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DE1068838B - Gekörnter russ und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Gekörnter russ und verfahren zu seiner herstellung

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Publication number
DE1068838B
DE1068838B DE1958C0016178 DEC0016178A DE1068838B DE 1068838 B DE1068838 B DE 1068838B DE 1958C0016178 DE1958C0016178 DE 1958C0016178 DE C0016178 A DEC0016178 A DE C0016178A DE 1068838 B DE1068838 B DE 1068838B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon black
granules
rosin
binder
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958C0016178
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Anthes Braendle
George Louis Heller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Columbian Carbon Co
Original Assignee
Columbian Carbon Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Columbian Carbon Co filed Critical Columbian Carbon Co
Publication of DE1068838B publication Critical patent/DE1068838B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black
    • C09C1/56Treatment of carbon black ; Purification
    • C09C1/58Agglomerating, pelleting, or the like by wet methods
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/10Solid density
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/19Oil-absorption capacity, e.g. DBP values
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/21Attrition-index or crushing strength of granulates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Gekörnter Ruß und Verfahren zu seiner Herstellung Diese Erfinaung betrifft verbesserte, zu Kügelchen geformte oder gekörnte Ruße, die während des Verladens eine erhöhte Widerstandsfähigkeit beim Zusammenpressen und beim Aufschütten zeigen, ihre Fließfähigkeit und Staubfreiheit weniger leicht verlieren und sich darüber hinaus in Gummimischungen und ähnlichem leicht zerteilen lassen. Die Erfindung umfaßt einen verbesserten gekörnten Ruß und auch ein Verfahren zur Erzeugung der Kügelchen.
  • Es ist ein wohlbekanntes Verfahren, Ruß, der normalerweise ein sehr feines, leicht aufzuwirbelndes Pulver darstellt, in für gewöhnlich kugelige Teilchen zu überführ#en, um die Schwierigkeit und den Nachteil bei der Handhabung, Verladung und Lagerung zu vermindern.
  • Solche Körnchen sind durch einen Vorgang erzeugt worden, bei dem der Ruß rollend oder in anderer Weise bewegt wird, wie es geschieht, wenn der trockene Ruß eine rotierende Trommel langsam passiert. Dieser Vorgang wird im folgenden als »Trockenkörnung« bezeichnet.
  • Rußkörnehen sind auch dadurch hergestellt worden, daß der Ruß mit einer entsprechenden Wassermenge zu einer pastösen Masse angerührt und so lange weitergerührt wurde, bis der feuchte Ruß zu im allgemeinen kugeligen Körnchen ausgeformt war. Die so gewonnenen feuchten Körnchen wurden dann bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von weniger als ungefähr 1 "/o, üblicherweise ungefähr O#,1 Gewichtsprozent, getrocknet. Diese letzte Methode wird im folgenden als »Naßkörnung« bezeichnet.
  • Wirklich staubfreie, frei fließende Rußkörnchen sind nach jedem dieser beiden bekannten Verfahren, d. h. der Trockenkörnung und der Naßkörnung, hergestellt worden. Die Trockenkörnung hat den Vorteil, mehr nahezu kugelige Körnchen zu liefern und auch die Notwendigkeit der nachfolgenden Trocknung zu vermeiden. Die trockenen Körnchen beider Herstellungsverfahren und besonders solche, die aus gewissen Rußsorten, speziell aus sogenannten »Strukturrußen«, hergestellt wurden, neigen aber unter den wenig schonenden Bedingungen der Verladung und mechanischen Handhabung zum Zerbrechen und Verklumpen, so daß sie die Fähigkeit zum freien Fließen verlieren.
  • Es sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden, um die Bruchfestigkeit und den sogenannten Verklumpungspunkt von Rußkörnchen zu erhöhen. Es ist z. B. auch vorgeschlagen worden, beim Körnen des Rußes nach dem -Naßkörnungsverfahren dem dabei verwendeten Wasser eine kleine Menge eines Bindemittels, Z. B. Zucker oder Melasse, zuzusetzen. Derartige Bindemittel durchsetzen die Körnchen gleichmäßig. Zahlreiche der als Bindemittel für Zusammenlagerungen fester Teilchen zur Verfügung stehenden Materialien sind zur Körnung von Rußen für die Gummiverarbeitung nicht geeignet, weil sie der feinsten Verteilung des Rußes in der Gunimimischung oder ähnlichem entgegenwirken oder weil sie die Eigenschaften der damit hergestellten Gummimischungen ungünstig beeinflussen.
