DE2523665B2 - Ausrichteinrichtung für eine Doppelbesäumsäge - Google Patents
Ausrichteinrichtung für eine DoppelbesäumsägeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausrichteinrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Aus der DT-PS 8 27 545 ist eine Doppelbesäumkreissäge mit einer Ausrichteinrichtung bekannt geworden,
bei welcher drei Backenpaare mit als Druckrollen ausgebildeten Spannbacken über die Länge des zu
besäumenden Werkstücks verteilt angeordnet sind. Dort können die dem gleichen Backenpaar angehörenden
Spannbacken durch je einen von zwei gleichachsig zueinander liegenden Zylindern, die eine gemeinsame
Kolbenstange haben, senkrecht zur Werkstücklängsrichtung zugestellt werden. Unterhalb des Aufgabetisches
sind zwei in Beschickrichtung, also parallel zu den Ebenen der Besäumkreissägeblätter verlaufende Schienen
vorgesehen, von denen die eine zusammen mit Anschlägen die Verschiebbarkeit der auf einer der
Längsseiten des Werkstücks anliegenden Spannbacken begrenzt und die wegzuschneidende Baumkante berücksichtigt.
Die andere Schiene dient als Richtschiene, ist parallel zu sich verschiebbar und wirkt auf die
Anschläge der an der anderen Werkstücklängsseite anliegenden Spannbacken ein. Zu ihrer Parallelführung
ist eine zu ihr gleichlaufende, torsionsfeste Richtwelle erforderlich, die mit Armen und anschließenden
Gelenkgliedern mit der Richtschiene verbunden ist. Zur Ausübung der Richtkraft ist ein besonderes Richtzylinderpaar
vorgesehen, wobei jedoch die Richtkraft so dosiert sein muß, daß die geschlossenen Spannbacken
nicht geöffnet werden können. Dies schließt die Gefahr von Störungen in sich, weil sich in den quer zur
Vorschubrichtung des Werkstücks verlaufenden Parallelführungen für die Spannbacken leicht Verunreinigungen,
vor allem Sägemehl u. dgl. absetzen können, welche auch bei genauest ausgeführten Passungen der Führung
den Spanndruck und damit die Richtkraft der Spannbakken beeinflussen können. Feinstgepaßte Führungen sind
jedoch teuer in der Herstellung und erfordern eine dauernde Wartung. Außerdem erfordert eine in
Längsrichtung des Werkstücks verlaufende Richtwelle mit ihren Gelenkverbindungen zur Richtschiene und
zum verstellbaren Sägeblatt einen hohen konstruktiven Aufwand.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausrichteinrichtung der eingangs beschriebenen Art
funktionell zu verbessern, konstruktiv zu vereinfachen
und dabei eine geringere Störanfälligkeit zu erzielen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen
Maßnahmen vorgesehen.
Vorteilhaft können die beiden Höbelarme des Abtastorgans jeweils einen rechten Winkel miteinander
bilden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die beiden Hebelarme eines Tastorgans parallel bzw.
rechtwinklig zu der dem Abtastorgan zugeordneten Richtstange bzw. Taststange.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausrichteinrichtung
besteht vor allem darin, daß sich an den senkrecht stehenden Lagerzapfen der Abtastorgane keine die
Schließ- oder Spannkraft beeinträchtigenden Verschmutzungen ablagern können und daß außerdem
durch Längsverstellung der Richtstange die jeweilige Breite der abzuschneidenden Waldkanten eingestellt
werden kann und daß dann der Rückholweg der gegenüberliegenden Taststange gegenüber der Richtstange
ein Maß für die größtmögliche, beim Besäumen erzielte Breite eines Brettes ist. Mit einer einzigen
Schließbewegung der paarweisen Tast- und Ausrichtköpfe wird gleichzeitig die Abtastung der Brettkultur
und die Ausrichtung des Brettes erzielt, wobei eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erreicht wird und die Ausrichtung
selbsttätig erfolgt.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung beschrieben: In der Zeichnung ist dargestellt in
F i g. 1 die Ausrichteinrichtung in schematischer Darstellung in ihrer Ruhestellung und in der Draufsicht
von oben,
F i g. 2 in ihrer Abtast- und Ausrichtstellung für ein zu besäumendes, mit unterbrochenen Linien angedeutetes
Brett, und
F i g. 3 eine besonders vorteilhafte Ausführungsform
eines bei der Ausrichteinrichtung nach den F i g. 1 und 2 verwendeten Abtastorgans, jeweils in drei verschiedenen
Stellungen (Fig.3a, Fig.3b und Fig.3c) für
verschiedene Neigungswinkel der Baumkante eines zu besäumenden Brettes.
