DE2520773C2 - Verfahren zur Herstellung von Putzschichten tragenden, gegebenenfalls bewehrten, vorgefertigten Mauerwerktafeln sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Putzschichten tragenden, gegebenenfalls bewehrten, vorgefertigten Mauerwerktafeln sowie Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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- E04C2/02—Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
- E04C2/04—Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of concrete or other stone-like material; of asbestos cement; of cement and other mineral fibres
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mindestens auf einer Seite eine Putzschicht tragenden, gegebenenfalls bewehrten, vorgefertigten Mauerwerktafeln aus gelochten Bausteinen, bei dem die Bausteine in einem vertikalen Rahmen nebeneinander und
aufeinander gereiht und vermörtelt werden und auf die vermörtelten Bausteine mindestens einseitig eine Putzschicht aufgebracht wird.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art (DE-AS 12 82 532) wird eine stationäre Maschine zur Herstellung der Mauerwerktafeln verwendet, bei der ein Rahmen in den Boden absenkbar ist. Bei dieser Maschine
braucht sich der Maurer nur über die Breite des Rahmens, nicht aber nach oben und unten zu bewegen. Die
vertikale Bewegung übernimmt die Maschine, die den Rahmen im Maße der Aufmauerung in die Bodenöffnung absenkt. Dieses bekannte Verfahren hat aber den
Nachteil daß die Maschine sehr aufwendig ist und daß die Putzschichten in vertikaler Stellung des Rahmens
aufgebracht werden. Trotz des verhältnismäßig großen maschinellen Aufwandes ist noch immer viel Handarbeiterforderlich.
Aus der AT-PS 2 52 089 ist ein Verfahren zur Herstellung von Wandelementen bekannt, bei dem eine Reihe
von liegenden Ziegeln auf einem Förderband ausgerichtet, zu einer Schar zusammengefaßt, von oben mit Mörtel beschichtet und anschließend aufgerichtet wird, worauf die gebildete Schar in eine horizontal liegende
ts Form eingeschoben und jeweils an eine vorher eingebrachte Schar angedrückt wird. Wenn die horizontale
Form gefüllt ist, wird im liegenden Zustand eine Putzschicht aufgebracht
Die bekannten Verfahren beschränken sich im wesentlichen auf zwei Systeme. Nach dem einen System
werden Mauerwerktafeln stehend hergestellt; hierbei ist die Putzaufbringung mit Schwierigkeiten verbunden,
und vor allem sind hierbei komplizierte Putzmaschinen vonnöten. Beim anderen System, bei der liegenden Fertigung von Mauerwerktafeln, ist das Einbringen der
Bausteine mühsam; entweder müssen die Arbeiter in gebückter Haltung jeden einzelnen Stein in eine Schalung einlegen oder es sind aufwendige maschinelle Einrichtungen zum Einbringen der Ziegel erforderlich, wogegen die Putzaufbringung einfach ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Putzschichten tragenden
Mauerwerktafeln der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem komplizierte und aufwendige maschinelle
Einrichtungen nicht erforderlich sind und die Putzschichten trotzdem in einfacher Weise ohne Einsatz von
Facharbeitern aufbringbar sind.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Auf diese Weise können die an sich verschiedenen Arbeitsvorgänge, nämlich das Aufmauern und das Verputzen der Mauerwerktafeln auf einfache Weise ausgeführt werden. Das Setzen der Bausteine kann von Hand
oder automatisch durch eine einfache Setzmaschine vorgenommen werden, während das Aufbringen der
Putzschichten durch einen einfachen Gießvorgang erfolgt.
Unter der Annahme, daß sich der Drehpunkt für den
Kippvorgang möglichst tief oder überhaupt an der unteren Seite des Rahmens befindet, können einfache Hebevorrichtungen, wie z. B. Flaschenzüge, Laufkatzen
od. dgl., für das Kippen verwendet werden, so daß kostspielige Kipptischausführungen vermeidbar sind.
Eine Herstellungsvariante besteht darin, daß vor dem Aufmauern der Bausteine in den Zwischenraum zwischen den Bausteinen und der Wand Füllplatten in Putzdicke eingelegt werden und sodann das Aufmauern der
Bausteine direkt an diese nächige Begrenzung von Hand oder maschinell erfolgt. In einem solchen Fall muß
das Element nach seiner Fertigstellung allerdings zweimal in die Horizontale gekippt werden, um einmal auf
der Vorderseite und dann auf der Rückseite den Verputz in der vorher geschilderten Art aufbringen zu kön-
nen. .
Die Erfindung umfaßt auch eine Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens, die Gegenstand des Anspruchs 2 ist.
Zweckmäßig sind vertikal bewegliche Richtlatten wahlweise auf der Innen- oder Außenseite des Rahmens
vorgesehen. Vorteilhaft ist es, wenn die Unterseite des Rahmens abgerundet ist
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert
Fig. 1 veranschaulicht das Auf mauern einer Mauerwerktafel
in Geschoßhöhe in perspektivischer Ansicht
Fig.2 ist ein vertikaler Schnitt durch den Gegenstand
nach Fig. ι. ίο
F i g. 3 erläutert das Aufbringen einer Putzschicht auf eine Mauerwerktafel.