  • Neuerdings ist ein Verfahren zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit von Rußkörnchen gegen Zerbrechen und Verklumpen vorgeschlagen worden, das darin besteht, daß die trocken vorgeformten Körnchen teilweise befeuchtet und danach durch Rollen bei erhöhter Temperatur bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt #,on nicht mehr als 1 Gewichtsprozent getrocknet werden.
  • Nach dem besagten Verfahren wird der Ruß zunächst trocken zu Körnchen mit einer Schüttdichte von mindestens 0,328 g/ml geformt. Die äußere Schicht dieser Körnchen wird dann gleichmäßig mit Wasser benetzt, und zwar mit 40 bis 90 kg Wasser für je 100 kg Ruß, und anschließend bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als 1 Gewichtsprozent getrocknet. Dieser Vorgang bewirkt eine Verfestigung der äußeren Oberflächenschicht der Körnchen und wird im folgenden als »Oberflächenhärtung« bezeichnet. Die oberflächige Durchfeuchtung der vorgeformten Körnchen wird durch Versprühen einer sorgfältig abgemessenen Wassermenge erreicht, die nur zum Befeuchten der äußersten Schicht der Körnchen bis zu einer Tiefe von nicht mehr als ungefähr einem Viertel bis einem Drittel ihres Durchmessers ausreicht, während die Körnchen vorzugsweise bei einer etwas erhöhten Temperatur gerollt werden. Das Trocknen der Körnchen erfolgt unter fortgesetztem Rollen bei einer über 100' C liegenden Temperatur.
  • Die vorliegende Erfindung bedeutet eine Verbesserung des eben beschriebenen Verfahrens, wobei die Widerstandsfähigkeit der erzielten Körnchen gegen Verklumpen und Zerbrechen noch weiter gesteigert wird, ohne die Dispergierbarkeit des Rußes in Gummimischungen oder ähnlichem ungünstig zu beeinflussen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Ruß der Oberflächenschicht von nach dem trockenen Verfahren hergestellten Körnchen mit einem thermoplastischen Harz durchsetzt, dessen Erweichungspunkt so hoch liegt, daß es bei den während des Lagerns, Verladens und Handhabens der Rußkörnchen herrschenden Temperaturen, das ist Raumtemperatur, absolut fest bleibt, daß es aber bei den Temperaturen, die während des Verteilens des Rußes in den Gummimischungen oder ähnlichem herrschen, verhältnismäßig weich ist. Für diesen Zweck wurde Kolophonium mit besonderem Erfolg verwendet. Andere Harze mit diesen erforderlichen physikalischen Eigenschaften gewöhnlichen Kolophoniums sind für diesen Zweck ebenfalls brauchbar.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Harz in der Weise angewendet, daß die trocken vorgeformten Körnchen wie bei dem bereits beschriebenen Oberflächenhärtungsverfahren mit Wasser behandelt werden, dem aber eine wäßrige Emulsion des Harzes zugefügt wurde. Die Harzteilchen der Ernulsion sollen nicht größer als 5 Mikron sein, und der Emulgator, der zur Erzeugung der Harzemulsion benutzt wird, sollte sich bei der Temperatur, bei der das nachfolgende Trocknen der Körnchen erfolgt, zersetzen, so daß das Harz auf die Oberfläche der Rußkörnchen gefällt wird, ohne einen unerwünschten Rückstand wie z. B. Seife oder metallhaltige Niederschläge zu hinterlassen. Als solche Emulgatoren sind die Ammoniumseifen des Kolophoniums selbst mit besonderem Erfolg angewendet worden, speziell bei Emulsionen von kolloidalem Kolophonium. Bei Temperaturen über 1210 C, wie sie für gewöhnlich zum Trocknen der Körnchen angewendet werden, zersetzen sich die Ammoniumseifen des Kolophoniums, wobei sich lediglich ein Rückstand von Kolophonium auf dem Ruß abscheidet.
