DE2521378C3 - Zange zum Verpressen von Kabelverbindern (Crimp-Werkzeug) - Google Patents
Zange zum Verpressen von Kabelverbindern (Crimp-Werkzeug)Info
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Zange zum Verpressen von Kabelverbindern, Kabelschuhen od. dgl. mit elektrischen
Leitern mit zwei relativ gegeneinander bewegbaren Zangenschenkeln und zwei, Matrize bzw. Patrize
aufweisenden Preßbacken, von denen die eine starr mit einem Zangenschenkel verbunden ist und mit diesem
den festen Zangenteil bildet, während die andere Backe am festen Zangenteil angelenkt ist und mit dem gelenkig
an ihr befestigten zweiten Zangenschenkel und einem, die beiden Zangenschenkel verbindenden Kniehebel
den beweglichen Zangenteil bildet. Solche Zangen sind durch das; frühere DBP 12 80 951 des Anmelders bereits
bekanntgeworden. Bei ihnen sind, die Schließbewegung zwischen beweglichem und festem Zangenteil begrenzende
Anschläge vorgesehen, wobei der Kniehebel sich mit seinem freien Ende auf einem am festen
Zangenschenkel vorgesehenen Widerlager abstützt, welches zwecks Regelung der aufzubringenden Preßkraft
einstellbar ist. Bei derartigen Zangen sind Abmessung und Anordnung des Kniehebeltriebes so
getroffen, daß bei erreichtem bzw. geringfügig überschrittenem Kniehebellotpunkt die Anschläge der
Preßbacken fest aufeinandergepreßt sind und sich die geschlossene Zange selbst sperrt. An dem beweglichen
Zangenschenkel ist ein besonderer Lösehebel vorgesehen, der zum Zwtcke des Wiederöffnens der Zange
betätigt werden muß und dabei den Kniehebeltrieb aus der Schließstellung über den Kniehebeltotpunkt in die
Lösestellung bewegt. Diese Anordnung bedingt, daß zum öffnen der Zange jeweils beide Hände erforderlich
sind. Mit der einen Hand müssen beide Zangenschenkel umfaßt werden, mit der anderen ist der Lösehebel zu
betätigen. Dieser Vorgang ist umständlich und behindert den Einsatz der Zange, insbesondere bei schwierig
herzustellenden Verbindungen. Andererseits sind auch Kniehebehangen aus der US-PS 26 96 7*7 bekanntgeworden,
bei denen der Kniehebeltrieb am Erreichen seines Totpunktes gehindert wird und eine aus einer
federbeaufschlagten Klinke und Rasten gebildete Sperre vorgesehen ist, die sich am Ende des
Schließvorganges vor Erreichen des Totpunktes selbsttätig löst. Dadurch ist die Gefahr gegeben, daß der
erforderliche Preßdruck nicht voll oder nur zu kurze Zeit ausgeübt wird und die Verpressung der zu
verbindenden Teile nur unvollkommen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zange zum Verpressen von Kabelverbindern zu erstellen, die mit
nur einer Hand sowohl beim Schließen als auch beim öffnen bedient zu werden braucht und die eine
ausreichende Verpressung gewährleistet. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß
der Kniehebeltrieb in an sich bekannter Weise am Erreichen bzw. Überschreiten seines Totpunktes gehindert
und die Zange in ihrer Schließstellung durch eine zum Zwecke ihres Wiederöffnens lösbare Sperre
gesichert ist.
Vorzugsweise ist die Ausbildung so getroffen, daß das Lösen der Sperre durch elastische Verformung mindestens
eines des die Sperre tragenden oder bildenden Zangenteiles beim weiteren Zusammendrücken der
Zangenschenkel bewirkt wird. Andererseits bzw. zusätzlich kann die Sperre aber auch mit einem
Löseglied, wie z. B. Knopf, Schlitz od. dgl., versehen sein, so daß es auch möglich ist, die Sperre mit der gleichen,
die Zange haltenden Hand oder unter Zuhilfenahme eines zusätzlichen Werkzeuges zu öffnen.
