DE2523665C3 - Ausrichteinrichtung für eine Doppelbesäumsäge - Google Patents
Ausrichteinrichtung für eine DoppelbesäumsägeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausrichteinrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Aus der DE-PS 8 27 545 ist eine Doppelbesäumkreissäge mit einer Ausrichteinrichtung bekannt geworden,
bei welcher drei Backenpaare mit als Druckrollen ausgebildeten Spannbacken über die Länge des zu
besäumenden Werkstücks verteilt angeordnet sind. Dort können die dem gleichen Backenpaar angehörenden Spannbacken durch je einen von zwei gleichachsig
zueinander liegenden Zylindern, die eine gemeinsame Kolbenstange haben, senkrecht zur Werkstücklängsrichtung zugestellt werden. Unterhalb des Aufgabetisches sind zwei in Beschickrichtung, also parallel zu den
Ebenen der Besäumkreissägeblä'.ter verlaufende Schienen vorgesehen, von denen die eine zusammen mit
Anschlägen die Verschiebbarkeit der auf einer der Längsseiten des Werkstücks anliegenden Spannbacken
begrenzt und die wegzuschneidende Baumkante berücksichtigt. Die andere Schiene dient als Richtschiene,
ist parallel zu sich verschiebbar und wirkt auf die Anschläge der an der anderen Werkstücklängsseite
anliegenden Spannbacken ein. Zu ihrer Parallelführung ist eine zu ihr gleichlaufende, torsionsfeste Richtwelle
erforderlich, die mit Armen und anschließenden Gelenkgliedern mit der Richtschiene verbunden ist. Zur
Ausübung der Richtkraft ist ein besonderes Richtzylinderpaar vorgesehen, wobei jedoch die Richtkraft so
dosiert sein muß, daß die geschlossenen Spannbacken nicht geöffnet werden können. Dies schließt die Gefahr
vun Störungen in sich, weil sich in den quer zur Vorschubrichtung des Werkstücks verlaufenden Parallelführungen für die Spannbacken leicht Verunreinigungen, vor allem Sägemehl u. dgl. absetzen können, welche
auch bei genauest ausgeführten Passungen der Führung den Spanndruck und damit die Richtkraft der Spannbakken beeinflussen können. Feinstgepaßte Führungen sind
jedoch teuer in der Herstellung und erfordern eine dauernde Wartung. Außerdem erfordert eine in
Längsrichtung des Werkstücks verlaufende Richtwelle mit ihren Gelenkverbindungen zur Richtschiene und
zum verstellbaren Sägeblatt einen hohen konstruktiven Aufwand.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausrichteinrichtung der eingangs beschriebenen Art
funktionell zu verbessern, konstruktiv zu vereinfachen
und dabei eine geringere Störanfälligkeit zu erzielen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen
Maßnahmen vorgesehen.
Vorteilhaft können die beiden Hebelarme des Abtastorgans jeweils einen rechten Winkel miteinander
bilden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die beiden Hebelarme eines Tastorgans parallel bzw.
rechtwinklig zu der dem Abtastorgan zugeordneten Richtstange bzw. Taststange.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausrichteinrichtung besteht vor allem darin, daß sich an den senkrecht
stehenden Lagerzapfen der Abtastorgane keine die Schließ- oder Spannkraft beeinträchtigenden Verschmutzungen
ablagern können und daß außerdem durch Längsverstellung der Äichtstange die jeweilige
Breite der abzuschneidenden Waldkanten eingestellt werden kann und daß dann der Rückholweg der
gegenüberliegenden Taststange gegenüber der Richtstange ein Maß für die größtmögliche, beim Besäumen
erzielte Breite eines Brettes ist Mit einer einzigen Schließbewegung der paarweisen Tast- und Ausrich'.-köpfe
wird gleichzeitig die Abtastung der Brettkultur und die Ausrichtung des Brettes erzielt, wobei eine hohe
Arbeitsgeschwindigkeit erreicht wird und die Ausrichtung selbsttätig erfolgt
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung beschrieben: In der Zeichnung ist dargestellt in
Fig. 1 die Ausrichteinrichtung in schematischei Darstellung in ihrer Ruhestellung und in der Draufsicht
von oben,
F i g. 2 in ihrer Abtast- und Ausrichtstellung für ein zu besäj.nendes, mit unterbrochenen Linien angedeutetes
Brett, und
Fig.3 eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
eines bei der Ausrichteinrichtung nach den F i g. 1 und 2 verwendeten Abtastorgans, jeweils in drei verschiedenen
Stellungen (F i g. 3a, F i g. 3b und F i g. 3c) für verschiedene Neigungswinkel der Baumkante eines zu
besäumenden Brettes.