Gemäß F i g. 1 weist die im einzelnen nicht näher bezeichnete Ausrichteinrichtung, welche vor einer
Doppelbesäumkreissäge DS vor deren unmittelbarem Einlauf angeordnet ist, drei Paare von Abtast- und
Ausrichtorganen auf, welche gemäß Fig.2 über die Länge eines zu besäumenden, in Fig.2 mit unterbrochenen
Linien bei 1 angedeuteten Brettes angeordnet sind.
Das der Doppelbesäumkreissäge DS am nächsten liegende Abtastpaar weist ein erstes Abtastorgan 11 und
ein zweites Abtastorgan 11a auf. Beide Abtastorgane sitzen am Ende je eines zweiarmigen Hebels 13 bzw.
13a, welche um je eine gegenüber der Doppelbesäumkreissäge
DS fest angeordnete, vertikale Schwenkachse 14 bzw. 14a in der Horizontalen schwenkbar sind. Die
beiden Hebel 13 und 13a sind untereinander durch einen Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 12 verbunden,
dessen dem linken, zweiten Abtastorgan 11a näher liegender Zylinderinnenraum zur Durchführung des
Abtast- und Ausrichtvorgangs unter Druck gesetzt werden kann. Unter dem Einfluß eines dort eingeleiteten
Druckmittels schwenken die beiden Abtastorgane U und Ua gegeneinander und kommen dann an den
Baumkanten 4 und 4a des in üblicher Weise auf die Ausrichteinrichtung, beispielsweise einen Querförderer
aufgelegten, für den beidseitigen Besäumungsvorgang auszurichtenden Brettes 1 zur Anlage. Da bei dieser
schwimmenden Verbindung die Spannkraft des Zylinders 12 unabhängig von der Lage des Brettes 1
gegenüber der beim Besäumen von der rechten (in der Zeichnung nicht wiedergegebenen) Kreissäge erzeugten
Schnittfuge N aufrechterhalten wird, ist es notwendig, das dieser Schnittfuge benachbarte rechte
Abtastorgan in seiner Schwenkbewegung derart zu begrenzen, daß die Schnittfuge bei dem in F i g. 2
unterstellten, gegen die Doppelbesäumkreissäge DS verjüngten Verlauf der Randkonturen des Brettes 1 die
Ό Baumkante 4 nur ganz knapp anschneidet, wie weiter
unten im Zusammenhang mit der besonderen, erfindungsgemäßen Ausbildung der Abtastorgane näher
erläutert ist Zur Fixierung des rechten Abtastorgans 11
auf die als Null-Linie dienende Schnittfuge N ist am anderen Hebelende des Hebels 13 ein vertikaler
Anschlagbolzen angeordnet, der mit einem Anschlag 16 in Berührung kommt, wenn eine diesen Anschlag
tragende Richtstange 17 in der mit einem Pfeil D angedeuteten Richtung durch ein Stellorgan 20,
beispielsweise einen Hydraulik- oder Pneumatikzylinder verschoben wird. In der aus Fig.2 erkennbaren
Weise wird dann das Anschlagorgan 11 entgegen dem Kraftzylinder 12 so festgelegt, daß die Brettkante 4 über
die Null-Linie N hinaus nicht weiter nach links verschoben werden kann, weil der Anschlag 16 die
Zugkraft des Zylinders 12 aufnimmt.