  • Bei der Durchführung des er-findungsgemäßen Verfahrens wurden mit gutem Erfolg wäßrige Emulsionen von Kolophonium mit der Ammoniumseife des Kolophoniums als Emulgator und mit einem Gehalt von 40 bis 45 Gewichtsprozent an Kolophonium angewendet, wobei die Teilchengröße zwischen weniger als 1 Mikron und höchstens 3 Mikron lag; 90% der festen Teilchen waren kleiner als 1 Mikron, und die Emulsion reagierte alkalisch mit pH-Werten zwischen 8 und 10,5.' Es ist zwar schon früher vorgeschlagen worden, den gekörnten Ruß gleichmäßig und vollständig mit einer wasserlöslichen Seife zu durchsetzen, um das Verteilen des Rußes in Gummimischungen zu erleichtern. Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich hiervon grundsätzlich, da die nach ihr erzeugten Körnchen keine Seife enthalten. Das Bindemittel ist ferner nicht gleichmäßig in der Masse der Körnchen verteilt, sondern nur auf den Oberflächen der Körnchen niedergeschlagen oder nur wenig eingedrungen. Diese Umstände sind bis zu einem gewissen Grade der Grund dafür, daß der Ruß sich trotz der außergewöhnlich hohen Bruchfestigkeit der Körnchen leicht verteilen läßt. Dieser Umstand erlaubt auch die Anwendung geringerer Mengen des Binders.
  • Es scheint, wie schon angedeutet, daß beim Benetzen der Rußkörnchen mit dem Wasser, das die Harzemulsion enthält, nur das Wasser in die Körnchen bis zu einer gewissen Tiefe eindringt, während das Harz auf der äußersten Rußschicht der Körnchen zurückgehalten wird und offenbar nicht in die Körnchen eindringt. Die erzielten Körnchen unterscheiden sich im Aussehen der Oberfläche von solchen, die in ähnlicher Weise nur mit Wasser benetzt worden sind. Eine weitere Änderung erfolgt, wenn die Körnchen bei einer den Erweichungspunkt des Harzes übersteigenden Temperatur getrocknet werden, z. B. wenn bei Verweildung von Kolophonium die Trocknungstemperatur 177' C übersteigt. Es scheint, daß unter diesen Bedingungen das Kolophonium schmilzt und dabei die Kohlenstoffteilchen in der äußeren Schicht der Körnchen miteinander fester verbindet. Dieses Schmelzen und Zusammenkitten der Kohlenstoffteilchen ist jedoch von keinem merklichen Einfluß auf die Verteilbarkeit des Rußes bei den Temperaturen, die bei der Herstellung von Gurnmimischungen in dem üblicherweise benutzten Banbury-Mischer herrschen.
  • Es ist selbstverständlich, daß Kolophonium oder andere Harze der beschriebenen Art mit verschiedener Härte im Sinne dieser Erfindung angewendet werden können und daß der Anteil der zur Anwendung gelangenden Harzemulsion innerhalb eines gewissen Bereiches schwanken kann, der in erster Linie vorn Harzgehalt dieser Emulsion, vom Erweichungspunkt des Harzes und von den gewünschten Eigenschaften der erzielten Körnchen bestimmt wird.
  • Der Anteil des bei diesem Oberflächenhärtungsverfahren angewendeten Wassers kann je nach den Eigenschaften des im Einzelfall gekörnten Rußes auch etwas schwanken; er liegt für gewöhnlich aber innerhalb des Bereiches von 40 bis 90 kg für je 100 kg des trockenen Rußes. Der Anteil der Harzemulsion, der dem Wasser beigemischt wird, kann in ähnlicher Weise, wie oben angegeben, je nach den Eigenschaften des Rußes und nach den gewünschten Eigenschaften der hergestellten Körnchen variiert werden. Bei Verwendung einer Ernulsion des vorbeschriebenen Typs mit einem Gehalt von 40- bis 45 % an festem Kolophonium wurden die besten Erfolge erzielt, wenn die angewendete Menge der Emulsion 0,5 bis ungefähr 2 Gewichtsprozent des trockenen Rußes betrug.