Mit besonderem Vorteil ist die Sperre aus einer im festen Zangenschenkel gelagerten, federbeaufschlagten
Klinke und einer an der beweglichen Backe vorgesehenen Raste gebildet, in die die Klinke einrastet, sobald die
Zange nach Aufwendung des gewünschten Preßdruckes geschlossen ist. Durch einen zusätzlichen Druck auf die
Zangenschenkel erfolgt eine elastische Verformung, bspw. des festen oder des beweglichen Zangenbackens
um ein relativ geringes Maß, welches aber ausreicht, um die Klinke unter der Wirkung der sie beaufschlagenden
Feder aus der an dem entsprechend vorgesehenen Raste auszurücken, so daß sich die Zangenschenkel
ohne Schwierigkeit wieder öffnen lassen bzw. infolge der Federung in ihre Offenstellung zurückgehen.
Die die Schließbewegung der Zangenbacken begrenzenden Anschläge können dabei zweckmäßig außerhalb
des Bereiches von Stempel und Matrize angeordnet sein. Schließlich kann auch noch an dem, den Kniehebel
bildenden Zangenschenkel ein Anschlag vorgesehen sein, welcher das Überschreiten der Totpunktlage des
Kniehebel'riebes verhindert.
Der Erfindungsgedanke läßt die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten zu. Einige davon sind in der
Zeichnung wiedergegeben und zwar zeigt
Fig. I eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen is
Zange;
F i g. 2 eine andere Ausführungsform der Zange;
F i g. 3 eine Teildarstellung des Zangenkopfes mit der
Sperre und
F i g. 4 eine andere Ausführungsform de.. Zangenkopies.
Bei der Ausführungsform der Zange gemäß F i g. 1 ist in das vordere Ende des festen Zangenschenkels 1 eine
Preßbacke 2 eingesetzt Auf dem Zangengelenkzapfen 3 sitzt schwenkbar die Gegenbacke 4, die ihrerseits über
einen Gelenkzapf 1 5 mit dem beweglichen Zangenschenkel 6 verbunden ist. Dieser kann an seinem freien
Ende einen isolierenden Überzug 40 tragen. Bl 7 ist auf
der Innenseite des beweglichen Schenkels 6 der Kniehebelteil 8 angelenkt, der sich im festen Zangenschenkel
1 führt und dabei auf ein in diesem vorgesehenes verstellbares Widerlager 9 abstützt. Die
Teile 6 und 8 bilden einen Kniehebeltrieb, mit dessen Hilfe die beiden Preßbacken 2 und 4 geschlossen
werden können, wobei der Schließdruck durch die Einstellung des Widerlagers 9 und die Streckstellung der
Kniehcbelleile 6, 8 festgelegt ist. Ein am Schenkel 6 vorgesehener Anschlag 41 verhindert durch Anlage am
Kniehebel 8 ein Überschreiten der Totpunktstellung.
Eine zwischen Backen 4 und festen Schenkeln 1 eingesetzte Zugfeder 10 sorgt für das selbsttätige
Öffnen der Zangenteile, wenn die noch später zu beschreibende Sperre gelöst ist.
Die beiden Backen 2 und 4 sind auf den einander zugekehrten Seiten mit Preßprofilen ausgerüstet, und
zwar sind an der festen Backe 2 dicht nebeneinanderliegend Preßstempel 13a, 13Zj und 13c vorgesehen, denen
in der beweglichen Backe 4 die Matrizen t4a, 146 und 14c gegenüberliegen. Im geschlossenen Zustand der
Backen 2, 4 legen die Preßprofile das Maß fest, bis auf welches die Verformung z. B. eines Kabelschuhs
erfolgen soll.
Wie die Zeichnungen erkennen lassen, sind die Preßprofile verschieden groß (a, b, c) so daß dam>t den
üblicherweise vorkommenden Größen von Kabelschuhen bzw. Kabelverbindern und Drahtstärken Rechnung
getragen ist. Vor bzw. hinter den Preßprofilen können die beiden Backen 2 und 4 auf den einander zugekehrten
Seiten Schneidkanten 15 und Gegenlageflächen 16 aufweisen, zwischen denen das Zerschneiden der zur
Verarbeitung gelangenden Kabel oder Litzen erfolgen kann. Andererseits bilden die Schneidwerkzeuge 15, 16
ebenso wie die Vorsprünge 19 bzw. Aussparungen 20 /wischen den Matrizen bzw. Stempeln Anschläge, die
den Grad des Schließens der Zange und damit die <<^
Größe der Verformung des Werkstückes begrenzen.
