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DE2519059A1 - Neue aminoderivate von 6-phenylpyrazolo(3.4-b)pyridinen - Google Patents

Neue aminoderivate von 6-phenylpyrazolo(3.4-b)pyridinen

Info

Publication number
DE2519059A1
DE2519059A1 DE19752519059 DE2519059A DE2519059A1 DE 2519059 A1 DE2519059 A1 DE 2519059A1 DE 19752519059 DE19752519059 DE 19752519059 DE 2519059 A DE2519059 A DE 2519059A DE 2519059 A1 DE2519059 A1 DE 2519059A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lower alkyl
phenyl
compound according
hydrogen
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752519059
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Hoehn
Ernst Dr Schulze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Von Heyden AG filed Critical Chemische Fabrik Von Heyden AG
Publication of DE2519059A1 publication Critical patent/DE2519059A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

"Neue Aminoderivate von 6-Phenylpyrazolo(3,4-b)pyridinen"
Anmelderin: Chemische Fabrik von Heyden GmbH, München
Beansprucht wird Priorität von 6. Mai 19 74 aus USA-Patentanmeldung Nr. 467, 048
Die Erfindung betrifft neue Aminoderivate von 6-Phenylpyrazolo-(3,4-b)pyridinen mit ihren Säureadditionssalzen,das für ihre Herstellung geeignete Verfahren und die aufgrund der therapeutischen Wirksamkeit dieser Verbindung hergestellten pharmazeutischen Präparate. Den neuen Verbindungen kommen nämlich wertvolle therepeutische Eigenschaften zu wie beispielsweise eine entzündungshemmende Wirkung, eine diurethische Wirkung und auch eine die intrazellulare Konzentration von Adenosin-3'#5'-cyclomonophosphat erhöhende Wirkung.
Die neuen Verbindungen sind gekennzeichnet durch die allgemeine Formel I
(D
worin R. Wasserstoff, Niedrigalkyl· oder Phenylniedrigalkyl, R- Wasserstoff oder Niedrigalkyl,
R3 und R4 jeweils Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl, Phenylniedrigalkyl oder substituiertes Phenyl mit Niedrigalkyl, Carboxy oder CF _ als Substituenten,
R- Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkyl bedeuteen, sowie physiologisch verträgliche Säureadditionssalze.
Diese Bedeutungen für die gewählten Symbole besitzen Gültigkeit für die gesamte Beschreibung. Die basische stickstoffhaltige Gruppe -N-R., ist eine acyclische Aminogruppe. Die Niedrigalkyl-
I J
R4
gruppen stellen geradkettige oder verzweigtkettigeGruppen mit bis
zu sieben Kohlenstoffatomen dar.
Bevorzugt sind solche Verbindungen, bei denen R. Niedrigalkyl, insbesondere Methyl oder Äthyl, R_ Wasserstoff oder Methyl, R- und R. jeweils Wasserstoff oder Niedrigalkyl, insbesondere Niedrigalkyl mit bis zu vier Kohlenstoffatomen, R5 Wasserstoff ist.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen eignen sich folgende Verfahrensweisen.
Als Aus gangs ma te rial verwendet man ein 5-Aminopyrazol der Formel II
(ID
welche man gemäß der in Z. f. Chemie K), 386-388 (1970) beschriebenen Verfahrensweise gewinnen kann. Man bringt dieses Ausgangsmaterial mit einer Benzoylessigsäureestersubstanz der Formel III
509847/1 U1
I5
C-CH-COOC^H,
(III)
zur Umsetzung durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 140 C in Gegenwart einer Polyphosphorsäure unter Bildung einer Verbindung der Formel IV
(IV)
Nachfolgend wird dieses 4-Hydroxyderivat während einiger Stunden mit einem Phosphorhalogenid wie Phosphoroxychlorid am Rückfluß gekocht, um als Zwischenprodukt eine Verbindung der Formel V
(V)
herzustellen.
Dieses Produkt wird dann mit einem Amin der Formel VI
509847/1 UI
HN-R.
(VI)
welches die gewünschten Substituenten trägt, umgesetzt. Diese Umsetzung wird durchgeführt durch Behandlung der Reaktionspartner in einem Autoklaven bei erhöhten Temperaturen.
Wenn man ein solches Produkt der Formel I herstellen will, worin R. Wasserstoff ist, kann man eine Abwandlung der vorher beschriebenen. Verfahrensweise durchführen. Man geht dafür von einem 5-Aminopyrazol der Formel II aus, worin R eine Heteromethylgruppe ist. Dieses Ausgangsmaterial besitzt also die Formel Ha