  • Wenn die Körnchen gemäß dieser Erfindung oberflächengehärtet werden sollen, ist es nicht notwendig, daß die trocken vorgeformten Körnchen die Dichte besitzen, die sie haben müßten, wenn sie mit reinem Wasser ohne Zusatz der Harzemulsion gehärtet werden sollten. Abgesehen vom Zusatz der Harzemulsion züm Wasser für die Oberflächenhärtung wird das Verfahren sonst in derselben Weise durchgeführt wie das bereits beschriebene, mit Wasser allein arbeitende Verfahren der Oberflächenhärtung.
  • Durch die folgenden typischen Beispiele sollen die Erfindung noch näher erläutert und die dabei erzielten Erfolge dargetan werden.
  • Beispiele Für diese Versuchsreihe wurde ein Ruß vom HAF-Typ verwendet. Bei jedem Versuch wurden die in der gleichen Weise trocken vorgeformten Körnchen teilweise mit Wasser durchfeuchtet und darauf wie früher beschrieben getrocknet. Bei jedem Versuch betrug die Menge des Wassers ungefähr 60 Gewichtsprozent des trockenen Rußes. Zum Vergleich wurde beim ersten Versuch reines Wasser ohne jeden Zusatz verwendet. Bei den übrigen Versuchen wurden dem Wasser steigende Mengen der Harzemulsion, und zwar von 0,25 bis 0,75 "/o, bezogen auf das Trockenge-,vicht des Rußes, beigemischt. Die maximalen Trockentemperaturen und die Eigenschaften der so gewonnenen Körnchen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
    Versudi
    2 3 4 5
    Zusatz, 11/0 ........................ ohne 0,25 0,50 0,50 0,75
    Maximale Trockentemperatur' ' C .. 177 177 177 205 177
    Farbkraft ........................ 107 105 105 105 104
    Öl-Absorption, 1/100 kg ........... 150 149 150 151 149
    Dichte, g/ml ...................... 0,344 0,370 0,377 0,368 0,377
    Bruchfestigkeit, g ................. 3,1 5,4 5,7 6,6 5,1
    Verklumpungspunkt, kg ........... 8,2 15,8 21,5 22,6 23,8
    Die für die Farbkraft vorstehend angegebenen Werte sind als Prozente des entsprechenden Wertes eines Standard-SAF-Rußes ausgedrückt. Aus der vorstehenden Tabelle geht hervor, daß die Verwendung der Harzemulsion einen beträchtlichen Anstieg der Bruchfestigkeit und des Verklumpungspunktes dieser Körnchen zur Folge hat, ohne das Material in bezug auf die Farbkraft, Olabsorption oder Dichte wesentlich zu verändern.
  • Die bei dem vorstehend beschriebenen Beispiel angewendete Harzemulsion (im folgenden als Harzernulsion I bezeichnet) enthält ungefähr 45 % eines sehr hellen Kolophoniums mit mäßig hohem Erweichungspunkt in Suspension. Es wurden mit praktisch gleichem Erfolg auch ähnliche Produkte angewendet, z. B. eines (Harzemulsion V), dessen Gehalt an einem sehr hellen Kolophonium mit außerordentlich hohem Erweichungspunkt 40 % beträgt, ferner eines (Harzemulsion IV) mit einem Gehalt von ebenfalls 40"1/o eines hellen, extrem hoch erweichenden Kolophoniums und eines (Harzeniulsion III) mit einem Gehalt von etwa 4011/o eines hellen, verhältnismäßig niedrig erweichenden Kolophoniums sowie eines (Harzemulsion II) mit einem Gehalt von ungefähr 40"/o eines sehr hellen, verhältnismäßig niedrig erweichenden Kolophoniums. Der Emulgator war in allen diesen Fällen die Ammoniumseife der betreffenden Kolophoniumsorte.