Gemäß Fig. 1 weist die im einzelnen nicht näher bezeichnete Ausrichteinrichtung, weiche vor einer
Doppelbesäumkreissäge DS vor deren unmittelbarem Einlauf angeordnet ist, drei Paare von Abtast- und
Ausrichtorganen auf, welche gemäß F i g. 2 über die Länge eines zu besäumenden, in Fif 2 mit unterbrochenen
Linien bei 1 angedeuteten Brettes angeordnet sind.
Das der Doppelbesäumkreissäge DS am nächsten liegende Abtastpaar weist ein erstes Abtastorgar. 11 und
ein zweites Abtastorgan 11a auf. Beide Abtastorgane sitzen am Ende je eines zweiarmigen Hebels 13 bzw.
13a, welche um je eine gegenüber der Doppelbesäumkreissäge DS fest angeordnete, vertikale Schwenkachse
14 bzw. 14a in der Horizontalen schwenkbar sind. Die beiden Hebel 13 und 13a sind untereinander durch einen
Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 12 verbunden, dessen dem linken, zweiten Abtastorgan Ha näher
liegender Zylinderinnenraum zur Durchführung des Abtast- und Ausrichtvorgangs unter Druck gesetzt
werden kann. Unter dem Einfluß eines dort eingeleite= ten Druckmittels schwenken die beiden Abtastorgane
U und 11a gegeneinander und kommen dann an den Baumkanten 4 und 4a des in üblicher Weise auf die
Ausrichteinrichtung, beispielsweise einen Querförderer aufgelegten, für den beidseitigen Besäumungsvorgang
auszurichtenden Brettes 1 zur Anlage. Da bei dieser schwimmenden Verbindung die Spannkraft des Zylinders
12 unabhängig von der Lage des Brettes t gegenüber der beim Besäumen von der rechten (in der
Zeichnung iiicht wiedergegebenen) Kreissäge erzeugten
Schnittfuge N aufrechterhalten wird, ist es notwendig, das dieser Schnittfuge benachbarte rechte
Abtastorgan in seiner Schwenkbewegung derart zu begrenzen, daß die Schnittfuge bei dem in Fig.2
unterstellten, gegen die Doppelbesäumkreissäge DS verjüngten Verlauf der Randkonturen des Brettes 1 die
Baumkante 4 nur ganz knapp anschneidet, wie weiter unten im Zusammenhang mit der besonderen, erfindungsgemäßen
Ausbildung der Abtastorgane näher erläutert ist Zur Fixierung des rechten Abtastorgans 11
auf die als Null-Linie dienende Schnittfuge N ist am anderen Hebelende des Hebels 13 ein vertikaler
Anschlagbolzen angeordnet der mit einem Anschlag 16 in Berührung kommt wenn eine diesen Anschlag
tragende Richtstange 17 in der mit einem Pfeil D angedeuteten Richtung durch ein Stellorgan 20,
beispielsweise einen Hydraulik- oder Pneumatikzylinder verschoben wird. In der aus Fig.2 erkennbaren
Weise wird dann das Anschlagorgan 11 entgegen dem Kraftzylinder 12 so festgelegt, daß die Brettkante 4 über
die Null-Linie W hinaus nicht weiter nach 'inks verschoben werden kann, weil der Anschlag 16 die
Zugkraft des Zylinders 12 aufnimmt
In annähernd gleichmäßigen Abständen über die Länge des Brettes 1 verteilt liegen zwei in gleicher
Weise ausgebildete Abtastpaare 21 und 21a, deren
J° einzelne Bauteile gegenüber denjenigen des ersten
Abtast- und Ausrichtpaares 11, 11a Bezugszahien tragen, die jeweils um 10 erhöht sind. Zur Abtastung des
Endabschnittes eines zu besäumenden Brettes 1 ist ein weiteres Abtast- und Ausrichtpaar 31 und 31a
J5 angeordnet, dessen Kraftzylinder 32 in der aus F i g. 2
erkennbaren Weise die Abtastorgane mit erheblichem Anlagedruck gegen die Baumkanten des Brettes 1 zur
Anlage bringt, wobei jedoch ein an der gemeinsamen Richtstange 17 sitzender Anschlag 36 verhindert, daß
das von der Säge DS abgekehrte Ende des Brettes 1 zu
weit nach links verschoben wird. Durch den Anschlag 36 wird nämlich verhindert, daß das Abtastorgan 31 über
die verlängerte Null-Linie N hinaus nach links verschwenken kann.