(Ha)
worin R- einen heterocyclischen Rinq wie Furyl, Pyridyl und dergleichen bedeutet. Dieses Ausgangsmaterial wird so behandelt, wie es vorstehend bereits beschrieben worden ist und man erhält dann eine Verbindung gemäß Formel Ia
(la)
Nach dieser Verfahrensstufe oxidiert man das Zwischenprodukt gemäß Formel Ia mit einem Oxidationsmittel wie Selendioxid in
509847/1U1
einem hochsiedenden Lösungsmittel wie Diäthylenglycoldimethyläther auf etwa 16O°C. Man erhält eine Verbindung der Formel I, worin R Wasserstoff ist.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I bilden Salze, welche ebenfalls in den Rahmen der Erfindung gehören. Die Salze sind beispielsweise Säureadditionssalze und von besonderem Interesse sind die nicht-toxischen, physiologisch verträglichen Vertreter dieser Verbindungen. Die Basen der Formel I bilden die Salze durch Umsetzen mit einer Vielzahl von anorganischen und organischen Säuren, wie beispielsweise Halogenwasserstoffe (insbesondere Chlorwasserstoffe und Bromwasserstoffe), Sulfate, Nitrate, Borate, Phosphate, Oxalate, Tartrate, Malate, Citrate/ Acetate, Ascorbate, Succinate, Benzolsulfonate, Methansulfonate, Cyclohexansulfamate und Toluo!sulfonate. Die Säureadditionssalze stellen häufig auch bequeme Zwischenprodukte dar für die Reindarstellung des Produktes, und zwar durch Ausbildung einer Ausfällung des Salzes in einem geeigneten Verdünnungsmittel, in welchem das Salz nicht löslich ist; anschließend trennt man das Salz ab, neutralisiert es mit einer Base wie Bariumhydroxid oder Natriumhydroxid und erhält auf diese Weise die freie Base der Formel I in gereinigter Form wieder zurück. Danach können andere gewünschte Salze aus dieser gereinigten freien Base durch Umsetzen mit einem Äquivalentgewicht der gewünschten Säure hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind als Entzündungshemmer nützlich, so beispielsweise zur Herabsetzung von örtlichen Entzündungsbedingungen wie solche einer ödematösen Natur oder solche, wie sie aus der Proliferation von Bindegewebszellen bei verschiedenen Säugern entstehen, wie bei Ratten, Hunden und dergleichen; man gibt hierzu oral in Dosierungen von etwa 5 bis 50 mg/kg/Tag, vorzugsweise 5 bis 25 mg/kg/Tag, und zwar als tägliche Einzeldosis oder unterteilt in zwei bis vier tägliche Teildosierungen, so wie es der Carageenanödemtest bei Ratten anzeigt. Die Aktivsubstanz kann verwendet werden in Kompositionen wie Tabletten, Kapseln, Lösungen und Suspensionen, welche bis zu etwa 200 mg pro Dosierunas-
509847/1141
einheit an einer der erfindungsgemäßen Verbindungen oder an Gemischen solcher Verbindungen gemäß Formel I bzw. eines physiologisch verträglichen Säureadditionssalzes davon enthalten. Sie können gemischt werden mit den üblichen physiologisch verträglichen Trägerstoffen oder Verbindungsmitteln, Exzipientien, Bindemitteln, Konservierungsmitteln, Stabilisierunasmitteln, Geschmacksmitteln usw. , so wie es in der pharmazeutischen Praxis eingeführt ist. Äußerlich anwendbare Produkte enthalten etwa 0,01 bis 3 Gewichtsprozent an Wirksubstanz in einer Lotion, Salbe oder Creme.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben darüber hinaus auch eine diuretische Wirksamkeit und sie können benutzt werden zur Erleichterung von Krankheitsbedingungen, welche durch eine übermäßige Ansammlung von Wasser gekennzeichnet sind, also beispielsweise bei Ödemen, welche sach bei kongestiven Herzbeschwerden einstellen, oder auch bei Toxemia in Schwangerschaften, Reizzuständen bei der Minderung von Salzrückhaltung, welche durch therapeutische Mittel verursacht sein kann. Als repräsentative Dosierungen können angegeben werden als Einzeldosis oder als zwei bis vier unterteilte Tagesdosierungen Mengen im Bereich von 200 mg bis 3 g, vorzugsweise 500 bis 1000 mg, pro Tag, und diese Substanzen können formuliert werden in oralen Dosierungsformen, wie sie vorstehend bereits beschrieben worden sind.