  • Der Einfluß des Erweichungspunktes und anderer Eigenschaften des Harzes, dessen Emulsion angewendet wurde, auf die Bruchfestigkeit und auf den Verklumpungspunkt der Körnchen geht aus den folgenden weiteren Beispielen hervor. In jedem dieser Beispiele wurde Ruß vom HAF-Typ verwendet, und in jedem Fall wurden die trocken vorgeformten Körnchen nach dem Verfahren der vorstehenden Beispiele hergestellt. Zur Oberflächenhärtung wurden jeweils 60 kg Wasser auf 100 kg des Rußes verwendet. Menge und Art der Harzemulsion, die dem Wasser zur Oberflächenhärtung beigemischt wurde, sowie die erzielten Dichtewerte, Verklumpungspunkte und Bruchfestigkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
  • Die trocken vorgeformten Körnchen hatten in allen folgenden wie auch in den vorhergehenden Beispielen eine Dichte von 0,351 g/ml, einen Verklumpungspunkt von 5,55 kg und eine Bruchfestigkeit von 1,7 g. Diese Körnchen zeigten nach der gleichen Behandlung wie in den folgenden Beispielen, mit der Ausnahme, daß dem Wasser keine Harzemulsion beigemischt wurde, eine Dichte von 0,355 g/ml, einen Verklumpungspunkt von 14,7 kg und eine Bruchfestigkeit von 4,8 g. Die Körnchen wurden bei einer Höchsttemperatur von 177 bis 205' C getrocknet.
    Ver- Brudi-
    Didite klumpungs-
    punkt festigkeit
    Harzemulsion I
    0,50/0 0,359 14,8 6,0
    1,01/0 0,360 19,2 7,5
    2,01/o 0,359 20,4 9,6
    Harzemulsion II
    1,01/0 0,362 17,0 4,8
    2,0% 0,363 18,2 4,6
    Harzernulsion III
    0,51/0 0,376 17,0 3,9
    1,0 #1/0 0,376 18,2 7,3
    2,0'% 0,379 21,5 7,2
    Harzemulsion IV
    1,0%, 0,365 15,8 3,4
    2,01/0 0,378 19,2 6,7
    Harzemulsion V
    1,00/0 0,373 17,0 3,6
    2,01/0 0,370 15,8 3,5
    Aus dieser Tabelle geht hervor, daß 2 % von jeder dieser Harzemulsionen einen Anstieg entweder der Bruchfestigkeit oder des Verklumpungspunktes oder beider der HAF-Körner bewirken. Die minimalste noch wirksame Menge der Emulsionen schwankt indessen mit den verschiedenen Kolophoniumtypen, mit verschiedenen Rußsorten, mit der angewendeten Wassermenge und mit der Trocknungstemperatur.
  • Die relative Wirksamkeit gleicher Mengen derselben Harzemulsionen auf verschiedene Rußsorten und die verschiedener Harzemulsionen auf dieselbe Rußsorte geht aus der folgenden Tabelle hervor. Bei jedem Versuch wurden 60kg Wasser für je 100kg des trockenen Rußes und 1 11/o des Rußtrockengewichtes an Harzemulsion zur Anwendung gebracht. Die Höchsttemperatur beim Trocknen war in jedem Fall 177 bis 205' C. Zum Vergleich wurden die Ergebnisse mit aufgeführt, die bei gleichartigen Versuchen, jedoch ohne Zusatz von Harzemulsionen, erhalten wurden.
