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DE2517670A1 - Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl - Google Patents

Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl

Info

Publication number
DE2517670A1
DE2517670A1 DE19752517670 DE2517670A DE2517670A1 DE 2517670 A1 DE2517670 A1 DE 2517670A1 DE 19752517670 DE19752517670 DE 19752517670 DE 2517670 A DE2517670 A DE 2517670A DE 2517670 A1 DE2517670 A1 DE 2517670A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
powder
black powder
meal
treatment
black
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752517670
Other languages
English (en)
Inventor
Loevold Kjell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dyno Industrier AS
Original Assignee
Dyno Industrier AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dyno Industrier AS filed Critical Dyno Industrier AS
Publication of DE2517670A1 publication Critical patent/DE2517670A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0033Shaping the mixture
    • C06B21/0066Shaping the mixture by granulation, e.g. flaking

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)
  • Fodder In General (AREA)
  • Confectionery (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

Bei der Herstellung von Schwär zpulverlunt en wurde im allgemeinen ein feinkörniges hartes Schwarzpulver verwendet, hergestellt nach einem allgemein üblichen Verfahren, das folgende Schritte umfaßt:
1. Vermählen der drei Rohstoffe Kaliumnitrat, Holzkohle und Schwefel zu feinkörniger Größe,
2. Mischen der Rohstoffe und weiteres Mahlen, um ein mehliges Schwarzpulver zu erhalten,
3. Pressen des Schwarzpulvermehls zu Flächengebilden einer Dichte von 1,7 bis 1,8,
4-. Zerbrechen der gepreßten Flächengebilde zu feinen Körnern (Granulieren),
ti
5. Sieben, Polieren und überziehen mit Graphit,
6. Sieben und Trocknen.
In den letzten Jahren wurden Lunten auch durch die direkte Anwendung von Schwarzpulvermehl ohne Pressen, Granulieren und Polieren hergestellt. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, daß die Lunte die Neigung hat, in einem nicht konstanten Maße zu brennen. Um eine gleichmäßig brennende Lunte zu erhalten, müßen zwei Bedingungen erfüllt werden:
1. Das Pulver muß selbst mit einer konstanten Geschwindigkeit brennen;
2. das Pulver muß geeignet sein, der Zündschnur zugegeben zu werden»
Um die Bedingung 1 zu erfüllen, müssen die Rohstoffe zu einem hohen Feinheitsgrad zerrieben werden, zumindest 90 % feiner als 15 Micron. Ein solches Schwarzpulvermehl kann schwerlich oder sogar überhaupt nicht gleichmäßig in die Lunte gefüllt werden. In anderen Worten: Diese beiden Bedingungen sind nicht gut vereinbar mit einem einfachen Schwarzpulvermehl, und das ist der Grund für die variierenden Brennzeiten, die oft auftreten.
Das Verfahren umfaßt:
Man beginnt mit einem geeigneten Schwarzpulvermehl von ausrei-
5098 4 4/033 4
chender Feinheit (zumindest 90 % feiner als 15 Micron) und geeigneter Zusammensetzung, z.B.
68 % Kaliumnitrat,
20 % Schwefel,
12 % Holzkohle.
Das Schwarzpulvermehl wird in bekannter Weise, z.B.mittels Kugel«, Strahl«, Radmühlen usw., hergestellt. Zu dem Schwarzpulvermehl gibt man eine geeignete Menge Wasser, z.B. etwa 20 Gew.%, in eiiB geeignete Mischvorrichtung. Das feuchte Pulver wird leicht gepreßt, z.B. zwischen zwei Bändern, zwischen Bändern und Walzen, zwischen zwei Walzen oder in einer hydraulischen Presse. Das Zusammenpressen soll stark genug sein, um aus dem Pulver nach dem Pressen einen zusammenhängenden Körper zu bilden. Das Pulver wird dann durch ein Sieb mit einer Maschengröße von z.B. 0,5 mm gerieben und in einen rotierenden runden Behälter übergeführt, in dem das Pulver zu kugelförmigen Körnern agglomeriert.
Die Agglomeration wird etwa 5 Minuten fortgesetzt, bis die Körner eine Größe von höchstens 1 mm erreicht haben. Die Pulverkörner gibt man dann in eine geeignete Trockenvorrichtung, vorzugsweise eine FIießbettvorrichtung, in der durch heiße trockene Luft (70·ϋ) die Feuchtigkeit von 20 auf etwa 1 Gew.% reduziert wird.
Nach dem Trockenvorgang wird das Pulver gesiebt, so daß die Korngröße des angenommenen Pulvers zwischen 1,0 und 0,3 mm liegt. Die feineren und gröberen Teile werden in die Rohmaterialmühlen zurückgegeben und mit den Rohmaterialien wiedervermahlen.
Dieses Verfahren ist besonders gut für den kontinuierlichen und automatischen Betrieb geeignet. Vom Sicherheitsgesichtspunkt aus gesehen ist dies von großer Wichtigkeit, da es bei automatischem. Betrieb für die Arbeiter nicht länger nötig ist, während der Pulverherstellung in der Gefahrenzone anwesend zu sein. Bei kontinu-j· ierliehen Verfahren nämlich ist die in einer Zeiteinheit hergestellte Sprengstoffmenge immer wesentlich geringer als bei diskontinuierlichen Herstellungsverfahren.
5098A4/Q834
j Bei der kontinuierlichen und automatischen Herstellung ist es höchst geeignet, Schwarzpulvermehl nach der NO-PS 118 356 herzustellen. Das Schwarzpulvermehl fällt dann in eine Misch- und Knetvorrichtung, in der zur gleichen Zeit - wenn das Pulver durch die Vorrichtung geführt wird - Wasser zugesetzt wirdj das feuchte iPulver fällt aus und direkt in die Kugelmühle. Die Siebvorrichtung ist unterhalb der Kugelmühle angeordnet und mit einer rotie- !renden Bürste ausgestattet, die das Pulver durch das Sieb bürstet. !Unterhalb der Siebvorrichtung ist der rotierende Agglomerations-1 zylinder schräg angeordnet, so daß das Pulver zur gleichen Zeit
^hindurchgeht, wenn es gerollt und zu runden Körnern agglomeriert
[wird. Die Trockenvorrichtung liegt unterhalb des Agglomerations- ;Zylinders, und während des Trocknens gewegt sich das Pulver durch jden Trockner. Am Ende des Trockners befindet sich die Siebvorrichtung. Sie ist mit zwei Siebtüchern ausgestattet, sodaß die Körner von annehmbarer Größe aus der Mitte herausgeführt werden. Die Teile, die zu groß oder zu fein sind, werden gesammelt und mittels eines Vibrationstransporters kontinuierlich zurück zur Mühle ransportiert.
Die Vorteile des Verfahrens der Erfindung im Vergleich zu den konventionellen Verfahren zur Herstellung von hochverdichtetem chwarzpulver sind zahlreich und groß: J
1. Im größten Teil des Herstellungsverfahrens hat das Pulver | einen hohen Feuchtigkeitsgehalt (etwa 20 % Wasser), was es im wesentlichen unentzündbar macht, und zumindest sehr schwer entzünd-j bar im Vergleich zu üblichem Schwarzpulver mit einem Feuchtigkeit gehalt von höchstens 5
Das komplizierte und ziemlich zeitraubende Zusammenpressen des Pulvers wird vermieden.
5. Das zeitraubende und teilweise gefährliche Granulieren des Pulvers wird vermieden.
I. Das sehr zeitraubende Polieren des Pulvers wird vermieden.
, Die Produktionskapazität ist viel höher als in einer konventio>f· nellen Anlage gleicher Größe.
, Der Bedarf an Bedienungspersonal ist in automatischen Anlagen
dein, und in Kombination mit 5·ergibt dies ein sehr preiswertes Pulver. . . -~. .—'