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen darüber hinaus die Fähigkeit, die intrazellulare Konzentration von Adenosin-31 ,5'-cyclomonophosphat zu erhöhen und sie sind insofern geeignet, in einer Menge von 1 bis 100 mg/kg/Tag (vorzugsweise von etwa 10 bis 50 mg/kg/Tag) , in Einzeldosis oder in zwei bis vier unterteilte Dosierungen gegeben, die Symptome von Asthma zu mildern. Als Dosierungsformen kommen in Frage orale Dosierungen oder auch parenterale Dosierungsformen wie sie oben bereits ebenfalls beschrieben worden sind.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
509847/1 UI
-ν-
Beispiel 1
4-Dimethylamino-l-3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridinhydrochlorid
a) 1,3-Dimethyl-4-hydroxy-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin.
96 g Benzoylessigsäureäthylester (0,5 Mol) werden tropfenweise hinzugefügt zu einer gerührten Mischung aus 55,5 g 5-Amino-l,3-dimethylpyrazol (0,5 Mol) und 250 g Polyphsophorsäure, und zwar bei einer Temperatur von 120°C.
Nachdem die Reaktion abgeschlossen ist, was daran beobachtet werden kann, daß sich die Farbe verändert, wird das gesamte Reaktionsgemisch noch für eine zusätzliche Stunde auf einer Temperatur von 120°C gehalten. Nachdem das Gemisch auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, werden 600 ml Wasser hinzugefügt und das ganze wird gerührt bis die Verbindung kristallinisch ausgeschieden ist. Das Gemisch wird dann über Nacht stehengelassen · und abfiltriert. Das aufgesammelte 1,3-Dimethyl-4-hydroxy-6-phenyl—lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin wird dann mit verdünntem Ammoniak gewaschen, getrocknet und mit Essigester behandelt. Man erhält 73,6 g (61,6 % d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 262 bis 264°C.
b) 4-Chlor-l,S-dimethyl-e-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pvridin
73 g 1,3-Dimethyl-4-hydroxy-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin (0,31 Mol) werden in 800 ml Phosphorsäureoxychlorid während 6 Stunden am Rückfluß gekocht. Das überschüssige Phosphoroxychlorid wird im Vakuum entfernt und der ölige Rückstand mit Eiswasser behandelt, worauf man eine Verbindung in fester Form erhält. Die Verbindung wird mit Äther extrahiert, mit einer wässrigen Natriumcarbonatlösung (10 %ig) gewaschen und wiederum mit Wasser nachgewaschen. Durch Abdampfen des getrockneten (Na2SO4) und mit Aktivkohle behandelten fitherextraktes erhält man die oben angegebene Substanz, welche mit absolutem Äthanol gewaschen wird. Man erhält 55,6 g (69,8 % d.Th.) eines weißen Produktes mit einem Schmelzpunkt von 89 bis 90°C.
503847/114 1
c) 4-Dimethylamino-l, 3-dimethyl-6-phenyl--lH-pyrazolo (3 , 4-b) -pyridin
15,5 g 4-Chlor-l,3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin (0.06 Mol) werden hinzugefügt zu 132 ml einer Lösung aus Dimethylamin (40 %ig). Das Reaktionsgemisch wird während 16 Stunden in einem Autoklaven auf eine Temperatur von 190 bis 200°C erhitzt und danach auf Zimmertemperatur abgekühlt und schließlich im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird mit Wasser behandelt und mit Äther extrahiert. Nach dem Abdampfen des Extraktes erhält man die oben angegebene Substanz (15,6 g = 98 % d.Th.), die aus Ligroin umkristallisiert wird; Schmelzpunkt 90 bis 91°C.
d) 4-Dimethylamino-l,3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3 ,4-b)-pyridinhydrochlorid
16,5 g 4-Dimethylarino-l, 3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)-pyridin (0,062 Mol) werden in 250 ml absolutem Äthanol aufgelöst und mit 10,7 ml einer ätherischen Chlorwasserstoff säure (22 8 g/l) versetzt. Die Lösung wird zum Kristallisieren über Nacht hingestellt und man erhält 17,2 g (91 % d.Th.) des Chlorwasserstoffsalzes mit einem Schmelzpunkt von 219 bis 22O°C (unter Zersetzung)
Beispiel 2
4-Amino-l, 3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b) pyridinhydrochlorid