In F i g. 1 ist mit 1 eine vertikale Wand bezeichnet, an
der ein Rahmen 2, der eine horizontale Grundplatte 3 und zwei vertikale Platten 4 und 5 aufweist, befestigt ist
Weiter ist noch eine Deckplatte 12 vorgesehen (F i g. 4), die an den oberen Enden der vertikalen Platten 4 und 5
lösbar befestigt werden kann.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, hat die Grundplatte 3
eine solche Breite, daß sie die zu vermauernden gelochten Bausteine 6 innen und außen jeweils um die Dicke d\
und dj der Putzschichten übersteht. Mit 7 ist eine vertikale,
längs der Kanten der vertikalen Platten 4 und 5 bewegliche Richtlatte bezeichnet, die einen als Anschlag
8 dienenden Flansch aufweist, dessen Dicke der Putzschichtdicke di entspricht Die Herstellung einer Mauerwerktafel
erfolgt in der Weise, daß die Bausteine 6 im Abstand d\ von der biegesteifen vertikalen Wand 1 reihenweise
gesetzt werden, wobei sie mit Hilfe der Richtlatte und des Anschlages 8 auf die Abstände o\ und di
eingerichtet werden. Obereinanderliegende Reihen können durch Einlegen von Bewehrungsstäben 9 in Löcher
der Bausteine bewehrt werden. Zwischen die Bausteine wird in bekannter Weise Verbindungsmörtel eingebracht
Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann während des Aufmauerns der Bausteine überschüssiger
Mörtel in den Zwischenraum zwischen den Bausteinen 6 und der vertikalen Wand 1 eingebracht werden, wobei
die PutzschicHt mit der Dicke d\ während des Aufmauerns
entsteht. Die vertikale Wand 1 kann wahlweise giatt oder strukturiert ausgebildet sein, so daß das gleiche
Muster auf der Putzschicht abgebildet wird.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann dieser Zwischenraum zwischen dem Mauerwerk
und der vertikalen Wand während des Aufmauerns
durch Füllplatten ausgefüllt werden, die die Dicke d\ aufweisen.
Nachdem die Mauerwerktafel in gewünschter Höhe hergestellt ist, wird, wie in F i g. 3 gezeigt ist, der Rahmen
2 samt Mauerwerktafel mit der Deckplatte 12 geschlossen und um 90° in die Horizontale gekippt. Darauf
wird auf der Innenseite die Putzschicht 13 durch Aufgießen von gießfähigem Mörtel aufgebracht und mittels
einer Abziehlatte U über den Kanten der Platten 3,4,5
und 12. die als Schalung dienen, abgezogen. Vor dein
Aufbringen der Putzschicht können gewünschtenfalls Installationen eingelegt werden. Wenn nach der vorher
beschriebenen Ausführungsform der Zwischenraum zwischen dem Mauerwerk und der vertikalen Wand
während des Aufmauerns durch Füllplatten ausgefüllt worden ist, wird die Wandtafel nun um 180° gedreht und
die Putzschicht auf der gegenüberliegenden Seite in gleicher Weise aufgebracht. Nach Entfernung des Rahmens
ist die Mauerwerktafel fertig und transportbereit.
Hierzu I B!rtt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von mindestens auf einer Seite eine Putzschicht tragenden, gegebenenfalls bewehrten, vorgefertigten Mauerwerktafeln
aus gelochten Bausteinen, bei dem die Bausteine in einem vertikalen Rahmen nebeneinander und aufeinander gereiht und vermörtelt werden und auf die
vermörtelten Bausteine mindestens einseitig eine Putzschicht aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bausteine im horizontalen Abstand von einer vertikalen Wand des die
Breitseite der Bausteine beidseitig um jeweils die Dicke einer aufzubringenden Putzschicht überragenden Rahmens unter Verwendung einer vertikal
beweglichen Richtlatte gesetzt werden, wobei während des Aufmauerns der Bausteine entweder in den
Zwischenraum zwischen den Bausteinen und der vertikalen i'-'and Putzmörtel zum Herstellen der einen Patzschicht eingebracht wird oder im Zwischenraum zwischen den Bausteinen und der vertikalen
Wand Füllplatten angeordnet werden, daß der Rahmen mit den vermörtelten Bausteinen gekippt und in
horizontaler Lage auf die obere Seite der Mauerwerktafel die andere Putzschicht aufgebracht wird
und daß für den Fall, daß Füllplatten angeordnet worden sind und trotzdem beidseitig eine Putzschicht aufgebracht werden soll, der Rahmen nach
dem Aufbringen der anderen Putzschicht um 180° gekippt wird und die Füllplatten entfernt und durch
eine Putzschicht ersetzt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit ehiern vertikalen Rahmen zur
Aufnahme der Bausteine, der fc.ne Grundplatte und
zwei vertikale Platten aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (2) eine abnehmbare
Deckplatte (12) aufweist und auf einer Längsseite mit einer vertikalen Wand (1) verbunden ist, daß die
Platten des Rahmens die Breitseite der Bausteine beidseitig um jeweils die Dicke einer Putzschicht
überragen und daß eine vertikal bewegliche Richtlatte (7) mit einem der Dicke einer Putzschicht enC-sprechenden Anschlag (8) vorhanden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vertikal bewegliche Richtlatten (7)
wahlweise auf der Innen- oder Außenseite des Rahmens (2) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Rahmens (2)
abgerundet ist
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