in annähernd gleichmäßigen Abständen über die Länge des Brettes 1 verteilt liegen zwei in gleicher
Weise ausgebildete Abtastpaare 21 und 21a, deren einzelne Bauteile gegenüber denjenigen des ersten
Abtast- und Ausrichtpaares 11, 11a Bezugszahlen tragen, die jeweils um 10 erhöht sind. Zur Abtastung des
Endabschnittes eines zu besäumenden Brettes 1 ist ein weiteres Abtast- und Ausrichtpaar 31 und 31a
angeordnet, dessen Kraftzylinder 32 in der aus F i g. 2 erkennbaren Weise die Abtastorgane mit erheblichem
Anlagedruck gegen die Baumkanten des Brettes 1 zur Anlage bringt, wobei jedoch ein an der gemeinsamen
Richtstange 17 sitzender Anschlag 36 verhindert, daß das von der Säge DS abgekehrte Ende des Brettes 1 zu
weit nach links verschoben wird. Durch den Anschlag 36 wird nämlich verhindert, daß das Abtastorgan 31 über
die verlängerte Null-Linie N hinaus nach links verschwenken kann.
Parallel zur Richtstange 17 ist eine Taststange 17a angeordnet, welche in gleichen Längenabständen wie
die Richtstange 17 drei Anschläge 16a, 26a und 36a für die Schwenkhebel 13a, 23a und 33a des ersten, zweiten
und dritten Abtastpaares trägt. Die Taststange 17a kann
so mit Hilfe eines hydraulischen oder pneumatischen
Stellzylinders 18 so weit in Richtung des Pfeiles B von der Doppelbesäumkreissäge DS weg längsverschoben
werden, bis einer der Anschläge 16a, 26a oder 36a mit
seinem zugehörigen Anschlagbolzen 15a, 25a oder 35a zur Anlage kommt. Da alle drei, der rechten Baumkante
4 zugeordneten Abtastorgane 11, 21 und 31 durch die Richtstange 17 auf minimalen Abstand gegenüber der
Null-Linie N ausgerichtet sind, wird während der Rückholbewegung B der Taststange 17a dasjenige der
der linken Besäumkante 4a zugeordneten Tastorgane 11a, 21a oder 31a mit seinem Anschlagbolzen an den
zugehörigen Anschlag anlaufen, welches auf der Höhe der geringsten, beim Besäumen zu berücksichtigenden
Breite des Brettes 1 liegt. Dies ist für die Lage und
M Kontur des Brettes nach F i g. 2 zuerst bei dem Abtast-
und Ausrichtpaar 11, 11a der Fall. Wenn diese beiden
Abtastorgane mit ihren Anschlagbolzen 15 und 15a gleichzeitig zur Anlage an ihren Anschlägen 16 und 16a
kommen, ist der Rückholweg der Taststange 17a gegenüber der Richtstange 17 ein Maß für die
größtmögliche Besäumbreite des Brettes 1.
Damit diese größtmögliche Besäumbreite unmittelbar abgelesen werden kann, ist zwischen der Richtstange
17 und der Taststange 17a ein Breitenmesser 19 angeordnet, der in der angedeuteten Weise einen nicht
näher bezeichneten, mit der Taststange 17a verbundenen Tauchkolben und einen mit der Richtstange 17
verbundenen, ebenfalls nicht näher bezeichneten Zylin- ι ο
der haben kann. In diesem Falle kann das vom Tauchkolben des Breitenmessers 19 verdrängte Druckmittel
dazu benützt werden, das zweite, zum Besäumen der linken Baumkante 3a dienende Sägeblatt auf die
gemessene größte Breite einzustellen, wozu ein den gleichen Bohrungsdurchmesser wie der Breitenmesser
19 aufweisender Zylinder vorgesehen werden kann. In gleicher Weise ist auch eine elektrische Übertragung
des Abtastwertes auf die Besäumkreissäge 1 möglich. Während in der oben beschriebenen Weise die beiden
Anschlagbolzen 15 und 15a zuerst und gleichzeitig zur Anlage an ihren Anschlägen 16 und 16a kommen, wenn
der der Doppelbesäumsäge DS zugekehrte Endabschnitt des Brettes 1 schmaler ist als der andere, von der
Säge abgekehrte Endabschnitt, kann auch von den anderen Tastpaaren 21, 21a und 31, 31a die geringste
Breite des Werkstücks 1 ohne weiteres dadurch festgestellt werden, daß die dem Längenabschnitt
geringster Breite zugeordneten Tastpaare zuerst und gemeinsam an ihren Anschlägen zur Anlage kommen,
wenn die Taststange 17a in der Richtung 1? bewegt wird. Es ist demgemäß ohne weiteres möglich, auch
gekrümmte Werkstücke so auszurichten, daß nach dem Besäumen das größtmögliche Holzvolumen vorliegt.