12,9 g 4-Chlor-l,3-dimethyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin (0,05 Mol) werden mit 100 ml einer alkoholischen Ammoniaklösung (105 g/l) und 100 ml konzentrierter wässriger Ammoniaklösung bei einer Temperatur von 190°C während 12 Stunden in einem Autoklaven behandelt. Hierauf verfährt man weiter, wie es in Beispiel Ic beschrieben ist und man erhält 11,4 g (9 3 % d.Th.) der oben angegebenen Substanz mit einem Schmelzpunkt von 175 bis 176°C (umkristallisiert aus Ligroin).
509847/ 1141
Das Hydrochloric! wird hergestellt durch Auflösen dieser Substanz in absolutem Alkohol und Hinzufügung von ätherischer Chlorwasserstoff säure; man erhält 96 % d.Th. mit einem Schmelzpunkt von 293 bis 295°C (unter Zersetzung).
Beispiel 3 4-Butylamino-l-äthy1-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
a) l-Äthyl-4-hydroxy-6-phenyl-lH-pyrazolo(3 f4-b)pyridinhydrochlorid
Man fügt tropfenweise während einer Zeitdauer von 15 bis 20 Minuten eine Menge von 116 g Benzoylessigsäureäthylester (0,6 Mol) zu einer gerührten Mischung von 66 g 5-Amino-l-äthylpyrazol (0,6 Mol) und 300 g 1olyphosphorsäure, wobei man auf 140°C erhitzt. Die Reaktionstemperatur wird während 2 Stunden aufrecht erhalten. Nach dem Abkühlen der Mischung auf Zimmertemperatur · setzt man 850 ml Wasser hinzu, rührt dabei und neutralisiert die Lösung mit Hilfe von konzentriertem Ammoniak. Die ausgefällte ölige Verbindung wird verschiedentlich extrahiert mit Chloroform. Nach dem Abdampfen des Chloroforms wird die ölige Rückstandsmasse wieder aufgelöst in etwa 300 ml wässriger Natriumhydroxidlösung und die Lösung wird dann mit Äther extrahiert. Danach wird die wässrige alkalische Lösung mit Knochenkohle behandelt, filtriert und mit verdünnter Essigsäure angesäuert. Die ausgeschiedene ölige Substanz wird wiederum extrahiert mit Äther und nachdem der Extrakt über Natriumsulfat getrocknet ist, wird das Salzsäuresalz gebildet durch Hinzufügen einer ätherischen Chlorwasserstoffsäure zu der ätherischen Lösung. Die zunächst erscheinende ölige Ausscheidung wird bald kristallin. Das abfiltrierte Produkt wird mit etwa 200 ml Aceton behandelt und wiederum filtriert, wobei man 99,1 g (60 % d.Th.) gewinnt. Das so hergestellte Hydrochloridsalz (Schmelzpunkt 220 bis 232°C) wird aus absolutem Äther umkristallisiert und hat dann einen Schmelzpunkt von 251 bis 253°C.
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b) 4-Chlor-l-äthyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyrldln
Eine: Mischung von 19 3,9 g l-Äthyl^-hydroxy-ö-phenyl-lH-pyrazolo-(3,4-b)pyridin (0,7 Mol) und 1000 ml Phosphoroxychlorid wird während 5 Stunden am Rückfluß gekocht. Das überschüssige Phosphoroxychlorid wird im Vakuum entfernt und der Rückstand wird in Eiswasser behandelt. Das Gemisch wird dann dreimalig mit Äther extrahiert. Die Ätherschichten v/erden abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet und mit Aktivkohle behandelt sowie im Vakuum eingeengt. Der Rückstand verfestigt sich nach Abkühlen; 142,4 g = 79 % d.Th. mit einem Schmelzpunkt von 43 bis 45°C. Das Produkt, die oben angegebene Substanz wird aus Hexan umkristallisiert und hat dann einen Schmelzpunkt von 46 bis 4 8 C.
c) 4-Butylamino-l-äthy1-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
15,5 g . 4-Chlor-l-äthyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin (0,06 Mol) werden zusammen mit 100 ml n-Butylamin bei 190 bis 200°C während 7 Stunden in einem Autoklaven behandelt. Das Reaktionsgemisch wird dann bis zur Trockne im Vakuum eingeengt und der Rückstand wird mit 150 ml Wasser behandelt. Die klebrige kristallinische Masse wird mit Äther extrahiert. Die Ätherlösung wird mit Aktivkohle behandelt, filtriert, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand kristallisiert aus Cyclohexan aus. Die Ausbeute der oben angegebenen Substanz beträgt 14,5 g (82,3 % d.Th.) mit einem Schmelzpunkt von 95 bis 96°C.