Parallel zur Richtstange 17 ist eine Taststange 17a angeordnet, welche in gleichen Längenabständen wie
die Richtstange 17 drei Anschläge 16a, 26a und 36a für die Schwenkhebel 13a, 23a und 33a des ersten, zweiten
und dritten Abtastpaares trägt. Die Taststange 17a kann mit Hilfe eines hydraulischen oder pneumatischen
Stellzylinders 18 so weit in Richtung des Pfeiles B von der Doppelbesäumkreissäge DS weg längsverschoben
werden, bis einer der Anschläge 16a, 26a oder 36a mit
seinen, zugehörigen Anschlagbolzen 15a, 25a oder 35a
zur Anlage kommt. Da alle drei, der rechten Baumkante 4 zugeordneten Abtastorgane U, 21 und 31 durch die
Richtstange 17 auf minimalen Abstand gegenüber der Null-Linie N ausgerichtet sind, wird während der
Rückholbewegung fider Taststange 17a dasjenige der
b0 der linken Besäumkante 4a zugeordneten Tastorgane
11a, 21a oder 31a mit seinem Anschlagbolzen an den zugehörigen Anschlag anlaufen, welches auf der Höhe
der geringsten, beim Besäumen zu berücksichtigenden Breite des Brettes 1 liegt. Dies ist für die Lage und
h'· Kontur des Brettes nach F i g. 2 zuerst bei dem Abtast-
und Ausrichtpaar 11, 11a der Fall. Wenn diese beiden
Abtastorgane mit ihren Anschlagbolzen 15 und 13a gleichzeitig zur Anlage an ihren Anschlägen 16 und 16a
kommen, ist der Rückholweg der Taststange 17a gegenüber der Richtstange 17 ein Maß für die
größtmögliche Besäumbreite des Brettes 1,
Damit diese größtmögliche Besäumbreite unmittelbar abgelesen werden kann, ist zwischen der Richtstange
17 und der Taststange 17a ein Breitenmesser 19 angeordnet, der in der angedeuteten Weise einen nicht
näher bezeichneten, mit der Taststange 17a verbundenen Tauchkolben und einen mit der Richtstange 17
verbundenen, ebenfalls nicht näher bezeichneten Zylinder haben kann. In diesem Falle kann das vom
Tauchkolben des Breitenmessers 19 verdrängte Druckmittel dazu benützt werden, das zweite, zum Besäumen
der linken Baumkante 3a dienende Sägeblatt auf die gemessene größte Breite einzustellen, wozu ein den
gleichen Bohrungsdurchmesser wie der Breitenmesser 19 aufweisender Zylinder vorgesehen werden kann. In
gleicher Weise ist auch eine elektrische Übertragung
Während in der oben beschriebenen Weise die beiden Anschlagbolzen 15 und 15a zuerst und gleichzeitig zur
Anlage an ihren Anschlägen 16 und 16a kommen, wenn der der Doppelbesäumsäge DS zugekehrte Endabschnitt
des Brettes 1 schmaler ist als der andere, von der Säge abgekehrte Endabschnitt, kann auch von den 2s
anderen Tastpaaren 21, 21a 'ind 31, 31a die geringste Breite des Werkstücks 1 ohne weiteres dadurch
festgestellt werden, daß die dem Längenabschniu geringster Breite zugeordneten Tastpaare zuerst und
gemeinsam an ihren Anschlägen zur Anlage kommen, Jo wenn die Taststange 17a in der Richtung ß bewegt wird.