In F i g. 3 ist eine besonders bevorzugte Ausführungsform für die Abtast-und Ausrichtorgane 11,11a bzw. 21,
21a bzw. 31, 31a am Beispiel des vorderen linken Abtastorgans 11 a dargestellt. Dieses endigt gabelförmig
in einem waagerechten Schenkel 11/? und in einem zweiten, zu diesem unter einem spitzen Winkel w von
35° geneigten zweiten Schenkel lic Zum Abtast- und Ausrichtvorgang wird das Tastorgan 11a so gegen das
zu besäumende Brett 1 waagerecht zugestellt, daß das Brett 1 mit seiner beim späteren Besäumvorgang
wegfallenden Baumkante 3 der Anschlagfläche 10 des Schenkels llcgegenübersteht und das Brett 1 mit seiner
zu seiner oberen schmaleren Fläche 2 planparallelen, nicht näher bezeichneten Unterseite auf der die
Auflagefläche bildenden Innenseite des Schenkels 116 aufliegt. Die vom Abtastorgan 11 festzustellende, den so
geringsten Verschnitt ergebende Brettkante 4 verläuft dann durch den Verschneidungspunkt, den die Oberflächenseite
2 des Brettes 1 mit der Anschlagfläche 10 bildet. Die Lage der Besäumkante 4 hängt erheblich von
der Dicke 7 des zu besäumenden Brettes 1 ab. Wenn die Dicke des Brettes den eingezeichneten Wert 7a hat,
verläuft die mit einer strichpunktierten Linie angedeutete Brettkante 4cwesentlich näher zur Bettmitte hin. Mit
der dargestellten Ausbildung des Abtast- und Ausrichtelementes 11a ist es ohne weiteres möglich, die bei 5 w
angedeutete Schnittfuge so zu legen, daß sie die Baumkante 3 lediglich anschneidet, im übrigen aber die
größtmögliche Oberfläche 2 bzw. 2a ergibt.
Das Maß, um welches die Schnittfuge gegen die Brettmitte hin bei zunehmender Brettdicke 7 versetzt i>5
werden muß, kann bei der Ausrichteinrichtung nach F i g. 1 und 2 dadurch eingestellt werden, daß die
Richtstange 17 mit zunehmender Brettdicke vom Stellorgan 20 in Richtung des Pfeiles D verschoben wird,
wobei der am Anschlag 16 anliegende Anschlagbolzen 15 mit zunehmender Brettdicke im Uhrzeigersinne
verschwenkt wird und dabei das Tastorgan 11 weiter von der Null-Linie N entfernt hält. Dadurch wird bei
großen Brettdicken das der Säge gegenüberliegende Brettende unter dem Einfluß des sich im Druckzylinder
12 auswirkenden Druckmittels von dem gegenüberliegenden Abtastorgan 11a um das entsprechende Maß
nach rechts verschoben und die notwendige Anpassung der Ausrichtung an die jeweilige Brettdicke gewährleistet.
Während in Fig. 3a der Neigungswinkel χ der Baumkante 3 größer angenommen ist als der Neigungswinkel
w der Anschlagfläche 10 gegenüber der Auflagefläche 6, zeigt Fig.3b die Verhältnisse, wenn
beide Neigungswinkel gleich groß sind. In Fig.3c ist
demgegenüber der Neigungswinkel χ der Baumkante kleiner als der Neigungswinkel der Anschlagfläche 10
des Schenkels lic Bei einer gegenüber Fig.3a
unveränderten Ausrichtung des Brettes 1 gegenüber dem zugehörigen, in Fig.3 nicht wiedergegebenen
Sägeblatt und der von diesem erzielbaren Schnittfuge 5 bleibt ein kleines Stück Restbaumkante an dem
besäumten Brett. Ein solches Verbleiben einer Restbaumkante 8 an der Besäumkante 4 des besäumten
Brettes entspricht jedoch den Forderungen der Holzbranche, sofern der Neigungswinkel χ der Baumkante
3 kleiner ist als das durch den Neigungswinkel w der Anschlagfläche 10 bestimmte Maß.