Man stellt aus dieser Substanz das Chlorwasserstoffsalz her, indem man sie in Acetonitril auflöst und eine ätherische Chlorwasserstoffsäure hinzufügt. Durch Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum erhält man das Hydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 139 bis 143°C (unter Zersetzung).
Beispiel 4
4-Butylamino-l-äthyl-3-methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridinhydrochlorid
a) l-Äthyl-*A-hydroxy-3-me thy l-6-phenyl-lH-pyrazolo( 3,4-b) pyridin
509847/1141
- Il -
Durch Behandlung von S-Amino-l-äthyl-S-methylpyrazol mit Benzoylessigsäureäthylester in Polyphosphorsäure entsprechend der Verfahrensweise von Beispiel la) (Reaktionstemperatur 13O°C) erhält man die oben angegebene Substanz mit einer Ausbeute von 64,7 % d.Th. und einem Schmelzpunkt ■
sieren aus absolutem Äthanol.
d.Th. und einem Schmelzpunkt von 253 bis 254°C nach Umkristalli-
b) 4-Chlor-l-äthyl-3-methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
Durch Behandlung des Produktes aus Beispiel 4a) mit Phosphoroxychlorid entsprechend der Verfahrensweise von Beispiel Ib) erhält man die oben angegebene Substanz in einer Ausbeute von 96 % d.Th. mit einem Schmelzpunkt von 101 bis 103°C nach Umkristallisieren aus absolutem Äthanol.
c) 4-Butylamino-l-äthy l-3-methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo (3 , 4-b) -pyridinhydrochlorid
Durch Behandlung des Produktes aus Beispiel 4b) mit Butylamin nach der Verfahrensweise gemäß Beispiel Ic) und Id) erhält man in einer Ausbeute von 96 % d.Th. das 4-Butylamino-l-äthyl;-3-methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin mit einem Schmelzpunkt von 146 bis 147°C. Man stellt hieraus das Hydrochlorid her (Ausbeute 81 % d.Th. mit einem Schmelzpunkt von 206 bis 2O8°C).
Beispiel 5 4-Dimethylamino-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin
a) 4-Diirtethylamino-l-(2-furyl)methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b) pyridin
0,5 Mol l-(2-Furyl)methyl-5-aminopyrazol wird anstelle des in Teil a) des Beispiels 1 verwendeten 5-Amino-l,3-dimethylpyrazols gemäß der Verfahrensweise des Beispiels la) eingesetzt und die Verfahrensweise wird dann weiterverfolgt bis zur Verfahrensstufe c), worauf man als Produkt das 4-Dimethylamino-l-(2-furyl)methyl-6-phenyl-lH-pyrazolo(3,4-b)pyridin erhält.
509847/1141
41
b) ^Dimethylamino-e-phenyl-lH-pyrazolo (3 f 4-b)pyridln
0,1 MoI des Produktes aus Verfahrensschritt a) und 0rl8 Mol Selendioxid werden in 100 ml Diäthylenglycoldimethylather suspendiert. Das Gemisch wird unter Rühren bei 160°C behandelt, nachdem einige Tropfen Wasser hinzugefügt worden waren. Diese Temperatur wird während 1,5 Stunden aufrecht erhalten. Nach dem Abkühlen des Gemisches neutralisiert man mit einer verdünnten Lösung aus wässrigem Ammoniak bis zur Erzielung des oben angegebenen Produktes.
Beispiele 6 bis 37
Die nachfolgenden zusätzlichen Verbindungen können bei entsprechendem Austausch von Ausgangsmaterialien hergestellt werden:
50984771141
Beispiel
«1
Salz
Schmelz- Aus- Verfahrenspunkt beute weise gemäß
Beispiel
8 9
ίο 11 12
-CH
-CH
-CH.
H H -CH.
-CH(CHJ-CH -CH
-CH(CH J-CH -CH
•J a «J
CH(CH J-CH -CH
■J £· ^
-CH(CHJ-CH -CH
CH2-CH(CH3)
-CH(CHJ-CH -CH H
105-106 61%
HCl 151-153 89%
oil 100%
HCl 198-200 76%
86-87 97%
HCl 220-222 60%
93-94 100%
3c 3c Ic Id Ic Id Ic
Beispiel
R_ Salz
Schmelz- Aus- Verfahrenspunkt beute xveise gemäß
Beispiel ·
13
14
cn 15
ο .
CD
OO
16
-P-
-J 17
18
19
-CH.
"C2H5
-CH(CH J-CH-CH H
.3 £ Zi
-CH
-CH(CH )
-5 ι
-CH.
-CH.
-CH2-CH3
-CH3-CH3
H HCl 196-199
H , — 153-154
H HCl 257-260
H -- oil
H HCl 238-240
-CH2-CH H
oil
76%
70%
96%
ld
-CH-CH H HCl 184-186
78% 2
90% 3
73% 3
co ο cn co
Beispiel
R.
Verfahrensweise
gemäß
Beispiel
20 21
22
in
ο
CD
OO
23
24
25
26
27 28
C2H5
-CH.
H H.
-CH.
H H'
H -CH_
-CH2CH3 -CH3
CH.
-CH3CH3
-CH CH CH
1
1
1
5
Beispiel
R2 R3
Verfahrensweise gemäß
Beispiel
-CH.
-CH.
H
. -(CH)3CH3
-CH CH
CH.
-CH _
-CH3CH3
-CH_ H
-CH CH CH CH H
*- 2t Jl ο
1 5 5
co ο cn co

