Beginn der Kultur §rhalten wurde. In Abständen von jeweils 1 Monat Vuaccie ses Konglomerat des Schösslings-Primordiums von 3 - 4 mm Durchmesser aufgeteilt, die daifK W«e Oben beschrieben in ein frisches Kulturmedium verpflanzt-'und vermehrt wurden» · -■_''-'. -.■"·-■■
Verfahren zur Bildung von Jungpflanzen:
Als Kulturmedium für die Anzucht von Jungpflanzen wurde dasselbe feste Kulturmedium wie in Beispiel 1 Angewandt, und zwar so, daß das Basiskulturmedium unter Ausschluß von Rohrzucker, Naphthalinessigsäure und 6-BenzylaminO-purin 5-mal verdünnt wurde; d^rin Wurden 20 g/l,Rohrzucker und 8 g/l Gelatine zugegeben und der pH-*Wert des Mediums auf 5,7 - 5,8 eingestellt.
Etwa 80 ml des so hergestellten Kulturmediums wurden in einen 300 ml fassenden Erlenmeyer-Kolben gegossen, und das Konglomerat des Schösslings-Primordiums mit einem Durchmesser von 3 - 5 mm wurde auf das Madium verpflanzt. Die Kultur wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt. Nach einer Kultur von 2-3 Wochen hatten sich Kormusse mit einer jeweiligen Länge von 5 - 100 mm gebildet und aus den Basisteilen derselben waren Wurzeln entstanden. Nach einer Kultur von 2 Monaten hatten sich pro Konglomerat des Schösslings-Primordiums 1-2 Stück der juvenilen Jungpflanzen mit einer Länge von jeweils etwa 70 mm gebildet.
Im Falle der bastardwüchsigen Reispflanze ist die Vermehrungsrate ziemlich hoch und erreicht ein Verhältnis von ungefähr 5-mal/Monat, d.h. eine Rate von 5 ?2,5 χ 10 / Jahr. Das bedeutet, daß etwa 250 000 000 juvenile Jungpflanzen pro Jahr aus einer Elternpflanze erzeugt werden können. Es wurde bestätigt, daß die so erhaltenen Schösslinge dieselbe Bastardwüchsigkeit wie die Elternpflanze aufwiesen. Damit ist die gewerbliche Massenproduktion eines Besatzes mit derselben Bastardwüchsigkeit möglich.
Beispiel
Winden-Hybride (Ipomoea nil Roth)
Als Basiskulturmedium für die Winden-Hybride wurde dasselbe modifizierte Kulturmedium wie in Beispiel 1 eingesetzt; es wurden lediglich 0,25 - 1,0 mg/1 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure anstelle von Naphthalinessigsäure und 6-Benzylaminopurin verwendet. Wie beim Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde eine Schösslingsspitze mit einer Länge von 0,5 - 1,0 mm abgeschnitten und in dem oben
genannten Basiskulturmedium kultiviert. Einen Monat nach Beginn der Kultur wurde ein grünes Konglomerat des Schösslings-Primordiums mit einem Durchmesser^ y©jn.etwa 5 mm erhalten. In Abständen von jeweils einem Monat danach wurde das so erhaltene Konglomerat des Schösslings-Primordiums in Stücke von etwa 3 - 5 mm Durchmesser aufgeteilt und in einem frischen Kulturmedium wie oben beschrieben vermehrt.
•jg Verfahren zur Bildung von Jungpflanzen:
Zur Anzucht von Jungpflanzen wurde dasselbe feste Kulturmedium wie in Beispiel 1 eingesetzt, indem das oben genannte Kulturmedium unter Ausschluß von Rohrzucker und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure 5-mal verdünnt wurde; dann 15 wurde es mit 20 g/l Rohrzucker, 0,05 - 0,5 ppm 6-Benzylaminopurin und 8 g/l Gelatine versetzt und auf einen pH-Wert von 5,7 - 5,8 eingestellt.
Etwa 80 ml des so erhaltenen Kulturmediums wurden in 20 einen 300 ml fassenden Erlenmeyer-Kolben gegossen; darauf wurde das Schösslings-Primordium mit einem Durchmesser von 3-5 mm verpflanzt. Nach 1-wöchiger Kultur hatten sich Ausbüchtungen gebildet, die man als feinen Kormus
mit einer Größe von 1 - 2 mm ansehen konnte. 25
Im Falle der Winden-Hybride betrug die Fortpflanzungsrate 2-mal/Monat und erreichte eine Rate von
12 3
2 s" 4 χ 10 /Jahr. Dementsprechend können ungefähr
4 000 juvenile Jungpflanzen jährlich aus einer Eltern- pflanze erzeugt werden. Die Massenproduktion kann folglich voll gewerblich erfolgen.
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Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur perennierenden Massenvermehrung einjähriger Nutzpflanzen unter Verwendung des Schosslings-Primordiums, dadurch gekennzeichnet, daß man die«Spitze von Schösslingen einjähriger Nutzpflanzen abtrennt, die abgetrennte Spitze des Schösslings in ein künstliches Nährmedium verpflanzt, welches ein Gemisch anorganischer Salze und ein Pflanzenwuchshormon enthält, die Spitzen der Schösslinge einer Rotationskultur bei einer Temperatur von 15 - 3O°C, einer Bestrahlungsintensität von 2 000 - 9 OOO Lux und unter Einhaltung einer Umdrehungszahl von 0,5 - 10 Umdrehungen/min unterwirft und das Schösslings-Primordium so vermehrt und die so erhaltenen Schösslings-Primordien einer stationären Kultur zur Bildung von Jungpflanzen unterwirft, wodurch die einjährigen Nutzpflanzen in kurzer Zeit einer perennierenden Massenvermehrung unter Erhaltung des Genotypus und des chromosomalen Typus über mehrere Jahre zugeführt werden können.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als einjährige Nutzpflanzen die triploide Wassermelone, der bastardwüchsige Mais, die bastardwüchsige R-eispflanze und die Winden-Hybride verwendet wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als anorganisches Salzgemisch ein Gamborg B5-
Kulturmedium und als Pflanzenwuchshormon Naphthalin-
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-2-
essigsäure, 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, Kinetin oder Benzylaminopurin verwendet wird.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stationäre Kultur bei einer Temperatur von 15 - 300C und einer Bestrahlungsintensität von 1 OOO - 4 000 Lux durchgeführt wird.
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