Während die Ausrichtung des Brettes 1 in der Anordnung nach den F i g. 1 und 2 relativ zur Null-Linie
/V der Doppelbesäumkreissäge DS durch die Richtstange 17 erreicht wird, erfolgt bei zwischen die Abtast- und
Ausrichtorgane 11 und lla bzw. 21 und 21a bzw. 31 und
31a eingeklemmtem Brett die Breitenmessung dadurch, daß die Taststange 17a durch das Stellorgan 18 in
Richtung B verschoben wird, bis mindestens eines der Anschlagpaare 16, 16a bzw. 26, 26a oder 36, 36a
gleichzeitig berührt wird. Dann ist die Ausrichtung abgeschlossen. Nach dem öffnen der Abtastorgane
kann im unmittelbaren Anschluß die Zufuhr des Brettes 1 in die Doppelbesäumkreissäge DS durch nicht
dargestellte, bekannte Transporteinrichtungen erfolgen.
In gleicher Weise kann die Ausrichteinrichtung in Verbindung mit einer Besäumkreissäge verwendet
werden, die zwei symmetrisch zu einer Mittellinie verstellbare Besäumflansche hat. Es sind dann lediglich
symmetrische Hebelanordnungen 13a und 15a mit Abtastorganen Ha, Anschlägen 16a und Taststangen
17a zu wählen, wobei die Elemente 16a und 17a starr miteinander verbunden sein müssen. Die übrigen
Abtastpaare 21,21a und 31,31a können dann, in gleicher Weise wie vorher für die Abtastorgane 11 und lla
beschrieben, zusammen mit ihren Hebeln symmetrisch angeordnet und ausgebildet werden.
Wenn der Neigungswinkel der Anschlagfläche 10 w = 90° gewählt wird, können statt Brettern auch
Rundhölzer beliebiger Krümmung relativ zur Doppelbesäumsäge ausgerichtet werden.
Besonders dicke und schwere Model sowie Halbhölzer werden zweckmäßigerweise wie oben für das Brett
1 beschrieben abgetastet. Der Neigungswinkel w der Anschlagfläche 10 kann unter bestimmten Bedingungen
größer als 90° sein. Außerdem ist es möglich, die Anschlagfläche 10 mit einer Oberfläche mit hohen
Reibungskoeffizienten zu versehen.
Das durch die Abtastung ermittelte Ergebnis kann
derart ausgewertet werden, daß bei Einstellung der Sägeblätter für die Besäumung absolute oder relative
Breitenwerte, bezogen auf die abgetasteten Werte, hinzugefügt oder abgezogen werden.
Die Werkstücke können nach dem Ausrichten noch parallel seitwärts versetzt werden, bezogen auf die
abgetastete Besäumlinie, ehe sie der Säge zugeführt werden.