Es ist demgemäß ohne weiteres möglich, auch gekrümmte Werkstücke so auszurichten, daß nach dem
Besäumen das größtmögliche Holzvolumen vorliegt.
In F i g. 3 ist eine besonders bevorzugte Ausführungsform
für die Abtast- und Ausrichtorgane 11,11a bzw. 21,
21a bzw. 31, 31a am Beispiel des vorderen linken Abtastorgans 11a dargestellt. Dieses endigt gabelförmig
in einem waagerechten Schenkel Hb und in einem zweiten, zu diesem unter einem spitzen Winkel w von *o
35" geneigten zweiten Schenkel lic. Zum Abtast- und
Aiisrichtvorgang wird das Tastorgan 11a so gegen das
zu besäumende Brett 1 waagerecht zugestellt, daß das Brett 1 mit seiner beim späteren Besäumvorgang
wegfallenden Baumkante 3 der Anschlagfläche 10 des Schenkels 11 cgegenübersteht und das Brett 1 mit seiner
zu seiner oberen schmaleren Fläche 2 planparallelen, nicht näher bezeichneten Unterseite auf der die
Auflagefläche bildenden Innenseite des Schenkels life
aufliegt. Die vom Abtastorgan 11 festzustellende, den
geringsten Ver.rr.hnitt ergebende Brettkante 4 verläuft
dann durch den Verschneidungspunkt, den die Oberflächenseite 2 des Brettes 1 mit der Anschlagfläche 10
bildet Die Lage der Besäumkante 4 hängt erheblich von der Dicke 7 des zu besäumenden Brettes 1 ab. Wenn die «
Dicke des Brettes den eingezeichneten Wert 7a hat, verläuft die mit einer strichpunktierten Linie angedeutete
Brettkante 4c wesentlich näher zur Bettmitte hin. Mit der dargestellten Ausbildung des Abtast- und Ausrichtelementes
11a ist es ohne weiteres möglich, die bei 5 h> angedeutete Schnittfuge so zu legen, daß sie die
Baumkante 3 lediglich anschneidet, im übrigen aber die größtmögliche Oberfläche 2 bzw.2aergibt.
Das Maß, um welches die Schhittiuge gegen die
Brettmitte hin bei zunehmender Brettdicke 7 versetzt > ·
werden muß, kann bei der Ausrichteinrichtung nach F i g. 1 und 2 dadurch eingestellt werden, daß die
Richtstange 17 mit zunehmender Brettdicke vom Stellorgan 20 in Richtung des Pfeiles D verschoben wird
wobei der am Anschlag 16 anliegende Anschlagbolzei 15 mit zunehmender Brettdicke im Uhrzeigersinn
verschwenkt wird und dabei das Tastorgan 11 weite von der Null-Linie N entfernt hält. Dadurch wird be
großen Brettdicken das der Säge gegenUberliegendi Brettende unter dem Einfluß des sich im Druckzylinde
12 auswirkenden Druckmittels von dem gegenüberiie genden Abtastorgan 11a um das entsprechende Mal
nach rechts verschoben und die notwendige Anpassung der Ausrichtung an die jeweilige Brettdicke gewährlei
stet.
Während in F i g. 3a der Neigungswinkel χ de Baumkante 3 größer angenommen ist als He- Neigungs
winkel w der Anschlagfläche 10 gegenüber de Auflagefläche 6, zeigt Fig. 3b die Verhältnisse, wenr
beide Neigungswinkel gleich groß sind. In Fig. 3c is
demgegenüber der Neigungswinkel χ der Baumk-τ!'
kleiner als der Neigungswinkel der Anschlsgflächc ί
des Schenkels lic. Bei einer gegenüber Fig. 3i
unveränderten Ausrichtung des Brettes 1 gegenübe dem zugehörigen, in Fig. 3 nicht wiedergegebenet
Sägeblatt und der von diesem erzielbaren Schnittfuge ί bleibt ein kleines Stück Restbaumkante an den
besäumten Brett. Ein solches Verbleiben einer Rest baumkante 8 an der Besäumkante 4 des besäumtet
Brettes entspricht jedoch den Forderungen de Holzt iinche, sofern der Neigungswinkel χ der Baum
kante 3 kleiner ist als das durch den Neigungswinkel ι der Anschlagfläche 10 bestimmte Maß.