Claims (17)

Chemische Fabrik von Heyden GmbH Zeichen: Sq-7l/H-111-P (A-467O48-H) Datum : 29. April 19 75 Paten t ans prü ch e
1. Neue Aminoderivate von 6-Phenylpyrazolo(3,4-b)pyridinen der allgemeinen Formel I
(D
worin R Wasserstoff, Niedrigalkyl oder Phenylniedrigalkyl/ R„ Wasserstoff oder Niedrigalkyl,
R3 und R4 jeweils Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl, Phenylniedrigalkyl oder substituiertes Phenyl mit Niedrigalkyl, Carboxy oder CF_ als Substituenten,
R5 Wasserstoff, Niedrigalkyl, Phenyl oder Phenylniedrigalkyl bedeuten, sowie physiologisch verträgliche Säureadditionssalze.
2. Verbindung nach Anspruch 1, worin R. Niedrigalkyl ist.
3. Verbindung nach Anspruch 1, worin R. Methyl ist.
4. Verbindung nach Anspruch 1, worin R1 Äthyl ist.
5. Verbindung nach Anspruch 1, worin R. Wasserstoff ist.
6. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R2 Niedrigalkyl ist.
7. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R2 Methyl ist.
509847/1141
te'
8. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin Rp Wasserstoff ist
9. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R 'Wasserstoff ist.
10. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R3 Niedrigalkyl ist.
11. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R3 Methyl ist.
12. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R3 Butyl ist.
13. Verbindung nacp einem der vorangehenden Ansprüche, worin R. Wasserstoff ist.
14. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R4 Niedrigalkyl ist.
15. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin R4 Methyl ist.
16. Verbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 15, worin R5 Wasserstoff ist.
17. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung gemäß Anspruch mit der dort angegebenen allgemeinen. Formel, sowie von physiologisch verträglichen Säureadditionssalzen dieser Verbindungen,
dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel V
(V)
509847/ 114 1
13
umsetzt mit einem Amin der Formel-VI
HN-R
(VI)
und die gewünschte Verbindung isoliert.
509847/1141
DE19752519059 1974-05-06 1975-04-29 Neue aminoderivate von 6-phenylpyrazolo(3.4-b)pyridinen Withdrawn DE2519059A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/467,048 US4115394A (en) 1974-05-06 1974-05-06 Amino derivatives of 6-phenylpyrazolo[3,4-b]pyridines

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2519059A1 true DE2519059A1 (de) 1975-11-20

Family

ID=23854142

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752519059 Withdrawn DE2519059A1 (de) 1974-05-06 1975-04-29 Neue aminoderivate von 6-phenylpyrazolo(3.4-b)pyridinen

Country Status (6)

Country Link
US (1) US4115394A (de)
JP (1) JPS50157392A (de)
CA (1) CA999587A (de)
DE (1) DE2519059A1 (de)
FR (1) FR2269943B1 (de)
GB (1) GB1511006A (de)

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