Die Backe 4 trägt unmittelbar neben den Preßprofilen 14a, 146,14cjeweils Bohrungen 21a, 21 b und 21c, die mit
einer farbigen Kunststoffauskleidung versehen sind. Durch die innere üchte Weite dieser Bohrungen bzw.
der Auskleidungen ist die in der gegenüberliegenden Preßstelle zur Verarbeitung gelangende Kabelstärke
begrenzt. Die Farbe der Auskleidungen bestimmt die Type des auf dem betreffenden Kabelende zur
Verwendung gelangenden Kabelschuhs oder Verbinders.
Bei der Zangenausführungsform gdnäß Fig. 2 bis 4
gelangen eine bewegliche Zangenbacke 17 und eine feste Zangenbacke 18 zur Anwendung, in denen, ähnlich
wie vorher, ein aus Stempel 13 und Matrize 14 gebildetes Preßprofil vorgesehen ist. Zwischen diesen
beiden Teilen ist im geschlossenen Zustand ein Spalt 25 frei gelassen, weil die Schließbewegung der Backen bzw.
die Preßhefe durch feste Anschläge 26 am festen
Zangenschenkel bzw. 27 an der beweglichen Backe festgelegt ist. Gegebenenfalls kann auch einer dieser
Anschläge einstellbar bzw. durch eine Stellschraube gebildet sein.
Die erfindungsgemäße Zwangssperre, die die Zange in ihrer für die Verpressung erreichten Schließstellung
sichert, ist bei beiden Ausführungsformen der Zange durch eine an der beweglichen Backe 4 bzw. 17
vorgesehenen Lagernase 30 gebildet, die an ihrem unteren Ende 2 eine Raste bildende Anschläge 31 und 32
aufweist. Diese Raste arbeitet mit der Sperrnase 33 einer, am ortsfesten Zangenschenkel gelagerten Sperrklinke
34 zusammen, die durch eine Zugfeder 35 beaufschlagt ist, welche bestrebt ist, die Sperrklinke 34
jeweils um das zur Entsperrung erforderliche Maß im Uhrzeigersinn zu verdrehen (F i g. 3 und 4).
Schließlich sitzt auf der Achse der Sperrklinke 34 noch ein Stellknopf 36, der auf seinem Umfang
aufgerauht und mit einem Schlitz 37 zurr. Einsetzen eines Schraubenziehers od. dgl. versehen ist.
Bei der Ausführungsform des Zangenkopfes gemäß F i g. 4 ist in der beweglichen Backe 17 noch ein die
elastische Verformung der Backe 17 erleichternder Schlitz 42 vorgesehen.
Die Arbeits- und Bedienungsweise der Zange ist folgende.
Nachdem in eine«; der Preßprofile ein Kabel mit einem daraufgeschobenen Kabelschuh eingelegt ist,
wird die Zange durch Zusammendrücken der Zangenschenkel 1 und 6 geschlossen. Dabei bewirkt der
Kniehebeltrieb 8, 6 den erwähnten Schließdruck, wobei die Preßhöhe durch das Zusammentreffen der Anschläge
15,16 bzw. 26, 27 begrenzt ist. Diese Preßstellung ist erreicht, wenn der Kniehebeltrieb seine Strecklage ganz
oder zumindest nahezu erreicht. Die bewegliche Zangenbacke 4 bzw. 17 hat sich dabei um ein gewisses
Maß, d. h. bis zum Aufeinandertreffen der Anschläge 15, 16 bzw. 26, 27 im Uhrzeigersinn verdreht, wobei die
Lagernase 30 die Sperrklinke 34 entgegen der Wirkung der Feder 35 so weit mitgenommen hat, daß die
daransitzende Anschlagnase in die Rast 31, 32 eingetreten ist. Die Zange läßt sich von diesem
Augenblick an nicht mehr öffnen, weil die Sperrnase 33 sich gegen die Anschlagfläche 32 der Rast anlegt.