Während die Ausrichtung des Brettes 1 in de Anordnung nach den F i g. 1 und 2 relativ zur Null-Linii
N der Doppelbesäumkreissäge DS durch die Richtstan ge 17 erreicht wird, erfolgt bei zwischen die Abtast- un
Ausrichtorgane 11 und 11a bzw. 21 und 21a bzw. 31 um
31a eingeklemmtem Brett die Breitenmessung dadurcr daß die Taststange 17a durch das Stellorgan 18 ii
Richtung B verschoben wird, bis mindestens eines de Anschlagpaare 16, 16a bzw. 26, 26a oder 36, 36
gleichzeitig berührt wird. Dann ist die Ausrichtunj abgeschlossen. Nach dem Öffnen der Abtastorgan
kann im unmittelbaren Anschluß die Zufuhr des Brette 1 in die Doppelbesäumkreissäge DS durch nich
dargestellte, bekannte Transporteinrichtungen erfolgen
In gleicher Weise kann die Ausrichteinrichtung ir Verbindung mit einer Besäumkreissäge verwende
werden, die zwei symmetrisch zu einer Mittellini« verstellbare Besäumflansche hat. Es sind dann lediglicl
symmetrische Hebelanordnungen 13a und 15a mi Abtastorganen 11a, Anschlägen 16a und Taststangei
17a zu wählen, wobei die Elemente 16a und ΙΓ.-i star
miteinander verbunden sein müssen. Die übrigei Abtastpaare 21,21a und 31,31a können dann, in gleiche
Weise wie vorher für die Abtastorgane 11 und 11.
beschrieben, zusammen mit ihren Hebeln symmetriscl angeordnet und ausgebildet werden.
Wenn der Neigungswinkel der Anschlagfläche 1 w — 90° gewählt wird, können statt Brettern auc!
Rundhölzer beliebiger Krümmung relativ zur Doppe besäumsäge ausgerichtet werden.
Besonders dicke und schwere Model sowie Halbhöl zer werden zweckmäßigerweise wie oben für das Bret
1 beschrieben abgetastet Der Neigungswinkel w de Anschlagfläche 10 kann unter bestimmten Bedingungei
größer als 90° sein. Außerdem ist es möglich, di< Änscniagfläche 10 mit einer Oberfläche mit höhet
Reibungskoeffizienten zu versehen.
Das durch die Abtastung ermittelte Ergebnis kam
derart ausgewertet werden, daß bei Einstellung der Sägeblätter für die Besäumung absolute oder relative
Breitenwerte, bezogen auf die abgetasteten Werte, hinzugefügt oder abgezogen werden.
Die Werkstürke können nach dem Ausrichten noch parallel seitwärts versetzt werden, bezogen auf die
abgetastete Besäumlinie, ehe sie der Säge zugeführt wtiden.