Claims (3)

PATENTANWALT DR.-INC. LOTTERHOS «000 FRAHKFURT (MAIN) 2 5 1 7 6 7 Q ANNASTRASSE 19 FERNSPRECHER: (0611) 5550 61 TELEGRAMME: LOMOSAPATENT LANDESZENTRALBANK 5000714? POSTSCHECK-KONTO FFM. 1667-609 II/K FRANKFURT (MAIN)118.April 1975 Dyno Industrier A.S., Tollbugaten 22, Oslo 1, Norwegen Verfahren zur Behandlung von Schwarzpulvermehl
1. Verfahren zur Behandlung von Schwarzpulvermehl zur Herstellung von für Lunten geeignetem Schwarzpulver, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich "bekannter Weise hergestelltes Schwarzpulvermehl mit etwa 20 Gew.% Wasser vermisiit, das feuchte Pulver in ausreichendem Maße zu einem zusammenhängenden Körper gepreßt, dieser durch ein Sieb gerieben, das gesiebte Pulver zu Kugelkörpern agglomeriert und diese auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 1 Gew.% getrocknet und auf eine Korngröße zwischen 0,3 und 1,0 mm gesiebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknen in einem Fließbett erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das !Trocknen mit Luft von 700O vorgenommen wird.
DE19752517670 1974-04-22 1975-04-22 Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl Withdrawn DE2517670A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO741437A NO132988C (de) 1974-04-22 1974-04-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2517670A1 true DE2517670A1 (de) 1975-10-30

Family

ID=19881569

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752517670 Withdrawn DE2517670A1 (de) 1974-04-22 1975-04-22 Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl

Country Status (6)

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US (1) US3980741A (de)
CA (1) CA1066511A (de)
DE (1) DE2517670A1 (de)
GB (1) GB1496433A (de)
NO (1) NO132988C (de)
ZA (1) ZA752562B (de)

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NO741437L (de) 1975-10-23
NO132988B (de) 1975-11-10
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CA1066511A (en) 1979-11-20
GB1496433A (en) 1977-12-30
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