Soll die Zange gelöst werden, so geschieht dies durch weiteres Zusammenpressen der freien Zangenschenkelenden
1, 6. Da ein weiteres Schließen der Preßwerkzeuge durch die aneinanderliegenden Festanschläge ausgeschlossen
ist, bewirkt das Zusammenpressen der Zangenschenkel lediglich eine elastische Verformung
eines der Zangenteile, bspw. des festen Zangenschenkels 1 oder des beweglichen Zaneenbackens 4 bzw. 17.
Die Folge davon ist, daß eine geringfügige weitere Verdrehung der Lagernase 30 gegenüber der Sperrklinke
34 bzw. ein geringfügiges Zurückziehen der Sperrklinke 34 aus der gegenüberliegenden Rast erfolgt,
was ausreicht, um die Sperrnase 33 unter der Einwirkung der Feder 35 aus der Rast heraustreten zu
lassen, so daß nunmehr der bewegliche Zangenschenkel bzw. die bewegliche Zangenbacke für eine Rückbewegung
infolge Zurückfederns der Zangenteile Spannung der Feder 10 frei ist. Für alle
Maßnahmen, also für das Schließen, Presse Wiederöffnen der Zange genügt eine Hand. Ar
seits kann aber auch zusätzlich die Zwangs aufgehoben werden durch Zurückdrehen des K
36 der erfindungsgemäßen Zwangssperre.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Zange zum Verpressen von Kabelverbindern, Kabelschuhen od. dgl. mit elektrischen Leitern mit
zwei relativ gegeneinander bewegbaren Zangen- ■>
schenkein und zwei. Matrize bzw. Patrize aufweisenden
Preßbacken, von denen die eine starr mit einem Zangenschenkel verbunden ist und mit diesem den
festen Zangenteil bildet, während die andere Backe am festen Zangenteil angelenkt ist und mit dem ι ο
gelenkig an ihr befestigten zweiten Zangenschenkel und einem, die beiden Zangenschenkel verbindenden
Kniehebel den beweglichen Zangenteil bildet und mit die Schließbewegung zwischen beweglichem
und festem Zangenteil begrenzenden Anschläge, wobei der Kniehebel sich mit seinem freien Ende
auf einem am festen Zangenschenkelende vorgesehenen Widerlager abstützt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kniehebeltrieb (4, 6, 8) in an sich bekannter Weise am Erreichen seines Totpunktes
gehindert und die Zangen in ihrer Schließstellung durch eine zum Zwecke ihres Wiederöffnens lösbare
Sperre (30—35) gesichert ist.
2. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösen der Sperre (30—35) durch
elastische Verformung mindestens eines, die Sperre (30—32) mit tragenden oder mit bildenden Zangenteiles
(4, 17) beim weiteren Zusammendrücken der Zangenschenkel (1 und 6) bewirkt wird.
3. Zange nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre (30—35) mit einem Löseglied,
wie z. B. Knopf, Schlitz (36,37), versehen ist.
4. Zange nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre (30—35) aus einer
am festen Zangenschenkel (1) gelagerten federbeaufschlagten Klinke (33, 34) und einer an der
beweglichen Backe (4, 17) vorgesehenen Raste (31, 32) gebildet ist.
5. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die, die Schließbewegung der Zangenbakken
(2, 4) begrenzenden Anschläge (26, 27) außerhalb des Bereiches von Stempel (13) und
Matrize (14) angeordnet sind.
6. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem, den Kniehebel bildenden Zangenschenkel
(6) ein Anschlag (41) vorgesehen ist, welcher das Überschreiten der Totpunktlage des
Kniehebeltriebes verhindert.
7. Zange nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Preßhöhe bestimmenden
Anschläge (26,27) einstellbar sind.
8. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Zangenbacke (4, 17) eine
Lagernase (30) mit Rasten (31, 32) aufweist, in die eine am festen Zangenschenkel (1) gelagerte,
federbeaufschlagte Sperrklinke (33,34) einrastet.
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| DE19752521378 DE2521378C3 (de) | 1975-05-14 | 1975-05-14 | Zange zum Verpressen von Kabelverbindern (Crimp-Werkzeug) |
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| DE2521378A1 DE2521378A1 (de) | 1976-11-18 |
| DE2521378B2 DE2521378B2 (de) | 1977-07-28 |
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1975
- 1975-05-14 DE DE19752521378 patent/DE2521378C3/de not_active Expired
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