Zur Ermittlung einer Breiteneinstellung der Doppelbesäumkreissäge für optimale Flächenausbeute der zu
besäumenden Holzwerkstücke können verschiedene, mögliche Besäumbreiten in der Nähe des schmaleren
Brettendes abgefragt, mit der noch verbleibenden Länge in einer Rechenanlage multipliziert und anschließend
der maximale Flächenwert ermittelt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Ausrichteinrichtung für an ihren einander gegenüberliegenden Längsseiten gleichzeitig zu
besäumende Holzwerkstücke, insbesondere Bretter, mit Hilfe einer Doppelbesäumsäge mit zwei
parallelen, in einstellbarem gegenseitigen Abstand angeordneten Sägeblättern, denen gegenüber das zu
besäumende Werkstück vor dem Einlauf in die Doppelbesäumsäge so ausrichtbar ist, daß die
Schnittflächen der Sägeblätter die beiderseitigen Baumkanten abschneiden, wobei zur Abtastung der
Werkstückkontur an jeder der beiden Längsseiten des Werkstücks mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens drei quer zu dessen Längsachse zustell- '5
bare und über die Werkstücklänge im Abstand voneinander angeordnete Abtastorgane angeordnet
sind, von denen jedem der an einer der Werkstücklängsseiten liegenden Abtastorgane ein zweites
Abtastorgan auf der gegenüberliegenden Werkstücklängsseite zugeordnet ist und jeweils zwei
einander gegenüberliegende Abtastorgane vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch arbeitende
Krafteinrichtungen verbunden und bis zur festen Anlage gegen das Werkstück zustellbar sind, wobei
für mindestens eines der auf einer der beiden Längsseiten angeordneten Abtastorgane ein Anschlag vorgesehen ist, welcher den Zustellweg des
Abtastorgans zur Ausrichtung auf das zu dieser Längsseite gehörende Sägeblatt begrenzt und den
Spanndruck des gegenüberliegenden Tastorgans aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abtastorgane (11,1 'a, 21,?'.a, 31,3IaJ an jeweils
einem Hebelende (13, Ui bzw. 23,23a bzw. 33,33a;
eines um eine vertikale Achse {"■ i, 14a; schwenkba- J5
ren zweiarmigen Hebels sitzen, dessen zweiter Hebelarm (15, ISa bzw. 25, 25a bzw. 35, 35a; gegen
einen der Anschläge gerichtet ist und daß für die ersten, auf einer der beiden Längsseiten angeordneten Abtastorgane (11, 21, 31) jeweils einer von
mehreren Anschlägen (16,26,36) vorgesehen ist, die
an einer gemeinsamen, parallel zu den Sägeblättern längsverschiebbaren Richtstange (17) sitzen, und daß
für mindestens zwei, vorzugsweise drei oder mehr der zweiten, auf der anderen Längsseite angeordneten Abtastorgane (Ha, 21a, 3IaJ eine gemeinsame
Taststange (17a; vorgesehen ist, welche die Tastanschläge (16a, 26a, 36a; für diese Abtastorgane trägt
und ebenfalls parallel zu den Sägeblättern längsverschiebbar gelagert ist. M
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebelarme (13,15; 13a, 15a;
23, 25; 23a, 25a; 33, 35; 33a, 35a; jeweils einen rechten Winkel miteinander bilden.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebelarme (13,15; 13a, 15a;
23, 25; 23a, 25a; 33, 35; 33a, 35a; parallel bzw. rechtwinklig zu der ihnen zugeordneten Richtstange
(17) bzw. Taststange (17a; verlaufen.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Richtstange (17) und der
Taststange (17a; ein die gegenseitige Längsverschiebung beider Stangen erfassender Breitenmesser (19)
angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- 1^'
zeichnet, daß der Breitenmesser (19) mit einer Verstelleinrichtung gekuppelt ist, mit welcher der
gegenseitige Abstand der beiden Sägeblätter auf die
ermittelte maximale Restbreite tdes Werkstücks
einstellbar ist, bei welcher am schmalen Ende des Werkstücks die gegenüberliegenden Baumkanten (3,
3a; wenigstens annähernd angeschnitten werden.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastorgane (11,
Ua; 21, 21a; 31, 31a; in zwei voneinander
abgespreizten Schenkeln (lib, tic) endigen, von
denen der eine Schenkel (lib)die Auflagefläche (6)
für das zu besäumende Werkstück bildet, wobei die jeweilige Besäumkante (4, 4a, 4c) durch den
Neigungswinkel (w) der Anschlagfläche (10) am anderen Schenkel (11 e;bestimmt wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Berücksichtigung der jeweiligen
Dicke (7,7a;des Werkstücks (1) die Richtstange (17) längsverschiebbar gegenüber den Schwenkachsen
(14,14a;der Abtastorgane (11, 11a...31 a) geführt
ist.
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| FR2312336A1 (fr) | 1976-12-24 |
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