DE2517670A1 - Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl - Google Patents
Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehlInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
- C06B21/0033—Shaping the mixture
- C06B21/0066—Shaping the mixture by granulation, e.g. flaking
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Description
Bei der Herstellung von Schwär zpulverlunt en wurde im allgemeinen
ein feinkörniges hartes Schwarzpulver verwendet, hergestellt nach einem allgemein üblichen Verfahren, das folgende Schritte umfaßt:
1. Vermählen der drei Rohstoffe Kaliumnitrat, Holzkohle und
Schwefel zu feinkörniger Größe,
2. Mischen der Rohstoffe und weiteres Mahlen, um ein mehliges Schwarzpulver zu erhalten,
3. Pressen des Schwarzpulvermehls zu Flächengebilden einer Dichte von 1,7 bis 1,8,
4-. Zerbrechen der gepreßten Flächengebilde zu feinen Körnern
(Granulieren),
ti
5. Sieben, Polieren und überziehen mit Graphit,
6. Sieben und Trocknen.
In den letzten Jahren wurden Lunten auch durch die direkte Anwendung
von Schwarzpulvermehl ohne Pressen, Granulieren und Polieren hergestellt. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, daß
die Lunte die Neigung hat, in einem nicht konstanten Maße zu brennen. Um eine gleichmäßig brennende Lunte zu erhalten, müßen
zwei Bedingungen erfüllt werden:
1. Das Pulver muß selbst mit einer konstanten Geschwindigkeit brennen;
2. das Pulver muß geeignet sein, der Zündschnur zugegeben zu werden»
Um die Bedingung 1 zu erfüllen, müssen die Rohstoffe zu einem hohen
Feinheitsgrad zerrieben werden, zumindest 90 % feiner als 15
Micron. Ein solches Schwarzpulvermehl kann schwerlich oder sogar überhaupt nicht gleichmäßig in die Lunte gefüllt werden. In anderen
Worten: Diese beiden Bedingungen sind nicht gut vereinbar mit einem einfachen Schwarzpulvermehl, und das ist der Grund für die
variierenden Brennzeiten, die oft auftreten.
Das Verfahren umfaßt:
Man beginnt mit einem geeigneten Schwarzpulvermehl von ausrei-
5098 4 4/033 4
chender Feinheit (zumindest 90 % feiner als 15 Micron) und geeigneter
Zusammensetzung, z.B.
68 % Kaliumnitrat,
20 % Schwefel,
12 % Holzkohle.
Das Schwarzpulvermehl wird in bekannter Weise, z.B.mittels Kugel«,
Strahl«, Radmühlen usw., hergestellt. Zu dem Schwarzpulvermehl gibt man eine geeignete Menge Wasser, z.B. etwa 20 Gew.%, in eiiB
geeignete Mischvorrichtung. Das feuchte Pulver wird leicht gepreßt, z.B. zwischen zwei Bändern, zwischen Bändern und Walzen,
zwischen zwei Walzen oder in einer hydraulischen Presse. Das Zusammenpressen soll stark genug sein, um aus dem Pulver nach
dem Pressen einen zusammenhängenden Körper zu bilden. Das Pulver wird dann durch ein Sieb mit einer Maschengröße von z.B. 0,5 mm
gerieben und in einen rotierenden runden Behälter übergeführt,
in dem das Pulver zu kugelförmigen Körnern agglomeriert.
Die Agglomeration wird etwa 5 Minuten fortgesetzt, bis die Körner
eine Größe von höchstens 1 mm erreicht haben. Die Pulverkörner gibt man dann in eine geeignete Trockenvorrichtung, vorzugsweise
eine FIießbettvorrichtung, in der durch heiße trockene
Luft (70·ϋ) die Feuchtigkeit von 20 auf etwa 1 Gew.% reduziert
wird.
Nach dem Trockenvorgang wird das Pulver gesiebt, so daß die Korngröße des angenommenen Pulvers zwischen 1,0 und 0,3 mm liegt.
Die feineren und gröberen Teile werden in die Rohmaterialmühlen
zurückgegeben und mit den Rohmaterialien wiedervermahlen.
Dieses Verfahren ist besonders gut für den kontinuierlichen und
automatischen Betrieb geeignet. Vom Sicherheitsgesichtspunkt aus gesehen ist dies von großer Wichtigkeit, da es bei automatischem.
Betrieb für die Arbeiter nicht länger nötig ist, während der Pulverherstellung in der Gefahrenzone anwesend zu sein. Bei kontinu-j·
ierliehen Verfahren nämlich ist die in einer Zeiteinheit hergestellte
Sprengstoffmenge immer wesentlich geringer als bei diskontinuierlichen Herstellungsverfahren.
5098A4/Q834
j Bei der kontinuierlichen und automatischen Herstellung ist es
höchst geeignet, Schwarzpulvermehl nach der NO-PS 118 356 herzustellen.