    Harz- Ver- Brudi-
    Rußtype Didite klumpungs-
    emulsio. punkt festigkeit
    FEF Nr. 1 0,370 19,2 6,3
    FEF ohne 0,365 12,4 4,5
    1SAF Nr. 1 0,338 19,2 5,5
    ISAF ohne 0,322 12,2 3,0
    SAF Nr. 1 0,288 10,2 2,5
    SAF ohne 0,299 7,9 1,7
    FEF Nr. 111 0,381 17,0 6,6
    FEF ohne 0,365 12,4 4,5
    ISAF Nr. 111 0,304 11,3 2,6
    ISAF ohne 0,299 7,9 1,7
    SAF Nr. 111 0,338 19,2 4,8
    SAF ohne 0,322 12,2 3,0
    Die angegebenen Werte für die Bruchfestigkeit der Körnchen sind auf die folgende Weise bestimmt worden. Aus einer größeren Zahl von Körnchen wurden diejenigen mit 0,6 mm Durchmesser sorgfältig ausgesiebt. Ein einzelnes davon wurde auf einen Objektträger gelegt, der sich auf einer Schale einer Analysenwaage befand. Ein zweiter Objektträger wurde in einem kleinen Abstand darüber fest (unabhängig von der Waageschale) angebracht, so daß er den oberen Rand des Körnchens fast berührte. Nach sorgfältigem Austarieren wurde die andere Waagschale schrittweise steigend belastet, bis zu beobachten war, daß das Körnchen zwischen den Glasplättchen zerdrückt wurde oder zersprang. Die Bruchfestigkeit wird daher in g ausgedrückt.
  • Die hier als »Verklumpungspunkt« bezeichneten Werte wurden dadurch bestimmt, daß man das untere Ende eines senkrecht angeordneten Rohres mit 5,08 cm Durchmesser und 10,8 cm Länge mit einer Metallscheibe verschloß. Das Rohr wurde dann mit den zu untersuchenden Rußkörnchen nahezu gefüllt und durch sorgfältiges Auflegen einer ähnlichen Scheibe unmittelbar auf die Körnchen verschlossen. Die obere Scheibe wurde daraufhin 2 bis 4 Sekunden lang mit einem konstanten Gewicht belastet. Danach wurde das Gewicht entfernt. Wenn nach Entfernen der unteren Scheibe die Körnchen ohne weiteres aus dem Rohr herausrieselten, wurde der Versuch mit einer höheren Belastung wiederholt. Wenn bei der höheren Belastung die Körnchen verklumpten und nach Entfernen des Gewichtes und der unteren Scheibe nicht mehr freiwillig aus dem Rohr rieselten, wurde der Versuch mit einer etwas geringeren Belastung wiederholt. Das Gewicht in kg, mit dem die obere Scheibe belastet werden mußte, damit die Körnchen im Rohr eben zu verklumpen begannen, wird als »Verklumpungspunkt« bezeichnet.
  • Gekörnte Ruße, die gemäß dieser Erfindung hergestellt wurden, ließen sich mit Erfolg in Gummimischungen mit Tieftemperatur-Polymeren und in solche mit hellem Rohkautschuk einarbeiten. Es zeigte sich keine Erschwerung beim Verteilen des Rußes in den Gummimischungen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Gekörnter Ruß, bestehend aus im wesentlichen trockenen Rußkörnern, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht der Körner aus einzelnen, mittels eines thermoplastischen Harzes miteinander verbundenen Rußpartikelchen besteht und das Innere der Körner im wesentlichen kein Bindemittel enthält.
  2. 2. Gekörnter Ruß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel Kolophonium ist. 3. Gekörnter Ruß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel geschmolzenes Kolophonium ist. 4. Verfahren zur Herstellung von gekörntem Ruß durch Behandeln trocken vorgeformter Rußkörner mit Wasser und nachfolgendes Trocknen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wasser eine wäßrige Emulsion eines thermoplastischen, bei normaler Temperatur festen Bindemittels zugesetzt wird, die als Emulgator die Ammoniumseife des thermoplastischen Bindemittels enthält, und daß bei einer über der Zersetzungstemperatur der Ammoniumseife liegenden Temperatur getrocknet wird. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel Kolophonium verwendet wird und das Trocknen bei einer Temperatur über 121' C durchgeführt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige, eine Ammoniumseife als Emulgator enthaltende Emulsion von Kolophonium mit einem Gehalt von 40 bis 50 Gewichtsprozent an festem Kolophonium in einer Menge von 0,5 bis etwa 2 Gewichtsprozent, bezogen auf den trockenen Ruß, verwendet wird.
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