Zur Ermittlung einer Breiteneinstellung der Doppelbesäumkreissäge für optimale Flächenausbeute der zu
besäumenden Holzwerkstücke können verschiedene, mögliche Besäumbreiten in der Nähe des schmaleren
Brettendes abgefragt, mit der noch verbleibenden Länge in einer Rechenanlage multipliziert und anschließend
der maximale Flächenwert ermittelt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Ausrichteinrichtung für an ihren einander gegenüberliegenden Längsseiten gleichzeitig zu
besäumende Holzwerkstücke, insbesondere Bretter, mit Hilfe einer Doppelbesäumsäge mit zwei
parallelen, in einstellbarem gegenseitigen Abstand angeordneten Sägeblättern, denen gegenüber das zu
besäumende Werkstück vor dem Einlauf in die Doppelbesäumsäge so ausrichtbar ist, daß die
Schnittflächen der Sägeblätter die beiderseitigen Baumkanten abschneiden, wobei zur Abtastung der
Werkstückkontur an jeder der beiden Längsseiten des Werkstücks mindestens zwei, vorzugsweise
mindestens drei quer zu dessen Längsachse zustellbare und über die Werkstückläiige im Abstand
voneinander angeordnete Abtastorgane angeordnet sind, von denen jedem der an einer der Werkstücklängsseiten
liegenden Abtastorgane ein zweites Abtastorgan auf der gegenüberliegenden Werkstücklängsseite
zugeordnet ist und jeweils zwei einander gegenüberliegende Abtastorgane vorzugsweise
hydraulisch oder pneumatisch arbeitende Krafteinrichtungen verbunden und bis zur festen
Anlage gegen das Werkstück zustellbar sind, wobei für mindestens eines der auf einer der beiden
Längsseiten angeordneten Abtastorgane ein Anschlag vorgesehen ist, welcher den Zustellweg des
Abtastorgans zur Ausrichtung auf das zu dieser Längsseite gehörende Sägeblatt begrenzt und den
Spanndruck des gegenüberliegenden Tastorgans aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abtastorgane (11,1 la, 21,21a, 31,3IaJ an jeweils
einem Hebelende (13,13a bzw. 23,23a bzw. 33,33a)
eines um eine vertikale Achse (14, Ha) schwenkbaren zweiarmigen Hebels sitzen, dessen zweiter
Hebelarm (15,15a bzw. 25, 25a bzw. 35,35a,) gegen
einen der Anschläge gerichtet ist und daß für die ersten, auf einer der beiden Längsseiten angeordneten
Abtastorgane (11, 21, 31) jeweils einer von mehreren Anschlägen (16,26,36) vorgesehen ist, die
an einer gemeinsamen, parallel zu den Sägeblättern längsverschiebbaren Richtstange (17) sitzen, und daß
für mindestens zwei, vorzugsweise drei oder mehr der zweiten, auf der anderen Längsseite angeordneten
Abtastorgane (Ha, 21a, 3\a) eine gemeinsame Taststange (17a,) vorgesehen ist, welche die Tastanschläge
(16a, 26a, 36a) für diese Abtastorgane trägt und ebenfalls parallel zu den Sägeblättern längsverschiebbar
gelagert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebelarme (13,15; 13a, 15a;
23, 25; 23a, 25a; 33, 35; 33a, 35a,) jeweils einen rechten Winkel miteinander bilden.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebelarme (13,15; 13a, 15a;
23, 25; 23a, 25a; 33, 35; 33a, 35a,) parallel bzw. rechtwinklig zu der ihnen zugeordneten Richtstange
(17) bzw. Taststange (17a,) verlaufen.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Richtstange (17) und der
Taststange (17a,) ein die gegenseitige Längsverschiebung beider Stangen erfassender Breitenmesser (19)
angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Breitenmesser (19) mit einer
Verstelleinrichtung gekuppelt ist, mit welcher der gegenseitige Abstand der beiden Sägeblätter auf die
ermittelte maximale Restbreite des Werkstücks einstellbar ist, bei welcher am schmalen Ende des
Werkstücks die gegenüberliegenden Baumkanten (3, 3a) wenigstens annähernd angeschnitten werden.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastorgane (11,
Ha; 21, 21a; 31, 31a,) in zwei voneinander
abgespreizten Schenkeln (Wb, Wc) endigen, von denen der eine Schenkel (lift,)die Auflagefläche (6)
für das zu besäumende Werkstück bildet, wobei die jeweilige Besäumkante (4, 4a, 4c) durch den
Neigungswinkel (w) der Anschlagfläche (10) am anderen Schenkel (Wc)bestimmt wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Berücksichtigung der jeweiligen
Dicke (7,7a)des Werkstücks (1) die Richtstange (17) längsverschiebbar gegenüber den Schwenkachsen
(14,14a,)der Abtastorgane (11, 11a... 31 a) geführt
ist
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: WURSTER U. DIETZ GMBH U. CO MASCHINENFABRIK, 7400 |
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