Das Schwarzpulvermehl fällt dann in eine Misch- und Knetvorrichtung,
in der zur gleichen Zeit - wenn das Pulver durch die Vorrichtung geführt wird - Wasser zugesetzt wirdj das feuchte
iPulver fällt aus und direkt in die Kugelmühle. Die Siebvorrichtung
ist unterhalb der Kugelmühle angeordnet und mit einer rotie- !renden Bürste ausgestattet, die das Pulver durch das Sieb bürstet.
!Unterhalb der Siebvorrichtung ist der rotierende Agglomerations-1
zylinder schräg angeordnet, so daß das Pulver zur gleichen Zeit
^hindurchgeht, wenn es gerollt und zu runden Körnern agglomeriert
[wird. Die Trockenvorrichtung liegt unterhalb des Agglomerations- ;Zylinders, und während des Trocknens gewegt sich das Pulver durch
jden Trockner. Am Ende des Trockners befindet sich die Siebvorrichtung. Sie ist mit zwei Siebtüchern ausgestattet, sodaß die Körner
von annehmbarer Größe aus der Mitte herausgeführt werden. Die Teile, die zu groß oder zu fein sind, werden gesammelt und mittels
eines Vibrationstransporters kontinuierlich zurück zur Mühle
ransportiert.
Die Vorteile des Verfahrens der Erfindung im Vergleich zu den konventionellen Verfahren zur Herstellung von hochverdichtetem
chwarzpulver sind zahlreich und groß: J
1. Im größten Teil des Herstellungsverfahrens hat das Pulver | einen hohen Feuchtigkeitsgehalt (etwa 20 % Wasser), was es im wesentlichen
unentzündbar macht, und zumindest sehr schwer entzünd-j bar im Vergleich zu üblichem Schwarzpulver mit einem Feuchtigkeit
gehalt von höchstens 5 %·
Das komplizierte und ziemlich zeitraubende Zusammenpressen des
Pulvers wird vermieden.
5. Das zeitraubende und teilweise gefährliche Granulieren des Pulvers wird vermieden.
I. Das sehr zeitraubende Polieren des Pulvers wird vermieden.
, Die Produktionskapazität ist viel höher als in einer konventio>f·
nellen Anlage gleicher Größe.
, Der Bedarf an Bedienungspersonal ist in automatischen Anlagen
dein, und in Kombination mit 5·ergibt dies ein sehr preiswertes
Pulver. . . -~. .—'
Claims (3)
1. Verfahren zur Behandlung von Schwarzpulvermehl zur Herstellung von für Lunten geeignetem Schwarzpulver,
dadurch gekennzeichnet, daß in an sich "bekannter Weise hergestelltes
Schwarzpulvermehl mit etwa 20 Gew.% Wasser vermisiit,
das feuchte Pulver in ausreichendem Maße zu einem zusammenhängenden
Körper gepreßt, dieser durch ein Sieb gerieben, das gesiebte Pulver zu Kugelkörpern agglomeriert und diese auf einen
Feuchtigkeitsgehalt von etwa 1 Gew.% getrocknet und auf eine Korngröße zwischen 0,3 und 1,0 mm gesiebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknen in einem Fließbett erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das !Trocknen mit Luft von 700O vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO741437A NO132988C (de) | 1974-04-22 | 1974-04-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2517670A1 true DE2517670A1 (de) | 1975-10-30 |
Family
ID=19881569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752517670 Withdrawn DE2517670A1 (de) | 1974-04-22 | 1975-04-22 | Verfahren zur behandlung von schwarzpulvermehl |
Country Status (6)
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| CA (1) | CA1066511A (de) |
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| GB (1) | GB1496433A (de) |
| NO (1) | NO132988C (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0659528A1 (de) * | 1990-05-24 | 1995-06-28 | Trw Vehicle Safety Systems Inc. | Verfahren zum Kugeligglühen |
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| US4128443A (en) * | 1975-07-24 | 1978-12-05 | Pawlak Daniel E | Deflagrating propellant compositions |
| NO153804C (no) * | 1984-02-08 | 1986-05-28 | Dyno Indusrtrier A S Nitroglyc | Fremgangsmaate for belegning av krystallinske hoeyeksplosiver. |
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1974
- 1974-04-22 NO NO741437A patent/NO132988C/no unknown
-
1975
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- 1975-04-21 US US05/569,681 patent/US3980741A/en not_active Expired - Lifetime
- 1975-04-22 GB GB16551/75A patent/GB1496433A/en not_active Expired
- 1975-04-22 DE DE19752517670 patent/DE2517670A1/de not_active Withdrawn
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| EP0659528A1 (de) * | 1990-05-24 | 1995-06-28 | Trw Vehicle Safety Systems Inc. | Verfahren zum Kugeligglühen |
Also Published As
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| NO132988C (de) | 1976-02-18 |
| NO741437L (de) | 1975-10-23 |
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| US3980741A (en) | 1976-09-14 |
| CA1066511A (en) | 1979-11-20 |
| GB1496433A (en) | 1977-12-30 |
| ZA752562B (en) | 1976-03-31 |
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